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Sich über Gott erheben

Warum wird gerade Jesus
vielfach verspottet, verhöhnt,
mit Füßen getreten, erniedrigt?
Warum gerade er?
Meine und vieler Sicht:
Weil der arrogante, sündige Mensch meint,
er könne sich über Gott erheben.
Indem er meint, sich über Gott zu erheben,
wird der Mensch klein, erschreckend klein,
zerstört sich selbst, negiert sein sein.
Bis er ernsthaft erschrocken erkennt:
Mein Gott, was mach ich bloß?
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Meyer, Huch, Bergengruen, Schröder
Fortsetzung von: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/09/joseph-von-eichendorff-wachet-auf-wacht-auf-wacht-auf/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/10/annette-von-droste-huelshoff-kreuz-auf-sich-nehmen/ und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/11/conrad-ferdinand-meyer/ und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/12/r-a-schroeder-w-flex-j-kneip/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/13/brentano-eichendorff-uhland/
Diesem Gedicht von Uhland hat Ihlendorf ein Gedicht von C. F. Meyer nachgestellt. Es geht um „Hussens Kerker“. Jan Hus war ein Reformator, der ca. 100 Jahre vor Luther lebte, Missstände in der Kirche anprangerte, dann in Konstanz festgenommen und verbrannt wurde. Das trotz der Zusage des freien Geleits durch Kaiser Sigismund. Er ist auch ein Beispiel dafür, dass die Namen von Herrschern weniger bedeutsam sein können, als die Namen ihrer Opfer. In dem Gedicht schildert der Autor, dass Hus sich vor dem Tod fürchtet und sich Mut zuredet. In diesem Zureden sagt er sich: „Es kommt die Zeit zu feiern! / Es kommt die große Ruh! / Dort lenkt ein Zug von Reihern / Dem ew´gen Lenze zu, / Sie wissen Pfad und Stege, / Sie kennen ihre Wege – / Was, meine Seele, fürchtest du?“
Nach dessen Hinrichtung fanden Hussiten-Kriege statt. Auch Uhland hat einen Text über Johannes Hus geschrieben (von Ihlenfeld nicht übernommen). Dieser hat 1815 einen heroischen Klang. Hingegen hat der Text von Meyer (veröffentlicht in den 1870ern) einen ganz anderen Klang: Hus sitzt im Kerker, er schaut aus dem Fenster hinaus, er sieht Christus und die Märtyrer auf einer Wolke auf sich zukommen. Er ist im Kerker frei, er preist den Kerker, er nimmt das Kreuz im Fensterkreuz wahr, er spricht von der kommenden Flut, die ihn ertränken wird – aber gleichzeitig frische Kühle ist (Taufe?), er sieht eine Traube im Fenster (Eucharistie?) – und das mündet dann in den oben zitierten Vers. Auch hier: Die Natur wird transparent für Ewigkeit, für das Kommen Gottes, das Sein bei Gott. Glaubende sind frei, auch wenn sie sich im Kerker bzw. vor dem Tod fürchten. Und dazu besteht in den 1940ern aller Grund.
Dem folgt wieder ein Gedicht von Walter Flex: „Soldat und Mutter“. Der Bruder eines jungen Mannes ist im Krieg gefallen. Nun geht der Bruder auch ins Feld. Die Mutter ruft aus: „Erbarm sich Gott der achtzehn Jahr! / Der Tod war weit, nun ist er nah!“ Darauf der nüchterne Sohn: „Der Tod bleibt immer, wo er war: / Bei Gott. Auch ich und du sind da.“
Auch das Gedicht von Ricarda Huch, das diesem folgt, ist ein Gedicht, das „Einem Helden“ (s. auch Gesammelte Werke 5: 276) gewidmet ist. Es ist ein Gedicht, das einen auf den ersten Blick schaudern macht und auf den zweiten Blick ratlos hinterlässt. Der Soldat ist gefallen, und die Autorin spricht zu ihm, dass das Licht der Sterne kühl das still gewordene Herz umfluten möge, dann ist vom Korn und von der Rebe die Rede – in deren Duftgewölk der Getötete im Dom der Nacht umschwebt werden möge. Für ihn gab es nicht „Sieg, Triumph und Beute“ – nur „Ein dunkler Kranz und tiefe, tiefste Ruh´.“ Dann folgt die Auferweckung durch Trompetenschall („Drommetenaufgebot“), dann heißt es: „Gegürtet mit dem Schwerte wende / Das neue Antlitz stolz ins Morgenrot.“ Aber auf dem zweiten Blick ist das Gedicht ein sonderbares Antikriegsgedicht: Es werden nicht „Sieg, Triumph und Beute“ versprochen, es wird knallhart gesagt, wenn auch romantisierend, er ist gestorben. Er bekommt nur einen dunklen Kranz. Dann wird noch vom Morgenrot gesprochen, dem er mit gegürtetem Schwert entgegentreten wird. was macht ratlos?
Es handelt sich also um eine sonderbare Mischung von christlicher und nichtchristlicher Metaphorik. Er hat „gerungen bis ans Ende“ – wir finden das in etwa bei Paulus: Er hat, wie alle Christen, den guten Kampf des Glaubens gekämpft und wird den Siegeskranz der Gerechtigkeit von Gott dem Richter empfangen (2. Timotheus 4). Die Trompeten passen zum Soldatenleben, sind aber auch Instrumente, die zum göttlichen Gericht rufen (Apokalyptik). Der Soldat schaut mit dem Schwert gegürtet allerdings nicht nach oben, zu Gott, sondern nach vorne, Richtung Osten. Er schaut mit einem „neuen Gesicht“, dem Gesicht der Auferstehung des von Gott neu geschaffenen Körpers – oder nicht? Ebenso ist die Trompete nicht Zeichen für Gottes Gericht, sondern für ein Auferstehen in eine neue Welt: Hier wird der Eingang des germanischen Kriegers ins Jenseits intendiert. Er ist sozusagen noch immer zum Kampfe bereit, geht ein in Walhalla bzw. die neue Weltzeit Ragnarök beginnt (allerdings soweit ich sehe unspezifische Metaphorik)? Er ist Vorbild für die Lebenden. Der Gefallene geht den Lebenden voran in die gute Zukunft. Bei Huch haben wir in diesem Gedicht eine Metaphorik, die ich nicht einzuordnen weiß, denn gleichzeitig ist das Morgenlicht, dem der Soldat entgegengeht, wie bei Eichendorff aus romantischer Sicht eben auch der Morgen, den Gott herbeiführen wird. Er blickt stolz? Passend zum, Siegeskranz? Ebenso ist das Schwert, mit dem er sich gürtet – das Schwert des Geistes als Teil der christlichen Waffenrüstung Gottes (Epheser 6)? Ist er Zeuge der Wahrheit gewesen? Das Gedicht wurde im Kontext des Ersten Weltkriegs gedichtet. Der christliche Glaube wird metaphorisch aufgenommen aber umgedeutet – oder auch nicht. Zukunft des Toten bedeutet also vielleicht nicht, dass er bei Gott sein wird, sondern dass er mythisch mit den Lebenden in die Zukunft gehen wird. Kurz gesagt: Sie scheint christliche Eschatologie mit heroischer Metaphorik im Stil der Zeit zusammenzuführen. Ich sehe es im Grunde als eine gottlose Form von Ermutigung an – aber dadurch ist sie eben leer. Allein die Worte sind es, die vielleicht irgendwie positive Gefühle wecken sollen. Wie bei dem Kameraden-Text von Uhland im Grunde nur noch die Melodie zu Herzen geht. Aber Gott spielt keine Rolle mehr.
Mit diesen beiden letzten Gedichten (Flex und Huch) haben wir christlich entfremdete Texte vor uns, die irgendwie christlich interpretiert werden können – oder eben auch nicht. Sehr sonderbar – aus christlicher Sicht ist das diesem folgende Gedicht von Richard Billinger: „Auferstehung“. Er fliegt aus dem Kerker, Engel Schrei erwürgt die, die ihn im Kerker des Todes festhalten wollten. Er selbst ist aktiv, fährt auf, umgürtet sich mit Licht, macht sich fertig zum himmlischen Gericht. Dann sitzt die Seele „als Taube auf dem Dach“ und fliegt fort – die Trauer bleibt zurück, aber: „Und Trauer glänzt ihr nach“. Christlich ist hieran nur der Hinweis auf das „himmlische Gericht“. Alles andere ist Mischung verschiedenster Traditionen.
