Moderne Sklaverei + Kinderschänder in Indonesien + Ägyptischer Mob + Iranischer Gewaltausbruch

Mädchen werden in Südindien in Spinnereien gelockt, um für ihre Familie Geld zu verdienen, aber sie werden wie Sklavinnen ausgebeutet: http://www.dw.com/de/die-ungl%C3%BCcklichen-br%C3%A4ute-von-tamil-nadu/a-19279174

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Kinderschändern in Indonesien droht Todesstrafe und chemische Sterilisation: http://www.focus.de/politik/ausland/fuer-kinderschaender-indonesien-fuehrt-todesstrafe-und-chemische-kastration-ein_id_5567235.html

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Ich hatte gestern nur die Info gebracht, dass in Ägypten eine 70 Jährige Frau entkleidet wurde und durch die Straßen gezerrt wurde. Hier erfahren wir, dass darüber hinaus Häuser von Christen angezündet wurden. Und es waren 300 Muslime beteiligt: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/aegypten-mob-greift-christen-an-96244/

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Im Iran wurden Single-Haushalte wochenlang überwacht und dann überfallen, weil man Partys vermutete, die nicht mit dem Islam übereinstimmen. Die Festgenommenen wurden ausgepeitscht: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/iran-studenten-werden-ausgepeitscht-weil-sie-gefeiert-haben-a-1094577.html

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Heilige Kriege

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Ich stöbere zurzeit in dem Heft „Heilige Kriege“ aus: ZEITGeschichte herum http://www.zeit.de/wissen/zeit-geschichte/index . Man kann viel lernen, sieht manche Zusammenhänge – allerdings kann man auch so manches aus einer anderen Perspektive betrachten, und dann stimmt hier und da eine Aussage nicht mehr so ganz. So, wenn gesagt wird, dass der Islam in Afrika vielfach begrüßt worden sei. Das kann man sagen. Aber aus der Perspektive des Sklavenhandels liest sich das anders: Menschen wandten sich dem Islam zu, um der Sklaverei zu entgehen, denn Muslime durften nicht versklavt werden.

Was ich auch nicht so ganz nachvollziehen kann, ist die Sicht, dass im Grunde der christliche Westen – Kolonialismus usw. – Grund für die Kriege ist. Es gab in China, in Afrika, im alten Rom und in Persien usw. immer schon Kriege – und auch gegen Besatzungsmächte. Da mussten nicht erst die Briten kommen und die Welt unterwerfen, damit sich Menschen gegen eine Besatzungsmacht auflehnten. Das war gängig, so lange wir Geschichte beobachten können. Man lese nur das Alte Testament als Geschichtswerk. Oder die Aussage, dass die Götter durch Judentum und Christentum erst Nichtse wurden, das mag im Vergleich zur Politik Roms stimmen, aber eben nicht im Vergleich zur Politik Babylons und co.: Besiegte Götter sind machtlos, also zu vergessen.

Vielen unbekannt sein dürften die Hinweise zu den Aufständen in Indien (1857), den Mahdi Aufstand im Sudan (1881 und 1899), der Boxeraufstand (1899-1901). Denn diese hatten große Auswirkungen, die sich bis heute bemerkbar machen. Zu nennen ist einer der – sagen wir – Chefideologen: Dschamal ad-Din al-Afghani oder Muhammad Ahmad. Ich selbst wusste noch nichts vom italienischen Freiheitskämpfer Giuseppe Mazzini (1805-1872), der einen „romantischen Nationalismus“ verkündete und dessen Werke großen Einfluss auf die nationalistischen Hindus in Indien hatte – und bis heute hat.

