Mal wieder ein Musikstück:
Gegen sich kämpfen

Wir kämpfen
häufig gegen uns selbst.
Reaktionen anderer
beziehe ich auf mich:
Ich bin unsicher,
ich will dazugehören,
ich fühle mich angegriffen,
ich nehme es persönlich.
Reaktionen anderer
sind Probleme derer,
die mit mir zu tun haben.
Nicht meine Probleme.
Wir kämpfen
häufig gegen uns selbst.
Gottes Geist
kämpft für uns, stärkt uns.
Wir beten für andere,
wir legen sie in Gottes Hand,
wir segnen sie.
Und uns.
Wie im Himmel so auf Erden
Provokation zum Tag + Elizabeth Fry + Weltgebetstag + Von Gott erzählen + Vatikan: Trans- und Posthumanismus + Grüne Welt + Vetternwirtschaft + Namensgleichheit mit üblen Folgen + Delegitimierung des Staates + EU-Steuern + ÖRR-SelfieAlarm / Blockparteien mit Lex AfD + Grüne / Linke werben um muslimische Wähler + Meldungen von Politikerbeleidigungen + Erinnerungen an DDR + Geldgeil + Zum Paul-Gerhardt-Jahr + Wal-Kirche + Iran
Provokation zum Tag
Zeigt die Zukunft,
wer recht hat?
Oder haben die recht,
die im Voraus wissen,
was in Zukunft sein wird?
Elizabeth Fry (1780-1845)
Dazu: https://en.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Fry und: https://de.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Fry und: https://leicht-und-sinn.de/elisabeth-fry/
Sie erwähne ich in meiner Reihe https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/ , weil sie sich nicht unterkriegen ließ darin, anderen, denen im Leben jegliche Chancen genommen wurden, zu helfen.
*
Elizabeth Fry wurde in einem gehobenen Elternhaus von Quäkern geboren, war eine geborene Gurney. Als sie zwölf Jahre alt war, starb ihre Mutter. Schon als Jugendliche hat sie wohl Kranke in den umliegenden Dörfern versorgt und in einer Waschküche eine Schule eingerichtet, geholfen, arme Kinder gegen Pocken zu impfen. Mit 20 heiratete sie einen Bankier und Geschäftsmann, war sehr religiös, handelte nach Gottes Willen und fragte auch danach, was der Wille Gottes sei. Mit ihren Taten wollte sie das Evangelium leben und somit auch verbreiten. Sie wurde Geistliche der Quäker. Das Paar hatte 11 Kinder.
Mit 33 Jahren besuchte sie ein Gefängnis und war entsetzt über die Zustände. Sie begann, Lebensmittel, Wolldecken und Kleidung zu verteilen. Freilich wurde sie zunächst nicht ins Gefängnis gelassen. Aus finanziellen Gründen konnte sie ein paar Jahre lang nicht mehr helfen, kehrte dann jedoch zurück in die Gefängnisse: Sie blieb beharrlich – und wurde dann hineingelassen. Mit den Frauen überlegte sie, was sie zur Verbesserung der Situation tun können. Denn das ist eine Grundlage der Quäker: Nicht zu denken, man sei besser als andere, denn jeder ist vor Gott Sünder, was dazu beiträgt, dass man nicht von oben herab andere behandelt, sondern mit ihnen handelt.
Sie erreichte in einem Gefängnis, dass Verbesserungen für die Gefangenen hergestellt wurden. Gefangene wurden nicht mehr alle zusammen untergebracht, sondern es gab eine Klassifikation der Kriminellen, Frauen und Männer wurden getrennt und bekamen eine weibliche Aufsicht, damit sie nicht sexuell belästigt und vergewaltigt wurden, zudem gab es auch Regeln für religiöse und andere Bedürfnisse, so Gottesdienste und Seelsorge. So las sie aus der Bibel vor, weil sie meinte, dass Gottes Wort Menschenherzen zum Besseren erreichen kann – denn die Bibel wurde geschrieben, um Sünder zu bessern und so passen die Worte in diese Welt der Gefangenen. Elizabeth Fry war nicht naiv. Alkohol spielte eine große Rolle in den Gefängnissen, die Unterdrückung der Schwächeren durch Dominante Gefangene. Dazu sind eben Regeln notwendig, die durchgesetzt werden, zudem aber auch die Arbeit gegen die Langeweile. Wer arbeitet, schikaniert andere nicht. Kurz: sie versuchte die üblen Machtstrukturen durch moralische Veränderungen aufzubrechen. Sie gründete eine Vereinigung, die dafür sorgte, dass Gefangene Materialien zur Handarbeit bekamen, womit ihr Gefängnisaufenthalt Sinn bekam, sie ruhiger wurden und eine Zukunftsperspektive für die Zeit nach dem Gefängnis hatten. Gefängnisse waren nach ihrer Ansicht bislang Anstalten, die Menschen verwahrlosen ließen und zu weiteren Verbrechen erzogen. Zudem trug sie dazu bei, dass die Gefangenen selbst sich um die Verbesserung der Lage im Gefängnis kümmerten.
