Provokation zum Tag + Anna Luisa Karsch (1722-1791) + Nationalität der Täter + Bürokratische Verarmungsmaschinerie + Polit-Geschwätz + Frankreich: Opfer von Linksextremisten + UN: Reden und schweigen + Internetfunde / Vormärz + In Deutschland: Mut von Iranerinnen + Größenwahn kritisiert Realität
Provokation zum Tag
Wie kommt es,
dass die Sucht nach Übergriffigkeit
durch politische Machthaber
Epidemie artig die Herrscher ergreift?
Anna Louisa Karsch / Karschin (1722-1791)
In meiner Reihe: Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen, geht es heute um diese Frau. Ich hatte sie schon im Kontext meiner Gedicht-Seite angesprochen: https://gedichte.wolfgangfenske.de/18-jh-2/
Sie schreibt ein Gedicht „An Herrn Utz“: „Du, der, vom Weine berauscht, die Lust der Erde besungen, / Mir gab Apollo kein lyrisches Spiel / Bespannt mit Saiten von Gold, doch sind mir Lieder gelungen, / Süßklingend sang ich der Seele Gefühl.“
Anna Louisa Karsch hatte eine heftige Kindheit. Ihr Vater starb 1728. Die Mutter gab sie einem Verwandten, der ihr viel beigebracht hat, was sie dankbar erwähnt. 1732 holte die Mutter sie zurück, als Dienstmagd für die Stiefgeschwister und die Kühe. Sie heiratete 1738, bekam vier Kinder, der Mann trennte sich von ihr. Sie wurde 1749 mit einem anderen verheiratet, der nicht wie der erste gewalttätig aber Trinker war. 1761 konnte sie sich mit Hilfe anderer von dem Mann lösen und wurde aufgrund ihrer Dichtkunst, in der sie Familienmitglieder und Alltägliches besang und reflektierte, immer bekannter und wurde letztlich gerühmt und stand mit vielen Berühmtheiten in Kontakt. Ihre Gedichte sind hier zu finden: http://www.zeno.org/Literatur/M/Karsch,+Anna+Louisa/Gedichte
Das Trostgedicht („An Professor Sulzer, über den Tod seines Kindes“) gibt vielleicht in etwa das Motto ihres Lebens wieder: „Hier in der Welt voll Unruh, voller Sorgen / Bleibts vor dem trüben Blick des Sterblichen verborgen, / Warum Gott so verfährt; / Dort aber, wo vor hundert tausend Sonnen / Die Finsternis nie einen Sitz gewonnen, / Ist alles aufgeklärt.“ In „Eine Rede zu Gott über die Kürze der Zeit“ beschreibt sie, wie gedankenlos sie gelebt hat und bittet, bewusster leben zu können. Das heißt aber nicht, dass sie nicht häufig an Gott denkt („An Gott als sie bei hellem Mondenschein erwachte“): „Wenn ich erwache, denk ich dein! Du Gott…“. Sie besingt Gott als Schöpfer, die Vergänglichkeit des Menschen und schließt: „Ich lese, großer Schöpfer! Dich / Des Nachts in Büchern, aufgeschlagen / Von deiner Hand. O lehre mich / Nach deinem Lichte fragen! // Sei meiner Seele Klarheit, du / Regierer der entstandnen Sterne! / Und blicke meinem Herzen zu, / Daß es dich kennen lerne!“ (Zitiert nach Kemp) In dem „Morgen-Gesang an ihre Seele“ weiß sie: „O fühle deine Würde ganz, / Unsterbliche! Dir gab der, den die Sterne loben / Ein Theil vom himmlischen Glanz.“ Viele Gedichte sprechen Gott an, so im „Lobgesang nach tödtlichem Schmerz unter meinen Kindern gesungen“ (1789): „Meine Gefühle des Dankes, die sollen ihm glühen, / Bis mir die lobende Seele vom Munde wird fliehen“.
Für Karsch spielt der Gott, der ihr durch den christlichen Glauben verkündet wurde, eine große Rolle – die anderen, die römischen und griechischen Götter, die in der Zeit in der Dichtung modern wurden, sind „Erdengötter“ („An Gott bei dem Ausruf des Friedens“); in dem Gedicht „Die Allmacht und Güte Gottes“, bittet sie darum, dass Gott den „Zank und Tod“ dem ewigen Rebelle in der Hölle schicken möge.
Ich möchte kurz noch das Gedicht ansprechen, in dem sie Gott, ihren Schöpfer dankt („An den Schöpfer„). In diesem Dank greift sie das Hiobbuch auf – denkt an die Schöpfung der gesamten Welt, der Menschheit auch und dann: „Jahrtausende vergingen, kurze Tage / Vor deinem Angesicht! dann kam mein Tag, und du gabst mir die Hülle, die ich trage / Um diesen geist von dir geatmet, zu! // Von deinem Munde, der du mit einem hauche / Gebürge bläset tief herunter in das Meer, / nahm ich dies leben zum gebrauche, / Zu deinem Ruhm; Herr! mein Gesang sei er!“ Kann man größer von dem Menschen als Individuum, von sich selbst sprechen? Die Kleinheit des Menschen ist seine Grenze – sie wird nun gesprengt, der Mensch wird wahrhaft groß in die gesamte Schöpfung eingeordnet. Feuerbach meinte später, die Religion mache den Menschen klein. Die Karschin kann er dabei nicht im Blick gehabt haben. Und Kaspar David Friedrich malte später den Menschen klein. Diese Gesinnung der Karschin hatte er auch nicht.
Hingewiesen sei noch auf das „Lied an gefangene Lerchen“. Die Lerchen hat einer gefangen, „Der keinen Gott erkennt und ehrt.“ Sie besingt, wie sehr Lerchengesang die Menschen beglückt, und schließt: „Ihm will ich singen hohe Lobgesänge! / selbst meine Thränen sind sein Lied“.
