Brentano, Eichendorff, Uhland

Fortsetzung von: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/09/joseph-von-eichendorff-wachet-auf-wacht-auf-wacht-auf/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/10/annette-von-droste-huelshoff-kreuz-auf-sich-nehmen/ und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/11/conrad-ferdinand-meyer/ und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/12/r-a-schroeder-w-flex-j-kneip/

Das Kapitel „Ewigkeit“ in dem Gedichtband von Ihlenfeld: Zuversicht, herausgegeben 1940 beginnt mit einem Gedicht von Clemens Brentano: „Stillet die Klage“. Warum sie stillen? Man übergibt der Erde, was sie gegeben hat, und zudem blüht über dem Grab das Leben. Die „Seele triumphieret / Und ihren Gott im Himmel schaut.“ Von Ludwig Uhland wird das berühmte Gedicht „Auf den Tod eines Kindes“ angeführt, das endet: „Aus Gottes Hand in Gottes Hand.“ Ähnlich der Text von Joseph von Eichendorff „Totenopfer“: die Eltern klagen, dabei ist das Kind doch schon längst zu Haus, also bei Gott. Dann werden Soldaten angesprochen. Sie sind der Erde „satt“ – und „stürmen / Das himmlische Tor.“ Er als Christ kann das kaum ernst gemeint haben – aber: es entstand in einer romantisch-pathetischen Zeit. Es geht um Metaphorik. Die kann als Kriegsrausch missverstanden worden sein. Wer kann laut christlichem Glauben durch das himmlische Tor? Wer an Jesus Christus glaubt, seinen Willen tut. Wird der Soldat dazu aufgefordert, auch im Soldatsein christlich zu leben? Wird der Soldat in seinem „Inneren“ ermutigt, den Tod zu riskieren, mit den anderen? Es entstand 1813, also in der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon. Ich vermute fast, dass es auch mit aller Metaphorik so gemeint ist, wie es geschrieben wurde: kurz, knapp, eingängig, propagandistisch, mit aufgeladenem religiösem Patriotismus. Eichendorff ist 1788 geboren worden. Er schrieb also das Gedicht im Überschwang des jungen Erwachsenen, als Sohn eines Offiziers. Er selbst nahm von 1813-1815 an den Kriegen Teil, als Lützower Jäger (Lützowsche Freikorps – Freiwillige kämpften gegen die Besatzungsmacht in der preußischen Armee), dann als Leutnant. Das Gedicht zeigt sehr gut, wie die Sehnsucht nach dem Leben nach dem Tod mit Gewaltmetaphorik ausgesprochen werden konnte, auf der Erde im Krieg gewalttätig – gewalttätig auch gegen Gott. Nicht Gnade und Glauben zählen mehr, nicht Heimkehr zu Gott, aufgenommen werden wie der Verlorene Sohn (Lukas 15), sondern der Sturm auf die Himmelstore wird gefordert. Die späteren Gedichte von Eichendorff atmen einen ganz anderen Geist, eben einen christlichen Geist. Das Gedicht zeigt jedoch, wie Menschen eingesogen werden können vom Pathos – und ihn mit christlichem Glauben vermischen (vgl. auch Arndt). Historische Situationen können den Glauben vereinnahmen, sodass nicht mehr Gott in Jesus Christus spricht, sondern Gott spricht vermeintlich in der historischen Situation – und kann so zu einem Götzen werden. Spannend ist jedoch die Frage: Wie kann es interpretiert werden, wenn die Soldaten christlich sind, wenn sie wissen, wie es aus christlicher Sicht richtig verstanden werden kann. Dann ist es ein „Zuversichtsgedicht“. Wir stürmen im Glauben, durch die Vergebung durch Jesus Christus hinein ins himmlische Tor. Losgelöst von Eichendorffs Gesamtwerk konnte es sehr gut von späteren Ideologen missbraucht werden: Der soldatische Tod konnte überhöht, politisch instrumentalisiert werden. Ihlenfeld diszipliniert dieses bekannte Gedicht von Eichendorff, indem er es in seinem Buch in den Rahmen anderer christlicher Gedichte stellt.

Es folgt das berühmte Gedicht von Uhland: „Der gute Kamerad“ / „Ich hatt´einen Kameraden“. Auch dieses Gedicht ist im Kontext eines Krieges entstanden und zwar 1809, als süddeutsche Soldaten für Napoleon gegen die Tiroler unter Andreas Hofer kämpfen mussten. Dieses Gedicht schließt mit: „Kann dir die Hand nicht geben, / Bleib´ du im ew´gen Leben / Mein guter Kamerad.“ Uhland war nie an der Front. Das Gedicht dürfte aber als Reaktion auf den Tod seines Freundes Leo von Seckendorff geschrieben worden sein. Uhland war kein Katholik wie Eichendorff, sondern ist im protestantisch-pietistischem Umfeld aufgewachsen. Wie Eichendorff war er eingetaucht in die Romantik, in der die Natur – besser: die Schöpfung – transparent wird für Gott. Das Leben nach dem Tod war Teil seines grundlegenden Glaubens. Der von Silcher vertonte Text wird heute noch rezipiert im Kontext des „Großen Zapfenstreichs“. Es ist vermutlich die Melodie, die dazu beiträgt, den Text emotional zu überhöhen – ohne dass vermutlich für viele das „ew´ge Leben“ mit Blick auf Gott eine Rolle spielt.

Zur Anschauung: https://www.youtube.com/watch?v=3Y1Z1y2PSNw&list=RD3Y1Z1y2PSNw&start_radio=1 Eine Version von 1940, als der Gedichtband von Ihlenfeld herausgegeben wurde: https://www.youtube.com/watch?v=0KeqX7iyDQs&list=RD0KeqX7iyDQs&start_radio=1

Zu Eichendorff: https://gedichte.wolfgangfenske.de/19-jh/

Zu Brentano: https://gedichte.wolfgangfenske.de/18-19-jh-2/

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Man mag mir alles mögliche vorwerfen, wenn ich diesen folgenden Clip zeige. Aber spannend finde ich, dass Filmausschnitte gezeigt werden, die aus demselben Jahr stammen, in dem das Buch von Ihlenfeld veröffentlicht wurde. Es war eine andere Zeit – diese zu glorifizieren besteht kein Anlass, wie zu sehen – aber sie ist Teil unserer Geschichte, der Geschichte auch unserer Familien, unserer Vorfahren.