Diese Ideen wurden von anderen Gefängnissen aufgegriffen, vor allem haben auch Frauen sich darum gekümmert, dass diese Idee auch in anderen Gefängnissen realisiert wird. Gesetzlich verankert wurde das aber erst 1835. Sie setzte sich dafür ein, dass schnell vergebene Todesstrafen in Verschiffungen nach Australien umgewandelt wurden und dass die Sträflingsschiffe menschenwürdiger wurden. Auch der Transport zu den Schiffen wurde verändert, damit die Frauen unterwegs keine Demütigungen erfuhren. Zudem bekamen die Frauen ein Hilfspaket mit Stoffen, Nähzeug, Schnur, Messer, Gabel und Bibel. Eines ihrer Landsitze machte sie zu einer Schule für verwaiste Mädchen, gründete eine Schule für Kinder Gefangener, eine Lehr- und Arbeitsschule für verurteilte Frauen. 1827 kümmerte sie sich um die Situation von Geisteskranken und Obdachlosen. Sie wurde in andere europäische Länder geholt, um die Gefängnisse zu reformieren. Wieder zurück in England trug sie dazu bei, dass wohlhabende Christinnen sich in Krankenpflege ausbilden ließen.
Dass das alles nicht schnell die Lage überall verbesserte, dürfte deutlich sein. So etwas dauert lange, vor allem dauert es lange, bis Nutznießer schlimmer Situationen unter Kontrolle kommen.
*
Das nahm Theodor Fliedner als Anregung, um so etwas auch in Deutschland einzurichten. https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fliedner
Weltgebetstag
Heute findet der Weltgebetstag statt. Frauen aus Nigeria haben die Liturgie und anderes gestaltet. Zu dem Weltgebetstag: s. https://blog.wolfgangfenske.de/2020/03/07/weltgebetstag-und-weltfrauentag/
Die Ordensfrauen der katholischen Kirche wollen heute auch für den Frieden im weiteren Sinn beten: https://katholisch.de/artikel/67534-600000-ordensfrauen-wir-koennen-nicht-schweigen
Religion erklärt
Videoformat für die Schule: https://katholisch.de/artikel/67531-neues-videoformat-fuer-schueler-und-religionslehrer
Vatikan: Trans- und Posthumanismus
Der Vatikan lehnt diese als unchristliche Weltanschauungen ab: https://katholisch.de/artikel/67516-neues-dokument-vatikan-warnt-vor-trans-und-posthumanismus Zu dem Thema s. meine Seite: https://mini.evangelische-religion.de/anmerkungen-zu-transhumanismus/
Von Gott erzählen
Viele erzählen von Gott. Auf TikTok / Insta sind sehr viele unterwegs, die ihre Glaubenserfahrungen mitteilen – allerdings auch sehr viele, die aus enger christlicher Perspektive an andere herumkritteln. Auch bekannte Sportlerinnen und Sportler erzählen von Gott, so Emma Weiß: https://www.pro-medienmagazin.de/emma-weiss-fuer-gott-haette-ich-auf-meine-karriere-verzichtet/
Grüne Welt
Ich liebe die Grünen. Für sie benötigen wir kein Öl und kein Gas. Die Windräder bringt der Klapper…- äh der Wind, die Sonnenkollektoren wachsen in den Sonnenstrahlen und die E-Autos wachsen bei guter Pflege auf den Äckern unter dem Schachtelhalm. Und der Strom kommt aus der Steckdose.
Wie komme ich darauf? Sie nutzen die Krise zurzeit dazu, um für ihre Öl- und Gas-lose Welt zu werben und die Regierung zu kritisieren, dass sie die habeckschen Hämmer weicher macht. Ich weiß, was sie meinen. Man fährt E-Autos ohne Benzin. Aber das ist auch alles.
Die Forderung, die CO2-Steuer runterzusetzen, um die Teuerung des Benzins durch den Irankrieg zu lockern, kommt bei Grünen SPDlern nicht gut an: sollen doch E-Autos fahren. Natürlich sind nicht nur Grüne-SPDler so sonderbar gestrickt, sondern auch so mancher CDUler. Die Blockparteien tun alles, um runterzurutschen. Natürlich werden sie bei den kommenden Wahlen jubeln, zumindest die CDU und die Grünen, weil die Baden-Württemberger sich durch keine Politik beirren lassen. So eine Art StockholmSyndrom bei so manchen bzw. aufgrund empfundene Alternativlosigkeit.
