So geht es immer: Nebelkerzen + „Mediale Antänzer“ + Reden sie nicht über Flüchtlinge

Meine Intention war es, in den letzten Tagen zu zeigen, wie in unserem Land argumentiert wird. Es wird deutlich, wie massiv sich bestimmte ideologische Gruppen dieses kölner Themas annehmen. Und das, was hier in den öffentlichen und sozialen Medien abgelaufen ist, kann man mit Blick auf alle ähnlichen Fragen wieder erkennen. Ebenso kann man das Agieren und Agitieren der Politiker in dieser Hinsicht als Muster wieder erkennen. Noch einmal: Meine Meinung ist, dass die Flüchtlingspolitik nur gelingen kann, wenn auch Schlimmes an die Öffentlichkeit getragen wird, denn Informationen über das Schlimme verbreiten sich in der Bevölkerung, auch dann, wenn Medien es nicht veröffentlichen, denn es gibt ja genug Menschen, die das erleben. Und wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, es wird gemauschelt, gelogen, relativiert, unter den Teppich gekehrt, was das Zeug hält, dann ist man auch der gesamten Flüchtlingspolitik gegenüber misstrauisch – den Medien gegenüber sowieso, weil sie sich nur als Handlanger der Politik erweisen. Gute Flüchtlingspolitik muss der Wahrheit verpflichtet sein – sonst wird sie nicht gelingen. Denn erst dann werden Wege gesucht und hoffentlich auch gefunden, die der Gesellschaft und den Zugereisten gut tun.

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Es passiert etwas Schlimmes, an dem Muslime / Ausländer beteiligt sind.

Es folgt ein Sturm der Entrüstung, nicht, weil sie daran beteiligt sind, sondern weil die Tat sehr schlimm ist.

Viele fragen sich: Wie kann man künftige Taten verhindern, wie kann man sich absichern…

Es treten langsam aber sicher Verteidiger auf und werfen Nebelkerzen, was das Zeug hält:

  • Hat mit dem Islam nichts zu tun, nicht alle Migranten sind so, so etwas hätten auch Urdeutsche (Oktoberfest, würden selbst gerne Frauen erniedrigen – und geilen sich jetzt nur auf) oder Christen machen können (siehe Kreuzzüge, Hexenverfolgung, Jungsmissbrauch…).
  • Alle Religionen sind von Übel.
  • Man weiß ja noch gar nicht, wer daran beteiligt war.
  • Außerdem war es gar nicht so.
  • Kritiker betreiben die Sache der Rechtsextremen, der Ausländerfeinde, sie sind selbst rassistisch, hätten vorher schon was machen sollen.
  • Es werden Sprachregelungen getroffen.
  • Es wird der Blick auf die Muslime / Ausländer gerichtet, die nun alle im Grunde die wahren Opfer seien.
  • Die wahren Opfer werden beleidigt: Sie würden übertreiben, weil sie die Bildzeitung gelesen hätten, oder: das ist doch nicht vergleichbar mit XYZ…
  • Man solle nicht das schlimme Ereignis ins Zentrum stellen, sondern allgemein die Sexualität… (alle Männer sind potentielle Vergewaltiger).
  • Die ausländischen Medien sollen kein falsches Bild von Deutschland bekommen.
  • Deutsche und gemeinsame Werte in Deutschland gibt es überhaupt nicht – was auch immer das mit dem Thema zu tun haben mag. Manche haben halt Lust, diese Nebelkerze in die Diskussion einzubringen.
  • Die Polizei ist Schuld.
  • Die Frauen sollen sich richtig anziehen und Abstand wahren.
  • Diese Gruppe und die Gruppe, die das auf alle Ausländer bzw. alle Muslime ausdehnt, keilen sich gegenseitig, medial öffentlich ist aber vor allem die zuerst genannte Gruppe am Agitieren.
  • Es treten parallel dazu Leute auf, die die Situation noch zu potenzieren suchen – durch Fehlinformationen. Das passiert im Kölner Fall ebenso. Aus Ermangelung an Bildern nehmen manche irgendwelche Bilder oder Videos, die Brutalitäten zeigen, die aber mit Köln nichts zu tun haben. Oder es kursieren Zahlen über die bösen Urdeutschen auf dem Oktoberfest, die auch an den Haaren herbeigezogen sind http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-uebergriffe-in-koeln-und-falsche-zahlen-von-der-wiesn-14004617.html („Mutter aller Köln-Relativierungen“).