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Provokation zum Tag + Margaret Catchpole (1762-1819) + Unterlassungserklärung: Günther – Günther falsch verstanden + Iran: Wird Trump weiterkommen als Leisetreter? + Wirtschaftspolitik / Zahlen unterdrücken + Staatsanwaltschaften + Vertrauensmedien + CDU: wieder außer Spesen… + Böses Wahlplakat + Halle + Kirchen und Politik / Auseinandersetzung in den Kirchen + Natur kennen lernen + Erdmandelgras

Provokation zum Tag

Margaret Catchpole (1762-1819)

Catchpole war Dienstmädchen in verschiedenen Familien, auch bei einer Schriftstellerin Kindermädchen und Küchenhilfe. Dreimal hat sie Kindern das Leben gerettet (sie dankt Gott dafür, dass er sie zum Retter von leben gemacht hat). Sie lernte in diesem Haus Lesen und Schreiben. Dann gab es eine Liebhabergeschichte – ihr Liebhaber hatte den Konkurrenten in den Kopf geschossen, wurde dann gesucht und war wohl Schmuggler und später bei der Marine. Sie verließ die Familie, wurde krank und arbeitslos. Ein Mann berichtete ihr, dass ihr Freund wieder in London sei, er überredete sie ein Pferd zu stehlen, nach London zu reiten, dort würde er das Pferd übernehmen, verkaufen, um den Freund zu unterstützen. Sie ritt in 10 Stunden nach London, wurde erwischt, zum Tod verurteilt, aber diese wurde in sieben Jahre Verbannung (Gefängnis?) umgewandelt. Sie floh aus dem Gefängnis mit einer Wäscheleine, wurde wieder erwischt, wieder zum Tod verurteilt, aber in die Verbannung nach Australien verschifft. Sie, als Sträfling, arbeitete hier und da, als Verwalterin, Hebamme, hatte einen eigenen Bauernhof. Nach der Verbannungszeit blieb sie in Australien und wurde Krankenschwester. Steckte sich an einer Grippe an und starb.

Sie hat zahlreiche Briefe geschrieben bzw. schreiben lassen, die Aufschluss geben über ihre Ängste, ihre Reue, ihre Hoffnung, dem Alltag als Sträfling, über Australien, Fluten, Menschen usw. Sie deutete ihr Schicksal, wie es damals üblich war, als Strafe Gottes bzw. als Prüfung durch Gott. Sie hoffte auf Gottes Gnade, darauf, dass ihr Leiden die Seele heiligen möge. Auch fern von der Heimat ist vertraut sie darauf, dass Gott sie nicht vergessen hat; oder sie nennt ihre schwache Gesundheit, und dankt Gott dafür, dass sie sich damit abfinden kann. Zudem hofft sie, dass ihre Sünde eine Warnung sein möge an alle, Sünde zu vermeiden und pflichtbewusst zu leben. Sie ist gewiss, dass sie eine verstorbene Freundin wiedersehen wird, „Mit Gottes Hilfe werde ich mich bemühen, ihren guten Rat bis zu meinem Tod zu befolgen, und dann werde ich sie wiedersehen: „Mein Verlust ist, da bin ich überzeugt, ihr Gewinn. Ihr Segen ist hier angekommen und wird ihrer Seele in einer glücklicheren Welt zum Segen gereichen.“ Glauben im traditionellen Sinn – aber eben diese Tradition gab ihr Halt und half das Leben zu verstehen, sich selbst zu verorten.

Dazu s. wer sich weiter damit beschäftigen möchte: https://www.gutenberg.org/files/39326/39326-h/39326-h.htm und https://nla.gov.au/nla.obj-582845475/findingaid und natürlich: https://en.wikipedia.org/wiki/Margaret_Catchpole

Unterlassungserklärung: Günther / Günther falsch verstanden

Sehr gut, dass Steinhoefel juristisch gegen die unsägliche Aussage von dem MP vorgeht: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6963ba6530937d11a92a65e0/aussagen-ueber-nius-rechtsanwalt-steinhoefel-geht-juristisch-gegen-ministerpraesident-guenther-vor.html (Nachtrag: Korrektur durch Steinhöfel: https://www.youtube.com/watch?v=DgoGEfFaahU)

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Ich hatte mich neulich gewundert, dass seine Leute nicht von sich geben: Günther wurde falsch verstanden. Heute gibt er selbst diese Info. Reichlich spät. Eine Entschuldigung, die ich gefordert hatte, wäre besser. denn er verbindet sein „er wurde falsch verstanden“ mit einer Aggression, die in seinem Ursprungs Statement nicht nachsteht.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/nicht-ueberall-wo-journalismus-draufsteht-ist-auch-journalismus-drin-guenther-fuehlt-sich-falsch-verstanden/ Broder und andere zu dem Fall – und andere Fälle zur Meinungsfreiheit: https://www.youtube.com/watch?v=SgaoI_XGRs8 Echt? Der Deutsche Journalistenverband hat es kritisiert? https://www.youtube.com/watch?v=GM65KOppDkA

Gerichtsaussagen interessieren manche scheinbar nicht mehr, nach dem Motto: jeder Tropfen höhlt den Stein. Irgendwann sagen Gerichte dann auch das, was die Tröpfelnden so mit Vehemenz von sich geben. Hoffen sie.

Hier: https://www.youtube.com/watch?v=utmzWqq_l00 : Nachdenkenswert: Prototyp des autokratischen Politikers, der die Leute für dumm hält. Auch zu dem Thema: Social Media Verbot für Jugendliche. Das alles ist absurd. Es ist zu befürchten, dass eine demokratische Gesellschaft solche Politiker nicht aushält. Die Frage, die Gersdorff stellt: Werden eigentlich die Kinder- und Jugendschutzgesetze in S.-H. eingehalten? Das wäre erst einmal der erste Schritt, bevor man mit solchen Verbotsforderungen kommt. Aber meine Meinung ist: Diese Hochwohlgewählten wollen verbieten, verbieten, verbieten, weil es einfacher ist, als bestehende Gesetze umzusetzen bzw. gute Politik zu machen. Zudem sollen die Aufgaben des Staates auf Plattformen usw. abgewälzt werden. Das ist aus meiner Sicht genauso übel, wenn der Staat staatliche Aufgaben outsourced. Ich interpretiere das so, warum die so geworden sind: Früher wurden sie bewundert – heute nicht mehr. Das ist wie mit berühmten Schauspielern usw. die sehr bewundert wurden – doch dann wollte niemand mehr von ihnen was wissen. Das ist bei Politikern nur gefährlicher, denn Schauspieler müssen sich damit abfinden – manche Politiker verkraften das nicht und können gefährlich werden.

Iran: Wird Trump weiterkommen als Leisetreter?

Trump wird gewarnt, er dürfe nicht den Iran militärisch angreifen. Trump spricht davon, dass der Iran (worüber auch immer) verhandeln wolle. Mein Problem mit Trump ist freilich – zumindest wird an der Oberfläche nichts sichtbar: Er beginnt viel: Ukraine, Gaza/Libanon, Venezuela, Nigeria – aber wird er es auch zu einem guten Ende führen können? Diese Tyrannen fordern Menschenopfer. Früher waren es die Götter, denen geopfert wurde. Die holen sich die Opfer selber. Es ist eine Schande für die islamische Welt. Natürlich sagen die, die haben mit uns nichts zu tun, das sind Abtrünnige, das sind keine Sunniten, das sind Schiiten. Aber keine Schande für die islamische Welt sind die mutigen Menschen, die gegen die islamistische Diktatur auf die Straße gehen. Ob sie noch Muslime sein wollen – das kann ich von hier aus nicht beurteilen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iran-merz-verurteilt-brutale-gewalt-gegen-demonstranten-accg-200429016.html Dazu auch: https://www.youtube.com/watch?v=-28xSl3jqlM Zu dem Thema Iran: https://www.youtube.com/watch?v=SgaoI_XGRs8

Wirtschaftspolitik / Zahlen unterdrücken

Alle hoffen, dass es besser wird – aber viele können keine Änderung durch die Politik erkennen: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101073134/aussichten-fuer-den-arbeitsmarkt-wie-die-politik-der-krise-begegnen-will.html

