1914 Weihnachten an der Front

Schon 1914? Soldaten feierten gemeinsam, weil sie keine Lust mehr hatten, aufeinander zu schießen. Aber eben nur an Weihnachten – und dann ging es weiter. Notgedrungen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/weihnachten-im-ersten-weltkrieg-brief-beschreibt-waffenruhe-a-1010214.html Wie auch immer all das zu beurteilen ist – es ist eines der denkwürdigsten Ereignisse des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Und von 1939 haben wir diesen Film, der im folgenden Blog gezeigt wird.

Islamische Auseinandersetzung

Ich habe den Eindruck, dass unsere Zeit immer spannender wird, weil sie immer deutlicher werden lässt, wie sehr die islamische Community auseinanderzubrechen droht. Es gibt drei Grundströmungen: die eine islamistisch-salafistisch-extremistische und die andere die der Muslime, die dieses islamistische-Salafistische-Extremistische nicht mehr länger dulden möchte. Dazwischen die große Menge der Muslime, die es nicht wagen, sich zu positionieren – und es wahrscheinlich auch nicht können, weil ihr Herz in Richtung der Liberaleren schlägt, aber ihre Tradition ihnen sagt: Die Islamisten haben recht, das sagt der Koran. Wohin die Reise geht? Ich habe keine Ahnung. Man kann nur sehen, dass in Indonesien, dem Land, in dem es weltweit die meisten Muslime gibt, die Extremisten immer stärker werden, dass ein harter Kampf zwischen beiden Gruppen in Somalia herrscht, eine kleine Minderheit es inzwischen wagt, gegen die Taliban anzugehen, allerdings Katar und Saudi Arabien die Extremisten finanzieren, die in Afrika überall das Zusammenleben der verschiedenen Gruppen stören. Im Augenblick sieht es so aus, als würden die Extremisten die Oberhand behalten. Aber ich hoffe, dass solche Gräueltaten wie die ISIS, wie die Taliban in Pakistan, dass diese die Menschen gegen die Extremisten entfachen. Aber überall gibt es einflussreiche Muslime, die diese Untaten verteidigen: http://www.jihadwatch.org/2014/12/pakistan-muslim-cleric-says-fight-against-taliban-is-un-islamic – und damit die einfachen Muslime wahrscheinlich einschüchtern.

Ich sehe eher schwarz, hoffe aber, dass die Extremisten so übertreiben, dass die Mehrheit der Muslime aufgrund menschlicher Regungen erkennt: Das kann nicht unsere Religion sein und Mut bekommt, sich gegen solche Allah-Beleidigungen zu wehren.

Wobei: In wessen Augen sind die Gräueltaten Allah-Beleidigungen? In den Augen der Islamisten dient all das Abschlachten der Ehre Allahs.  Ob der Euro-Islam wirklich etwas erreichen wird? Nun denn – man muss in Sachen Religion oft in lange Zeiträume von 500 Jahren rechnen.

Und was Europa betrifft – ich wünschte, wir könnten hoffen, dass Extremisten keine Chance haben, Gehör zu finden. Überall hört man das, was ich auch häufig schreibe, dass man die moderaten Muslime unterstützen müsse – sie sind Menschen guten Willens. Gleichzeitig ahne ich aber, dass gerade das die Extremisten dazu bringt, die moderaten Muslime abzulehnen und zu bekämpfen, weil sie nur mit Hilfe der Ungläubigen überstehen können. Was ein eklatanter Makel ist.

Was man als Nichtmuslim auch tut – es kann falsch sein. Darum ist es um so wichtiger, einfach zu seinen Werten zu stehen – und auch als Christ zu seinem Glauben, zu wissen, was man an ihr hat. Gott wird sich in Jesus Christus durchsetzen. Auch in islamischen Ländern. Und weil diese so eine Angst davor haben, wüten sie dermaßen, von Westafrika über Saudi Arabien bis hin nach Indonesien gegen Christen – und gegen Muslime, die sich vom Islam abwenden. Extremisten und andere sehen darin die einzige Chance, den Islam am Leben zu erhalten. Extremisten haben einen Minderwertigkeitskomplex. Sie fühlen sich nur stark mit Waffen und in gewalttätigen, schreienden Horden. Aber letztlich können sie, wie es im Neuen Testament schon heißt, Menschen töten. Aber nicht das Wirken Gottes auslöschen.