Diesem folgt von Werner Bergengruen das Gedicht „Stimme Gottes“. Im Grunde greift dieses Gedicht die drei vorangegangenen Gedichte auf. Im Nachwort schreibt Ihlenfeld von „gefrorenen Christen“ (160), das heißt, soweit ich das interpretiere, Christen, die christlich schreiben können, auch christliche Tradition aufgreifen, aber nicht so recht den Glauben mit ihrem Wesen vereinigen konnten. Ebenso beschreibt er den Dichter, der sich von der christlichen Tradition gelöst hat, aber sie doch immer wieder einfließen lässt, was er als „Irrationalität des Dichterischen Schaffens“ (150) bezeichnet. Diese Gedichte scheint er auch aufgenommen zu haben, weil er weiß, dass Menschen den Trost benötigen, die nicht mehr der traditionellen christlichen Tradition anhängen, sie nicht mehr kennen, sondern eben aus christlicher Sicht abstrusen Vorstellungen anhängen. Und diese korrigiert er nun mit dem Gedicht von Bergengruen. Gott ruft alle Menschen zu, sie sollen sich nicht scheuen, zu ihm zu kommen. Wenn sie aber nicht wollen, wenn sie lieber draußen bleiben wollen, sollen sie es, denn auch das, was „draußen“ ist, gehört Gott. Gott begrüßt auch diejenigen, die ihn steinigten – und zuletzt „Werden auch die Unerlösten / Mit an meinem Tische sitzen.“
Hier klingt Allversöhnung an, die auch in Briefen des Apostels Paulus anklingt, auch wenn er das Gericht Gottes und damit verbundene Ablehnung durch Gott verkündet. In den Texten der Allversöhnung geht es nicht nur um Menschen, es ist eine universale Offenheit zu erkennen. Christlicher Glaube changiert zwischen diesen beiden Polen. Gott fordert Gerechtigkeit und richtet entsprechend – Gott ist Gnade und Barmherzigkeit. Das Problem der Allversöhnung besteht unter anderem darin, dass sie freie Menschen zu zwingen scheint. Und das wiederum ist nicht christlich: Wer in vermeintlicher Freiheit Gott ablehnt, soll ihn ablehnen dürfen. Gott zwingt niemanden zu sich. Von daher ist der Text Römer 11 so spannend, weil die Menschen durch Allversöhnung nicht zu Gott gezwungen werden, sondern sie erkennen ihn nach der Auferweckung durch Gott – und das bedeutet eine „zwingende“ Hinwendung zu Gott. Wer Gott selbst sieht – wie kann er ihn noch ablehnen? Wenn jemand dann ganz verbohrt an seiner Abwendung festhält, richtet er sich selbst. Christen wissen, dass sie Gottes Gnade nie groß genug denken dürfen. Wenn sie mickrig wäre, hätte er sie nicht erlöst durch das Sterben am Kreuz. Natürlich ist auch menschlich gesehen die Allversöhnung problematisch, weil sie bedeutet, dass auch der übelste Verbrecher und Menschenschänder in Gottes Reich neben mir stehen könnte. Und wenn ich das ablehne, dann stelle ich mich selbst außerhalb der Barmherzigkeit Gottes. Es wird deutlich: Warum der christliche Glaube changiert.
Bergengruen ist zum Katholizismus konvertiert, von daher ist die Formulierung provokativ, aber schon Meinung Bergengruens (s. u. den Link). Ihlenfeld dürfte mit diesem in seinem Band aufgenommenen Gedicht den Menschen im Kampf, Menschen an der Front, wie auch Trauernde, die nicht so genau wissen, ob sie glauben oder nicht, nicht wissen, wie sie das mit der Auferstehung verstehen sollen, Beruhigung schenken. Gott nimmt sie an, auch wenn sie zweifeln. Es handelt sich also um ein seelsorgerliches Gedicht, nicht um eines, das um eine klare dogmatische Theologie ringt. Aber es ist keine Täuschung, weil, wie gesehen, der christliche Glaube in dieser Hinsicht changiert.
Und so passt auch das letzte Gedicht „Das Geheimnis“ von Rudolf Alexander Schröder gut an das Ende: „Laß das Geheimnis zu dir ein, / Das allen Gram zur Freude macht“ – und es wird die Grablegung und Auferstehung Jesu geschildert – mit der Aufforderung: „Geh, Seele, folg ihm in die Nacht: / Bald ruft der Hahn, bald bricht der Stein.“ Es ist also ein Geheimnis, was es mit dem Leben nach dem Tod auf sich hat. Es gibt viele Perspektiven – aber am Schluss steht die christliche Aufforderung: „Laß das Geheimnis zu dir ein“. In den Gesammelten Werken von Schröder heißt das Gedicht in der Überschrift nicht „Das Geheimnis“, sondern „Ostern“.
*
Was in all diesen Gedichten in dem Abschnitt „Ewigkeit“ deutlich wird: Es wird nicht die politische Situation angesprochen. Der Nationalsozialismus ist nicht mehr Thema. Wenn es um das Sterben geht, dann steht Politik außen vor. Dann ist jeder auf sich selbst gestellt, jeder muss selbst schauen, wie er glaubt, was er glaubt, wie er mit seiner Sterblichkeit umgeht. Wenn Krieg herrscht, die Menschen daran nichts ändern können, dann muss eben der Christ auch von der politischen Situation absehen können, um den einzelnen Menschen helfen zu können. Wenn Ihlenfeld jetzt anti-nationalsozialistische Texte, Antikriegstexte usw. veröffentlicht hätte, hätte er den Menschen nicht helfen können (geschweige denn, dass der Band durch die Zensur gekommen wäre). Es gibt eine Zeit, in der gegen die politische Situation gekämpft werden muss – und es gibt eine Zeit, in der der einzelne Mensch und sein Unglauben bzw. Glauben, seine Psyche und sein ganz persönliches Leben nach Orientierung sucht. Diese Zeit, so fordert es der Glaube, muss respektiert werden, denn es geht auch um die Würde des Menschen außerhalb der Politik. Ich weiß freilich nicht, ob Ihlenfeld so gedacht hat, dazu bin ich noch nicht weit genug in sein Denken eingedrungen. Aber das würde zumindest der christlichen Tradition entsprechen.
Wer dagegen protestieren sollte, weil er meint: Jeder habe gegen die Vereinnahmung durch die Ideologie lauthals zu protestieren, dürfte auch in der gegenwärtigen Zeit merken, wenn wir in die Weltgeschichte schauen: Es gibt Situationen, in denen der Protest von Individuen nicht mehr hilft, weil die politischen Entscheidungsträger Entscheidungen treffen, die verantwortungslos sind. In diesen Zeiten kann der christliche Glaube auch das Individuum stärken, damit es sein Leben vor Gott so lebt, wie er es aus dem Glauben verantworten kann. Politisch – unpolitisch, wie auch immer.
Doch dann schleicht sich vermutlich auch bei solchen Ideologen eine Vermutung ein: Diese christlichen Worte widersprechen unserer Ideologie. Sie zeigen auf, dass sie defizitär sind. Ideologen klammern den Menschen in seiner individuellen Würde mit seinen Emotionen und Ängsten aus. Sie bieten dem Einzelnen keine Zukunft – sie bieten nur Kampf und Einsatz, dann den Tod. Andere können eine schöne Zukunft erlangen, aber du, Mensch, bist Erde. Wir denken an dich als nationalsozialistischen, nationalistischen, sozialistischen Märtyrer – aber du bist wieder Erde. Und so ist der christliche Glaube mit seinem Angebot ein Widerspruch gegen die atheistischen Ideologien. Also: immens politisch. Denn wer das erkennt, der lebt auch anders als diese Ideologen es fordern.
*
In dem Band folgen noch das wertvolle Nachwort, und Indizes.