Ich sage nur, liebe Grüne: Gas- und Öl wären kleinere Probleme, wenn ihr die AKWs nicht abgeschaltet hättet. Aber soweit denken Ideologen nicht.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/erneuerbare-energie-iran-krise-daniel-guenther-cdu-gruene und: https://apollo-news.net/erneuerbare-energien-sind-sicherheitsenergien-umweltminister-schneider-will-energiewende-beschleunigen/ Auch die Niedersachsen sind so lustig drauf: https://apollo-news.net/wegen-iran-krieg-niedersachsen-und-schleswig-holstein-wollen-mehr-windrder-in-deutschland/
Vetternwirtschaft
Nun sie Vettern alle herum. Von daher: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Neulich ging es um die CDU, jetzt um die SPD: https://nius.de/politik/news/spd-vetternwirtschaft-tim-kluessendorf-marie-nietan Wobei ich das nicht ganz so eng sehe. es dürfte Parteiensache sein – es sei denn, sie werden vom Steuerzahler finanziert. Da sollten dann doch nicht die Verwandten im Vordergrund stehen, sondern die Fähigen. Eng sehe ich das nur, wie bei Habeck, wenn Herrscher sich mit Familienmitgliedern umgeben. Steuergeldermissbrauch muss natürlich auf den Grund gegangen werden. https://www.derwesten.de/politik/afd-vetternwirtschaft-mitarbeiter-id302006984.html
Namensgleichheit mit üblen Folgen
Weil der Verfassungsschutz nicht herausbekam, dass eine politisch negative Seite unter einem Namen lief, den auch eine Frau an der Uni hatte, sagte er dem Arbeitgeber Bescheid, der die Frau entließ. Durch Einschaltung eines Anwalts wurde das geklärt – aber ihre Stelle war schon wieder besetzt. Namensgleichheit kommt nicht so selten vor. Von daher verwundert es sehr, dass das nicht rechtzeitig ermittelt wurde.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/verfassungsschutz-liess-zwei-jahre-lang-die-falsche-frau-beobachten-ihr-wurde-deshalb-fristlos-gekuendigt/
Delegitimierung des Staates
Wird eine angebliche Delegitimierung des Staates noch beobachtet vom Verfassungsschutz – oder nicht? Wird das, was der VS darunter verstand nur umbenannt? Die Zukunft wird die Frage beantworten.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/verfassungsschutz-phaenomenbereich-delegitimierung-des-staates-aufgeloest-beobachtet-aber-weiter cicvero+: https://www.cicero.de/innenpolitik/phanomenbereich-delegitimierung-wurde-aufgelost-kehrtwende-beim-verfassungsschutz
EU-Steuern
EU giert nach Geld. Der Steuerzahlerverband mag das nicht. Vor allem mag er nicht, dass sich die EU still und heimlich Gelder aneignet, ohne dass die Bürger dem zugestimmt haben. https://nius.de/politik/news/stoppt-eu-steuern-europas-steuerzahlerbund-erklaert-von-der-leyens-fiskalplaenen-den-kampf
ÖRR-SelfieAlarm / Blockparteien mit Lex AfD
Da macht ein Politiker, der den ÖRRs nicht gefällt ein Selfie mit einer Schulklasse: schon schrillen die Alarmkreischer im Hirn: https://nius.de/medien/news/afd-siegmund-selfie-schuelerinnen-mdr-journalist-kritik
Jegliche Gesetze, die zur Eindämmung einer anderen Partei beschlossen werden, sind übel. Lustig-peinlich ist dabei natürlich die CDU. Sie errichtet Brandmauer – und will nicht mit den Linken paktieren, doch dann tut sie es doch, in der Hoffnung, die AfD als Konkurrenzpartei eindämmen zu können. Das ist so durchsichtig – dass manche sich fragen: Wie kommt sowas bei den Wählern an?
Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/kartellgesetz-afd-cdu-sachsen-anhalt
Grüne / Linke werben um muslimische Wähler
Das Thema hatten wir gestern. Vielleicht kann man auch sagen: Die Grünen denken voraus, sie haben ihre Zukunft im Blick, denn angeblich haben 45 Prozent der jungen Muslime islamistische Tendenzen. Und die Grünen signalisieren damit schon mal Anpassungsbereitschaft.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/451-prozent-der-jngeren-muslime-haben-islamistische-tendenzen/
Auch die Linken werben um muslimische Wähler. Bald werden die CDUler und die SPdler nachziehen. Aber erst einmal Ostermann zu der skurrilen Aussage von Van Aken, der besoffene Männer mit den Islamisten in ihrer Vorgehensweise gegen Frauen vergleicht. Manchen mag das einleuchten – Männer sind Männer, ob besoffen oder Islamisten – Männer sind allesamt Schweine. Aber ein wenig differenzieren – das täte nicht schlecht. Auch als linker Mann.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=dcLe2Wxw9gE
Meldungen von Politikerbeleidigungen
Ist das ein Wunder, dass die Meldungen gestiegen sind, wenn es Leute gibt, die mit ihrem Leben nichts Besseres anzufangen wissen, als im Internet systematisch danach zu suchen? Der Politiker ist zwar nicht beleidigt, weil er es nicht gelesen hatte – aber dafür gibt es Stellvertreterbeleidigte. Was zum fremdschämen wäre.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/neuer-hchststand-vergangenes-jahr-wurden-6-246-politikerbeleidigungen-gemeldet/
Erinnerungen an DDR
Irgendwie fühlt man sich als Nicht-DDR-ler an die DDR erinnert, vom Hörensagen. Jugendliche durften nicht studieren, wenn sie politisch negativ aufgefallen waren. Was macht die britische Polizei da? Warnen davor, leichtfertig irgendwelche terroristischen Inhalte zu teilen, ist ja nicht schlecht. Aber so zu drohen? Vor allem: Steckt hinter den Drohungen Realität?
Frage zu dem Thema: https://apollo-news.net/nicht-mehr-mglich-aufs-college-zu-gehen-anti-terror-einheit-droht-jugendlichen-mit-bizarren-videos-wegen-online-posts/
Geldgeil
Ist das so zu interpretieren? Spende nicht an die Konkurrenzpartei – sondern gib uns das Geld, sonst bekommt ihr SPD-Boycott samt anderer Linker?
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/spende-aus-hoeffner-gruender-umfeld-an-afd-nun-ruft-ein-spd-politiker-zum-boykott-des-moebelhauses-auf/
Zum Paul-Gerhardt-Jahr
Ein paar Worte zum JubiläumsJahr: https://www.pro-medienmagazin.de/paul-gerhardt-den-himmel-als-heimat-im-herzen/
Wal-Kirche
Dazu sage ich nichts, lasse Kissler sprechen: https://www.youtube.com/watch?v=RXVEDyKclks
Iran
Nicht erst jetzt wissen wir, dass die iranische Führung die Menschen des Iran verarmt hat, um militärisch aufzurüsten. Auch darum mussten die Milizen so aufgerüstet werden, um Armutsaufstände schnell bekämpfen zu können. Und diese Milizen müssen auch viele Gelder erhalten, damit sie sich nicht gegen die tyrannische Regierung wenden. Wie ich schrieb: Es gibt viele Nutznießer des tyrannischen Systems – die wehren sich jetzt mit allen brutalen Mitteln, die sie haben, um weiterhin bevorzugt leben zu können.
