Ostern-Auferstehung

An Ostern sagen Christen zueinander: Der Herr ist auferstanden! und darauf antworten die anderen Christen: Er ist wahrhaftig auferstanden!

Was hat es mit der Auferstehung Jesu Christi auf sich?

Jesus lebte als ein Mensch, der anderen Menschen gutes getan hat, er hat ihnen gelehrt, dass Gott wie ein Vater ist, der Menschen liebt und sogar Sünder wieder aufnimmt, wenn sie zu ihm zurückkehren. Er will nicht den Tod des Menschen, seinen Untergang, seine Verdammnis, er will seine Rettung. Diese Worte Jesu sprachen so manchem aus dem Herzen, Menschen wurden aufgerüttelt und folgten ihm nach. Und das hat nicht allen gepasst – und das war einer der Gründe, weshalb er hingerichtet wurde.

Jesus starb – und wurde drei Tage später von Menschen wahrgenommen, die ihm gefolgt waren: Sie sahen ihn, sie hörten ihn. Sie sahen und hörten ihn in einer neuen Weise. Sie waren außer sich, weil das ja wirklich nicht zu verstehen ist, dass ein Mensch, der tot war, wieder leben soll. Und weil das unglaublich ist, schreibt Paulus, dass diese ganze Botschaft für Unwissende eine Dummheit ist.

Wir sind alle Unwissende. Damit wir von Unwissenden zu Wissenden werden können, hängt das große Fest nach Ostern unmittelbar mit dem Osterfest zusammen: Pfingsten. An Pfingsten, so wird berichtet, bekamen die Nachfolger den Geist Jesu. Und seitdem bekommen Nachfolgerinnen und Nachfolger ihn – und leben aus diesem Geist. Jesus Christus ist in seinem Geist den Glaubenden gegenwärtig. Weil dem so ist, ist die Auferstehung Jesu Christi nicht ein Ereignis, das vor 2000 Jahren stattfand und damit abgeschlossen ist, sondern Jesus Christus ist als Auferstandener auch in der Gegenwart erfahrbar. Er ist anwesend in seinem Geist, wenn Menschen in seinem Namen Gutes tun. Er ist anwesend, wenn wir beten, mit ihm sprechen. Er ist anwesend, wenn zwei oder drei in seinem Namen beisammen sind. Er handelt durch die Seinen in der Welt.

Ostern ist kein Ereignis der Vergangenheit, Ostern ist nur im Licht von Pfingsten zu verstehen. Das gesamte Leben der Kirche, das Gott gemäße Leben, ist Erweis der Auferstehung Jesu.

Nur am Rande: Darum feiern wir ja auch Sonntag – weil Jesus am Sonntag auferstanden ist. Jeder Sonntag ist somit ein Echo des Osterfestes.

 

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html und www.blumenwieserich.tumblr.com Der Blog wird in den nächsten Wochen nur sehr unregelmäßig bestückt werden können.

4 Antworten auf „Ostern-Auferstehung“

  1. Ihr Statement zeigt, dass historische Argumente bei manchen Menschen keine Relevanz besitzen.

    Für mich besitzen Argumente Relevanz, die ich inhaltlich und logisch nachvollziehen kann.
    Aber lediglich als „Argumente“ getarnte dreiste Behauptungen haben für mich in der Tat keine Relevanz.

    Von daher: Unseren Glauben gibt es immer noch. Totgesagt wie Jesus – aber: Er lebt!

    Als wenn das ein Argument wäre. Nicht einmal die frühgeschichtlichen Religionen sind ausgestorben und erfahren gerade heute wieder Zulauf.
    Der Hinduismus ist die älteste Religion der Welt und nichts deutet darauf hin, dass er in absehbarer Zeit stärker an Einfluss verlieren wird als das Christentum.
    Zwar nicht ganz so alt, aber (leider) immer noch von großem und unheilvollem Einfluss ist der Islam.

    Alle diese Religionen werden in Zukunft immer mehr von realistischen Weltanschauungen zurückgedrängt werden.

    Von Langlebigkeit einer Religion auf deren „Wahrheitsgehalt“ zu schließen, wäre mehr als lächerlich.

