Denunzianten + Erdogans Angriff auf Pressefreiheit + Gegen Erdogan-Kritik + Verschweigen bringt nichts

Über Denunzianten: http://blogs.faz.net/deus/2016/03/07/heiko-maas-und-das-lob-fuer-die-denunzianten-3196/

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Ob der Westen gegenüber Erdogan vorsichtiger wird? http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/so-weit-kommts-noch-95538/ Mächtige paktierten nicht selten gegen Völker, um mit tyrannischen und tyrannisch angehauchten Mächtigen Probleme zu lösen.

Man beachte den Artikel von 2013: https://www.unzensuriert.at/content/0013184-Erdogan-Der-Supert-rke-der-gar-keiner-ist Dort steht als letzter Satz: „Der Westen ließ ihn (Erdogan) gewähren sah weg, deutete um. Das geht nun nicht mehr.“ Und wie das geht!

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Doch ich muss sagen, was ich in letzter Zeit über Erdogan in unseren Medien höre, ist pervers. Das ist unter aller Kritik und achtet nicht die Menschenwürde. Diese Leute disqualifizieren sich selbst. Es ist schlimm, was für Ausgeburten sich manche Hirne nun erlauben. Dieses feige Nachtreten, um dumme Lacher zu bekommen, ist verächtlich. Was soll diese Menschenverachtung? Glaubt man damit wirklich, sich auf zivilisatorischer Höhe zu bewegen? Lächerlich. Das ist schlimm.

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Dass Verschweigen von Untaten und kriminellen Handlungen nichts bringt, sieht man hieran: http://www.focus.de/panorama/polizei-soll-uebergriffe-von-fluechtlingen-verschwiegen-haben_id_5399208.html

Zwei Jugendliche, die wegen Vergewaltigung „bewacht“ wurden, sind geflohen, einer wurde gefasst, ein weiterer Angriff auf eine Frau wurde medial gemeldet… – diese schlimmen Taten reißen nicht ab. (Ich will das Thema nicht vertiefen.)

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Politiker gehören den Saudis + IS am Flughafen + Ramelow und Idomeini

Wie viele US-Politiker gehören den Saudis? http://www.jihadwatch.org/2016/03/how-many-american-politicians-do-the-saudis-own Das ist eine äußerst interessant Frage. Ich habe mich im Blog Ähnliches schon so manches Mal gefragt, vor allem, als es darum ging, als manche sich nicht zu schade waren, sich als Handlanger der Saudis gegen Assad zur Verfügung zu stellen.

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Angeblich sollen 50 IS-Fans noch immer am Brüssler-Flughafen arbeiten: http://www.focus.de/panorama/videos/offener-brief-polizei-klagt-an-noch-immer-arbeiten-50-is-unterstuetzer-am-flughafen-von-bruessel_id_5399857.html

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Zu Recht wurde Ramelow nicht nur in diesem Blog für seine Flüchtlingspolitik kritisiert: http://www.focus.de/politik/deutschland/ramelow-will-idomeni-fluechtlinge-aufnehmen-kritik-aus-spd_id_5399616.html

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Christen verändern die Welt (6): Arbeit und Wirtschaft

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Schmidt schreibt in seinem Buch Wie das Christentum die Welt veränderte im 9. Kapitel über die Arbeit.

In der heidnischen Antike war körperliche Arbeit Sklavensache, sie erniedrigte den Freien. Der freie Mann arbeitet nicht körperlich, das ist unter seiner Würde. Arbeit hat keine Würde. Das änderte sich durch die Christen: Jesus war Zimmermann, Paulus war Zeltmacher – und in den Schriften des Neuen Testaments gibt es Texte, die sich dafür einsetzen, dass der Mensch zu arbeiten hat. Und diese Sicht wurde weiter tradiert: Würde der Arbeit, Schande der Faulheit. Und weil Christen sich nicht scheuten, freiwillig zu arbeiten, verdienten Christen oft Geld und wahren wohlhabender als andere. In sämtlichen Klöstern wurde Arbeit als wichtig angesehen. In der Reformationszeit wurde Arbeit nicht nur als etwas angesehen, das Gott gerne hat, sondern man wurde zu seinem Beruf berufen. Nicht nur Priester wurden berufen, sondern sogar Mägde wurden von Gott berufen, ihre wichtige Arbeit zu tun. Alle Arbeit ist gleich wertvoll. Diese Sicht führte in unserer Kultur dazu, dass es nicht nur Reiche und Arme gab sondern dass sich auch ein Mittelstand herausgebildet hat.