Die Texte gehen zu Herzen, sie kommen von Herzen und darum, so wird hier gesagt, hat Carl Philip Emanuel Bach auch ihren Text „Die letzten Leiden des Erlösers“ vertont: Programmheft
Anmerkung: Karsch nahm zeitweise ihre Enkeltochter, die spätere Dichterin, Helmina von Chézy (1783-1856) auf. Diese hat soweit ich sehe kaum christliche Texte verfasst. Allerdings ein Gedicht „Lerchen-Gesang“. Darin schreibt sie, dass sie die Lerche anspricht: „O sprich, warum dein einfach Lied / Mit Ruhe meinen Sinn umzieht? / >Ich singe Gottes Liebe!< / Und kennt er, stillt er meine Pein? / >Er denket dein, bist auch ja sein!<„ Ihre Tochter war die Dichterin Caroline Louise von Klencke (1754-1802)
Nationalität der Täter
Das, was ich auch immer sage: Die Nationalität der Täter nennen verhindert Spekulationen, Gerüchten, Falschinformationen, Und was ich noch hinzufügen möchte: Verhindert Pauschalisierungen gegen Integrierte. Wenn der Name hinzugefügt wird, denn das zeigt eben: Dieser war es, nicht alle anderen. Es sollten auch die Nationalitäten der Opfer genannt werden, weil dadurch deutlich wird, dass sie auch Opfer sind.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/schweizer-oeffentlich-rechtliche-nennen-jetzt-immer-die-herkunft-von-straftaetern
Bürokratische Verarmungsmaschinerie
Sie läuft und läuft und läuft – sie verarmt, verarmt, verarmt – sie schluckt Innovation und Ressourcen, Innovation und Ressourcen, Innovation und Ressourcen…
Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/wirtschaft/news/elektriker-deckt-die-buerokratischen-mehrkosten-auf
Polit-Geschwätz
Spiegelkabinett – würde ich sagen. Zudem: Da haben sie was, um sich zu empören. Erwartbar wie das Echo in den Bergen: https://apollo-news.net/nach-hcke-auftritt-emprung-ber-die-afd-eskaliert-csu-politiker-spricht-von-rechtsextremem-geschwtz/
Frankreich: Opfer von Linksextremisten
Leider erfahren wir in dem Beitrag nicht, warum Macron das Wort Respekt in dem Zusammenhang erwähnt: Ein junger Mann wurde von mutmaßlichen Linksextremisten brutal zu Tode getreten. Und Macron ruft zu „Ruhe, Zurückhaltung und Respekt“ auf. Wie ist das zu verstehen?
Frage von Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/linker-mob-schlgt-23-jhrigen-quentin-tot-macron-ruft-zu-ruhe-zurckhaltung-und-respekt-auf/
UN: Reden und schweigen
Die reden, wenn sie schweigen sollten und schweigen, wenn sie reden sollten. Das ist die UN der Gegenwart. Erklärend weitergeführt: Wenn es billig ist zu reden – reden sie; wenn es teuer werden könnte zu reden – schweigen sie. Natürlich können sie immer reden, wenn es notwendig ist – aber sie sollten auch reden, wenn es wirklich notwendig ist.
Denn: Wie irre die UNler sind, zeigt die Gratulation von Gutterres an den Iran wegen des TyrannenJubiläums. Da knallen die schiitischen Islamisten massenhaft mutige Menschen ab und verfolgen Demonstrierende danach anhand der Filmaufnahmen und der Denunzianten bis hinein in die Schulen – und der Kerl, sorry, aber da habe ich keinen Respekt mehr vor, gratuliert diesen Mördern? Natürlich – ein routinemäßiges Schreiben, so die UN. Wie kann so ein Gremium, das sich um Menschenrechte kümmert, solchen Routinen unterwerfen? Das macht die Sache nicht besser – im Gegenteil: das zeigt, dass maßgebliche Teile der UN einfach abgewirtschaftet hat.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/angeblich-legitimer-klimaaktivismus-un-sonderberichterstatterin-kritisiert-anklage-gegen-die-letzte-generation/ und: https://www.juedische-allgemeine.de/politik/un-glueckwuensche-an-iran-stossen-auf-scharfe-kritik/
Internetfunde
Blüchel/Fleischhauer (Günthers drei Körper: Ministerpräsident, Parteipolitiker, Bürger; Thema auch: SPD-Umverteiler, die keine Ahnung von realen Zahlen haben; irre, das finanzielle Polit-Gemauschel in Bremen und Rheinland-Pfalz – zu Lasten der Steuerzahler; der SPD gehört das Land – L’État, c’est moi – scheint Spaß zu machen, Steuergelder zu verprassen – würde mir auch gefallen; habe leider den falschen Job; aber sie scheinen sich darüber nicht zu schämen – was bei mir vielleicht der Fall gewesen wäre, zumindest irgendwo im Hinterköpfchen): https://www.youtube.com/watch?v=QTY3MXN_uW0 Und wenn man dann das SPD-Versagen mit dieser Info verknüpft, könnte man in Gelächter ausbrechen, wenn es nicht so traurig wäre: https://rp-online.de/politik/deutschland/awo-chef-vermoegensungleichheit-bedroht-demokratie_aid-143882341 Apropos Günther: Dass er als Tiger springt und als Bettvorleger endet – ich befürchte, dass dem nicht so ist, weil CDUler, allein darum, weil das, was die Günther-CDU plant, kritisiert wird, ihren Trotz hervorrufen kann und den gefährlichen Unsinn der Altersbeschränkung abnicken: https://www.welt.de/politik/deutschland/article698b3f039501f81648ced374/neuer-chef-der-nord-spd-die-methode-guenther-er-fordert-irgendetwas-was-gar-nicht-auf-landesebene-entschieden-wird.html
Thema sind auch die Linksextremisten in Berlin – ihnen gegenüber müssten Parteien die Brandmauer errichten. Aber ich denke, dass nicht nur, wie es heißt, die Moral bei den Grünen verhandelbar ist, sondern viele Grüne dort leben im Dunstkreis der Linksextremisten. Wie an an dem Verhältnis zu der in der Diskussion genannten Maja T. gesehen wird. Die Linken fesseln sich durch Brandmauern nicht, aber die Rechten lassen sich durch die Brandmauer, die Linke errichten, fesseln. Demokratie sieht auch aus meiner Sicht anders aus.
