Strömungen im Christentum 2

4.6.3 Begegnung mit Jesus in Christus-Erfahrungen

Immer wieder gibt es Christus-Erfahrungen vieler Menschen weltweit: Jesus Christus ist ihnen zum Beispiel in einer Art Traum erschienen. Das gilt vor allem für Menschen, die noch keine oder geringe christliche Prägung hatten. Aber nicht nur. Auch das hat im Neuen Testament seine Grundlage (z.B.: 1. Korinther 9,1: ich habe den Herrn „gesehen“). Ebenso gibt es heftige emotionale Alltagserfahrungen der Gegenwart Jesu Christi. Weil wir Menschen psychisch ganz besondere Wesen sind und Wahrnehmungen nicht immer eindeutig sind, lautet im Neuen Testament der Rat: „Prüft alles, das Gute behaltet.“ (1. Thess. 5,21) Das heißt, nicht alles, was als Jesuserfahrung ausgesprochen wird, muss eine solche sein. Christus-Erfahrungen sind ernst zu nehmen – aber zu prüfen. An den Folgen, an der Nächstenliebe ist erkennbar, wer der war, dem der Mensch begegnet ist (Paulus im Galaterbrief 5: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Selbstbeherrschung…). Was macht also diese Christus-Erfahrung mit dem Menschen? Mit Visionen, mystischen Erfahrungen, Transzendenzerfahrungen hat sich der Theologe Rahner beschäftigt. Ebenso der Theologe Hans Urs von Balthasar. Er betonte, dass zu beachten sei, dass die Christus-Erfahrungen, die Christusoffenbarungen keinen neuen Christus hervorbringen können, sondern auf der Basis des in der Kirche offenbarten Christus stehen.

4.7 Betonung Jesu in Verbindung mit dem (Heiligen) Geist

Philosophen konnten in dem Menschen Jesus den „absoluten Geist“ und den Weltgeist wiederfinden, den Geist, der alles durchdringt, der alles erhält (vgl. Johannes-Evangelium: „Logos“) und zu sich selbst findet (Hegel). In Christus verbindet sich der Geist Gottes mit der Realität des Menschen und seiner Geschichte. Dadurch ist der Geist Gottes nicht etwas Abstraktes, sondern in der Geschichte erfahrbar (Schelling). Unabhängig davon sieht der Theologe und Pädagoge Schleiermacher: In Christus ist das Gottesbewusstsein einzigartig verwirklicht. Dieser Geist Gottes, der in Jesus Christus wirkt, lässt den Menschen in seinem tiefsten Wesen erkennen, dass er von Gott grundsätzlich abhängig ist. Der Geist ist aber nicht individualistisch gedacht, sondern stiftet Gemeinschaft zwischen Menschen. Der Geist ist also nicht der ferne Gott, sondern wird als gegenwärtige Wirksamkeit Gottes durch Christus im Bewusstsein des Menschen und in der Gemeinde erkennbar.

Dieser göttliche Geist ist auch in anderen Kulturen und Religionen wirksam, wie gegenwärtig mit philosophischem Hintergrund betont wird. Diese Sicht wird auch mit dem Buddhismus verknüpft: In Jesus Christus wurde die kosmische Seele (Buddha) inkarniert (was bedeutsam ist für diejenigen, die philosophisch-theologisch intensiv den interreligiösen Dialog betreiben, z.B. Hick).

Und auch hier muss noch intensiver auf das Thema eingegangen werden, weil die charismatischen Kirchen diejenigen sind, die weltweit am stärksten wachsen. Der Geist Gottes, der im Glaubensleben massiv auch körperlich erfahren wird, ist nicht losgelöst von Christus zu erfahren. Der Geist Christi ist es, der zur Geisttaufe führt. Auch das hat seine Wurzeln im Neuen Testament. Paulus kennt diese hoch-pneumatische Erfahrung, die frühen Gemeinden kennen sie. Paulus versucht sie in einen gewissen Rahmen zu bringen, damit sie sich nicht als allgemeine Weltgeisterfahrung interpretiert wird, sondern mit Christus verbunden bleibt. Jesus Christus ist durch die Geistgabe als Wundertäter und Befreier erfahrbar, der Menschen auch mit prophetischen Gaben begabt. Der mit seinem Geist kräftig wirkende Jesus Christus wird betont, der Christus, der Menschen mit ihrem ganzen Wesen ergreift („Power Religion“: Packer, Fee, Yong). Als das Gefühl vertiefende Medium dient nicht selten die Musik und Rhetorik.

(aus: https://evangelische-religion.de/ReligionNeu/christologie-die-bedeutung-jesu/)

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Provokation zum Tag + Wer in die Ukraine fährt – verliert viel Geld + Islam + Carolin Bohl † + Angreifer verharmlosen + Hessen: Gegen Kriminelle + Angst vor Linke + Pariser Extreme + Internetfunde

Provokation zum Tag

Wer in die Ukraine fährt – verliert viel Geld

Und schon wieder Milliarden für die Ukraine. Verantwortungsvoll? Das sieht für mich anders aus.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-kiew-106.html

Islam

Constantin Schreiber zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=31E7jXkoA78 Seit 10 Jahren haben sich die Probleme verschärft. Es geht nicht um pauschale Ablehnung des Islam. Es geht um den Islam als Religion. Wie verändert sich der Islam, wenn er mit einer liberalen Gesellschaft zusammentrifft? Hm. Wenn die liberale Gesellschaft stark bleibt und sich nicht unterwirft, kann es nur gut sein.

