Benedikt XVI. und Judentum + Evangelische Kirche und Antisemitismus + Muslimische Männer

Eine Diskussion zwischen Benedikt XVI. und dem Oberrabbiner Arie Folger: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/benedikt-xvi-auert-sich-zu-seinem-aufsatz-zum-judentum

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Tendenzen einer Tagung in Bad Boll: https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/32842

Es ist Zeit für ein klares Nein ohne jedes Ja zu BDS, zur Überwindungstheologie des Kairos-Palästina-Dokuments und gegen jede einseitige, geschichtsklitternde Stellungnahme gegen Israel. Antisemitismus darf in der Kirche keinen Platz haben, auch nicht in seiner antizionistischen Camouflage! An den Taten und nicht an schönen Worten wird sich Kirche hier messen lassen müssen.

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Ein Interview mit Sineb El Masrar über muslimische Männer: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/sineb-el-masrar-muslimische-maenner-muessen-erwachsen-werden-a-1228476.html

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6 Antworten auf „Benedikt XVI. und Judentum + Evangelische Kirche und Antisemitismus + Muslimische Männer“

  1. Antijudaismus hat mit zur Ablehnung der Juden beigetragen. Antisemitismus ist eine andere Kategorie. Und den gibt es nicht nur in der rechtsradikalen Variante.
    Der religiöse Antijudaismus mündete dann in die moderne, wie man es damals sah: wissenschaftliche Form mit Blick auf Rasse.
    Über Ihre billige Polemik hinaus: Der jüdisch-christliche Dialog hat intensiv viel Schlimmes ans Tageslicht gebracht, großes, auch Theologisches Versagen erkannt und es ist nicht einfach mit diesem extremen Versagen christlicher Generationen umzugehen und man fand wichtige Worte. Wichtig ist nun die Tat, da man Vergangenes nicht wieder gut machen kann: Man muss gegen Antijudaismus wie Antisemitismus der Gegenwart angehen und sie aufdecken. Auch in den Kirchen, damit sich nicht wieder dieses unfassbare Übel einschleicht.

    1. Man muss gegen Antijudaismus wie Antisemitismus der Gegenwart angehen und sie aufdecken. Auch in den Kirchen, damit sich nicht wieder dieses unfassbare Übel einschleicht.
      Danke, dass Sie mir im Prinzip recht geben. Ich fürchte nur, dass der Antisemitismus auch in den Kirchen bereits vorhanden ist, wie das Beispiel von Bischof Williamson zeigt, wenn auch zugegebenermaßen als Einzelerscheinung,

      Über Ihre billige Polemik hinaus
      Wollen Sie etwa bestreiten, dass ohne die Kreuzigung Jesu die Bewegung, die man später Christentum nannte, höchstwahrscheinlich nie entstanden wäre?
      Religionen mit Märtyrern sind ungleich attraktiver als solche ohne.

      1. Wieso „Ihnen Recht geben“? Gerne gebe ich Ihnen recht, wenn es möglich ist, aber diese Sicht hat mit Ihnen nichts zu tun. Ich habe in Wuppertal studiert, als das Thema jüdisch-christlicher Dialog sehr intensiv diskutiert wurde. Zudem: Antisemitismus und Antijudaismus ist auch noch in der weltweiten Kirche vielfach vorhanden, vor allem – soweit ich mir habe sagen lassen – unter Christen in islamischen Ländern (z.B. manchen palästinensischen Christen). Man ist noch lange nicht soweit, hier Entwarnung geben zu können. Das ist schlimm.
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        Zum Thema Polemik: Diese Frage habe ich aus dem Diskussionskontext nicht verstanden.

        1. Zum Thema Polemik: Diese Frage habe ich aus dem Diskussionskontext nicht verstanden.
          Ich will mit der meiner Frage folgendes ausdrücken:

          Wäre Jesus nicht gekreuzigt worden (soweit) es sich überhaupt um ein historisches Faktum handelt, wäre er einer unter vielen anderen fanatischen Wanderpredigern geblieben, die nach und nach in Vergessenheit geraten wäre.
          Ohne die Mär von der Wiederauferstehung und Himmelfahrt hätte seine Botschaft – welche überhaupt? – bei den Menschen seiner Zeit keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Diese Mär war ein geschickter und wie wir heute wissen, überaus erfolgreicher Propagandatrick, der erst in unseren Tagen immer besser durchschaut wird.

          1. Wieder: Was Sie nicht alles wissen! Wäre nicht… – dann wäre… – ist aber eben nicht so gewesen. Solche Spekulationen sind Gedankenspielereien. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater Millionär… – oder so.
            Auferstehung wurde schon immer abgelehnt. Diese Lorbeerblätter muss sich die Moderne nicht ums Haupt binden. Schon die Apostelgeschichte berichtet davon, dass die Athener angesichts der Worte spotteten. Aber dass es sich um einen Propagandatrick gehandelt haben soll, das müsste man eben historisch belegen. Da wurde von Gegnern schon viel vermutet und getrickst, auch aus Propagandagründen – aber belegen! Es handelte sich um ungebildete Leute, die Besseres zu tun hatten, als sich irgendwas auszudenken – eben ihren Job – und dafür umgebracht zu werden.

  2. Das Widersinnige am kirchlichen Antisemitismus, der dann in der Folge den rechtsradikalen Antisemitismus nährt, ist die Tatsache, dass ohne den „Gottesmord“ an Jesus das ganze Christentum nie entstanden wäre!

    Merkwürdig auch, dass sich die Empörung ausschließlich gegen die Juden richtet, wo doch die Hinrichtung auf Befehl des Römers Pontius Pilatus erfolgte.
    Aber Logik war ja noch nie eine Stärke der Theologie.

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