Das hat schon die Macht, den Verdacht hervorzurufen, dass die Hochwohlgewählten und ihre Handlanger wieder einmal herumtricksen. Dieses Mal geht es darum, dass ihnen wahrscheinlich die Zahlen der Insolvenzen nicht gefallen. Und da sie unbedingt gute Stimmung verbreiten wollen vor den Wahlen, lassen sie lieber die bösesten Zahlen irgendwie weg. Sie handeln so durchsichtig tricky, dass es jeder bemerken muss – und ihnen hoffentlich die Rechnung präsentieren. Denn das schadet wiederum der Wirtschaft.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/nach-zuletzt-verheerenden-berichten-statistisches-bundesamt-stellt-veroeffentlichung-der-vorlaeufigen-insolvenzzahlen-ein/ und: https://www.youtube.com/watch?v=TKigXONV_tQ

Zu Merz, EU und Wirtschaft (Jörges): https://www.youtube.com/watch?v=-28xSl3jqlM Das wird alles nichts, weil die Hochwohlgewählten einmal der EU nicht widerstehen und zum anderen nur reden – aber nichts Genaues sagen sie. Und wenn sie was Genaues sagen, dann… – oh, Mannomann oder Frauofrau. Wirtschaftswende mit Merz wie Stabhochsprung mit Salzstange. Interessant, wenn man sich das mal bildlich vorstellt. Mit Blick auf Berlin: Die CDU hat die Chance verpasst, die Wahl zu ihren Gunsten zu verändern, weil sie an diesem Herrn Chef festhält. Auch zur schlimmen Situation im Iran.

Staatsanwaltschaften

Manchmal frage ich mich, was treibt Staatsanwälte an, bei solchen Urteile Widerspruch einzulegen. Die müssen doch irgendeinen Grund haben. Recht und Gerechtigkeit? https://apollo-news.net/strafprozess-wegen-brechmittel-tweet-ueber-strack-zimmermann-geht-weiter-staatsanwaltschaft-ficht-freispruch-an/

Vertrauensmedien

Denen fällt auch immer etwas Neues ein. Schön, dass sie so viel Phantasie haben. So lange sie die Bürger damit nicht grundgesetzwidrig Informationen vorenthalten dadurch, dass sie Presse- und Meinungsfreiheit einschränken, geht es ja noch. Aber werden die Hochwohlgewählten für ihre Phantasie gewählt und bezahlt, die irgendwie in die falsche Richtung zu gehen scheint?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/wolfram-weimer-warnt-vor-unserioesen-absendern-und-abstrusen-narrativen-in-den-neuen-medien/

CDU: wieder außer Spesen…

nichts gewesen. Sie reden und reden – dann tun sie doch, was die SPD will. Und das ist nicht immer zum Guten des Landes.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/unions-laender-entschaerfen-merz-buergergeld-reform/

Zu der sonderbaren OB-Krisenpolitik in Berlin während des terroristisch begründeten Stromausfalls – Nachwirkungen: https://www.youtube.com/watch?v=SgaoI_XGRs8 Leider wird nicht angesprochen, wer für die Bauschäden usw. aufkommt.

Böses Wahlplakat

Damit beschäftigen sich manche: https://www.youtube.com/watch?v=amoaK8EXMoE Uiuiui, macht Merz auf Musk? https://www.nius.de/nius-live/news/ab-6-uhr-bei-nius-live-reinschauen-lachnummer-warum-die-usa-ueber-deutsche-politik-spotten

Halle

Was ist da denn passiert? Wer ist dafür verantwortlich, dass den Bürgern keine vernünftigen Informationen zukommen? Sonderbar, was hier zu hören ist – kaum zu glauben https://www.youtube.com/watch?v=o00X6M3mGeM

Nachtrag: https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsenanhalt/sirenen-fehlalarm-halle-100.html – Jetzt gehen sie von einem Cyberangriff aus.

Kirchen und Politik / Auseinandersetzung in den Kirchen

Neulich habe ich den Auszug eines Gottesdienstes gesehen, in dem der Pfarrer seinen paar Gemeindegliedern, die da herumsaßen predigte, wie sie über Putin zu denken haben und dass man ihm gegenüber Gewalt antun dürfe. Ich dachte mir so: Der kann ja der Meinung sein, aber warum sagt der den einsamen Menschen dort sowas? Sind sie in die Kirche gekommen, um irgendeine politische Meinung von dem Pfarrer um die Ohren geschlagen zu bekommen? Solche Gemeinden tun mir Leid – und auch solche Prediger. Die Gemeinden, weil sie nicht Gottes Wort zu hören bekommen, solche Prediger, weil sie nicht kapiert haben, dass sie da sind, um den Menschen Gottes Wort zu verkündigen.

Kritik am Wort zum Sonntag: https://www.youtube.com/watch?v=J7U0SCkUdw8 Ich schaue es nicht – aber gibt es nicht auch mal positive Andachten? Wenn ja, sollten diese auch mal hervorgehoben werden.

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Die Auseinandersetzungen in der Anglikanischen Kirche betreffen im Grunde alle Kirchen, die Spaltung, die durch Modernisten / Zeitgeistler hervorgerufen werden: „Anpassung oder Widerstand“ – Mitmachen oder Eigenständigkeit: https://www.youtube.com/watch?v=o00X6M3mGeM

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AI und Christen: Sowas dürfen Christen nicht machen – unter falschen Namen Lieder ins Netz stellen. Den Verdacht habe ich hier. Das sehe ich als Lug und Betrug an. Gut gemeint – aber Unrecht. Das haben wir heute auf vielen Gebieten: Gutgemeint aber Unrecht – darum sollten Christen erst recht davon ablassen: https://www.youtube.com/watch?v=w58-4pz9iHY&list=RDw58-4pz9iHY&start_radio=1

Natur kennen lernen / Wärmenotzelt

Solche Sendungen dienen auch dazu, Natur kennen zu lernen, also das, was unseren Vorfahren, wenn sie keine Stadtmenschen waren, bekannt war. Darum geht es mir, darauf hinzuweisen. Für mich war in meiner Jugend die Natur ein spannender Ort. Die Intention ist nicht, auf die es mir ankommt https://www.youtube.com/watch?v=TKigXONV_tQ

Zur Vorstellung eines Wärmenotzeltes: https://www.youtube.com/watch?v=dVx9J0y1CIM

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Es ist nicht gut, wenn Leute in die Wälder ziehen, die keine Ahnung haben und nun irgendwelche Fluchtpunkte suchen. Wir Menschen missbrauchen die Wälder, wir missbrauchen die Natur. Sie muss als Schöpfung angesehen werden, nicht als Objekt der Begierde, sondern als Raum, den wir mit anderen teilen. Darauf sollten solche Clips, wie der Erstgenannte, hinweisen. Gerade Bereiche, die Menschen dann als einen Raum finden, in dem sie nicht entdeckt werden können, ist auch Rückzugsraum für Tiere. Kurz: Es ist Menschen, die von Schöpfung keine Ahnung haben auch beizubringen, wie sie sich angemessen, also rücksichtsvoll verhalten.