Aus meiner Sicht: Aber wir sehen leider so manche Unterwerfung unter den Islam. Man denke an Halal/Haram; man denke an das Thema: Umgang mit Frauen; man denke an das Thema: Gewalttätigkeit gegenüber „Ungläubigen“, man denke an die Unterstützung des extremen Islam durch Politik anstatt den liberalen Muslimen Unterstützung zu bieten. Wir sehen ein erschrockenes Zurückkuschen, wenn es darum geht, islamische Grundlagen zu kritisieren. Nicht nur in Berlin.

Mit meinen Worten: Schreiber will sich nicht von den islamischen Aggros und ihren politischen Fans bestimmen lassen auch nicht von IslamGegnern und veröffentlicht ein neues Buch.

Das sehe ich auch so: Der Islam dringt in Leerstellen unserer Gesellschaft ein. Weil der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft mutwillig von „modernen“ zerstört wurde, weil die Werte unserer Gesellschaft verlacht und misshandelt wurden, hat er viele Möglichkeiten, einzuhaken.

Aber ich denke, dass wir Christen sie auch haben. Von daher: Die Kraft des Islam – hat er sie wirklich?

Carolin Bohl †

Sarah Maria Sander über die von der Hamas ermordete deutsche junge Frau: https://www.youtube.com/watch?v=2ZF1JdVMeIs

Angreifer verharmlosen

Da greift ein Mob unschuldig Feiernde an – und Medien stellen das als Auseinandersetzung dar. Das ist eine Relativierung von Gewalttaten, eine Missachtung der Opfer, der Angegriffenen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/neun-verletzte-migrantenmob-ueberfaellt-dorffest-brutal-mdr-spricht-von-auseinandersetzung/ und: https://www.youtube.com/watch?v=P_SXTwp_vhw

„Antisemitische Schläger“: https://apollo-news.net/kippatraeger-beleidigt-und-angegriffen-polizei-fahndet-nach-antisemitischen-schlaegern/

Gewalt gegen Schwule: https://apollo-news.net/gewaltserie-am-samstag-schwule-auf-arabisch-beleidigt-und-angegriffen-schwerer-messerangriff-und-raubberflle/

Gewalt gegen Deutschland: https://apollo-news.net/bei-einheitsfeiern-in-bremen-linksextremisten-verbrennen-deutschlandfahne-und-greifen-polizisten-an/

Hessen: gegen Kriminelle

Aktionstage gegen Kriminelle, dazu Roman Poseck: https://www.youtube.com/watch?v=c2P1Zxdo-QE Genau: Wie konnte das Problem erst so groß werden? Politik hat zu sehr weggeschaut. In anderen Ländern scheinen sie noch immer wegzuschauen. Was wird aus dem armen Berlin? Wahrscheinlich keine Änderung in Sicht.

Es geht darum, Hessen sicherer zu machen.

Angst vor Linke

Schwarze Migrantin aus Kamerun über ihre Angst vor den Linken in Berlin: https://www.youtube.com/watch?v=_kqaUz4asJc

Pariser Extreme

Gewalttaten der Schüler: https://nius.de/ausland/sozialisten-buergermeister-von-paris-st-denis-liebe-jugendliche-macht-weiter-so und: https://nius.de/ausland/polizist-mit-tritten-gegen-den-kopf-ueberfallen Neben Unverantwortlichen gibt es auch Menschen, denen es um die Menschen geht: https://nius.de/ausland/nach-tagelangen-krawallen-in-frankreich-pariser-polizeipraefekt-warnt-vor-profis-des-aufruhrs

Internetfunde

Blüchel / Fleischhauer: https://www.youtube.com/watch?v=E0MKGSqMNbY Viele Hintergrundinformationen über die Berliner Linke. / Auch mit Blick auf das Dilemma der CDU. Die Hinterlassenschaft der Angela Merkel: Die CDU-Spitze weiß gar nicht mehr, wer die CDU ist. Genau, genau das, was ich auch schreibe. / Thema auch Verbotsverfahren.

*

Trauriges Kopfschütteln über die Menschen hinter der Politik – auch wenn ich die Bezeichnungen nicht unterstütze: https://www.youtube.com/watch?v=1xMLHFnw-8Y

Bremen hat ein Bild gezeigt, das zu dem Bremen passt, wie man es ahnte: In Bremen auch ein Beispiel für das Verhalten bekloppter Demokratiezerstörer: Menschen werden nicht daran gehindert, respektlos und ungesetzlich vorzugehen. Ich sagte schon öfter: Bremen sollte Niedersachsen eingeordnet werden – aber Niedersachsen zeigt sich in letzter Zeit auch von einer politisch schlimmen Seite. Man kann natürlich sagen: Was die Politiker da treiben, kann uns normalen Bürgern egal sein. Aber wenn die Politik sowas Übles einreißen lässt, dann wird das auch auf kurz oder lang Auswirkungen für die Bürger haben. Sie werden ausgenommen, ausgebeutet, erniedrigt, den politischen und kriminellen Gewalttätern ausgeliefert.

