UN und Israel + Antisemitismus

Über die UN und Israel – eine andere, als die übliche Stimme: https://de.nachrichten.yahoo.com/kommentar-die-lacherliche-un-show-110950020.html

128 stimmten dem Antrag Jemens und der Türkei zu. 35 enthielten sich. 9 stimmten dagegen. Und wie ich hörte, waren es 31, die gar nicht erst zur Abstimmung erschienen sind. Das hieße, dass der Sieg nicht ganz so großartig geworden ist, wie erhofft – so lässt es auch der Beitrag durchblicken: statt 150 bis 180 Stimmen zu bekommen, also 128.

Denen, die nicht für diesen Antrag gestimmt haben, wird unterstellt:

Einige Länder können es sich offenbar nicht leisten, den Geldgeber USA zu verprellen.

Wieder ein wunderschönes Beispiel für Manipulation in unseren Medien. Die richtigen dürfen anderen was unterstellen – sind ja Leitmedien, seriöse Medien usw. Der neue Cicero titelt: Schiffbruch. Die Vertrauenskrise der Medien. Solche manipulativen Hinweise dienen nicht der Vertrauensbildung.

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Antisemitismus in unserem Land: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/berlin-wedding-mitschueler-bedrohen-juedischen-gymnasiasten-a-1184733.html

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Christen – kleine Leute

Nietzsche hat recht: Das Christentum hat in der Nachfolge Jesu und in der Tradition des Paulus, die Kleinen groß gemacht. Den Pöbel zur Stimme verholfen. Nietzsches Ideal war der schöne, erhabene, autarke Mensch der griechischen Skulpturen – und dem entsprach die Intention des Christentums so ganz und gar nicht. (Soweit ich Nietzsche sehe, darf man nun nicht versuchen, ihn als Christ zu vereinnahmen. Er hat wichtige Impulse gegeben. Ohne Zweifel. Tut man ihm aber nicht Unrecht, wenn man ihn auf eine bestimmte Art zu rechristianisieren versucht?: http://www.ursulahomann.de/NietzscheUndDasChristentum/komplett.html )

Christen erkennen schon sehr früh, dass sie nicht zu der Elite gehören, zu den Geistesgrößen, den Intellektuellen. Die Quelle ihres Glaubens liegt in der Beziehung zu Gott, der sich liebend und vergebend den Menschen zuwenden will.

Jesus richtete sich an die Mühseligen und Beladenen – das heißt diejenigen, die stolz sind und stark, die ihre Mühseligkeit und Beladenheit nicht erkennen, die sind auch in seinem Fokus (s.u.) – aber er kümmert sich überwiegend um die anderen. Warum auch, die Elitären fühlen sich ja stolz und stark. Diejenigen, die sich als gesund ansehen, benötigen keinen Arzt. Und so sind es nicht die Weisen und Klugen, die er in erster Linie anspricht. (Lukas 10,21ff.) Das Magnificat (Lukas 2,46ff.), das für die katholische Kirche eine so große Bedeutung hat, ist vermutlich für viele Katholiken Quelle ihres Weltbildes. Wie die gesamten Geburtsgeschichten ist sie von Erwartungen und Ansichten kleiner Leute bestimmt, von Menschen, die der Willkür der Herrschenden ausgesetzt sind. Sie setzen mit Gottes Hilfe neue Akzente – und setzen sich letztlich auch durch.

Auch Paulus weiß, dass nicht viele Große in der Gemeinde sind, sondern eben – die christliche Gemeinde war in der Frühzeit eher eine Sklavenreligion, eine Religion der Sklaven, der Leidenden und Unfreien, die aus dem Glauben heraus Kraft, Anerkennung und Freiheit empfangen haben. (Was als Hilfe diente, konnte dann unter anderen geschichtlichen Bedingungen dazu führen, Sklaverei zu verteidigen.) Bzw. sie war eine Religion der nachdenklichen Mittelschicht, die ganz schnell in die Unterschicht abrutschen konnte. Und so gründet der Glaube auch nicht auf elitäre, stolze Weisheit der Menschen – er hat seine Quelle in Gottes Kraft. Wobei freilich Paulus die Weisheit der Welt dadurch einen Stoß versetzt, dass er sagt, dass die Weisheit der Welt nie an Gott heranreicht, darum – anders als der Glaube – zu kurz springt.

