Leute, es ist Winter. Ideologen lassen sich von sowas wie Winter überraschen, weil er nicht so kommandiert werden kann wie die verängstigten Leutchen, früher einmal Bürger genannt. Diese paar frühen Wintertage sollten als ein kleiner Schuss vor dem Bug der politischen Träumer sein.
Wie vermutet: Aserbeidschan wird mit Unterstützung Erdogans keine Ruhe geben, bis es Armenien noch kleiner gemacht hat. Hier lernten sie von Klimatisten – die Zugänge zu blockieren: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/bergkarabach-latschin-korridor-101.html Und Armenien hat politisch Recht. Zurzeit hat es von niemandem etwas zu befürchten. Im Gegenteil, wird auch von Europa hofiert, das Russland wegen Annektionen sanktioniert – andere Staaten wie eben Aserbeidschan und China nicht.
Gott handelt überraschend. Adventslieder sind voller Überraschungen. Wir singen sie aus alter Gewohnheit, sie sind alte Freunde geworden, doch wenn wir genau hinhören, wenn wir genau lesen, was sie sagen, was wir da singen, dann stehen wir vor ihnen mit ungläubigem Staunen. Und das beginnt schon mit dem ersten Lied: Mach hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit. Der Herr der Herrlichkeit – der Herr der Herrlichkeit, der Herr der wunderbaren Fülle Gottes, er kommt als Heiland, als Mensch, der sich um Menschen kümmert, der sich uns Menschen zuwendet in Liebe. Er kommt – doch was hat das mit uns zu tun? Es geht darum, die Herzenstür zu öffnen, sonst kann er nicht einziehen. Gott achtet unsere Privatsphäre. Er bricht nicht in uns ein. Er klopft an und wünscht sich, dass wir die Tür öffnen.
Wir sprechen von Wundern, die Jesus Christus getan hat. Wir rätseln: Hat er die Wunder wirklich getan? Doch die größten Wunder sind nicht die Wunder-Heilungen, die größten Wunder sind im christlichen Glauben das, was Menschen bis dahin für unmöglich hielten – und heute noch immer für unmöglich halten: Jesus Christus wurde von Gott aus dem Tode auferweckt und: Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden. Das allergrößte Wunder: Gott zeigt uns seine große Liebe zu uns verwirrten, einsamen und auch bösartigen Menschen. Er hat uns nicht aufgegeben, er will uns neu machen, liebevoll neu machen. Wie können wir mit den unglaublichen Überraschungen umgehen? Wir können dem Wunder ganz zaghaft die Hand hinhalten – damit es uns ergreift.
Es ist ein Ros entsprungen – diesem Lied liegt ein Bibeltext zugrunde: Jesaja 11,1. In diesem wird gesagt, dass aus der Wurzel eines abgehauenen Baumes ein neuer Trieb hervorgehen wird, ein Schössling. Und dieser Schössling ist eine Überraschung: Niemand dachte mehr daran, dass aus dem, was zerstört und verdorrt erscheint, neues Leben hervorgehen wird. Doch Gott hat neues Leben entstehen lassen. Dieses neue Leben ist Jesus Christus. Unerwartet hat Gott mit ihm die Welt verändert: Menschen bekommen Hoffnung, Trost, können in Liebe handeln. Das Lied versetzt diesen Text nach Europa. In der kalten Nacht, in der man nicht erwartet, dass eine Rose erblüht, lässt Gott Jesus Christus erblühen. Und so vertreibt er Finsternis und Kälte.
Überraschend ist, dass Gott uns mit solchen Liedern und Texten ergreift. Wir werden selbst fröhlicher. Das Schwere, das wir ertragen müssen, das wir tragen, das wird leichter. Wir spüren etwas von einer Welt, die noch nicht da ist, eine leichte Welt, eine Welt der Freude und der Hoffnung – doch irgendwie ist sie doch schon da, denn sonst würden wir nicht so fröhliche Lieder singen können. Gott handelt an uns, Gott macht uns neu. Der überraschende Gott gibt sich nicht damit zufrieden, dass wir in Traurigkeit versinken. (2015)
Es gibt sehr viele NGOs. Ich finde es nicht besonders gut, wenn Parlamentarier oder ihre Anverwandten und Freunde eigene NGO gründen, die dann von der jeweiligen Politik bzw. den Politikern besonders bevorzugt werden. Ein weiteres Beispiel: https://www.stern.de/politik/ausland/eu-korruptionsskandal–was-zwei-ngos-mit-der-affaere-zu-tun-haben-33005816.html Sie sollen lieber bestehende NGOs unterstützen – und das privat – und nicht mit Steuergeldern. Wenn Regierungen mit Steuergeldern irgendwelche Gruppen unterstützt, muss das äußerst transparent und nachvollziehbar sein, darf nicht parteipolitische oder ideologische Gründe erkennen lassen. Ich denke z.B. an die AAS.