Wer schreibt eigentlich die Reden von Steinmeier? Ich frage das regelmäßig. Der müsste entlassen werden, weil er das Amt des Bundespräsidenten in ein schlechtes Licht stellt. Ich hoffe ja nicht, er schreibt sie sich selbst. Allerdings verantwortet er diese.

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Pandita Ramabai / Ramabai Dongre Medhavi (1858-1922)

Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen – eine Reihe von mir https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/ . Heute geht es um: Pandita Ramabai auch: Ramabai Dongre Medhavi https://de.wikipedia.org/wiki/Ramabai_Dongre_Medhavi und https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Pandita_Ramabai_Sarasvati.html

Eine Frau mit Bildung

Ihr Vater war ein Sanskritlehrer, der auch, was ungewöhnlich war, seine Frau und Tochter Sanskrit lehrte, wie seinen Sohn Srinivas. Sie wuchs also in einer intellektuell spannenden Familie auf. So war sie mit 16 erstaunlicher Weise noch nicht verheiratet. Ihre Eltern starben in einer Hungersnot. Ihr Bruder wurde Lehrer, sie selbst wurde Lehrerin der heiligen Schriften der Hindus.

Eine Frau, die traditionelle Grenzen durchbrach

Schon mit ca. 20 Jahren war sie mutig und kümmerte sich nicht um traditionelle hinduistische Gepflogenheiten. Sie reiste vielfach zu Fuß mit ihrem Bruder, Srinivas (der 1880 an Cholera starb) durch Indien, hielt Vorträge über Sanskrit, über religiöse Themen vertrat aber auch die Sicht, dass die Hindu-Schriften den schlechten Umgang mit Frauen nicht legitimieren. Als Lehrerin überzeugte sie, sodass sie den Titel Pandita verliehen bekommen hat.

Sie, die aus einer Brahmanenkaste kam, heiratete mit 22 Jahren einen Freund ihres Bruders, einen Mann aus einer der niedrigsten Gruppen. Was zu negativen Reaktionen von Hindus führte. Der Mann starb zwei Jahre nach der Hochzeit und hinterließ sie als Witwe mit einer Tochter. Weil sie nicht das für Witwen übliche Leben leben wollte, konvertierte sie zur anglikanischen Kirche, was wiederum Unmut hervorgerufen hat. Aber ihre Beziehungen zum christlichen Glauben waren schon früher vorhanden. So war sie beeinflusst von dem Brahmanen und Sanskritlehrer, der gegen das Christentum lehrte und schrieb, Nehemiah Goreh (Nilkanth Shastri Goreh). Dieser konvertierte jedoch 1848 zum christlichen Glauben und meinte, dass alles Wahre in der Brahmo-Theologie (eine theologische monotheistische Reformbewegung im Hinduismus) vom christlichen Glauben beeinflusst gewesen sei. Goreh versuchte, einen eigenständigen christlich-indischen Glauben zu entwickeln. Ramabai beschreibt das Leben junger Witwen als Gefängnis. Wenn sie aus dem Gefängnis flieht, kann sie nur verhungern, Suizid begehen, Prostituierte werden. Das wollte sie nicht.

Eine Frau, die ihre Gesellschaft kritisierte

Sie ging 1882 nach England, um zu studieren. Konnte es aber kaum, weil sie schwerhörig war. In England lernte sie die christliche Frauenarbeit kennen: Frauen kümmerten sich um Frauen. Sie fragte sich, warum diese Frauen sich um Frauen kümmerten, wodurch ihr Interesse für Jesus geweckt wurde. Nicht gesetzliche Regeln waren ihr wichtig, sondern Jesus als Vorbild und Gottes Gnade. 1883 ließ sie sich mit ihrer Tochter, Manorama, taufen.

Eine Frau, die auch den Westen unter die Lupe nahm

In dieser Zeit veröffentlichte sie 1887 ein Buch gegen hinduistische Traditionen, die Frauen hoher Kasten erniedrigten: Kinderheirat, Vielehe, Witwenverbrennung, hohe Frauensterblichkeit, fehlende Bildung, Abhängigkeit vom Mann. Es wurde im Westen rezipiert – aber in Indien nicht so sehr. Sie hat damit nicht einfach diese Hindu-Traditionen als Außenstehende kritisiert, denn sie kannte ja die Schriften und ihre Tradition durch und durch. Sie wollte mit der Arbeit für Frauen in Indien beginnen und vertraute Gott, dass er ihr die dafür nötigen Menschen geben werde.

