Keine Muslime, keine Deutschen, keine Christen, keine Kommunisten

Interessant: Nichtmuslime sprechen Muslimen ihren Islam-Glauben ab. Die Attentäter waren nämlich gar keine Muslime. Und jeder, der das Gegenteil behauptet, ist Rassist und Islamophob und Nazi.

Was soll man über solche Journalisten denken, die im Grunde sagen, dass ihre Kollegen, die wegen Islam-Karikaturen ermordet wurden, nicht wegen den Islam-Karikaturen ermordet wurden?

Was sagt man damit über ihren Mut, solche Karikaturen zu veröffentlichen?

Man sollte so langsam kapieren, es gibt solche Journalisten und solche. Mutige und nicht mutige, ehrliche und verfälschende…

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Und Politiker müssen beruhigen. Dass die Anschläge nichts mit dem Islam zu tun haben, wird er selber nicht glauben. Dass Muslime nicht unter Pauschalverdacht gestellt werden dürfen, versteht sich von selbst, aber gut, dass er darauf hinweist, weil sich manche Leute inhumane Kategorien durch ihre Gegner aufdrängen lassen – und sich dadurch den Gegnern angleichen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/charlie-hebdo-innenminister-de-maiziere-warnt-vor-populisten-a-1011819.html

Auch als beruhigender Politiker sollte man darauf achten, was man sagt. Wenn man nämlich übertreibt, dann glaubt einer diesem Menschen bald nicht mehr. Ich wüsste einmal gerne, wer von den Fachleuten und wer von der Bevölkerung solche Sätze, wie: Das hat mit dem Islam nichts zu tun, noch abnehmen. Vor allem, weil dieser Satz in letzter Zeit ständig gebraucht wird. ISIS, Boko Haram, Taliban, Al Schabab… – alle haben mit dem Islam nichts zu tun. Zwischen 3 und 92% (!) der Saudis haben als Anhänger dieser Terrorgruppen mit dem Islam nichts zu tun… Und so wird wohl die Statistik über die Religionszugehörigkeit der Welt massiv verändert werden müssen. Es sind nicht mehr 1,6 Milliarden, sondern…? (Zu der Spanne von 3-92%: http://www.taz.de/!147823/ Die geringe Zahl ist Folge der persönlichen Befragung, die andere ist Folge einer Zeitungsumfrage.)

Muslime müssen eine neue Koran/Ahadith Hermeneutik entwickeln, damit die Welt glauben soll, dass solche Anschläge nichts mit dem Islam zu tun haben. Ahmadiyya sind ausgenommen, sie haben eine neue Hermeneutik entwickelt – gelten allerdings aus sunnitischer und schiitischer Sicht nicht als Muslime.

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Laut dieser Diktion waren diejenigen, die die Bahais Mitte des 19. Jahrhundert ermordeten – sicher auch keine Muslime: http://de.wikipedia.org/wiki/Bahaitum Nazis waren sicher auch keine Deutschen. Wenn wir also so anfangen zu argumentieren, dann waren Missionare in Südamerika, die die Brutalität der Kolonialherren unterstützten, auch keine Christen und die Mörder in den kommunistischen Revolutionen keine Kommunisten.

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Koran-Hermeneutik: Keine Muslime, keine Christen

Sind diejenigen, die in Südamerika den Kolonialisten folgten, die Sklavenhändler, die Verteidiger der Apartheit, Raubtierkapitalisten – sind sie keine Christen? Der Religionszugehörigkeit nach waren und sind sie vielfach Christen. Aber: Sie können sich nicht auf Jesus Christus berufen, denn sie haben ihr Weltbild nicht Jesus Christus untergeordnet, sondern den Vorgaben und Moden der Gesellschaft.

Sind diejenigen, die in Afrika und Asien den Islam grausam durchsetzten, die Sklavenhändler, die gegenwärtigen Terroristen keine Muslime?  Der Religionszugehörigkeit nach ja. Und das ist nun der Unterschied zu den Christen: Sie können sich auf Mohammed berufen, auf den Koran auf die Ahadith.

