Auseinandersetzung unter Glaubenden

Auseinandersetzungen unter Glaubenden
finden wir schon vielfach im Neuen Testament.
So lange es nicht verräterisch und verleumderisch wird, geht es ja noch.
Auseinandersetzungen auch in der Kirche nehmen den Menschen ernst und treiben voran.
In den Auseinandersetzungen – dem einander ernst nehmen – geht Gott seinen Weg mit uns.

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Der Blog wird in den nächsten Tagen eher unregelmäßig bestückt werden.

Provokation zum Tag + Wilhelm und Hildegard Staehle + (N)GOs im Blick + Linke und Selbstbestimmung + Fake News Macher muss Fake News bekämpfen + Nuhr + Corona-Kämpfe + Regierungen und Geld + Machtdemonstrationen + InternetRecht – Deutschland hinterm Mond? + Grüne und ihre Windräder + Martenstein: Experte über Experten + Interview mit Bolz + Iran + Kölner Gendersternchen

Provokation zum Tag

Wilhelm und Hildegard Staehle (1877-1945)

Informationen aus: Peter Steinkamp: Oberst Wilhelm Staehle. Hilfe für Verfolgte durch den Kommandanten des Invalidenhauses und seine Frau, in: Wolfram Wette: Zivilcourage. Empörte, Helfer und Retter aus Wehrmacht, Polizei und SS, Fischer Taschenbuchverlag Frankfurt/M 2. Auflage 2006, 213-229 und: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Staehle und: https://www.deutsche-biographie.de/gnd119547430.html#ndbcontent und: https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/wilhelm-staehle

Er war ein Soldat, der in sehr vielen Bereichen eingesetzt war. Er kämpfte in China, im Zusammenhang des Boxeraufstandes in einer Strafexpedition, kämpfte im 1. Weltkrieg (wurde verwundet), wurde Nachrichtenoffizier, arbeitete in der Abwehr, knüpfte viele Kontakte mit dem Ausland, die später von Nutzen waren. 1919 wurde der Spartakusaufstand niedergeschlagen. (Seine Tätigkeit im Blick der Anklage gegen Heinrich Wandt wird mir nicht ganz klar.) 1928 heiratete er Hildegard, eine von einem Offizier geschiedene Frau, trat aus dem Heer aus. 1934 wurde er von der Luftwaffe als Ergänzungsoffizier aufgenommen.

Schon 1933 sah er in dem Nationalsozialismus „das Ende“. Er gehörte zur Bekennenden Kirche, hörte Predigten von Martin Niemöller, ging zu Heinrich Grüber, der eine Stelle leitete, die legal und illegal Menschen aus Deutschland führte, und sagte, dass er Juden versteckt hielt, die ins Ausland müssten. Er selbst setzte sich mit diesem für Verfolgte ein. 1937 knüpfte er Kontakte zu dem Widerstandkreis um Carl Goerdeler und wurde von einem katholischen Geistlichen, Professor Friedrich Erxleben (ein Freund Zuckmayers) in den regimekritischen Solf-Kreis eingeführt. Auch sein Jugendfreund Arnold Brill führte ihn in einen anderen Widerstandskreis ein, sodass er zu verschiedenen Widerstandsgruppen Zugang hatte. Er wurde 1939 als Kommandant der Invalidensiedlung und somit auch des Militärwaisenhauses eingesetzt. Hier und durch Kontakte kannte er viele Verstecke, in denen Menschen, die vor dem Regime flüchteten untergebracht wurden. Seine Frau und er waren sehr aktiv – es ging auch um Nahrungsmittelbeschaffung. In dem Beitrag von Steinkamp werden zwei Menschen genannt, die durch den Einsatz beider Gefahren entronnen sind. Diese Suche nach Nahrungsmitteln führte beide auch in die Niederlande und nach Österreich. Durch seine Mutter konnte er Niederländisch und knüpfte Kontakte zum Widerstand in den Niederlanden. Sein Ziel war es, herauszufinden, wie eine Zusammenarbeit mit dem Ausland möglich ist, wenn Hitler durch ein Attentat beseitigt wurde.

Im Zuge von Ermittlungen gegen den Solf-Kreis wurde er 1944 verhaftet und vernommen. Im Zuge des Attentats vom 20. Juli wurden die Vernehmungen durch Folter verschärft. Seine Frau wurde ein paar Wochen später verhaftet. Die Verhandlung vor dem Volksgerichtshof wurde verschoben, weil Freisler durch einen Luftangriff ums Leben gekommen war. Dennoch wurde er am 16. März 1945 zu zwei Jahren Haft verurteilt. Er wurde einen Monat später von SS-Männern zusammen mit anderen aus der Zelle geholt und erschossen. Ebenso wurde seine Frau, die im KZ Ravensbrück inhaftiert war, verurteilt. Sie hat nach dem Krieg im Osten mit die CDU gegründet und sich gegen Faschisten eingesetzt. Sie starb im Dezember 1945 von der Haft geschwächt an einem Autounfall.

*

Das sind nur ein paar Infos. Diese dürren Worte zu beider Biografien lassen ahnen, wie viel Mut und Phantasie Menschen aufbringen mussten, um dem Regime Widerstand entgegenzusetzen, um ein wenig Menschlichkeit der Unmenschlichkeit entgegenzustellen. Soweit ich weiß ist von ihnen nicht viel niedergeschrieben worden, sodass man sie nicht besser einordnen kann. Es wird auch deutlich, dass in solchen Zeiten möglichst wenig geschrieben werden durfte, um nicht andere und sich selbst in Gefahr zu bringen. Und das, was vor der Zeit des Mutes für deren Leben bestimmend war, wird auch nicht deutlich. – denn mir stellt sich die Frage: Wie geht er mit seiner Vergangenheit um? War sie der Motor dafür, nun widerständig zu handeln? Erkennbar ist nur, dass es auch in seiner militärischen Laufbahn aus verschiedenen Gründen Brüche gab. Zu ahnen ist: Menschen machen in ihrem Leben verschiedene Phasen durch; die letzte Phase führte dazu, aus dem Glauben heraus mutig Menschlichkeit zu leben.