- Zu Conrad Ferdinand Meyer: https://gedichte.wolfgangfenske.de/19-jh-3/
- Zu Ricarda Huch: https://gedichte.wolfgangfenske.de/ricarda-huch-1864-1947/
- Zu Bergengruen: https://gedichte.wolfgangfenske.de/werner-bergengruen-1892-1964/
- Zu Rudolf Alexander Schröder: https://gedichte.wolfgangfenske.de/rudolf-alexander-schroeder-1878-1962/
Im Zusammenhang von Bergengruen schrieb ich:
„Diese Gedichte hatten zum Teil seelsorgerliche Funktion. Die Welt wird aus dem Glauben den Menschen gedeutet, die diese Hilfe benötigten. Dass Gedichten eine solche Funktion zugewiesen wird, ist für so manchen in der Gegenwart eine Zumutung. Lieber sind Gedichte nichtssagend oder äußerst komplizierte Wortkombinationen, die die Geduld des Rezipienten äußerst strapazieren. Aber die christlichen Gedichte, auf deren Schultern auch die jetzigen Dichter-Generationen stehen, hatten, wie an meiner Zusammenstellung ersichtlich, schon immer eine solche mitschwingende Bedeutung und waren von daher einfach – und damit von vielen zu verstehen.“
Eroberung Konstantinopels 1453
Provokation zum Tag + Marvin Heemeyer (1951-2004) + Deutschland: Terrorismus + AlkoholSteuer + Zu Nius + Moralischer Abfall + AA: SIGGIG + Polen: DSA + CDU tricky – Misstrauen gegen Volksvertreter + In den Himmel gehoben + Islamismus + SPD sucht den Verfall + Juristisch gegen S.-H. + Sicherheitskräfte als Besatzungstruppe + Gasspeicher + Grüne und Maulkorb / Täter + Iran/Aleppo/Gaza
Provokation zum Tag
Wenn das moralische Fundament
einer Gesellschaft zerstört wird,
muss man sich nicht wundern,
wenn die Gesellschaft zusammenkracht.
Marvin Heemeyer (1951-2004)
Ich habe die Rubrik, Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen (https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/03/menschen-die-sich-nicht-unterkriegen-liessen/). Es gab den Fall Marvin Heemeyer. Er wurde von reichen „Dorfbesitzern“ und den (wahrscheinlich) korrupten zumindest doch an die Reichen angepassten Dorfoberen drangsaliert. Er rächte sich. Er ließ sich nicht unterkriegen – aber sind Menschen, die diesen Weg gehen, dann nicht doch diejenigen, die sich haben unterkriegen lassen? Sind Hass und Rache letztlich nicht doch das Eingeständnis: die anderen haben gewonnen? Dass er sich von denen, die ihn zerstören wollten, zerstören ließ, zeigen nicht nur Hass und Rache, sondern auch, dass er sich das Leben nahm. Ich nehme ihn in diese Rubrik auf – denke aber, dass er nicht dahin gehört. Nehme ihn als Kontrabeispiel auf. Zu dem Fall: https://www.youtube.com/watch?v=d1kJrL1K4gM
Deutschland: Terrorismus
Über ein konspiratives Treffen: https://www.nius.de/kriminalitaet/news/vulkangruppe-capulcu-linksextremismus-berlin-basel-steurgeld-unrast-verlag
AlkoholSteuer
Ich hatte das Thema 11.01. Hier gibt es weitere Infos: https://www.nius.de/politik/news/gesundheitspolitiker-wollen-mit-alkohol-steuer-gesundheitskassen-fuellen
Zu Nius
Manche Kritiker von Nius scheinen sich fäkalisiert gegenseitig anzustacheln. Interessant – statt Argumente zu bringen einfach irgendwelche Widerwärtigkeiten. https://www.nius.de/kommentar/news/crackhoehle-guelle-nius-krawallplattform-empoerung-der-linken
Moralischer Abfall
Es sieht so aus, als würde unser Land moralisch immer stärker abfallen, runterrutschen in den Abgrund. Aber diese Therme hatte eine gute Idee. Unter anderem: Gruppen mit mehr als drei Personen müssen sich vorher anmelden (ausgenommen Familien mit Kindern). Warum? Es gab Gewalttaten / Übergriffe. Wie schon häufig beschrieben: Vor ein paar Jahren wurde Moral belächelt, wurde gegen sie argumentiert und medial herumgemacht. Die Folgen haben wir jetzt. Anstatt mit dem gefährlichen Unfug aufzuhören, machen sie weiter und ziehen über die her, die noch ein bisschen Moral haben.
Wenn das moralische Fundament
einer Gesellschaft zerstört wird,
muss man sich nicht wundern,
wenn die Gesellschaft zusammenkracht.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/gesellschaft/news/grosse-probleme-mit-maennergruppen-brandenburger-premium-therme-verhaengt-einlassstopp-wegen-messerstechereien-und-grapsch-vorfaellen
AA: SIGGIG
Es gibt sie noch in den Ämtern, die Kritiker der in den Augen vieler unfähigen Chefs. Meine Frage ist freilich: Hat der Autor dieses Gedichts auch schon zur Zeit dieser beiden Grün-Herrscher seine Gegenmeinung kundgetan oder erst hinterher? Vermutlich werden sie nun eifrig nach dem Autor fahnden. Auch schlecht gemachte Gedichte sind Herrschern ein Dorn im Auge, wenn sie sie kritisieren. Baerbock ist natürlich nicht mehr im Amt. Aber liegt schon ein Wadephul-Gedicht mit dieser satirischen Intention in der Schublade? Das mögen die Herrscher ja überhaupt nicht, wenn jemand ihre großen geschichtlichen Taten als die anspricht, die sie in Wahrheit sind.
Übrigens hat der Dichter ein großes Vorbild: den Philosophen Seneca, der, nachdem der Caesar Claudius gestorben war, die Ver-kürbiss-ung desselben verkündet, anstatt die Ver-göttlich-ung. Damit müssen Herrscher leben – auch wenn sie nicht schon gestorben sind.
Laut Nius lese ich soeben, dass der Urheber des Gedichts bekannt geworden ist und es auch zugibt.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/kinderschreck-und-job-ergaunert-mitarbeiter-des-auswaertigen-amtes-spotten-in-gedicht-ueber-baerbock-und-habeck/ Nius druckt das ganze Gedicht ab: https://www.nius.de/politik/news/zensur-alarm-auswaertiges-amt-gedicht-baerbock-habeck-geloescht
Polen: DSA
Im Gegensatz zu unseren Herrschern hat in Polen wenigstens einer den Mut, der polnische Präsident Karol Nawrocki, das DSA-Gesetz (Digital-Services-Act) abzulehnen, das kritisiert wird, weil es Meinungsfreiheit einschränkt. Es gibt sie also noch, die Politiker, denen Demokratie und Bürger wichtiger sind als üble EU-Vorgaben. Ob sich unsere was davon abschauen werden?
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, was er dazu sagt:
Eine Situation, in der ein der Regierung unterstellter Beamter darüber entscheidet, was im Internet erlaubt ist, ähnelt der Konstruktion des Ministeriums für Wahrheit aus Orwells Buch ,1984’“. Wenn die Regierung entscheide, was Wahrheit und was Desinformation sei, dann „verschwindet die Freiheit Schritt für Schritt – unter dem Deckmantel edler Slogans wie Sicherheit, Gemeinwohl oder Schutz der Schwächsten“
Diejenigen, die es also im Land umsetzen wollen, wie unsere, bekommen damit einen vor den Latz geknallt – was sie natürlich mal wieder nicht auf sich beziehen wollen, denn sie sind ja die Guten, die die Bürger – vor sich selbst – schützen wollen. Da werden also einige Handlanger der DSA-Fans schon ihre Kübel füllen, um den Mutigen zu bekübeln. Und was macht die polnische Regierung? Sie ist EU-hörig und will tricky wie die unsrigen, an dem Präsidenten vorbei was ersinnen. Apropos bekübeln: denn das ist bekübeln, was der polnische Digitalminister macht, der dem Präsidenten vorwirft, er setzt Kinder pädophilen Tätern aus. Dieser Typ hat nicht gemerkt, dass das Gesetz nicht nur pädophilen Tätern schadet, sondern mit dem Gesetz auch normale Bürger ins Visier der Regierung genommen wird. Und das hört man ja schon, die Aufforderung an die EU, dies und das mit der DSA zu verfolgen. Es wird schon seit langem vermutet, dass der Schutz der Kinder nur ein vorgeschobenes Argument ist, um das Gesetz irgendwie den Dummen gut verkaufen zu können.