Maler 36: Hieronymus Bosch
Predigten

Überall flammt es in der Welt auf.
Immer wieder, durch alle Zeiten hindurch.
Politisch nicht nur.
Kriege nicht nur.
Persönliche Probleme, Fragen auch.
Gottes Wort bleibt:
möchte stärken, Frieden bringen der Seele,
zur Umkehr rufen, zum Neuanfang.
Die Zeiten mit Gottes Wort durchdringen,
ohne Sklave der Zeiten zu sein.
Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://predigten.wolfgangfenske.de/predigt-roemerbrief-5-gottes-liebe-im-herzen/
Frühling im Garten
Provokation zum Tag + Johann Heermann + Gemäldegalerie + SelbstAusschluss + ÖRR im Sumpf + Starmer hat´s erwischt + AntiIsrael und Iran / IranAmok / Iranische Marine + Von rechts kritisiert – von links hofiert + Aktionstag / Aktionstag gegen Armut + Zivilgesellschaft + CO2 Emissionshandel + Witzig über nicht witzige Comedy + Linke TAZ und Juden + Dank von Ostermann + Kentler + EU und: Kauf europäisch!
Provokation zum Tag
Ändert sich etwas?
Kann es sein,
dass politische Vernunft und
politischer Verstand
sich auf manchen Ebenen
gegen politische Ideologie durchsetzen?
Johann Heermann (1585-1647)
In meiner Reihe zu Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen, möchte ich Johann Heermann ansprechen: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/
Der kleine Johann war als Kind sehr krank. Da hat die Mutter ein Gelübde ausgesprochen: Wenn er wieder gesunden würde, würde sie alles unternehmen, damit er studieren könne. Sie würde sogar betteln. Und das Leben wurde ihr sehr schwer. Aber dann wurde der Sohn in einem Pfarrhaus aufgenommen, kam auf das Gymnasium, wurde sehr früh als Dichter geehrt. Er bekam an der Universität eine Augenkrankheit, die ihn wieder nach Hause brachte. Als sie geheilt war, wurde er Pfarrer. Er heiratete; nach fünf Jahren starb seine Frau. Angesichts dieses schlimmen Erlebnisses dichtete er einen langen Text, in dem er seiner Traurigkeit Ausdruck gibt: „Ach Gott, ich muß in Traurigkeit / Mein Leben nun beschließen“: „Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwerdt / Jetzund durch meine Seele“. Und er verweist auf die Zeit, in der sie sich wiedersehen werden. Er heiratete wieder, und wie Pressel (Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock, Stuttgart 1868) schreibt: „diese Gattin bildete meistens nur seine Krankenwärterin“ (262). Während des Dreißigjährigen Krieges musste er mit seiner Familie mehrfach flüchten, verlor seinen Besitz, 1631 brach die Pest aus und wütete in seiner Gemeinde. 1636 konnte er kaum mehr reden. Er schreibt in dem Lied: „O Jesu, liebster Schatz, o du mein Trost im Lebe“ (Pressel 272): Kein ander Wort soll gehn alsdann aus meinem Munde / Als: Jesu, Jesu komm, hilf mir zur letzten Stunde, / Der du mein Jesus bist. Wo ich nicht reden kann / Für Schwachheit, so soll doch mein Herz stets denken dran.“ Er hat sich dann 1638 zurückgezogen. Sein Sohn wurde katholisch – der Vater überredete ihn, wieder evangelisch zu werden. Der Sohn starb 1643. Während der ganzen Zeit dichtete er und wir haben neun Lieder von ihm im Gesangbuch, die einen Teil seines schweren Lebens widerspiegeln. Er gilt als der bedeutendste evangelische Liederdichter zwischen Luther und Paul Gerhardt.