(N)GOs im Blick

Bei so manchen (N)GOs läuft die staatliche Förderung vermutlich bald aus: https://nius.de/politik/news/wir-stellen-das-programm-grundsaetzlich-neu-auf-familienministerium-laesst-foerderung-von-200-ngos-auslaufen Das dürfte Zoff unter den Linken geben – da müssen sich diejenigen, die sich dem Wohl der Bürger verantwortlich fühlen, warm anziehen, diesen Zoff ausstehen zu können. Aber: Es wird wohl kaum Zoff geben, dazu werden die Verantwortlichen wohl zurückweichen und versuchen, irgendwie Liebkind Linker zu sein. Irre ich mich? Die Zukunft wird es zeigen.

Keine NGO – es geht im GIZ: Ich wüsste gerne, wie das gerechtfertigt wird, dass ein Viertel von 188 Millionen, die für Afghanen bestimmt waren, in den Verwaltungsapparat fließen. Wenn man den Artikel liest, muss man daran denken: Nur keinen Neid, das bezahlen ja die Steuerzahler! https://apollo-news.net/477-millionen-euro-strukturkosten-wie-ein-spd-gefhrter-staatskonzern-mit-der-afghanen-aufnahme-geld-verdiente/ Hier begegnet uns als Hessen ein alter Bekannter an der Spitze: Thorsten Schäfer-Gümbel. Ein Gruß geht raus.

Linke und Selbstbestimmung

Linke und Selbstbestimmung – ein sonderbares Geschwisterpaar. Wenn die Selbstbestimmung links bestimmt ist: dann klappt es mit beiden wunderbar. Ist allerdings die Selbstbestimmung nicht links bestimmt, dann gibt es ständig Zoff. Das betrifft nicht nur Linke und Juden. Aber auch – das wird wieder einmal bestätigt: https://nius.de/gesellschaft/news/antisemit-der-woche-linksjugend-politiker-erik-uden-spricht-juden-das-recht-auf-selbstbestimmung-ab

Fake News Macher muss Fake News bekämpfen

Das ist immer gut, wenn Fake News Macher dazu eingesetzt werden, Fake News zu bekämpfen. Vor allem dann, wenn es darum geht, böse politischen Gegnern auf die Finger zu kloppen. Aber bei einem selbst sind das keine Fake News, sondern ist das die große Kunst, Geschichten zu erzählen, oder die Kunst, Menschen zu führen – auf jeden Fall gut. Anders als bei den anderen fake News Machern.

Die Alten kannten das schöne Sprichwort: Den Bock zum Gärtner machen. Böcke gibt es nicht mehr so viele, aber dafür kann man heute sagen: den Fake News Bekämpfer zum Fake News Macher zu krönen.

Ansichtssache, angestoßen von dem Thema: https://nius.de/politik/news/correctiv-200-000-euro-steuergeld-kampf-gegen-desinformation-trotz-gerichtsurteil

Nuhr

Habe schon lange nicht mehr auf Nuhr hingewiesen. Hier möchte ich es mal wieder tun: Hier

Corona-Kämpfe

Es geht weiter mit den zwei unterschiedlichen Beurteilungen der Corona-Impfstoffe und Impfungen. Und es wird auch immer so weiter gehen, vermute ich, bis diejenigen nicht mehr das Sagen haben, die für die Verbreitung und Zwänge verantwortlich waren. Ich will ja nichts vorweggreifen – aber spannend ist die Auseinandersetzung schon. Und es kommt mal wieder der Gedanke auf: Die Wissenschaft gibt es nicht, weil es immer unterschiedliche Interpreten gibt. Ich sprach nicht über das Thema Klima und CO2, sondern Corona.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/corona-enquete-impfstoffe-streit-lauterbach-sterz und: https://apollo-news.net/bei-enquete-kommission-lauterbach-raeumt-ein-dass-die-impfpflicht-politisch-motiviert-war/

Regierungen und Geld

Die Ampel 1.0 verprasste das Geld wegen der Rot-Grünen Hobbys. Die Ampel 2.0, die keine Ampel ist, sondern eher Albanienfarben hat, macht weiter, bricht zumindest nicht kolossal mit den ideologischen Hobbys der Ampel 1.0.

Ich schrieb es schon häufiger: Wenn Politiker das Geld für irgendwelches ideologisches Gedöns verprassen, dann kann man auch nicht einsehen, dass man mehr Steuern zahlen muss oder andere Erhöhungen ertragen muss. Erst sollen die mal ihre Politik entideologisieren und dann kann man weiter reden. Zudem finde ich, man muss die Ukraine maßvoll unterstützen, wenn es um Wiederaufbau und Halten der Grenzen geht. Darauf muss sich auch die Diplomatie konzentrieren. Kein Zurückerobern, keine militärischen Aufrüstungen. Alles andere ist Humbug und Geldfresserei.

Diejenigen, die in politischen (N)GOs herumwirken, die sollen fortgebildet werden, damit sie in produktiven Berufen Fuß fassen. Die BürokratieStellen müssen abgebaut werden – behalten werden dürfen nur die notwendigen Stellen. Damit sind extrene Dienstleister zu beauftragen. Das Aufblähen der Ämter auf allen möglichen Gebieten ist nur teuer und hilft letztlich nicht den unterbesetzten Stellen. Es ließe sich so manches machen, wenn die Verantwortlichen nur ideologische Spannungen überwinden könnten und statt sich von Ideologie von dem leiten ließen, was unserem Land gut tut.

