Lepsius + Armenien + der Blutige Sultan + Deutsche nationale Übertreibung

Johannes Lepsius war ein evangelischer Theologe, Orientalist – er hat sich intensiv für die Armenier eingesetzt. Im Jahr 2009 forderte die Türkische Gemeinde die Bundesregierung auf, den Ausbau des Lepsius Hauses nicht fördern solle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg/reizthema-armenier-tuerken-gegen-ausbau-des-lepsius-gedenkhauses/1576872.html

Wie verquickt die Kolat-Türken in Deutschland mit ihrem Erdogan sind/waren, zeigt sich an diesem Thema. Begründung dieses eigenartigen Antrages ist genauso eigenartig wir dieser Antrag: Die Unterstützung des Ausbaues würde die Verständigung zwischen Türkei und Armeniern erschweren.

Damals war die Linke auch dagegen, Begründung: Lepsius sei extrem rechtsgerichteter Antidemokrat gewesen – und Anhänger antisemitischer Rassenideologie.  Auch das ist eigenartig, vor allem, weil die Tradition der Linken nur so vor Demokraten wimmelt. Dieser Vorwurf wurde dann zurückgewiesen, ebenfalls wird auf den Vorwurf der Deutschtürken oder Türkdeutschen eingegangen, weil das Lepsius Haus seit Jahren von Türken beschimpft werde: „Wir lassen uns aber von der Türkei nicht vorschreiben, wen wir ehren und wen nicht.“

Nun, was ist aus dem Haus geworden? Das kann man hier sehen: http://www.lepsiushaus-potsdam.de/ Dort wird sowohl von Völkermord gesprochen als auch von „genozidaler Gewalt“.

Dort erfährt man auch, dass Lepsius schon angesichts der Massaker an den Armeniern 1894/1896, die der Panislamist, der „blutige Sultan“ http://de.wikipedia.org/wiki/Abd%C3%BClhamid_II.#Die_Massaker_1894.E2.80.931896  vermutlich durchführen ließ, eine „humanitäre Werbekampagne“ ins Leben rief und Hilfsstationen für Verfolgte aufgebaut hat.

Zum „Blutigen Sultan“ (Abdülhamid II.) – auch hier haben wir das Phänomen: es lässt sich nichts nachweisen. Es wurden ca. 300.000 Armenier ermordet – aber hinterher soll es niemand gewesen sein.

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Was die „deutsche Schuld“ in dieser Angelegenheit betrifft – man sollte da genau differenzieren, damit man sich nicht dem Vorwurf aussetzt: Deutschland, Deutschland über alles – was die Schuld in der Welt betrifft. Eine Überhöhung der deutschen Schuld ins Transzendente ist vielleicht ehrenwert, aber eben auch: nationale Übertreibung – nur von der anderen Seite her. http://www.cicero.de/weltbuehne/armenier-es-interessiert-mich-nicht-ob-merkel-den-voelkermord-anerkennt/59150 Das heißt nicht, dass man das unermesslich Schlimme auch als solches benennen soll.

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Islamisten

Dass es die Islamisten auch auf Österreich abgesehen haben, dürfte allen nicht neu sein, die sich ein wenig mit der politischen Ideologie dieser Leute auskennt: Alles, was einmal Allah gehörte, muss man zurückerobern. Und so muss man eben ein Teil Österreichs zurückerobern, denn das gehörte wie ein Teil Spaniens und Israels einmal Allah. Zu dem, was Allah gehört, gehören natürlich auch Moscheen, von daher ist es für Islamisten nahe liegend, dass die Moscheen, die sie besitzen, ewiger Grund und Boden Allahs ist. Daraus erklärt sich manchmal auch – neben den sozialen Zwängen – die Baufreudigkeit. Hier und da, so habe ich es gehört, gilt das auch für Häuser, die strenge Muslime gekauft haben. Sie dürften normalerweise nur an andere Muslime weitergegeben werden. Wie weit das allerdings realiter ausgeübt wird, kann ich nicht beurteilen. http://www.vol.at/neue-karte-aufgetaucht-isis-peilt-auch-oesterreich-an/4012254

