Fifty Shades of Grey + Christliche Filme

Die mediale Aufregung um dieses Buch ist bemerkenswert. Buch wie Film sind freilich Eintagsfliegen – aber dennoch haben Frauenrechtlerinnen zu Recht etwas dagegen. Dagegen haben auch zu Recht Menschen etwas, die Kinder und Jugend vor liebloser Sexualität bewahren wollen. http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/porno-bibel-sado-maso-91073/

Bemerkenswert finde ich den Hype darum, weil unsere Gesellschaft so aufgeklärt sein möchte, sich über andere Kulturen erhaben fühlt – aber dennoch immer wieder zeigt, dass sie verklemmt ist. Wer um Sexualität so einen Bohay macht, ist verklemmt, hat kein normales Verhältnis dazu. Das ist wie bei Teenagern, die langsam irgendwie ihre Phantasien verarbeiten müssen und dabei übers Ziel hinausschießen, weil sie lernen müssen, mit dem neuen Erwachen in ihnen umzugehen. Da führt dann jedes Mitglied zu einem roten Kopf. Unsere Gesellschaft, ist über dieses Stadium nicht hinausgekommen – und kommt sich dabei so aufgeklärt vor. Das ist nicht aufgeklärt, liebe Leute, das zeigt, dass Euer Verhältnis zur Sexualität nicht geklärt ist.

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Dass christliche Filme Kasse machen, sollte sich auch so langsam herumsprechen. Sie passen zwar den Mainstream-Medien weniger, lassen sich weniger zu klingenden Münzen umfunktionieren (Verkaufszahlen der Zeitungen) – aber es ist schön, dass die Bevölkerung anders denkt: http://kath.net/news/49410

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Hunger

Islamisten + Türkei Sondersüppchen + Indien + China

Boko Haram hat jetzt auch Menschen im Tschad angegriffen.

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In Nigeria befürchtet man einen ähnlichen Gewaltausbruch gegen Christen wie bei den letzten Wahlen 2011: http://kath.net/news/49467

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Ein Zuhörer wurde getötet und drei Polizisten wurden in Kopenhagen durch Schüsse leicht verletzt. Es ging um eine Veranstaltung zum Thema Meinungsfreiheit, die angegriffen wurde. http://www.fr-online.de/politik/daenemark-schuesse-in-kopenhagen,1472596,29856882.html Islamis(tis)che Gruppen sehen Dänemark schon als ein Land an, das ihnen gehört. Von daher kommt dieser Angriff sicher nicht unerwartet, denn es wagen immer noch Menschen, sich für Meinungsfreiheit einzusetzen. Ob wirklich Lars Vilks Ziel des Angriffs war – oder diese Veranstaltung insgesamt, wird herauszufinden sein. Zu Lars Vilks hatte ich schon häufiger etwas geschrieben, z.B. 2010: http://blog.wolfgangfenske.de/2010/02/16/lars-vilks/

Nachtrag: Es wird sich nach momentanen Erkenntnissen um einen Täter handeln, der auch eine Synagoge angegriffen hat, dabei einen Menschen erschossen und zwei verletzt hat. Er wurde dann von der Polizei erschossen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/kopenhagen-polizei-hat-mutmasslichen-attentaeter-offenbar-erschossen-a-1018539.html Nur ein Täter? – Das macht alles äußerst kompliziert, weil der Terror dadurch nicht mehr beherrschbar ist.

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Sind denn alle verrückt geworden? http://www.focus.de/panorama/welt/taeter-wollten-mehrere-menschen-erschiessen-nach-anonymem-tipp-polizei-verhindert-blutbad-am-valentinstag_id_4476368.html

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Das war doch schon einmal so, dass die Türkei zu spät agiert hat – und dann ein Sondersüppchen gekocht bekommen hat: http://www.shz.de/lokales/kiel/kieler-woche-wirbel-um-tuerkei-stand-id8946871.html Wer einmal zu spät kommt – kann vorkommen. Wer 2x zu spät kommt – hat er eine Absicht oder ist er einfach nur verpennt?

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Die türkische Medienausichtsbehörde hat einen Sender verwarnt, weil er die Bezeichnung Gott (Tanri) statt Allah verwendet hatte: http://kath.net/news/49455

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Der indische Ministerpräsident fordert eine Ende der Gewalt gegen Kirchen: http://kath.net/news/49466 Ich bin gespannt, wie Modi den Spagat hinbekommt: Er ist ja der Chef der nationalistischen Hindupartei. Aber vielleicht merkt er durch die kleine Wahlniederlage, dass er andere Schwerpunkte setzen muss?

