Du musst Dich groß und stark fühlen, nimm nur dein Leben in die Hand! Ich nehme mein Leben in die Hand und ich bin groß und stark. Oft bemerken wir: Das ist Selbstbetrug. Wir benötigen jemanden, der uns von dem Selbstbetrug befreit: Jesus Christus lässt uns schwach sein, schenkt uns in der Schwäche Kraft.
So kann man bestimmte Themen aufbauschen. Und der arme Özdemir, der doch nur das Beste für uns wollte, bekommt eine Abfuhr. Warum der böse Bundesrat nicht seinem Vorhaben folgte, wird leider nicht gesagt. Ein schwarzer Tag für alle Medienkonsumenten.
Was wird da noch alles herauskommen? Wird alles herauskommen? Wieso ist die europäische Sozialdemokratie so in diesen Fall verwoben? Ich kann mich noch erinnern, dass wir als Jugendliche – auch ich zählte dazu – eher linksgerichtete für die Autonomie der Westsahara eintraten. Die damalige SPD nicht? Wann kam der Schwenk, dass man nun nach massiver „Vorarbeit“ Marokkos für die Zuordnung zu Marokko ist? War Trump der Auslöser? Kam es schon vorher? Auch unsere Regierung macht sich für die Annexion stark. Komisch, statt Marokko zu sanktionieren. Nun denn, Marokko ist nicht Russland und Westsahara ist nicht Europa. Allerdings fragt man sich auch, was für Folgen die marokkanischen Bespitzelung von allen möglichen auch hochrangigen Personen Europas (Macron) hat. Hat das was damit zu tun? https://www.heise.de/tp/features/EU-Korruptionsfall-Eva-Kaili-Wie-aus-Katargate-ein-Marokkogate-wird-7398378.html?seite=all
Unser EU-Beitrag
Das war zu erwarten. Einmal haben wir ja das Geld, das man überall ausgeben kann – im letzten Jahr wurde uns ja ständig gesagt, wofür die Regierung nicht alles Beiträge abgibt und verspricht. Zum anderen: Irgendwer muss ja den Beitrag, den Großbritannien zahlte, ersetzen. Und nachdem Merkel mit ihrer Politik dazu beigetragen hat, dass GB schleunigst die EU verlassen wollte – ist das die Strafe dafür: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/deutschland-eu-haushalt-101.html
Das wird ihnen höchstwahrscheinlich nichts nützen. Wie neutral ist der Europäische Gerichtshof? Sämtliche EU-Länder gieren nach dem Geld. Da wird er wohl nicht sagen: Übergewinnsteuer – weg! Übrigens wird im Beitrag statt von Übergewinnsteuer auch von „befristeten Solidaritätsbeitrag“ gesprochen. Scheint ein anderes Wort für Übergewinnsteuer zu sein. Zwangssolidarität – dürfte auch ein Unwort des Jahres sein.
Triggerwarnung
Unsere Regierung – nur schauen, wer sich ärgern will: https://www.youtube.com/watch?v=4mgCyn35-ng Interessant der buddhistische Ansatz: Sich nicht abhängig machen bedeutet, mit Freuden zu hungern, mit Freuden alle sozialen Kontakte loslassen, mit Freuden frieren…
In der Weihnachtszeit, in der Zeit des Friedens reden alle vom Krieg, von Panzern, Strategie, Drohnen, Flugabwehr, von Milliarden Geldern. Redet jemand von Soldaten – dem notwendigen Menschenmaterial im Krieg, Krieg, Krieg?
Wie zart ist das Pflänzchen Frieden. Unermüdlich in die Kriegsrhetorik einwerfen: Krieg, Krieg, Krieg, Fri…, Krieg, Krieg, …den, Krieg, Krieg, Frieden, Krieg…, Frieden… Hineinrufen in die Sprachlosigkeit: Verhandlungen! Hineinrufen in die Kriegsrhetorik: Abrüstung! Hineinrufen in die Welt der Zerstörung: Gemeinschaft! Hineinhandeln in die Welt der Gewalt: Haltet ein! Hineinhandeln in den Hass: Frieden, Frieden, Frieden!