Gemessen an platonischen Werken, gemessen an Aristoteles, an Cicero, an Seneca, an Werken des Sophokles – stellt sich schon die Frage: Können sich die Evangelien daran messen? Kaum. Sie sind Bekenntnisse, die Bekenntnisse kleiner Leute aufnehmen, die aber – und das darf man dann auch nicht übersehen, Literatur geprägt haben, weil sie eben in der Breitenwirkung immens waren und nicht nur in intellektuellen Kreisen zirkelten. Vermutlich mehr als großartige Werke der Antike. (Natürlich darf man nicht vergessen: Sie konnten schreiben, lesen bzw. sich in der Gemeinde vorlesen lassen. Ebenso sieht man an manchem rhetorische und philosophische Ansätze.)

Und das geht bis in die Gegenwart weiter. Die stolze Elite, die sich ihres Verstandes bewusst ist – ihn über alles andere hebt – hebt sich über die kleingeistigen Christen. Das gilt auch für die Gesunden, Starken, diejenigen, die meinen, das Leben und die Welt wartet nur auf sie, sie können ihre Zukunft planen – und sie wird entsprechend gut. Diese spricht Jesus auch an, versucht sie, für die Belange kleiner Leute zu sensibilisieren, versucht, sie einzuladen, mit ihnen Freudenfeiern zu feiern, weil Gott sie angenommen hat. Es ist eine andere Welt, in der Christen eintauchen und die Quelle, aus der sie leben – und in der diejenigen leben, die sich über diese Welt emporheben und freischwimmen wollen. Immer dann, wenn die Kirche auch zur stolzen Elite gehören wollte, zu den Mächtigen, den intellektuell Angepassten, ging es schief – zum Leidwesen vieler, vor allem zum Schaden des Evangeliums.

Aber kann man das wirklich sagen? Hat nicht die Gemeinsamkeit der Kirche mit den Herrschern und den Intellektuellen erst Kirche weitergebracht? Was wäre die große Kunst ohne die Herrscher? Was wären die großartigen philosophischen Gedankenkonstrukte ohne die Mitwirkung der jeweiligen Herrscher? Wie sehr haben auch Herrscher der Kirche geholfen, den richtigen Weg durchzusetzen? Aber wie viel Leiden hat die Anpassung mit sich gebracht, über Sklaven… – um nur dieses Thema zu nennen. Kirche zwischen Anpassung und Wiederstand. Muss man das so sehen, dass Gott auch aus dem Versagen der Kirche Gutes machen kann? Was Versagen nicht rechtfertigen soll. Was aber die Generationen, die mit dem Finger auf die Vorfahren zeigen, einmal vorsichtig machen muss, zum anderen aber auch Freiheit schenkt in Anpassung und Widerstand? Das Problem von uns Menschen besteht darin, dass wir in unserer jeweiligen Zeit eingebunden sind und wir mit den Scheuklappen der Zeit herumlaufen. Aber dabei hätten wir mit der Botschaft Jesu ein Scheuklappen-Runterreißer. Nur wenige, von denen wir noch wissen, waren in der Lage, das in der Nachfolge Jesu zu artikulieren und dann auch noch zu forcieren. Aber bevor wir wieder anfangen, mit den Fingern auf die Vorfahren zu zeigen: Wo leben wir mit zeitgebundenen Scheuklappen – und leben gegen die frohe Botschaft?

