20.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs.
Die meisten von Euch werde ich sicher nicht kennen. Ich weiß nicht wie es Euch geht, ob Ihr eher fröhlich oder traurig seid, optimistisch oder resigniert, ob Ihr in körperlichen oder geistigen Unzulänglichkeiten dankbar seid oder angesichts spannungsreicher Situationen ängstlich und ohne Vertrauen.
Ich weiß das alles nicht – ich weiß aber, dass ich Euch in Gottes Hand legen kann. Und so erbitte ich für Euch seinen Segen, Kraft in Schwachheit, Wegweisung in ausweglosen Situationen, ein fröhliches und dankbares Herz, das sich nicht unterkriegen lässt – von nichts und niemandem.
Gott segne Euch.
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20.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Zwei aufregende Umsetzungen dieses klagenden Psalms:
Der Psalm: Unser Gebet gegen Ungerechtigkeit, Bosheit, Überheblichkeit.
Auch wir sind Gottes Hand, Gottes Mund, Gottes Kraft – um Erniedrigten die Hand zu reichen, um für die Sprachlosen die Stimme zu erheben, um die Geschwächten zu stärken. Beauftragt von Gott, in der Nachfolge Jesu Christi, seine Liebe trotz all unserer Schwäche weiterzugeben.
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20.5.2012 von Wolfgang Fenske.
gefunden bei: http://tradersforchrist.tumblr.com/post/19022348869
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19.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Auferstehung und Himmelfahrt: Beethoven
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19.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Ein Zitat, das ich zum Matthäus-Evangelium gefunden habe – der gesamte Kontext ist auch lesenswert!:
“Die Pädagogik Gottes geht im Matthäusevangelium also aus von Jesus, der als der Auferstandene inmitten der Seinen lebt. Sie führt dann hinein in den irdischen Weg Jesu als den privilegierten Lernort des Glaubens, um den Lebensstil Jesu einzuüben. Diese Einübung schließt wiederum ein tieferes Verstehen des neuen Lebens ein und führt das neue Leben zugleich zu einer größeren Reife und Tiefe, gegebenenfalls Auch zur Erneuerung nach dem Fall. Auf diese Weise verfolgt Gottes Pädagogik unentwegt das eine Ziel: als Gemeinschaft der Glaubenden mit dem Auferstandenen so glaubwürdig zu leben, daß alle Menschen zu Jüngern Jesu werden (28,19). Für den universalen Heilswillen des Vaters wäre es zu wenig, daß nur das Volk Israel zu diesem neuen Leben mit dem auferstandenen und erhöhten Herrn findet. Gott geht es um die ganze Welt und die ganze Geschichte gemäß dem Schlußwort des Evangeliums: „Mir ist alle Gewalt gegeben, im Himmel und auf Erden… Macht alle Menschen zu meinen Jüngern… Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“ (28,18-20).”
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19.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Alle großen Religionen bekämpfen die soziale Verwahrlosung und versuchen, Menschen ethisch auf eine sozialverträgliche Ebene zu heben. Wir Christen haben die Vorgaben von Juden übernommen, ebenso der Islam. Buddhisten streben den Regeln des Buddha nach und - da es keinen Hinduismus als solchen gibt, sondern nur sehr viele Strömungen, die als “Hinduismus” zusammengefasst werden, gibt es auch in ihm Strömungen, die das mehr oder weniger versuchen.
Jede dieser Religionen hat aber ihre Besonderheit. Das Judentum hat seine Gesetze im Alten Testament - und den Interpretationen, die in Talmud und Mischna zu finden sind. Der Islam hat den Koran und das Vorbild des Mohammed, das in der Sunna zu finden ist - mit Blick auf das Paradies. Der Buddhismus hat die Regeln Buddhas - und die KarmaLehre, die gute Taten verlangt, um entweder das Ziel (Nirwana) zu erreichen oder eine bessere Wiedergeburt. Der christliche Glaube fasst die alttestamentlichen Gesetze in den Worten Jesu zusammen: Liebe Gott und deinen Nächsten. Das heißt: diese alttestamentlichen Gesetze (konzentriert in den 10 Geboten) stehen als Voraussetzung des Liebesgebotes im Hintergrund. Darüber hinaus ist Jesus als Mensch Vorbild, zum anderen ist er als Christus derjenige, dem sich Christen als ihren Herrn zuordnen.