Zudem sei auch bei all diesen Plänen der Regierung bedacht, dass die Infos auf Menschen trifft, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, die sowieso mit dem Geld kaum über die Runden kommen. Nicht die Reichen dürfen Maßstab sein für Steuereinnahmen, sondern die Armen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/hinter-verschlossenen-tueren-regierung-arbeitet-an-steuererhoehungen-und-reformen Dazu auch: PR vor der Wahl: Reformen sollen kommen – aber wirklich PR oder beängstigend? https://www.youtube.com/watch?v=XYMJg1_Ujl0

Ach ja, Unabhängige sind nicht so gerne gesehen. Ist klar. Herrscher brauchen eher Zustimmer als Kritiker, denn das fördert das Ego.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/dreister-angriff-auf-kritische-wirtschaftsinstitute-wer-schadet-hier-der-demokratie-herr-hoffmann/ und: https://apollo-news.net/zweckentfremdung-klingbeil-ignorierte-mahnungen-des-bundesrechnungshofs-monatelang/

Machtdemonstrationen

Die wissen, wie man seine Macht demonstriert und den Aufnahmeländern einerseits links-grünen Jubel auslöst – oder aber auch Erschrecken bei anderen, Freiheit Liebenden: https://apollo-news.net/zehntausende-feiern-ramadan-ende-in-wien-groaufgebot-der-polizei-im-einsatz/

Und so kann es kommen, dass Menschen des Landes bedroht werden, denn Allahu Akbar Geschrei ist nicht unbedingt als eine freundliche Begrüßung bekannt. Und die Herrschaften glauben wirklich, dass sie, wenn sie AllahuAkbar schreien, gegen Islamfeindlichkeit protestieren? Sie fördern sie nur – aber Feindlichkeit wird von manchen schon gefühlt, wenn man sie nur kritisiert. Ein verängstigter Premier und ein Verharmloser der Situation – ist der der richtige Mensch an verantwortlicher Position? Und solche Schreier sind es, die aus meiner Sicht Islamfeindlichkeit fördern, aber nicht nur die Schreier, sondern auch die Machtdemonstrierenden gegen die Aufnahmeländer: https://apollo-news.net/unter-allahu-akbar-rufen-premierminister-albanese-whrend-ramadan-fest-in-moschee-angegangen/

Und auch in London gab es solche Machtdemonstration – diskutiert wird die Besetzung öffentlicher Plätze im Zuge dieser Machtdemonstrationen: https://nius.de/ausland/news/massengebet-muslime-trafalgar-square-grossbritannien-islamisierung

InternetRecht – Deutschland hinterm Mond?

Wenn es um Gewalt in der Ehe geht und darum, Unrecht im Internet zu bekämpfen hinkt Deutsches Recht hinter dem Spanischen hinterher? Das wird zumindest hier in dem grauslichen Fall (Unschuldsvermutung!) Ulmen gesagt. https://www.youtube.com/watch?v=XYMJg1_Ujl0 und: https://nius.de/medien/news/collien-fernandes-zeigt-christian-ulmen-an-virtuelle-vergewaltigung-identitaetsdiebstahl Menschen, die so etwas machen – unabhängig von dem Fall – sind vermutlich bis ins tiefste Wesen hinein moralisch krank. Das Thema wurde auch in der Tagesschau vom 20.3. aufgenommen – dort wurde gesagt, dass Ministerin Hubig in der nächsten Woche ein Gesetz vorlegen möchte, um Frauen – ich hoffe insgesamt Betroffene – zu schützen. Zudem wundert mich, wie schnell die Tagesschau reagiert und das als erstes Thema in der Sendung bringt – weil es sich mit dem Opfer um eine Mitarbeiterin des NDR handelt? Zudem: Dass Hubig schon für die nächste Woche ein Gesetz ankündigt, wundert mich auch. Das klingt nach konzertierter Aktion. Was nicht schlecht ist, wenn es Menschen dient, die entsprechend sozial misshandelt werden. Aber irgendwie wundert mich alles – was wird politisch bezweckt?

Zu dem Thema „virtuelle Vergewaltigung“ – und das gibt es häufiger? Neue Form der Strafbarkeit – in der digitalen Welt mehr kriminelle Handlungen als in der analogen Welt – und das muss man berücksichtigen lernen https://www.youtube.com/watch?v=qX5dCEJw3b8

Grüne und ihre Windräder

Es ist unfassbar, dass die Grünen auf den obersten Ebenen nicht verstehen, was für einen Unfug sie erzählen, wenn sie sagen: Hätten wir nur die Energiewende vorangetrieben, wäre uns Öl und Gas aus dem nahen Osten nicht mehr wichtig. Soweit ich mitbekommen habe, können Windräder usw. überhaupt nicht hergestellt und transportiert werden ohne die fossilen Energien. Ich lasse mich ja gerne vom Gegenteil überzeugen – aber ohne diese geht es nicht. Nun denn, das scheinen auch andere so langsam zu verstehen. Sie versuchen nun verzweifelt diese Notlage auszunutzen, um ihre ideologischen Ziele voranzutreiben. Aber das ist Augenwischerei.

Zu dem Thema Windräder, die sich nicht mehr rentieren: https://www.youtube.com/watch?v=qX5dCEJw3b8

Martenstein: Experte über Experten

Dazu: https://www.youtube.com/watch?v=lqgAWtNKrJU Reminder an (nicht vergangene) alte Zeiten: Marxismus ist keine Meinung – Marxismus ist Wissenschaft. Und so sucht man sich Experten raus, die einem passen – und die sind dann in ÖRR meistens Regierungskonform.

Interview mit Bolz

Dazu: https://www.youtube.com/watch?v=l5vCl8_WC-k

Thema z.B.: Islamisierung Deutschlands – sie vorantreiben; ich frage mich: wer kann denn irgendwas aus islamischer Religion auf unsere Tradition, in unsere Gegenwart übertragen wollen? Es gibt einen Hang zur Gesetzlichkeit, weil viele von der Freiheit überfordert sind. Aber kann unsere Gesellschaft das wirklich wollen? Dagegen kämpfte übrigens schon der Apostel Paulus, gegen die freiwillige Unterwerfung unter die Gesetzlichkeit in dem Sinn, dass alles bestimmt wird, mir Entscheidungen abgenommen werden. Bolz meint, wir können den Jugendlichen kein Identifikationsangebot machen. Wir drängen aufgrund dieses nicht vorhandenen Identifikationsangebots die Zugekommenen in ihre Tradition zurück.