Christen wissen, dass sie auch in dem, was Liebe bedeutet, dem Anspruch hinterherlaufen. Und das zeigt auch die gesamte Kirchengeschichte, dass von der christlichen Gemeinde äußerst wichtige Impulse weltweit ausgegangen sind und auch noch ausgehen werden. Aber gleichzeitig kann das nicht hochmütig machen, weil wir eine Menge an Liebe schuldig geblieben sind, weil wir vieles aufgrund unserer Scheuklappen gar nicht wahrgenommen haben und wahrnehmen. Und so ist Vieles, was in Heimen aus der jeweiligen Zeit heraus gut gemeint und richtig gewesen ist, aus der Sicht der nachkommenden Generationen nicht richtig gewesen. Und auch aus der Sicht Jesu sicher kaum begründbar ist. Pädagogische Mittel haben sich geändert – und man fühlt sich so erhaben – doch dann sieht man auch die Mängel der eigenen Zeit. Aber: man ist verhaftet an den Mängeln der eigenen Zeit, wie alle Generationen vor uns. Manche sind so groß, neue Akzente setzen zu können – manche haben es auch geschafft, den „Zeitgeist“ zu erwischen und nachhaltiger Akzente setzen zu können. Aber im Wesentlichen gilt wohl: Es hallt das Wort – ich glaube es war Justin, der das gesagt hat – nach: Wir Christen haben das großartige Feindesliebegebot. Aber was nutzt es, wenn wir es nicht tun?

Müssen wir vollkommen umdenken lernen? Tapfer und bescheiden in der Nachfolge Jesu Christi leben?

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Deutsche und Christen + Auferstehung oder nicht

Solche Umfragen sind interessant – aber sagen nicht viel aus. Denn entscheidet sich, ob einer Christ ist daran, ob er am Sonntag in die Kirche geht? Wie dem auch sei: Statt zu sagen, dass immer weniger an die Auferstehung glauben, würde ich lieber einmal wissen:
Was glauben sie denn zum Thema:

  1. Leben nach dem Tod?
  2. Wiedergeburt?
  3. Vergehen ins Nichts?
  4. Eingang in den Kreislauf der Natur?
  5. Leben auf einem „Stern“?
  6. Leben im Paradies oder in der Hölle?
  7. Hauptsache jetzt leben – danach ist alles aus?
  8. Jetzt leben – was danach kommen wird an Leben, weiß man sowieso nicht?
  9. Haben sie nicht darüber nachgedacht, weil das zum Tabu Thema gehört?
  10. Ist der Gedanke an eine Seele verschwunden – aufgelöst in den Äther der Welt?
  11. Glauben sie noch, dass der Mensch eine Seele hat – wenn ja: Was passiert mit ihr nach dem Tod?
  12. Weiterleben in den Nachkommen – spielt das noch eine Rolle?
  13. Weiterleben in guten Taten – die die Menschheit weiterbringt?
  14. Alles macht keinen Sinn – was ich jetzt tue, endet im Nichts?
  15. Vielfach hat die Vorstellung: Der Mensch lebt in der Erinnerung anderer sich massiv durchgesetzt. Aber was bedeutet das nun wirklich für mich – wenn ich gestorben bin? Was bedeutet das für die Konkretionen im jetzigen Leben?

Diese im Volk gängigen Vorstellungen – neben der christlichen Intention, dass man bei Gott leben wird – diese sollten einmal befragt werden, diese Untersuchungen fände ich spannend.

Interessanter als das, was nicht ist, wäre also: Was ist?

Denn das würde zeigen, wie die Menschen unserer Zeit wirklich gestrickt sind, welche Religion/Weltanschauung sich durchsetzt bzw. dominant ist/wird. Dann könnte man überlegen: Warum gerade diese, denn jede Religion/auch Nichtreligion hat Folgen für das Zusammenleben in der Gesellschaft.

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Aber die Umfrage ist an sich auch spannend: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/christentum-wird-den-deutschen-immer-wichtiger-15350350.html

Glaube an Wunder, Engel ist gestiegen, auch die Sicht, dass das Christentum für das Land bedeutsam ist… – aber dennoch: christliche Grundlagen werden vielfach nicht angenommen. Heißt das: Das Christentum wird zu einem nationalen Identifikationspunkt – aber eben unreflektiert?