An manches wird man erinnert. Warum ist 1979 für die Weltgeschichte so relevant geworden? 1989 ist uns bekannt, die Mauer ist gefallen. Aber warum 1979? Ajatollah Chomeini hat die Herrschaft im Iran angetreten, sage ich einmal so. Und dadurch wurden die gesamten Konflikte in dem dortigen Bereich angeheizt: Irak-Iran, Saudi Arabien-Iran, alle gegen Syriens Assad, der Aufstieg des IS, Hizbollah gegen Israel…

Interessant fand ich auch die Darlegung von Khorchide. In der heißt es: „Die heutigen Lesarten des Korans und die konkurrierenden Positionen zur Frage, was unter Dschihad zu verstehen ist, sind so vielfältig wie die alten Pfade der Auslegung. Umso wichtiger ist es, dass wir Muslime uns kritischer und mutiger als bisher mit unserer eigenen Geschichte und Tradition auseinandersetzen und immer wieder überprüfen, welche Position noch vertretbar sind und welche nicht. Wofür machen wir Muslime uns stark? Für welche Interpretation des Islams setzen wir uns ein? Wie entwickeln wir plausible Argumente für eine humanistische Lesart des Korans, die von möglichst vielen Muslimen getragen wird? Diese Fragen sind entscheidend und bedeuten nicht weniger als einen Aufruf zu einer innerislamischen Reform. Das Problem sind dabei nicht allein die Extremisten. Das Problem ist die Tendenz, sich abzukapseln, statt sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen.“ (35) Dem ist nichts hinzuzufügen. (*)

Gut finde ich auch an dem Heft, dass die säkularen Religionen angesprochen werden: Französische Revolution, Kommunismus, Liberalismus,… (hinzuzufügen sind zum Beispiel noch Nationalsozialismus, Kapitalismus). Es bedarf also – entgegen dem, was so mancher Atheist der staunenden Menschheit klarmachen will – keiner klassischen Religion, um einen Heiligen Krieg zu führen.

(*) Khorchide ist bewundernswert, weil er daran festhält, während andere, bislang im Euro-Islam Engagierte, aufgeben, so Bassam Tibi: Der Kopftuch Islam besiegt den Euro Islam: http://www.cicero.de/salon/islamwissenschaftler-bassam-tibi-ich-kapituliere/60960

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Surreale Bilder + Albtraum-Küche + Gerade Konturen + Webcomics

Interessante Bilder: http://www.designboom.com/art/tezi-gabunia-put-head-into-gallery-05-25-2016/

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Eine solche Küche wäre sicher der Albtraum eines jeden Koches, einer jeden Köchin: http://www.designboom.com/architecture/venice-architecture-biennale-mvrdv-infinity-kitchen-home-project-05-25-2016/ Es sei denn, man hat jemanden, der es säubert. Der/die Arme.

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Wenn ich die gegenwärtige Architektur anschaue: Alles gerade Linien. Ich bin gespannt, wann sich diese Gradheit löst und wieder spielerisch wird. Denn diese Gradheit ist kalt. Man kann sie in noch so romantisches Umfeld tun, sie lässt keine Heimat aufkommen: http://www.designboom.com/architecture/jean-nouvel-miami-monad-terrace-05-26-2016

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Webcomics: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/webcomics-11-tipps-aus-deutschland-a-1093966.html

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Epigenetik + Gummihand-Illusion = Smartphone-Illusion?

Neulich hatte ich das Thema, dass manche alles auf Gene zurückführen (Soziobiologen) und dagegen andere, die alles der Umwelt zuschreiben (Behavioristen). Spannend ist in diesem Zusammenhang die Epigenetik. Sie untersucht die Einwirkungen der Umwelt auf die Gene. Zwar werden diese nicht direkt verändert, aber sie können aktiviert oder deaktiviert werden usw. (Die Kodierungen, die die Chromosomen strukturieren, sind modifizierbar). So kann zum Beispiel Stress der Eltern dazu führen, dass das kodiert wird und auch die später geborenen Kinder beeinflusst. Oder, was schon älter ist: Wenn die Vorfahren hungern mussten, entwickeln die Kinder leichter Diabetes usw. http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/epigenetik-armut-hinterlaesst-spuren-im-erbgut-von-kindern-1.3006578 Epigenetische Fehlsteuerungen können, so der Verdacht, wohl auch Krebs auslösen.