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ISIS beschwingt die Salafisten in unserem Land: http://www.br.de/nachrichten/salafisten-bayern-koranverteilung-100.html

Der Islam – die hardcore Version – scheint manchen Jugendlichen zu locken zu konvertieren: 6 von 7 Franzosen, die sich in Syrien in die Luft gesprengt haben, waren ehemalige Christen: http://europenews.dk/de/node/92925 Das heißt: Kirchen müssen sich die Fragen stellen: Was treibt diese Jugendlichen zum Islam? Müssen wir etwas ändern? Freilich: Wenn es die Aggression ist, die sie zum Islam treibt, so etwas kann und will Kirche nicht bieten. In dem Artikel wird eine Verbindung gezogen: Die Jugendlichen werden ohne Grenzen erzogen, sie dürfen tun und lassen was sie wollen, es gibt kein richtig und falsch – und nun suchen sie Halt?

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Was soll unsere Politik mit Menschen machen, die so offensiv gegen unsere Grundordnung angehen wie die Islamisten, die Muslime in Großbritannien aufrufen, nicht zur Wahl zu gehen, weil das unislamisch sei. Ich wüsste gerne, welche Folgen diese Kampagne hat: Haben Muslime in Cardiff nun Angst? Gehen sie dennoch? Gehen sie mit einem mulmigen Gefühl? Es bleibt zu hoffen, dass freiere Muslime sagen: Jetzt erst recht! http://europenews.dk/de/node/92923

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ISIS hat wohl mehr Christen aus Äthiopien ermordet als es anfangs gedacht wurde: http://europenews.dk/de/node/92927

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Atheismus, Schöpfungsgeschichte und Wissenschaft

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In dem Buch des Wissenschaftlers Francis S. Collins habe ich gelesen, dass 1968 vom Mond aus ein Teil der Schöpfungsgeschichte vorgelesen worden sei. Das hörte eine Atheistin und verklagte die NASA. Die Klage wurde zurückgewiesen, aber die NASA hat seitdem Glaubensbezeugungen nicht erlaubt. Und als Aldrin 1969 die Kommunion auf dem Mond erhielt, wagte keiner darüber zu berichten. Solche Leute, die an allem Religiösen herumkritteln müssen,  sind sind also nichts Neues. Ist beruhigend zu wissen.

Dass Wissenschaftler nicht Glaubende sein können, das lehnt Collins mit Blick auf entsprechende atheistisch-propagandistische Thesen ab. Christ seien unter anderem folgende gegenwärtige Darwinisten, so sei es der Botaniker Asa Gray, “der das Konzept der natürlichen Selektion befürwortete”, ebenso Charles D. Walcott, “der Entdecker der Burgess Shale-Fossilien”, Theodosius Dobshansky usw. Das heißt:, anders als Dawkins und andere der erstaunten Welt weismachen wollen, stimmt die Aussage nicht, dass man als Evolutionsfan kein Christ sein könne. Er selbst, Collins, ist da auch zu nennen. Übrigens hatte der Philosoph Antony Flew, der vielen wissenschaftlichen Atheisten Munition lieferte (man müsse so lange Atheist sein, so lange man keine ausreichenden Beweise für Gottes Existenz habe), am Ende seines Lebens auch bekannt, er habe Gott gefunden.

Christen können also ganz beruhigt sein: Gott spricht so manchen Atheisten an – Wissenschaftler sowieso, denn, wie es seit alters heißt: Wissenschaft bedeutet, den Spuren des Schöpfers nachzuspüren.

Der ideale Wissenschaftler, wie ich ihn mir vorstelle, der will alles wissen, der setzt sich keine Grenzen – auch keine des Glaubens. Das ist eine Selbstzensur, die mich an manchem bekennenden atheistischen Wissenschaftler irritiert. Sich ohne Grund selbst einschränken.

