(Nachträge vom 9.8.2014 zum Irak und zur Türkei und Gaza. Nachtrag vom 10.8. zu den Russlandsanktionen)
Entschuldigt, dass ich meinem Vorsatz nicht treu bleibe, erst in ein paar Tagen wieder etwas im Blog zu schreiben, aber das, was ich gestern in der Tagesschau sah und hörte, ließ mir den Kragen platzen:
– Was such NATO Rasmussen in dem Nicht-NATO-Land Ukraine, um gegen Russland loszudonnern?
– Die Verquickung von EU und NATO ist ein großes Übel.
– Die Aussagen der EU zu den Sanktionen von Russland, sind schlicht und ergreifend lächerlich, weil sie dasselbe machen. Und Gabriel mit seiner Beruhigung, wir werden den Unternehmen helfen, die in Schwierigkeiten geraten – echt? Wie werden sie das machen? Werden sie den Firmen die Waren abkaufen? So lange, bis die Sanktionen aufgehoben sind und darüber hinaus, weil Russland die Waren dann nicht mehr benötigt?
(Nachtrag 10.8.: http://german.ruvr.ru/2014_08_09/Russische-Gegensanktionen-Das-kann-unangenehm-sein-5839/ Erwägt die EU echt eine Klage gegen Russland wegen den Handelssanktionen? Oder ist das nur ein witziger Beitrag einer russlischen Seite? Schwellenländer jubeln: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/putins-boykott-westlicher-lebensmittel-schwellenlaender-wollen-russland-beliefern-13088504.html)
– Wie schon einmal geschrieben: Die Ukraine muss zu einer Art Schweiz gemacht werden, die eigenständig zwischen den Blöcken agieren kann. Und innerhalb der Ukraine müssen die jeweiligen Minderheiten ihren angemessenen Raum bekommen.
– NATO-Rasmussen sollte die Erdogan-Türkei mit seinen Weisheiten beehren, denn sie ist dabei, die Werte des Westens semidiktatorisch zu unterlaufen.
Gibt es überhaupt noch westliche Werte als Grundlage der NATO? Nach dem, was in der Ukraine geschieht, hat man doch so seine Zweifel.
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– Weil die Türkei gegen die Kurden ist, kann der Westen nicht die Kurden im Irak unterstützen, die doch die einzige Kraft sind, die den Islamisten etwas entgegenstellen könnten. Und der Traum, dass ein neuer Ministerpräsident im Irak die Lage wieder ändert, ist Träumerei, denn die sunnitischen Stammesführer werden sich sicher nicht mehr von den Islamisten wegorientieren, sie wollen doch ihren Kopf noch behalten. Sie werden sicher nicht so blöde sein, wie man ihnen unterstellt, sich wieder der Zentralregierung zuwenden um dann von den Islamisten geköpft zu werden. Der Irak als Einheit ist verloren. Damit aber die Islamisten nicht noch mehr Unheil anrichten, muss man unbedingt die Kurden in ihrem Kampf unterstützen! Und das irakische Parlament wird noch lange so spielen, als sei alles beim Alten.
(Nachtrag 1: Die Stellung der türkischen Regierung zur Terrorgruppe IS[IS]: http://www.jihadwatch.org/2014/08/turkish-foreign-minister-defends-islamic-state-against-accusations-of-terrorism Kann man eigentlich die Türkei aus der NATO herauswerfen?
Nachtrag 2: Was im Irak durch die Islamisten alles an schrecklichen Taten verübt wird, das mag man gar nicht mitteilen – und ich setze auch keine Links. Es ist Barbarismus pur. Es ist, als wären wir im 7./8. Jahrhundert angekommen, als die islamischen Massen ihr Umfeld überrannten. Ach so, die überrannten alles ganz friedlich, wie man immer wieder zu hören bekommt. Das wird man wahrscheinlich in 20 Jahren auch von den ISIS-Verbrechern sagen: Alles friedlich, alle Minderheiten haben sich freiwillig ergeben, alle Kämpfer waren äußerst nett und zuvorkommend, Menschenfreunde, Humanisten… Gut ist, dass die USA ein wenig mehr macht. Aber das hat keinen Sinn, wenn sie die Kurden nicht unterstützen. Ein paar Drohnen auf die ISIS zu werfen mag kurdische Kämpfer ermutigen, aber militärisch wird das die Verbrecher wohl kaum einschüchtern.)
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– Gaza/Israel: Ohne die Entwaffnung der Hamas kommt die Weltgemeinschaft nicht weiter. Sie wird Milliarden reinstecken, um alles wieder aufzubauen – wie sie es schon in den vergangenen Jahren zur Genüge getan hat – damit die Hamas dann wieder Israel beschießen kann, Israel reagiert und zurückschießt, die Hamas die Bevölkerung als Schutzschild nimmt, die Welt wieder Krokodilstränen vergießt… Die Hamas muss entwaffnet werden – ohne das geht es nicht. Zudem: Es muss eine internationale Regierung die Terrorregierung ersetzen und das Stückchen Erde in ruhiges Fahrwasser gelangen lassen. Sonst wird es nichts da unten.
(Nachtrag: Die Deutschen und ihr Lieblingskrieg: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gaza-hamas-israel-und-antisemitismus-kolumne-von-georg-diez-a-985145.html
Nachtrag: Selbst eine Kirche wurde benutzt, um Raketen abzuschießen: http://www.jihadwatch.org/2014/08/gaza-bishop-hamas-used-church-to-fire-rockets)
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