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Menschen können in einem Versuch, in dem sie nicht ihre Hand sehen – aber eine Gummihand, meinen, ihre Hand wird gestreichelt, wenn die Gummihand gestreichelt wird. Warum? Das Gehirn lässt die Gummihand als eigene Hand erkennen. Und Forscher meinen, dass auch das Smartphone auf diese Weise vom Gehirn als Körperteil aufgenommen werden kann: http://www.report-psychologie.de/news/artikel/smartphones-als-teil-des-ichs-2016-05-25/

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Kreuz mit der Kirche + Islamischer Religionsunterricht + Kirchenschafe

Peter Bartels über die zwei Kirchen – ich bezeichne sie mal so -: die anpasserischen und die jesuanischen Christen: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/peter-bartels/matthaeus-evangelium-2-16-zwei-gleichnisse-von-alten-und-von-neuen-christen.html Für die anpasserischen Christen ist Mission unter Muslimen verboten – Taufen sind eher innerkirchlich zu verstehen -, um den Vorgaben des Staates nachzukommen. Für die jesuanischen gilt der Missionsbefehl.

Ich habe das mit eigenen Worten formuliert – der Beitrag von Bartels ist lesenswert! Vor allem auch, weil er so manchem Wohlredner nicht gefallen wird.

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Wenn der islamische Religionsunterricht nicht von an der Uni ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern gehalten wird, dann sollte er nicht stattfinden. Man kann nicht einfach den islamischen Gruppen den Islamunterricht lassen. Denn das ist ja auch gerade die Kritik von liberalen Muslimen an den Zentralverbänden, dass sie einen Islam vertreten, der die Menschen eben nicht vor dem Fundamentalismus immunisiert. Im Gegenteil. Ich hoffe, Bedford-Strohm ist da genauer, statt einfach etwas zu fordern. Und wie stellt er sich das vor? Sunnitisch, schiitisch, Ahmadiyya…? Türkisch, arabisch, indonesisch, pakistanische Version? Das ist ein äußerst kompliziertes Thema und Naivität führt unser Land in eine äußerst schwere Lage. Im Augenblick bin ich noch dafür, dass Muslime den Ethik-Unterricht besuchen sollten. Und Schritt für Schrott kann dann, wenn ausgebildetes Personal da ist, Islamunterricht eingeführt werden. http://www.welt.de/politik/deutschland/article155732263/Evangelische-Kirche-fuer-flaechendeckenden-Islamunterricht.html

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Katholiken hadern mit der Ausrichtung ihrer Kirche, in der es eher um Politik geht als um Theologie, eher um Entscheidungen aus politischen Motiven als aus Glaubensgründen: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2016/05/zdk-und-katholikentag-spalten-die.html Die Kirchen fühlen sich sicher. Aber Schafe können sich von irdischen Hirten ganz schnell abwenden, weil sie ja den himmlischen Hirten kennen. Und aus dieser Perspektive sind auch die irdischen Hirten nichts als Schafe, die in die Irre laufen und ganze Teile der Herde mit in die Irre verführen.

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Nato im Baltikum + G7

Die Nato sollte dem Wunsch der Balten nicht nachgeben. Man kann ihn verstehen, aber wenn die Russen das Baltikum bis jetzt nicht angegriffen haben, ist kaum abzusehen, dass sie es später angreifen. Es sei denn, um einem Nato-Eingreifen schnell zuvorzukommen. Dann hätten wir die Katastrophe unter der vor allem die baltischen Staaten leiden würden.