Jesus sagte, dass der Arbeiter seines Lohnes Wert ist. Und das war keinesfalls üblich, dass der Arbeitende gerecht entlohnt wurde. An diese jesuanische Regel haben sich auch viele Christen im Laufe der Geschichte nicht gehalten, so dass sicher auch Jesus nichts dagegen gehabt hätte, dass Gewerkschaften gegründet würden, die den Arbeitern zu ihrem Lohn verhilft.

Es wird in dem Buch die Sicht des Soziologen Max Weber dargestellt, laut der gerade der Calvinismus eine besondere Arbeitsethik hervorgebracht habe. Calvin ermöglichte das Zinsnehmen, gleichzeitig waren viele Calvinisten sehr genügsam und harte Arbeiter, weil am Erfolg die Nähe zu Gott gemessen werden konnte und mit der Arbeit werde Gott geehrt. Dadurch verprasste man nicht sein Geld, sondern legte es an, um seinen Kindern eine erhöhte gesellschaftliche Position zu ermöglichen. Schmidt sieht jedoch nicht allein den Calvinismus als Grundlage der Arbeitsethik an, sondern Christen insgesamt, denn die Betonung der Arbeit als Pflicht der Christen hat sich durch die gesamte Kirchengeschichte hindurchgezogen. Ob nun moderne Europäer oder Amerikaner das wissen oder nicht: Diese Arbeitsethik ist es, die Europa und Amerika groß gemacht hat. Und: All das führte zur Herausbildung eines Finanzmarktes.

Eng mit der Arbeit und dem damit erworbenen Eigentum, ist die Freiheit zu sehen: Ohne Recht auf Privateigentum gibt es keine persönliche Freiheit. Und wer den Menschen dieses Recht nimmt, nimmt ihnen die Freiheit. Mit Blick auf das Thema kritisiert Schmidt kommunistische und faschistische Vorstellungen. Beide versuchen das Recht auf Eigentum zu nehmen und das geht nur auf Kosten der individuellen Freiheit. Christen gehen anders vor: Sie werden angehalten, freiwillig zu teilen. Und dann bricht er eine Lanze für die soziale Marktwirtschaft. Er geht auf amerikanische Traditionen ein, die ich an dieser Stelle überspringe.

Auf wenigen Seiten geht er auf die Frage der Zeit ein: In der Antike hatte man ein zyklisches Zeitverständnis. Das jüdisch-christliche Zeitverständnis unterscheidet sich davon grundlegend, es ist linear. Es wiederholt sich nicht alles, sondern es geht in die Zukunft auf ein Ziel zu. Und dieses Zeitempfinden führte zusammen mit den Gebetszeiten in den Klöstern dazu, die mechanische Uhr zu erfinden. “Dieses Wissen um die Begrenztheit der Zeit spornte die Christen dazu an, das Beste aus ihrer Zeit zu machen, religiös wie wirtschaftlich.”