Sie reiste 1886 in die USA, schrieb ein Buch, in der sie das Leben der Frauen dort mit dem Leben in Indien verglich, allerdings nicht nur zum Vorteil der USA, weil sie auch die Rassendiskriminierung beim Namen nannte. Sie sammelte dort aber Geld, um in Indien eine Schule zu gründen.

Zudem hat sie in jahrelanger Arbeit die Bibel in die Marathi-Sprache übersetzt. Sie nahm nicht einfach eine englische Bibel, sondern übersetzte auch mit Hilfe des Hebräischen und Griechischen. Sie stand der Göttlichkeit Jesu Christi kritisch gegenüber somit auch der Trinitätslehre. Diese Lehre wollte sie mit Hilfe der Bibel überprüfen. Auch hierin zeigt sich ihre Eigenständigkeit. Sie hat nicht einfach alles übernommen, sondern alles überprüft und in Frage gestellt. Daraus die Konsequenzen gezogen und war überaus hilfreich, sozial tätig.

Eine Frau, die aus christlichem Glauben sozial innovativ war

Sie kehrte nach Indien zurück. Sie wollte keine christliche Missionsschule gründen, da Hindu-Frauen diese mieden, von ihren Männern und Familien gedrängt meiden mussten. Aber sie gründete eine Schule für Kinderwitwen, unterstützt von Hindu-Reformern. In einer von ihr gegründeten Mukti (= Befreiung / Erlösung / Rettung) Mission hat sie zeitweise bis zu 3000 junge Witwen versorgt, die von ihren Familien missachtet wurden. Diese Mission war aber nicht nur Zuflucht für Witwen, sondern auch Ausbildungsstätte für verschiedene Berufe, Lehrerinnen, Krankenpflegerinnen, sie waren landwirtschaftlich tätig, sodass hungernde und verwaiste Frauen und Mädchen aufgenommen werden konnten. Vor allem auch in der Zeit des Hungers 1896/1897. Ramabai wollte den Frauen auch die Befreiung / Erlösung durch Christus vermitteln. Das heißt: Es ging ihr darum, die Frauen auf ein wirklich neues Leben hinzuweisen.

Eine Frau mit Langzeitwirkung

1905 gründete sie eine Bibelschule. Missionarinnen wurden hier ausgebildet. 1905 ließen sich über 1000 Menschen taufen. Weil sie gesundheitlich angeschlagen war, übernahmen andere die Leitung ihrer Mukti-Mission. 1921 starb ihre Tochter und 1922 starb sie.

Noch heute ist die Pandita Ramabai Mukti Mission tätig.

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Erntedank


Hilf dir selbst – dann hilft dir Gott.
Aber: Um sich selbst helfen zu können, muss Gott die Rahmenbedingungen schaffen:
Gesundheit, Willenskraft, nötige Hilfsmittel, helfende Menschen, Wetter…
Gott segne Dich zu erkennen, was Deine Aufgaben sind.
Gott segne Dich mit Dankbarkeit, dass Du erkennen kannst, was er an Dir tut,
was er Dir zu tun ermöglicht und auch von Dir erwartet.
Gott segne Dich mit dankbarem Selbstvertrauen.
Gott segne Dich damit, sich ihm dankbar anvertrauen zu können. (2018)

Strömungen im Christentum 1

4.6.1 Betonung Jesu als Erfolgscoach / CEO

Es gibt ein so genanntes Wohlstandsevangelium. Das bedeutet, dass Gemeinden Jesus Christus mit Erfolg und Reichtum verbinden. Dieses „Prosperity Gospel“ / „Health and Wealth Gospel“ hat von den USA aus auf afrikanische und asiatische Gemeinden übergegriffen (z.B. Oyedepo): Wer an Gott glaubt, wird Reichtum, Gesundheit und Erfolg haben. Wer gibt, wird reichlich bekommen. Das passt zu Teilen afrikanischer / asiatischer Tradition: Geister / Götter, wenn man sie richtig anbetet, brechen den Fluch der Armut, der Krankheit. Sie kann auch mit der so genannten „Blessing Theology“ der reformierten Kirche zusammen gebracht werden. Jesus Christus ist der große CEO, der Geber des Erfolges und des Geldes. Ebenso sind neutestamentliche Aussagen in diese Richtung zu interpretieren. Zu diesen und ähnlichen Glaubensvorstellungen hat Kosuke Koyama ein Buch geschrieben (Das Kreuz hat keinen Handgriff, 1978), mit dem er zeigt, dass der christliche Glaube kein Instrument mit Handgriff ist, mit dem Christen einfach Gott kontrollieren und für sich nutzbar machen kann. Das Kreuz bedeutet Verwundbarkeit, Solidarität mit Leidenden. Diese Richtung ist wie andere ernst zu nehmen und steht unter dem Motto des Apostels Paulus: „Prüft alles, das Gute behaltet.“