Hier muss also die neue Koran Hermeneutik ansetzen. Sie muss aus dem Koran heraus eine neue Sicht entwickeln, die es ermöglicht, sich von Vorgaben des Koran und den Ahadith zu lösen – und zwar mit dem Koran begründet als Auftrag, Befehl Allahs. Und da denke ich, aber ich bin ja nur Ungläubiger, dass die im Koran genannte Vorstellung, dass im Koran manches enthalten ist, nur um die Irregeleiteten weiter in die Irre zu leiten… – und dazu gehören aus unserer gegenwärtigen westlichen Perspektive eben alle Aussage, die Unmenschliches formulieren und in die Gegenwart transferieren werden sollen. Mohammeds Haltung zu Sklaven – ist eine Irreführung. Die wahren Muslime sind daran zu erkennen, dass sie diese Irreführung als  solche erkennen und sich nicht daran halten, denn Sklavenhaltung ist gegen Allahs Willen. Ebenso die Kampfaussagen, Kampfbefehle – sie waren in der Zeit Mohammeds relevant – aber die Weiterführung bis in die Gegenwart ist eine Irreführung und das erkennen nur die wahren Muslime. Die falschen Muslime erkennen das nicht. Und so kann man dann alle möglichen Koran-Aussagen durchgehen. Und das muss man dann auch auf die Ahadith übertragen. Hier ist die Forschung ja schon weiter fortgeschritten, weil man seit Beginn im Grunde zu trennen weiß zwischen echten und unechten (sag ich mal salopp) Traditionen. Alles, was unmenschlich und absurd ist – ist unechte Legende – alles, was menschlich und verbindend ist, ist echt. Das machen zwar bis heute nicht alle Muslime mit, aber je mehr sich entsprechend verhalten, desto weniger spielen die anderen eine Rolle.

Ich weiß, das ist naiv, aber die Koran-Wissenschaftler müssen einen Weg finden, der aus dem Koran heraus begründet, warum die Taten der Terroristen falsch sind. Solange sie das nicht tun, wird sich die Blutspur, die sich durch die gesamte Geschichte hindurchzieht (auch gegen andersdenkende Muslime) nicht verändern.

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Miteinander nicht gegeneinander

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Wir dürfen uns als Christen von keinen Ideologien oder Religionen oder  Gewalttätern vorgeben lassen, wie wir zu leben haben – denn wir haben ein Leben miteinander zu leben und nicht gegeneinander. Wir haben ein Leben zu leben, das den anderen nicht verachtet sondern achtet. Wir haben ein Leben zu leben, das den anderen nicht entwürdigt, sondern würdigt.

Wenn die Menschen mit einem anderen Weltbild uns ihres aufzwingen wollen, sei es mit körperlicher oder verbaler Gewalt, sei es mit Zwang oder Verführung – so reagieren wir auf unserer Weise, mit unseren Werten, mit unseren Stärken, mit unserem Verständnis von Gerechtigkeit, Gewissen und Gott in Jesus Christus.

Wie heißt es so schön: Wir lassen uns die Waffen, mit denen wir kämpfen, von niemandem aufzwingen – wir bestimmen sie selbst. Und diese sind im Neuen Testament vorgegeben. Und mögen Christen noch so schwach und erbärmlich “rüberkommen” – sie tragen den Samen der Welt Gottes in sich. Und er wird aufgehen zu seiner Zeit, Freund, er wird aufgehen.

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Kartographie

Das Mittelalter malte die Erde aus dem Glauben heraus: Die Erde ist wunderbare Schöpfung und entsprechend ist das Gesamtbild der Erde eines, das mit Gott, Engel, Evangelisten, Heilsgeschichte gemalt wurde (z.B. Hereford-Karte, 13. Jahrhundert).

Inzwischen ist die Welt in den Atlanten nüchtern geworden: Flüsse, Berge, Meere, alles wie es den Menschen so erscheint. Man muss im Gegensatz zu den Menschen im Mittelalter sagen: vordergründig so erscheint. Das Vordergründige wurde eingebettet in den Hintergrund des Glaubens. So wie wir heute eine schöne Blume ansehen können: als nichtglaubender Biologe, als nichtglaubender Fotograf oder als glaubender Biologe, Fotograf usw. Als Glaubender sieht man in der Blume mehr.

Und weil wir die Einsamkeit unseres wunderschönen Planeten im Universum nicht ertragen, suchen wir andere Planeten mit Leben auf der Erde, wenn das auch noch so aberwitzig ist – denn wenn es das gäbe, was hätten wir mehr davon, als das bloße Wissen? Durch den Glauben an Gott wird diese Einsamkeit aufgefangen: Unser wunderbarer Planet liegt in Gottes Hand, der Hand des Schöpfers – auch wenn er einzig in der Weite des Universums ist.