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StreetScooter – Elektro Auto

Oh, oh – medial hoch bejubelt und als Vorbild den deutschen Autofirmen unter die Nase gerieben – und nun das: https://www.welt.de/wirtschaft/article171801021/Deutsche-Post-Winterprobleme-mit-dem-Streetscooter.html

Hoffentlich haben sich die deutschen Autofirmen den Streetscooter nicht zum Vorbild genommen. Denn dann können wir einpacken…

Nun haben die Konstrukteure noch was zum puzzeln.

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Blick der anderen Seite

Es ist nicht unwichtig, immer auch einmal den Blick der „anderen Seite“ wahrzunehmen – bitte nicht gleich als Propaganda abtun. Der normale Mensch kann das sowieso nicht einschätzen, was Propaganda ist. Das aus dem Westen, das aus dem Osten – von daher ist es gut, beide Seiten zu hören und sich seine Gedanken machen: https://deutsch.rt.com/europa/62502-im-dienste-ukrainischen-militarismus-zdf/

Wir haben heute die wunderbare Möglichkeit, uns aus verschiedenen Quellen informieren zu lassen, auch wenn es Propaganda ist – um keiner Propaganda und Kriegstreiberei aufzusitzen bzw. uns gegen eine Seite emotionalisieren zu lassen.

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Migranten/Flüchtlinge und Wirtschaft + Protest von Migranten + Luftblasen der Politik + Illegale Migration

Eine interessante Untersuchung – und es wurde Zeit, dass sie erstellt wurde: Welche Ausbildung bringen Migranten/Flüchtlinge mit, wie passt diese Ausbildung zu unserem System? Welche Erwartungen haben Migranten/Flüchtlinge – was kann unser System bieten? https://www.welt.de/wirtschaft/article171748044/Berufsausbildung-Fluechtlinge-passen-nicht-ins-deutsche-System.html

Ich hatte das Thema schon vor langer Zeit, aber da waren es nur erste Beobachtungen. Es ist nun gut, dass so eine Studie vorgelegt wird – denn erst dann kann an der Beseitigung des Problems gearbeitet werden.

Wenn sich Chefs und Mitarbeiter umstellen müssen:

All das funktioniert aber nur, wenn sich deutsche Unternehmen vom Chef bis zum Mitarbeiter aufgeschlossen für neue Bewerber zeigen. Dazu gehört auch, Lücken im Lebenslauf zu akzeptieren oder sich von perfekten Deutschkenntnissen zu verabschieden.

dann aber auch die Verbraucher. Aber insgesamt liegt hier das Problem: Firmen müssen überleben mit guter Qualität – und Mitarbeiter dürfen nicht darunter leiden, dass jemand eingestellt wurde – als volle Kraft – die nur einen Bruchteil leistet. Von daher müssen auch politisch/gewerkschaftlich Schrauben gedreht werden, damit diese Einbindung nicht auf Kosten der Firmen, der Mitarbeiter, der Verbraucher geht. Das Problem darf nur eines des Übergangs sein – aber darf selbst nicht als Lösung angepeilt werden. 

Aber vielleicht lassen sich Wege finden, motivierte Zugereiste und die Firmen oder Dienstleistungen zusammenzubringen. Nur: Das erfordert ein hohes Maß an Flexibilität. Auch von den Gewerkschaften.

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Protest von Migranten: https://www.welt.de/politik/deutschland/article171787427/Protestmarsch-von-Fluechtlingen-aus-Sierra-Leone-in-Bayern-Wie-Deutschland-Einwanderer-behandelt.html

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Politik muss aufpassen, dass sie nicht Luftblasen produziert, um Menschen zu beruhigen. Das war neulich schon das Thema und ist hier wieder ersichtlich: https://www.welt.de/politik/deutschland/article171792651/Abschiebungen-und-freiwillige-Ausreisen-Rueckfuehrungsplaene-scheitern.html

Wenn Vorhaben angekündigt werden, sollten sie auf Herz und Nieren untersucht worden sein, ob diese auch realistisch sind. Erst Luftblasen pusten und dann überprüfen, das ist gefährlich.