    1. Von Langlebigkeit auf Wahrheitsgehalt zu schließen, ist natürlich nicht sinnvoll. Aber darum ging es nicht: Tot gesagt – und lebt… Das war der Zusammenhang.
      Und wenn ich auch einmal beckmesserisch auftraten darf: Es gibt nicht „den“ Hinduismus. Wie alt die jeweiligen den jeweiligen den dem Hinduismus zugewiesenen hinduistischen Strömungen zugeschriebenen Aussagen sind, ist auch nicht unbedingt klar. 😉 Älter als der christliche Glaube sind viele sicher.

  2. Jesus lebte als ein Mensch, der anderen Menschen vor allem mit Hölle und ewiger Verdammnis drohte, wenn sie sich nicht seinem Willen unterwerfen. Kann man genau so gut behaupten. Allerdings kann bis heute nicht geklärt werden, was ein gewisser Jesus jemals wirklich gesagt hat und was man ihm nachträglich in den Mund gelegt hat,

    Sie waren außer sich, weil das ja wirklich nicht zu verstehen ist, dass ein Mensch, der tot war, wieder leben soll.

    Das ist ja auch nicht zu verstehen und hat nach heutigem Wissen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht stattgefunden.
    Und weil das unglaublich ist, schreibt Paulus, dass diese ganze Botschaft für Unwissende eine Dummheit ist.
    Das hat zwar Paulus so gesehen, aber das war nicht der einzige Irrtum, dem er unterlag, denn er glaubte ja auch fest, dass Jesus noch zu seinen Lebzeiten wiederkommen würde und auch Jesus war der Bibel zufolge von seiner baldigen Wiederkehr überzeugt, womit der angebliche „Sohn Gottes und Gott selbst“ sich fundamental geirrt hat.
    Heute glauben allerdings nur noch Unwissende an die „Botschaft der Wiederauferstehung“, die weder historisch belegt noch irgendwie glaubhaft gemacht werden kann.

    An Pfingsten, so wird berichtet, bekamen die Nachfolger den Geist Jesu. Und seitdem bekommen Nachfolgerinnen und Nachfolger ihn – und leben aus diesem Geist.

    Das große Problem ist nur, dass es ganze Heerscharen von Geistern Jesu gibt, die einander widersprechende Botschaften verbreiten wollen. Jedermann ist gut beraten, dem keinen Glauben zu schenken.

    ist die Auferstehung Jesu Christi nicht ein Ereignis, das vor 2000 Jahren stattfand

    So verkürzt, würde der Satz stimmen. 🙂

    Er ist anwesend in seinem Geist, wenn Menschen in seinem Namen Gutes tun.

    Ist er denn auch anwesend, wenn Menschen in seinem Namen Böses tun?

    Er handelt durch die Seinen in der Welt.

    Ja, ein gutes Beispiel dafür sind die Verbrechen der katholischen Kirche und die hasserfüllten Reden und taten der Evangelikalen.

    Ostern ist kein Ereignis der Vergangenheit

    Nein, denn Ostern ist bis auf die Kreuzigung eines renitenten Wanderpredigers ein Nicht-Ereignis.

    Ostern ist nur im Licht von Pfingsten zu verstehen.

    Also gar nicht.

    Das gesamte Leben der Kirche, das Gott gemäße Leben, ist Erweis der Auferstehung Jesu.

    Wie? Also auch die Verbrechen? Und wie ist das mit der selbst auferlegten Armut der Kirche? Da folgen die doch auch dem Gebot Jesu: verkaufe alles, was du besitzt und gibt es den Armen.
    Komisch, irgendwie muss ich da was falsch verstanden haben.
    Es könnte aber auch sein, dass Sie mal wieder eine Menge Unsinn reden. Wäre ja nicht das erste Mal. 🙂

    1. Über Jesu Lehre habe ich schon differenziert gesprochen. Ihr Statement zeigt, dass historische Argumente bei manchen Menschen keine Relevanz besitzen.
      Dass Argumente für die Auferstehung wie Wortgeklingel usw. klingen muss – das weiß jeder Christ auch. Denn das ist ja auch unglaublich. Christlicher Glaube ist unglaublich. Dennoch glauben viele. Warum? Weil es Gott gibt. Das ist die Antwort aus dem christlichen Glauben heraus, die natürlich für einen, für den Gott keine Realität hat, ebenfalls Wortgeklingel. Das ist Christen seit 2000 Jahren klar. Von daher: Unseren Glauben gibt es immer noch. Totgesagt wie Jesus – aber: Er lebt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.