Das Lied (EG 72) „O Jesu Christe, wahres Licht“, veröffentlicht, bevor der Sohn zum Katholizismus übergetreten war bat er Christus, die wieder in die Gemeinde zu holen, die sich von ihr getrennt haben, in „So wahr ich lebe, spricht dein Gott“ (EG 234) fordert er zur sofortigen Umkehr auf – damit nicht zu warten, bis es zu spät ist. Das Lied (EG 82) „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ beschreibt das Leiden Jesu und greift sein eigenes Leiden auf: Er will alles Leiden nicht beachten, nicht Verfolgung, Verhöhnung, Todesschmerzen. Er kann freilich nicht aus sich heraus tapfer damit umgehen , und so bittet er um Gottes Geist, dass er ihn beherrsche. Auch in seinem Osterlied („Frühmorgens, wenn die Sonn aufgeht“ – EG 111) verknüpft er sein Leiden und die Auferstehung Jesu: „Lebt Christus, was bin ich betrübt? / Ich weiß, dass er mich herzlich liebt.“ Seine Bitte lautet (EG 247): „Herr, unser Gott, lass nicht zuschanden werden die, so in ihren Nöten und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen und zu dir rufen, und zu dir rufen.“ Gebet ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Lieder. In „O Gott, du frommer Gott“ bittet er unter anderem: „Find´t sich Gefährlichkeit, / so lass mich nicht verzagen, / gib einen Heldenmut, / das Kreuz hilf selber tragen.“ In dem Text, den wir bei Pressel finden, „Du weinest für Jerusalem“ heißt es in der dritten Strophe: „Hier muss ich auch im Thränenhaus / Für große Angst oft weinen, / Der Welt aushalten manchen Strauß; / Sie martern stets die deinen. / Auf allen Seiten, wo sie kann, / Fängt sie mit mir zu hadern an. / Dies tröstet mich zu aller Frist, / Herr Jesu Christ / In Not du auch gewesen bist.“ In „O Jesu, Jesu, Gottes Sohn“ beklagt er, dass er Christus nicht genug lieben kann, und ergibt sich in „Was willt du dich betrüben, / O meine liebe Seel“ ganz Gott hin. Das Sterben war sein ständiger Begleiter: „Der Tod klopft itzund bei mir an, / Das zeigen meine Schmerzen; / Doch ist nichts, das mich schrecken kann / Ich trage den im Herzen, / Der meinen Tod durch seinen Tod / Getödtet hat…“. Er gibt noch Hilfestellungen und schreibt in einer Strophe: „Ach hebt die Augen auf mit mir! / Den Himmel seh ich offen. / Ach, ach, wie schön ist meine Zier, / Gott hör ich mir schon rufen: / Komm, treuer Knecht, o geh herein; Izt sollt du ewig bei mir sein.“
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Ansprechen möchte ich noch „Treuer Wächter Israel´, des sich freuet meine Seel“ (EG 248). In der zweiten und dritten Strophe heißt es: „Schau, wie große Not und Qual / trifft dein Volk jetzt überall; / täglich wird der Trübsal mehr. / Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. / Wir verderben, wir vergehn, / nichts wir sonst vor Augen sehn, / wo du nicht bei uns wirst stehn. // Jesu, der du Jesus heißt, / als ein Jesus Hilfe leist“ und dann ist vom Feind die Rede. Dieses Lied haben die Pfarrer auf einer Konferenz während des nationalsozialistischen Regimes gesungen. Steinbauer, den ich in den letzten Wochen vertieft behandelt habe, weist darauf hin und erinnert den Landesbischof daran, dass entsprechend mutiges, widerständiges Verhalten gefordert sei.
Diese alten Lieder, die Erfahrungen aussprechen, die Menschen vor vielen Jahrzehnten, Jahrhunderten gemacht haben, können in manchen Zeiten wieder lebendig werden, können helfen, die neuen Zeiten zu beurteilen, die üblen Erfahrungen nicht einfach nur wortlos hinzunehmen, sondern Wort werden lassen und Hilfe bei Gott zu finden. Anders gesagt: Heermann kann aufgrund seiner Leiden Menschen, die stumm ihr Leiden ertragen müssen, weil sie diese nicht in Worte fassen können, helfen, ihr Leiden Wort werden zu lassen und weiterzuführen in Sinnhaftigkeit und Gebet, in die Zukunft, zu Gott. Von daher: Auch wenn manches alt klingt, wenn manches nicht besonders gereimt ist, dichterischen Ansprüchen nicht genügt:
Das sind Texte aus dem Leben für das Leben.
Sie helfen, schlimme Zeiten zu überwinden.
Gemäldegalerie
Canvas Legends – Staatliche Museen zu Berlin und Google präsentieren Kunst: https://artsandculture.google.com/project/gemaeldegalerie und https://www.smb.museum/nachrichten/detail/canvas-legends-die-gemaeldegalerie-bis-ins-kleinste-detail-und-mit-neuen-ki-perspektiven/
SelbstAusschluss
Wer sich selbst ausschließt, dem ist nicht zu helfen. Leider ziehen solche politischen Fehlentscheidungen viele mit runter.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.sportschau.de/paralympics/deutschland-boykottiert-paralympics-eroeffnung,boykott-104.html
ÖRR im Sumpf
ÖRR im politischen Sumpf – anders kann man das wohl kaum nennen: https://nius.de/medien/news/ard-zdf-verharmlosen-islamistischen-diktator-chamenei
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Ob da sowas hilft? ARD und ZDF organisieren neu – aber wenn der Wurm drin ist, die politische Gesinnung statt möglichste Neutralität, dann hilft auch Umorganisieren nichts. Nun denn, Einsparungen sind wichtig – aber saubere Inhalte auch: https://nius.de/medien/news/sparmassnahmen-ard-und-zdf-stellen-tagesschau24-ein
Starmer hat´s erwischt
Starmer scheint es erwischt zu haben, so dass er euphorisch die Realität ausblendet? https://apollo-news.net/muslime-als-gesicht-des-modernen-grobritanniens-starmer-verkndet-beim-fastenbrechen-islamophobie-auszurotten/
AntiIsrael und Iran / IranAmok