Und auch Solga: https://www.youtube.com/watch?v=B3IPcBE4XR8
Zu Martenstein – er spricht Klartext. Ich würde sagen, die Linken nennen eine Verbotsdemokratie: „Wahre Demokratie“ oder „Schöne Demokratie“ – die Reaktion mancher Zuhörer ist beschämend – aber bezeichnend für das, was in manchen Köpfen so vor sich geht. Der Mut von Martenstein ist zu bewundern vor einem solchen Publikum, Tacheles zu reden. Es hat lange still gehalten – doch dann versuchten irgendwelche Schreihälse und Buhrufer sozusagen die noch Nachdenklichen wieder in ihrem linksextremen Bann zu ziehen. Lasst die Genoss:innen bloß nicht über das nachdenken, was Martenstein gesagt hat, vielleicht könnte er ja jemanden überzeugen! Das darf nicht sein, also losbuhen! Sie wieder einfangen! Bevor sie nachdenken können. Aber letztlich hat er doch einige zum Nachdenken gebracht, weil sich die Jury nicht eindeutig für ein Verbot der Partei entscheiden konnte, sondern den Kompromiss fand, ein Verbot überprüfen zu lassen. Was freilich sonderbar ist, eine Unterwerfung unter die Obrigkeit: Was sie und ihr Verfassungsschutz sagt, das ist richtig. Das hätte man den Linken vor 30 Jahren mal sagen sollen, dass ihre Nachfahren so Regierungs-Parteientreu argumentieren.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/das-ende-der-demokratie-martenstein-zerlegt-linke-afd-verbotsplaene/ und https://www.youtube.com/watch?v=fH8O9L3Cuuc und https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/theaterprojekt-stimmt-fuer-pruefung-eines-afd-verbots-200542351.html
Egon Flaig: https://www.youtube.com/watch?v=UAmnV_P1uN0
Tichys Einblick zu EU (CDU-Leyen-DSA) / Berlin (CDUler) und ihre gefährliche Stellung zur Meinungsfreiheit: Bürger vor ihren eigenen von diesen Parteien ungeliebten Meinungen schützen – der Kampf mancher in den Parteien gegen das Grundgesetz, gegen das Grundrecht – und dann kommt natürlich die Chatkontrolle und vieles andere mehr, das für die bürgerliche Freiheit gefährlich ist – das CDU-„Digitalisierungsministerium als Zensurministerium“ + linksgrüne Bundesnetzagentur, laut Tichy, zudem werden das BKA und die Landesmedianstalten durch die politischen Meldestellen politisch missbraucht: https://www.youtube.com/watch?v=Xoxvy3fYaZ4
*
Ich wollte sagen, das kennt man alles eher von Linken und Rechtsextremen. Aber man bedenke das 19. Jahrhundert: Die Zeit des sogenannten Vormärz (Wiener Kongress 1815-März 1848) – das Freiheitsstreben angesichts von Zensur, Überwachung, Unterdrückung liberaler, nationaler Meinungen und Bewegungen, Spitzelsystem, politische Polizei, Überwachung auch der Universitäten, von Rechtsstaatlichkeit ist wohl kaum mehr zu sprechen. (Natürlich waren Gesetze formal vorhanden usw. – aber: Grundrechte im heutigen Sinn galten nicht, Justiz war nicht unabhängig, Kritik an Monarchie usw. war Hochverrat, Machtkontrolle war unterbunden, Presse zensiert. Es war ein Polizeistaat mit gesetzlich geordneter Willkür gegen alle, die nicht spurten.) Verbunden sind die Repressalien mit dem Namen Metternich, den man heute nur noch vom Sekt kennt, der aber mit seinen Claqueuren viel Leiden, Zwänge auf seinem Gewissen hat. Heinrich Heine war einer der vielen, die darunter leiden mussten und ins Exil gingen. Um nur ihn zu nennen. Das Hambacher Fest, das Fest der Freiheit, führte zu weiteren Verschärfungen durch die Obrigkeit. Es zeigte aber: Menschen lassen sich nicht mehr länger unterdrücken. Aber die brutalen Herrscher gewannen wieder Oberhand. Es war ein langwieriger Freiheitskampf, unter dem viele mutige Menschen leiden mussten angesichts der Machtmittel der Obrigkeit. Freiheit-Liebende unterschiedlichster politischer Couleur können viel von diesen Menschen lernen, so von Heine, Büchner, Börne, Freiligrath, von Fallersleben, Robert Schumann, Wagner in gewisser Weise auch. Hiermit habe ich die Kämpfer genannt, die im kulturellen Raum für die Freiheit eintraten. Der Biedermeier – ich liebe ihn – aber politisch war er ein Rückzug ins Private. Häusliche Idyllen, Gärten, Salons und Kaffeekränzchen, raus in die Natur, weg von den Denunzianten, Repressalien usw. Eskapismus war verbreitet unter denen, die es sich leisten konnten.
Nur als Anmerkung assoziativ das Eine oder Andere: Das waren nicht die einzigen Strömungen in der Zeit. Die Romantik wirkte nach – es sei an die Dichter erinnert, die vielfach in sich unterschiedliche Traditionen vereinigten bzw. von einer Weltanschauung zur anderen switchten:
den Dichter der (religiösen) Tradition: Brentano,
an den, der aus seiner Beamtenstube ins Christlich-Romantische flüchtete: Eichendorff,
an die religiöse, Ruhe findende Luise Hensel,
an die ihre Welt psychologisch durchschauende Annette von Droste-Hülshoff,
an den Weltmenschen Rückert,
an Philipp Spitta, der die innere religiöse Freiheit und Ordnung besang,
Mörike, der Zerrissene,
Lenau, der Emigrant, der in der Fremde keine Heimat fand,
Grillparzer der Emigrant in das Innere,
Geibel und Heyse, die Ästheten, Dichterfürsten der Zeit, die das Schöne suchten,
Freiligrath, ich nannte ihn schon, der politisch engagiert war für die Freiheit,
Heine, nannte ich auch schon, der Spötter von Zensur und politischer Enge,
Storm beschreibt den pflichtbewussten Helden des Alltags in aller Dramatik auch des Scheiterns,
Fontane zeigt, dass der Rückzug ins Private keinen Schutz bietet.
Betti Paoli begann, sich mit sensiblen Gedichten für die Emanzipation der Frauen einzusetzen, sie suchte nach dem Schlüssel der Freiheit für die im Häuslichen Eingesperrten: Frauen bilden, Geist und Eigenständigkeit fördern, Emotion beachten, Frauen achten,
von Fallersleben – der Professor, der im zerstückelten Deutsch-Land von Land zu Land flüchtend zog, Kinderlieder schrieb und das Lied der Deutschen. Das mit „Deutschland über alles“ nicht andere Staaten ausgrenzen wollte, sondern die Einheit des zerstückelten Deutsch-Landes forderte, also aus Deutsch-Länder sollte Deutschland werden. Es ging also um nationale Freiheit.
Dann gab es noch die Philosophen, die Kämpfer gegen die Religion und gegen den Rückzug in die Häusliche Innerlichkeit, mit ihrem Versuch, wissenschaftlich weltweit zu argumentieren: Feuerbach, Marx, Engels und so ab 1830 begannen Sozialisten Arbeiter zu rekrutieren. Das heißt: Es ging um Freiheit von dem System des Kapitalismus, der von der Bourgeoisie, die besitzende soziale Klasse und ihren Stabilisatoren, errichtet wurde.
Als besondere Person möchte ich Kathinka Zitz-Halein nennen: Sie setzte sich mit ihrem Leben ein, stürmte vor gegen die Repressionen, setzte sich aktiv und sich gefährdend für die politisch Gefangenen und deren Familien ein, Frauen sollten aktiv am Aufbau Deutschlands teilnehmen – wie sie selbst. In diesem Zusammenhang sei auch auf Louise Otto-Peters hingewiesen, die Parallel zum Kampf für die Freiheit aller für die Freiheit / politische Teilhabe der Frauen kämpfte. Freiheit ist nur Freiheit, wenn sie für Männer und Frauen gilt.