Hineinrufen und -handeln: Ehre sei Gott – dessen hilfreiche Herrlichkeit sich im verletzlichen Jesus-Säugling den Menschen zuwendet – und Frieden den Menschen, die in und aus seiner Liebe leben.
Aus dem Gedicht habe ich aus Gründen des Copyrights nur wenige Worte stehen gelassen:
Terror Arbeit bei Nacht Hastig Urteile verteilten an Soldaten Wodka. Riefen Männer und Frauen Nahmen Kleider ab Karrten Gefangene weg. Nachts trieb man sie Über den Eis-Schlamm Vor die Stadt an den Rand der Schlucht, Erschoss sie Erstach sie. Wälzte Lebende in die Grube Schüttete Erde darauf. Beim Morgengrauen schlichen „Frauen, Mütter, Hunde. Scharrten die Erde auf, nagten an Knochen, Küßten das geliebte Fleisch.„
Das Gedicht musste weitgehend übernommen werden, um die folgende Darlegung verstehen zu können. Lesen wir als Deutsche das Gedicht, denken wir vermutlich automatisch an die Zeit des Nationalsozialismus, in der Menschen wie hier beschrieben ermordet wurden, wahllos hingerichtet, geordnet, gezielt, in Gruben verscharrt. Aber es handelt sich um ein Gedicht aus dem Jahr 1919. Entnommen aus: Russische Lyrik. Gedichte aus drei Jahrhunderten. Ausgewählt und eingeleitet von Efim Etkind, Piper Verlag München, 2. Auflage 1987, 356; übersetzt von Rolf-Dietrich Keil.
Der ukrainisch-russische Dichter, Maler, Publizist Woloschin (1877/8-1932) lebte in einer Zeit, in der das Leben in Russland/Sowjetunion äußerst kompliziert war. Vorrevolutionäre Stimmungen, dann 1917 die heftigen folgenreichen revolutionären Auswüchse. Seinen Band „Gedichte über Terror“ brachte er 1923 in Berlin heraus – in der Sowjetunion wurde es verständlicherweise nicht gedruckt. (Bibliographische Angaben s. https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Alexandrowitsch_Woloschin )
Er lebte einige Zeit in Westeuropa, erlebte nach Russland zurückgekehrt 1905 den so genannten Petersburger Blutsonntag, als vor dem Zarenpalast mehr als 100/400 friedlich demonstrierende Menschen erschossen wurden. Seitdem gab es in Russland überall Aufstände, Morde. Er war Pazifist und weigerte sich, an Kriegshandlungen teilzunehmen. Während der Revolution versuchte er beide Parteien – die Roten (von Trotzki gegründete Rote Armee – Kommunisten), und die Weißen (Demokraten, Nationalisten, Konservative, nicht extremistische Sozialisten) – zu versöhnen, nahm von beiden Menschen auf, die sich vor der jeweils anderen verbergen wollten. Denn diese Gruppen bekämpften sich mit allen Mitteln – terrorisierten auch die Zivilbevölkerung. Der Bürgerkrieg hat bis zu 10 Millionen Menschen das Leben gekostet. Die Rote Armee besiegte die Weiße Armee in den unterschiedlichen Bereichen Russlands 1920-1922 (Gründung der Sowjetunion). Überwiegend lebte Woloschin an der Südküste der Krim. Dort besiegten die Roten die Weißen 1921.
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1919 wurde in Russland durch die genannten Armeen herumgemordet – ca. 20 Jahre später durch die nationalsozialistischen Ideologen. Die Kämpfe in China – unter dem stalinistischen Kommunismus auch der Stalin-Fan Mao, der sich dann von der Sowjetunion freikämpfte -und die massiven Bürgerkriegszeiten in China, die Kämpfe, Vernichtungen von Menschen in den 40er bis in die 60er Jahren. Ein ungeheures Blutbad. Raffiniert und hinterlistig durchgeführt zum Teil, von Intellektuellen und Fans in aller Welt goutiert. Schlimme Zeiten – ein wenig aufgearbeitet von einem Überlebenden, Solschenizyn (Sowjetunion). Wie sieht es mit der Aufarbeitung der chinesischen Revolution aus – auch die Geschichte der Mao-Fans in Europa? Aus Perspektive der Opfer?