CDU tricky – Misstrauen gegen Volksvertreter
Ich vermute mal, dass sich Klöckner mit sowas Trickreichem in ihrer CDU und der BlockparteienBubble einige Lorbeeren holt. Aber der normale Bürger dürfte das nicht goutieren, dass auf kaltem Weg Leute politisch ausgeschaltet werden. Vor allem mal wieder ist zu kritisieren: Es gibt Volksvertreter. Die gewählten Volksvertreter sollten selbst verantwortlich handeln. Aber die Hautevolee traut niemandem mehr, den Parlamentariern nicht, den Bürgern nicht. Darum wird allen eine Fessel umgelegt. Natürlich kann niemand was dagegen haben, wenn jemand nicht unterstützt wird, der das Parlament bekämpft. Aber ist nicht auch das ein Bekämpfen des Parlaments, indem den Parlamentariern Verantwortung entzogen wird?
Klarer wäre, dass Parlamentarier zur Verantwortung gezogen werden, wenn sich herausstellt, dass sie Leute einstellen, die antidemokratisch unterwegs sind. Aber das wäre eine ganz andere Struktur. Denn dann müssten sie selbst solche Zuverlässigkeitsüberprüfungen machen.
Misstrauen in der Demokratie gegen Volksvertreter und Bürger ist wie das immer wieder kolportierte Misstrauen der Herrscher, die sich dann irgendwann wegen Paranoia eingeschlossen haben, weil sie niemandem mehr vertrauten. Und wer sich einschließt macht haltlose Gesetze, weil er von Informationen abgeschlossen ist bzw. nur noch angewiesen ist auf die Zuträger. Wenn die versagen, bekommen Herrscher gar nichts mehr mit – und versagen im Regieren auf der ganzen Linie.
Herrscher, die ihre Herrschaft verlieren, weil sie niemandem mehr trauen:
Shakespeare: Macbeth,
Platons Tyrann,
es gab bekanntlich auch Herrscher, die im Grunde alles den Beamten überlassen hatten –
und wunderschön: Der Fischer und sin Fru. Als sie dann Gott werden wollte, saß sie wieder im Pissputt.
In den Himmel gehoben
Und dazu gehört diese Frau – die von ÖRR und Fans in den Himmel gehoben wird. Nur, wer in den Himmel gehoben wird, fällt tief, tiefer, am tiefsten. Und wie tief sich manche fallen lassen, kann man hier sehen. Nun denn ein paar Schenkelklopfer aus ihrer Bubble wird sie vermutlich erreichen. Ernsthafte Menschen dürften sich das dazu denken, was ich denke: https://www.youtube.com/watch?v=-m-cgu1BDrU
Gott macht sie freilich nicht klein. Wer meint, Gott nach seinem kleinen ideologischen Bild zu schaffen, zeigt nur selbst, wie erlösungsbedürftig er ist.
Eben: Nichts ist neu. Ich habe über solche Absurditäten über Jesus ein Büchlein geschrieben: Und noch ein Jesus! Jesusbücher unter die Lupe genommen, LIT-Verlag, Münster 1999 (Theologie 24) https://www.wolfgangfenske.de/buecher-von-1997-2009/
Übrigens bin ich dagegen, dass man denkt, die sollten so mit dem Koran umgehen wie mit Jesus. Respektvoller Umgang sollte man allen Religionen entgegenbringen – tut man ja auch den Atheisten gegenüber, weil wir Menschlichkeit fördern wollen. Aber die Frage wird von vielen zu recht gestellt: warum wird gerade Jesus vielfach durch den Kakao gezogen, verhöhnt, mit Füßen getreten? Warum gerade er? Meine Sicht ist ebenfalls: Weil der arrogante, sündige Mensch meint, er könne sich über Gott erheben.
Islamismus
Andere sind eben klüger und um ihr Land bedacht – während andere irgendwie andere Interessen haben oder manches nicht so durchschauen, dass sie es ernst nehmen könnten. Das vermute ich eher: Bislang waren ja alle, die Islamismus anprangerten, bei uns rechtsextrem, obwohl islamische Länder ebenfalls Islamisten bekämpfen. Dass Muslime Islamisten auch nicht mögen, macht unseren ideologischen Blindfüchsen nichts. Und so könnten auch unsere Herrscher von diesen ideologischen Anprangerungen abgeschreckt worden sein, sodass sie unfähig sind, richtig zu handeln.
Interessant finde ich auch, dass Meloni laut dieser Hinweise bemerkt, dass es Bereiche islamischer Kultur bzw. deren Interpretation gibt, die mit unseren Werten nicht kompatibel sind. Bemerken die beiden regierenden Frauen möglicherweise eher als die regierenden Männer.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/politik/news/meloni-und-mette-sagen-dem-islamismus-den-kampf-an-warum-kann-merz-das-nicht
SPD sucht den Verfall
Neulich (10.1.) habe ich die SPD bedauert. Doch wenn SPDler selbst den Verfall so fördern, verschwindet langsam auch mein Mitgefühl. Parteien, die Bürger des Landes erniedrigen, haben aus meiner Sicht jedes Mitleid verspielt. Menschen als Hunde darstellen, als Tiere, dürfen wahrscheinlich nur Linke, sonst gäbe es einen Aufschrei der Empörung in der linken Bubble und die Vergangenheit würde beschworen werden. Aber so sind sie eben, unsere Zeitgenossen. Und die SPDler machen brav alles mit, was den Untergang fördert.
Ansichtssache zu dem Thema: https://www.nius.de/politik/news/spd-erben-hunde-gekoepft
Juristisch gegen S.-H.
Nicht gegen Günther, sondern gegen Schleswig-Holstein wird juristisch vorgegangen, weil Günther das alles nicht als Bürger sagt, sondern als Ministerpräsident von S.-H.
Dazu ein aufschlussreiches Interview mit Steinhöfel: https://www.youtube.com/watch?v=DgoGEfFaahU
Sicherheitskräfte als Besatzungstruppe
Das ist ja klasse, was diese muslimische Frau im Fernsehen kundtut: Sie meint, dass Sicherheitskräfte in unserer Stadt sind, das fühle sich an, als sei eine Besatzungstruppe in unserer Stadt. Das ist entlarvend – entlarvender geht es nicht. Dabei tut Trump nichts anderes, als was Obama angekündigt hatte. Beleg: s. Link.
Und das, was der PolizeiChef von Chicago sagt, sollten auch unsere Medien den Menschen deutlich machen. Wer sich Sicherheitskräften in den Weg stellt, sollte sich immer der Gefahr bewusst sein, dass diese das als Angriff auf ihr Leben ansehen – und: diese Menschen, die meinen, sie könnten sich Polizisten in den Weg stellen, gehen nicht den rechtlichen Weg gegen irgendwas an, was sie als Unrecht ansehen, sondern üben Selbstjustiz, wenn sie Sicherheitskräfte behindern. Einen Rechtsstaat kennzeichnet, dass keiner das Recht hat andere körperlich anzugehen. Und das haben Linksextremisten noch nicht so kapiert – sie denken, sie stünden über dem Recht, wenn sie denn überhaupt in ihrem ideologischen Hirn irgendwas denken können.
Das ist auch in unserem Land nicht jedem klar, wenn man die Schreiereien und Beleidigungen sieht, die irgendwelche zugelaufenen Demonstranten gegen die Polizisten ausstoßen und sie auch körperlich bedrohen.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=J6vvcShmn7Y
Gasspeicher
Zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=bDnb3sjyqCw
Ansichtssache zu dem genannten Thema: Ich frage mich, wann die Politik auch darauf drängt die Gasspeicherfüllmengen-Zahlen nicht mehr so regelmäßig zu veröffentlichen. Man weiß als normaler Bürger ja nie, was die sich einfallen lassen. Ich hatte gestern das Thema: Insolvenzen.
Zudem ist krass, wie hier aufgezeigt wird, wie angreifbar unser Gasnetz ist. Und: Es scheint niemanden von den Verantwortlichen zu interessieren.
Interessant ist auch, dass die Gasspeicher in Deutschland nicht nur Gasspeicher für Deutschland sind. An dem im Link genannten Beispiel: Polen kann in Deutschland Gas einspeichern, das gehört aber Polen und bei uns heißt es dann: Gasspeicher sind voll.