PalästinenserAktivisten gegen den Angriff auf den Iran, weil der Iran die Hamas und Hisbollah und Huthis im Kampf gegen Israel unterstützt haben. Von daher sind auch viele Linke gegen den Angriff auf den Iran (freilich nicht nur). Ich schrieb das gestern schon. Hier ist es zu hören. Wir hören auch, dass manche Linke hellhörig geworden sind, weil das MullahRegime eben auch Linke verfolgt hat. Aber das ist manchen Linken in unserem Land wohl egal. Hauptsache gegen Israel und USA. Solidarität verlagert sich. Zu dem gesamten Thema – auch über das große Netz, dass das iranische Regime in Moscheevereinen – auch gegen sich ihnen nicht unterwerfende Iraner – in Deutschland gesponnen hat- Ich finde es spannend, was auch auf TikTok geschieht. Manche freie Iraner sind erschrocken über den Widerstand, der ihnen entgegenstürmt. Sie sehen sich als Einzelperson – aber die RegimeFans sind organisiert, stürmen gemeinsam auf Einzelne los, um sie einzuschüchtern. Und dann beginnen sich die Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer zu verteidigen, manche geben in manchen Punkten nach. Sie merken eben nicht, dass sie damit in das offene Messer der Regimeanhänger laufen. Diese schiitischen Extremisten werden nicht nur für die freien Iraner zum Problem, sondern für unsere Gesellschaft, weil sie den Kalifatsträumern in ihrem Kampf gegen den Westen nicht genug Widerstand entgegengesetzt haben. Dazu s.: https://www.youtube.com/watch?v=npZ8EVar9YU
Zu dem Thema befreite iranische Frauen: https://nius.de/ausland/news/iran-frauen-freiheit-gegen-sittenpolizei
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Wie ich gestern schrieb, die iranische Führung läuft Amok – sie wollen verbrannte Erde hinterlassen. Es handelt sich um einen islamistischen Todeskult. Wie sie die Menschen drangsalierten und massakrierten, so gehen sie nun entfesselt auf alle los. Das ist irre zu sehen, wie ein ganzes Land in den Fängen von Amokläufern geraten ist. Und das geht weiter: https://apollo-news.net/iran-krieg-teheran-setzt-wahllosen-beschuss-auf-israel-und-nachbarlaender-fort/
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Iranische Marine soll sehr stark ausgerüstet sein: https://www.youtube.com/watch?v=fi5xmtZXh4c Es ist alles schwer einzuschätzen, auch mit Blick auf die neue Führungsschicht: https://www.youtube.com/watch?v=yK0KHPG8SvM
Von rechts kritisiert – von links hofiert
Schon häufiger ist aufgefallen: wer von rechts (bzw. vermeintlich rechts) kritisiert wird, bekommt von links Preise. Hier bekommt sie einen Ehrenjob: https://apollo-news.net/annegret-kramp-karrenbauer-macht-alena-buyx-zum-fellow-der-konrad-adenauer-stiftung/
Aktionstag / Aktionstag gegen Armut
Was bleibt letztlich vom Aktionstag gegen Hass im Netz? Was sagen letztlich die Gerichte? Egal: Es geht im Signalwirkung – vermute ich. https://apollo-news.net/bundesweite-polizeiaktion-gegen-hasspostings-die-meisten-hausdurchsuchungen-gab-es-in-hamburg/
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Wie wäre es, mal einen Aktionstag gegen Armut in unserem Land einzusetzen? https://nius.de/wirtschaft/news/neue-zahlen-millionen-deutsche-armutsgefaehrdet
Zivilgesellschaft
Wenn eine Buchhandlung tiefroter Färbung sagt, sie sei tief in der Zivilgesellschaft verankert – dann weiß man ja: Das Wort Zivilgesellschaft wurde von links gekapert. Ursprünglich dachte ich „Zivilgesellschaft“ bezeichnet ein vielfältiges Gegengewicht zu den herrschenden Parteien. Inzwischen habe ich so langsam mitbekommen: Finanziert ist die so genannte „Zivilgesellschaft“ von manchen Regierungsparteien sattsam triefend rot. Ist das wirklich ein Hinweis darauf, dass man nicht extrem ist, wenn man von einem Oberbürgermeister zum Jubiläum besucht wird? Ich kann verstehen, wenn man von linker Seite nicht besonders begeistert ist, vom kapitalistischen Füllhorn der Regierung nicht profitieren zu dürfen.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/verfassungsschutzrelevante-erkenntnisse-weimer-schliesst-linke-buchhandlungen-von-wettbewerb-aus/
CO2 Emissionshandel
Italien wendet sich mutig dagegen. Das ist gut so. Vielleicht verstehen so langsam sämtliche Mitläufer und Verängstigte und Klimatisten, dass bei einer kaputten Wirtschaft auch die Klimaerwärmung nicht bekämpft werden kann. Kampf gegen Klimaerwärmung ist teuer – darum braucht der Staat die Wirtschaft. Die Schlange beißt sich in den Schwanz – und ist gelähmt im Handeln. Wer die Wirtschaft jedoch zerstört – schadet dem Kampf gegen die Klimaerwärmung. Wobei ich freilich anderer Meinung bin – habe es schon häufig geschrieben: Der Klimaerwärmung kann man nicht entgehen, darum sollten die Gelder dafür eingesetzt werden, die Folgen einer Klimaerwärmung schon jetzt anzugehen: Infrastruktur auf allen möglichen Ebenen zu stärken (gegen Wasser, Dürre, Kälte, Sturm) usw. Also nicht nur eingleisig fahren, sondern alle Möglichkeiten ausschöpfen, dazu gehört eine vielfache Form von Energie in den Häusern, Stromerzeugungen usw. zu fördern. Wenn alles an einem Zweig hängt, bricht alles gleichzeitig runter. Besser viele Zweige nehmen. oder entsprechend Erdböden präparieren, verschiedenste Pflanzen, die jeweils mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zurechtkommen, gemischte Wälder zu gestalten usw.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/jetzt-forciert-italien-die-aussetzung-des-co%e2%82%82-emissionshandels/ Zu dem Thema: Sie haben noch immer nicht verstanden: https://www.youtube.com/watch?v=-ychtx5nEl0 Ich habe mich auch nicht damit abgefunden, dass man diese dämlichen Deckel immer abreißen muss, damit man vernünftig trinken kann. Gut: Plastikdeckel wie eine Furunkel, die man nicht los wird. Es geht nicht um diese dämlichen Deckel, sondern darum, dass irgendwelche Klimatisten sagen, man müsse nur verbieten, irgendwann gewöhnen sich die Menschen dran. Was für sonderbare Meinungen in unseren Medien zu Wort kommen, ist schon krass. Dürfen auch Vernünftige ihre Meinungen äußern? Hoffentlich. Nur: die fallen nicht auf, weil sie vernünftig sind.