4.6.2 Betonung Jesu als Befreier

Eine ganz andere Richtung als 4.6.1 schlägt die Theologie der Befreiung mit ihren Unterströmungen (Lateinamerikanische Befreiungstheologie [Gutiérrez, Boff], Black Liberation Theologie [Cone, Thurman], Feministische Theologie [Ruether, Fiorenza]) ein. Sie wachsen in Gruppen, die für Strukturen der Unterdrückung sensibel sind, selbst unter diesen leiden: ökonomisch, rassistisch, patriarchal. Es wird gefragt: Was sagt Jesus zu der ganz konkreten schlimmen Situation in der wir als Gemeinschaft (es geht nicht um Individuen) leben. Er ist auf der Seite der Ausgebeuteten, nicht auf der Seite der Ausbeuter, auf der Seite der Schwarzen, nicht auf der Seite der Weißen, auf der Seite der Frauen, nicht auf der Seite der Männer – und neuer: er ist auf der Seite der kolonisierten Völker, nicht auf der Seite der kolonialen Unterdrücker. Jesus Christus solidarisiert sich mit den Opfern. Er wirkt durch die Seinen als Befreier. Er gibt den Menschen Würde – so können sie ihre Würde kraftvoll durchsetzen. Dieser kollektive „Blick“ hat diese Theologie vom Sozialismus übernommen.

(aus: https://evangelische-religion.de/ReligionNeu/christologie-die-bedeutung-jesu/)

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Provokation zum Tag + Linke Traditionen + Linksextremisten wittern Morgenluft + Mächtige Demagogen + CDU eben – ab nach links + Berliner Linker + Anlasslose Massenüberwachung + Grüne und Nationalfarben + Intensivtäter + Internetfunde + ÖRR Klimatist + „ZDF beleidigt alle Iraner und Kurden“ und Jesiden

Provokation zum Tag

Linke Traditionen

Es ist immer wieder zu sehen gewesen im 20. Jahrhundert, dass Linke Extremisten Menschen um sich scharen, die gewalttätig sind bzw. sich nach Gewalt sehnen: ideologische Fanatiker, gewöhnliche Kriminelle, ideologische Fanatiker welcher Couleur auch immer, Menschen, die den Staat herausfordern wollen, diejenigen, die mit den Gesetzen im Konflikt stehen, Gefangene und wenn es dann noch lokale Warlords gibt, um so besser usw. Kurz: Es sammelt sich alles, was einen anderen Staat will, einen Staat, der Gesetze in ihrem Sinne erlässt. Die Revolution braucht alle Kräfte, um einen Staat zu Fall zu bringen. Im 20. Jahrhundert ist das in der Sowjetunion erkennbar gewesen, in China, im Nationalsozialismus und dem italienischen Faschismus.

Und wenn dann diese Ideologie Fuß gefasst hat, werden die anderen als Feinde bekämpft. Bzw. Gruppen, die sich dann zu dominant und sicher wähnen, weil sie ja die Revolution unterstützt haben, werden dann zu Feinden erklärt und radikal bekämpft. Es gibt auch Versuche, diese in den neuen Machtapparat zu integrieren, wobei das von den Siegern auch als gefährlich angesehen werden kann, sodass die ehemaligen Mitstreiter peu a peu beseitigt werden.

Ideologen brauchen Menschen und Organisationen, die bereit sind, die alte Ordnung mit allen Mitteln zu zerstören. Und so tun sie sich, auch wenn sie unterschiedliche Ziele verfolgen, zusammen, pflegen ihre Feindbilder in einer sich steigernden Aggression.

Nicht zu vergessen ist: Je mächtiger sie werden, desto mehr Mitläufer bekommen sie.

Ich denke, dass hier die neuen extremen Linken sich in nichts von den alten extremen Linken unterscheiden. Wie anhand von Informationen aus Berlin zu vermuten ist.

Linksextremisten wittern Morgenluft

Auf einer Demo in Bremen: https://apollo-news.net/steine-flaschen-pyrotechnik-antifa-demo-gegen-einheitsfeier-eskaliert/ auf einer Demo in Berlin: https://apollo-news.net/genauso-und-noch-schlimmer-linke-demo-fordert-ausschreitungen-wie-in-frankreich/ und: https://apollo-news.net/wiener-linkspartei-postet-allahu-akbar-und-warnt-vor-antimuslimischem-rassismus/

Und andere Linke, die versuchen, die Wirtschaft zu übernehmen: ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=orzAA8dvbQo

Mächtige Demagogen

Wo finden wir die mächtigen Demagogen? Darüber lässt Steinmeier grübeln: https://apollo-news.net/steinmeier-beklagt-unertrgliche-politische-demagogie-und-gibt-dem-internet-die-schuld/

Natürlich hat Deutschland viel erreicht – zum großen Teil auch trotz der desaströsen Politik, weil eben die Menschen fit sind, die arbeiten. Es gibt natürlich auch all diejenigen – auch (N)GOs, die sich von Steuergeldern aushalten lassen. Aber all die klasse Menschen, die ihrem Beruf nachgehen, die sich von der Politik nicht kleinmachen lassen, die sind zu loben.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.tagesspiegel.de/politik/unertragliche-politische-demagogie-bundesprasident-steinmeier-ruft-am-einheitstag-zum-kampf-gegen-extremisten-auf-16121611.html

