Unser Gehirn…

Oh, oh, das lässt wieder die Tasten rauchen: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/film/2017/12/01/ist-das-ich-nur-das-gehirn/

 Im Fazit mahnt der Film, dass die Wissenschaft nicht die Grenze zur Weltanschauung überschreiten sollte. Aus der Au: „Wissenschaft kann nicht entscheiden, ob der Mensch und diese Welt nur Materie sind, oder ob es darüber hinaus eine immaterielle Dimension gibt.“

Ich muss aber gestehen, dass ich dazu so gut wie nichts sagen kann. Natürlich: Außer dem, was ich schon die ganze Zeit zu sagen versuche.

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Eine Antwort auf „Unser Gehirn…“

  1. Im Fazit mahnt der Film, dass die Wissenschaft nicht die Grenze zur Weltanschauung überschreiten sollte.

    Eine unbrauchbare Floskel mit fehlbesetzen Begriffen. DIE Wissenschaft gibt es nicht, nur eine Vielzahl von Einzeldisziplinen, die oft ohne Querverbindung nebeneinander arbeiten, sich bisweilen austauschen und nur in einigen Bereichen interdisziplinär UND international(!) verbunden sind. Wissenschaftliches Arbeiten verträgt keine Provinzialisierung, Religion lebt davon, sich gegenüber anderen abzugrenzen.

    Eine „Grenze“ zur Weltanschauung kann es für keine Wissenschaftsdisziplin geben, weil die Essenz jeder Wissenschaft, die diesen Namen verdienen will, genau darin besteht, sich die Welt anzuschauen. Wissenschaft IST Weltanschauung.
    Der letzte Halbsatz kann nur dann einen Sinn ergeben, wenn man „Weltanschauung“ durch „Ideologie“ ersetzt, aber dann passt er auch wieder nicht zum ersten Teil, denn eine Wissenschaft, die ideologisiert, hört auf, Wissenschaft zu sein.

    „Wissenschaft kann nicht entscheiden, ob der Mensch und diese Welt nur Materie sind, oder ob es darüber hinaus eine immaterielle Dimension gibt.“

    Auch dieser Satz ist völliger Unfug, denn – wenn überhaupt – kann NUR die entsprechende Wissenschaftsdisziplin entscheiden, ob es eine „immaterielle Dimension“ gibt. Wer denn sonst? Der Theologie fehlen doch sämtliche Werkzeuge, um sich sinnvoll dieser Frage zu nähern, denn auf bloßen Spekulationen kann man keine Erkenntnis aufbauen.

    Ich weiß zwar auch nicht, ob – und wenn ja, wann – es gelingen wird, ein Computer-„Hirn“ mit so viel künstlicher Intelligenz zu versehen, dass es ein eigenes Bewusstsein entwickelt, aber wenn das gelingen sollte, wäre unzweifelhaft der Beweis erbracht, DASS Bewusstsein eine Erscheinungsform der Materie ist. Und dieser Beweis würde zudem nicht nur völlig ohne Zutun der Theologie, sondern wieder einmal gegen deren erbitterten Widerstand zustande kommen.

    Im Übrigen bin ich mir nicht so sicher, ob es Ihrer Sache förderlich ist, wenn Sie neben Verlinkung zu rechtslastigen Zeitgenossen (Stürzenberger) nun auch noch die Positionen der Junge-Erde-Kreationisten (hier in Gestalt des IGUW) wohlwollend zur Debatte stellen, d. h., ganz im Gegenteil, ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie sich und Ihrem Ansehen damit eher schaden.

    Da wir gerade bei konstruktiver Kritik sind: ich finde es bedauerlich, dass Sie fast jeden Tag eine Vielzahl von neuen Threads aufmachen und die alten dann praktisch im Nirwana verschwinden, weil man sich auch im Archiv durch eine große Zahl von Stichworten wühlen muss, um einen Artikel, zu dem man gepostet hat, wieder zu finden. Das schreckt ab und nimmt zumindest ir die Lust, ältere Threads noch einmal aufzugreifen, obwohl dort jemand vielleicht einen bedenkenswerten Diskussionsbeitrag hinterlegt hat. Aber die Suche danach ist einfach zu mühsam. Z. B. habe ich am 5. 12. im Thread „Gott statt Gedanken“ eine deutliche Erwiderung auf Ihren Artikel hinterlassen. Doch weder von Ihnen noch von jemand anderem ist eine Reaktion darauf erfolgt. Wahrscheinlich deshalb, weil niemand mehr in diesen Thread hineingeschaut hat.

    Ich denke, Ihr Blog würde wesentlich mehr Leben entwickeln – und das müsste doch Ihr erstes Bestreben sein? – wenn SYie sich künftig darauf beschränken würden, nicht mehr als zwei oder drei neue Threads pro Woche einzustellen. Einen Versuch wäre es zumindest wert.

    Auch fände ich es viel besser, wenn die Kommentare nummeriert und in chronologischer Reihenfolge aufgelistet würden, denn dann kann man sich auch in einen längeren Thread mit vielen Kommentaren problemlos in kurzer Zeit einlesen und sinnvoll einen eigenen Beitrag schreiben. So aber verliert man ab etwa fünf oder sechs Kommentaren völlig den Überblick, wer wann welchen Kommentar geschrieben hat und ob es noch Gwinn bringt, darauf zu antworten, weil man den Stand der Diskussion nicht erkennen kann.

    Klein Tipp: Schauen Sie einmal, wie das bei scienceblogs.de organisiert ist, das empfinde ich als erheblich übersichtlicher.

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