Nun gibt es in allen Völkern - obgleich sie alle das Ziel haben, den Menschen sozialverträglich zu machen - jedoch auch massive Unterschiede in der Grundlage und der Äußerung der Ethik. So sind Gehorsamsethik zu unterscheiden von Verantwortungsethik. Gehorsamsethik unterwirft Menschen Gesetzen, Verantwortungsethik lässt dem Individuum Freiräume usw.
Wo sind atheistische Strömungen einzuordnen? Soweit ich die populistischen atheistischen Ansätze wahrnehme, handelt es sich eher darum, viele alte religiöse Regeln zu bekämpfen. Sie leben auf dem Rücken der christlichen Religion und werden so vor sozialer Verwahrlosung geschützt. Letztbegründungen fehlen, fehlen auch bewusst, weil das einzelne Individuum selbst entscheiden soll. Das dahinterstehende Menschenbild ist eher ein modernes euroamerikanisches Bild: Der Mensch ist gut und weiß, was er zu tun hat. Die alten Religionen haben im Laufe der Jahrtausende aufgrund der Ambivalenz des Menschen eben diese rigideren Regeln geschaffen: Der Mensch ist ein liebenswürdiger Drecksack - und darum tut es ihm gut, wenn er an Regeln des Zusammenlebens gebunden wird.
Welcher dieser ethischen Ansätze wird sich durchsetzen? Welches ist menschenfreundlich, das heißt: welches lässt dem Menschen einen möglichst großen Freiraum, bindet ihn jedoch gleichzeitig an den Mitmenschen? Welches ist eher menschenfeindlich, das heißt: Welches engt den Menschen ein, unterwirft ihn einem ihm fremden Gesetz? Welches ist menschenfeindlich, indem es den Menschen den Starken, Mächtigen, Gewalttätigen, Gruppen ausliefert?
Ich vermute einmal ganz untheologisch, rein immanent: Weil wir Menschen von Jesu Christi Sichtweise geschnuppert haben, kommen wir nach allen selbst zu verantworteten chaotischen Zuständen immer wieder dahin zurück: Liebe Gott und deinen Nächsten. Gesetzlichkeit wie Libertinismus und alle religiös-ideologischen Zwischenzustände werden dem Menschen nicht gerecht - und darum werden Menschen immer wieder zur Lehre von Jesus Christus zurückkehren: Liebe Gott und deinen Nächsten (Doppelgebot) bzw.: Was du willst, dass dir die Leute tun, dass tue ihnen (Goldene Regel - nicht zu verwechseln mit: Was du nicht willst…!).
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19.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Ich habe eine Seite iranischer Christen gefunden: http://www.sama.tv/ - aber leider kann ich aus einem mir unerfindlichen Grund die Seiten nicht ansehen. Das klappt besser: http://www.222ministries.org/ Diese klappt auch - leider verstehe ich die Sprache nicht - die Seite ist ja auch nicht für mich gemacht worden, sondern für Christen aus dem Iran: http://kolbehema.com/ wie auch diese Seite: http://www.fcnn.com/
Zur Situation der Christen im Iran: http://www.opendoors-de.org/suchergebnisse?q=iran
Wir können Gott darum bitten, diese tapferen Menschen zu stärken.
Was wir noch tun können? Wir dürfen sie nicht vergessen und ihr Leiden dürfen wir nicht verschweigen.
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19.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Allah heißt Gott. Arabische Christen nennen Gott, den Vater Jesu, auch Allah, weil Allah eben eine Gattungsbezeichnung ist: Bezeichnung für Gott. Für Muslime ist Allah mehr als eine Gattungsbezeichnung, es ist eine Art Name ihres Gottes geworden. Und im Namen Allahs werden Juden und Christen bedrängt: Allahu Akbar… Wir Christen beten zu Gott, den Jesus Christus und wir “Vater” nennen, für die von Muslimen im Namen Allahs bedrängten Christen. Wenn der muslimische Gott und unser Gott ein und derselbe sein soll, dann beten wir sozusagen zu Gott gegen Gott. Oder verstehen Muslime, die im Namen Allahs Juden und Christen bedrängen ihren Gott nicht richtig?