Sehr gut auch über Habermas: Von der Bewusstseinsveränderung anderer durch Linke hin zur Kommunikation. Aber eben: Er hat linke Ideen organisiert, dadurch mächtig gemacht, so Bolz – spannend finde ich das, was ich an Habermas immer kritisierte, dass Menschen guten Willens sich hinsetzen müssen, und zu einem Konsens kommen sollten. Wer sind die Menschen guten Willens – und wer bestimmt das, war immer mein Problem. Ich hatte nicht durchschaut, dass es darum ging, Linke als Menschen guten Willens anzusehen, die dann natürlich idealerweise zu einem Konsens kommen können (lustig ist natürlich, dass das ein Idealbild ist, wenn man an die unterschiedlichsten Linken Gruppierungen denkt, die einander befehden – lustig mit Blick auf den traurigen Fall von Stalin und Trotzky). Dieser Schwerpunkt wird daran sichtbar, dass Habermas den differenzierten wissenschaftlichen Blick nicht mitging, wenn es darum geht, die Vergangenheit differenzierter in den Blick zu bekommen, anstatt aus linker Sicht alles zu beurteilen. Es ging auch Habermas um die Diskurshoheit der Linken über alle, die eben nicht links waren. Das ist laut Bolz an dem Historikerstreit erkennbar. Spannend auch das zum „Kommunikativen Handeln“ Gesagte. Sprache handelt – Sprache verletzt irgendjemanden (Thema Woke). Über die Sprache wird also Macht ausgeübt (- aber eben nicht nur die Verletzenden tun das, sondern eben auch die, die sich verletzt fühlen und damit dann, weil sie es zur Sprache werden lassen, verletzen. Aber das ist dann das gute Verletzen, weil es die Welt zum Woken Weltbild verändern will?).

Eine Anmerkung: Habermas ging es ja auch um Ethik – Diskursethik, um gesellschaftlichen Konsens. Den wollte er aus linker Perspektive erreichen. Heute merken Linke, dass dieser durch Machtpolitik herbeigeführte Versuch eines linken Konsenses nicht mehr funktioniert. Darum sind sie so sauer – und zwar auf allen Ebenen. Die ganzen politischen (N)GOs, die von den links-grünen Politikern finanziell unterstützt wurden, sollten mit Hilfe der Steuergelder die Menschen erziehen im Sinne linker Weltanschauung. Und das klappt nicht, weil die gesellschaftlichen Strömungen vielfältiger sind. Darum werden sie wepsig, weil sie merken, in der Gesellschaft gibt es Strömungen, die sich nicht durch Drohungen unterwerfen lassen. Die Sehnsucht nach eines gesellschaftlichen Gleichschritts unter linker Prämisse wird durchkreuzt von anderen Weltanschauungen und natürlich von der Religion. Habermas und Papst Benedikt XVI. diskutierten 2004 ja miteinander, und da traten eben schon die unterschiedlichen Sichtweisen deutlich heraus. Dennoch musste sich Habermas einiges an Kritik von linken Seiten gefallen lassen.

Iran

Ich weiß nicht – aber eine Bodenoffensive Israels könnte zu einer massiven Niederlage führen. Der Iran ist ja immens groß, auch mit Blick auf die Bevölkerung. Wenn die Bevölkerung aus Angst nicht mitmachen sollte, laufen sich die Soldaten zu Tode. Das ist viel zu gefährlich auch mit Blick auf Einkesselungen. Von daher: Lese ich das nur mit Erschrecken. Iraner sind keine Palästinenser.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/krieg-gegen-die-hisbollah-jetzt-greift-israel-zum-todessto/

Kölner Gendersternchen

Das muss man der Kölner Uni schon lassen: die sind Hartnäckig. Manche verrennen sich auf Steuerzahlerkosten – aber hartnäckig sind sie schon. https://apollo-news.net/neuer-genderleitfaden-der-uni-kln-mahnt-zum-gendersternchen/

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Nichts klappt mehr so richtig – Arbeitsmoral

Viele wundern sich, dass es im Land nicht mehr klappt.
Aus meiner Sicht ist das auch eine Folge der Abwendung vom christlichen Glauben.
Denn dieser hat eine ganz besondere Arbeitsmoral im Blick
und auch mit Blick auf das Tragen von Verantwortung hat er Besonderheiten:

Wir arbeiten nicht für uns selbst
sondern vor Gott für andere.
Wir sind nicht von unseren Launen abhängig,
sondern abhängig vom Willen Gottes.

Es geht nicht (in erster Linie) um:
Selbstverwirklichung,
Karriere,
Geld,
Ansehen,
Work-Life-Balance,
Harmonie,
Arbeitsvertrag,
Sinnsuche.

Es geht darum:
Gott beruf-t mich zu dem Dienst.
Er begabt mich zu bestimmter Arbeit.
Er ist der Sinn des Lebens – nicht die Arbeit,
trägt Arbeit zum Sinn bei, ist das schön.
Mit Gott wird die Arbeit angegangen,
mit Gott wird die Arbeit vollbracht,
mit Gott wird die Arbeit beendet.

Und viele müssen einfach arbeiten,
tun, was sich ihnen bietet,
um sich und die Familie ernähren zu können.
Arbeit ist keine masochistische Selbstbestrafung,
aber häufig auch unangenehm und sehr schwer.
Es gilt im christlichen Leben:
Mit Gott wird die Arbeit angegangen,
mit Gott wird die Arbeit vollbracht,
mit Gott wird die Arbeit beendet.

Und so ist zu fragen:
Was tut mir,
was tut meiner Familie,
was tut meinem weiteren Umfeld,
was tut der Gesellschaft gut –
und: Was ist notwendig?
Was ist Gottes Wille?