Erdmandelgras / Knolliges Zyperngras

Invasive Grässer, die der Landwirtschaft – also uns – das Leben schwer machen: https://www.youtube.com/watch?v=9iveDbRXP8I

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R.A. Schröder, W. Flex, J. Kneip

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Auch die nächsten Gedichte in dem Band Zuversicht von Kurt Ihlenfeld, 1940 herausgegeben, sollen angedacht werden:

Das nächste Gedicht ist von Rudolf Alexander Schröder. Es geht in dem „Christlied“ (1937) um die Geburt von Jesus Christus und vor allem um den damit verbundenen Stern. In der letzten Strophe heißt es: „Der wahre Stern, / Der rechte Stern, / Mit Fried und Freude von dem Herrn: / Lobt Gott den Herren. / Dem rechten Stern zur rechten Stund / Ruft Willkomm, Willkomm jeder Mund / Gott zu Lob und Ehren.“ Vermutlich interpretiere ich zu viel hinein, aber: der Kommunismus hatte den Stern auch als Symbol übernommen.

Die fünf Zacken sollten die fünf Erdteile symbolisieren, in die der Kommunismus sich breit machen wird bzw. wird auch vermutet, was ich nicht nachvollziehen kann, die fünf Finger der Arbeiter, der Proletarier. Zudem hat der Stern, anders als das ältere Symbol Hammer (Handwerk-Proletariat) und Sichel (Landwirtschaftsproletariat), die einen Gegenwartscharakter haben, einen wegweisenden, einen Zukunftscharakter, der vielleicht auch den christlichen Stern von Bethlehem ersetzen sollte. Pasternak hat ein Gedicht geschrieben, in dem er auch den Weihnachtsstern thematisiert – und ich sah diesen als Kontrapunkt zum Sowjetstern: Bei Pasternak wird der lodernde kommunistische Stern zu einem hellen Stern, der auf das Jesuskind schaut. https://gedichte.wolfgangfenske.de/boris-pasternak/ (Gedicht 18) Wird hier bei Schröder der Weihnachtsstern als der wahre Stern dem kommunistischen entgegengestellt? Die Nationalsozialisten haben keinen Stern, sondern die Swastika, das Sonnenrad als Symbol. Dieses sollte vermutlich auch die christlichen Symbole ersetzen. Deutlich wird das daran, dass das Kreuz zu einer Swastika umgemodelt wurde.

Der wahre Stern ist Jesus Christus. Die falschen Sterne versuchen auch Heil und Orientierung zu versprechen, führen aber im Grunde nur auf Irrwege, in den Tod. Schröder lässt politische Eindeutigkeit weg, weist im Grunde allein auf Christus, weist damit alle anderen Heilsversprechen ab. Nicht nur das: diesem Stern, Jesus Christus, soll jeder „zur rechten Stund“ ein Willkommen zurufen.

Das graue Heer, so Walter Flex im Gedicht „Der Christ an der Heerstraße“ (126), zieht an einem Marterl vorbei. Die Soldaten beachten es nicht. Der Marterl-Jesus aber fragt, wo die ostwärts strömenden Soldaten hinziehen. Sie antworten Christus nicht – aber an den durch Finsternis und den im Schlamm watenden Füßen erkennt er, dass sie in den Tod eilen. Das kleine Flämmchen am Marterl will hell leuchten, das morsche Holz mit dem Heiland leuchtet auf. Und der Heiland: „Und Mensch und Tier, die Gott als Opfer schuf, / Weiht segnend er das fremde, dunkle Land.“ Walter Flex starb 1917 nahe Riga im ersten Weltkrieg an einer Verwundung. An diesem Gedicht wird die Sicht von Walter Flex deutlich: Der Soldat muss – wie auch die Pferde – sein Leben als Opfer hingeben, verbunden damit ist eine intensive Beschreibung der Natur, wie in dem genannten Gedicht sind nicht nur die Soldaten und die Füße wund, sondern auch die Straße ist wund von den Füßen und Hufen im Schlamm. Auch wenn das graue Heer in den Tod drängt – für Flex ist das Sterben sinnvoll, von Christus gesegnet, es ist ein Opfer, das Gott will. Der Opfertod wird damit mit Sinn gefüllt. In nationalsozialistischer Zeit wurden, soweit ich einmal gelesen habe, Texte von Walter Flex intensiv rezipiert. Das bedeutet auch für dieses Gedicht: Der Mensch hat sich zu opfern – aber wofür? Im Nationalsozialismus für Volk und Führer. Das war 1917 etwas anders konnotiert: für Kaiser und Reich. Das Soldaten-Opfer wird auf jeden Fall religiös erhoben, der Zwang für Volk und Führer leiden zu müssen, wird mit pseudoreligiösem Sinn gefüllt. Damit wird der christliche Glaube pervertiert, in dem Jesus Christus das Opfer ist, das sich selbst hingegeben hat – nicht Menschen müssen sich für was auch immer opfern.

Ich frage mich, warum Kurt Ihlenfeld, der dem Nationalsozialismus gegenüber kritisch eingestellt war, das Gedicht in seinem Band „Zuversicht“ aufgenommen hat. Diente es der Irreführung der Zensur, dazu, den Band zu tarnen, indem er den beliebten Schriftsteller zitiert? Ihlenfeld kann diese unchristliche Opfermetaphorik nicht ernst gemeint haben. Oder dient es als Zuversicht, damit Soldaten, die an der Front stehen, und Flex kannten, sein Buch lesen, auch Trost oder Korrektur empfangen? Soll mit der Umrahmung durch die Gedichte von Schröder bzw. Kneip (s.u.) das Gedicht neu interpretiert werden? Vermutlich:

Jesus Christus ist, um das dem Flex-Gedicht vorangegangenen Gedicht von Schröder aufzugreifen, der wahre Stern. Die Könige folgten dem Stern zur Krippe – und nicht an die Front in den Opfertod. Und wie einige Gedichte zuvor schon im Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff genannt wurde: Christus ging für die Menschen in den Tod, damit wird dem Soldatentod als Opfertod die Grundlage entnommen. Mit Blick auf das angefügte Gedicht von Kneip: Christus steht vor der Tür des Herzens, nicht an der Front, auf dem Schlachtfeld ist er zu finden, nicht im Schlamm Richtung Front, sondern im Herzen. Im Schlamm Richtung Front für Kaiser und Reich wird er ja auch im Gedicht von Flex von den Soldaten übersehen. Aus christlicher Sicht ist wahrscheinlich auch für Ihlenfeld Christus an der Front, im Schlamm, im Verwundeten, im Sterbenden. Aber dem Flex-Gedicht wird im Kontext der anderen Gedichte die ideologische Intention genommen. Sie wird korrigiert. Der Band wird zu einem Seelsorgetext auch an der Front. (Das wird im Abschnitt über die „Ewigkeit“ besonders deutlich.

Das folgende Gedicht „Der fremde Gast“ (129) von Jakob Kneip wurde schon angesprochen. In diesem geht es darum, dass Bauern gefragt werden, was sie tun würden, wenn Christus käme. Sie würden ihr Haus und Hof und Tier schniegeln und striegeln usw. Es endet damit: „Bedenkt, ihr Freunde, keine Nacht vergeht, / Wo nicht der Herr vor eurer Türe steht.“

Damit endet das Kapitel „Der Menschensohn“ und es beginnt das Kapitel „Ewigkeit“.