Diese im Gedicht geschilderten Hinrichtungen kann ich im Augenblick weltweit nicht sehen, wie noch vor wenigen Jahrzehnten in Bosnien (1995) und in anderer Form in Ruanda (1994). Wie sieht es durch die letzten Jahrzehnte bis heute in den Lagern aus? Den Lagern Chinas, Nordkoreas? Wie in den vielen Lagern, Gefängnissen der Welt, in denen Gefangene aus politischen, religiösen, ethnischen Gründen inhaftiert sind? Eritrea? Iran? Pakistan? Myanmar? Belarus? Vietnam? Laos? Türkei? Iran? Venezuela, Nicaragua? Was geschieht in Äthiopien? Das sind nur die Namen der Länder, die mir spontan eingefallen sind. Wann werden ehrliche Aufarbeitungen dieser brutalen Zeiten – aus der Perspektive der Opfer – möglich sein?
Mitleidlos, gebeugt, nackt, kontrolliert, gefoltert, herumgekarrt, ohne zu wissen, was mit ihnen passiert, in Finsternis herumgeschubst, vorwärts getrieben in den Tod, frierend – so im Gedicht -, aber in manchen Staaten vegetieren sie dahin in überhitzten Containern. In Dunkelheit – in grellem Licht, Tag und Nacht, Zeitlosigkeit bemächtigt sich ihrer. Überfüllte, vor Schmutz starrende Lager, saubere, glänzende Stätte der Vernichtung, Orte des Hungers nach Nahrung und Geborgenheit, Orte Hasses, der Folter, der emotionslosen Erniedrigungen, der zerstörten Gewissen, der zerbrochenen Seelen, verlorene Achtung vor Gott und Mensch. Orte, wie auch immer, in denen Menschen erzogen, gebrochen, gehirngewaschen werden sollen.
Ja, es gibt Unterschiede. Das Gedicht beschreibt andere Situationen, als wir sie in den genannten Ländern vorfinden. Aber gleich ist die Menschenverachtung, es geht darum, dass Gerechtigkeit und Recht keine Rolle spielen. Menschen werden mit Wodka (so das Gedicht), aber auch mit anderen Drogen, mit Karriere- und Finanz-Versprechungen dazu getrieben, andere zu vernichten. Eigene Ängste, selbst unter die Zertretenen zu geraten, wenn man nicht mitmacht. Menschen, die Lügen glauben, die sich barbarischen Autoritäten unterwerfen, sadistische Machtfülle spielt eine Rolle, unkontrolliert oder gefördert durch den Staat. Ideologien – Drogen, die dazu verführen, Menschen nicht als Menschen zu sehen, sondern als Feinde, als zu vernichtende, lästige Insekten. Wesen, die auf dem Weg in die heile Welt der Ideologie stören. Nicht nur stören, sondern auch für Schlimmes verantwortlich gemacht werden – und darum verachtet, verspottet und vernichtet werden müssen.
Wo werden heute die erniedrigten und vernichteten Menschen entsorgt? Verbrannt, um Spuren zu beseitigen? In Massengräbern? Irgendwo zerstreut in den Wäldern, Meeren, Flüssen, zerrieben unter Steinen? Zerfleddert von Tieren? In Säure? Welche Felder oder Wälder wachsen üppig, weil die Leiber der Opfer sie düngen? Verschollen? Keiner weiß? Namenlos? Oder: Den Angehörigen als Asche übergeben mit der „traurigen“ Mitteilung, dass der Angehörige leider an einer Krankheit, auf der Flucht verstorben ist?
