11 Antworten auf „Glaube“

      1. Sind neue Argumente gegen Religion darunter?
        Würde das einen Unterschied machen, so lange nicht einmal die alten Argumente gegen Religion widerlegt sind? Ich erinnere nur an die Theodizee, eines der stärksten Argumente gegen jede Religion, die ein Einwirken ihres Gottes in den Ablauf unserer Welt behauptet.

        1. Theodizee kann kein Argument gegen Gott sein – nur gegen das jeweilige Gottesbild. Neulich las ich: Unter dem Kreuz findet man Gott. Was natürlich nicht ausschließlich so ist – und man unter dem Kreuz Gott verlieren kann wie ihn im Glück finden kann. Mit dem Zitat will ich nur sagen: Theodizee muss nicht dazu führen, sich von Gott zu entfremden.

          1. Theodizee kann kein Argument gegen Gott sein
            Dem stimme ich – fast – zu, aber in Ihrem Satz fehlt vor „Gott“ das Wort „einen“.
            Natürlich sagt das Problem der Theodizee nichts darüber aus, ob es einen Gott geben kann oder nicht. Doch es sagt aus, dass es den christlichen Gott, wenn er als liebender und gerechter Gott gedacht wird, NICHT geben kann. Weil sich diese Vorstellung in krassem Widerspruch zur Realität dieser Welt befindet.

            Theodizee muss nicht dazu führen, sich von Gott zu entfremden.
            Richtig, denn wer sich einen grausamen Gott oder einen Gott vorstellt, dem diese Welt völlig gleichgültig ist, hat kein Problem mit der Theodizee. Der Christ hingegen sieht sich vor einem unauflöslichen Dilemma.

            1. Die folgenden politischen Aussagen muss ich nicht erneut kommentieren. Die Kommentare würden sich wiederholen – auch mit der Forderung einer sprachlichen Mäßigung. Die sprachliche Aggression dieses Gesprächspartners durchzieht auch die Diskussion um religiöse Fragen.
              Auch hier ist mit Blick auf die Theodizee-Frage ein Schwarz-Weiß-Denken erkennbar. Ebenso ein Denken, das nicht in der Lage zu sein scheint, Sprache als etwas zu erkennen, das wunderbar ist, aber ebenso auch begrenzt ist. Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass Menschen des Westens kontrastiv denken, Menschen des Ostens eher inklusiv. Allerdings hat schon mancher alte Grieche das Denken in Gegensätzen aufzubrechen versucht (Heraklit).

  1. Es liegen noch ein paar Kommentare bei mir, die ich nicht freigeschaltet habe, weil ich mich in letzter Zeit nicht um den Blog kümmern konnte. Am Samstag werde ich vermutlich den Kommentarbereich anschauen.

  2. Alle meine Kommentare, die noch nicht freigeschaltet waren, sind verschwunden, also mehrere Stunden Arbeit für nichts und wieder nichts. Falls nichts davon mehr auftaucht, verzichte ich auf weitere Kommentare.

  3. M. E. liegt hier ein Tippfehler vor.

    Muss es nicht heißen:
    „Licht, das IN finstere Tunnel führt“?

    Da es viele verschiedene Religionen und innerhalb dieser wieder viele verschiedene Glaubensrichtungen gibt, müssten dahinter dann auch ebenso viele Götter stecken, die eine verwirrende Vielzahl von „Geschenken“ verteilen.

    Und wenn es nur den einen „richtigen“ Glauben geben soll, und jede Religion von sich behauptet, diese EINE zu sein, wie soll ein Gläubiger erkennen, dass er der „richtigen“ angehört, wo doch in aller Regel seine Glaubenszugehörigkeit nur vom Zufall der Geburt zu einer zufälligen Zeit an einem zufälligen Ort in eine zufällige Familie bestimmt wird?

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