Wie am Parlament in Frankfurt erkennbar ging es auch um liberale Freiheit bzw. um die Errichtung einer Republik: Freiheit von Zensur, Willkür des Staates, Einschränkung der Macht des Adels, Freiheit des Handels (Deutscher Zollverein). Inzwischen waren bekanntlich auch neben dem Adel finanziell starke Bürger-Gruppen entstanden.
Kirchen spielten eine große Rolle in der Verbindung von Thron und Altar. Es gab Versuche, sich von traditionellen theologischen Vorgaben zu befreien, es sei an David Friedrich Strauß erinnert, der versuchte, die historische Vernunft über den Glauben an Jesus Christus zu stellen, weitere Versuche, die Kirche von dem bestimmen zu lassen, was man als Vernunft ansah: Weg von Rom-Bewegung der Deutschkatholiken (Robert Blum, einer der führenden Revolutionäre war Deutschkatholik), Wichern und seine Mitstreiter versuchten armen Menschen organisiert zu helfen, weil es der Staat nicht tat. Der Fürst beherrschte die Kirchen – es gab Mitte der 1830er die Bestrebungen, die Gemeinden durch Kirchenvorstände/Presbyterien selbständig zu machen: nicht der Staat bestimmt das Gemeindeleben (und den Pfarrer), sondern die Gemeinde selbst – und zwar diskutierend (!), es wurde nicht mehr von oben bestimmt. Menschen lernten diskutierend Verantwortung zu tragen.
Leider gab es auch die Hep-Hep-Aufstände / Pogromwellen. Vom Mob wurden jüdische Häuser wurden gestürmt, Besitz wurde zerstört, Menschen wurden gejagt, verprügelt, vertrieben, getötet. Das bedeutet, dass es Menschen gab, die existentielle Ängste ausstanden, auch durch das Jahr ohne Sommer oder durch die Industrialisierung wirtschaftlich Probleme hatten, die Angst hatten, in Armut zu verfallen bzw. wirtschaftlich bankrott waren, gegen Juden zu kämpfen. Nationalistische Bestrebungen spielten auch mit, da Napoleon Juden mehr Freiheiten einräumte sahen andere ihre Freiheiten eingeschränkt. Es war auch ein Versuch, sich von den Zuständen zu befreien – aber ein irrationaler, böser Versuch. Die Metternichs nahmen das als weiteren Anlass, den Polizeistaat zu errichten. Und so gab es eben Versuche, Freiheit zu errichten / erlangen miteinander – aber auch gegen andere.
Es gab also unterschiedlichste Formen der Bestrebungen nach Freiheit. Zum Teil gingen sie Hand in Hand, zum Teil waren sie vollkommen unterschiedlich, auch gegeneinander.
Zu vielen dieser Dichter s.: https://gedichte.wolfgangfenske.de/18-19-jh-2/ und https://gedichte.wolfgangfenske.de/19-jh/ und: https://gedichte.wolfgangfenske.de/19-jh-2/ Zu Feuerbach und Marx: https://mini.evangelische-religion.de/religionskritiker-kritisch-gesehen/
In Deutschland: Mut von Iranerinnen
Selbst in Deutschland brauchen Iranerinnen und Iraner Mut, gegen das Regime zu protestieren. Dieses brutale Regime dürfte auch über die Familien herfallen – nicht nur, wie ich neulich im Blog geschrieben habe, werden Unterstützerinnen der Freiheitsbewegung in unserem Land verbal angegriffen und erniedrigt. Denn das Regime im Iran ist doch so klasse muslimisch – so die Menschen verachtende Reaktion – da darf man nicht gegen sein! Interessant finde ich freilich, ich schrieb es schon, dass Iraner sich auf den nichtislamischen Iran berufen, den Islam als brutale Kolonialistenmacht einschätzen, die den Iranern das Land geklaut haben. Hier trifft also stolzer Nationalismus auf fanatische Islamisten.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.welt.de/politik/deutschland/article699126cd0abe5c8b74ed028c/anti-mullah-proteste-in-muenchen-sie-haben-gesagt-wir-ermorden-dich-wenn-ich-kein-kopftuch-trage-erzaehlt-eine-demonstrantin.html Dazu auch Ostermann: https://www.youtube.com/watch?v=773Xjvz7BdU
Größenwahn kritisiert Realität
Nun, so mag man das bezeichnen, was hier abläuft: https://de.euronews.com/my-europe/2026/02/14/von-der-leyen-nato-rutte-muenchen
Größenwahn kommt den Bürgern immer schwer zu tragen. Sie haben das auszulöffeln, was sich die Hochwohlgewählten bzw. Hochwohlnichtgewählten alles so in ihren Hobbys und ihrer Ideologieversessenheit ausdenken.
Maler 18: Wang Lü
Segen zum Sonntag

(Diese Schönheit ist in unseren Landen jetzt und überhaupt nicht allen zugänglich.
Aber das Wissen, dass es diese gibt, auch wenn sie im Augenblick nicht erlebbar ist,
kann dankbar machen.)
Ich wünsche Segen allen,
die offen sind für alles Schöne auf der Welt.
Ich wünsche Segen allen,
die trotz Machenschaften des Menschen
auch dessen Schönheit sehen können.
Ich wünsche Segen allen,
die angesichts des Dunklen, Krankhaften,
angesichts all der Todesspuren verzagt und müde geworden sind –
damit sie nicht verzagen und verzweifeln.
Ich wünsche Segen allen,
die sich auf dem stürmischen Meer des Lebens und der Welt geborgen wissen –
weil sie IHM gehören: Markus-Evangelium 4,35-41. (2008)
Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://evangelische-religion.de/ReligionNeu/crashkurs-christentum/main-points-kultur/
Ave Verum Corpus
Provokation zum Tag + Gesangbuch und Friedrich Karl Moser + Vorurteile der KI + Leben verspielen + Globalisierung + RentenEintrittsAlter + Gerichtsurteil? + Dieselautos + Digitale Souveränität + „Im Faschismus-Wahn“ + Linksextremismus + Dresden – Hieroshima – Nagasaki + EU-Russland + LinksGrünes Südhessen + Südsudan
Provokation zum Tag
Das Grundgesetz wurde gegen den Nationalsozialismus geschaffen.
Der Nationalsozialismus hat die Individuen und ihre Freiheit eingeschränkt,
er hat sie entwürdigt, sie eingeteilt in Beurteilungs- und Vernichtungskategorien.