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Es klang in der Tagesschau durch: Es ist schon kurios, dass das G7-Treffen stattfindet – aber diejenigen, mit denen Konflikte herrschen, außen vor bleiben: Russland und China. Das G20-Treffen mit den beiden in China zu veranstalten könnte wiederum kaum Zeit für das Wesentliche lassen, weil die anderen 11 Staaten auch Gehör benötigen.

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Flüchtlinge ertrinken + Integration halbherzig? + Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive ausbilden! + Christin erniedrigt – Kinder gehören den Männern

Nun hatte man in der EU ein paar Monate Zeit, sich eine Strategie auszudenken, wie man die Flüchtlinge aus Afrika daran hindern kann, sich auf die gefährliche Fahrt zu machen. Und was hat man getan? Zumindest nichts, das irgendeinen Erfolg zeigt. Und so ertrinken weiter und weiter Menschen. Und diejenigen, die dann hier sind – was passiert mit denen? Italien wird wieder zusehen müssen, wie es allein mit dieser Flut zurechtkommen muss. Alles wie gehabt.

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Und auch die Schlepper agieren wie eh und je. Sie müssen sich zwar erst von so manchem Widerstand erholen – aber dann gehts weiter mit dem Menschen-Schleppen: http://www.focus.de/politik/videos/fluechtlingskrise-die-balkanroute-ist-dicht-diese-zahlen-beweisen-das-gegenteil_id_5566321.html

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Soll die Integration nur halbherzig stattfinden? http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-bundesregierung-bricht-integrations-versprechen-a-1094294.html Es ist ein Dilemma: Flüchtlinge mit Bleibeperspektive sollen schnell die Möglichkeit bekommen, Deutsch zu lernen usw., damit sie schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden können, wenn sie bleiben dürfen. Was ist mit den anderen? Die Erfahrung zeigt bislang, dass viele derjenigen, die keine Bleibeperspektive haben, auch nicht so recht freudig daran interessiert sind, Deutsch zu lernen usw., wenn es ihnen ermöglicht wird. Aber wie wäre es, wenn man sie auch gut ausbilden würde und dann als „Botschafter“ der Deutschen Sprache in ihrem Heimatland Chancen böte? Wir haben sehr gute Möglichkeiten, viele Chancen, die sich auch wirtschaftlich rechnen könnten. Wir müssen sie nur klug nutzen!

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In Ägypten wurde eine 70Jährige Christin entkleidet und unbekleidet durch die Straßen getrieben. Ihr Vergehen? Sie hatte nichts dagegen, dass ihr Sohn eine muslimisch Freundin hat. Im Islam ist es erlaubt, dass ein Muslim ein christliches Mädchen zur Frau nimmt (das dann in der Regel konvertieren muss), es ist aber nicht erlaubt, dass ein muslimisches Mädchen einen christlichen Jungen zum Mann nimmt, es sei denn, er konvertiert. Der Hintergrund: Im Islam gehört das Kind dem Mann. Und wenn eine Muslima einen christlichen Mann heiratet, würde das Kind im Christentum erzogen werden, Und das ist Muslimen diesen Schlages ein Gräuel. https://www.jihadwatch.org/2016/05/egypt-muslims-strip-70-year-old-christian-woman-naked-parade-her-through-village

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Hemmschwelle für Gewalt + 11 Gebote für das Miteinander

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Die Hemmschwelle für Gewalt sinkt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/neonazis-in-sachsen-verfassungsschutz-sieht-gefaehrlichen-trend-a-1094028.html