Der Industrie dürfte Gas abgestellt werden, oder BASF, die eine eigene Gasleitung haben dürften beschlagnahmt werden bei einer Gasmangellage – und die gesamten Gerät werden zerstört, wenn übertrieben wird oder zu schnell gehandelt wird. Die Regierung ist – also mit Steuergeldern – entschädigungspflichtig, was dann dazu führen könnte, dass die Betriebe aus dem Land verschwinden. Das sind Infos, die sehr interessant sind, aber noch einmal verdeutlichen, wie bedrückend unsere Politik agiert. (Denke ich mir so: Und die HabeckFans dürften jubilieren, weil wir weniger CO2 verbrauchen.)
Das sind alles Informationen, von denen man nicht glauben kann, dass sie stimmen. Wie schnell ein hervorragendes Land durch wirre Politik in den Abgrund gewirtschaftet wird, hätte ich vorher nicht gedacht. Aber wenn man die Energieproduktion zerstört – und das haben alle Parteien (Grüne – SPD – CDU) zu verantworten, zerstört man die Grundlage einer modernen Industrienation. Das ist vielen noch immer nicht bewusst, die CDU scheint es so langsam in der Chefetage zu ahnen.
Grüne und Maulkorb / Täter
Man solle angesichts des Stromterrors nicht Täter:innen in den Mittelpunkt stellen (wahrscheinlich, weil es Linksextreme waren) – und auch den Anschlag selbst nicht mehr erwähnen. Und die werden diese kaputte Stadt bald regieren und noch kaputter machen, indem sie vorgeben, sie wieder in Ordnung bringen zu wollen. Damit hoffen diese Grünen wohl, dass sie Linksextremisten als Wähler begeistern – und gleichzeitig Menschen, die das Versagen des CDU-Chefs beklagen auf ihre Seite ziehen zu können. Aber wieso denken sie das, dass Linke sie gerne wählen möchten? Linksextreme dürften, wenn Überhaupt, gleich das Original wählen – doch nicht die Grünen.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=Eq-5wwAUiaY
Zu den Tätern bzw. zu Netzwerken: https://www.youtube.com/watch?v=i9c2mvTPeEE
Das kann ich mir nicht vorstellen, dass Ideologen sich von Kopfgeld umdrehen lassen. Vor allem aber: Was passiert mit denen, wenn sie Terroristen und andere Ideologen verpfeifen? Da dürfte sich so mancher überlegen: Geld oder Gesundheit/Leben.
Übrigens: Wenn man nicht über die TerrorTäter sprechen möchte, sondern lieber den versagenden Politiker ins Zentrum stellt, dann sieht man dessen Versagen schlimmer an als den Terror. Und vor solcher politischen Diffamierung möchte sogar ich Wegner verteidigen. Das ist infam.
Iran / Aleppo / Gaza
Schneller konnte sich diese gesamten Gaza-Demonstranten nicht entlarvt werden als durch den Iran und durch das, was in Aleppo den Kurden angetan wird. Sie schweigen. Es ging diesen ganzen Aggressoren nur um den Kampf gegen Israel. Die Menschen waren ihnen egal. Zugute kam den Aggressoren das Mitleid das Mitläufer und Nichtdenker mit den Menschen hatten. Nun denn, ich bin nicht der Einzige, der das beobachtet.
Sehr gut mal wieder: Sarah Maria Sander: https://www.youtube.com/watch?v=3EGf3fjZXwo
(Was mich wundert, dass Merz gesagt haben soll, das Regime im Iran sei am Ende. Hat er sich da emotional treiben lassen? Oder meint er das, wie seine Aussage, dass die Zeit der Linken vorbei sei? Hoffentlich tut er alles denkbare, was diese seine Worte nicht Lügen straft. )
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Singet

„Singet, singet, singet
dem Herrn ein neues Lied,
denn er tut Wunder!“ (A. Stier – Psalm 98)
Augen auf!
Die Wunder sehen,
die Wunder wahrnehmen,
die der Herr tut!
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Brentano, Eichendorff, Uhland
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Das Kapitel „Ewigkeit“ in dem Gedichtband von Ihlenfeld: Zuversicht, herausgegeben 1940 beginnt mit einem Gedicht von Clemens Brentano: „Stillet die Klage“. Warum sie stillen? Man übergibt der Erde, was sie gegeben hat, und zudem blüht über dem Grab das Leben. Die „Seele triumphieret / Und ihren Gott im Himmel schaut.“ Von Ludwig Uhland wird das berühmte Gedicht „Auf den Tod eines Kindes“ angeführt, das endet: „Aus Gottes Hand in Gottes Hand.“ Ähnlich der Text von Joseph von Eichendorff „Totenopfer“: die Eltern klagen, dabei ist das Kind doch schon längst zu Haus, also bei Gott. Dann werden Soldaten angesprochen. Sie sind der Erde „satt“ – und „stürmen / Das himmlische Tor.“ Er als Christ kann das kaum ernst gemeint haben – aber: es entstand in einer romantisch-pathetischen Zeit. Es geht um Metaphorik. Die kann als Kriegsrausch missverstanden worden sein. Wer kann laut christlichem Glauben durch das himmlische Tor? Wer an Jesus Christus glaubt, seinen Willen tut. Wird der Soldat dazu aufgefordert, auch im Soldatsein christlich zu leben? Wird der Soldat in seinem „Inneren“ ermutigt, den Tod zu riskieren, mit den anderen? Es entstand 1813, also in der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon. Ich vermute fast, dass es auch mit aller Metaphorik so gemeint ist, wie es geschrieben wurde: kurz, knapp, eingängig, propagandistisch, mit aufgeladenem religiösem Patriotismus. Eichendorff ist 1788 geboren worden. Er schrieb also das Gedicht im Überschwang des jungen Erwachsenen, als Sohn eines Offiziers. Er selbst nahm von 1813-1815 an den Kriegen Teil, als Lützower Jäger (Lützowsche Freikorps – Freiwillige kämpften gegen die Besatzungsmacht in der preußischen Armee), dann als Leutnant. Das Gedicht zeigt sehr gut, wie die Sehnsucht nach dem Leben nach dem Tod mit Gewaltmetaphorik ausgesprochen werden konnte, auf der Erde im Krieg gewalttätig – gewalttätig auch gegen Gott. Nicht Gnade und Glauben zählen mehr, nicht Heimkehr zu Gott, aufgenommen werden wie der Verlorene Sohn (Lukas 15), sondern der Sturm auf die Himmelstore wird gefordert. Die späteren Gedichte von Eichendorff atmen einen ganz anderen Geist, eben einen christlichen Geist. Das Gedicht zeigt jedoch, wie Menschen eingesogen werden können vom Pathos – und ihn mit christlichem Glauben vermischen (vgl. auch Arndt). Historische Situationen können den Glauben vereinnahmen, sodass nicht mehr Gott in Jesus Christus spricht, sondern Gott spricht vermeintlich in der historischen Situation – und kann so zu einem Götzen werden. Spannend ist jedoch die Frage: Wie kann es interpretiert werden, wenn die Soldaten christlich sind, wenn sie wissen, wie es aus christlicher Sicht richtig verstanden werden kann. Dann ist es ein „Zuversichtsgedicht“. Wir stürmen im Glauben, durch die Vergebung durch Jesus Christus hinein ins himmlische Tor. Losgelöst von Eichendorffs Gesamtwerk konnte es sehr gut von späteren Ideologen missbraucht werden: Der soldatische Tod konnte überhöht, politisch instrumentalisiert werden. Ihlenfeld diszipliniert dieses bekannte Gedicht von Eichendorff, indem er es in seinem Buch in den Rahmen anderer christlicher Gedichte stellt.
Es folgt das berühmte Gedicht von Uhland: „Der gute Kamerad“ / „Ich hatt´einen Kameraden“. Auch dieses Gedicht ist im Kontext eines Krieges entstanden und zwar 1809, als süddeutsche Soldaten für Napoleon gegen die Tiroler unter Andreas Hofer kämpfen mussten. Dieses Gedicht schließt mit: „Kann dir die Hand nicht geben, / Bleib´ du im ew´gen Leben / Mein guter Kamerad.“ Uhland war nie an der Front. Das Gedicht dürfte aber als Reaktion auf den Tod seines Freundes Leo von Seckendorff geschrieben worden sein. Uhland war kein Katholik wie Eichendorff, sondern ist im protestantisch-pietistischem Umfeld aufgewachsen. Wie Eichendorff war er eingetaucht in die Romantik, in der die Natur – besser: die Schöpfung – transparent wird für Gott. Das Leben nach dem Tod war Teil seines grundlegenden Glaubens. Der von Silcher vertonte Text wird heute noch rezipiert im Kontext des „Großen Zapfenstreichs“. Es ist vermutlich die Melodie, die dazu beiträgt, den Text emotional zu überhöhen – ohne dass vermutlich für viele das „ew´ge Leben“ mit Blick auf Gott eine Rolle spielt.
