Bestatterin zu ihrem Beruf

Eine Bestatterin spricht über ihren Beruf, über die Toten und Angehörigen: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/eine-bestatterin-erzaehlt-von-ihrem-harten-berufsalltag-a-906960.html

Das Thema ist äußerst interessant. Christen dürfte es gleichgültig sein, wie sie bestattet werden – denn sie sind ja daheim, bei Gott. Aber die Angehörigen achten die Verstorbenen, ohne jedoch ihre Sklaven zu sein. (Trotz des harten und unverständlichen Wortes Jesu: Lasst die Toten ihre Toten begraben.) Freilich stellt sich die Frage, ob das Achten der Verstorbenen gleichbedeutend ist mit einem teuren Sarg und einem teuren Grab. Als Christ muss ich sagen: Nein.

Es sieht aber so aus, nach Beobachtung von Bestattern, dass Angehörige immer distanzierter mit den Verstorbenen umgehen. Hängt das mit der Entchristlichung der Gesellschaft zusammen? Man fürchtet den Tod, mag mit Toten nichts zu tun haben? Wegwerfgesellschaft: Weg ist weg? Kommerzialisierte Gesellschaft: Man kann eh nichts mehr verdienen? Stressgesellschaft: Man hat keine Zeit sich damit zu beschäftigen? …

Wenn man den genannten Artikel liest, hätte man gegen eine Kontrolle von Unternehmen, die es mit Verstorbenen zu tun haben, nichts einzuwenden, damit die Würde des Menschen – auch des verstorbenen Menschen – geachtet bleibt.

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