Rechtsextreme wie Linksextreme werden gewalttätiger. Die Ziele der Gewalt mögen jeweils andere sein, aber die Gesinnung der Gewalttäter ist für die Gesellschaft gleich schlimm. Dieser muss man auf den Grund gehen. Ideologen haben aber immer ein Problem: Sie meinen, die Rettung der Gesellschaft muss jetzt geschehen und hängt von ihnen ab. Die Rettung der Gesellschaft ist nur erreichbar, indem man den Gegner vernichtet bzw. umerzieht, denn er hindert ja die Gesellschaft daran, paradiesisch zu werden. Die Ableger der ideologischen Weltanschauungen Nationalsozialismus und Kommunismus machen heute immer stärker von sich reden. Die Islamisten sind Anhänger einer religiösen Ideologie. Der Unterschied zu beiden zuvor genannten liegt darin, dass hier Allah noch ins Spiel kommt. Mit Zwangsmaßnahmen tritt aber auch der ideologische Liberalismus auf. Er wird gesellschaftspolitisch erst einmal nicht so deutlich, weil er den Staat, Medien, Bildungselite usw. benutzt, um die Menschen erzieherisch und mit gesetzlichen Repressalien auf Vordermann zu bringen (Marcello Pera). Weltanschauungen welcher Couleur auch immer nehmen für sich in Anspruch, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

Und hier muss man ansetzen: Demokratie bedeutet für mich: Es gibt eine Auseinandersetzung der unterschiedlichsten Strömungen innerhalb einer Gesellschaft, mal mehr mal weniger heftig. Aber man weiß darum, dass das eine muntere Auseinandersetzung bleiben muss und es nicht um Leben und Tod geht. Und sobald eine Gruppe für sich in Anspruch nimmt, dass alle nach ihrer ideologischen Pfeife tanzen müssen, weil es um Leben und Tod der Gesellschaft geht, beginnen auch die anderen aggressiver zu werden. Und ich denke, dass der ideologische Liberalismus inzwischen vielen auf den Keks geht. Darum der Kampf gegen Political Correctness, gegen die Lügenpresse, der Schwenk gegen die etablierten Parteien – und zwar nicht nur durch verändertes Wahlverhalten, sondern auch durch Verbalaggression.

Was können Christen in dieser gegenwärtigen Auseinandersetzung für Akzente setzen?

  1. Die Welt muss nicht nach unserer Pfeife tanzen. Und sie wird nie nach unserer Pfeife tanzen, so sehr man sich auch anstrengt. Von daher: Gelassenheit!
  2. Wir haben politische Ansichten, sie werden energisch aber versöhnlich in die Diskussion eingebracht.
  3. Dass man sich irren kann, schuldig werden kann vor Gott und Mensch, sollte einem immer wieder bewusst werden.
  4. Rücksichtnahme ist einzufordern – Rücksichtnahme auf jeden in der Gesellschaft, auch auf den politischen Gegner.
  5. Vergebungsbereitschaft.
  6. Das Betonen der Abhängigkeit: Jeder und jede in der Gesellschaft ist von anderen abhängig, auch jede politisch/ideologische Gruppe ist abhängig von den anderen Gruppen.
  7. Man kann immer von anderen lernen, nicht nur, wie man sich bekämpft, sondern auch, wie man zum Wohl der Gesellschaft wirken kann.
  8. Menschenrechte sind zu achten – auch des politischen Gegners. Und denen, die Menschenrechte verweigert werden, muss man sich zur Seite stellen, auch wenn er politischer Gegner ist.
  9. Solidarität heißt für mich: Verantwortlich handeln. Das mit Blick auf die unterschiedlichsten Zeitgenossen, die kommenden Generationen, die vergangenen Generationen.
  10. Jeder sollte die Kunst der Politik beherrschen – auch Politiker: Alle Gruppen (auch die politischen Gegner), so sie auf der Basis des Grundgesetzes stehen, in den Entscheidungsprozessen berücksichtigen und die für die meisten Menschen einer Gesellschaft besten Wege zu finden.
  11. Es muss allen ermöglicht werden, an den Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Vielleicht hat sich in unserer Gesellschaft an dieser Stelle eine Erstarrung breit gemacht – eben durch den ideologischen Liberalismus. Aber auch durch das erstarrte Parteiensystem. Es gibt sicher auch Modelle von Fachleuten, die an dieser Stelle weiterführen können.

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