Wo sind all die Opfer begraben? Werden die Friedhöfe in Zukunft zu Orten, an denen man ihrer gedenkt, ihrer gedenken darf, weil endlich die Tyrannen und die tyrannischen Gruppen selbst unter der Erde liegen? Angehörige werden die Opfer suchen, sie nicht finden – finden sie einen Ort der Trauer? Sind sie selbst verrückt geworden, zerbrochen, zermürbt? Opfer, lebende Tote? Warten – hoffen – sehnen? Den Opfern den erniedrigten Namen zurückgeben. Ihn in Ehren halten. Jetzt schon ihre Namen eruieren, unabhängig von ihren politischen, religiösen, ethnischen Hintergründen, damit sie eines Tages als leuchtendes Beispiel für Menschsein gelten. Menschen, die in Freiheit leben dürfen, haben auch Aufgaben, damit die Tyrannen nie und nimmer siegen.
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Es liegt an uns, den Mitmenschen ein Wolf zu werden – oder ein Mensch, der die Hand reicht, stärkt.
Es liegt an uns, mit der Menge mitzuheulen, zu grölen, kreuzige ihn! – oder die Stimme in Klugheit dagegen zu erheben, auch wenn sie schwach ist?
Es liegt an uns, mitzumachen, andere zu erniedrigen – oder auf Seiten der Erniedrigten zu stehen und sie aufzurichten.
Es liegt an uns, andere in die Kategorie Feind einzuordnen und sie zu vernichten suchen – oder als Mensch immer neu versuchen, auf den anderen zuzugehen.
Es liegt an uns, gleichgültig zu sein, ob wir Gewalt an anderen ignorieren, sie übersehen – oder ob wir uns für sie einsetzen, auch wenn es für einen selbst gefährlich werden könnte.
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Woloschin hat einige Texte mit Christus im Zentrum geschrieben – vor und nach seiner Annäherung an die Anthroposophie. 1918 entstand das Gedicht „Das taubstumme Russland“. In diesem zeigt er auf, dass Russland ein von Dämonen besessenes Land ist. Es bleibt den gepeinigten Menschen nur noch, Christus zu bitten, er möge kommen, es bleibt nur noch das Wissen, dass einer – Christus – kommen wird, der dem Satan befiehlt: „Fahre aus!“ – in Anlehnung an Markus 5,8. (Ähnliche Hoffnung auch in dem Gedicht von 1917: „Die taubstummen Dämonen“: Diese gehen über die Erde – bis Christi Antlitz aus den Wolken in die Finsternis leuchtet)(*) Und im gleichen Jahr, in der das oben genannte Gedicht geschrieben wurde, hat er eines geschrieben, das die Welt als Fleisch Satans, der gefallene Engel, bezeichnet. Während Christus den Menschen durch seinen Kreuzestod befreit hat, wartet der Satan noch auf die Befreiung. Der Mensch müsse nun lieben und glauben, damit auch der Satan befreit werde. (Es wird bei Kasack aus dem Kontext nicht ganz klar, ob es sich um das Gedicht „Stigmata“ handelt.) (**)
Ein Satz, den der Apostel Paulus den Gemeindegliedern in Korinth geschrieben hat (1. Kor. 16,13). Jesus Christus war Opfer. Durch die Auferstehung wurde die Angst vieler Menschen überwunden. Er stärkt durch Jahrtausende hindurch Menschen, die erniedrigt werden. Er selbst als Leidender – und der, der den Tod überwunden hat. Durch die Auferweckung durch Gott werden die Opfer wieder gewürdigt, auch wenn Menschen sie vergessen.
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Das Gedicht von 1919 – es ist ein Gedicht, das in vielen Zeiten der Menschheitsgeschichte entstanden sein könnte. Weltweit. Es beschreibt neutral. Wie ein Zeitungsbericht. Wie ein Film abläuft. So war es. Emotionslos. Oder doch nicht? Der Dichter, der Beobachter regt unsere Emotionen mit einzelnen Worten an. Mitleid. Mitleid darf nicht im Mitleid stecken bleiben. Mitleid fordert Tat. Erinnerung an die Opfer der Vergangenheit – Einsatz für die Opfer der Gegenwart.
Schon interessant zu sehen: die alten Städte. Sie waren einst die Zentren der Macht, des Wohlstands für manche. Ephesus auch eine wichtige Stadt für die Christen – auch für den Apostel Paulus. 262 wurde die Stadt von den Gothen zerstört. Einige Jahrzehnte später hat der Bischof Wulfila den Gothen mit der Bibelübersetzung eine Schriftsprache geschenkt. Christen geben niemals auf.