CDU eben – ab nach links

Da passen sich welche gerne den Linken an, den Eindruck hat der politische Beobachter nicht erst jetzt: https://apollo-news.net/trotz-unvereinbarkeitsbeschluss-cdu-und-linke-vereinbaren-wchentliche-treffen-zur-mehrheitsfindung/ Entweder er hat Argumente oder er hat keine. Hat er trotz der Argumente, die er vielleicht hat, den Post gelöscht? https://apollo-news.net/nach-juristischer-offensive-der-linken-ministerium-knickt-ein-und-lscht-social-media-post/

Es ist spannend, was da alles rauskommt: https://apollo-news.net/clan-affaere-eskaliert-verwandte-des-linken-politikers-kocak-waren-mieter-in-remmo-haus/ und: https://nius.de/nachrichten/linke-koektuerk-israel-antisemitismus Spannend, wie die alle zusammenhängen: Politik – Clan – Straßenkämpfer: https://nius.de/news/kocak-besorgte-antifa-gruppe-remmo-clanhandy und: https://www.youtube.com/watch?v=vtRwV8f6axY und https://www.youtube.com/watch?v=BicT0-kYygA (Mutige Journalistinnen)

Vielleicht sollte die Linke erst mal versuchen, den RemmoClan zu enteignen mit Blick auf seine Immobilien. Wie kommt er eigentlich an diese? Dieses Haus wurde schon enteignet – ob der Clan es jetzt wieder bekommt?

Dazu auch: https://www.berliner-zeitung.de/article/nora-bussigny-im-interview-undercover-in-der-extremen-linken-10438369

Anlasslose Massenüberwachung

Sie planen es nicht nur, sie machen es schon: https://nius.de/politik/zensur-anlasslose-massenueberwachung-von-medien oder wie ist das zu verstehen, wenn er sagt, dass 10.000 Seiten pro Tag durchsucht würden: https://apollo-news.net/um-gegen-digitale-gewalt-durchzugreifen-direktor-der-landesmedienanstalt-fordert-weitreichende-ermaechtigungen/

Grüne und Nationalfarben

Sehr gut, wenn sie es nicht nur am 3.10. macht: https://apollo-news.net/franziska-brantner-will-nationalfarben-nicht-dem-rechten-rand-berlassen/

Also: Alle Grünen! tragt Deutschlandfahne und Europafahne am Revers.

Intensivtäter

Hoffentlich wird er nicht wieder ohne Therapie oder sonstwas entlassen – und dann noch mit Entschädigungsgeldern, weil ein Haftrichter ihn in U-Haft schickte, denn er hat ja nur Menschen angegriffen usw. usw. usw. https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101463366/mecklenburg-vorpommern-intensivtaeter-loest-laufend-einsaetze-aus-festnahme.html

Internetfunde

Larissa Fußer: https://www.youtube.com/watch?v=orzAA8dvbQo

*

Ethnische Faktoren und Wahlsieg der Linken in Berlin – Interview mit Susanne Schröter: https://www.youtube.com/watch?v=PHsXcdwLhgk

Sehr interessantes Interview. Die Linke hat ethnischen Wahlkampf betrieben, entsprechend hat sie auf vielfältige Weise ihre Klientel bedient. Weil die Linke ethnischen wahlkampf betrieben hat, kann es sein, dass sich die eine oder andere Partei auch auf deutsche Ethnien konzentriert, um an diese Wähler heranzukommen (*). / Thema ist auch, wie an Neuköllns Schulen durch islamistische Parallelstrukturen gemobbt und Zwang auf Mädchen ausgeübt wird wird. / 40 Migrationsfreundliche (N)GOs haben an Die LinkeChefin einen Brief geschrieben, worin sie eine schnelle Einbürgerung fordern. (Dürfte auf offene Ohren und offenes Hirn stoßen: Bringt mehr Linke-Wähler.) / Linke und Islamisten gehen gemeinsam gegen alles Westliche vor (aus meiner Sicht nur nicht gegen Steuergelder), damit auch gegen Israel, weil Israel als kolonialistisches (westlich, weiß, Mann, hetero) Land in der arabischen Welt gilt. Das kann an dem gemeinsamen „Sprech“ erkannt werden. / Das Gesetz wird unterwandert durch die schnelle, unkontrollierte Einbürgerungspolitik.

Wer hat in Berlin eigentlich zu verantworten, dass es die Turbo-Einbürgerung gab? Waren SPD und CDU schon links unterwandert? Wer bezahlt eigentlich all die Anwälte? Der Steuerzahler? Kriminelle verdienen immer. Das vermute ich auch, dass die Grünen/SPD mit den Linken koalieren werden. Vernunft ist bei denen in Berlin eher rar. Die Vernünftigen werden entmachtet.

