Israel und Palästinenser und Frieden statt Hass

Trump sagte laut Tagesschau, dass Israel und die Palästinenser Frieden wünschten – dass von daher auch eine Lösung des Konflikts möglich sei. Leider muss man sagen: Wer es sich zu einfach macht, wird das Problem auch nicht lösen. Es gibt auf beiden Seiten Menschen, die nichts sehnlicher wünschen als Frieden – wenn es nur die gäbe, wäre der Friedensvertrag morgen geschlossen.

Aber es gibt nun einmal nicht nur Friedensmenschen – und die sind das Problem. Zudem gibt es auch Menschen, die Frieden heucheln – und die muss ein Friedensvertrag auch im Blick haben, damit der Partner (samt den Friedensmenschen der eigenen Seite) nicht von heute auf Morgen überrannt wird.

Der Fehler ist, dass es Gruppen gibt, die den Hass schon in die Kinder hineinlegen. Ich denke, dass hier angesetzt werden muss: Erst wenn der Hass nicht mehr die Herzen bestimmt, dann kann man ernsthaft an einen Friedensvertrag denken. Und das ist langwierig, denn die Kinder, die jetzt hassen gelernt haben, die werden auch als Erwachsene nicht unbedingt allesamt zu Friedensmenschen umschwenken, sondern den Hass weitergeben. Auch diese schlimme Märtyrerverehrung muss aufhören – indem Menschen, die andere morden, zu Märtyrern erklärt werden. Das sind Saaten für Hass.

Hier muss auch die EU ansetzen, wenn sie den Palästinensern Gelder überweist: Wer Kindern das Hassen beibringt mit Hilfe von Schulbüchern, staatlichen Lehrern, mit aggressiven Terrormilitärparaden, das wenige Geld, das sie haben zu Waffenkäufen ausgeben, statt für die Bevölkerung einzusetzen…, der kann kein Geld bekommen. Der Hass muss besiegt werden – bevor ernsthaft Frieden einziehen kann.

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