Doch auch dieses Bild von der Erde aus dem All nötigt so manchem eine eigenartige Stimmung ab, unabhängig vom Glauben, die über das geographische Interesse hinausgeht:

 

Aber: Rutschen die Kontinente nicht alle zusammen? In kürzester Zeit habe ich aktuelle Informationen aus Asien, aus Afrika, aus Amerika. Spielen da die Kontinente noch eine Rolle?

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Pille danach + Weltbilder: Kind + Abtreibung

EU erlaubt Pille danach – Frauen können sie sich in der Apotheke abholen. Wer wird für die Nebenwirkungen zahlen, die sich einstellen werden? Wahrscheinlich werden die Frauen damit allein gelassen.

Warum soll man so leicht an die Pille kommen? Geht es um die Frau? http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/pille-danach-eu-kommission-gibt-ellaone-frei-a-1011457.html Man spart viel Geld, weil man dann keine Abbrüche mehr finanzieren muss, Arztkosten werden auch gespart, Ärzte werden entlastet, das Gewissen, das nach einem Abbruch pochen konnte, auch – ist doch alles klasse!

Verantwortlicher Umgang mit der Sexualität ist noch immer das Gesündeste. Kostet auch nichts.

Kinder sind keine Krankheit. Eine Gesellschaft, die Menschen dazu bringt, Kinder zu scheuen, ist in sich selbst krank.

Neulich habe ich gelesen, dass in Afrika auch Kinder, die nicht im Rahmen einer Ehe geboren werden, begrüßt werden, weil sie allen zeigen: der Mann / die Frau sind fruchtbar. Dieses Weltbild ist also vollkommen anders als unser mitteleuropäisches Weltbild der Neuzeit – bereitet uns freilich auch nicht wenig Mühe, weil das auch eine vollkommen andere Moralvorstellung mit sich bringt. Die christliche Vorstellung ist davon wieder unterschieden: Kinder sind ein Geschenk Gottes – und in der Ehe haben sie einen befriedeten Raum, in dem sie aufwachsen können. Jedes gezeugte Kind hat als Kind Würde, nicht, weil es die Fruchtbarkeit der Eltern zeigt, nicht, weil es abhängig ist von der Gnade der Erwachsenen, ob man es leben lässt oder nicht.

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Flüchtlinge + Weltverfolgungsindex + Menschenwürde

„Eine politische Gestaltungsaufgabe wird nicht formuliert“ und „Zwei Drittel der Bundesbürger haben das Gefühl, dass der Zustrom von Flüchtlingen… unbeherrschbar sei“ http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136090222/Die-Zuwanderung-nach-Europa-ist-ausser-Kontrolle.html – ich denke eher: Man hat das Gefühl, dass der Wille, diesen in den Griff zu bekommen, von der EU nicht erwünscht ist. Eine Willkommenskultur erfordert eine Integrationskultur. Sonst wird es nicht klappen. Da können die sich noch so auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln und alle möglichen Leute als Rassisten, Islamfeinde, Hirnlose, Nazis, Mispoke usw. usw. beschimpfen.

Und es ist angesichts dieser kopflosen EU-Politik sehr schwer zu vermitteln, dass Flüchtlinge, die verfolgt werden, unbedingt einen Anspruch auf Asyl haben. Diese gehen unter, werden mit den Verfolgern zusammen in Häusern untergebracht, weil man sich nicht mehr genügend um Einzelne kümmern kann. Man wird an den Verfolgten, an den Opfern schuldig, wenn man sie den Aggressoren unter den Flüchtlingen ausliefert.

Und diese neuen Versuche, das Grundgesetz aufzuweichen, indem man sagt: Man könne nicht zwischen Wirtschaftsasylanten und politisch Verfolgten unterscheiden, das mag in vielen Fällen nicht möglich sein. Ein Kriterium gibt es allerdings: Wie sieht es in dem jeweiligen Land aus? Aber dieses Kriterium nun insgesamt in Frage zu stellen, das halte ich für übertrieben.

Die in dem Beitrag betonte Rolle Deutschlands wird – soweit ich sehe – überbetont. Wenn ich an Italien denke, an Schweden…

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Open Doors hat den Weltverfolgungsindex veröffentlicht: https://www.opendoors.de/verfolgung/weltverfolgungsindex2015/

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Vergessen wir nicht: In Frankreich starben mutige Menschen, die Islam und Islamisten mit spitzer Feder gezeichnet haben. In wie vielen Ländern werden Menschen – auch Kinder – einfach so ermordet, weil sie sind. Weil sie Christen sind oder Hindus oder Buddhisten. Seit Jahren! Und die Welt schaut vergleichsweise teilnahmslos zu. In Frankreich wurde unsere Freiheit angegriffen – überall in der Welt wird durch die Gesinnungsgenossen dieser Mörder die Menschenwürde in den Dreck getreten.