Wie sagte schon Papst Johannes XXIII. sinngemäß: Kommunisten können den christlichen Glauben nicht auslöschen – Christen haben es bislang auch nicht geschafft. Wir können das aus unserer gegenwärtigen Lage abändern: Islamisten können den christlichen Glauben nicht auslöschen – Christen haben es bislang ja auch nicht geschafft.

Es wird sich vermutlich auch der Kampf zwischen Schiiten und Sunniten verschärfen, da Schiiten Angst haben, von den Sunniten weggebombt zu werden http://www.jihadwatch.org/2014/12/jihad-martyrdom-suicide-bomber-in-iraqi-army-uniform-murders-33-people-south-of-baghdad Ebenso ist der Kampf zwischen Sunniten/Schiiten gegen die Ahmadiyyas auch äußerst heftig. Und der dumme Westen lässt sich einspannen. Hoffentlich wachen die Regierungen auf, bevor sie sich zu sehr im Netz dieser innerislamischen Auseinandersetzungen verstrickt haben.

Meine Frage ist, ob die Militärs im Grunde die ruhigeren Muslime allein noch vor den Extremisten schützen können – denn gegen solche Bruatlitäten hat der normale Muslim keine Chancen: http://www.focus.de/panorama/welt/zwei-informanten-der-armee-getoetet-aegyptische-dschihadisten-veroeffentlichen-hinrichtungsvideo_id_4366541.html

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Gesegnete Weihnachten

Krippe_Traube

Dieses Weihnachtsfest wird eines sein, an dem wir der leidenden Christen in aller Welt denken, weil für viele von ihnen die “Weihnachtsklänge sich mit Tränen mischen werden” (Papst Franziskus: http://kath.net/news/48801 ) Aber christliche Solidarität mit leidenden Christen ist nur eine halbe Solidarität: Sie gilt auch allen anderen Menschen, deren furchtbares Leiden uns in diesen Tagen bewegt. “Dieses Leiden schreit zu Gott und ruft uns alle zum Einsatz auf, im Gebet und in jeder Art von Initiative.”

Warum? Auch darauf gibt der Papst eine Antwort: “Unser Trost und unsere Hoffnung ist Jesus Christus selber. darum ermutige ich Euch, fest mit ihm verbunden zu bleiben wie die Rebzweige (Reben) am Weinstock, in der Gewissheit, dass weder Bedrängnis noch Not, noch Verfolgung Euch von ihm trennen können… Möge die Prüfung, die Ihr durchmacht, Euer aller Glauben und Treue stärken.” (Weiter unten werde ich noch einmal aus dieser Rede zitieren.)

Auch mit Blick auf unsere leidenden Schwestern und Brüder in Jesus Christus wünsche ich Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Gerade weil die Menschen ver-rückt sind, kam Gott in die Welt, um sie wieder zurecht zu rücken.

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Müntefering+Sterbehilfe

Das ist eine sehr nachdenkenswerte Aussage von Müntefering: Man solle das Wort Sterbehilfe nicht denen überlassen, die für eine Tötung der Sterbenden eintreten. Sterbehilfe sei beistehen, trösten, Hand halten… http://kath.net/news/48799

Und so wird mir bewusst, dass ich dieses Wort ohne nachzudenken auch in meinem Blog eben solchen Menschen überlassen habe, die, statt zu helfen, die Tötung propagieren. Wir sollten versuchen, ihnen das Wort wieder zu entwinden.