Wie viele Leben wurden zerstört durch die Anfälligkeit für Schmeicheleien. Heuchlerische und verführerische Absichten wurden nicht rechtzeitig erkannt.
Es ist gut, dass die naive Globalisierungssucht endlich ihr Ende gefunden hat.
Aber: Um Globalisierung im vernünftigen Sinn kommen wir nicht herum. Es kann kein Land autark leben. Auch die EU nicht. Wir sind weltweit aufeinander angewiesen. Diese Angewiesenheit sollte in vernünftige Bahnen gelenkt werden – ohne den ideologischen Hintergrund: Globalisierung ist die Lösung für alle Probleme – mit Ziel Weltregierung.
Die Hoffnung, dass globale Vernetzungen Frieden bedeuten, sollte auch nicht ganz aufgegeben werden. Wir merken ja in dieser Situation, was es bedeutet, die Vernetzung aufzuheben. Sehr viel Armut, Ängste, politische Wirren. Und das wird dann doch für ein paar Jahrzehnte abschreckend sein.
Globalisierung darf auf keinen Fall bedeuten: Wir stehen über andere. Es muss bedeuten: Wir sind unterschiedlich, aber wir arbeiten zusammen.
Rüstungsausgaben
Die Regierung ist ein Negativ-Phänomen. Als Opposition viel reden – dann an der Regierung anders handeln: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutschland-genehmigte-ruestungsexporte-fuer-mehr-als-acht-milliarden-euro-a-93811503-4312-4353-9eae-c1bba3630b2d Und diese Frau treibt weiter an: https://www.tagesschau.de/inland/strack-zimmermann-kritik-101.html Wir haben selbst kaum funktionierendes Material – und sollen liefern. Aber das hat natürlich auch sein Gutes: Der reale Krieg hilft das Material zu testen. Aber auch die Russen lernen dazu, merken, wo das Material versagt, was zu verbessern ist, um die Angriffe zu größerem Erfolg zu führen bzw. die Verteidigung zu stärken. Die Ukraine scheint sich als ein Waffen-Testgebiet herauszubilden. Es darf dennoch nicht sein, dass der Krieg auf Russlands Gebiet ausgedehnt wird. Die Verteidigung muss massiv unterstützt werden – nicht aber die Angriffe auf russisches Gebiet.
Wie immer in Kriegen: Die Herren und Damen testen – die Zivilbevölkerung und Soldaten leiden. Es hat sich nichts geändert seit Menschengedenken.
Drei Aufträge für Christen – sie gehören zusammen. Ohne den dritten Auftrag gehen wir als Christen auch mit dem ersten und zweiten in die Irre.
Genesis 1: Umwelt bewahren
Schöpfung Gottes bewahren, an Gottes Statt als Statthalter für sie wie ein Hirte da sein. Aber vieles ist dem Menschen entzogen: Polumkehrungen, Kontinentendrift, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Klima, Erdneigungen, Sonnenaktivitäten… – und der Mensch sich selbst. Aber vieles ist dem Menschen möglich: Notwendige Veränderungen verantwortungsvoll herbeiführen, Bewahren, was Gott wunderschön erschaffen hat und nicht zerstören, Lernen die Schönheit der Schöpfung zu sehen und dankbar zu sein, Demütig Erkennen: Ich bin nur ein Teil der wunderbaren Schöpfung.
Lukas 10 (+ Gleichnis vom Barmherzigen Samariter): Menschenrechte
Liebe Gott und den Nächsten wie dich selbst. Lieben heißt: Gutes tun. Gott Gutes tun bedeutet unter anderem, Menschen helfen, Menschenrechte einfordern. Grausamkeiten, Erniedrigungen an allen Orten zu bekämpfen. Im Namen Gottes: von Glaubenden und nicht Glaubenden. Gemeinschaft fördern: Auch der Gottesdienst hat zwei Seiten: Gott loben – gleichzeitig dient Gott dem Menschen. Beides ist nicht voneinander zu trennen.