Zu Rudolf Alexander Schröder s.: https://gedichte.wolfgangfenske.de/rudolf-alexander-schroeder-1878-1962/

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Provokation zum Tag + Anna Christina Olson (1893-1968) + Warum sollte er ausreisen? + Linksextreme – Augen zudrücken + Meinungsfreiheit / Pressefreiheit + Venezuela + Kritik an der Regierung aus den USA + Trittins Grönland + Berlin: Stromausfall / Militarisierung + Beschreibung der politischen Landschaft + Kontrollieren Polizisten oder Islamisten? + Internetfund + Gefahr für „freiheitlich-demokratische-Grundordnung“?

Provokation zum Tag

Anna Christina Olson (1893-1968)

Sie wurde vor allem durch ein Gemälde bekannt. Sie war eine Frau, die durch Muskelschwund nicht mehr gehen konnte und ihre Welt kriechend eroberte. Das hat ein Maler auf einem Bild festgehalten.

Zu der Frau: https://www.artmusepodcast.com/episodes/annachristinaolson

Zur Rezeption:

Ein neues Beispiel zu meiner Rubrik: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/

Warum sollte er ausreisen?

Harmlose Familien werden gezwungen auszureisen – aber solche Typen dürfen nicht bleiben – aber sie bleiben, weil die jeweiligen Staatsbehörden versagen? Oder was ist der Grund? Was solche Leute dem Steuerzahler kosten: https://www.nius.de/politik/news/ausreisepflichtig-und-kriminell-bosnier-kassiert-fuer-zehnkoepfige-familie-7-300-euro-monatlich-vom-koelner-sozialamt Dazu auch: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/duldung-koeln-sozialstaat-pluendern/

Linksextreme – Augen zudrücken

Noch ein Beispiel des Versagens: https://www.nius.de/gio-unzensiert/news/warum-duerfen-linksextreme-in-deutschland-alles

Gut, wenn den Worten Taten folgen: https://apollo-news.net/nach-anschlag-auf-berliner-stromnetz-dobrindt-kuendigt-sicherheitspaket-gegen-linksextremisten-an/ Dazu: https://www.youtube.com/watch?v=Owttj33Xm-Y

Meinungsfreiheit / Pressefreiheit

Ob sich meine Vermutung bewahrheitet, dass Günther mit seiner undemokratischen Äußerung nur gesagt hat, was herrschende Elite weitgehend so denkt? Ein Beispiel dafür scheint dieser Herr zu sein. Anstatt demokratisch zu reagieren, treibt er die Spirale der antidemokratischen Aggression noch höher: https://apollo-news.net/jetzt-springt-auch-bundesratspraesident-bovenschulte-daniel-guenthers-medienzensur/

Wie können Beiträge zum demokratischen Diskurs „Zersetzung des politischen Diskurses“ sein? Weitere Vorwürfe sind einfach aus der Luft gegriffen und sinnfreie Aggression. Zumindest wird in dem Artikel kein Beleg für diese Aussagen gegeben – und vorgeworfen wird politischen Gegnern: „faktenfreie Meinungsmache“. (Das ist immer wieder spannend zu sehen, dass diese Hochwohlgewählten und ihr Fußvolk anderen das Vorwerfen, was sie selbst betreiben. Wenn es strukturell begründete Belege geben würde, dann ist eine solche Aussage okay. Einzelne Fehler sind immer möglich, siehe auch ÖRR.) Ich denke, es geht auch bei diesem Herrn Herrscher um Nius. Und eine – ich würde am liebsten sagen: Frechheit, sage aber – sonderbare Rhetorik ist es, Nius und co. als „Feinde der liberalen Demokratie“ zu bezeichnen – und daran die Frage anschließen: ob das nicht auch deren Selbstverständnis zutreffend beschreibe. Da wird einmal unterstellt, dass liberale Demokraten Feinde der liberalen Demokratie seien – mit dem Hinweis, dass sie sich selbst als solche ansehen würden. Hat eigentlich Günther von „Feinde liberaler Demokratie“ gesprochen? Er hat von unserer Demokratie gesprochen, wenn ich mich richtig erinnere. Und zudem: Worin liegt der Unterschied zwischen liberaler Demokratie und Demokratie? Und Leute, die demokratischen Diskurs einschränken wollen, sind das Vertreter „liberaler Demokratie“? Ein sonderbares Verständnis von liberal. Nach dem Motto: Ihre seid zwar Demokraten, aber ihr seid keine liberalen Demokraten. Solche sprachlichen propagandistischen Finessen helfen in einer Diskussion nicht weiter.

Dazu auch: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/ueberwachung-neo-totalitarismus-brandmauer/ und Tichy: https://www.youtube.com/watch?v=_-8S90g1L0c (Ein Terrorangriff wird verharmlosend benannt, wer aber kritisiert, wird zum Demokratiefeind erklärt. Interessant auch: Die Rollator-Terroristen haben keine schlimme Tat begangen, sie haben angeblich nur eine geplant. Wenn Planung eines Anschlags auf Demokratie strafbar ist, wie sieht es mit antidemokratischer Aussagen von Herrschern aus?) Und: https://www.youtube.com/watch?v=EY4XT4Vp91k (Kubicki: Grundgesetz geht vom mündigen Bürger aus – Günther usw. eher, dass sie besser wissen, was gesagt oder nicht gesagt werden darf. Die Journalisten sind sonderbar. Die Reaktion von Kubicki ist richtig. Merz wollte laut Kubicki die Werte der Verfassung stärken – was zu diesem Vorhaben nicht passt. Ich frage mich, ob Merz jetzt auch sagen wird: Wir haben es nicht besser sagen können… – als Kubicki oder Günther? Kubicki ist einer der wenigen Vernünftigen in der politischen Landschaft.) (Nachtrag: In einem anderen Kontext wird auch von „liberaler Demokratie“ gesprochen. Ersetzt das jetzt das „unsere Demokratie“, weil die Formulierung zu eine Lachnummer geworden ist?: https://www.nius.de/corona/news/corona-scharfmacher-schaeumen-ueber-kennedy-brief-an-nina-warken)

Klagen gegen Günther – auch die Bildzeitung sagt, was ich auch schrieb: zurücknehmen / entschuldigen oder zurücktreten: https://www.youtube.com/watch?v=J9nkGj9xj6Q Sehr gut, dass auch ein CSUler heftig dagegen argumentiert! Hoffentlich haben weitere den Mumm, diese antidemokratische Aussage zu kritisieren, die der CDU schadet. Genau, sagte ich auch: als Bürger kann er das natürlich sagen, aber ich habe hinzugefügt: er hat die Macht, wenn er solche gefährlichen Gedanken hegt, hat das noch einmal eine andere Dimension, als wenn es ein normaler Bürger sagt. Mir war entgangen, und das wird hier hervorgehoben, dass er vor diesen demokratiefeindlichen Aussagen noch sagte, er sage das als Ministerpräsident.

Venezuela / Iran

Über die Spannungen im Land, die neuen Inhaftierungen: https://apollo-news.net/in-venezuela-sind-auch-drei-deutsche-in-willkuer-haft/

Im Iran zeigt sich die tyrannische Regierung weiter unmenschlich, eben wie Höllenwesen: https://apollo-news.net/leichen-wurden-bereinander-gestapelt-weitere-gewalteskalation-des-mullah-regimes-gegen-demonstranten/ Diese Leute verteidigen, wie vermutet, ihre Macht mit allen Mitteln. Das Volk ist ihnen – wie allen Ideologen – egal.

