Nun danket alle Gott

Kurt Ihlenfeld: Preußischer Choral. Deutscher Soldatenglaube in drei Jahrhunderten, hg. v. Kurt Ihlenfeld, Berlin-Steglitz 1935, nennt verschiedene Überlieferungen nach dem Sieg bei Leuthen 1757. Ein Soldat hat wohl während eines Nachtmarsches das Lied: „Nun danket alle Gott“ angestimmt und 25.000 Soldaten sollen mitgesungen haben. Es war wohl ein äußerst eindrückliches Erlebnis für viele. Das Lied wurde zuletzt während eines großen Ereignisses in unserem Land angestimmt, als die letzten Kriegsgefangenen 1955 im Lager Friedland angekommen waren.

Was ich nachdenkenswert finde: Heute könnten das Lied wahrscheinlich nur noch äußerst wenige singen – und aus dem Gottesdienst kennen (EG 321). Das Lied hat über 200 Jahre unser Land in vielen Situationen begleitet – wo geschah der Traditionsabbruch? Warum? Wer hat ihn herbeigeführt? Hat der Traditionsabbruch Folgen? Wenn ja, welche?

Zu dem Lied: https://de.wikipedia.org/wiki/Nun_danket_alle_Gott Daraus das folgende Zitat:

Nun danket alle Gott
mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut
an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib
und Kindesbeinen an
unzählig viel zugut
bis hierher hat getan.

Der ewigreiche Gott
woll uns bei unserm Leben
ein immer fröhlich Herz
und edlen Frieden geben
und uns in seiner Gnad
erhalten fort und fort
und uns aus aller Not
erlösen hier und dort.

Lob, Ehr und Preis sei Gott
dem Vater und dem Sohne
und Gott dem Heilgen Geist
im höchsten Himmelsthrone,
ihm, dem dreiein’gen Gott,
wie es im Anfang war
und ist und bleiben wird
so jetzt und immerdar.

*

Wie vor ein paar Wochen in einem anderen Zusammenhang geschrieben: Es ist ein Unterschied, ob einzelne Glaubende oder auch eine Gruppe Glaubender in solchen militärischen Lagen Gott dankt, oder ob der Glaube bewusst von Höhergestellten eingesetzt wird, um Menschen zu motivieren, sie zu manipulieren und zu beeinflussen. Nicht immer ist freilich das eine vom anderen zu unterscheiden. Aber der Dank für Bewahrung durch den Einzelnen sollte nicht abgelehnt werden, weil andere den Glauben dazu benutzen, Menschen zu manipulieren. In dem oben genannten Band sehen wir beides: persönlichen Glauben – und die Benutzung des Glaubens. Freilich ist davon wieder zu unterscheiden: Wird der Glaube nur instrumentalisiert, um einen Sieg zu erringen – oder wird er ausgesprochen, um Menschen persönlich zu stärken, zu ermutigen, zu trösten. Auch hier freilich: Beides ist nicht immer zu unterscheiden.

Letztlich: Glaube ist mächtig, um Menschen zu helfen. Aber auch: Glaube kann missbraucht werden. Und so sind wir wieder da, wo wir in allem stehen:

Liebe ist mächtig – kann missbraucht werden;
Wissenschaft ist mächtig – kann missbraucht werden;
Technik ist mächtig – kann missbraucht werden;
Medien werden mächtig – können missbraucht werden;
Ordnung im Staat ist mächtig – kann missbraucht werden;
einzelne Menschen werden mächtig – sie können Macht missbrauchen;
Philosophie ist mächtig – kann missbraucht werden;
Religion ist mächtig – kann missbraucht werden.

Liebe, Wissenschaft, Technik, Medien, Ordnung, mächtige Menschen, Philosophie, Religion abzulehnen, weil sie missbraucht werden könnten, zeugt nicht gerade von Klugheit. Von Klugheit zeugt: Missbrauch aufzudecken, damit der wahre Kern leuchten kann.

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Provokation zum Tag + EU-Trump-Internet + Politiker sollten sich zügeln + Politisches Küssen + Kälber wählen Metzger + Corona: Es geht ums Prinzip – GehorsamsDeserteure + Terroranschläge von Linksextremisten + Frauen-Extremisten + Justiz vor dem Kollaps? + Luft wurde teuer (CO2) – Wasser wird teurer + Frauenhandel in Deutschland + Erdogan gegen Kurden + Günther + EU und Deutsche Politik sind der Tod im Topf

Provokation zum Tag

Provokation zum Tag 2

EU-Trump-Internet

Ich würde nicht fragen: „Könnte Trump das Internet abschalten?“ – sondern eher: Sind EUler so töricht, die Zugänge zu dem Internet, das von der USA dominiert wird, abzuschalten?

Im Grunde sind wir als EU, vom Internet her gesehen ja ein Bundesstaat der USA. Und uns von der USA abzukoppeln, ist auf längere Sicht nicht möglich. Dazu fehlen nicht nur die Finanzen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.rnd.de/wirtschaft/trump-und-die-digitale-gefahr-koennte-europa-das-internet-verlieren-6L75LDQ4TZHKBIOQG5V6GVRJFY.html

Politiker sollten sich zügeln

Es ist für eine Demokratie nicht besonders erquicklich, wenn sich Regierungs-Politiker in ihren parteilichen Rundumschlägen nicht zügeln. Und so sei jeglichen Hochwohlgewählten in Amt und mehr oder weniger Würden von einem Wähler, von dessen Geldern sie leben, geraten: Haltet euch mit ideologischen Aussagen zurück. Es ist unangemessen, es ist Missbrauch der Macht. Natürlich nur meine Meinung. Es ist schön, wenn sich das normale ParteiFußvolk von irgendwelchen Auswüchsen nicht beeindrucken lässt. Aber daran kann gesehen werden, wie die Hautevolee sich von der Basis entfernt.