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Kurz will gegen illegale Migration angehen: https://www.welt.de/politik/ausland/article171794133/Oesterreich-Sebastian-Kurz-kuendigt-Kampf-gegen-illegale-Migration-an.html

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Erdogan der Große + Kampf gegen Israel + In Menschenmenge gefahren – Psychisch, nicht Terror

Der große Erdogan schwimmt auf einer Welle – von der er hofft, dass sie ihn größer macht – und mehr Macht beschert, zu Weihnachten, gegen Israel, gegen die USA: http://www.tagesschau.de/ausland/trump-drohung-un-103.html

Man sieht: Nicht nur in der Vergangenheit waren die Menschen von sonderbaren und gefährlichen und kuriosen Führern abhängig – das sind wir auch in der Gegenwart. Man kann nichts tun. Die Welt schaut zu. Die UN selbst ist nicht in der Lage Konflikte und Herrscher im Rahmen zu halten. Wie sollte sie auch. Sie ist ja keine Mega-Regierung – sie ist einfach nur Spielfeld derer, die in ihr mächtig sind.

Interessant ist immer wieder: Wie sehr steht der Kampf gegen Israel im Vordergrund. All die Menschenrechtsverletzungen, die Aggressionen, die korrupten und gefährlichen Herrscher, diejenigen, die die Freiheit einschränken wollen… – wird das im Verhältnis zum Thema Israel angemessen zur Sprache gebracht? Damit zeigt die Welt: Israel ist etwas Besonderes. So viele kämpfen gegen das kleine Land an – und machen es dadurch groß. Aber absurd ist das schon. Und normal?

Dazu (von 2015 – es hat sich aber kaum was geändert): http://www.botschaftisrael.de/2015/04/01/der-krieg-der-un-gegen-israel-ein-kommentar-von-ron-prosor/

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Schon wieder ist ein psychisch Kranker in eine Menschenmenge gefahren – der Hintergrund ist nicht terroristisch. Afghane. Drogensüchtig. http://www.bild.de/news/ausland/melbourne/auto-rast-in-fussgaenger-54264620.bild.html

Kein terroristischer Hintergrund. Da sind wir aber äußerst beruhigt. Wobei sich dann die Frage stellt: Wie kann die Gesellschaft vor psychisch Kranken geschützt werden? Was eine Diskriminierung psychisch Kranker bedeutet. Aber: Hauptsache nicht terroristisch.

Weihnachten – überraschend

Einer sagte dem Heiligen. „Ach, Weihnachten! Wenn ich es doch mal wirklich so richtig schön erleben könnte!“

Da sagte der Heilige: „Willst du das wirklich? Vorsicht, Gott kann dann Weihnachten werden lassen, wenn du es am allerwenigsten vermutest. Mitten im Alltag, im Sommer, im Krankenbett, im Gefängnis, bei der Busfahrt. Aber dann ist nichts mehr so, wie es einmal war. Es ist wie eine große Liebe – alles wird anders.“

Da sagte Einer: „Ich mag keine Überraschungen.“

Der Heilige antwortete: „Gott ist immer überraschend! Das siehst du ja an der Weihnachtsgeschichte. Wahres Weihnachten ist Überraschung: Du siehst es an Maria, an Josef, an den Hirten, den Königen, selbst an Herodes, den Weihnachtsgeschichten als Weihnachtsgeschichten.“

„Nein“, sagte Einer, „so ein Weihnachten mag ich nicht und meinte ich nicht. Ein schönes Weihnachten, meinte ich. Harmonisch, gemütlich, mit Familie und guten Freunden.“

„Schade“, antwortete der Heilige, „ich dachte, du meintest ein Weihnachten, in dem Gott im Mittelpunkt steht. Denn so ein Weihnachten wird immer schön – es kann harmonisch sein, gemütlich, mit Familie und Freunden – aber eben auch mit seinen anstrengenden Überraschungen.“

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