Als Christen Juden verfolgten und zu Gott beteten, da haben sie Gott geschändet, indem sie im Namen Gottes Unrecht getan haben. Sie haben zu Gott gerufen - und gleichzeitig Gott angegriffen und ihn in seinen Kindern ermordet. Können Muslime das auch von ihren Glaubensbrüdern sagen, die im Namen Allahs Juden und Christen verachten, bedrängen, misshandeln, morden?
Wenn dem so ist - dann wären wir ein sehr weites Stück miteinander weiter voran gekommen. Ich bin sicher, es gibt diese Muslime. Es wäre schön, wenn ihre Stimme mehr Gehör finden würde - und sie überhaupt mehr Mut haben würden, die Gewalttäter aus ihren Reihen zu übertönen. Aber bislang sieht es noch nicht danach aus. Leider. Wirklich: Leider. Aber diejenigen, die das tun, die sollten wir unterstützen - das würde auch unserem Staat gut anstehen.
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19.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Neulich war in der Presse von dem Mann die Rede, der seine Tochter ermordet hat. Es handelt sich um einen Mann der Ahmadiyya. Es wurde von diesem Mann auf die Ahmadiyya insgesamt geschlossen: Sie sagen Liebe statt Hass und morden die Tochter. Eine solche Darstellung ist unfair. Ich kenne Menschen der Ahmadiyya, die versuchen, ein Leben zu leben, in dem sie das verwirklichen, was sie lehren. Man mag theologisch vollkommen anderer Ansicht sein - aber das muss man anerkennen und ich finde das auch sehr gut, weil es eine Chance bietet, gut miteinander auszukommen. Wenn ein Mensch, der als Christ gilt, einen anderen umbringt, wäre es auch unfair, von diesem auf alle Christen zu schließen. Wenn ein Atheist einen anderen Menschen umbringt - es wäre unfair, von ihm auf alle Atheisten zu schließen. Wir Menschen sind unberechenbar - auch wenn man sich als Gruppe noch so viel Mühe gibt, die Moral der Mitglieder zu erhöhen - es gibt immer welche, die aus irgendwelchen Gründen ausrasten können. Freilich, wenn einer, der Christ ist, seine Hand gegen einen anderen Menschen erhebt, dann wiegt es x-Mal schwerer, als wenn Nichtchristen es tun, weil er die Spuren seines Herren - also: Jesu Christi - verlassen hat. Aber wir Christen kennen das schon: Selbst ein Apostel Jesu, also Judas, hat ihn verraten - von daher ist es immer wieder erschütternd, aber nicht unbekannt.
Nun bin ich von dem Ahmadi auf Christen zu sprechen gekommen. Was ich sagen wollte: Trotz massiver theologischer, kultureller und ethischer Unterschiede sollten wir fair miteinander umgehen, denn gerade die Ahmadis sind eine Gruppe, die einen anderen Weg einschlagen als andere muslimische Gruppen und die auch deshalb unter ihren Glaubensgenossen zu leiden haben. Ich bin nicht immer so sanft in der Beurteilung - weil christliche Sicht und Ahmadi Sicht zum Teil diametral gegenüberstehen. Mir geht es jedoch darum, fair miteinander umzugehen.
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19.5.2012 von Wolfgang Fenske.
Dass der Islam (anders als die Christen) Schwierigkeiten haben muss, einen säkularen Staat anzuerkennen, sagt der Philosoph Rhonheimer: http://www.kath.net/detail.php?id=36575 der Islam müsste seine religiöse Substanz aufgeben.
Übrigens hat der Emir von Katar die Schariasierung seines Landes durch ein veto blockiert - scheint ein mutiger Mann zu sein: http://www.voiceofthecopts.org/joomlatom/index.php/8158-kuwaiti-emir-vetoes-sharia-law
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