(*) Ich vermute, weil 49% der Zugereisten nicht Die Linke gewählt haben, dass ein großer Teil vernünftig ist. Damit könnte die SPD/Grüne in Zugzwang geraten: Sie könnten bei einer einseitigen LinksWertePolitik diese Wähler der Vernunft verlieren. Sieht man ja an der CDU. Sie blinkt links – das wollen Wähler nicht. Aber was machen die Verantwortlichen der CDU? Statt Vernunft anzunehmen, blinken sie um so heftiger links. Aber die SPD/Grünen denken nicht langfristig. Vor allem die Extremisten unter ihnen nicht, die die Vernünftigeren vor sich hertreiben.

*

Sehr gutes Interview mit der mutigen Clara von Nathusius: https://www.youtube.com/watch?v=8j1KTB6WU0U

*

Interview mit Boris Rhein. Die Fragen der Journalisten sind zum Teil… – nun denn: https://www.youtube.com/watch?v=H_96vENZsKI&list=PL2QF6_2vxWihPJS6zmc2VRlPwXMWmz0m6

Aber sehr gut von Rhein: CO2 Bepreisung muss fallen. Und: Was ich auch sage: Familienpolitik (Elterngeldkürzung: nein; Mütterrente: da wurschtelt er) muss auch wieder auf der Agenda stehen. Forderung: aktive Wirtschaftspolitik, Arbeitsmarktpolitik stärken; Bürgergeld ist ein Gerechtigkeitsproblem, das muss mit schärferen Sanktionen angegangen werden, ebenso die Einwanderungspolitik: wer sich nicht integriert muss weg, die arbeiten wollen sollen bleiben. Frage des Journalisten: das wird schon lange gefordert und es passiert nichts. Wie kann das umgesetzt werden? Er fordert auch Abschaffung der Blähverwaltung.

Nachtrag: Entweder man hat sie, oder man hat sie nicht, die Vernunft. Und Boris Rhein hat sie. Was andere CDUler leider nicht haben. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/rhein-afd-ausschussvorsitz-100.html

ÖRR-Klimatist

Das ist echt ein klasse Video: Da ist einer überrascht, dass eine den Sommer schön fand. Ich selbst war neulich auch überrascht, dass jemand sagte, der Sommer war schön. Weil ich dachte, alle würden auf ÖRR-Hysterie machen.

Neulich wieder:

Tagesschau als Klimaschau mit ein paar politischen Nachrichten.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=EiYZQek2-kk

„ZDF beleidigt alle Iraner und Kurden“ und Jesiden

Wodurch? Dass es eine Hamas-Verteidigerin in einem kurdisch-jesidischen Film mitspielen lässt (Tobias Huch): https://www.youtube.com/shorts/SrcG4OKtoQ8

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Tag der Deutschen Einheit

2012 und 2020 schrieb ich zu diesem Tag:

Ich wünsche mir ein Land, dessen System der Subsidiarität und Solidarität verpflichtet ist, also ein Land, in dem der Einzelne mit eigener Kraft sein Leben so gestalten kann, wie er es will, wie er es mit Blick auf die Gemeinschaft verantworten kann – und die Gemeinschaft ihn in Notlagen der vielfältigsten Art unterstützt.

Ich wünsche mir ein Land, in dem jeder an seinem Platz, an dem er in der Gesellschaft steht, um Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Mut, Dankbarkeit, Maßhalten, Bescheidenheit, Freiheit, Vergebung und Neuanfang besorgt ist, dass diese Grundlagen des Miteinanders sein Leben bestimmen. Das gilt nicht nur für Politiker, Journalisten, Kulturschaffende, Manager, sondern für jeden Einzelnen in den Betrieben, den Büros, den Ausbildungsstätten und Familien.

Ich wünsche mir ein Land, in dem jeder seine Stärken einbringen kann in Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport, Politik, Medien, Beruf, Umwelt – und diese Stärken auch Beachtung finden, ich wünsche mir Menschen in diesem Land, die nicht darauf warten, dass man sie beachtet, sondern dass sie lernen, andere zu beachten, zu stärken, hervorzuheben.

Ich wünsche mir ein Land, in dem keiner ausgeschlossen wird, auch keiner, dem sein Leben aufgrund falscher Entscheidungen, körperlichen und psychischen Krankheiten, aufgrund von Drogensucht und Schwäche entgleitet, ein Land, in dem auch Sonderlinge ihren Freiraum bekommen, ein Land, in dem niemand unter Einsamkeit und Zurücksetzung leiden muss, sondern sich die Familie, die Nachbarn, die Gruppen um ihn kümmern – soweit er es selbst möchte.

Ich wünsche mir ein Land, in dem man immer stärker versucht, Recht und Gerechtigkeit zusammenzubringen, dass Ungleichheit vor dem Gesetz ein Fremdwort ist, dass ideologische Rechtsprechung welcher Couleur auch immer in Gerichtsräumen keinen Zutritt hat. Ein Land, in dem Menschen sich bewusst sind, welch große Bedeutung ein rechtlich geregeltes Zusammenleben hat, ein Land, in dem Menschen, die die Lücken des Rechts nicht zu ihrem unrechten Vorteil nützen. Ein Land, in dem international aufgestellte Konzerne das Recht und Menschenrecht achten und nicht je nach Rechtsprechung anderer Länder den Unrechtsweg gehen.