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Es überrascht nicht, dass Reporter ohne Grenzen vor allem islamische Staaten als Hindernisse für Pressefreiheit ansehen: http://kath.net/news/49446 Es wäre schön, wenn Reporter ohne Grenzen auch gegen die Machenschaften der OIC (Organisation für Islamische Zusammenarbeit) angehen würde, die auf internationaler Ebene die Freiheit einschränken lassen will. Und entsprechend auch die EU intensiv beobachtet, die Überlegungen zur Einschränkung von Islamkritik anstellt.

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In China bleibt die Regierung den Christen gegenüber kritisch: http://kath.net/news/49437 Warum? Es gibt 83 Millionen kommunistische Parteimitglieder – aber bis 130 Millionen Christen. Und beim Sturz des Ostkommunismus haben Christen nicht wenig dazu beigetragen. Das macht der chinesischen Regierung zu schaffen.

Christinnen und Christen Chinas freuen sich über eine Bibel:

 

Paradies zerstören

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Wir könnten das Paradies haben – zumindest ein bisschen.

Und das bisschen Paradies, das wir auf der Erde haben könnten, zerstören wir Menschen,

indem wir uns gegenseitig peinigen, indem wir uns selbst peinigen.

Und weil wir das bisschen Paradies nicht ertragen, sagen wir uns:

Wer will schon ewig leben? Bei Gott? Das ist doch langweilig!

Engel und Frieden und singen, und Sein, und Glück… – ewig? Langweilig!

Das bisschen Paradies, das wir haben könnten, ersehnen wir,

aber zerstören es gleichzeitig.

Wie die kleinen Kinder:

Ist der Turm schön gebaut – reißen andere oder wir selbst ihn wieder ein.

Der Mensch ist ein Erbauer und Zerstörer, ein Liebender und ein Entliebender.

Gott, heile uns.

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Latzel-Auseinandersetzung

Man lese einmal diesen Artikel! http://www.idea.de/nachrichten/detail/frei-kirchen/detail/der-streit-um-evangelikalen-pastor-latzel-geht-weiter-89597.html

Man darf nur den Islam kritisieren, wenn man die Kirche auch kritisiert… – ich hatte das Thema gestern. Doch warum? Das ist natürlich ein netter Stil, aber Atheisten dürfen Christen nur kritisieren, wenn sie sich selbst kritisieren? Man darf Putin nur kritisieren, wenn man den Westen kritisiert, Medien dürfen nur kritisieren, wenn sie sich selbst kritisieren, CDU darf SPD nur kritisieren, wenn sie sich selbst kritisiert? Klasse!

Und: Einer legt biblische Texte aus – und dann wirft ein anderer Ausleger / Auslegerin diesem vor, die Deutungshoheit zu beanspruchen und macht ja damit gerade dasselbe! Klasse!

Oder: Wo kann der nur studiert haben! = Der ist ja nicht gebrieft! Klasse!

Und: Der ist Fundamentalist – mit dem kann man nicht reden – was ja gerade diese Herrschaften in ihrer geballten Kraft der Gegnerschaft gegen Latzel beweisen.

Da ich viele dieser Professoren kenne – muss ich mich natürlich auch kritisieren, denn ich habe gelernt, dass man den anderen nur kritisieren darf, wenn man sich selbst kritisiert – tun sie es selbst? Egal. Also kritisiere ich mich: Ich habe immer Unrecht, denn ich habe sie kritisiert.

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Es wird – und das ist eine gute Nachricht – kein Disziplinarverfahren gegen den Pfarrer geben: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/kein-disziplinarverfahren-gegen-pastor-latzel-91066/

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Berühmte Muslime + Koran Hermeneutik

Berühmte Muslime waren:

Ibn Sina – Avicenna (+1037) – er war Allroundwissenschaftler, der die islamische Mystik beeinflusste und die europäische Medizin und als Aristoteliker auch die Philosophie: http://de.wikipedia.org/wiki/Avicenna Wobei ich vorsichtig bin, seine Sicht über alles zu stellen, ich schrieb schon einmal darüber. Unsere mitteleuropäische Medizin hat unterschiedliche Traditionen. Und man darf nicht vergessen, dass großes Wissen aus der griechischen Antike über Byzanz zu uns nach Mitteleuropa gekommen ist. Ist das schon genug untersucht worden?

