Nordkorea + böser Cop und guter Cop

Nun wundern sich alle über Trump: Erst schimpft er mit Nordkorea – dann lobt er. Na klar! Er kann ja jetzt loben, weil Nordkorea zumindest auf dieser Etappe eingelenkt hat. Er spielt den bösen Cop – Europa den guten, und dann ändert sich etwas: http://www.tagesschau.de/ausland/trump-nordkorea-beziehungen-101.html

Das ist ja nicht das erste Mal. Und auch Russland lobt. Warum? Man kann mit Loben und Drohen, Drohen und Loben solche Leute wie Kim jong-Un ansprechen: http://www.tagesschau.de/ausland/putin-lobt-kim-jong-un-101.html

Und da Geschichte noch nicht zu Ende ist, wird dieses Spiel weitergehen. Denn die Frage ist nun: Wie wird der Gescholtene und Gelobte reagieren? Wird er nun versuchen, Liebkind zu bleiben, weil er so gelobt wird, oder wird er nun übermütig geworden, außer Rand und Band geraten. Wie auch immer: Dann muss der böse Cop und der gute Cop wieder aktiv werden. Wie sich das ja auch mit Blick auf den Iran abspielt. Allerdings ist es da ein wenig komplizierter, weil man es im Iran mit einem Regime zu tun hat und in Nordkorea mit einem einzelnen Despoten.

Die guten Cops aus Europa müssen allerdings aufpassen, dass sie sich nicht gegen den schlechten Cop wenden, damit das Spiel funktionieren kann. Sonst ermutigt man die Kriminellen, weil sie denken, der gute Cop sei auf ihrer Seite und von daher nichts ändern müsste. Aus dieser Perspektive klangen die Infos aus Brüssel zum Thema Iran nicht gut. Menschenrechte waren nur am Rand ein Thema.

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