Ich wünsche mir ein Land, das Menschen aus anderen Ländern aufnimmt, wenn diese politische, religiöse Verfolgung leiden. Die Aufgenommenen bekommen Unterstützung in Form von Paten, die ihnen die Gesetze und Gepflogenheiten des Landes nahe bringen und ihnen helfen, in diesem fremden Land Fuß zu fassen. Die Menschen meines Landes kennen ihre eigene Kultur, Tradition – und bleiben neugierig mit Blick auf andere Kulturen, andere Bräuche und lassen den Fremden in der Ausübung ihrer Tradition so weit Raum, so weit es den Gesetzen und Grundlagen unseres Landes entspricht.

Ich wünsche mir ein Land, in dem niemand denkt, er habe den einzig gangbaren Weg in dieser Komplexität gefunden, sondern dass alle in munterem Miteinander um den besten Weg, um die besten Wege ringen, ohne Andersdenkende und Minderheiten auszugrenzen, zu verachten, zu verspotten. Ein Land, in dem Argumente zählen und nicht Geld oder dominante Gruppen.

Ich wünsche mir ein Land, in dem die religiösen, politischen, wirtschaftlichen, juristischen, medizinischen Interessengruppen das Gesamtwohl im Blick haben und nicht nur das Wohl ihrer jeweiligen Interessengruppe. Ein Land, in dem man verantwortlich auch das Wohl der kommenden Generationen in die Entscheidungen mit einbezieht.

Ich wünsche mir ein Land, in dem die Kultur des Lebens die Grundlage aller Entscheidungen ist und nicht die Kultur des Todes.

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Das mit dem vergleicht, was ich 2020 / 2024 schrieb:

Ich gebe das wieder, was ich im Jahr 2020 zu diesem Tag geschrieben habe. Es wäre eine Menge mehr und auch anders zu schreiben. Ein paar Aspekte: Wunsch nach vernünftiger Politik, die nicht zwingend und dominant auftritt, indem sie um einer Ideologie Willen den Bürgern Geld aus der Tasche zieht und bis in den privatesten Bereich des Alltags hineinregieren will, Politik, die nicht versucht, mit Tricksereien Wähler zu täuschen, Politik, die sich massiv dafür einsetzt, dass Bürger in Sicherheit leben können, eine, Gewalttaten nicht verharmlost oder mit unbrauchbaren Mitteln bekämpft, Politik, die die Wirtschaft achtet, die nicht alles an sich reißt und Menschen Freiraum lässt, verantwortlich zu handeln, eine Politik, die nicht mit Steuergeldern Gruppen finanziert, die gegen die Bürger agitieren. Nun zu dem Beitrag von 2020:

Was ich mir zum Tag der Deutschen Einheit wünsche – darin erweise ich mich vielleicht zu sehr als Westländer, weil er die Probleme der Ostländer nicht richtig wahrnehmen kann – ist:

  • Dass man nicht einer Meinung ist – und dass man das als gut akzeptiert.
  • Dass man die Verschiedenheiten der Meinungen nicht nur toleriert, sondern auch einander respektiert.
  • Dass man unterschiedliche Meinungen nicht dazu benutzt, den anderen als Menschen zu bekämpfen, sondern argumentativ auf dessen Meinung eingeht. Das heißt eben auch: Man muss zuhören, das heißt auch, dass man trotz unterschiedlicher Meinungen miteinander einen Kaffee trinken kann.
  • Dass man auch medial nicht versucht, eine einheitliche Linie durchzusetzen, sondern die Vielfalt der Meinungen sachlich widerspiegelt. Sachlich widerspiegeln bedeutet, sie nicht unterschwellig lächerlich machen, sie unterschwellig als bedrohlich darstellen. Mehrheiten haben genauso wenig die Weisheit mit Löffeln gefressen wie Minderheiten.
  • Freilich gibt es vollkommen absurde Ansichten, Vorstellungen von Welt, die mit der Realität nichts zu tun haben. Aber bevor man das anderen vorwirft, sollte man überlegen, ob diese Sichtweise wirklich so absurd ist – oder ob man nur seine eigene Meinung glorifiziert, um andere zu erniedrigen.
  • Weiterhin wünsche ich mir sehr, dass Sensibilisierung mit Blick auf Ungerechtigkeiten und Unrecht wächst.

Es geht darum, gemeinsam den besten Weg in die Zukunft zu finden. Weil keiner die Zukunft kennt, heißt das eben: Miteinander den Weg sachlich argumentativ zu suchen. Totschlagargumente gehören nicht dazu, verschweigen gehört auch nicht dazu, Nudging gehört nicht dazu, Recht missachten (auch um einer vermeintlich guten Sache willen) gehört nicht dazu…

Es geht also um: Einigkeit (nicht im Sinne von: alles sind einer Meinung, sondern: In Einigkeit sucht man einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zum Wohl der Menschen im Land als auch der EU und ohne den Blick nach Außen zu vergessen), um Recht, um Freiheit.

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