Witzig über nichtwitzige Comedy
Sich sowas anzuschauen – da muss man dann schon Geld für bekommen – aus berufswegen anschauen. Ich selbst hätte damit so meine Probleme, weil, wie es der Beitrag durchblicken lässt, nichts Überraschendes kommt. Immer dieselbe inhaltliche Pampe, die man an den fünf Fingern abzählen kann. Ich würde gerne mal einen Artikel über diese Sendung von jemanden lesen, der dort Schneklklopfend gesessen hat. https://nius.de/unterhaltung/news/correctiv-neues-agitprop-format-comedy-aus-der-hoelle
Linke TAZ und Juden
Einfach grotesk, was sich Linke an Angriffen herausnehmen. Juden in Deutschland sollen sich nicht äußern dürfen – zumindest nicht die Juden, die Dinge sagen, die den Linken nicht gefallen? Diese arroganten Anmaßungen kennen wir nur allzu gut. Sie betreffen nicht allein Juden, sie betreffen alle, die mit ihren Meinungen Stellung nehmen, die solchen Links-Ideologen nicht passen. Und sie betiteln das auch noch: „Einfach mal die Klappe halten“ Man könnte dem entgegenhalten: „Haltet euch doch die Augen und die Ohren zu!“ Ihr müsst ja nicht zuhören! So mancher Linke macht das ja: Mit euch diskutiere ich nicht – ist sowieso Blödsinn…
Das ist, wie Sarah Maria Sander sagt, ja nicht verwunderlich, dass es Menschen mit solchen Meinungen gibt, sondern verwunderlich ist, dass es Redaktionen gibt, die solchen Stimmen auch noch weiteren Raum gibt. „Weiteren Raum“ – wie hoch sind diejenigen, die die TAZ überhaupt wahrnehmen? Aber egal: Verantwortung tragen Redaktionen schon, selbst die der TAZ. So will ich natürlich nicht solchen Leuten auch zurufen: Einfach mal die Klappe halten! – das wäre undemokratisch. Das zeigt nur, wes Ungeistes Kind diese ganzen Leute sind.
Zu dem Thema Sarah Maria Sander: https://www.youtube.com/shorts/fdh0Ty0lzrY
Dank von Ostermann
Er bedankt sich bei den Demokraten, die die Arbeit unterstützen: https://www.youtube.com/watch?v=oV35rgF8XQo
Kentler – Tagespost
Zur so genannten „sexuellen Revolution“ – Kindesmissbrauch: https://www.youtube.com/watch?v=567B-bW9Bzs
EU und: Kauf europäisch
Kurios – wie in der Tagesschau zu hören, versteht man unter europäisch auch Kanada, Südkorea… – wenn das mal nicht expansionistischen Slang hat. Alles gehört zur EU, was irgendwie EUlerisch agiert und gehorsam ist. Egal. Sonderbar ist wirklich: Wenn Teile aus China in Autos verarbeitet werden – sind die europäisch oder nicht? Tüfteln sich Bürokraten aus, wenn ein Auto 49% chinesische Teile hat, dann gilt es noch als europäisch? Und die EU-Bürokraten sind wahrscheinlich hellerfreut, dass sie den Firmen wieder Fußfesseln samt Klötze ans Bein kitten können. Ich finde, man sollte die EU-Bürokratie in einem ersten Schritt um 49% senken. Weitere müssen dann folgen.
Ansichtssachew – zu dem Thema: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/eu-kommission-buy-european-100.html
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Maler 35: Theodore Rousseau
Füße

Die Füße derer, die Gottes frohe Botschaft verkünden sind lieblich – so der Apostel Paulus in der Aufnahme einer Metapher aus dem Buch des Propheten Jesaja.
Die Füße tragen fröhliche Menschen Gottes
in neue Gebiete hinein.
Und das zu allen Zeiten –
in der letzten 2000jährigen Geschichte:
in schlimmen Situationen,
in Kriegen,
während der Epidemien,
in Zeiten der Denunziationen und Folter,
in Zeiten des Hungers,
in Katastrophenzeiten.
Die Füße derer, die die frohe Botschaft weitertragen
sind keine Schönwetterfüße.
Sie sind wund,
sie sind staubig,
sie sind verhornt,
sie sind schmutzig,
sie sind verschwitzt.
Aber weil sie die frohe Botschaft tragen,
sind sie lieblich, sind sie schön, sind sie wertvoll,
sehnsüchtig erwartet.
Sie verkünden Gottes Frieden,
sie verkünden Gottes Freiheit,
sie verkünden Leben siegt über den Tod.
*
Vor wenigen Tagen hatte ich das Thema: Arme und Hände. Wie steht es um die Füße? Die Füße der Menschen unterscheiden sich von den Füßen der Primaten dadurch, dass der große Zeh eine andere Bedeutung hat. Der menschliche Zeh muss nicht mehr greifen. Zudem ist der Aufbau des Fußes etwas anders aufgebaut, weil er den gesamten Menschen tragen muss – und zwar nicht platsch, platsch, sondern abfedernd. Zum Schutz der Wirbelsäule.