Ansichtssache angestoßen von dem Thema: https://www.nius.de/kommentar/news/karin-prien-wirft-medien-zersetzung-vor-die-totalitaere-sprache-einer-linken-kulturkaempferin und https://www.nius.de/politik/news/aus-der-union-ist-zu-hoeren-dass-die-menschen-in-den-wahlkreisen-zunehmend-nius-konsumieren-schreibt-die-linke-taz-ueber-nius

Politisches Küssen

Es geht aus meiner Sicht darum, wie schon mal geschrieben, einen politischen Kampf zu führen gegen einen, den diese Linken nicht mögen: https://www.youtube.com/watch?v=nO1lswi5adU

Was ich spannend finde ist, dass solche Leute, die sich als frei und menschlich bezeichnen, im Grunde den Menschen als Roboter wünschen, der funktioniert, aber nicht Mensch ist. Zudem: Frauen sind auch nicht unbedingt ohne Eigeninitiative mit Blick auf Mann.

Kälber wählen Metzger

Bekanntlich wählen dumme Kälber ihre Metzger selber. Aber das Spannende ist, dass die dummen Kälber auch noch stolz darauf sind, dass sie ihre Metzger selber wählen dürfen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=csCnzpwarzo

Corona: es geht ums Prinzip / GehorsamsDeserteure

Es werden immer noch Gerichtsverhandlungen geführt, weil ein Soldat sich weigerte, geimpft zu werden. Staatsanwaltschaften lassen nicht locker – trotz Freispruches. Soldaten haben zu gehorchen, basta. Auch wenn sich inzwischen herausgestellt hat… Ach, egal. Soldaten haben zu gehorchen, Gehorsams-Deserteure dürfen nicht geduldet werden. So denken manche noch immer. Vermute ich.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/oberleutnant-erneut-vor-gericht-weil-er-die-corona-impfung-verweigerte/

Terroranschläge von Linksextremisten

Bürger müssen bereit sein und sich angesichts drohender Anschläge wappnen. Gute Warnung. Nur beschleicht einem Bürger die Frage: Wer hat Terroristen so groß werden lassen? Und manche sind noch immer nicht in der Lage, diese Zerstörer als solche zu bezeichnen und verhindern ein bekämpfen. Nicht nur die Täter sollten bestraft werden, sondern auch diejenigen sollten zur Verantwortung gezogen werden, die diese schützen und eine Schutzmauer um sie errichten.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/jeder-sollte-vorbereitet-sein-berlins-polizeipraesidentin-warnt-vor-weiteren-anschlaegen/ und: https://www.nius.de/politik/news/elinor-trenczek-antifaschismus-spd-antifa-berlin-stromanschlag-linksextremismus

Frauen-Extremisten

Da wird Männern immer vorgeworfen, sie hätten ein Faible für Extremismus. Und dann liest man das hier – sollte manchen zu denken geben.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/juenger-und-weiblicher-die-linke-verdoppelt-ihre-mitgliederzahl/

Justiz vor dem Kollaps?

Vielleicht sollte der Richterbund sich mal an den §188 wagen und an Staatsanwälte bzw. ihren Zuträgern mit Blick auf Meinungsfreiheit, mit Blick auf Asylverfahren/Einbürgerungen? So eine Art: Verhaltenscodex, eine Schrift, worauf zu achten ist, um die Justiz nicht zu Fall zu bringen. Sie haben sicher auch Tipps an die Justizministerin und den Innenminister, die sie umsetzen könnten zur Entlastung der Justiz. Ich frage mich beim Lesen des Artikels, wie es sein kann, dass Staatsanwaltschaften angesichts der Kriminalitätsentwicklung unter Druck stehen. Und dann wird bekannt, dass sich manche Staatsanwaltschaften um Dinge kümmern, die einen Demokraten nur den Kopf schütteln lassen. Ist das einfacher, als die wirklichen Problemfälle anzugehen? Politisch kommt es besser an? Oder wie ist das zu verstehen.

Freilich hatte ich auch mal gelesen, dass es manche darauf anlegen, die Justiz kollabieren zu lassen, weil dann so mancher Liebhaber des Unrechts und der Ungesetzlichkeit besser davonkommt.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/zu-viele-asyl-und-strafverfahren-justiz-laut-richterbund-kurz-vor-kollaps/

Luft wurde teuer (CO2) – Wasser wird teurer

Richten wir uns darauf ein, dass das Spaß gemacht hat, Gelder wegen CO2 einzutreiben – und nun soll das Eintreiben über Wasser laufen? Irgendwie muss man ja die Bürger in Aufregung halten und Geld aus den Taschen ziehen https://www.youtube.com/watch?v=aOJouMAO1z4

Frauenhandel in Deutschland

Und das in Deutschland – eine gute 16jährige Diebin heiraten kostet 85.000€. Bislang wurde das Opfer verurteilt – der hinter ihr stehende Clan steht vor Gericht, der Verteidiger rechnet mit Freispruch. Machen die das in Serbien auch, dass sie Mazedonierinnen zum Klauen verkaufen und kaufen? Oder kommen mutmaßliche Kriminelle zu uns, weil sie es in ihrem Land nicht tun konnten? Das würde vieles erklären, warum in unserem Land so viele sind, die ausflippen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=BNvd0DrkYCc

