uns-wir-ihr-euch

So einfach ist das auch mal wieder nicht: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-ueber-das-deutsche-wir-gefuehl-a-1010852.html

Denn: Ich bin nicht du – und du bist nicht ich. Ich will nicht du werden – und du sollst nicht ich werden. Ich will nicht, dass du genau das tust, was ich tue, genau das willst, was ich will – du willst nicht genau das tun, was ich tue, genau das wollen, was ich will. Wir sind verschieden – und das ist gut so.

Und das gilt auch für das Wir. Wir haben unsere Vorstellung von Gesellschaft – und sie ist im Vergleich zu anderen Gesellschaften sehr gut. Ich will nicht, dass ihr eure Vorstellung von Gesellschaft benutzt, um unsere Gesellschaft unter der Hand umzukrempeln.

Und wenn ihr in unsere Gesellschaft kommt, dann richtet euch nach den Vorgaben unserer Gesellschaft – und wenn uns aus eurer Gesellschaft etwas gut erscheint und wir es gerne übernehmen wollen, dann wollen wir es freiwillig tun, nicht weil ihr uns dazu zwingt.

Das, was Herr Lobo oben vorschlägt ist nur dann sinnvoll, wenn alle gesellschaftspolitischen Vorstellungen irgendwie gleich sind – es im Grunde keinen Unterschied macht, ob man diese oder jene nimmt. Aber das ist weltfremd.

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