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Google bekämpfen

Ich habe manchmal den Eindruck, dass man Google aus politischen Gründen bekämpfen will. Dieses wirtschaftliche Argument sollte fallen gelassen werden. Was ich jedoch bedenklich finde ist das, was wir unter „Gläserner Mensch“ verstehen – die Datensammelwut, die man Google zuschreibt, um dadurch Produkte platzieren zu können. Hiergegen sollte der Staat angehen oder die EU. Google darf auch keine Macht werden, die letztlich politische Entscheidungen herbei zwingt. Aber das wäre keine Besonderheit von Google. Auch andere Firmen/Banken können Staaten in ihre Gewalt haben. So etwas ist zu bekämpfen: http://www.rolandtichy.de/kolumnen/schaefflers-freisinn/google-ist-ein-segen-fuer-die-menschheit/

Auch ich profitiere von Google. Es ist kostenlos – aber letztendlich doch nicht, denn auch Google lebt nicht von lauter Luft und Liebe. Und wer Google nicht mag, der sollte wirklich andere Firmen benutzen.

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Lucke und ICE und Vogt

Es ist eines, wenn eine – vermutlich alkoholisch angeheiterte Gruppe ein Feindbild sucht und es in Lucke findet und ihn aus dem ICE werfen will – und ein anderes ist, wenn ein vermutlich nüchterner SPD Mensch das auch noch unterstützt: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/spd-politiker-freut-sich-ueber-aggression-gegen-afd-chef/ Wo sind wir gelandet, wenn auch Politiker solche undemokratischen Verhaltensweisen unterstützen? Man stelle sich einmal vor, irgendeine Gruppe versucht irgendwelche Menschen, die ihnen nicht passen, aus dem Zug zu werfen. Die einen mögen keine Weißen, die anderen keine Schwarzen, die einen keine Männer/Frauen, die anderen ebendiese nicht, Alte/Jugendliche, Trunkene Fußballfans/nüchterne reisende, Muslime/Christen… Und dieses unmögliche Verhalten wird auch noch gelobt? Verantwortung, die man von einem Politiker verlangt, sieht anders aus.

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Flüchtlinge

Ich hoffe ja nicht, dass sich die Politiker zu einer Minimallösung hinreißen lassen, die vielfach vorgeschlagen wird: mehr Schiffe schicken, die die Boote auffangen. Diese hilft kurzfristig Menschen – ist aber keine Lösung des Grundproblems.

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Ob es jetzt Schlag auf Schlag geht, wie nach dem Attentat auf die Charlie Hebdo-Journalisten? Seitdem werden fast täglich irgendwelche Nester ausgehoben. Wäre gut, wenn jetzt auch konsequent die Nester der Menschenhändler ausgehoben werden würden: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/italienische-ermittler-verhaften-schlepperbande-13548544.html Ich frage mich immer nur: Woher haben die Sicherheitskräfte auf einmal all diese Informationen? Warum haben sie es nicht schon längst gemacht?

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Zweierlei Maß + toter Israeli

Wenn Politik und Medien zweierlei Maß anwenden, dann wird es nichts aus einer munteren, harmonischen Multikulti-Gesellschaft: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/enttarnte-luegenpresse-ein-mord-passt-nicht-ins-bild-der-gutmenschen.html Man muss allerdings auch hier unterscheiden: Handelt es sich um eine kriminelle oder um eine rassistisch motivierte Tat? Für Opfer und Angehörige sind solche Fragen unangemessen. Nicht aber für Medien.

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Der ermordete Israeli soll von einem Albaner ermordet worden sein: http://www.tagesspiegel.de/berlin/mord-in-berlin-mitte-toter-in-klosterkirche-leichnam-wird-nach-israel-ueberfuehrt/11621370.html Freilich geht man von einer kriminellen Handlung aus und nicht von einer antisemitischen Tat. Allerdings fragt man sich: Weist diese Heftigkeit des Vernichtungswillens nicht auf eine rassistische Tat hin?

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