*

Ein paar Anmerkungen zum Neuen Testament: Kolosser 3,23: Was ihr auch tut, das tut von Herzen dem Herrn und nicht den Menschen.
Ist Gott der Chef, dann ist man auch ehrlich, fair, verantwortungsbewusst, nicht korrumpierbar – das auch dann, wenn andere Menschen nicht hinschauen. Arbeiten um abzugeben, finden wir zum Beispiel im Epheserbrief 4,28. Und so ist auch Jesus gegen das Arbeiten, dass nur einheimsen will und die Arbeit nicht in größere Kontexte einbettet (Lukas 12,16-21). Aber eben auch: Arbeiten nicht, um sich zu zerstören – darum Sabbat/Sonntag arbeitsfrei. Jesus legt viel Wert auf das Hören des Wortes Gottes, weil Arbeit nicht der Lebenssinn ist (Lukas 10,38-42). Die Arbeit wird eingebunden in den Dienst Gottes – nicht in dem Geldgieren (Lukas 16,13). Jesus hat freilich eine gewisse Tendenz, die Arbeit zu relativieren – aber nicht wegen Faulheit, sondern wegen des Dienstes für Gott (Matthäus 6,33). Und gegen Ausbeutung hören wir: 5. Mose 25,4 – aufgegriffen von Paulus 1. Korinther 9,9 und s. 1 Timotheus 5,18.

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Provokation zum Tag + Krankenkassen + Linke Kulturschaffende + Aus Versehen + AfD auch im Westen + EU und Ungarn + Linke und Israel + Grüne und Islam + Bürokratieabbau + Benzin: Italien und Deutschland + Türkische Staatsanwälte – Betrug? + Politiker und ÖRR lassen sich gerne verführen + Iran + Tagesschau + Berlin: Vergewaltigung

Provokation zum Tag

Krankenkassen

Wer soll das bezahlen, wenn viele dazu kommen und nicht bezahlen? Der arbeitende und ruheständlerische Bürger.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/nachrichten/news/chef-der-kassenaerztlichen-vereinigung-rechnet-ab

Linke Kulturschaffende

Es ist blöd gelaufen, taktisch unklug usw. ohne Frage. Aber spannend ist es zu sehen, wie nun auf einmal solche Kulturschaffende merken, dass sie kleine Stiche der Gegnerschaft bekommen. Und das gefällt ihnen gar nicht. Sie dachten vermutlich, dass die Gesellschaft und die Kultur schon in ihren Fäusten ist – nun aber gibt es hier und da kleine Nadelstiche des Widerstandes – und schon sind sie aus dem Häuschen. Daran kann man aber auch erkennen, wer sich alles in dem Häuschen des Linksmilieus eingenistet hat. Diese Aktionen bringen auch so manche, die klamm heimlich und still gewirkt haben, dazu, sich zu outen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/weimer-leipzig-buchmesse-linksextremismus-nius

Aus Versehen

Es geschieht aus Versehen, weil irgendein Mitarbeiter versagte. Außerdem seien es irgendwelche Sachzwänge. Solche Verteidigungsschienen sind beliebt. Manchmal mag es stimmen. Aber wann stimmt es und wann nicht? Ach so, ja, und dann – es wollte keiner so – und dann wird es spannend: Es wird nicht mehr vorkommen. Wieso wird es dann nicht mehr vorkommen, wenn es ein Versehen war? Versehen können immer vorkommen, darum sind es ja Versehen. Logik ist nicht jedermanns Ding.

Ansichtssache fragt – zu dem Thema: https://apollo-news.net/missachtung-des-neutralitaetsgebots-staatskanzlei-filmte-videos-fuer-cdu-kanaele/

AfD auch im Westen

Im Westen scheint die AfD auch angenommen zu werden. https://apollo-news.net/umfrage-afd-festigt-in-hessen-mit-rekordzahlen-den-zweiten-platz/ und: https://nius.de/politik/news/insa-umfrage-baden-wuerttemberg-mehrheit-fuer-schwarz-gruen-koalition-afd-platz-zwei

EU und Ungarn

Bereitet die EU eine Rumänisierung Ungarns vor? In Rumänien wurde durch Einfluss der EU das Wahlergebnis annulliert. Sind sie auf dem Weg dahin auch in Ungarn? Sind die dafür zuständigen Richter schon informiert worden?

Ansichtssache fragt zu dem Thema: https://apollo-news.net/wegen-der-wahl-in-ungarn-eu-fordert-internetplattformen-auf-gegen-vermeintliche-desinformation-vorzugehen/

Linke und Israel

Die sind ja voll auf Israelfeindlichkeit-Kurs. Erst tritt der AntisemitismusBeauftragte zurück, weil er keinen Rückhalt in der Linken Partei hat, dann wird Gysi als Rassist beschimpft, weil er den Antisemitismus Zugereister in der Linken Partei zur Sprache bringt und soll in ein Erziehungslager, oh sorry, heute heißt das, sich einer „antirassistischen Weiterbildung“ unterwerfen (spannend ist, dass Rassisten von einem fordern, er soll sich antirassistisch weiterbilden lassen. Denn was ist Antisemitismus anderes als Rassismus?). Und nun spricht eine davon, dass Israel ein Großisrael errichten wolle. Die potentiellen Wählerstimmen scheinen doch sehr zu locken. Der Verfassungsschutz in Niedersachsen prüft antisemitische Tendenzen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/laut-linken-chefin-schwerdtner-strebt-israel-nach-groisrael-und-vernichtung-der-palstinenser/ und: https://apollo-news.net/antizionistischer-antrag-verfassungsschutz-prueft-antisemitische-tendenzen-in-der-partei-die-linke/ und: https://www.youtube.com/watch?v=x-Z6CdrV5is und: https://www.youtube.com/watch?v=y6pIUi7PCgk