Zur Anschauung: https://www.youtube.com/watch?v=3Y1Z1y2PSNw&list=RD3Y1Z1y2PSNw&start_radio=1 Eine Version von 1940, als der Gedichtband von Ihlenfeld herausgegeben wurde: https://www.youtube.com/watch?v=0KeqX7iyDQs&list=RD0KeqX7iyDQs&start_radio=1
Zu Eichendorff: https://gedichte.wolfgangfenske.de/19-jh/
Zu Brentano: https://gedichte.wolfgangfenske.de/18-19-jh-2/
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Man mag mir alles mögliche vorwerfen, wenn ich diesen folgenden Clip zeige. Aber spannend finde ich, dass Filmausschnitte gezeigt werden, die aus demselben Jahr stammen, in dem das Buch von Ihlenfeld veröffentlicht wurde. Es war eine andere Zeit – diese zu glorifizieren besteht kein Anlass, wie zu sehen – aber sie ist Teil unserer Geschichte, der Geschichte auch unserer Familien, unserer Vorfahren.
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Provokation zum Tag + Margaret Catchpole (1762-1819) + Unterlassungserklärung: Günther – Günther falsch verstanden + Iran: Wird Trump weiterkommen als Leisetreter? + Wirtschaftspolitik / Zahlen unterdrücken + Staatsanwaltschaften + Vertrauensmedien + CDU: wieder außer Spesen… + Böses Wahlplakat + Halle + Kirchen und Politik / Auseinandersetzung in den Kirchen + Natur kennen lernen + Erdmandelgras
Provokation zum Tag
Und wenn Politik nicht mehr weiter weiß,
verhaften sie Leute aus dem Kritikerkreis.
Margaret Catchpole (1762-1819)
Catchpole war Dienstmädchen in verschiedenen Familien, auch bei einer Schriftstellerin Kindermädchen und Küchenhilfe. Dreimal hat sie Kindern das Leben gerettet (sie dankt Gott dafür, dass er sie zum Retter von leben gemacht hat). Sie lernte in diesem Haus Lesen und Schreiben. Dann gab es eine Liebhabergeschichte – ihr Liebhaber hatte den Konkurrenten in den Kopf geschossen, wurde dann gesucht und war wohl Schmuggler und später bei der Marine. Sie verließ die Familie, wurde krank und arbeitslos. Ein Mann berichtete ihr, dass ihr Freund wieder in London sei, er überredete sie ein Pferd zu stehlen, nach London zu reiten, dort würde er das Pferd übernehmen, verkaufen, um den Freund zu unterstützen. Sie ritt in 10 Stunden nach London, wurde erwischt, zum Tod verurteilt, aber diese wurde in sieben Jahre Verbannung (Gefängnis?) umgewandelt. Sie floh aus dem Gefängnis mit einer Wäscheleine, wurde wieder erwischt, wieder zum Tod verurteilt, aber in die Verbannung nach Australien verschifft. Sie, als Sträfling, arbeitete hier und da, als Verwalterin, Hebamme, hatte einen eigenen Bauernhof. Nach der Verbannungszeit blieb sie in Australien und wurde Krankenschwester. Steckte sich an einer Grippe an und starb.
Sie hat zahlreiche Briefe geschrieben bzw. schreiben lassen, die Aufschluss geben über ihre Ängste, ihre Reue, ihre Hoffnung, dem Alltag als Sträfling, über Australien, Fluten, Menschen usw. Sie deutete ihr Schicksal, wie es damals üblich war, als Strafe Gottes bzw. als Prüfung durch Gott. Sie hoffte auf Gottes Gnade, darauf, dass ihr Leiden die Seele heiligen möge. Auch fern von der Heimat ist vertraut sie darauf, dass Gott sie nicht vergessen hat; oder sie nennt ihre schwache Gesundheit, und dankt Gott dafür, dass sie sich damit abfinden kann. Zudem hofft sie, dass ihre Sünde eine Warnung sein möge an alle, Sünde zu vermeiden und pflichtbewusst zu leben. Sie ist gewiss, dass sie eine verstorbene Freundin wiedersehen wird, „Mit Gottes Hilfe werde ich mich bemühen, ihren guten Rat bis zu meinem Tod zu befolgen, und dann werde ich sie wiedersehen: „Mein Verlust ist, da bin ich überzeugt, ihr Gewinn. Ihr Segen ist hier angekommen und wird ihrer Seele in einer glücklicheren Welt zum Segen gereichen.“ Glauben im traditionellen Sinn – aber eben diese Tradition gab ihr Halt und half das Leben zu verstehen, sich selbst zu verorten.
Dazu s. wer sich weiter damit beschäftigen möchte: https://www.gutenberg.org/files/39326/39326-h/39326-h.htm und https://nla.gov.au/nla.obj-582845475/findingaid und natürlich: https://en.wikipedia.org/wiki/Margaret_Catchpole
Unterlassungserklärung: Günther / Günther falsch verstanden
Sehr gut, dass Steinhoefel juristisch gegen die unsägliche Aussage von dem MP vorgeht: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6963ba6530937d11a92a65e0/aussagen-ueber-nius-rechtsanwalt-steinhoefel-geht-juristisch-gegen-ministerpraesident-guenther-vor.html (Nachtrag: Korrektur durch Steinhöfel: https://www.youtube.com/watch?v=DgoGEfFaahU)
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Ich hatte mich neulich gewundert, dass seine Leute nicht von sich geben: Günther wurde falsch verstanden. Heute gibt er selbst diese Info. Reichlich spät. Eine Entschuldigung, die ich gefordert hatte, wäre besser. denn er verbindet sein „er wurde falsch verstanden“ mit einer Aggression, die in seinem Ursprungs Statement nicht nachsteht.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/nicht-ueberall-wo-journalismus-draufsteht-ist-auch-journalismus-drin-guenther-fuehlt-sich-falsch-verstanden/ Broder und andere zu dem Fall – und andere Fälle zur Meinungsfreiheit: https://www.youtube.com/watch?v=SgaoI_XGRs8 Echt? Der Deutsche Journalistenverband hat es kritisiert? https://www.youtube.com/watch?v=GM65KOppDkA
Gerichtsaussagen interessieren manche scheinbar nicht mehr, nach dem Motto: jeder Tropfen höhlt den Stein. Irgendwann sagen Gerichte dann auch das, was die Tröpfelnden so mit Vehemenz von sich geben. Hoffen sie.
Hier: https://www.youtube.com/watch?v=utmzWqq_l00 : Nachdenkenswert: Prototyp des autokratischen Politikers, der die Leute für dumm hält. Auch zu dem Thema: Social Media Verbot für Jugendliche. Das alles ist absurd. Es ist zu befürchten, dass eine demokratische Gesellschaft solche Politiker nicht aushält. Die Frage, die Gersdorff stellt: Werden eigentlich die Kinder- und Jugendschutzgesetze in S.-H. eingehalten? Das wäre erst einmal der erste Schritt, bevor man mit solchen Verbotsforderungen kommt. Aber meine Meinung ist: Diese Hochwohlgewählten wollen verbieten, verbieten, verbieten, weil es einfacher ist, als bestehende Gesetze umzusetzen bzw. gute Politik zu machen. Zudem sollen die Aufgaben des Staates auf Plattformen usw. abgewälzt werden. Das ist aus meiner Sicht genauso übel, wenn der Staat staatliche Aufgaben outsourced. Ich interpretiere das so, warum die so geworden sind: Früher wurden sie bewundert – heute nicht mehr. Das ist wie mit berühmten Schauspielern usw. die sehr bewundert wurden – doch dann wollte niemand mehr von ihnen was wissen. Das ist bei Politikern nur gefährlicher, denn Schauspieler müssen sich damit abfinden – manche Politiker verkraften das nicht und können gefährlich werden.