Kritik an der Regierung aus den USA

Es geht um die Verurteilung von Ärzten, die während der Corona-Zeit ungehorsam waren: https://apollo-news.net/us-gesundheitsminister-kennedy-kritisiert-corona-verfahren-in-deutschland/

Spannend finde ich daran, dass die Regierungen, die alles regeln wollen, natürlich auch alles verfolgen müssen, was sich diesen regeln nicht unterwirft. Freie Gesellschaften sind daran erkennbar, dass sie den Menschen verantwortliche Entscheidungen überlassen.

Trittins Grönland

Grüne und Militär – so langsam sollte man sich daran gewöhnt haben, aber der normale Bürger staunt noch immer über diese Vehemenz, mit der Grüne militärische Einsätze vertreten: https://apollo-news.net/wegen-trump-jrgen-trittin-fordert-bundeswehreinsatz-in-grnland/

Berlin: Stromausfall / Militarisierung

Kopfschütteln mit der GdP: https://apollo-news.net/voellig-sinnfrei-polizisten-muessen-stromkaesten-bewachen-und-kritisieren-politisch-motivierte-hyperaktivitaet/ Viele Heizungen / Wärmepumpen sind kaputt: https://www.youtube.com/watch?v=2pCiG3xeJdI

Und meine Zustimmung mit 41% der Bevölkerung: https://apollo-news.net/krisenmanagement-und-tennis-affre-mehrheit-der-deutschen-fordert-wegner-rcktritt/ Vor allem auch: Er schadet mit manchen anderen der CDU.

Letztlich hilft der Stromausfall in Berlin durch den Terror, die Schwachstellen (Politik, Behörden, usw.) zu erkennen. Hoffentlich wird jetzt nicht alles mögliche an propagandistischem Gedöns durch die Medien geschickt, sondern aufgrund der Erkenntnisse gehandelt: https://www.youtube.com/watch?v=Owttj33Xm-Y

Beschreibung der politischen Landschaft

Lesenswert, denn hier werden viele Kritikpunkte an der verfehlten Politik zusammengefasst wiedergegeben: https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/nackte-panik-in-der-cdu-und-ignoranz-in-der-spd/

Kontrollieren Polizisten oder Islamisten?

Diese Frage stellen sich manche – vor allem in Großbritannien: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/uk-telegraph-kampf-gegen-islamismus/

Internetfund

Solga: https://www.youtube.com/watch?v=mf7TLy-Cykg (Kleine Trump-Empörung = kleiner moralischer Orgasmus zwischendurch – lenkt auch schön ab von innerdeutschen Problemen.)

Gefahr für „freiheitlich-demokratische-Grundordnung“?

Viel eher dürfte die AfD als Gefahr für die Parteien gelten, die dann das Argument vorschieben, sie sei eine Gefahr für die Gefahr für „freiheitlich-demokratische-Grundordnung“ Und damit zeigen diese Kleinwohlgewählten, dass sie selbst eine Gefahr für die „freiheitlich-demokratische-Grundordnung“ sind. Von daher möchte man auch ihnen zurufen: Nicht anderen in die Schuhe schieben, was man selbst ist!

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/rot-gruen-in-hamburg-will-afd-verbotsverfahren-auf-den-weg-bringen/

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Conrad Ferdinand Meyer

Lampe auf Teneriffa aufgenommen – mit Gemini verfeinert.

Fortsetzung von: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/09/joseph-von-eichendorff-wachet-auf-wacht-auf-wacht-auf/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/10/annette-von-droste-huelshoff-kreuz-auf-sich-nehmen/

Auch die nächsten Gedichte in dem Band Zuversicht von Kurt Ihlenfeld, 1940 herausgegeben, sind von einer besonderen Heftigkeit.

In dem Gedicht. das Annette von Drosten-Hülshoffs Gedicht folgt, geht es um die Frage der Sünde. Mörike fragt: „Was rettet mich von Tod und Sünden?“ – eine in der Zeit in der viele den falschen ideologischen Wegen folgt, sehr wichtige Frage. Ohne Sündenbekenntnis gibt es keine Erneuerung.

Es folgt das Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer: „In einer Sturmnacht“ (119). Er erkennt im Sturm einen dämonischen Kampf. In der vom Sturm gebeutelten Lampe – keine elektrische, sondern eine mit einer Flamme – hört er die Flamme sprechen, die jetzt im Sturm wie damals im Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus leuchtete. In diesem Gespräch sagte Jesus dem Nikodemus: „Hörst, Nikodeme, du den Schöpfer Geist, / Der mächtig weht und seine Welt erneut?“ Dieses Gedicht greift die Worte Jesu aus dem Johannesevangelium Kapitel 3 auf, das er seinem Gesprächspartner Nikodemus sagt: „Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt, wohin er geht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist“ – es geht um den Geist Gottes. Der Mensch, der aus Gottes Geist geboren ist, versteht vieles anders, tiefer als Menschen, die es nicht sind. Mit dem Gedicht wird ausgesprochen, dass es im heftigen dämonischen Sturm Hoffnung gibt auf das Neue, das der Geist Gottes wirken wird.

Meyer lebte im 19. Jahrhundert, einer Zeit massiver sozialer, wissenschaftlicher und technischer Umbrüche. Die Welt war auch moralisch aus den Fugen geraten, Religion wurde verspottet. In diese stürmische Welt hinein wird auf den Geist Gottes hingewiesen, der Neues erschafft. Der Blick bleibt nicht im Vordergründigen Chaos hängen, sondern findet einen Anker in der Bewegung des Geistes Gottes. Es mag widersprüchlich klingen – aber Gott ist in der Konstante die Bewegung.

Dieses Gedicht wird von Kurt Ihlenfeld aufgenommen und wird es in seiner Zeit, für seine Zeit interpretiert haben. Der Nationalsozialismus ist als dämonischer Sturm ausgezogen, die Macht des christlichen Glaubens zu brechen. Traditionen werden zerstört, Menschenwürde und Moral werden zerstört – Gewalt, Menschenverachtung, Krieg, Schuld, moralische Verwüstung, geistige Orientierungslosigkeit bzw. bewusst herbeigeführte Irrwege zerrütten die Welt – und Christen machen mit. Hier hinein lässt Ihlenfeld das Gedicht sprechen. Es ist Sturm, heftiger dämonenhafter Sturm, „prophetisch kämpft am Himmel eine Schlacht“ – der Geist Gottes jedoch verwandelt den Menschen. Der Geist Gottes, so Jesus, erneuert Menschen, was noch nicht so sehr erkennbar ist, aber er erneuert sie und lässt sie wirken. Es ist nicht irgendein Geist, es ist der Geist Gottes, Gott ist in dieser aktuell erlebten Geschichte am Wirken. Er lässt die Menschen im Sturm nicht allein. Meyer/Ihlenfeld hören also die Flamme sprechen – ein Hoffnungswort sprechen. Ein Hoffnungswort, denn noch herrscht massiver dämonischer Sturm.