Erdogan gegen Kurden

Es ist schlimm was Erdogan zusammen mit den syrischen Islamisten macht: der Kampf gegen Kurden. Es ist auch gut, dass das endlich mal Tagesschau-online ein Thema ist. Der NatoPartner Türkei wird mit Samthandschuhen angefasst, anstatt dass Staaten laut und deutlich sagen: Das ist gegen alle Menschlichkeit. Sein Mund hat Erdogan mit seinen Mannen aufgerissen mit Blick auf Gaza – und selbst so furchtbar viel Dreck am Stecken. Wer schwach ist, kommt in der Geschichte immer zwischen die Räder. Von daher verstehe ich auch nicht, dass Kurden die Waffen in der Türkei niedergelegt haben. Sie werden nur verschaukelt. Wenn sie selbständig sein wollen, müssen sie wehrhaft bleiben. Allerdings darauf hin arbeiten, dass es auch in der Türkei eine Regierung geben solle, die vernünftig und nicht mit arroganter osmanischer Brachialgewalt, mit türkischem Nationalismus handelt. Vielleicht schon nach Erdogan?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/tuerkei-syrien-kurden-102.html

Günther

Man muss nur Günther sagen – und weiß, worum es geht: um den Weg in eine „autoritäre Demokratie“ statt in eine freiheitliche – was auch hier angemerkt wird: https://apollo-news.net/ehemaliger-landesverfassungsrichter-kritisiert-guenthers-zensur-aussagen-als-gefahr-fuer-die-freiheitliche-demokratie/ So niemand geringeres als der Ex-Verfassungspräsident Degenhart. Kann man eine autoritäre Demokratie noch Demokratie nennen? Weil gewählt wird? Hierin benötige ich wohl Nachhilfeunterricht.

EU und Deutsche Politik sind der Tod im Topf

Die Wirtschaftspolitik wie die Landwirtschaftspolitik sind ein schlimmes Armutszeugnis derer, die uns regieren. Sie regieren die Länder bzw. unser Land zu Tode, weil sie Wirtschaft und Landwirtschaft fesseln, knebeln, mit Vorgaben betäuben. Und dann sagt ein Herr M., was sie alles wunderbares mit der Wirtschaft vorhaben. Wörter, Wörter, Wörter.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/trotz-deindustrialisierung-und-internationaler-isolierung-eu-erhoeht-regulierungsdruck-weiter/

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Te Deum Laudamus (EG 191; 331)

Mit dem Lied haben so manche ihre Schwierigkeit gehabt, so in der Zeit der Aufklärung (1), ebenso haben Deutsche Christen und andere es weltanschaulich, ideologisch verändert und situativ ergänzt lieber gehabt: https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Gott,_wir_loben_dich :

In Militärgesangbüchern stand es als Danklied. Im Feldgesangbuch der evangelischen und katholischen Militärseelsorge von 1939 lautete die Schlussstrophe „Dort, wo unsre Fahnen wehn, seis zu Lande, seis zu Meere, laß die Treue Schildwach stehn, sei uns selber Waff’n und Wehre! Losungswort sei allzugleich: ‚Treu zu Führer, Volk und Reich.‘“

Das Gesangbuch der Deutschen Christen von 1941 wurde nach diesem Lied „Großer Gott wir loben dich“ benannt und enthielt eine von „jüdischen Elementen“ gereinigte Version, indem die Zeile „Heilig, Herr Gott Zebaoth“ durch „Heilig, heilig, Herre Gott“, in den Liederbüchern der Wehrmacht dagegen durch „Heilig, Herr, allmächtʼger Gott“ ersetzt wurde.

Aus pazifistischer Sicht war es auch nicht ganz so beliebt. So finden wir auch in Wikipedia den Hinweis auf die Version von : Karl von Greyerz. Mit Blick auf das Klima wurde es auch bearbeitet.

*

Das Lied wurde, wie an den Texten, die Kurt Ihlenfeld (Preußischer Choral) wiedergibt, häufig nach siegreichen Kriegshandlungen gesungen (17. Jahrhundert wohl die lutherische Version). Es war sozusagen ein Erleichterungsgesang, da das singende Heer Gott lobte, weil es vor dem Tod bewahrt worden war. Es ist gut, dass es aus diesem Kriegs-Kontext herausgewachsen ist.

*

Denn in diesem Lied geht es um Lob Gottes – Gott wird nicht wegen etwas gedankt, sondern Gott wird gelobt, weil er Gott ist. Am Schluss kommen Bitten vor – aber diese Bitten bedeuten, dass Gott geehrt wird, wenn die Seinen dem Willen Gottes entsprechend leben.

*

(1) Vermutlich liebte man es in der Zeit der Aufklärung nicht, weil Gottes Überlegenheit besungen wurde und dass der Mensch sich Gott unterordnet. In diesem Lied ordnet sich der Glaubende zudem in die alte Tradition seit dem 4. Jahrhundert ein – denn das Te Deum ist aus dieser Zeit und wurde ständig rezipiert ( https://www.vaticannews.va/de/gebete/te-deum.html / https://www.ekd.de/eg-331-grosser-gott-wir-loben-dich-87752.htm ). Es ist im Grunde ein Text, der der Christenheit seit Jahrtausenden ans Herz gewachsen ist – und sowas mag natürlich keiner, der seine glorreiche Zeit als Anfang und Ende ansieht. Freilich spielt dabei auch die Ablehnung der Kirche als Institution und Autorität eine Rolle. Ebenso spielt die Vernunft in dem Lied keine große Rolle, ohne Argumentation im engeren Sinn wird der Dreieinige Gott gelobt (ist also Bekenntnis und keine philosophisch begründete Abhandlung) – und die Moral ist anders begründet, als sie es sich als aufgeklärte Menschen so dachten. Durch die Melodie wurde der Mensch ergriffen – der Verstand soll nicht religiös ergriffen werden, sondern sachlich, nüchtern – ich würde sagen: – trunken werden vom Zeitgeist.

Aber das Lied hat bislang all diese Versuche überlebt – und wird es auch.