Nicht ärgern – lesen auf eigene Gefahr – zum AntiDemokratieFördergesetz: https://www.youtube.com/watch?v=eW6LcHYu228&t=4s Die Regierung hat Recht: Demokratie muss täglich verteidigt werden. Aber: Auch Regierungen können auf Abwege geraten.
GleichzeitigkeitsfestKarfreitag: Jesus starb nicht nur in der Vergangenheit für uns – sondern sein Sterben wird im Akt der Erinnerung zur Gegenwart. Es wird das Sterben Jesu in die Gegenwart gebeamt bzw. die Gegenwart in die Vergangenheit des Kreuzestodes Jesu. Gleichzeitigkeit: Was damals stattfand – findet durch alle Zeiten hindurch immer wieder so auch jetzt statt. Es sei an das Abendmahl erinnert, an die Kunstwerke, die das Sterben Jesu vor Augen malen, „realisieren“. Diese Gleichzeitigkeit an Karfreitag war es, die für Juden gefährlich wurde, vor allem auch wegen der Karfreitags-„Theaterspiele“, weil manche Christen vollkommen unchristlich – und es ist eine Schande – gegen Juden vorgegangen sind.
Gleichzeitgkeitsfest Weihnachten: Gott schenkte sich dem Menschen, das Jesuskind wird beschenkt – darum beschenken wir gleichzeitig einander; Gott schenkt Gemeinschaft, Liebe – wir feiern Gemeinschaft, gleichzeitig mit der Engelbotschaft vom Frieden auf Erden beschenken wir uns mit friedlicher Gemeinschaft.
Gleichzeitigkeitsfest Ostern: Aus christlicher Tradition ist auch das Ostergärtchen bekannt – kleine Moosgestecke mit Blumen usw. in „Nachbildung“ des Auferstehungs-Gartens Gethsemane (*) bzw. Ostergottesdienste beginnen im Dunkel – der Jubel im anbrechenden Sonnenlicht – gleichzeitig mit der Auferstehung Jesu – diese wird vergegenwärtigt: Jetzt ist das Licht Gottes da. Ostern – Eastern – East – Osten: Wärme, Licht, Frühling.
Pfingsten hat weniger durchschlagenden Erfolg in der Gegenwart – „Gleichzeitgkeit“ ist nicht mehr gegeben, von daher wissen nur wenige, was Pfingsten eigentlich bedeutet. (Es gab Pfingstfeuer, in manchen Kirchen wurde eine Kunstwerk-Taube von der Decke herabgelassen, Tauben wurden freigelassen, ein Bad im Bach [Erneuerung der Taufe]….) Vielleicht ist in charismatischen Kirchen das Pfingstfest hervorgehoben. Da bin ich überfragt, lass mich – nicht nur hier – gerne belehren. (Nachtrag: Pfingsten zum Gleichzeitigkeitsfest machen: Pfingsten als Tag der Diakonie/Caritas, der christlichen Redekunst [Predigten], Tag der christlichen Kunst: Musik, Gemälde, Bildhauer… – Tage der offenen Tür und des gemeinsamen Handelns.)
Gleichzeitigkeitsfeste in säkularer Umdeutung
Weil die Gleichzeitigkeit mit Blick auf Karfreitag heute nicht mehr vorhanden ist, sondern Karfreitag weitgehend ein Erinnerungsfest – Gedenken des Todes Jesu – geworden ist, ist es für viele nichtssagend geworden. Weihnachten und Ostern – sind „Gleichzeitigkeitsfeste“ geblieben – obgleich der religiöse Aspekt wegfällt. Diese werden weitgehend allgemein akzeptiert, weil Kinder gleichzeitig mit dem Jesuskind beschenkt werden, ob Menschen an Christus glauben oder nicht; bzw. Gott wurde Mensch, suchte die Gemeinschaft mit Menschen, Ausdruck der Liebe – und es wird säkular weitergeführt: Familienfest usw. Ostern: weil die Auferstehung gleichzeitig ein Frühlingsfest geworden ist und mich etwas angeht, mir nachvollziehbar wird, hat das Fest auch noch Bedeutung. Mit Blick auf Karfreitag: Gleichzeitigkeitsfest – als Tag, der mein eigenes Leiden und Sterben in Erinnerung ruft? Das heißt: Wenn ich Jesus am Kreuz sehe, sehe ich gleichzeitig mein eigenes Leiden und das kommende Sterben. Aber davor scheuen in unserer europäischen Gegenwart einige eher zurück. Das wäre wieder ein eigenes Thema: der Umgang mit Sterben und Tod in unserer Kultur. Lieber Party… Und der Bußtag wurde ja auch abgeschafft. Buße ist nichts für den hochgemuten modernen Menschen. (Und dabei haben sehr viele Menschen Sehnsucht nach Vergebung, weil sie mit ihrem Leben und Handeln nicht klarkommen.)
