Aphorismen zur Sexualität

Die Macht mancher besteht darin, Mächtige zu Fall zu bringen.

Männer sind das schwache Geschlecht – beherrscht von der Sexualität.

Eine Psychologie Professorin, die dramatisch in der Teenagerzeit lebt, ist sicher ein begehrtes Forschungsobjekt bei ihren Kolleginnen und Kollegen.

Manche Zeitungstexte zeigen: Dieser Mensch ist äußerst rein. Ohne Sünde. Darum wirft er den Stein.

Vor wenigen Jahren: Freie Sexualität! Heute: Fesseln.

Wer nach Jahren wegen Vergehens angezeigt wird, weiß nun wirklich: Ich bin berühmt geworden!

Nach so langer Zeit weiß man nicht mehr: Wer ist nun eigentlich das Opfer?

Manchmal versteht man sich selbst nicht mehr – und möchte, dass andere einen verstehen?

Geheime Wünsche und Sehnsüchte können zu öffentlichen Vorwürfen mutieren. Als Wesen des Schattens teilnehmen wollen am Licht der anderen – oder sie in meinen Schatten ziehen.  Eigene Schuld auf andere projizieren. Oh, Psyche, bist du kompliziert!

Es ist gut, dass Erniedrigte nach langer Zeit zu reden lernen. Unsere Gesellschaft muss lernen, damit umzugehen.

Erniedrigte zu öffentlichen Sensationen zu machen, erniedrigt erneut, wenn sie sich nicht selbst zu öffentlichen Sensationen machen.

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Bei AOL gefunden: „Der hässlichste Tag der Journalismus-Geschichte“ müsste es heißen:

In diesem Fall ist jeder der Verlierer. Die beteiligten Individuen, die beiden Parteien, die Journalisten, die unangemessen Partei ergreifen, ohne wirklich etwas zu wissen, zuletzt auch das Amt, in das der Mann gewählt werden sollte, ebenso die Psychologie. Die Zeugen dieses Individual-Dramas fragen sich: Was war wirklich? (War auf der besagten Party eigentlich niemand Neutrales zugegen? Hat es niemand wahrgenommen?) Kein Außenstehender weiß es. Wie also damit umgehen?

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3 Replies to “Aphorismen zur Sexualität”

  1. um Journalisten, wie ich im Kontext dieses Bildes schreibe, die unangemessen Partei ergreifen.
    Das mag ja ihre Meinung sein, ich sehe das anders.
    Journalisten müssen nicht unbedingt neutral berichten, wenn die Sachlage eindeutig ist.
    Und (nicht nur) in diesem Fall war sie das. Kavanaugh fehlen grundlegende Voraussetzungen für das Amt. Dass man ihn trotzdem durchgeboxt hat, ist eine einseitige parteipolitische Entscheidung, um den rechtslastigen Einfluss auf die höchste Rechtsprechung für Jahrzehnte im Sinne der Republikaner zu sichern. Welche Folgen das haben wird, wird sich noch zeigen.

  2. Eine Verteidigung für Kavanaugh?

    Allein die Tatsache, dass er von Crooked Donald Dumm ausgewählt wurde, beweist doch schon, dass er für das Amt ungeeignet ist.

    Ein Ultra-Konservativer, homophoper und misogynistischer Waffennarr, der die Gefahr mit sich bringt, dass die USA in den nächsten Jahrzehnten viele der Fortschritte, die man bisher hin zu einer vorurteilsfreieren Gesellschaft erzielt hat, wieder zunichte macht.

    Unabhängig davon, ob die Anschuldigungen gegen ihn nun glaubhaft sind oder nicht, bleibt zu hoffen, dass dieser Mann den USA und der Welt erspart bleibt.

    Ich kann nciht nachvollziehen, warum Sie die hässliche Fratze eines republikanischen Eiferers bringen ohne nachvollziehbare Quellenangabe bringen und sich auch noch zu der Behauptung versteigen, dass dies der “ hässlichste Tag der Journalismus-Geschichte“ sei. Die Medien erfüllen nur ihre Pflicht, indem sie über die Anhörung berichten. Dass Crooked Donald Dumm das nicht recht ist, wenn für ihn unliebsame Tatsachen ans Licht kommen und er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, die Wahrheit zu verzerren, ist ja sattsam bekannt.

    1. Quelle ist auf dem Bild ersichtlich (links: HuffPost [+ Hinweis auf Aol 29.8.2018]). Es geht mir darum, dass Journalismus – anders als es das Bild darstellt – sachlich damit umgeht. Eben um das Bild geht es – und um Journalisten, wie ich im Kontext dieses Bildes schreibe, die unangemessen Partei ergreifen.
      Insgesamt stehen Journalisten auch ratlos da und beobachten, was aus dem Ganzen werden mag.

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