Spannend ist nun, dass der Mensch seine Füße trainieren kann. Das Gehirn kann ihn der Hand anpassen, er kann mit dem Fuß malen, schreiben, sogar Fußtheater spielen. Irgendwie malen können andere Primaten auch – aber das Besondere ist das Gehirn des Menschen, das eine besondere Geschicklichkeit des Fußes ausbilden kann. Das Potential muss natürlich im Fuß vorhanden sein – und ist auch vorhanden. Das Gehirn könnte sich vieles ausdenken, aber wenn es der Körper nicht hergibt, sind das vielleicht schöne Gedanken.
Und wir stecken den Fuß in irgendwelche Strümpfe und Schuhe. Manche in schöne Schuhe, ehren ihn dadurch. Der alltägliche Mensch benützt seine Füße, aber sonst sind sie eben da. Menschen, die auf ihre Füße angewiesen sind, weil sie den ganzen Tag auf den Beinen sind, kümmern sich mehr um sie.
In der Bibel wird der Fuß auch genannt, aber nicht unbedingt positiv. Er ist Zeichen der Macht. Herrscher legen den auf den Boden liegenden Beherrschten die Füße auf den Körper – er wird in den Staub getreten. Das haben wir noch symbolisch in der Gebetsgeste des Islam. Menschen unterwerfen sich Allah. Für Paulus wird letztlich der Tod unter die Füße Christi gezwungen. Das heißt: Der Tod wird einmal keine eigene Macht mehr haben.
In den Evangelien finden wir eine neue Bedeutung der Füße. Es war üblich, dass Diener den Gästen die Füße waschen, denn sie bringen den Staub der Straße mit in das Haus. Um das zu vermeiden wurden eben die Füße im Zusammenhang des Betretens des Hauses gewaschen. Jesus greift das auf und wäscht seinen Jüngern die Füße. Damit gibt er ein Beispiel dafür, dass diejenigen, die ihm Folgen, bereit sein sollen, solche niedrigen Dienste zu tun. Menschen, die Christus nachfolgen, müssen es sich gefallen lassen, dass er ihnen dient – und zwar bis zum Tod am Kreuz. Diese dienende Handlung wird von einer Frau an Jesus ausgeübt: sie salbt seine Füße als Zeichen der Hingabe, aus Dankbarkeit, dass ihr durch Jesus die Schuld vergeben wurde, sie ein neues Leben beginnen kann.
Zwei weitere Beispiele für Füße in der Bibel: Gottes Wort soll eine Leuchte sein für den Fuß – damit man also den Lebensweg mit Gottes Licht gehen kann bzw. auch Wegweisung bekommt. Zudem spricht Jesus davon, dass diejenigen, die das Reich Gottes verkündigen, den Staub der Städte von den Füßen schütteln sollen, die sie nicht annehmen. Das heißt: anderen die Verantwortung für sich selbst überlassen können. Der Verkünder ist nicht dafür verantwortlich, wenn Menschen sich der Botschaft Gottes verweigern. Die Füße derer, die Gottes frohe Botschaft verkünden sind lieblich – so Paulus in der Aufnahme einer Metapher aus dem Buch des Propheten Jesaja. Sie tragen fröhliche Menschen Gottes in neue Gebiete hinein. Im Lukasevangelium heißt es im Lied des Zacharias, dass Gottes Licht die Füße auf den Weg des Friedens führt. So sind laut dem Epheserbrief die Füße mit den Schuhen zu schmücken, die bereit sind, die Botschaft vom Frieden zu verkünden. Also nicht Schuhe der Unterwerfung, sondern Schuhe des Friedens (vgl. Jesaja 9,4: Stiefel derer, die Blut vergießen, werden verbrannt werden. Aber Schuhe sind ein eigenes Thema.)(1)
Von Gottes Füßen ist auch die Rede, über das von Paulus Gesagte hinaus. Anders als die Hände Gottes sind die Füße Gottes nicht Metapher für Schutz und Führung, sondern dafür, dass Gott die Erde beherrscht und der Mensch sich ihm unterwirft. Unter Gottes Füßen ist eine Fläche wie von leuchtend blauem Saphir, in der Apokalypse des Johannes sind die Füße des auferstandenen Jesus Christus wie glühendes Eisen. Spannend finde ich aus christlicher Sicht vor allem auch Sacharja 14,4. Dort heißt es, dass Gottes Füße an jenem Tag auf dem Ölberg stehen werden. Es geht um den Krieg in der Endzeit. Von Jesus wird berichtet, dass er in seiner letzten Stunde der Freiheit auf dem Ölberg ist, an eine einsame Stelle geht und sich zu Boden wirft bzw. niederkniet und betet.
(1) Spontan fallen mir weitere sehr schöne Texte mit Blick auf Füße aus hebräischen Schriften, vor allem den Psalmen, ein: Füße werden von Gott auf einen Felsen gestellt, er lässt nicht zu, dass die Füße gleiten oder an einen Stein stoßen. Besonders schön finde ich auch: Gott stellt meine Füße auf weiten Raum (Psalm 31,9): die Freiheit zu gehen, freie Entscheidungen zu treffen, nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, eingekesselt sein. Die Füße werden in den Raum Gottes gestellt – sie sind also frei, Gott schenkt freien Lebensraum. Ärgerlich finde ich, dass in der BasisBibel die „Füße“ weggelassen werden und übertragen wird: „Du hast mir weiten Raum gegeben, wo ich mich frei bewegen kann.“ Weitere Texte habe ich nicht überprüft. Wenn die „Füße“ weggelassen werden, dann wird auch nicht mehr so deutlich, dass die Wallfahrtsfeste FußFeste sind – Menschen gehen zu Fuß nach Jerusalem.