Matthäus 28,18ff.: Mission
Helft den Menschen weltweit, Jesus Christus zu finden, lieben, ihm zu folgen. Jesus sagt: Mir ist gegeben alle Macht – ich bin bei Euch. Kirche lebt und handelt nicht aus sich selbst heraus. Sie gehört Jesus Christus – er bewahrt und leitet sie (, aber nicht ohne fehlbare Menschen). Diese Grundlage bietet Gewissheit – es wird vom liebenden Schöpfer vollendet werden; Zuversicht – auch wenn alles dunkel aussieht: Gott setzt sich Gerechtigkeit fordernd durch; Hoffnung – wenn Resignation uns ergreifen will: Resignation ist grundlose Versuchung. Liebe – wenn Lieblosigkeit alles Gute in sich aufsaugen, mit Finsternis durchdringen möchte.
Ich frage mich: Warum erniedrigen Menschen andere Menschen? Ich frage mich noch mehr: Warum lassen sich Menschen von anderen Menschen erniedrigen? Die Frage geht weiter: Warum erniedrigen sich Menschen selbst unter anderen Menschen? Die nächste Frage: Warum lassen andere zu, dass Menschen erniedrigt werden?
Steinmeier Weihnachtsrede 2
Gestern habe ich schon kurz was dazu geschrieben. Heute nur eine Anmerkung zur Kameraführung. Ist ersichtlich, warum er meistens in die Kamera spricht – und dann sehen wir als Zuschauer ihn manchmal von der Seite? Warum? Da kann er nichts für, aber die Regie: entweder einer spricht zu mir, schaut mich an und ich höre zu – oder ich betrachte ihn beim Reden von der Seite.
Noch etwas mit Blick auf seinen Klimawandel-Ansatz https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/steinmeier-weihnachtsansprache-117.html: Er wünscht sich, dass auch Ältere bereit seien, sich zu verändern (5:54) – sagt dann aber, dass man die Erfahrung der Alten benötigen würde. Auch die Jungen kriegen was ab: sie sollen sich engagieren ohne andere gegen sich aufzubringen – wir wollen alle, dass die jetzige Generation nicht die letzte Generation sei, sondern die erste einer klimafreundlichen Welt. (a) Es engagieren sich auch viele Alte – und ich hoffe, dass Kritik an den klimapolitischen Umsetzungen damit nicht abgelehnt wurde (sind nicht Alte oft die treibenden Kräfte und Finanziers der Jungen?) und (b) der Einsatz für die Umwelt beginnt nicht erst seit dieser Generation. Die Konzentration auf das Klima ist noch nicht so alt – zumindest kann ich mich spontan nicht so erinnern. Aber Klima ist nur ein Thema unter vielen. Die Konzentration darauf wird fatal sein.
Übrigens haben schon Menschen des Alten Testaments sich gegen Hitze eingesetzt: wenn wir uns Gottes Willen gemäß verhalten, wird das Wetter erntegut. Heute hat man Gott durch Natur ersetzt. Weil wir Menschen uns gegen die Natur wenden, haben wir Dürre, Überschwemmungen usw. Wenn wir uns dem Willen der Natur(experten – den neuen Priestern) entsprechend verhalten, wird das Klima erntegut. Wobei: Den Modernen unserer Zeit geht es gar nicht mehr um gute Ernte – die soll ja möglichst klimaneutral in andere Länder verlegt werden. Aber worum geht es unseren Klimatisten?
Der Einsatz für das Klima ist immer dann relevant gewesen, wenn die Menschen erkannten: Wir sind abhängig davon. Es gab in der Moderne eben Zeiten, in denen der Mensch dachte (wissenschaftlich) wir haben alles in der Hand, wir sind auch Herren über das Klima. Und wir kehren nun demütig zur Vernunft zurück: Wir sind nicht Herren über das Klima. Aber die Hybris mancher Aktivisten und Wissenschaftler, dass wir das Klima beherrschen könnten, ist immer noch sehr hoch.