Nichtreligiöse Feiertage – Erinnerungsfeste
Grundsätzlich: Religiöse Feste spiegeln Grundbedürfnisse der Menschen wider: Feier, gemeinschaftliche Trauer, Buße, Ausgelassenheit, Geschenke, sie dienen dem Zusammenhalt einer Gesellschaft. Sie fördern Gemeinschaften unterschiedlicher Art. Können Feiertage alte Feiertage einfach so abgeschafft werden und neue einfach so eingerichtet werden, auch dann, wenn es eine zeitgemäße Mehrheitsmeinung dafür gäbe?
An nicht-religiösen Feiertagen haben wir nur den 1. Mai (Tag der Arbeit) und den 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit). Rosemontag hat religiöse Züge gehabt, ist vom jüdischen Purimfest herzuleiten (die in etwa vergleichbaren römischen Saturnalien – Gottheit: Saturn – fanden im Dezember statt). Der Aschermittwoch zeigt eben auch die religiösen Bezüge an. Der 1.1. (Neujahr) ist auch kein christlicher Feiertag, wenn er auch von einem Papst festgelegt wurde und die Silvester-Nacht den Namen von einem Papst trägt.
Umprägungen christlicher Feste fanden zu allen ideologischen Zeiten statt (Nationalsozialismus, Kommunismus).
Heute wird angedacht, den 8. Mai (Befreiung Deutschlands vom Faschismus) und den 23. Mai (Tag der Verkündigung des Grundgesetzes) einzuführen. 27.1.: Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus; 9.11.: Reichspogromnacht, Mauerfall. Manche wollen auch den Darwintag (12.2.) einführen. Diese Überlegungen werden wohl kaum andauernde Relevanz haben, weil sie eher auf Ereignisse des 20. Jahrhunderts zurückgehen, damit geschichtlich immer stärker in den Hintergrund treten. Es sind keine Gleichzeitigkeitsfeste, nur Erinnerungsfeste. Es sind reine Erinnerungstage. Ausnahme wäre der Tag des Weltfriedens (1.9.), Tag der Menschenrechte (10.12.). Aber diese müssten dann zu besonderen Feiertagen mit Symbolen oder Handlungen (keine Reden) aufgewertet werden. Statt Darwintag – ein Umwelt/Naturtag/Schöpfungstag im Mai/Juni – das wäre sicher gut machbar – in der Tradition der Wandervögel: Aus grauer Städte Mauern ziehn wir durch Wald und Feld – in Aufnahme der Fronleichnamsprozession…
Natürlich: zusätzlich zu den christlichen Feiertagen, versteht sich von selbst, dass ich arbeitnehmerfreundlich bin.
Störende Feiertage – animal rationale und emotionale
Was ich gegenwärtig auch beobachten kann, dass manche Menschen keine Lust auf besondere Feiertage haben. Sie schmücken die Wohnung nicht mehr, ärgern sich darüber, dass sie nicht einkaufen gehen können. Sie ärgern sich, wenn andere an den Feiertagen dies und das machen (Silvesterknaller, mit dem Auto rausfahren ins Grüne, Tannenbäume kaufen, Geschenke kaufen – die nicht unbedingt von moralisch sittlichem Ernst und von Nachhaltigkeit und Energie-Ersparnis zeugen, stören sich an Adventsbeleuchtungen und Kerzenruß, ärgern sich über die, die Alkohol trinken, kräftig essen – und dieses und jenes stört manchen Menschen der Gegenwart. Manche Menschen fühlen sich auch erhabener, wenn sie die Ausgelassenheiten anderer nicht mitmachen: Ich bin nicht so wie die da. Kreischen vor Lachen, weinselig mit hochrotem Kopf, Witze herumlabern… – und betonen nur das an den Festen, was sie als negativ ansehen). Aber ich denke, das dürften (noch) die Ausnahmen sein.
Der Mensch ist nicht nur ein animal rationale – das würde ihn verkümmern, versteifen, verengen lassen. Er ist auch ein animal emotionale – Emotion bringt die Ratio erst in Schwung! Auch als Zoon politikon ist er nicht nur ein politisch denkendes Wesen in äußerst engem Sinn, sondern ein soziales Wesen in seiner vielfältigen sozialen Ausdruckskraft. Dazu gehört auch das äußerst komplexe Miteinander im Kontext von Feierlichkeiten. (Januar 2022)
Kreuze abhängen, Zimmer umbenennen, Denkmäler stürzen – das hat nichts mit Moral zu tun. Das hat mit purer Macht zu tun: Ich beherrsche als moderner Ideologe die Vergangenheit.