Fortsetzung folgt, ebenso werde ich am Schluss der Darstellung das Buch insgesamt beurteilen. Als ich dieses Kapitel las, musste ich daran denken, dass wir mit dem Flüchtlingsstrom auch Menschen ins Land bekommen, die in einer Kultur aufgewachsen sind, die solche Vorstellungen von Arbeit nicht haben. Und so können wir so manche Männer beobachten, die es als unter ihre Würde ansehen, körperlich zu arbeiten – das ist Frauensache…

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Diskussion: ehemalige Prostituierten und DiakonieMitarbeiterin

Eine interessante Diskussion zwischen einer ehemaligen Prostituierten (Huschke Mau) und einer Diakonie-Vorstandsfrau (Maria Loheide). Die ehemalige Prostituierte möchte Prostitution verbieten und wendet sich gegen Prostitutionsromantik, die den Freier als menschlichen Menschen ansieht, die DiakonieFrau meint, dass das nicht ginge, aber Menschenhandel bekämpft werden müsse. http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2016/32111/maria-loheide-und-huschke-mau-ueber-prostitution-gehoert-das-verboten Die Leserbriefe sind ebenso interessant.

Im Text wird auch auf die Seite Trauma und Prostitution hingewiesen: http://www.trauma-and-prostitution.eu/ „Prostitution ist unvereinbar mit der Gleichstellung von Frau und Mann“. Hinweisen möchte ich noch auf den Aufkleber: Stop Sexkauf: http://www.feministischepartei.de/aktivitaeten-und-veranstaltungen/stopsexkauf.html

Ich wüsste einmal gerne, was Jesus dazu sagen würde. Vor allem auch darum, weil sich wohl viele Freier noch als Christen bezeichnen könnten. An welcher Stelle versagt die Kirche?

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Japans Öffnung

Aus dem Bereich Ostasiens weiß ich sehr wenig. Von daher finde ich den Beitrag über die Öffnung Japans vor 150 Jahren sehr interessant: http://www.spiegel.de/einestages/us-expedition-nach-japan-1853-die-schwarzen-schiffe-kommen-a-1080116.html Auf den alten Bildern wird nicht gelacht. Wie ist es eigentlich auf unseren alten Bildern? Haben unsere Vorfahren auch nicht gelacht? Man muss freilich berücksichtigen: Fotografiert werden war eine anstrengende Angelegenheit und erforderte äußerste Konzentration.

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Vogel und Rüttgers raten der CDU + Wahrer Islam – Koran Exegese und Feminismus

Vogel und Rüttgers raten der CDU: Ein weiter so geht nicht! http://www.cicero.de/berliner-republik/ex-ministerpraesident-juergen-ruettgers-weiter-so-geht-nicht/60713

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Der Islam heute ist ganz anders: Der Koran sei nicht wörtliche Rede Allahs, sondern Wort Allahs in menschlicher Sprache, von daher müsste man Aussagen des Koran als Aussagen im Kontext der Zeit des 7. Jahrhunderts sehen. http://www.focus.de/politik/deutschland/feminismus-im-islam-forscherin-fordert-dschihad-fuer-frauenrechte_id_5396522.html Also: Was Mohammed sagte, gilt für das 7. Jahrhundert – heute muss man es anders verstehen. Das heißt: Christliche Exegese hat die Koran-Exegese Europas ergriffen. Das ist auch gut so. Nur: Das hat im Islam keine Zukunft. Denn das Besondere am Koran ist ja eben sein Selbstverständnis – sorry, das, was Allah dazu sagt – dass es das letztgültige Wort ist. Und weil das im Koran steht, müssen die europäischen Muslime aus dem Koran oder den Ahadith eine neue Exegese erarbeiten. Alles andere hat keine Chance bei den Sunniten und Schiiten global gesehen. Der EuroIslam bleibt in den Augen frommer Sunniten und Schiiten nur eine kleine Sekte wie die Ahmadiyyas, wenn sie keinen anderen Weg der Exegese finden. Und es ist ja wunderschön, dass Muslima ihre Freiheiten erkämpfen. Sie können es hier tun. Und sollen es in Europa auch tun. Das gehört zu den Menschenrechten. Ich sorge mich nur um sie.