Auch das nächste Gedicht ist von Conrad Ferdinand Meyer: „Alle“ (120). Der Geist Gottes fordert ihn auf: „Sieh auf!“ Und er hatte die Vision: Jesus bricht das Brot und spricht Liebesworte. Er lädt nicht allein die 12 Jünger ein, sondern die Menschen der ganzen Welt. Ihlenfeld dürfte hierin auch einen Gegenpol zu dem Nationalsozialismus gesehen haben: Die ganze Welt wird an der Mahlzeit teilnehmen – die rassistische Gesinnung ist unchristlich. Gott selbst, Jesus Christus, bricht allen das Brot, lädt alle an seinen Tisch ein. Er schenkt sich selbst allen Menschen. Gott errichtet sein Reich, Erneuerung kommt aus Gottes Geist. Nicht der Mensch führt die Heilszeit herbei. Und so wird ein weiterer Kontrapunkt gesetzt gegen die nationalsozialistische Gesinnung, bzw. gegen ideologische Gesinnung überhaupt.

Diesen beiden Gedichten folgt ein weiteres Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer: „Friede auf Erden“ (121). Die Engel sangen vor den Hirten „Friede auf Erden“ und singen es im Himmel weiter – aber seitdem gab es viele Kriege, viel Blutvergießen. Und die Engel singen Friede, aber nur noch gebrochen: „Friede, Friede … auf der Erde!“ Doch der Glaube hört nicht auf, dass der Schwache nicht dem Starken zum Opfer fällt, dass es Gerechtigkeit geben wird: „Etwas wie Gerechtigkeit / Webt und wirkt im Mord und Grauen, / Und ein Reich will sich erbauen, / Das den Frieden sucht der Erde.“ Und dieses Reich des Rechts wird gebildet, und „Und ein königlich Geschlecht / Wird erblühn mit starken Söhnen“ und sie werden für den Frieden kämpfen: die „Tuben dröhnen: `Friede, Friede auf der Erde´“.

Ich denke, es wird hier schwebend, undeutlich formuliert: Geht es hier um Menschen oder um Engel, die die neue Welt durchsetzen? Es ist vom „heil´gen Amte“ die Rede, von „Flammenschwertern für das Recht“. Die Flammenschwerter sind bekannt aus Genesis 3: die Cherubim tragen Flammenschwerter, sie stehen zwischen dieser und der Welt Gottes, dem Paradies, der Gottesherrschaft. Flammenschwerter – Schwerter des Gerichts, der Reinigung. Die Waffen der Gewalt werden auf göttliche Art verwendet. Und es heißt: „ein Reich will sich erbauen“. Zudem ist von Tuben die Rede. Tuben / Posaunen erklingen bei einer Gottesoffenbarung am Sinai, als Jericho erobert wurde durch Posaunenklang, und die Apokalypse des Johannes spricht von den letzten Posaunen. Das Alte, Kriegerische, Gewalttätige, die Ungerechtigkeit und das Unrecht werden zerstört – auf göttliche Art. Aber: Es geht noch nicht um das Reich Gottes, das Überirdische – es geht um „Frieden auf Erden“. Von daher bin ich mir nicht sicher, ob nicht auch Menschen in die Auseinandersetzung gegen Ungerechtigkeit, gegen Rechtlosigkeit einbezogen werden. Gott handelt in der Welt, Gott handelt zum Wohl der Menschen. Aber nicht ohne Menschen. Von daher denke ich, es wird absichtlich schwebend formuliert: Sind Engel die Akteure oder Menschen? Oder beide zusammen?

Auch dieses Gedicht ist ein einziger Affront gegen die nationalsozialistische (und sozialistische Ideologie). Es ist der Glaube, dass Schwache nicht mehr Starken zum Opfer fallen, es geht um Gerechtigkeit und Recht und um Frieden. Alles, was die Ideologen seiner Zeit nicht bieten können. Was Ideologien so an sich haben: Den ganzen Menschen zu fordern, sein Denken, seinen Charakter, sein Wesen, seinen Körper: dem wird widersprochen – mit all den genannten Gedichten. Der Mensch gehört nicht Ideologen, der Mensch gehört Gott, durchströmt von dessen Geist.

Wieso ist der Glaube an diese neue Welt da? Auch wenn die Engel nur gebrochen singen, der Gesang der Engel vom Frieden ist Kontrast zu den kriegerischen Menschen. Und weil der Gesang Kontrast ist, fördern sie den Glauben daran, dass es so eine Zeit geben könnte. Meyer hat das Gedicht in einer Zeit relativen Friedens 1886 geschrieben. Ihlenfeld und seine Zeit stehen 1940 mitten im Krieg. Und so ist das Gedicht, geschrieben in ruhiger Zeit, ein Hoffnungsgedicht, eines, das die Sehnsucht der Engel aufgreift und Menschen Zuversicht gibt.

Es folgt ein weiteres Gedicht von C. F. Meyer: „Die Krypte“ (123). In diesem Gedicht werden „junge Meister“ aufgefordert, der neuen Zeit mit Macht, Mut, Tat, mit dem Genialen der Zeit Neues, Licht Durchflutetes zu bauen. Eine Rotunde, frühchristliche Bauten, Taufkirchen die Ganzheit, Vollendung ausdrücken sollten, sollen sie bauen. Aber sie sollen nicht vergessen, die Krypta, einen Ort unter dem Altar, an dem der Toten erinnert wird, zu bauen. In diese steigen ein paar Menschen in ihrer Einsamkeit und in ihrem Leid hinab, bekommen Trost, wenn sie den Schmerz des mit Dornen Gekrönten betrachten. Nicht das Helldurchflutete ist das, was den Menschen hilft, sondern der Gekreuzigte, das Denken an Sterblichkeit und Tod.

Meyer setzt dieses Gedicht dem Fortschrittsoptimismus des 19. Jahrhunderts entgegen. „Wir mögen, wenn die Leiden uns umnachten, / Nicht Glück noch Ruhm, nur größern Schmerz betrachten.“ Der Mensch ist mehr als dieses Geniale, das hell durchflutete Oben, mehr als Fortschritt. Aber er ist auch nicht ohne. Beides gehört zusammen. Ich vermute, dass für Ihlenfeld die Krypta der Rückzugsort ist, Ort der Stille, der Befreiung von den ideologischen Parolen, dem Hirn zerstörenden Lärm der Nationalsozialisten, den auch Sebastian Haffner beklagt. An diesem Ort können Menschen im Angesicht des gekreuzigten Jesus Christus in Ruhe an die Toten denken, die der Krieg mit seinem ideologischen Pathos gebracht hat.

Dieses Gedicht folgt den vorangegangenen Gedichten, in denen es um Chaos, Hoffnung auf Erneuerung, weltweite Gemeinschaft, Friedensverheißung geht. Nun die Stille, das Besinnen, Tiefe. Ihlenfeld schreibt zu diesem Gedicht in seinem Nachwort, es sei „wohl eins der erschütterndsten Gedichte unserer Zeitspanne, eine Perle der evangelischen geistlichen Dichtung!“ Der Autor „wußte von Leiden genug, den persönlichen und den großen allgemeinen, deren Andenken die Geschichte bewahrt – und er dachte als ein Kenner des Herzens, an die Menschen alle, die den Weg zur Krypte suchen.“ Und: „Wunderbar, wie hier zum Schluß das Wir einsetzt, der Dichter sich schweigend miteinreiht in den Zug der zur Krypte Wallenden, wunderbar, wie er den Trost des Kreuzes als den des größeren Schmerzes deutet; wer es erfahren hat im `wunden Gemüt´, stimmt ihm schweigend zu.“ (156f.) Das heißt: Für Ihlenfeld war es ein wichtiges Gedicht in dem Trubel der Menschen verachtenden Ideologie, der Zeit lärmender Parolen und der von zerstörerischem Krieg aufgewirbelten Zeit.