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Provokation zum Tag + Margaret Haughery (1813-1882) + Manche Grüne lernen + Medienfreiheit + E-Busse / Kühlschränke für Kolumbien + Berlin mit Paris verwechselt + Gefährliche Beamte + Kinder und Jugendliche ausliefern + Gesetz und Gerichtsurteil: egal + Grönland + TikTok + „Schaulaufen organisierter Kriminalität“ + Eigenverantwortung – Demokratie-Feinde + Musk – Geschichtenerzähler + Bürokratie schlägt zu + Energie-GasProbleme

Provokation zum Tag

Margaret Haughery (1813-1882)

In meiner Reihe https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/ thematisiere ich Margaret Haughery. Informationen aus: https://en.wikipedia.org/wiki/Margaret_Haughery und https://catholicism.org/an-indomitable-woman-margaret-haughery-the-breadwoman-of-new-orleans-2.html?utm_source=chatgpt.com

Sie war in einer armen Familie geboren worden. Wegen der Hungerszeit wanderte die Familie mit den drei jüngeren der sechs Kinder aus Irland in die USA aus. Hunger und Stürme begleiteten sie auf See. 1822 starben ihre beiden Eltern an Gelbfieber. Um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurde der gesamte Besitz verbrannt. Ihre Schwester starb, der Bruder ist verschwunden. Sie wurde von einer Frau aufgenommen, arbeitete als Magd, konnte wohl kaum lesen und schreiben. Sie heiratete. Das Paar zog nach New Orleans, litten unter Cholera, der Mann war kränklich. Eine Tochter wurde geboren, der Mann fuhr nach Irland, starb dort. Auch die kleine Tochter starb. Sie verlor also wieder ihre Familie und sagte: „Mein Gott! Du hast alle Bande zerrissen, du hast mir alles genommen. Ich bin wieder ganz allein.“ Pater Mullon beerdigte die kleine Frances und half Margarete, besorgte ihr einen Arbeitsplatz und machte sie mit den Ordensschwestern bekannt. Nun entschloss sie sich als 23 jährige, etwas für Witwen und Waise zu tun. Sie arbeitete in einer Wäscherei und spendete ihr Geld an ein Waisenhaus, das die katholischen Ordensschwestern „Barmherzigen Schwestern“ führten. Das heißt, sie hatten ein altes Spukhaus bezogen und richteten es zu einem Waisenhaus ein. Margaret Haughery und Schwester Regis verstanden sich sehr gut, und so arbeitete sie tatkräftig mit. Sie gab die Arbeit auf und leitete das Waisenhaus. Von ihrem Verdienst kaufte sie den Waisen etwas zu essen, aber sie hatte auch die Fähigkeit, für „ihre“ Kinder von anderen Nahrungsmittel zu bekommen. Und das war ihre Stärke, ihre Gabe: Sie konnte alle möglichen Menschen für die Kinder in Bewegung setzen. Die Schwestern zogen mit den Kindern in ein Plantagenhaus. Ich kann nicht alles darstellen, was des Darstellens Wert wäre – zudem variieren die Überlieferungen ein wenig.

In New Orleans lebten viele Iren. Weil sie billigere Arbeitskräfte waren als Sklaven, wurden sie für Arbeiten eingesetzt, die gefährlich waren. So verloren manche Kinder ihre Eltern. 1850 ergriff New Orleans erneut das Gelbfieber, sie ging von Haus zu Haus, um den Menschen zu helfen – ohne Ansehen der Person, der Religion, der Ethnie. Sie pflegte sie, tröstete die sterbenden Mütter dadurch, dass sie sagte, sie würde ihre Kinder versorgen. Letztlich eröffnete sie weitere Waisenhäuser und erbaute mit einer der Barmherzigen Schwestern eine Kirche. Von ihrem Lohn kaufte sie zwei Kühe, um die Kinder mit Milch versorgen zu können. Sie verkaufte die überschüssige Milch, baute letztlich eine Molkerei. Verkaufte all ihre Produkte zusammen mit einem jungen schwarzen Helfer mit einem Handwagen. Sie arbeitete in einer Bäckerei, um die Kinder versorgen zu können, die machte pleite, sie kaufte diese. Sie verkaufte nun mit dem Handwagen Brot. Letztlich versorgte sie auch viele Psychiatrien mit dem Brot – so preiswert, dass es fast nichts kostete. Sie hatte die erste Dampfbäckerei im Süden der USA und zahlreiche Angestellte. Sie gab Obdachlosen Brot – aber nur wenig, damit sie es nicht verkauften, um Alkohol kaufen zu können.

Im Bürgerkrieg half sie auch, wo sie nur konnte. Die Stadt wurde durch das Militär in Zonen eingeteilt. Niemand durfte von einer in die andere. Diese bewundernswerte Frau scherte sich nicht darum. Der General drohte, sie zu erschießen. Sie fragte ihn, ob Lincoln das wolle, dass Arme verhungern. Der General sagte: Sie dürfe nur die Ganzen passieren, wenn sie ihn um Erlaubnis bitte – und fügte an: Ich erlaube es.

Nach dem Bürgerkrieg setzte sie sich häufig an ihre Bäckerei und alle möglichen Menschen kamen zu ihr, um mit ihr zu plaudern, um sich beraten zu lassen.

Sie war hochberühmt, nicht nur in New Orleans. Sie starb 1882 an einer nicht bekannten Krankheit. Tausende nahmen an der Beerdigung, ein Staatsbegräbnis, teil. Schwarze wie Weiße gemeinsam waren anwesend, Reiche wie Arme, Menschen unterschiedlichster Religionen. Sie ließ die Waisen unterrichten – konnte aber angeblich selbst nicht schreiben und unterschrieb ihr Testament mit einem Kreuz.