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Christen+Islam+Juden+Hindus

Interessante Informationen: Synagogen, die mit Hilfe von Muslimen wieder aufgebaut wurden – so sagt es diese Seite: http://www.judaism-islam.com/14-beautiful-synagogues-that-were-restored-by-muslims/ Diese Seite nennt auch Freundschaften zwischen Juden und Muslimen, weist auf Gemeinsamkeiten beider Religionen hin usw. http://www.judaism-islam.com/

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Der Papst in der Rede zu den leidenden Christen: „Euer Bemühen, mit Menschen anderer Religionen – Juden und Muslimen – zusammenzuarbeiten, ist ein weiteres Zeichen für das Reich Gottes. Je schwieriger die Situation ist, umso notwendiger ist der interreligiöse Dialog. Es gibt keinen anderen Weg. Der auf eine Haltung der Offenheit gegründete Dialog in Wahrheit und Liebe ist auch das beste Mittel gegen die Versuchung des religiösen Fundamentalismus, der eine Bedrohung für die Gläubigen aller Religionen darstellt. Zugleich ist der Dialog ein Dienst an der Gerechtigkeit und eine notwendige Voraussetzung für den so ersehnten Frieden.“ http://kath.net/news/48801

In der 2000jährigen Geschichte, die auch immer wieder von großen Leiden durchzogen wurde, haben Christen gelernt, einen Kontrapunkt gegen die Vorstellungen der Welt zu setzen. Ihr Verhalten angesichts des Leidens ist der Same der wachsenden Kirche (nach Tertullian).

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Ein gutes Interview mit Hanna Josua, einem im Libanon geborenen Pfarrer: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/muslime-muessen-offen-diskutieren-90569/ Ich hatte ein dort angesprochenes Thema häufig im Rahmen von Koran-Hermeneutik angesprochen. Ich denke freilich eher, dass Muslime selbst aus dem Koran heraus eine neue Hermeneutik entwickeln müssen, sonst werden sie wohl kaum weltweit ihre Ummah überzeugen können.

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Gemeinsam gegen Unmenschlichkeit im Alltag: http://www.focus.de/panorama/welt/tragischer-fall-in-indien-frau-scheitert-bei-selbstmord-fischer-missbrauchen-sie_id_4365596.html

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Die Muslime, die gegen die Extremisten in Pakistan ankämpfen, haben mächtige und gewalttätige Gegnerinnen und Gegner. Es ist ein harter Kampf, der ihnen bevorsteht – und allen Menschen guten Willens, die für Freiheit, Menschlichkeit und Frieden kämpfen. Wir sollten einander beistehen. Für ein freies Pakistan.

 

Pegida und Jahreslosung

Ein Beitrag zu Pegida – eine Art Zusammenfassung meiner Blogbeiträge zum Thema: http://www.idea.de/nachrichten/detail/gesellschaft/detail/pegida-alles-nur-verwirrte-chaoten-89099.html Ob ich das jedoch mit der Jahreslosung verbunden hätte – denke ich nicht.

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Wir sind wahrscheinlich von der Bildzeitung verschaukelt worden: Omid Nouripour stellt die Situation anders dar: https://www.facebook.com/nouripour1/posts/752804051476557?fref=nf&pnref=story Statt Gräben zuzuschütten hätte die Bildzeitung damit den gesellschaftlichen Graben vertieft.

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Pegida-Demos sind in einer Demokratie normal, sagt Kauder. http://www.welt.de/politik/deutschland/article135673251/Kauder-warnt-vor-islamischer-Partei-in-Deutschland.html Witzig finde ich, dass manche Pegida-Gegner meinen, Deutschland ginge unter, durch diese Demonstrationen. Man kann sie beruhigen: Pegida-Demos sind ein Teil der innergesellschaftlichen Auseinandersetzungen, wie sie immer stattfinden. Es wird darum nicht die Welt untergehen, es wird darum nicht unsere Kultur untergehen, es wird gar nichts untergehen – man beginnt nur zu diskutieren. Und das ist gut so. Und wer nicht mit ihnen diskutieren mag, weil er das für aberwitzig hält, kann denen von der Pegida die Hand reichen, die auch nicht diskutieren mögen, weil sie eine Diskussion mit Andersdenkenden für aberwitzig halten. Wie sehr Extremisten doch immer wieder Gemeinsamkeiten haben, seine sie rechtsextrem, linksextrem oder sonstwas.

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Die Pegida-Zahlen gingen von mehreren Hundert auf 17.500 zurück, weil viele Politiker so besonnen reagiert haben…: http://www.neueste-nachrichten.eu/pegida-reaktionen-der-politik-zeigt-wirkung/

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