Ednan Aslan meint, „Wir müssen den Islam europäisch prägen“ – er kritisiert das traditionelle Allah-Bild, die Ditib mit ihrer Märtyrerideologie und: „Muslimische Verbände wollen nur die Handlungen des IS, nicht aber seine theologischen Handlungsgrundlagen kritisieren“. Und: „Viele Moscheen seien konservativ und islamistische Gruppen dürften sich oft unabhängig von der Gemeinschaft dort treffen, da sie als `Gäste` gälten.“ http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/wir-muessen-den-islam-europaeisch-praegen-95535/ Ednan Aslan hat ja so Recht! Nur, wie gesagt: Die neue Interpretation muss aus dem Koran kommen, nicht aus der christlich-aufgeklärten Tradition Europas. Das findet weltweit keinen Anklang. Aber wenn man wenigstens die europäischen Kids davon begeistern könnte, einen Liebes-Islam zu entwickeln, wäre man zumindest in Europa schon viel weiter. Aber man muss sie ehrlich gesagt dann auch auf das Martyrium einstimmen. Übrigens: Allein die Forderung nach einem menschlichen Islam im westlichen Sinn ist schon christlich-aufklärerisch geprägt. Von daher wird ihm massivst Widerstand entgegengesetzt werden.

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Die islamische Mode bedeutet Versklavung der Frauen – auch wenn sie noch so modern daherkommt: http://www.spiegel.de/panorama/leute/pierre-berge-kritisiert-mode-fuer-muslimische-frauen-a-1084831.html Als Modeschöpfer will er Frauen schöner machen und nicht Komplize der Frauen-Versteck-Diktatur werden.

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Angeblich sollen sich Kurden vom Islam abwenden und dem Zoroastrismus (Mazdaismus, Parsismus) zu: http://yezidipost.com/2016/03/23/kurds-leave-islam-to-become-zoroastrians-again/

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Islamisten ausweisen + Israel + Missbrauchte Flüchtlinge + Obamas Spielchen + Politik Dampf untern Hintern

Brüssel hat eine islamkritische Demo verboten – die Forderung „Islamisten ausweisen“ könnte die muslimische Bevölkerung provozieren. So mancher vertraute Mazyek und co., die sagten, Islamisten hätten nichts mit den Muslimen zu tun – war wohl nichts mit dem Vertrauen. https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2016/bruessel-verbietet-islamkritische-demonstration/

Aber das ist es, wovor seit Jahren gewarnt wird: Wir dürfen uns durch den Zuzug von Menschen aus anderen Kulturen nicht erpressbar machen. Und das machen wir – vor allem auch mit Blick auf Israel: Je mehr Muslime aus arabischen Staaten im Land sind, desto weniger wird eine Regierung Lust haben, sich öffentlich für Israel einzusetzen, weil dadurch Randale unter den hitzköpfigen Muslimen befürchtet wird. Darum liegt bei mir der Verdacht schon immer nah, dass die Masseneinwanderung politisch gesteuert ist.

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Missbrauchte Flüchtlinge: Islamisten kommen nicht mit den Flüchtlingen nach Mitteleuropa – ebenfalls falsch: http://www.krone.at/Welt/Bruessel-Bomber_reisten_ueber_die_Balkanroute_ein-Neue_Erkenntnisse-Story-503095 Oder ist diese Meldung falsch. Kam nicht neulich über die Sender, dass sie aus Frankreich bzw. Belgien selbst kamen? Was stimmt nun?

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Infos zu der Festnahme eines Islamisten in Frankreich: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2016/franzoesische-polizei-vereitelt-anschlag/

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Deutschland ist ein Schlachtfeld? IS droht: http://www.faz.net/aktuell/politik/kampf-gegen-den-terror/bundeskriminalamt-untersucht-is-drohung-gegen-deutschland-14153074.html Sicherheitslage dennoch unverändert.