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Polizisten getötet + Islamisten

Dieses Mal wurde in Spanien ein Polizist getötet: Er wurde bei Kontrollen vor einen Zug gestoßen: http://mobil.morgenpost.de/vermischtes/article135988478/Vor-einfahrenden-Zug-geschubst-Polizist-stirbt.html

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In Istanbul wurde ein Polizist durch eine linksextremistische Selbstmordattentäterin getötet.

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In Ägypten wurden zwei Polizisten erschossen, die eine Kirche bewacht haben: http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEKBN0KF15M20150106

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Im Jemen sind über 40 Menschen durch eine Autobombe ums Leben gekommen: http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/jemen/selbstmordanschlag-im-jemen-autobombe-detoniert-vor-polizeiakademie-dutzende-tote_id_4386239.html

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In Italien hat wieder ein Labiler eine Kirche vandaliert. http://www.jihadwatch.org/2015/01/italy-screaming-phrases-from-the-quran-a-67-year-old-muslim-devastates-a-church-in-trento Entschuldigt, dass ich „Labiler“ geschrieben habe. Aber in Europa werden alle Muslime, die so etwas tun, als Psychisch labil bezeichnet.

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Hebdo-Anschlag

Zunächst stand spiegel-online: „Bei einer Schießerei“ – da denke zumindest ich an eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Aber es war ein Terror-Anschlag, da mordet die eine Gruppe wahllos herum und die anderen haben keine Chance, sich zu verteidigen – wie es bei Islamisten so Brauch ist – und dann wird von Schießerei geredet. Gibt es nicht einmal Solidarität von Journalisten mit mutigen Journalisten?

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Merkel schrieb an Hollande, dass der Anschlag ein „Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit darstelle, ein Kernelement unserer freiheitlichen-demokratischen Kultur…“ – tut gut, das von Merkel zu hören.

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Der Anschlag geschah, kurz nachdem Erdogan dazu aufgerufen hat, Islamfeindlichkeit zu bekämpfen: http://www.jihadwatch.org/2015/01/we-have-avenged-muhammad-muslims-murder-12-at-french-satirical-mag Freilich wird er sich das so nicht vorgestellt haben.

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Interessant finde ich, wie schnell der Schock über die Tat von Islamisten abgelenkt wird auf Äußerungen von Islamkritikern: http://www.huffingtonpost.de/2015/01/07/charlie-hebdo-islam_n_6429902.html Kaum haben Islamisten 12 Menschen ermordet – schon wird gesagt, wie schlimm die Islamkritiker sind. Unfassbar.

Aber diese Reaktionen sind vorhersehbar, wie weitere Versuche, das Verbrechen zu relativieren, es vom Islam zu lösen (hat nichts mit dem Islam zu tun, Muslime sind die wahren Opfer), auch Christen als Übeltäter darzustellen (Kreuzzüge), vor allem die Gesellschaft ist Schuld, weil sie Muslime nicht akzeptiert… – woran ja auch diese Satire-Zeitschrift mit Schuld ist… Außerdem – so im Brennpunkt gestern Abend: Es könnten ja auch Trittbrettfahrer auf der Antiislam-Welle gewesen sein.

Es läuft immer alles nach dem gleichen Schema ab. Dass allerdings nun nicht Muslime in Sippenhaft genommen werden dürfen, weil Islamisten diese schreckliche Tat begangen haben, das sollte allen zivilisierten Menschen klar sein.

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Vier der inzwischen Ermordeten mutigen Menschen werden hier gezeigt: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2900519/Cartoonists-mocked-Islam-refused-threatened-Quranic-law-killed-Charlie-Hebdo-massacre-terrorists-asked-name.html

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Frankreich weint: http://www.spiegel.de/politik/ausland/charlie-hebdo-in-paris-der-anschlag-eine-tragoedie-fuer-frankreich-a-1011759.html Wie in dem Artikel deutlich wird: Es sind die moderaten Muslime, die in der muslimischen Umma selbst unter Druck stehen, die sich mühen, diese Umma zu humanisieren.