Die Gedichte:

Zu Conrad Ferdinand Meyer: https://gedichte.wolfgangfenske.de/19-jh/

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Für Kaiser und Reich / Für Führer und Volk

Aufgrund der Beschäftigung mit den Gedichten aus dem Buch Zuversicht von Kurt Ihlenfeld, bin ich auf Walter Flex gestoßen. Walter Flex starb als Soldat an der Ostfront im 1. Weltkrieg. Er hatte einen Band seinem für „Kaiser und Reich“ gestorbenen Bruder gewidmet. In diesem Zusammenhang habe ich über folgende Aspekte nachgedacht:

Wenn es heißt, er starb für den Kaiser, dann ist der Kaiser nicht Wilhelm II., sondern es geht um Gottesgnadentum, darum, dass der Kaiser Repräsentant der göttlichen Ordnung ist. Er war bekanntlich der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche – eben aus diesem Grund. Er gibt dieser Welt-Ordnung ein Gesicht, eine Stimme. Bei Hitler ging es nicht um Gottgnadentum, es ging nicht darum, dass er der göttlichen Ordnung eine Stimme gibt (auch wenn er viel von Vorsehung sprach), denn Gott gibt es für Nationalsozialisten nicht. Von daher ist er ganz modern, wenn der Kaiser durch den Führer ersetzt wird: Konzentration auf einen Menschen, eben den Führer – weil es Gott nicht gibt. Wie Menschen dem Kaiser als Repräsentanten der göttlichen Ordnung zujubelten, jubelten die Säkularen nun dem Führer als dem aus menschlicher Macht Führenden zu. Die alte Struktur blieb vordergründig in der Säkularisierung vorhanden, aber im Hintergrund ist doch ein großer Unterschied zu erkennen (die alte Struktur bröckelte vermutlich schon unter Bismarck). Nun starb man nicht mehr für den Kaiser, der die göttliche Ordnung repräsentierte, sondern man starb für den selbsternannten Führer.

Entsprechend auch der Unterschied zwischen Reich und Volk. Das Reich hat sakralen, göttlichen Hintergrund. Mit dem Reich ist eine sinnstiftende Ordnung verbunden, die in der Person des Kaisers greifbar wurde. Das Reich ist nicht nur Territorium. Das wird noch einmal deutlicher durch die Bezeichnung: „Das Heilige Römische Reich“. Die Bezeichnung „Reich“ wurde dann eine, die eher geographisch konnotiert war. Es konnte im 19. Jahrhundert säkularisiert in eine neue Richtung „transzendiert“ werden, losgelöst von Gottes Ordnung. In diesem Reich lebt das Volk. Und das Volk war nicht einfach nur „ein“ Volk, sondern im Nationalsozialismus rassisch konnotiert: Blutsgemeinschaft, Schicksalsgemeinschaft, das Individuum zählt nicht als Individuum, es ist Teil eines größeren Ganzen, eben des Volkes. Und dieses Volk wird überleben, wenn der einzelne auch stirbt. Wie die Ameisen überleben, wenn die einzelne Ameise „sich“ geopfert hat. Es stammt von den Germanen, über die man nicht viel wusste, aber viel hineingeheimnisst hat, in den Ariern pseudoreligiös emporgehoben.

Das „Reich“ war in alter Zeit eine transzendente Größe – die dann vom Volk nationalsozialistisch als „transzendente“ Größe abgelöst wurde, während das „Reich“ die Transzendenz verlor und wie geschrieben, geografisch definiert wurde.

Die Besonderheit im Nationalsozialismus bestand allerdings dann weitergehend darin, dass der Führer das Volk ist – denn er hat ja wie das Volk, dessen Blut – und das Volk der Führer ist, denn es hat ja sein Blut. Das ist der nationalsozialistische Unterschied zum Sozialismus. In diesem verkörpert das Politbüro das Proletariat und das Proletariat verkörpert sich im Politbüro. Anders ausgedrückt: Die Partei ist Teil des Proletariats (und weiß, was es will) – und das Proletariat verwirklicht sich in der Partei. Beide Formen, Nationalsozialismus wie Sozialismus, sind Teil der Säkularisierung der Tradition. Der Nationalsozialismus baut einen säkularen Volks-Wissenschafts-Mythos auf, der Sozialismus baut einen säkularen Proletariats-Wissenschafts-Mythos auf.

In der Kaiserzeit opferten sich die Menschen also für Kaiser und Reich, im Nationalsozialismus für Führer und Volk und im Sozialismus für Arbeiterklasse / Proletariat und Partei.

Dass all das mit dem christlichen Glauben nichts zu tun hat, sondern Glaubensaussagen säkularisiert oder politisch instrumentalisiert wurden, dürfte trotz aller Kürze deutlich sein: Nicht ein menschliches Wesen, das greifbar ist, ist im christlichen Glauben Glaubensgrund, sondern der Sohn Gottes, Jesus Christus. Nicht ein irdisches Reich begrenzt das Denken der Glaubenden, sondern Gott wird sein Reich, seine Herrschaft aufrichten. Der christliche Glaube kennt keine Grenzen, kein Blutsvolk, keinen Rassismus, keine Vernichtung Reicher / Bonzen / Kapitalisten usw. Jeder Einzelne ist Kind Gottes, er muss sich nicht opfern für irgendwas Menschliches, geschweige denn für Ideologien, die Gott ersetzen wollen, er hat nicht nur seinen Wert als Teil eines Ganzen, eines Größeren, sondern die Würde liegt im Individuum selbst. Von daher spielt im Christentum auch das Gewissen eine Rolle, das bei Nationalsozialismus wie Sozialismus bedeutungslos wird, weil sich das Individuum unterordnen / einordnen muss. Nicht Volk nicht Partei ist letzte Instanz, sondern eben Gott.

Soweit ein paar kurz angerissene Gedanken. Für Gott und Vaterland opferten sich auch Menschen – aber das mag ich jetzt nicht auch vertiefen. Kommt vielleicht noch. Ebenso stellt sich die Frage: Wie ist es heute?

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Nachträglich eine Anmerkung: Dass ich selbst all diese Ideologien ablehne, dürfte jedem, der meinen Blog verfolgt, deutlich sein (ich sage das deutlich, weil ich weiß, dass manche alles so lesen, dass sie mir mit Freuden einen Strick umlegen können). Ich denke, wir Christen sollten selbstbewusster werden und nicht denken, dass irgendeine Ideologie uns aufpimpen könnte. Sie ziehen uns nur runter, machen unmenschlich. Wie sagte der Apostel Paulus: Prüft alles, das Gute behaltet. Von daher sind auch diese zu prüfen – der Maßstab ist aber nicht eine Ideologie, der Maßstab ist Jesus Christus, das Leben aus dem Geist Gottes. Ein paar Grundlagen dieses Maßstabes habe ich im vorletzten Absatz genannt.