Grüne und Islam

Grün und Islam passt schön zusammen. Aber das ist doch ein starkes Stück, dass die Grünen ein Ramadan Gebetstreffen im Bundestag hatten mit der Trennung von Männern und Frauen. Was macht man nicht alles wenn man (a) dieser Gesinnung ist oder (b) sich an Starke anbiedern möchte oder (c) voll naiv ist oder (d) als Moderne toll findet und dem nachläuft. Das kennzeichnet Grüne ja schon seit deren Beginn. Ich muss es nicht weiter ausführen. Die Grüne Vergangenheit hat auch ein paar sehr dunkle Seiten. Und das scheint irgendwie zu einer Partei zu gehören, die allen Modernismen hinterherrennt. Aber eine gewisse Schizophrenie muss dann in Kauf genommen werden: eintreten für die Rechte der Frau und parallel dazu Trennung von Männern und Frauen. Aber egal. Ich muss es nicht verstehen. Bin ja auch kein Grüner. Kenne auch die Argumente dafür: Die Frauen werden von Männern getrennt, um sie vor Männern zu schützen. Passt auch wunderbar in die Trendbubble. Grüne als Trojanische Pferde.

Übrigens: Wo Muslime beten – der Bereich gehört Allah. Auch danach noch? Und Kaddor hat echt vom politischen Fastenbrechen gesprochen? Ich wüsste gerne, wie sie das meint. Denn der politische Islam – den man ja Islamismus nennt – ist in unserem Land nicht besonders beliebt, zumindest bei den Nichtgrünen nicht, weil er doch ein ganz anderes System im Blick hat als unser demokratisches, freiheitliches System. Wie unter dem Link gesagt, dass es nicht verständlich ist, dass Stürzenberger keinen Zugang bekommt, aber die Islamisten?

Nicht extremistische Muslime wie nicht extremistische Nichtmuslime sind angesichts dieser Bevorzugung des Islamismus, der traditionellen und sehr konservativen Muslime, entsetzt. Seit Jahren wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Politiker nicht die Extremen unterstützen sollen, sondern eben die Muslime, die ihren Glauben nicht extrem leben. Aber das hat sich zum Schaden unseres Landes noch nicht bis in alle Bereiche der Politik herumgesprochen – oder hat es sich herumgesprochen, aber die Extremen haben schon zu viel Macht?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/nius-live/news/kissler-ueber-das-politisch-muslimische-fastenbrechen-im-bundestag-die-gruenen-sind-die-partei-der-die-islamisierung-deutschlands-gar-nicht-schnell-genug-gehen-kann und https://www.youtube.com/watch?v=bpK_R1Y_2-g und: https://www.youtube.com/watch?v=61pFLGxOyUM

und: https://www.youtube.com/watch?v=bpK_R1Y_2-g

Seyran Ates: „Irrsinn“, Kopftuchislam wird unterstützt, liberaler Islam wird bekämpft – Linke und Grüne kämpfen um muslimische Wählerstimmen – aber ich denke, das ist zu kurz gegriffen, wenn man die Akteure bei den Grünen sieht. Es geht denen um mehr. Von daher hört man von den Grünen auch nichts zum Thema Parallelgesellschaften, Zwänge usw.

Nachtrag: Natürlich sind nicht alle Grünen dermaßen naiv. Aber meine Frage ist immer, bei allem, was ich hier schreibe, auch mit Blick auf andere Parteien: Warum macht das Fußvolk ohne Murren alles mit, was die Führung so verzapft?

Bürokratieabbau

Heute heißt das nicht, dass mehr Bürokratie abgebaut wird, sondern nur, dass Bürokratie gebündelt wird. Die Herrschaft der Bürokraten lässt sich doch so leicht nicht entmachten. Das bekommen noch nicht alle mit. Bürokratieabbau heißt für die Hochwohlgewählten und die, die es nicht sind nur, dass weniger Papierkram die Tische wechseln. Aber die Grundlage bleibt: Was Papier war, wird digital. Man kann doch die Arbeitsplätze in den Ämtern nicht reduzieren.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/auf-dem-eu-gipfel-werden-keine-konkreten-massnahmen-zur-buerokratieentlastung-erwartet/

Benzin: Italien und Deutschland

Italien senkt die Steuern. Und was sagen die deutschen Hochwohlgewählten? Das liegt nicht an der Steuer, dass der Preis hochgetrieben wird. Hat das eigentlich jemand behauptet? Eher geht es darum, dass die Steuer massiv ist und jetzt durch den Krieg der Preis hochgetrieben wird. Aber eine Steuersenkung wäre ein gutes Mittel, die Bürger zu entlasten. Aber das kommt den CO2-lern nicht so in den Sinn. Leute sollen weniger fahren. Das ist so die Ideologie hinter deutschen Hirnen, die wohl in Italien noch nicht so weit fortgeschritten ist.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/italien-beschliesst-senkung-der-steuern-auf-benzin-und-diesel-spritpreise-sollen-um-25-cent-sinken/

Türkische Staatsanwälte – Betrug?

Echt jetzt? Türkische Staatsanwälte sollen in einer Betrugsmasche verwickelt sein? Sie stellen eine Bescheinigung aus, dass ein Türke politisch verfolgt wird – und so bekommen dann die Herrschaften hier bei uns Asyl. Aber wenn die Staatsanwälte darin verstrickt sind, stellt sich die Frage: Bekommen alle diese Bescheinigung oder nur Leute, die die türkische Regierung hier einschleusen will? Es scheint sich wirklich eher um eine Masche Einzelner zu handeln, nicht um eine Staatsaktion.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/betrugsmasche-entlarvt-tuerkische-staatsanwaelte-verkaufen-fake-anklagen-an-asylbewerber-in-deutschland/