Ibn Rushd Averroes (+1198) – wenn man wirklich begründet sagen will, dass der Islam zu Europa gehört, dann wäre dieser einzigartige Name zu nennen: http://de.wikipedia.org/wiki/Avicenna Er war Philosoph, Kommentator aristotelischer Schriften. Allerdings hat er in muslimischen Kreisen so seine Feinde gehabt, sodass Werke von ihm verbrannt wurden. Er versuchte zu begründen, warum der Koran das Denken erlaubt – mit Hilfe des Koran -, legte dann aber seinen Aristoteles untheologisch aus (Rückschluss aus dem genannten Artikel). Zu Averroes schrieb ich schon einmal: http://blog.wolfgangfenske.de/2011/07/05/ex-oriente-lux/ Aber was er erkannte und meines Erachtens so mancher freiere Muslim heute nicht erkennt: Eine neue KoranInterpretation hat nur Chancen von Muslimen angenommen zu werden, wenn sie aus dem Koran selbst her begründet wird. Alle anderen Maßstäbe (z.B. Aufklärung, Christentum, Humanes usw.) schaffen es nicht, über die Kreise von ein paar Liebhabern hinaus zu kommen, weil für Muslime der Koran Allahs Wort ist und für manche Rechtsschule (s.u.) die Ahadith mindestens genauso große Relevanz besitzen. Das heißt, die Interpretation muss aus dem Koran klipp und klar herzuleiten sein. Averroes hat es zwar versucht – aber das bedeutete noch nicht, dass er bei seinen Glaubensgenossen anerkannt war. Das heißt also: Der aristotelische Averroes-Islam gehört zu Europa – aber dann nur bedingt zur islamischen Welt.

Ahmad Al Ghazali (+1111) Er war ein Philosoph, der Theologie und Philosophie miteinander verband – die islamische Theologie aber vorordnete, sich dann dem mystischen Islam (Sufismus) zuwandte: http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Ghaz%C4%81l%C4%AB Weitere bekannte Mystiker: Jalal ad-Din Rumi (+1273)

Al Idrisi (+1166) war Geograph und Kartograph, der die europäische Kartografie beeinflusste. Die Karten erstellte er unter anderem mit Hilfe von normannischen Seefahrern und Kaufleuten: http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Idrisi Man darf sich allerdings von dieser Karte nicht zu viel versprechen. Er griff auf alte Karten aus der griechischen Tradition zurück – hatte gegenüber den europäischen Karten jedoch die Besonderheit, dass sie nicht theologisch eingebettet war. Ob diese Karte allerdings wirklich anders ist als die von der Beatushandschrift aus dem 10.-12. Jahrhundert, kann ich als Laie nicht erkennen: http://de.wikipedia.org/wiki/Beatus_(Buchmalerei)#mediaviewer/File:ApocalypseStSeverFolios45v46rWorldMap.jpg

Mohammad Ibn Idris asch-Schafii (768-820): Sunna ist in rechtlichen Fragen göttlich inspiriert (ich denke, er hat die anderen sunnitischen Rechtsschulen auch maßgeblich beeinflusst); unter den Rechtsschulen ist vor allem für die Gegenwart besonders bedeutsam: Mohammed Ibn-`Abd al-Wahhab (+1792), weil er in Saudi Arabien und Katar dominant ist und damit weltweit überall da, wo diese Länder im Islam mitmischen. Die schiitische Rechtsschule, die auf Ja´afar as Sadiq (+765) zurückgeht muss ebenso genannt werden.

Moderne berühmte – die Politiker wie Erdogan – lasse ich weg, ebenso die alten Kalifen. Genannt sei nur:

Nagib Machfus (Schriftsteller – erster muslimischer Nobelpreisträger für Literatur). Kurios ist das, was Abdus Salam passierte. Auch er ist ein islamischer Nobelpreisträger. Und so schrieb man auf sein Grabstein: Erster islamischer Nobelpreisträger. Da er allerdings der Ahmadiyya angehörte, strich man „islamischer“ – so dass er zum „ersten Nobelpreisträger“ mutierte http://de.wikipedia.org/wiki/Abdus_Salam . Auch wenn Ideologen sich selbst nicht für witzig halten – es wäre schade, wenn es sie nicht gäbe. Man hätte weniger zu lachen (freilich nur mit weinendem Auge, da sie vielfach sehr viel unmenschlichen Schaden anrichten).

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