*

Nur am Rande: Das Leben ist wahrscheinlich eines, das alle übertriebenen Bürokraten Schweißperlen auf die Stirn treibt und die Augen vor Schreck weit aufreißen lässt. Spaß beiseite: Es gibt natürlich Lügner und Betrüger – aber es wird auch deutlich, wie sehr Bürokratie die Menschen fesseln kann. Irgendwie eine goldene Mitte finden, das wäre doch was.

Manche Grüne lernen

Was lernen sie? Dass sie zu dem stehen, was sie denken und nicht anders stimmen, nur weil Rechte so stimmen. Das ist demokratisches Verhalten. Manche jammern. Aber das ist richtig so. Unsere landesgrünen sollten davon lernen – und zu dem stehen, was sie zum Wohl des Landes für richtig halten. Das gilt auch für CDUler und SPDler. Nur anders zu wählen, als es das eigene Gewissen vorgibt, weil andere auch so wählen könnten, ist undemokratisch und unangemessen.

Zudem: Es wird auf die Grünen geschaut. Von der EVP usw. haben auch manche nicht so gestimmt, wie die v.d.Leyen/Merz-Kommission es wollte. Ich hatte mich schon gewundert, dass das Abkommen unterschrieben wurde, bevor das Parlament zugestimmt hat. Nun haben sie den Salat – der angeblich von merz angerichtet wurde: Er soll darauf gedrängt haben, es jetzt zu unterzeichnen. Wie dem auch sei: Den Salat haben sie.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/analyse/news/brandmauer-verlogenheit-hat-eine-farbe-gruen Aber die lernt nicht: https://apollo-news.net/ich-bin-sehr-stolz-brantner-zeigt-sich-in-bezug-auf-das-mercosur-abkommen-mit-den-gruenen-zufrieden/

Interessant finde ich Sonneborn-Infos: https://www.youtube.com/watch?v=-15kQF0imWU

Manche Grüne erpressen: Was für eine Vorgehensweise: Wir koalieren mit euch nur, wenn die AfD verboten wird! Eine Partei, die sich auf solche skurrilen Koalitionspartner einlässt, sollte sich nicht mehr als demokratisch bezeichnen dürfen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/ultimatum-vor-den-landtagswahlen-grne-machen-afd-verbot-zur-koalitionsbedingung/

Medienfreiheit

Dass die Auseinandersetzung heftig ist und äußerst ungleichgewichtig, zeigt dieser Fall: https://www.nius.de/politik/news/landesmedienanstalt-niedersachsen-journalisten-einschuechtern

E-Busse / Kühlschränke für Kolumbien

Wieder Ärger mit E-Bussen: https://apollo-news.net/garantiefall-fast-alle-neuen-e-busse-mssen-wegen-rissen-im-rahmen-stillgelegt-werden/

Interessant finde ich, dass denkende Menschen, denen die Finanzen und das Land am Herzen liegen sollten, sowas verteidigen können. Warum sagt keiner: Fehler ist Fehler – sondern verteidigt sowas auch noch?: https://apollo-news.net/um-die-klimaziele-zu-erreichen-bundesregierung-rechtfertigt-vier-millionen-fr-grne-khlschrnke-in-kolumbien/

Berlin mit Paris verwechselt

Natürlich nicht, aber Addis Abeba mit Nairobi. Das lässt wieder fragen: Was für Laien lässt man an sowas ran? Haben die im AA keine Fachleute? Zudem kann daraus geschlossen werden: Afrika ist denen vollkommen egal. Was hoffentlich nicht stimmt. Aber durch solche Fehler könnte so mancher darauf kommen. Wer zum Beispiel ein Bild von Berlin mit Paris verwechselt, hat keine Ahnung und ihm scheint es auch egal zu sein. Diplomatie und somit Außenpolitik ist immer eine Sache des Fingerspitzengefühls. Ist das dem AA unbekannt?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/afrikanische-hauptstaedte-verwechselt-foto-panne-bei-wadephuls-aethiopien-besuch/

Gefährliche Beamte

Auf Beamte muss sich ein Staat verlassen können, denn sie haben vielfach Zugang zu Informationen, die andere nicht haben, bzw. können an Informationen kommen, die zu missbrauchen für Menschen gefährlich sein können. Natürlich ist das immer auch abhängig vom jeweiligen Arbeitsplatz. Überall da, wo Menschen gefährdet werden können, muss intensiv überprüft werden. Vor Augen steht mir der Fall, dass eine Frau Zugang bekommen hat zu einer Adresse einer anderen Frau, die vor der gewalttätigen Familie geflohen ist. Sie hat die Adresse weitergegeben, sodass Vater und Brüder sie aufspüren und töten konnten. Wenn Beamte politisch extrem aktiv sind, ist äußerste Vorsicht geboten.

Das fiel mir grundsätzlich ein, angestoßen von dem Fall, der natürlich ganz anders liegt: https://apollo-news.net/radikale-palaestina-gruppe-handala-saechsische-beamtin-fuehrte-verfassungsfeindliche-demo-an/

Manche haben keine Scheu mehr: https://apollo-news.net/spd-abgeordnete-irritiert-mit-antifa-pullover-in-debatte-um-berliner-stromausfall/

Kinder und Jugendliche ausliefern

Auch hier muss eine Gesellschaft sehr aufpassen: Wem liefern wir Kinder und Jugendliche aus? Wo verlassen wir die „Sorgfaltspflicht“? Es sieht mir anhand so mancher Beispiele aus den letzten Jahren so aus, als würden wir sie irgendwelchen moralisch fragwürdigen Aktivisten ausliefern, weil es so schön modern klingt.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/entdecke-deine-drag-persona-jugendkunstschule-von-berliner-bezirksamt-bietet-drag-kurs-fuer-kinder-an/