Versuchen Mächtige das Grundgesetz zu unterlaufen,
dann gibt es keinen neuen Nationalsozialismus,
es gibt auch andere Formen von Tyranneien,
die es abgesehen haben auf:
Zerstörung der Würde der Menschen,
Verhöhnung des Gewissens,
Erniedrigung des Individuums durch Hineinzwingen in das Kollektiv,
Treiben von Keilen zwischen den Menschen in einer Gesellschaft,
alles wird politisiert, jeder wird nach politischem Maßstab beurteilt,
und je nachdem, ob er zum Maßstab passt oder nicht: sozial deklassiert,
finanziell ausgehungert, Zukunftsperspektive wird gnadenlos zerstört,
Pressefreiheit, Äußerungsfreiheit, Meinungsfreiheit – weg damit!
Druck wird erzeugt durch juristische Maßnahmen.
Kritik an Regierungen, an Regierungsfehlern – weg damit!
Es gibt nicht nur Nationalsozialisten, die Menschen gefährlich werden.
Andere Weltanschauungen und Ideologien haben es auch drauf,
wie wir sehen konnten und können an sozialistischen/kommunistischen Staaten
wie wir sehen konnten zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Viele Tyrannen träumten vermutlich von der Möglichkeit, die unsere digitale Zeit bietet.
Wehret den Anfängen gilt nicht nur mit Blick auf Nationalsozialismus,
dieser Ruf gilt mit Blick auf alle Tyranneien, die freie Menschen zertreten wollen.
Demokratie bedeutet mehr als irgendwelche von Parteien aufgestellte Menschen wählen.
Demokratie bedeutet:
Mündige Bürger setzen sich als freie Menschen ein für ihr Land;
sie haben Teil an den Fragen der Zeit,
sagen ihre Meinungen zu allem, worin sie mitreden wollen.
Sie sagen sie so, wie sie es sagen können und wollen,
und das egal, aus welcher politischen Richtung sie kommen,
und wenn sie auch aus keiner politischen Richtung kommen.
Leute, achtet das Grundgesetz,
es soll uns vor Mächten schützen,
die ihre Macht missbrauchen wollen.
Gesangbuch und Friedrich Karl Moser
Ich hatte vor einigen Wochen Friedrich Karl Moser als Thema: https://blog.wolfgangfenske.de/2025/12/18/friederich-karl-moser/ Dieser wurde vom Landgrafen Ludwig nach Darmstadt geholt, um die Finanzen in Ordnung zu bringen. Aber der Ludwig hatte Militär als Hobby. Moser strich die Lotterie, die das Militär unterstützen sollte. Unter anderem gefiel das dem Ludwig nicht, Moser wurde enteignet und ausgewiesen. Ludwig starb 1790. Moser wurde rehabilitiert.
Spannend für mich ist nun, dass mir ein Gesangbuch aus dieser Zeit vorliegt: „Hessen-Darmstädtisches allgemeines Gesang-Buch auf Höchste Landesfürstliche Verordnung herausgegeben. Im Jahr 1786. Im Verlag der Fürstlichen Invaliden und Soldaten Waisen-Anstalt.“ Das heißt, dass mit dem Kauf des Gesangbuches die hinterbliebenen von Soldaten unterstützt wurden. Ludwig selbst führte keine Kriege, sondern hat Truppen gestellt, schon als Erbprinz. So bekamen Österreicher im Kampf gegen Preußen Soldaten / Söldner, was eine gute Einnahmequelle war. Es deutet sich auf dem Deckblatt an, dass eine Gemeinde es anschaffen musste: auf Höchste Landesfürstliche Verordnung.
Kurz: Das bedeutet, dass das Gesangbuch als religiöses Buch von der Herrschaft benutzt wurde, um politische Aufgaben zu finanzieren. Als Überlegung weiterhin: Da kein Theologe bzw. Kommission genannt wird, sieht es so aus, als würde damit der Landgraf sozusagen den staatlich legitimierten Glauben – ordnend, verwaltend – festgeschrieben sehen. Pietismus war vermutlich nicht so sein Ding, was ihn dann auch von Friedrich Karl Moser unterschied.
Vorurteile der KI
Nicht immer gibt es Verzerrungen, aber wenn, dann werden Christen, Männer und Weiße benachteiligt (Rieck): https://www.youtube.com/watch?v=HHTOjbKvyO8
Leben verspielen
Mir geht es nicht um diese Menschen. Aber es wird deutlich: Menschen, die alle Möglichkeiten hatten, verspielen ihr Leben. Oder sehen sie ihr Leben als Spiel, in dem man alles gewinnen, alles verlieren kann? In diesem Leben werden andere einfach als Spielfiguren angesehen, die man benutzt, weil man selbst im Grunde eine ist in einem großen Spiel. Aber was haben sie gewonnen, wenn sie es verspielen? Ich möchte damit kein Richter sein über diese Leben, aber es deprimiert.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/ausland/news/epstein-maxwell-doppelspion-geheimdienst-mossad-kgb
Globalisierung / Sicherheitskonferenz
Ich schrieb vor 10 Jahren https://blog.wolfgangfenske.de/2016/11/27 :
„Ich dachte beim Lesen dieses Abschnitts an den Vortrag eines Professors in München – es ging um Wirtschaft. Dieser Professor hat vor Jahren tatsächlich gemeint, dass die Wirtschaft die Welt gerechter machen werde. Religionen könnten nicht Gerechtigkeit herbeiführen – aber die Wirtschaft. Ich fand das damals kurios. Und nun? Es zeigt sich wieder einmal, dass Hochmut vor dem Fall kommt.“
Mit Blick darauf ist die Rede von Rubio auch interessant: Bindungen, die durch Wirtschaft entstehen, so dachte man, würden Nationen ersetzen. Er sagt: „In dieser Illusion haben wir eine dogmatische Vision von freiem und ungehindertem Handel übernommen…“. Dieser genannte Prof. hatte Wirtschaft als ordnende Kraft auch über Religionen gestellt – inzwischen dürfte er auch eines Besseren belehrt sein. Es sei denn, dass Wirtschaftsideologie sein Hirn bestimmt: Wirtschaft kann das – aber es muss nur der richtige Mensch / das richtige Team es ausführen. Rubio spricht auch über die religiöse Vergangenheit, sieht sie aber – um es mal plakativ zu sagen – als Aufforderung für die Gegenwart.