Politiker und ÖRR lassen sich gerne verführen

Wenn es in ihre Ideologie passt, dann lassen sich ÖRR und Politiker gerne von irgendwelchen ChefIdeologen – mit ihrem Masterplan, um den Begriff aufzugreifen – an dem Nasenring durch die Manege führen. Was ich mich frage: Was sagen all die, die empört mitgelaufen sind, dazu, dass sie Fake News aufgesessen sind? Sagen sie: war schon richtig – hätte ja sein können? Was einer gewissen Ironie nicht entbehrt. Man liebt Fake News, wenn sie die eigene Meinung bestätigen. Kurz: Wir haben dann sehr viel mit Menschen zu tun, die sich gerne von Fake News emotionalisieren lassen. Schlecht für die Demokratie. Bei allem muss aber noch berücksichtigt werden: Was wird das Berufungsgericht sagen? Bestätigt es das Urteil? Sind diese Richter von der Argumentation überzeugt? Vor Gericht und auf See weiß man nie – oder wie heißt der Spruch? Noch sind nicht alle Gerichte gebrieft.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=Yb5SeXQC8j8

Iran

Das fliegt uns alle um die Ohren – aber unsere Politiker wollen sich raushalten. Die Rechnung werden wir dennoch präsentiert bekommen. Aber wir haben uns rausgehalten, haben ein gutes Gewissen. Dann wundern sich alle, dass die Rechnung noch höher wird, weil wir uns rausgehalten haben. Interessant finde ich, dass merz sagte, dass wir ja nicht gefragt worden seien – wir hätten nein gesagt. Kann es sein, dass er nicht gefragt wurde, weil man wusste, dass er nein sagt? Aber nun sind alle in dem Netz des Krieges – ob wir dagegen oder dafür sind. Es gibt kein Heraushalten mehr, ohne sich selbst zu Schaden. Es ist schlimm – aber Realität, wie ich sie wahrnehme.

Tagesschau

Was war das mal wieder eine Tagesschau am 19.03. Stundenlang (gefühlt) über vollkommen Irrelevantes: die Tagesschau selbst und dann tönt da noch einer, dass er entscheidet, was relevant ist, was nicht. Selbstsatire. Leider hat sie es nicht so verstanden, sondern ernst gemeint. Und dann auch noch ein vollkommen irrelevanter Satz in der Anmoderation der Leipziger Messe. Es ging um die Preisträgerin. Was hat sie gesagt? Das wird nicht berichtet. Nur, dass sie gegen Weimer was gesagt hat. Opportunismus wahrscheinlich.

Berlin: Vergewaltigung

Stimmt die Info? Rosa Minta hat die Vergewaltigung des Mädchens, die in der letzten Zeit vielfach thematisiert wurde, der Polizei gemeldet. Darüber hatte ich bislang nichts gehört. https://www.youtube.com/shorts/BtCg4eXRkvE

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Michael Kitzelmann (1916-1942) (Fortsetzung)

Ich hatte schon Wesentliches über Michael Kitzelmann dargelegt: Hier. Inzwischen habe ich auch das Buch von Hans Hümmeler bekommen: Michael Kitzelmann. Mensch, Soldat, Christ. o.J. [1964(?)] In ihm finden wir auch die Tagebuchaufzeichnungen und Briefe abgedruckt. Was ich unter dem Link geschrieben habe, wiederhole ich nicht mehr. Zu meiner Reihe: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/

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In meiner Darlegung hatte ich auch auf sein Christsein hingewiesen. Sein katholisches Elternhaus und seine Dorfgemeinschaft waren stark katholisch geprägt und auch dem Nationalsozialismus gegenüber kritisch eingestellt. Kitzelmann hatte eine gewisse euphorische Stimmung, verteidigte Hitler gegen Vorwürfe seines Vaters, als der Sieg über Frankreich in Händen lag (65f.). Ich kann mir denken, dass der junge Mann eben mitgerissen war von der Situation, aber auch: Er wusste, dass die Briefe gelesen werden konnten, und ist es möglich, dass er so massiv pro Hitler schrieb, weil er das wusste und keine Scherereien bekommen wollte? Wie dem auch sei: Insgesamt überwiegt die negative Einstellung.

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Auch bei Kitzelmann ist erkennbar: Menschen führen Krieg – aber angesichts der vielen Toten im Zuge des Angriffs auf Polen schreibt er: „Ich habe mein Schicksal in Gottes Hände gelegt, der allein über Tod und Leben gebietet. Es ist zwar ein hartes Opfer, aber der Herr hat mir das Leben gegeben und wenn er es wieder fordert,… so will ich mich ergeben darein fügen.“ (51) Das ist – ich hatte das Thema im Kontext von Ihlenfeld auch beobachtet – immer wieder ähnlich: Menschen sind verantwortlich für den Krieg, aber das Leben und Sterben werden mit Gott in Beziehung gebracht. Kitzelmann hebt dadurch das Tun der Menschen auf einen höhere Ebene. Er sieht den Polenkrieg prophetisch als Vorspiel zu einem „bevorstehenden Vernichtungskampf, den Europas Völker jetzt zielbewußt und fieberhaft vorbereiten. Der Stein des Krieges wurde gewaltsam ins Rollen gebracht und nun vermag man ihn nicht mehr aufzuhalten und er droht des Volkes letzte Kraft und Wohlstand in den Abgrund zu reißen.“ Er hofft auf ein Wunder, das das verhindern wird, fragt aber: „oder will Gott ein Strafgericht an der Menschheit vollziehen? Unsere Zeit hat ihn mit Vermessenheit verschmäht, verhöhnt und gelästert, doch wir werden seinen mächtigen Arm zu spüren bekommen.“ (55)

Leider wird hier nicht deutlich, ob er denkt, dass Gott die Menschen wegen des Ungehorsams in den Krieg führen wird, oder ob es der Ungehorsam des Menschen ist, die Loslösung von Gott, die den Menschen in den Krieg bzw. den Abgrund führen wird.