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Europa muss aufpassen, dass es nicht zu einem Kulturkampf kommt: Muslime und ihr Weltbild auf der einen Seite und der Westen + Russland + China auf der anderen Seite: http://www.spiegel.de/politik/ausland/charlie-hebdo-terror-in-paris-anschlag-auf-uns-alle-a-1011766.html Ja, aber damit es nicht dazu kommt, muss mehr gegen die Islamisten getan werden, muss von Muslimen eine neue Koran Hermeneutik entwickelt werden, eine, die sich auch nicht scheut, Inhumanes des Koran und der Ahadith beim Namen zu nennen, dürfen Muslime sich nicht ständig als Opfer ihrer extremistischen Glaubensbrüder ansehen, sondern müssen aktiv mit an der Gesellschaft gegen die Islam-Extremisten arbeiten, damit der Islam ein anderes Gesicht bekommt, wie Al-Sisi fordert. Viele Muslime arbeiten in der offenen Gesellschaft mit – trotz Druck durch Glaubensgenossen – mögen die Verbände es auch tun – und nicht nur, wenn sie aufgrund solcher barbarischen Taten unter Druck geraten. So treten nun auf einmal alle für freie Meinungsäußerungen ein – auch islamische Gruppen, die dafür bislang nicht bekannt gewesen sind. Möge es nicht nur ein Lippenbekenntnis sein. Auf islamische Großdemonstrationen allein gegen die Islamisten (und nicht wieder gegen alle Extremisten, damit ja mehr Muslime zur Demo kommen) wird die Welt sicher auch weiterhin warten müssen: http://www.cicero.de/weltbuehne/massaker-paris-zeit-fuer-eine-islamische-revolution/58704

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Und die Medien müssen Mut haben, für unsere Werte einzustehen. Und was machen diese hier? Sie verpixeln Mohammed-Karikatur: http://www.jihadwatch.org/2015/01/new-york-daily-news-pixelates-muhammad-cartoon-in-story-about-charlie-hebdo-jihad-massacre Und was machen diese hier? Sie befürchten Anwachsen der Islamophobie: http://www.jihadwatch.org/2015/01/uks-telegraph-headline-on-charlie-hebdo-jihad-massacre-story-france-faces-rising-tide-of-islamophobia – Islamophobie – eine grundlosen Furcht?

Hier wird übrigens Pegida mit den Mördern der Hebdo-Journalisten in Verbindung gesetzt: http://www.faz.net/aktuell/politik/anschlag-in-paris-blut-auf-die-muehlen-13358326.html Weil sie die Medien kritisieren! Da wird dann irgendein extremer Mailschreiber herausgebuddelt, der den Journalisten Tod und Verderben wünscht – dieser wird mit Pegidas Medienkritik verbunden und alles wird dann mit den Islamisten-Mördern zusammengeführt. Ein armseliger journalistischer Stil, der nicht gerade dazu beiträgt, Vertrauen in Propagnada-Medien zu stärken. Ob es Journalisten gibt, die sich gegen so ein – für Journalisten unrühmliches Vorgehen – wehren?

Es wird spannend, wie heute die Zeitungen titeln werden. Welche kuschen, welche stehen für unsere Werte, so für Freiheit, ein? Für unsere Werte einstehen bedeutet aber auch, den einzelnen Muslim zu achten! In schweren Zeiten zeigt es sich, ob wir unseren Werten trauen.

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(Den folgenden Blog hatte ich unmittelbar nach dem Attentat ins Netz gestellt.)

 

 

Hebdo-Anschlag + Angst ist schlecht + Solidaritätszeichner

Man darf keine Angst haben – auch wenn die Gegner unserer Gesellschaft noch so rabiat vorgehen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/paris-tote-bei-anschlag-auf-charlie-hebdo-a-1011717.html Man darf sich nicht einschüchtern lassen von solchen Leuten. Hoffentlich werden Medien stärker darin, Mut zu zeigen, damit sich die geballte Gewalt nicht weiterhin auf die wenigen Mutigen entlädt. Solidarität gegen die Schlächter ist gefragt. Und so wäre es gut, wenn sich viele Solidaritätszeichner und Solidaritätstexter der Arbeit der Ermordeten annehmen würden – in allen Zeitungen weltweit. Über die Hälfte der bei Charlie Hebdo Arbeitenden wurden ermordet. Sie und ihr Mut können nicht ersetzt werden. Aber man kann es zumindest versuchen.