Zudem sei, mit Blick auf die Rede das beachtet, was ich gestern unter „EU – Geopolitische Macht“ schrieb, dass Sicherheit mehr sei als militärische Aufrüstung. Rubio geht darauf ein, dass „nationale Sicherheit“ nicht nur bedeute, mehr Geld für Armeen auszugeben. Es gehe auch um die Frage: Was verteidigen wir eigentlich? – Insgesamt eine spannende Rede, die sich manche hinter die Ohren schreiben sollten, anstatt weiter der Zerstörung zu dienen.
Freilich auch hier: Visionen haben immer das Problem, dass das reale Leben – auch der Politik – sie boykottiert.
*
Nachdem ich das oben Genannte geschrieben hatte, las ich in Apollo News, dass die Anwesenden EUler die Rede mit Standing Ovation quittiert haben. Zeigt das, dass hier eine Sehnsucht unserer Herrscher angesprochen wurde, dass sie gerne so eine Welt hätten – aber nicht in der Lage sind, diese zu gestalten? Dann stellt sich die Frage: Warum können sie diese nicht gestalten? Sind wahrscheinlich im eigenen Land zu schwach und können sich nicht gegen die GrünLinken durchsetzen – weil sie nicht mutig sind. Sie lassen sich knebeln. Oder wie ist das sonst zu deuten? Im Artikel wird das gedeutet, dass sie nicht richtig hingehört hätten, sondern nur das verstanden haben, was sie verstehen wollten. Aber sind die so wenig darin geschult, zuzuhören?
Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/politik/news/komplette-rede-us-aussenminister-marco-rubio-muenchner-sicherheitskonferenz und: https://apollo-news.net/die-bizarre-reaktion-der-versammelten-eu-politiker-auf-die-rubio-rede-standing-ovation-fr-die-eigene-blamage/
RentenEintrittsAlter
Das dürften so manche einsehen, dass wir länger arbeiten müssten – wenn es nicht darum ginge, die massiven Fehler der Ampelmänner und dieser Regierung auszubaden. Die Politik soll erst einmal ihre Fehler korrigieren und gute Politik treiben – und dann mit solchen geldeintreibenden Forderungen kommen.
Auch sollte diesen Hochwohlgewählten mal zu Bewusstsein bekommen, dass eine höhere Alterserwartung nicht unbedingt bedeutet, dass man körperlich und geistig auch unbedingt länger fit ist. Ich spreche von eigenen Erfahrungen. Der bisherige Weg: Wer länger arbeiten will, soll es tun, ist richtig. Aber kein Zwang.
Zudem führte ein Zwang auch zu einer Verarmung in der Gesellschaft, weil Rentner mehr Freiheiten haben, sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einzusetzen – und sei es als Babysitter für ihre Enkelkinder, damit die Eltern beruhigt arbeiten können. Wie wir von den Ampelmännern erfahren haben, machen sich die Hochwohlgewählten selten soweit kundig, dass sie alle Aspekte umfassen. Sie sehen nur ihr Ziel und versuchen es durchzusetzen – auf Teufel komm raus. Und dann wundern sich hinterher diese Kurzdenker, was sie alles an Schädlichem angerichtet haben.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/dann-kann-man-nicht-mit-mitte-60-aufhren-zu-arbeiten-spahn-schwrt-deutsche-auf-spteres-rentenalter-ein/
Gerichtsurteil?
Da soll ein Gericht so geurteilt haben? Ein NS-Kritischer Post, der damit gegenwärtige Zustände aufgreift, soll rechtsextrem sein? Wer davon spricht, dass Medien kontrolliert werden, Parteien verboten, Kinder indoktriniert, Meinungen unterdrückt, Volk gespalten , Meldestellen eingerichtet, Andersdenkende verraten, Bürger diffamiert – ist rechtsextrem? Natürlich nicht. Aber nun wird es spannend: Als herauskam, dass es ein AfDler geschrieben hatte, wurde es auf einmal rechtsextrem. Das heißt aber – wenn einer in der Lage dazu ist, logisch zu denken: Nicht mehr die Aussage wird verurteilt, sondern die Zugehörigkeit einer Partei, die im demokratischen Spektrum agiert – also nicht verboten ist. War das die Absicht des Gerichts? Darf das in unserem Rechtsstaat sein?
Ich schrieb es schon häufiger: Heutzutage wird als rechts das bezeichnet, was ein wachsamer Bürger so von sich gibt. Linke, die eigentlich dafür bekannt waren, Regierungen und Gesellschaftszustände zu kritisieren, dürften blass vor Neid werden. Heutzutage ist kritisch sein eine Bezeichnung für Rechte – vor ein paar Jahren wurde es eher mit links konnotiert. Für Linke war es früher eine Auszeichnung, als Querdenker angesehen zu werden. Aber heute – alles rechtsextrem.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/analyse/news/meinungsfreiheit-gericht-ns-kritik-regierungskritik-baden-w%c3%bcrttemberg
Dieselautos
Die sind am Rumoren, die den Bürgern schaden und rumoren und rumoren. Und die Politik setzt den Bürgern solchen Rumorern aus. Dann wundern sich die Hochwohlgewählten, dass man sie kritisiert? Ein Elend.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/nach-klage-der-deutschen-umwelthilfe-7-millionen-dieselautos-drohen-illegal-zu-werden/
Digitale Souveränität
Interessant: den Bürgern die digitale Souveränität nehmen heißt, digitale Souveränität haben? Das ist die von der Leyen EU.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/unsere-digitale-souvernitt-von-der-leyen-verteidigt-den-digital-services-act-gegen-us-kritik/
„Im Faschismus-Wahn“
Anders kann man manches nicht bezeichnen, was in unserem Land so abläuft: Faschismus-Wahn. Wenn man schon nicht in einer Diktatur lebt, muss man sie wenigstens herbeispielen. Das dann mit einem brutalen iranischen Regime zu vermischen, um seine ideologische propagandistischen Sicht mitzuteilen – einfach nur krass, was sich diese Medienmacher so ausdenken. Wie im Beitrag ausgesprochen: schamlos. Und die Leute klatschen auch noch – aber Claqueure sind ja nichts Neues. https://www.youtube.com/watch?v=GbP3e0jGjSk&t=1s
Eine Grüne unterstellt den Rubio applaudierenden Anwesenden auf der Sicherheitskonferenz eine Nähe zum Rechtsradikalismus?: https://apollo-news.net/blood-and-honor-gaslightening-grnen-abgeordnete-vergleicht-rubio-rede-mit-nationalsozialismus/
Hinter jeder Ecke, die nicht knallerot(-grün) angestrichen ist, Faschisten zu sehen – hat schon was Absunderliches.
Ich denke bei so manchen Zeitgenossen – weiß nicht, warum – an Wilhelm Buschs Hans Huckebein:
Er hebt das Glas und schlürft den Rest,
Weil er nicht gern was übrig läßt.