Gesetz und Gerichtsurteil: egal

Manche denken vermutlich, sie stünden über Recht, Gerichtsurteil, Gesetz. https://apollo-news.net/betrug-und-urkundenfaelschung-gruenen-politiker-zu-bewaehrungsstrafe-verurteilt/

Grönland / Italien

Echt jetzt? Europäer haben das Spiel gewonnen? https://www.tagesschau.de/kommentar/eu-usa-trump-groenland-kommentar-100.html Und Parallel dazu erfahren wir: EU-Pläne für die Sicherheit Grönlands: https://www.tagesschau.de/video/video-1548022.html

Trump hat zumindest vermute ich das, sein Ziel erreicht: Die EUler kümmern sich mit Blick auf militärische Sicherheit um Grönland. Und wenn sie nicht genug Geld dafür ausgeben – dann beginnt das „Spiel“ von neuem. Der dänische Außenminister ist da zurückhaltender: Er will keine ständigen Breaking News, sondern Verhandlungen sind im Gang. https://www.tagesschau.de/ausland/europa/daenemark-groenland-rote-linien-100.html

Auch dieser Beitrag über Italien ist sonderbar. Prüfstein für das Verhältnis Italien Deutschland ist nicht das verhalten von merz – nö, nö, sondern das Verhalten von Meloni. Kurz: Meloni, so der Beitrag, muss sich anpassen, dann ist alles gut. Das sind eben die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen einer neutralen und Regierungspresse.

Ansichtssache – zu dem Artikel: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-italien-meloni-100.html

TikTok

Dachte schon, das Thema liegt auf Eis – bis zur nächsten US-Wahl: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/usa-titkok-einigung-joint-venture-100.html

„Schaulaufen organisierter Kriminalität“

Wo? In Berlin natürlich. Könnte wahrscheinlich auch in allen Städten unseres Landes stattfinden. Die Bezeichnung für die Beerdigung eines Chefs kommt von der GdP. Die Polizei sichert das Schaulaufen ab. Warum? Sie ist ja vermutlich nicht Teil der offiziell vom Land abgesandten Trauergäste. Wollen sie diese Bande vor anderen Banden schützen, damit ihnen kein Haar gekrümmt wird? Nun denn, in Berlin ist wahrscheinlich alles möglich, so auch Machtdemonstrationen von mutmaßlichen Verbrecherbanden. Klar, dass die Polizei da zu einigen Erkenntnissen kommen wird. Und das ist auch wichtig. dafür würden wahrscheinlich nur wenige Polizisten genügen. Aber zum Schutz der mutmaßlichen Kriminellen?

Wer Kriminellen Raum lässt –
wird seinen Grund dazu haben,
dürfte man der Politik ins Poesiealbum schreiben.
Vor allem:
Wer ihnen Raum lässt,
zerstört die Gesellschaft,
liefert die Menschen diesen aus.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/beerdigung-berlin-clan-milieu-100.html und: https://www.youtube.com/watch?v=eFNhtNimHGk und: https://www.youtube.com/watch?v=X-4Z-5bQ-oE (Wie waschen die illegale Gelder? Interessant. Vor allem auch, dass der Staat Gelder dadurch bekommt. Mangel an Durchsetzung des Rechtsstaates.)

Eigenverantwortung – Demokratie-Feinde

Die Rektorin hat Recht – wenn sie es denn eben nicht parteipolitisch meint, also als Mitläuferin von Günther. Ich vermute, sie ist Demokratin – und ist dagegen, dass Wissenschaftsfreiheit eingegrenzt wird, dass politische Einflussnahmen, Einschüchterungen, gezielte Desinformationen das Vertrauen in demokratische Institutionen verhindern.

Dann spricht der CDU-Oberbrügermeister und fordert, den Bürgern mehr Eigenverantwortung zu lassen; die Verwaltung würde sie immer stärker einschränken, somit Eigenverantwortung nehmen. Er hat recht – das fordere ich auch immer. Die Eingriffe des Staates werden immer stärker. Den Menschen bleibt keine Luft mehr, eigenverantwortlich zu handeln: im privaten Bereich, im Berufsleben.

Hoffentlich meinen beide es so, wie ich. Einmal, dass Wissenschaft frei bleiben soll von jeglicher ideologischen und parteipolitischen Einflussnahme, dass sie freie (!) Diskussion ermöglicht, und zum anderen: dass es nicht nur darum geht, wenn es um Eigenverantwortlichkeit geht, den Bürgern Gelder aus deren Taschen zu ziehen, alles teurer zu machen. Das nach dem Motto: Der Staat kann die Bürger nur eigenverantwortlich handeln lassen, wenn den Bürgern mehr Geld aus der Tasche gezogen wird.

Wenn das so gemeint ist, wie ich es verstehe, dann sind die Reden gut. Heutzutage muss man allerdings äußerst vorsichtig sein – Doppelsprech ist bei manchen beliebt. Was ich ihnen hiermit freilich nicht unterstelle – sondern sie lobe, weil sie so sprechen, wie ich es auch sagen würde.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-rektorin-der-heinrich-heine-uni-ruft-zu-kampf-gegen-demokratie-feinde-auf_aid-142621363

Musk – Geschichtenerzähler

Musk hat viel vor – und darum wird er in diesem Beitrag „Geschichtenerzähler“ genannt. Und das mit Blick auf Musk. Journalisten oder solche, die es sein wollen, sind schon sonderbar. Musk hat mehr Innovatives geleistet als vermutlich alle Reichen und Technikfans, die zurzeit auf der Erde leben. Er ist Visionär – der nicht nur schwätzt, sondern handelt. Man mag das gut finden oder nicht. Aber ihn als „Geschichtenerzähler“ abzustempeln, ist unangemessen – zeigt aber die Hybris eines Artikelschreibers. Er musste wahrscheinlich für seine Bubble irgendwas Negatives einfügen. Dass er nicht zu Themen befragt wurde, die der Journalist gerne gehabt hätte – es ist doch gut, wenn einer mal auch über andere Dinge zu sprechen kommt, eben über das, was ihn als Menschen kennzeichnet. Aber vielleicht kann dieser Schreiber ja mal selbst Musk zu den Themen befragen, die dem Schreiber selbst wichtig zu sein scheinen.