Ich frage mich: Warum hat die chinesische Regierung so schnell auf Proteste in der Bevölkerung reagiert? Sie lässt sich doch sonst nichts sagen. Sie hat wohl erkannt, dass ein Lockdown großen wirtschaftlichen Schaden verursacht – und das kann zu Hunger führen, damit auch zu Hungeraufständen. Nichts dürfte die chinesische Regierung (wie alle) so sehr fürchten. Die andere Sache ist: Die Alterspyramide ist außer Balance. Wenn viele Alte sterben, dann wird sie wieder ein wenig gerade gerückt. Das sind Überlegungen – aber was führte letztlich wirklich dazu?
Medial kann man Verwunderung darüber hören, dass nur so wenig Alte geimpft wurden. Zur Erinnerung: China hat nicht nur 80 Millionen Einwohner, sondern 1,4 Milliarden! Ein paar mehr als bei uns.
Im 1. Timotheusbrief wird dem Adressaten geraten, etwas Wein in das Wasser zu tun, weil das für den Magen besser sei und bei den häufigen Krankheiten helfe (5,23). Ich kann mich erinnern, dass in meiner Jugendzeit irgendeiner das – wegen Alkohol – heftig angegriffen hat. Wein desinfiziert – das Wasser in der Antike war nicht unbedingt sauber. Derselbe Brief fordert, dass Gemeindeleiter nicht dem Wein ergeben sein dürfen, auch nicht gewalttätig und geldgierig. Dagegen sollen sie friedliebend und gütig sein (3,3).
Interessant finde ich, wie sich Politiker als unsere Vorbilder präsentieren. Özdemir war schon als Kind vegan und schreckte damit seine Eltern, wow! Merz hat es in seiner Wohnung kühl und wärmt sich mit dem Weihnachtsbaum, wow-wow! Wahrscheinlich benutzt ein anderer Waschlappen…
Apropos Kerzen: Feinstaub! Energie bei der Herstellung! Uiuiui, Wird Kritik hervorrufen.
Kreuz weg – Bibelspruch bedecken – Bismarck weg (naja – abgeschoben nach Bonn) – und nun auch der Name der „Stiftung Preußischer Kulturbesitz“ – weg damit: https://www.sueddeutsche.de/kultur/claudia-roth-preussen-umbenennung-1.5721876 Thierse meint, die Grünen wollen „mit moralischem Furor Geschichtsreinigung betreiben“.
Das sind Bilderstürmer von heute. Und Bilderstürmer sind immer Ideologen. Dieses Mal sind es eben grüne Ideologen. Und dann haben sie natürlich ihre Mitläufer. Einer der Oberen der SPK beklagt, dass er erklären müsse, was das eigentlich sei. Aber er wird noch mehr zu erklären haben, wenn sie umbenannt wird. Mein Namensvorschlag: Claudia Roth Stiftung kurz: CRS.
Sie ist übrigens Kulturstaatsministerin – da hat man wohl nichts anderes zu tun, als sich um so was Gedanken zu machen. Mit der Kultur in unserem Land läuft ja alles äußerst prima! Nicht Umbenennungen sind wichtig – wichtig ist die Unterstützung von Kultur. Wir sind eine Kulturnation – wagt man das noch zu sagen, wenn die Bilderstürmer regieren? Denn wer weiß, was sie noch alles ablehnen und nicht unterstützen wollen.
Das Kulturstaatsministerium heißt richtig: Staatsministerium für Kultur und Medien. Für diese ist CR also auch zuständig. Für Medien.
Endlich – hoffentlich klappt es, dass Hilfen an Afghanistan ausgesetzt werden: https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-12/afghanistan-svenja-schulze-hilfen Das Problem ist immer, dass dann Menschen noch mehr leiden müssen. Aber so, wie es jetzt läuft, nutzen die Tyrannen die Hilfe aus anderen Ländern, um ihre brutale Macht zu stabilisieren. Darum hätten die Hilfslieferungen schon längst ausgesetzt werden sollen. Inzwischen sitzen die Taliban fester im Sattel. Die Frage, die international gestellt werden muss: Wie kann nicht nur die Hilfslieferung gestoppt werden, sondern: Wie kann die Lage verändert werden, wie können die Menschen auf anderem Weg unterstützt werden. Sind eigentlich in Afghanistan alle Clans Sklaven der Taliban geworden?