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Kreuz abhängen und im Shiva-Tempel beten – das zeigt: Ich als moderner Mensch herrsche über Religionen.
Schön, dass Wissenschaftkler einen Durchbruch erzielt haben – bzw. erziehlt haben sollen: https://www.spiegel.de/wissenschaft/usa-wissenschaftler-erzielen-durchbruch-in-der-kernfusion-a-218eeb22-e50d-401f-a769-4d8cbb12f7e5 Das wird wohl Deutschland nicht mehr viel nützen. Das GrünDeutschland will: Windräder und Sonnenkollektoren. Alles andere ist Teufelswerk. Oder könnte es sein, dass auch hier mal ein Umschwenken stattfindet? Das gilt auch für den Kunst-Treibstoff: Hat hier kaum eine Chance, weil die Grünen E-Autos lieben – letztlich das Fahrrad. Noch haben wir ein paar Jahrzehnte Zeit, das zu entscheiden.
Warum wird gerade Herr Klamroth Hart aber Fair übernehmen? Das weiß nur die ARD. Dass er seine Partnerin Neubauer nicht einlädt – das ist noch kein Beweis für Unabhängigkeit. Spannend wird zu sehen sein, ob er Demokratie so einordnet wie sie: etwas, das wir uns so nicht mehr leisten können angesichts des Klimawandels. Was das aber noch zeigt: Es passt in die ganze Politik der Grünen wunderbar rein: die Vernetzung von Aktionen, Menschen, „Vereinen“. Das wird alles so zu einer Grünen-Kaste. https://www.spiegel.de/kultur/tv/hart-aber-fair-louis-klamroth-wird-luisa-neubauer-nicht-einladen-a-ff9fc49a-a20b-4354-bf64-4e9b8801ed7e
Bekämpft die Systemveränderer, schreien die Systemveränderer.
Herzkälte
Ich würde das Video anders benennen: Es geht gegen die Herzkälte
Kohle und Atom
Die Briten werden eine neue Kohlemine eröffnen, die Niederländer wollen zwei neue AKWs bauen, Polen will eins, Frankreich sieben, Tschechien und Estland bauen Mini-AKWs. Deutschland im wirtschaftlichen und finanziellen Niedergang – Frankreich zumindest macht da nicht mit.
Sie wird übrigens wegen der alten kuriosen Vorgabe, 400.000 Wohnungen zu bauen, kritisiert, weil das nicht durchführbar ist. Und sie nennt nun als Gründe: Inflation und Fachkräftemangel. Das waren schon Argumente damals gegen diesen kuriosen Plan. Das ist nichts, was nun dazugekommen wäre, als sie die Planungen vorstellte. Damals schon wusste fast jeder, dass das Hirngespinste sind.
Bin gespannt, ob weitere Pläne realistischer sind – ohne Bürger zu drangsalieren. Bevormundungen: Wohnen, Essen, Wärme, Fahren, Berufe, Industrie, … was für eine Grün-Freude!
Angesichts der Vielfalt der Gruppen und Grüppchen frage ich mich, ob es einer Demokratie angemessen ist, sie alle in einen Topf zu werfen. Es gibt wahrscheinlich ganz harmlose Zirkel, dann extremere und vielleicht auch gewaltbereitere. In einer Demokratie muss der „Staat“ genau hinschauen, wie er reagiert und eben von Fall zu Fall entscheiden, was rechtlich zu dulden bzw. zu bekämpfen ist. Diese demokratischen und einem Rechtsstaat notwendigen Differenzierungen sind seit ein paar Jahren medial von mir nicht wahrnehmbar gewesen. Da wurden alle mit dem Begriff Reichsbürger zusammengeführt.
Ich wünsche Segen Euch, die Ihr das gesamte Jahr über im Advent lebt, in der Freude auf Jesus Christus, dem Ihr begegnen werdet, weil ihr ihm begegnet seid.
Ich wünsche Segen Euch, die Ihr sehnsüchtig auf die Nähe von Jesus Christus wartet, der jedoch auszubleiben scheint, Euren Herzen fern. Doch er ist Euch unerwartet liebend nah – vielleicht erwartet Ihr einen anderen, einen, der anders sein soll – als er ist, bemerkt seine Nähe darum nicht?
Ich wünsche Segen Euch, die Ihr die Hoffnung auf die Nähe von Jesus Christus aufgegeben habt, weil er schwieg, Euch allein ließ, vielleicht. Dennoch ist er bei Euch, dem Herzen, der Seele nah – und wartet auf Eure Ankunft. (2010)