Nun, Musk übertreibt, Musk weckt Erwartungen – damit zieht er viele Talente an, begeistert Investoren. Es ist strategisches Geschichtenerzählen, wenn er sagt, was bald alles erscheinen wird usw. – und dann entweder gar nicht kommt, weil er sich verschätzt hat, oder Jahre später kommt. Er versteht – so vermute ich – was von der Technik, ist nicht nur Einkäufer von Experten. Dass er als Geschichtenerzähler abgewertet wird, passt natürlich zu Die Zeit – denn die ist politisch mit Musk nicht auf einer Linie. Das zeigt allerdings, wie kurios manche Journalisten arbeiten: Politische Gesinnung dominiert für sie alles. Und Musk motiviert andere dazu – siehe ElektroAutos, s. Space X, s. Starlink. Er verändert das Denken mit Blick auf Zukunft. Wie ist es mit Zip2, mit selbständig fahrenden Autos, Solardachziegeln – und natürlich die Aufreger: Grok und „X“ – weil er sehr liberale Ansichten hat, die Linke verstören.

Nun denn. Schluss mit Musk. Das soll keine Lobeshymne sein, soll nur darauf hinweisen, dass Journalismus neutral zu sein hat und nicht ideologische Ansichten vermitteln sollte.

Es fehlt manchen Journalisten, so merkt man bei dem Lesen von Artikeln, an Demut, weil sie sich über andere stellen, anstatt sie auf Augenhöhe zu betrachten.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-01/elon-musk-davos-wef-schweiz

Bürokratie schlägt zu

Auch in der Schweiz. Ein Thema für Extra 3 – dem Irrsinn der Woche: https://www.focus.de/panorama/welt/bauamt-fordert-ladenbesitzer-nach-18-jahren-ploetzlich-auf-schriftzug-von-schaufenster-entfernen_5316e8c3-ea93-4ebf-825e-89439b73c9d2.html

Hat eigentlich das Aufdecken von irgendeinem dieser Irrsinne dazu geführt, dass man von dem Irrsinn absah? Oder führte das nur dazu, dass man sich bürokratisch verschanzte: nach dem Motto: Mag Irrsinn sein, ist aber Vorschrift.

Energie-GasProbleme

Zu dem Thema „Prinzip Hoffnung“ – der Regierenden – oder: sie haben alles im Griff?: https://www.youtube.com/watch?v=63dnApgxNXM

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Paul Gerhardt (2)

Paul Gerhardt (1): https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/01/1-1-paul-gerhardt-1/

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Paul Gerhardt ist eher bekannt durch – politisch gesehen – harmlose Lieder, wie wir sie im Gesangbuch finden. Aber er kann auch anders. Der Text ist vor 1648 (vor dem Ende des 30-jährigen Krieges) entstanden, hat somit mit der persönlichen Auseinandersetzung mit seinem Herrscher nichts zu tun:

Zum Beispiel sei dieser Text genannt: https://www.projekt-gutenberg.org/gerhardt/saemtlie/chap106.html:

1. Was trotzest du, stolzer Tyrann,
Daß deine verkehrte Gewalt
Den Armen viel Schaden tun kann?
Verkreuch dich und schweige nur bald!
Denn Gottes, des Ewigen Güte
Bleibt immer in völliger Blüte,
Und währet noch täglich, und stehet,
Ob alles gleich sonsten vergehet.

2. Die Zunge, dein schädliches Glied,
Du falscher verlogener Mund,
Tut manchen gefährlichen Schnitt,
Schlägt alles zuschanden und wund:
Was unrecht, das sprichst du mit Freuden,
Was recht ist, das kannst du nicht leiden,
Die Wahrheit verdrückst du, die Lügen
Muß Oberhand haben und siegen.

3. Dein Dichten, dein Trachten, dein Tun
Ist einzig auf Schaden bedacht.
Da ist dir unmöglich zu ruhn,
Du habest denn Böses vollbracht!
Dein Rachen sucht lauter Verderben,
Und wenn nur viel Frommen ersterben
Von deiner vergälleten Zungen,
So meinst du, es sei dir gelungen.

9. Trotz sei dir, du trotzender Kot!
Ich habe den Höchsten bei mir:
Wo der ist, da hat es nicht Not
Und fürcht ich mich gar nicht vor dir.
Du, mein Gott, kannst alles wohl machen,
Dich setz ich zum Richter der Sachen,
Und weiß es, es wird sich mein Leiden
Bald enden in Jauchzen und Freuden.

Interessant ist, dass es hier um eine Interpretation des 52. Psalms geht. Und so ist empfohlen, die Texte miteinander zu vergleichen. Wie in den Psalmen auch häufig zu finden, geht man schweren Herzens in die Lieder hinein, findet seine Not angesprochen – und dann kommt derjenige, der die Texte bis zum Schluss gelesen hat, wieder voller Gottvertrauen heraus, geht nicht verstört in die Zukunft, sondern mit Gott. Das finden wir auch in diesem Text, allerdings recht kurz und knapp.

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Zum Vergleich sei das Lied herangezogen, das auch Tacheles redet: Trostgesang wider das Ärgernis der bösen glücklichen Welt https://www.projekt-gutenberg.org/gerhardt/saemtlie/chap086.html

Hier heißt es in den Strophen 1-4:

1. Du liebe Unschuld du, wie schlecht wirst du geacht’t!
Wie oftmals wird dein Tun von aller Welt verlacht!
Du dienest deinem Gott, hältst dich nach seinen Worten,
Darüber höhnt man dich und drückt dich allerorten.