Iran: Wird Trump weiterkommen als Leisetreter?
Trump wird gewarnt, er dürfe nicht den Iran militärisch angreifen. Trump spricht davon, dass der Iran (worüber auch immer) verhandeln wolle. Mein Problem mit Trump ist freilich – zumindest wird an der Oberfläche nichts sichtbar: Er beginnt viel: Ukraine, Gaza/Libanon, Venezuela, Nigeria – aber wird er es auch zu einem guten Ende führen können? Diese Tyrannen fordern Menschenopfer. Früher waren es die Götter, denen geopfert wurde. Die holen sich die Opfer selber. Es ist eine Schande für die islamische Welt. Natürlich sagen die, die haben mit uns nichts zu tun, das sind Abtrünnige, das sind keine Sunniten, das sind Schiiten. Aber keine Schande für die islamische Welt sind die mutigen Menschen, die gegen die islamistische Diktatur auf die Straße gehen. Ob sie noch Muslime sein wollen – das kann ich von hier aus nicht beurteilen.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iran-merz-verurteilt-brutale-gewalt-gegen-demonstranten-accg-200429016.html Dazu auch: https://www.youtube.com/watch?v=-28xSl3jqlM Zu dem Thema Iran: https://www.youtube.com/watch?v=SgaoI_XGRs8
Wirtschaftspolitik / Zahlen unterdrücken
Alle hoffen, dass es besser wird – aber viele können keine Änderung durch die Politik erkennen: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101073134/aussichten-fuer-den-arbeitsmarkt-wie-die-politik-der-krise-begegnen-will.html
Das hat schon die Macht, den Verdacht hervorzurufen, dass die Hochwohlgewählten und ihre Handlanger wieder einmal herumtricksen. Dieses Mal geht es darum, dass ihnen wahrscheinlich die Zahlen der Insolvenzen nicht gefallen. Und da sie unbedingt gute Stimmung verbreiten wollen vor den Wahlen, lassen sie lieber die bösesten Zahlen irgendwie weg. Sie handeln so durchsichtig tricky, dass es jeder bemerken muss – und ihnen hoffentlich die Rechnung präsentieren. Denn das schadet wiederum der Wirtschaft.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/nach-zuletzt-verheerenden-berichten-statistisches-bundesamt-stellt-veroeffentlichung-der-vorlaeufigen-insolvenzzahlen-ein/ und: https://www.youtube.com/watch?v=TKigXONV_tQ
Zu Merz, EU und Wirtschaft (Jörges): https://www.youtube.com/watch?v=-28xSl3jqlM Das wird alles nichts, weil die Hochwohlgewählten einmal der EU nicht widerstehen und zum anderen nur reden – aber nichts Genaues sagen sie. Und wenn sie was Genaues sagen, dann… – oh, Mannomann oder Frauofrau. Wirtschaftswende mit Merz wie Stabhochsprung mit Salzstange. Interessant, wenn man sich das mal bildlich vorstellt. Mit Blick auf Berlin: Die CDU hat die Chance verpasst, die Wahl zu ihren Gunsten zu verändern, weil sie an diesem Herrn Chef festhält. Auch zur schlimmen Situation im Iran.
Staatsanwaltschaften
Manchmal frage ich mich, was treibt Staatsanwälte an, bei solchen Urteile Widerspruch einzulegen. Die müssen doch irgendeinen Grund haben. Recht und Gerechtigkeit? https://apollo-news.net/strafprozess-wegen-brechmittel-tweet-ueber-strack-zimmermann-geht-weiter-staatsanwaltschaft-ficht-freispruch-an/
Vertrauensmedien
Denen fällt auch immer etwas Neues ein. Schön, dass sie so viel Phantasie haben. So lange sie die Bürger damit nicht grundgesetzwidrig Informationen vorenthalten dadurch, dass sie Presse- und Meinungsfreiheit einschränken, geht es ja noch. Aber werden die Hochwohlgewählten für ihre Phantasie gewählt und bezahlt, die irgendwie in die falsche Richtung zu gehen scheint?
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/wolfram-weimer-warnt-vor-unserioesen-absendern-und-abstrusen-narrativen-in-den-neuen-medien/
CDU: wieder außer Spesen…
nichts gewesen. Sie reden und reden – dann tun sie doch, was die SPD will. Und das ist nicht immer zum Guten des Landes.
Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/unions-laender-entschaerfen-merz-buergergeld-reform/
Zu der sonderbaren OB-Krisenpolitik in Berlin während des terroristisch begründeten Stromausfalls – Nachwirkungen: https://www.youtube.com/watch?v=SgaoI_XGRs8 Leider wird nicht angesprochen, wer für die Bauschäden usw. aufkommt.
Böses Wahlplakat
Damit beschäftigen sich manche: https://www.youtube.com/watch?v=amoaK8EXMoE Uiuiui, macht Merz auf Musk? https://www.nius.de/nius-live/news/ab-6-uhr-bei-nius-live-reinschauen-lachnummer-warum-die-usa-ueber-deutsche-politik-spotten
Halle
Was ist da denn passiert? Wer ist dafür verantwortlich, dass den Bürgern keine vernünftigen Informationen zukommen? Sonderbar, was hier zu hören ist – kaum zu glauben https://www.youtube.com/watch?v=o00X6M3mGeM
Nachtrag: https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsenanhalt/sirenen-fehlalarm-halle-100.html – Jetzt gehen sie von einem Cyberangriff aus.
Kirchen und Politik / Auseinandersetzung in den Kirchen
Neulich habe ich den Auszug eines Gottesdienstes gesehen, in dem der Pfarrer seinen paar Gemeindegliedern, die da herumsaßen predigte, wie sie über Putin zu denken haben und dass man ihm gegenüber Gewalt antun dürfe. Ich dachte mir so: Der kann ja der Meinung sein, aber warum sagt der den einsamen Menschen dort sowas? Sind sie in die Kirche gekommen, um irgendeine politische Meinung von dem Pfarrer um die Ohren geschlagen zu bekommen? Solche Gemeinden tun mir Leid – und auch solche Prediger. Die Gemeinden, weil sie nicht Gottes Wort zu hören bekommen, solche Prediger, weil sie nicht kapiert haben, dass sie da sind, um den Menschen Gottes Wort zu verkündigen.
Kritik am Wort zum Sonntag: https://www.youtube.com/watch?v=J7U0SCkUdw8 Ich schaue es nicht – aber gibt es nicht auch mal positive Andachten? Wenn ja, sollten diese auch mal hervorgehoben werden.
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Die Auseinandersetzungen in der Anglikanischen Kirche betreffen im Grunde alle Kirchen, die Spaltung, die durch Modernisten / Zeitgeistler hervorgerufen werden: „Anpassung oder Widerstand“ – Mitmachen oder Eigenständigkeit: https://www.youtube.com/watch?v=o00X6M3mGeM
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AI und Christen: Sowas dürfen Christen nicht machen – unter falschen Namen Lieder ins Netz stellen. Den Verdacht habe ich hier. Das sehe ich als Lug und Betrug an. Gut gemeint – aber Unrecht. Das haben wir heute auf vielen Gebieten: Gutgemeint aber Unrecht – darum sollten Christen erst recht davon ablassen: https://www.youtube.com/watch?v=w58-4pz9iHY&list=RDw58-4pz9iHY&start_radio=1
Natur kennen lernen / Wärmenotzelt
Solche Sendungen dienen auch dazu, Natur kennen zu lernen, also das, was unseren Vorfahren, wenn sie keine Stadtmenschen waren, bekannt war. Darum geht es mir, darauf hinzuweisen. Für mich war in meiner Jugend die Natur ein spannender Ort. Die Intention ist nicht, auf die es mir ankommt https://www.youtube.com/watch?v=TKigXONV_tQ
Zur Vorstellung eines Wärmenotzeltes: https://www.youtube.com/watch?v=dVx9J0y1CIM
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Es ist nicht gut, wenn Leute in die Wälder ziehen, die keine Ahnung haben und nun irgendwelche Fluchtpunkte suchen. Wir Menschen missbrauchen die Wälder, wir missbrauchen die Natur. Sie muss als Schöpfung angesehen werden, nicht als Objekt der Begierde, sondern als Raum, den wir mit anderen teilen. Darauf sollten solche Clips, wie der Erstgenannte, hinweisen. Gerade Bereiche, die Menschen dann als einen Raum finden, in dem sie nicht entdeckt werden können, ist auch Rückzugsraum für Tiere. Kurz: Es ist Menschen, die von Schöpfung keine Ahnung haben auch beizubringen, wie sie sich angemessen, also rücksichtsvoll verhalten.