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Noch einmal missbrauchte Flüchtlinge: Mafia-Banden unter anderem aus Georgien kommen mit den Flüchtlingen, um zu rauben. Warum? Weil Deutschland reich ist: http://www.focus.de/immobilien/wohnen/georgische-mafia-schickt-einbrecherbanden-nach-deutschland_id_5395340.html Ich erkenne noch einen Grund: Die Deutschen sind zu sicher, sie sind zu naiv. Wie ich schon einmal schrieb: Die Tiere Neuseelands kannten keine Raubtiere und haben entsprechend keine Taktik gegen sie entwickelt. Als dann Katzen kamen, waren sie ihnen hilflos ausgeliefert.

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Missbrauchte Flüchtlinge: Wo sind die ganzen Kinder geblieben, die mit den Flüchtlingen kamen und nun verschwunden sind? Eine Welcome-Kultur, die nicht fähig ist, den Begrüßten auch Sicherheit zu gewähren, sollte sich fragen, ob sie sich nicht übernimmt.  http://www.focus.de/panorama/videos/eine-schande-fuer-europa-10-000-fluechtlingskinder-sind-verschwunden-schockieren-was-mit-ihnen-passiert-sein-soll_id_5393823.html

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Missbrauchte Flüchtlinge: Ich denke, es sollte nicht darum gehen, die Flüchtlinge aus den Lagern in fremde Länder zu bringen, sondern darum, sie in den Lagern zu unterstützen (Nahrung, Bildung, Berufsausbildung, medizinische Versorgung…), so zu unterstützen, dass sie bald wieder heimkehren können – und dort helfen, die Häuser wieder aufzubauen. http://www.heute.de/konferenz-in-genf-un-bekommen-nur-zusagen-fuer-7.000-syrien-fluechtlinge-42914420.html

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Angesichts des Terrorattentates in Pakistan ist der Bischof sprachlos. Vor allem, weil man gehofft hatte, gesellschaftlich mehr anerkannt zu sein: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/sprachlosigkeit-in-pakistan-95523/ Soweit ich aus der Ferne sehe, glaube ich zu erkennen, dass friedliche Gruppen unterschiedlichster religiöser Tradition stärker zusammenwachsen, weil die Terroristen gegen alle ankämpfen. Dieses Zusammenwachsen im Leid, das wünsche ich den Pakistanern.

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Obama ahnt, was mit Erdogan los ist – er scheint ein Treffen mit ihm zu verweigern: http://www.n-tv.de/politik/Obama-laesst-Erdogan-abblitzen-article17329796.html Aber warum provozieren sich beide Staaten weiterhin, Obama weiterhin Russland? http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/usa-panzerbrigade-osteuropa-russland Warum dieser Nebenschauplatz eines potentiellen Krieges? Was bezwecken sie damit? Angeblich sollen Russen und Amerikaner in Syrien enger zusammenarbeiten: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/31/putin-lockt-is-in-die-falle-rueckzug-aus-syrien-war-kriegslist/

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Erdogan – man darf wahrscheinlich dem großen Führer der Türken keine Tipps geben, aber was die HDP sagt, sollte doch beherzigt werden: Man solle wieder versuchen miteinander zu reden: die türkische Regierung und die Kurden: http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2016/03/524561/nach-dem-deal-erdogan-nennt-die-eu-politiker-heuchler/

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Jetzt auf einmal kommen sie und machen sich über Erdogan auf allen Kanälen lustig. Und manchmal sehr übel. Leute, kriegt euch wieder ein. Im Augenblick ist es nicht besonders mutig, Erdogan der Lächerlichkeit preiszugeben. Sondern einfach nur Trittbrettfahrerei. Vor ein paar Jahren, da hättet Ihr kommen sollen. Aber jetzt, nach diesem berühmten Clip, zeigt Ihr Euch nur als Nachtreter, ich habe einen Hang dazu, Nachtreter nicht ernst zu nehmen.