Ei, ei! Ihm wird so wunderlich,
So leicht und doch absunderlich.
Er krächtzt mit freudigem Getön
Und muß auf einem Beine stehn.
Linksextremismus
Zu dem Thema Ostermann – ich hatte das für eine Demokratie toxische Thema: linke Zustände in Bremen – der linksextremistische Sumpf wird hier stärker durchleuchtet, als ich es benennen konnte. Ein kleines Land wie Bremen kann wohl leichter von Extremisten unterlaufen werden als ein größeres Land. Von daher liegt es nahe, Bremen Niedersachsen zuzuordnen – in der Hoffnung, dass Niedersachsen weniger unterwandert wurde. Übrigens: Die Bremer SPD scheint politisch auch etwas versumpft zu sein.
Wie sieht es im Bund aus? Wir erkennen, dass die CDU massiv angegriffen wurde, als Merz einen nicht von linken goutierten Weg eingeschlagen hat: Angriffe auf CDU-Niederlassungen. Das lässt vermuten, dass dieser linksextremistische Sumpf verbreiteter ist, als man es sich vorher so dachte. Und was macht die CDU? Mut sieht anders aus. Und wer Extremisten nicht bekämpft, macht sich zu deren Handlanger und zum Teil ihres Netzwerkes.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=RnM8wY7o9bc
Dresden – Hieroshima – Nagasaki
Es ist unbestritten, dass brutale Regime herrschten, sowohl in Deutschland als auch in Japan. Diese Regime haben in anderen Ländern und im eigenen Land gewütet. Rassisten und Faschisten waren hier wie dort am Werk. Die Amerikaner setzten in Hieroshima und Nagasaki die Atombomben ein – es starben in beiden Städten bis Ende 1945 bis zu 220.000 Menschen, und langfristig noch mehr. Es ist umstritten, aber aus meiner Sicht sehr gut möglich, dass dieser furchtbare Atombombenabwurf das Kriegsende beschleunigte, somit vielen amerikanischen Soldaten das Leben gerettet hat. Aber nicht vergessen werden darf aus meiner Sicht, dass auch in Dresden – zwar keine Atombombe fiel, weil es sie noch nicht einsatzbereit gab – nach ersten Schätzungen bis zu 200-300.000 Menschen dem Angriff der Alliierten mit Bomben, unter anderem PhosphorBomben zum Opfer fielen – allerdings wird die Zahl der Opfer heute auf ca. 25.000 Tote geschätzt. Anders als der Atombombenabwurf hatte die Bombardierung Dresdens vermutlich keine kriegsentscheidende Folgen. Der Krieg war ja im Grunde schon entschieden, große Teile waren schon befreit. Es blieb im Grunde nur ein Rumpf übrig, der von den hardcore Nationalsozialisten verbissen verteidigt wurde, auch unter massiver Gewaltausübung gegen diejenigen, die den Krieg beenden wollten.
Es soll mir nicht um Zahlen gehen. Es geht darum, dass das Gedenken an all diese Kriegsgräuel wichtig ist. Dieses Gedenken darf nicht dazu ausarten, die Gräuel der Faschisten zu relativieren. Es sind Mahnungen angesichts dessen, Kriege zu verharmlosen, zu relativieren, sie im Grunde – wozu manche auch neigen – noch immer als denkbare Möglichkeit von Auseinandersetzungen zwischen Ländern anzuführen. Kriege sind bestialisch. Nicht nur Atomkriege. Alle Kriege. Von daher halte ich den Versuch, das Gedenken an die BombenNacht in Dresden als ein Mosaiksteinchen für Geschichtsklitterung, die Kriege verharmlosen. Dass die Bombennacht von Extremisten übernommen werden konnte – zumindest lautet der Vorwurf so – liegt mit daran, dass die breite Bevölkerung samt Politik und Medien dieses Gedenken an die Gräuel eines Krieges diesen überlassen haben.
Die Antwort darauf lautet nicht:
Schafft das Gedenken ab!
Die Antwort darauf lautet:
Überlasst das Gedenken nicht irgendwelchen Faschisten,
sondern stellt es wieder auf eine breite bürgerliche Basis.
Im Grunde haben heutzutage nicht Rechtsextremisten das Gedenken übernommen – sondern LinksextremistenHooligans nutzen es, um dieses Gedenken für ihre Schlacht gegen den Staat und die Bürger zu instrumentalisieren und somit zu missbrauchen. Das Gedenken muss also aus der Hand der Rechts- und Linksextremisten genommen werden. Es muss ja nicht Dresden sein – Hamburg wäre wegen des Feuersturms auch ein Ort des Gedenkens, oder Köln wegen der zahlreichen Bombenangriffe. Wichtig ist: Die Gräuel von Kriegen muss wach gehalten werden – und Leute, die diese relativieren dürfen keinen Einfluss bekommen.
*
In diesem Zusammenhang denke ich auch wieder an Rupprecht Gerngross. 2012 schrieb ich:
Rupprecht Gerngross ist 1996 gestorben – kurz vor seinem Tod durfte ich ihn kennenlernen. Wer war Rupprecht Gerngross? http://www.wochenanzeiger.de/article/49564.html : >In einer waghalsigen Aktion hat Gerngross als Hauptmann einer Dolmetscherkompanie die Sender in Freimann und Erding besetzt und die Deutschen europaweit und in verschiedenen Sprachen zum Widerstand gegen die Nazis aufgerufen.< Weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Rupprecht_Gerngross Warum ich jetzt an ihn erinnere? Ich weiß es nicht. Ich dachte zufällig wieder an die Begegnung, die für mich sehr eindrücklich war.
Heute erinnerte ich mich an ihn, weil ich an die Folgen dachte. Im April 1945 war doch im Grunde schon alles entschieden – aber es gab immer noch nationalsozialistische Fanatiker, die Menschen, die gegen die Ideologen Widerstand geleistet haben, umbrachten.
EU – Russland
Als ich einmal las, dass Albert Schweitzer mit seiner Frau während des ersten Weltkrieges von Frankreich in ein Lager gesteckt wurden, weil er Deutscher war, schüttelte ich den Kopf, weil es einfach irre ist, irgendwelche unschuldigen Leute zu inhaftieren. Neulich las ich von Ralph Lazo, der es ungerecht fand, dass seine japanischen Kommilitonen von der US-Regierung interniert wurden und mit ihnen ins Internierungslager ging. Dieser Irrsinn geht heute nicht soweit, dass nun alle mit russischen Wurzeln in der EU inhaftiert werden, sie werden finanziell sanktioniert – wichtiger aber ist für eine Demokratie, dass diejenigen, die sich anders äußern, als es die Hochwohlgewählten und Nichtgewählten vorstellen leiden müssen. Als Beispiel, das ich schon häufiger erwähnte, ist Jacques Baud. Die Strafen gegen Firmen usw. – als ob das irgendeinen Sinn macht, der Kriegsverläufe ändert usw. Die handeln einfach nach irgendeinem eingefahrenen Muster, wissend, dass es nicht weiter hilft, sondern nur symbolische Maßnahmen sind.