Erdmandelgras / Knolliges Zyperngras
Invasive Grässer, die der Landwirtschaft – also uns – das Leben schwer machen: https://www.youtube.com/watch?v=9iveDbRXP8I
Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutzerklaerung/ Und: https://www.wolfgangfenske.de/provokationen-zum-tag-23/
Komponisten: Bach Distler, Schütz, Mendelssohn-Bartholdy
R.A. Schröder, W. Flex, J. Kneip

Fortsetzung von: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/09/joseph-von-eichendorff-wachet-auf-wacht-auf-wacht-auf/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/10/annette-von-droste-huelshoff-kreuz-auf-sich-nehmen/ und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/11/conrad-ferdinand-meyer/
Auch die nächsten Gedichte in dem Band Zuversicht von Kurt Ihlenfeld, 1940 herausgegeben, sollen angedacht werden:
Das nächste Gedicht ist von Rudolf Alexander Schröder. Es geht in dem „Christlied“ (1937) um die Geburt von Jesus Christus und vor allem um den damit verbundenen Stern. In der letzten Strophe heißt es: „Der wahre Stern, / Der rechte Stern, / Mit Fried und Freude von dem Herrn: / Lobt Gott den Herren. / Dem rechten Stern zur rechten Stund / Ruft Willkomm, Willkomm jeder Mund / Gott zu Lob und Ehren.“ Vermutlich interpretiere ich zu viel hinein, aber: der Kommunismus hatte den Stern auch als Symbol übernommen.
Die fünf Zacken sollten die fünf Erdteile symbolisieren, in die der Kommunismus sich breit machen wird bzw. wird auch vermutet, was ich nicht nachvollziehen kann, die fünf Finger der Arbeiter, der Proletarier. Zudem hat der Stern, anders als das ältere Symbol Hammer (Handwerk-Proletariat) und Sichel (Landwirtschaftsproletariat), die einen Gegenwartscharakter haben, einen wegweisenden, einen Zukunftscharakter, der vielleicht auch den christlichen Stern von Bethlehem ersetzen sollte. Pasternak hat ein Gedicht geschrieben, in dem er auch den Weihnachtsstern thematisiert – und ich sah diesen als Kontrapunkt zum Sowjetstern: Bei Pasternak wird der lodernde kommunistische Stern zu einem hellen Stern, der auf das Jesuskind schaut. https://gedichte.wolfgangfenske.de/boris-pasternak/ (Gedicht 18) Wird hier bei Schröder der Weihnachtsstern als der wahre Stern dem kommunistischen entgegengestellt? Die Nationalsozialisten haben keinen Stern, sondern die Swastika, das Sonnenrad als Symbol. Dieses sollte vermutlich auch die christlichen Symbole ersetzen. Deutlich wird das daran, dass das Kreuz zu einer Swastika umgemodelt wurde.
Der wahre Stern ist Jesus Christus. Die falschen Sterne versuchen auch Heil und Orientierung zu versprechen, führen aber im Grunde nur auf Irrwege, in den Tod. Schröder lässt politische Eindeutigkeit weg, weist im Grunde allein auf Christus, weist damit alle anderen Heilsversprechen ab. Nicht nur das: diesem Stern, Jesus Christus, soll jeder „zur rechten Stund“ ein Willkommen zurufen.
Das graue Heer, so Walter Flex im Gedicht „Der Christ an der Heerstraße“ (126), zieht an einem Marterl vorbei. Die Soldaten beachten es nicht. Der Marterl-Jesus aber fragt, wo die ostwärts strömenden Soldaten hinziehen. Sie antworten Christus nicht – aber an den durch Finsternis und den im Schlamm watenden Füßen erkennt er, dass sie in den Tod eilen. Das kleine Flämmchen am Marterl will hell leuchten, das morsche Holz mit dem Heiland leuchtet auf. Und der Heiland: „Und Mensch und Tier, die Gott als Opfer schuf, / Weiht segnend er das fremde, dunkle Land.“ Walter Flex starb 1917 nahe Riga im ersten Weltkrieg an einer Verwundung. An diesem Gedicht wird die Sicht von Walter Flex deutlich: Der Soldat muss – wie auch die Pferde – sein Leben als Opfer hingeben, verbunden damit ist eine intensive Beschreibung der Natur, wie in dem genannten Gedicht sind nicht nur die Soldaten und die Füße wund, sondern auch die Straße ist wund von den Füßen und Hufen im Schlamm. Auch wenn das graue Heer in den Tod drängt – für Flex ist das Sterben sinnvoll, von Christus gesegnet, es ist ein Opfer, das Gott will. Der Opfertod wird damit mit Sinn gefüllt. In nationalsozialistischer Zeit wurden, soweit ich einmal gelesen habe, Texte von Walter Flex intensiv rezipiert. Das bedeutet auch für dieses Gedicht: Der Mensch hat sich zu opfern – aber wofür? Im Nationalsozialismus für Volk und Führer. Das war 1917 etwas anders konnotiert: für Kaiser und Reich. Das Soldaten-Opfer wird auf jeden Fall religiös erhoben, der Zwang für Volk und Führer leiden zu müssen, wird mit pseudoreligiösem Sinn gefüllt. Damit wird der christliche Glaube pervertiert, in dem Jesus Christus das Opfer ist, das sich selbst hingegeben hat – nicht Menschen müssen sich für was auch immer opfern.
Ich frage mich, warum Kurt Ihlenfeld, der dem Nationalsozialismus gegenüber kritisch eingestellt war, das Gedicht in seinem Band „Zuversicht“ aufgenommen hat. Diente es der Irreführung der Zensur, dazu, den Band zu tarnen, indem er den beliebten Schriftsteller zitiert? Ihlenfeld kann diese unchristliche Opfermetaphorik nicht ernst gemeint haben. Oder dient es als Zuversicht, damit Soldaten, die an der Front stehen, und Flex kannten, sein Buch lesen, auch Trost oder Korrektur empfangen? Soll mit der Umrahmung durch die Gedichte von Schröder bzw. Kneip (s.u.) das Gedicht neu interpretiert werden? Vermutlich:
Jesus Christus ist, um das dem Flex-Gedicht vorangegangenen Gedicht von Schröder aufzugreifen, der wahre Stern. Die Könige folgten dem Stern zur Krippe – und nicht an die Front in den Opfertod. Und wie einige Gedichte zuvor schon im Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff genannt wurde: Christus ging für die Menschen in den Tod, damit wird dem Soldatentod als Opfertod die Grundlage entnommen. Mit Blick auf das angefügte Gedicht von Kneip: Christus steht vor der Tür des Herzens, nicht an der Front, auf dem Schlachtfeld ist er zu finden, nicht im Schlamm Richtung Front, sondern im Herzen. Im Schlamm Richtung Front für Kaiser und Reich wird er ja auch im Gedicht von Flex von den Soldaten übersehen. Aus christlicher Sicht ist wahrscheinlich auch für Ihlenfeld Christus an der Front, im Schlamm, im Verwundeten, im Sterbenden. Aber dem Flex-Gedicht wird im Kontext der anderen Gedichte die ideologische Intention genommen. Sie wird korrigiert. Der Band wird zu einem Seelsorgetext auch an der Front. (Das wird im Abschnitt über die „Ewigkeit“ besonders deutlich.
Das folgende Gedicht „Der fremde Gast“ (129) von Jakob Kneip wurde schon angesprochen. In diesem geht es darum, dass Bauern gefragt werden, was sie tun würden, wenn Christus käme. Sie würden ihr Haus und Hof und Tier schniegeln und striegeln usw. Es endet damit: „Bedenkt, ihr Freunde, keine Nacht vergeht, / Wo nicht der Herr vor eurer Türe steht.“
Damit endet das Kapitel „Der Menschensohn“ und es beginnt das Kapitel „Ewigkeit“.
Zu Rudolf Alexander Schröder s.: https://gedichte.wolfgangfenske.de/rudolf-alexander-schroeder-1878-1962/
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