2. Du gehst geraden Weg, fleuchst vor der krummen Bahn,
Ein andrer tut sich zu, und wird ein reicher Mann,
Vermehrt sein kleines Gut, füllt Kasten, Boden, Scheunen,
Du bleibst ein armer Tropf und darbest samt den Deinen.

3. Du strafst der Bösen Werk, und sagst, was unrecht sei,
Ein andrer übt die Kunst der süßen Heuchelei:
Die bringt ihm Lieb und Huld, und hebt ihn an die Höhen,
Du aber bleibst zurück und mußt da unten stehen.

4. Du sprichst, die Tugend sei der Christen schönste Kron,
Hingegen hält die Welt von Reputation:
Wer diese haben will, sagt sie, der muß gar eben
Sich schicken in die Zeit, und gleich den andern leben.

Mit der sechsten Strophe beginnt der Übergang in das Gottvertrauen, das in folgenden Strophen allerdings immer wieder in die Klage fällt:

6. Halt fest, o frommes Herz, halt fest und bleib getreu
In Widerwärtigkeit: dein Gott, der steht dir bei;
Laß diesen deine Sach handhaben, schützen, führen,
So wirst du wohl bestehn und endlich triumphieren.

Er endet – was Feuerbach, Marx und co. und ihre Epigonen mit Grausen erfüllen mag:

14. Drum fasse deine Seel ein wenig mit Geduld,
Fahr immer fort, tu recht, leb außer Sündenschuld.
Halt, daß den schönsten Schatz dort in dem andern Leben
Des Höchsten milde Hand dir werd aus Gnade geben.

15. Was hier ist in der Welt, das sei nur unbemüht:
Wird dir’s ersprießlich sein, wie’s Gott am besten sieht,
So glaube du gewiß, Er wird dir deinen Willen
Schon geben, und mit Freud all dein Begehren stillen.

Aber es ist ja nicht nur ein Sich-Ergeben, sondern der normale Mensch setzt einen Kontrapunkt, indem er gegen die Bosheit der Menschen Gottes guten Willen tut. Er ist – um ein von Paul Gerhardt nicht verwendetes Bild zu gebrauchen – ein Licht in der Finsternis und wird letztlich in die Herrlichkeit eingehen.

Ein Tipp wird auch gegeben – von Gott:

8. Spricht Er nun: Du bist mein, dein Tun gefällt mir wohl,
Wohlan, so sei dein Herz getrost und freudenvoll!
Schlag alles in den Wind, was böse Leute dichten;
Sei still und siehe zu, Gott wird sie balde richten.

Wenn bei manchen Menschen Gott keine Rolle mehr spielt, sie Gott ablehnen, ist die Antwort von Paul Gerhardt natürlich defizitär. Aber für Paul Gerhardt und die Glaubenden zu seiner und aller Zeit, ist Gott Realität – somit auch Zukunft. Repressalien durch Menschen der Gegenwart sind ärgerlich – aber man muss sich von ihnen nicht unterkriegen lassen, denn Gott redet zu mir, stärkt mich, auch mit solchen Texten. Denn dazu wurden sie ja geschrieben.

Was Menschen als Vertröstung aufs Jenseits bezeichnen, ist im Grunde aktives Handeln in der Gegenwart im Sinne Gottes. Viele dieser Menschen haben Großes geleistet, nicht nur Bücher geschrieben (wie Feuerbach, Marx). Ich habe in meiner Reihe über Menschen, die sich nicht unterkriegen ließen, bislang viele genannt, die mit ihrem Glauben hingegangen sind und geholfen haben – und bekannt wurden.

Aber wie viele gibt es, die keiner mehr kennt? Wie viele, die sich um ihre Angehörigen liebevoll gekümmert haben, Unsägliches von ihnen, wenn das Hirn und Moral gestört waren, ertragen haben. Von diesen Menschen redet keiner. Aber Gott, so der Glaube, kennt sie. Er weiß um sie, er stärkt sie, er wird sie in seinen Armen aufnehmen in Herrlichkeit.

Und wie häufig kommt es vor, dass Menschen nicht die Möglichkeit haben, sich in irgendeiner Form zu wehren und von übermächtigen Strukturen und Menschen erniedrigt werden? Hier bietet der christliche Glaube auch Macht, diese zu unterlaufen: in diesen Strukturen gefangen, bietet der Glaube Freiheit.

All das große Getöse, das man im Zuge von Feuerbach, Marx und co. veranstaltet hat, zu recht, weil es vielen die Augen für soziale Missstände geöffnet hat, soll nicht klein geredet werden. Aber sozial engagierte Menschen gab es vorher schon, Menschen, die andere mobilisierten – nur eben nicht sozialistisch/kommunistisch – um gegen Missstände anzugehen. Sie taten es in der Nachfolge Jesu Christi.

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Hinweisen möchte ich auf die oben genannte vierte Strophe. Das ist doch immer dasselbe: Wer von der Welt Anerkennung haben will, dem wird gesagt:

Wer diese haben will, sagt sie, der muß gar eben
Sich schicken in die Zeit, und gleich den andern leben.

Das finde ich hier – aber auch in dem Film Sophie Scholl, als der Verhörende Nationalsozialist voller Inbrunst der Sophie Scholl sagt, dass nun eben eine andere Zeit angebrochen sei und sie sich damit abfinden müsse. Kommt uns das heute so unbekannt vor? Das ist im Grunde eine ständige Formulierung, wenn eine Gruppe meint, sie habe die Moderne mit Löffeln gefressen und alle hätten stante pede zu folgen.

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