LinksGrünes Südhessen
Ich hatte das Thema Rechenzentrum für Groß-Gerau. Die Groß-Gerauer Volksvertreter:innen wollten es mehrheitlich nicht. Allgemeines großes Kopfschütteln. Ich finde es immer wieder spannend, wie Diskussionen ablaufen, welche Strukturen sich entwickeln, wer dominant ist, wer nachgibt – kurz: die gruppendynamischen Prozesse. Aber, wie der RundschauBeitrag deutlich werden lässt: haben mal wieder die Angstschürungen gesiegt, eine davon, wie es sich für die grünen und grünisierten Südhessen auch gehört: Umwelt. Die Diskussionsverläufe hätte ich gerne mitbekommen.
Dazu https://www.focus.de/politik/deutschland/gross-gerau-stoppt-rechenzentrum-wer-kein-geld-will-muss-halt-auch-ohne-klarkommen_bc46186e-2697-47a9-8bac-ade4c62685bf.html und: https://www.fr.de/rhein-main/kreis-gross-gerau/gross-gerau-ort819016/unternehmerverband-bedauert-das-aus-fuer-rechenzentrum-in-gross-gerau-94169406.html
Südsudan
Diese irren Herrscher können es nicht lassen, sich gegenseitig zu bekämpfen und die Bevölkerung unter ihrer Machtgier leiden zu lassen. Und auch im Sudan gehen die Barbaren weiter aufeinander los.
Dazu: https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/suedsudan-ikrk-gewalt-flucht-gxe und: https://www.europeantimes.news/de/2026/02/Weltnachrichten-in-K%C3%BCrze%3A-T%C3%B6dliche-Streiks-im-Sudan-%E2%80%93-Gesundheitssysteme-im-S%C3%BCdsudan-stehen-kurz-vor-dem-Zusammenbruch-%E2%80%93-Guterres-ruft-vor-Ramadan-zur-Einheit-auf/
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Maler 17: Sandro Boticelli
Nötigt sie

Das Folgende hatte ich gestern im Blog im Kleindruck – möchte es jedoch noch einmal hervorheben:
Ich denke da an Marie Dunant, die vor kurzem Thema in meinem Blog war. Die Verfolger beriefen sich auf einen Satz Jesu: „nötigt sie hereinzukommen“ – und so wollte man Protestanten zwingen, katholisch zu werden. Aber das widerspricht voll und ganz der Intention Jesu. Es geht mit dem Satz aus dem Gleichnis vom Gastmahl aus Lukas 14,23 darum, dass ein reicher Mensch ein Mahl gibt. Die reichen Geladenen kommen nicht, haben trotz Zusage Entschuldigungen, nicht zu kommen. Und so fordert der Reiche seine Diener auf, die Armen, Ausgestoßenen zu nötigen. Warum zu nötigen / drängend bitten / ermutigen? Weil sie sich schämen, in das Haus des Reichen einzutreten, weil sie sich unwürdig fühlen und sagen: Nein, nein, ich komme nicht, ich bin es doch nicht Wert, so dreckig in das feine Haus zu dem feinen Essen zu kommen! Diesen Leuten soll die Scheu, die Unterwürfigkeit genommen werden. Wird der christliche Glaube formalisiert, werden einzelne Sätze zur Waffe, wird der Wille Gottes missachtet, dann kommen solche Gewalttaten gegen andere dabei heraus.
Leider hat den große Kirchenvater Augustinus an dieser Stelle auch eine üble Sichtweise gehabt. Die christlichen Gegner (Donatisten) sollten mit Druck in die Kirche zurückgeholt werden. Es ging, soweit ich weiß, man möge mich korrigieren, nicht um Folter, Todesstrafe usw., sondern um finanziellen, sozialen Druck. Dieser Druck wurde als bittere Medizin zur Heilung angesehen.
Natürlich ist das menschlich allzumenschlich, wie wir auch an unserer Gegenwart sehen: Da gibt es Leute, die meinen, Demokratie mit Löffeln gefressen zu haben, um andere durch sozialen Druck, durch Parteienverbot usw. wieder zurückzuholen zu den wahren, guten Demokraten. Wer sich mit christlicher Geschichte auskennt, kennt sich auch ganz gut mit Verhaltensweisen in der jeweiligen Gegenwart aus, weil Christen auch immer wieder in Gefahr gerieten, den christlichen Glauben zu ideologisieren. Alles, was Christen an Fehlern im Laufe der Geschichte machten, macht man in nachchristlicher Zeit auch. Christen wie Nichtchristen bekämpfen Gott. Das ist aber wieder ein anderes Thema.
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Valentinstag
Der heilige Valentin soll am 14. Februar um 269 hingerichtet worden sein. Die Legende sagt, dass der Caesar Claudius II. Gothicus (um 214-270) die Ehe verboten hatte, damit die Soldaten besser kämpfen. Sie bekämen ja nach einem Sieg genug Frauen.
Der Heilige Valentin soll sich über das Verbot hinweggesetzt und Heiratswillige heimlich getraut haben, denn Ehe ist für Christen wichtig und nach dem Sieg mehrere Frauen nehmen ist unchristlich. Den Verheirateten soll er Blumen aus seinem Garten mitgegeben haben. Als das entdeckt wurde, wurde er verhaftet und hingerichtet.
Auch wenn das nur eine Legende sein sollte – es wird deutlich: Christen machen nicht allen Unfug irgendwelcher Herrscher mit.
Es sei angemerkt, dass die Genese des Festes – auch mit Blick auf die alten römischen Traditionen, Frühlingsfest und Fruchtbarkeitsfest komplizierter ist. Romantik (Blumen und Herz im christlichen Mittelalter) besiegten Gewalt (lustiges Schlagen von Frauen mit Riemen als Teil des römischen Fruchtbarkeitskultes [Lupercalien] – weit verbreitet, wie auf nordfriesischen Inseln), vom Papst Gelasius I. kritisiert – auch abgeschafft?
Zukunft
Früher gab es Bücher: Wie wird die Zukunft aussehen? Sie heute anzuschauen macht Spaß, vor allem, weil es nicht ganz so gekommen ist, wie man so erwartete. Entsprechend sind wohl auch solche Erwartungen – nicht in Büchern veröffentlicht, sondern mit solchen Filmchen – einzuordnen.
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