Widerlich + Leiden an der Kirche

Man darf vor diesen widerlich agierenden Priestern nicht die Augen und Ohren verschließen. Man möchte es tun, weil sie alles menschliche mit Füßen treten, weil sie Vertrauen missbrauchen, weil sie Menschen und Gott bekämpfen – indem sie Gott im Mund führen. Es ist einfach nur schlimm, was diese an Übel angerichtet haben und anrichten. https://www.stern.de/panorama/stern-crime/usa–hunderte-priester-sollen-ueber-tausend-kinder-missbraucht-haben-8212300.html

Äußerst schlimm ist es auch, wenn eine Institution nicht in der Lage ist, solchen Missbrauch von Menschen und der Institution selbst angemessen zu bekämpfen. Wahrscheinlich wurde jeder Einzelfall als Einzelfall angesehen – aber viele einzelne Holzwürmer bringen ein Haus zum Einsturz. Es könnte auch Ausdruck des Verfalls der Gesellschaft sein: Manche passen sich an. Es ist gut, dass sich der Wind gedreht hat und den Kriminellen – noch nicht flächendeckend – ein Sturm entgegenweht.

Die vielen, vielen Priester, die ihre Arbeit altruistisch tun, sie werden durch solche Kriminellen mit in den Strudel hinab gezogen. Verräter gab es bekanntlich schon immer in der Kirche. Das ist keineswegs eine beruhigende Aussage. Im Gegenteil. Sie macht traurig und wütend.

Leiden an der Kirche – ist ein schlimmes Leiden. Leiden an der Diskrepanz von gutem Wort und schlechter Tat – diese zerreißt so manchen Menschen. Nicht die Angriffe von Außen sind schlimm für die Kirche. Schlimm ist der Kampf gegen Mensch und Gott innerhalb ihrer Mauern.

*

Diese Aussagen bleiben, auch wenn die Untersuchungen nicht sauber durchgeführt worden sein sollten. Stutzig macht mich die Veröffentlichung, in der Öffentlichkeit emotionalisiert werden soll, indem – wenn ich das richtig interpretiere – sich im Hintergrund des Staatsanwaltes Opfer positioniert wurden.

Datenschutzerklärunghttps://www.wolfgangfenske.de/

3 Antworten auf „Widerlich + Leiden an der Kirche“

  1. Leiden an der Diskrepanz von gutem Wort und schlechter Tat
    Nennt man das nicht Heuchelei? Und darin ist die rkK besonders groß, wie ich mehr als einmal aus eigener Anschauung erfahren habe.

    Wahrscheinlich wurde jeder Einzelfall als Einzelfall angesehen
    Nach allem, was ich darüber weiß, handelt es sich eben nicht um Einzelfälle, sondern um eine konzertierte Aktion, bei der die Täter bis in höchste Kirchenkreise hinein vor Bekanntwerden der Vorfälle und damit vor Strafverfolgung geschützt wurden.
    In etlichen Fällen wurden die Täter einfach in andere Gemeinden versetzt, ohne dass die über die Gründe informiert wurden und die Täter somit mehr oder weniger ungehindert ihr schändliches Tun fortsetzen konnten. Das ist besonders perfide, weil erneut die Leben zahlreicher unschuldiger Kinder wissentlich zerstört wurden. Dadurch hat sich die gesamte Kirchenhierarchie zum Mittäter gemacht. Von Ratzinger weiß man, dass er Order ausgegeben hat, sexuelle Übergriffe von Priestern nicht den Behörden zu melden. Zivilrechtlich heißt das Strafvereitelung im Amt und damit wurde Ratzinger selbst zum Kriminellen.

    Ist es da noch verwunderlich, wenn viele Menschen für die rkK nur noch tiefste Verachtung empfinden und folgerichtig zig-Tausende von Katholiken die Kirche verlassen?

    Wo war übrigens Ihr Gott, der ja angeblich in die Geschichte eingreift und Menschen reifen lässt und zur Umkehr bewegen kann? Offensichtlich hatte er nur taube Ohren für das millionenfache Flehen und Bitten der geschändeten Kinder!
    Ein Beweis mehr, dass dieses Monster in Wirklichkeit gar nicht existiert.

    1. Was das Thema „Geschichte“ betrifft – wo war Gott…: Bitte lesen, was ich geschrieben habe.

      1. Was das Thema „Geschichte“ betrifft – wo war Gott…: Bitte lesen, was ich geschrieben habe.
        Habe ich ja. Wenn Ihr Gott in der Geschichte wirksam ist – Ihre These, nicht meine – dann wirkt er durch Mensch und Natur, ist also auch für alles verantwortlich, was passiert, einschließlich des widerlichen und zig-tausendfachen Missbrauchs katholischer Priester an den Kindern.

Kommentare sind geschlossen.