Von den Nationalsozialisten und den militarisierenden Bürokraten spricht er nicht gerade freundlich, nennt sie 1941 „Parteibonzen und andere Schmarotzer“ (77) oder spricht von seltsam uniformierten Menschen der Verwaltung mit ihren „sicheren Pöstchen“ von „Etappenschweinen“ (82), von der „verschworenen Gemeinschaft“ der Nationalsozialisten (91), von „Sauhaufen“ (99). Er bemerkte vor dem Angriff auf die Sowjetunion, dass da was im Busch ist und stand dem Treiben immer kritischer gegenüber. So schreibt er schon zu Beginn des Krieges: „Der einzige Gedanke und Wunsch eines jeden ist nur: Ende des Krieges, raus aus Rußland… Doch wer fragt uns, ob wir wollen oder nicht! Trotz all unserer Siege sind doch eigentlich wir das geschlagene Volk… wir werden Jahr um Jahr in neue Kriege gehetzt, Jahr für Jahr fließt von neuem deutsches Blut, und zu Hause in den Städten darben und hungern Tag für Tag Millionen von deutschen Mitmenschen. Unser Herrgott scheint tatsächlich sein Auge vom deutschen Volk abgewendet zu haben. Ist ja auch kein Wunder, wo man ihm in Deutschland, im deutschen Volk das letzte Plätzchen entreißen will. Aber niemand bei uns fühlt seine schlimme Rache, das ist das Ärgste.“ (85)

Um den oben begonnenen Gedanken weiterzuführen: Auch hier ist beides erkennbar: Einmal, dass die Abwendung des Menschen von Gott dazu führt, dass Gott sich abwendet, den Menschen allein lässt, der Mensch also Schlimmes tut – andererseits aber ist von Gottes Rache die Rede. Ist die Abwendung die Rache oder führt Gott die Menschen in den Krieg? Wie auch immer das zu beurteilen ist: Die politische Lage und die Beziehung zu Gott werden aufeinander bezogen. Sie hängen zusammen.

Er begann, sich „gegen die Allmacht des heidnischen… Staatswesens zu stemmen, auch mit Gefahr für Leib und Leben.“ Wie die Urchristen (91). Dann wurde er verraten. Vorwurf: Staatsfeindliche Äußerungen.

Was im Kriegsgericht eine Rolle gespielt hat, das ist seine Aussage: „Daheim reißen sie die Kreuze aus den Schulen, und hier macht man uns vor, gegen den gottlosen Bolschewismus zu kämpfen.“ (96) 1941 hatte er in einem Brief geäußert, dass die Armee dazu berufen sei, den Bolschewismus im deutschen Volk zu bekämpfen, „mit Stumpf und Stil auszumerzen“. Die Armee (in dem Buch wird auch auf die Offiziere des 20. Juli 1944 hingewiesen) sah sich zum Teil als eine besondere Größe an, die Hitler Widerstand leisten muss. Meint Kitzelmann hier mit Bolschewismus die NSDAP? (99)

Nach seiner Verurteilung hat Kitzelmann ein Tagebuch geschrieben, das sein Denken und seinen Gefühlen Ausdruck gibt. Der Pfarrer, der ihn in Gefangenschaft betreute, gab der Familie dieses Tagebuch, nachdem der Sohn hingerichtet worden war. In diesem wird deutlich, dass er sehr intensiv in der Not gebetet hat, es ihm dann aber bewusst wurde, dass er bald vor Gott stehen wird. Und so hat er mit Gott alles geklärt, um sich auf die kommende Ewigkeit einzustellen. Die Leidensgeschichte Jesu beschäftigt ihn sehr stark. In seinen Briefen erkennen manche eine Entwicklung hin zu dem immer stärkeren Einstimmen in den Willen Gottes, des sich geborgen Wissens „an des Heilands Erlöserkreuz“ (109). Aber immer wieder ringt er: „Ich klettere förmlich am Kreuz des göttlichen Heilands empor, um Kraft zu erflehen in diesem schrecklichen Geisteskampf.“ (111) Hilfreich in seinem Kampf waren Bibeltexte und Gesangbuchlieder. Letztlich hat er sich durchgerungen – auch mit Blick auf die Pfingstbitte: Komm, Heiliger Geist. „Es ist ein unschätzbares Glück, in Gottes Nähe zu sein. Gott allein und in Gott ist das Glück.“ (112) Er schreibt am Vorabend der Hinrichtung und in der Nacht noch Abschiedsbriefe und sein Tagebuch beschließt er mit dem Satz: „Dein heiligstes Herz, o Jesu mein, soll ewig meine Ruhstatt sein. Amen.“ Er hat in den letzten Minuten des Lebens dem Denunzianten vergeben und starb unter den Kugeln des Erschießungskommandos mit den Worten: „Jesus, Dir leb ich, Jesus, Dir sterb ich“ (119; traditionell geht es weiter: Jesus, dein bin ich im Leben, im Tod.)

Aber auch das ist eine Form des Widerstands: Der Pfarrer des Dorfes hat öffentlich zum Gebet für den vor Gericht Stehenden „Staatsfeind“ aufgerufen.

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Der Glaube an Gott ist stärker als die Tyrannen. Tyrannen/Ideologen fordern die Selbstauslieferung des ganzen Menschen. Sie wollen, dass er sich ihnen unterwirft, ihnen gehört mit Körper, Geist und Seele. Glaubende wissen, wie Jesus sagt, dass die Tyrannen den Körper töten können. Aber der Geist gehört ihnen nicht. Glaubende sind also frei von der Macht und der Gewalt der Herrschenden, weil sie Jesus Christus gehören, der ihnen seinen Gottesgeist schenkt. Glaubende sind kein fester Stein, sondern im Leben stehende Menschen, von daher auch den Versuchungen ausgesetzt, bis dahin, dass sie Nachfolge eine Zeitlang verweigern können. (Was an Michael Kitzelmann jedoch so nicht erkennbar ist.) Wenn der Geist Gottes in ihnen aber wieder stark wird, gehen sie frei von Menschenfurcht an der Hand von Jesus Christus. Und wenn sie gebrochen wurden, weil der Mensch zerbrechlich ist, dann können sie aus der Vergebung leben, die Jesus Christus ihnen gewährt.

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