Absurder Quarks-Quark
Manche werden immer abgedrehter. Die Grün-Pseudoreligiösen verbreiten wieder schlechtes Gewissen. Willst du nach Thailand? Böse, böse, fahre lieber nach Barcelona! https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/peinlich-beitrag-vom-wdr-klima-belehrung-geht-nach-hinten-los-82355644.bild.html Übrigens: Die Menschen in Thailand benötigen Tourismus. Egal. Die Grün-Deutschen werden provinziell, schauen nicht über ihren kleinen grünen Phantasiegarten hinaus in die Welt. Aber manche Grüne und andere sowieso machen – und das ist schön – ihre Reisen so, wie sie es privat wollen. Welt kennen lernen verhindert all diesen deutschen provinziellen Grünmief.
Es kann weiter geführt werden: Warum nach Barcelona fahren? Umweltschädlich. Statt nach Thailand, fahre auch nicht nach Barcelona, bleibe zu hause und schau Dir den Quarks-Quark an. (Kostet auch Energie!)
Darum gibt es auch Kritik an dieser Rückgabe, weil das Königreich aktiv am Sklavenhandel beteiligt war: https://www.saechsische.de/leipzig/kultur/umgeschmolzenes-sklavengeld-5749828.html Es hat andere Völker überfallen, um sie verkaufen zu können. (Ich hatte das aus einem anderen Gebiet Afrikas schon mal thematisiert – im Kontext von Livingstone, hoffe ich, dass Stämme andere überfallen haben, um sie zu verkaufen, Einzelne wurden gefangen genommen und versklavt. Sklaverei war auch unter afrikanischen Stämmen nicht ganz so neu.) Aus der Bronze, die als Bezahlung von Sklaven diente, wurden dann die Statuen hergestellt. Darüber finde ich nur kaum was in unseren Medien – oder habe ich nur nicht lange genug gesucht? Passt auch nicht so ganz in das Bild, das wir uns machen wollen.
Die Hirten und die Weisen wussten es nicht anders, als sie Maria, Josef und das Kind sahen. Sie sahen in Josef den Vater, in Maria die Mutter, im Kind das von Gott erwählte befreiende Wesen. Der Kaiser, trotz seiner ganzen herrschaftlichen Macht, der König, trotz seiner Spione, und der Volkszähler – sie wussten nichts.
Viele sehen bis heute: nichts Besonderes, keine Hirten, keine Weisen, keine Engel, nur Vater, Mutter, Kind, irgendwo in Nazareth – vielleicht, mehr nicht, außer die Besonderheit immenser geschichtlicher Verfälschungen. Gott, wenn es ihn denn gibt, bleibt inkognito, er kündigt sich nicht an, auch nicht durch Propheten.
Glaubende wissen heute anderes. Wir erkennen heute andere Dimensionen im Glauben, Himmel und Welt sprengende Dimensionen, die damals nur Maria und Josef ahnten, wussten, hofften, die die Evangelisten rückblickend erfassten und später die Menschen im Geist Gottes.
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Was geschah damals wirklich? Wer weiß das schon? Aber das ist auch nicht wesentlich. Wesentlich ist, dass der Geist Gottes weltweit seit Jahrhunderten Menschen durch diese Berichte berührt. Die Erzählung berührt uns in Tiefen, die wir selbst nicht richtig ausloten können – und führen uns zu Gott in Jesus Christus.
Es sei denn, wir panzern uns mit der Idee: Historismus ist Wahrheit. Weihnachtsgeschichten, die Erzählungen Gottes, sprengen auch Historismus – und sie werden wirksamer als das, was wir als historisch anerkennen wollen. Sie sprengen Historismus. Sie sprengen Historismus – nicht historisches Arbeiten. Historisches Arbeiten beinhaltet Liebe zu den Menschen, dem, was sie erleben, interpretieren, erzählen. Nicht überhebliches und abwertendes Bewerten.