Keine Ahnung

Ich freue mich immer, wenn mir einer sagt:

Du hast ja keine Ahnung!

Denn dann kann er mir etwas von seiner Ahnung berichten –

und ich lerne seine Ahnung kennen.

Vielleicht ahnt er dann auch etwas

von meiner Ahnung.

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Nachtrag: Sorry, der Blog kann leider erst Samstag oder Sonntag weiter bestückt werden.

Eine Antwort auf „Keine Ahnung“

  1. Netter Ansatz, aber nicht grundsätzlich hat jeder Unrecht, der einem anderen Ahnungslosigkeit unterstellt.

    Wenn z. B. ein Christ – wie es leider immer noch oft geschieht – Adam und Eva, die Sintflut und auch, wie die Schulreferentin(!!!) der rheinischen Kirche, den Turmbau zu Babel mit anschließender Sprachverwirrung (die war eher vorausgegangen, weil viele ausländische Sklaven am Turmbau mitwirkten) für ein historisches Ereignis hält, dann haben diese Leute ganz neutral und objektiv betrachtet wirklich keine Ahnung.

    Das sind natürlich die krasseren Fälle, zu denen auch die Muslime zählen, die den Koran immer noch für ihres Gottes unverfälschte und endgültige Botschaft halten.

    Aber bedenklich wird eine gewisse Ahnungslosigkeit ja auch schon dann, wenn die meisten Christen sich nicht bewusst sind, dass auch die Weihnachtsgeschichten bei Matthäus und Lukas reine Erfindungen sind, die einfach orientalische Traditionen über hochgestellte Persönlichkeiten (Gotteskinderschaft, Jungfernzeugung, Wundertätigkeit, usw.) aufgreifen. Trotzdem wird dieser ganze unnütze Ballast dem Kirchenvolk immer wieder präsentiert, als hätte es fortschrittliche Theologen wie Rudolf Bultmann nie gegeben. Eigentlich schade, denn vielleicht lohnt es sich, sich mit einem aufgeklärten und ehrlichen Christentum näher zu befassen.

    Das Christentum, wie auch der Islam und andere Religionen sind nun einmal da und man muss sie dazu bringen, auch in ihren Lehren den Anschluss an das 21. Jhdt. herzustellen. Solange sie aber unglaublichen Unsinn als reine Lehre verteidigen, ist das schlichterdings nicht möglich und es blieb dann nur der Ausweg, sich für ihre Abschaffung – zumindest im öffentlich Leben – einzusetzen.

    Die Meinungsfreiheit muss natürlich so weit gehen, dass jeder glauben und denken kann, was er möchte, aber wenn er mit kruden Positionen an die Öffentlichkeit, wie unsere Schulreferentin, muss er auch ertragen, dass ihm ein scharfer Wind ins Gesicht weht.

    Tut mir leid, aber wer heute noch glaubt, dass – bildlich gesprochen – die Erde eine Scheibe ist, verdient nichts anderes als ausgelacht zu werden, religiöse Gefühle hin, religiöse Gefühle her. Auch das gilt für den Islam und die anderen nicht-christlichen Religionen.

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