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Man muss schleunigst Griechenland unterstützen! Könnten nicht alle Medien einmal in dieser Hinsicht der Politik in Europa Dampf untern Hintern machen? http://www.focus.de/politik/ausland/fluechtlinge-verzweifelt-in-griechischen-camps-bricht-sich-die-wut-bahn_id_5397372.html

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Christen verändern die Welt (5): Bildung + Wissenschaft

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In der Wiedergabe des Buches von Schmidt: Wie das Christentum die Welt veränderte, kommen wir nun zum Thema Bildung.

Lehren und Belehren ist schon im Neuen Testament sehr wichtig. Menschen, die in die Kirche aufgenommen werden wollten, mussten zwei bis drei Jahre Unterricht nehmen, in dem sie über die Grundlagen des Glaubens unterrichtet wurden. Dann ließen sie sich taufen und nach der Taufe wurde der Unterricht vertiefter weiter geführt. Es entstanden Katechetenschulen. In bedeutsamen Schulen wurde auch Mathematik, Grammatik/Rhetorik, Medizin unterrichtet. Das Besondere an diesen Schulen: Es wurden Männer und Frauen unterrichtet, Reiche und Arme, die Ethnie war sowieso gleichgültig. Denn sie alle wollten in die Gemeinde und waren ohne Unterschiede Kinder Gottes.

In späteren Jahrhunderten wurden in größeren Schulen die sieben Freien Künste unterrichtet: Grammatik, Rhetorik, Logik, Arithmetik, Musik, Geometrie, Astronomie. Ab dem 9. Jahrhundert gab es für das allgemeine Volk im Wesentlichen nur Unterricht in der christlichen Religion, was aber regional verschieden war. Es gab, weil man sich alten Traditionen anpasste, auch Jungenüberschuss in den Schulen, nichtsdestotrotz gab es auch hochgebildete Frauen. Vor allem Klöster taten sich in der Bildung und der Forschung hervor.

In der Reformation sind Luther und Calvin dafür eingetreten, dass jeder lesen und schreiben können muss – so forderte Luther öffentliche Grundschulen für Jungen und Mädchen, finanziert von der öffentlichen Hand, nicht allein von Kirchen – und er forderte die Schulpflicht. Im Gefolge Luthers entwickelte sich Melanchton zum “Lehrer Deutschlands” und Bugenhagen zum “Vater der deutschen Volksschule”. Und Johannes Sturm führte Klassenstufen ein. Für den Kindergarten sorgte F.W.A. Fröbel. Der Geistliche Epée entwickelte die Zeichensprache für Taubstumme und weitere entwickelten den Unterricht für Gehörlose. In der Antike wurden blinde Kinder getötet oder als Sklaven verwendet – bei den Christen entwickelte Braille die Blindenschrift.

Von heidnischen Institutionen sind Universitäten kaum herzuleiten. Es begann wohl damit, dass die Benediktiner “ein ganzes Netz von Bibliotheken” errichteten. Nicht sicher ist, was als älteste Universität angesehen werden kann: Salerno (10. Jh.), Bologna 12. Jahrhundert oder doch die Rechtsakademie von 425 in Konstantinopel? Aber Bologna und Paris wurden zum Vorbild für viele Universitätsgründungen europaweit. In den USA begannen alle relevanten Unis als christliche Institutionen. So war Harvard z.B. anfangs ein theologisches Seminar.

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Klöster waren der Hort der Wissenschaft. Dass Christen als Feinde der Wissenschaft angesehen werden, stammt von Andrew Dickson White, der 1896 ein entsprechendes Buch veröffentlichte. Warum wurden entgegen moderner Abgrenzungen gerade Christen zu Förderern der Wissenschaften?

– Gott wurde als Vernunftwesen angesehen – und darum muss die Schöpfung vernünftig und der Vernunft zugänglich sein. Der Mensch kann also rein mit dem Verstand das Vernünftige, die Naturgesetze entdecken.

– Von bekannten Christen wurde die empirisch-induktive Methode entdeckt, das heißt: Man muss nicht alles nur mit dem Verstand erfassen, sondern auch untersuchen und durch Erfahrung verifizieren (Bischof Grosseteste, Mönch R. Bacon, Franziskaner Ockham, F. Bacon). Das konnte sich nicht sofort gegen den bis dahin herrschenden heidnischen deduktiven Aristotelismus durchsetzen. R. Bacon wurde darum sogar 14 Jahre lang inhaftiert.

– Gott ist nicht Teil der Schöpfung, die Schöpfung besteht nicht aus Göttern. Erst dieses Wissen ermöglichte freie Experimente.

In dem Buch werden dann vorgestellt: Anatomie: Leonardo da Vinci/Andreas Vesalius, Mendel als Vater der Genetik, Astronomie: Kopernikus, Tycho Brahe, Johannes Kepler (vor seinem Tod sagte er, er setze sein Vertrauen allein auf die Verdienste unseres Erlösers Jesus Christus), Galileo Galilei. Galilei geriet in Konflikt mit der Kirche, weil, so der Autor, die anderen Forscher Protestanten waren und Galilei Katholik.  (Darüber ist mehr zu sagen – ich hatte das im Blog: Stichwort eingeben!) Es folgt Physik: Newton, Leibniz, Blaise Pascal, Volta, Ohm, Ampère, Kelvin: “Wer stark genug denkt, der wird von der Wissenschaft gezwungen werden, an Gott zu glauben.” Chemie: Boyle, Lavoisiere, John Dalton, Priestley, der Sohn schwarzer Sklaven: George Washington Carver (den ich in meiner Jugend zum Vorbild nahm, ich hatte das Buch gelesen: Der Mann, der überlebte, von Lawrence Elliot). Auch in der Medizin, so der Autor, habe der Aristotelismus vielfach freies Forschen verhindert – nicht der Glaube wie er in der Bibel zu Wort kommt. Genannt werden Paracelsus, der Chirurg Paré, der Entdecker des Blutkreislaufs Harvey, der Chemiker und Mikrobiologe Pasteur (“Je mehr ich weiß, um so mehr wird mein Glaube wie der des einfachen bretonischen Bauern”), der Entdecker des Chloroforms, Simpson, Lister, der antiseptische Stoffe verwendete.

Heute Glauben Kreti und Pleti, dass Wissenschaft und Glauben nicht zusammenpassen. Um das zu begründen, leugnet man den Glauben der Wissenschaftler, oder verschweigt ihn ganz einfach, um eben den Glauben aus der Wissenschaft hinauszudrängen.

Fortsetzung folgt. Meine Beurteilung des Buches werde ich dann darlegen, wenn ich die Vorstellung abgeschlossen habe.

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Südafrikanische Hymne und andere Lieder

Herr, segne Afrika.
Möge sein Geist (wörtl. ‚Horn‘) aufsteigen
Erhöre auch unsere Gebete.
Herr, segne uns, seine (Afrikas) Familie.
Herr, beschütze dein Volk,
Beende du Kriege und Zwistigkeiten.
Beschütze, beschütze dein Volk;
Volk von Südafrika — Südafrika
Aus dem Blau unseres Himmels,
Aus der Tiefe unserer See
Über unseren ewigen Bergen
Wo die Felswände Antwort geben
Klingt der Ruf zusammenzukommen,
Und vereint werden wir stehen,
Lasst uns leben und streben für die Freiheit,
In Südafrika unserem Land.

Afrika muss erkennen, dass es sich nur allein helfen kann. Viele Menschen wissen, was zu tun ist, die Maßstäbe sind bekannt. In ihrer jeweiligen Community müssen sie sie durchsetzen. Aber der Norden muss Afrika eine Chance geben und helfen, so gut er kann, in Fragen der Wirtschaft, Inneren Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Kultur, Wissenschaft, Infrastruktur, gegen Korruption… Ich wünsche den Christen, dass sie nicht mutlos werden darin, ihrem jeweiligen Land das Beste zu geben, was Menschen ihrer Gemeinschaft geben können.

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