Dann sind diejenigen dran, die das alles sehr schlimm finden und auch überlegen, was man dagegen tun könne. Sie sagen: Alles sehr schlimm, aber wir müssen was dagegen tun…

Und dann? Manchmal wird sogar etwas gemacht, wie jetzt in Frankreich – aber genug? Manchmal wird nichts gemacht – und man wartet als Bevölkerung bangend auf die nächsten schlimmen Taten. Zunächst werden aber Sündenböcke gesucht, und einen hat der Innenminister Jäger (gemeinsam mit den Konsequenzen fordernden Muslimen) inzwischen ausgemacht: den Polizeichef von Köln. Damit lenkt er von seinem eigenen Versagen ab und zeigt aller Welt: Schaut, wie tatkräftig ich agiere! Und alle Welt schüttelt nur verwundert den Kopf über denjenigen, der Worte in sozialen Medien mit den tatsächlichen Übergriffen gegen Frauen verglich. Und dabei hat der arme Polizeichef von Köln ja nur gemacht, was die Politik gefordert hat: Deckel auf den Topf, möglichst alles bedeckt halten… Aber wahrscheinlich muss er gehen, weil selbst Polizisten es wagten erschrocken die Öffentlichkeit zu informieren, was dem Herrn Politiker in Düsseldorf und den Damen und Herren in Berlin überhaupt nicht passt. Oder es werden Scheingesetze verlangt: verschärftes Sexualstrafrecht, Alkoholverbot…

Sorry, ich vergaß noch ein Element für das Schema: Das war ein Angriff gegen den Rechtsstaat und der wird hart bestraft…, mit aller Härte des Gesetzes… Nebelkerze, Nebelkerze, Nebelkerze. Das fällt auch einem Schweizer Kommentator auf: http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/deutsche-ablenkungsmanoever-1.18674206

In dieser Zeit des Wartens auf handelnde Politiker – die sich streiten und vertagen und auf die lange Bank schieben – treten die schlimmen Taten immer weiter in den Hintergrund und es setzt sich der Verdrängungsprozess durch:

Man muss lieb und nett zu allen sein. Die armen Kriminellen, sind gar keine, sie wurden nur dazu gemacht – von uns! Wir sind Schuld: Unsere Gesellschaft hat sie nicht genügend integriert, haben ihnen nicht ihre Forderungen erfüllt… Die wissen es doch nicht anders, in ihren Ländern gelten Frauen ja auch nichts, seid nicht so garstig zu ihnen…

Und nun schauen wir einmal, was beim nächsten schlimmen Ereignis medial und politisch so abläuft und vergleichen das mit den oben genannten Aussagen.

Was mich vor allem interessiert: Wie viele Nebelkerzen werden von den Apologeten noch gezündet? Und dabei liegt unheimlich viel im Argen: Missbrauch von Frauen in den Unterkünften, was geschieht sonst alles, ohne dass es zur Anzeige – oder an die Öffentlichkeit – gebracht wird an Alltags-Terror gegen Frauen (Erniedrigungen – muss nicht sexueller Natur sein). Oder es wurde veröffentlicht auf lokaler Ebene – aber die Gesamtdimension kommt nicht in den Blick: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/vergewaltigung-magdeburg100_zc-a2551f81_zs-ae30b3e4.html (vom Oktober). Und das hat sich hoffentlich seit Köln geändert.

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Als „Mediale Antänzer“ kann man diejenigen bezeichnen, die so lange vor und mit einem hin und her tanzen, bis die Wahrheit geklaut ist. Das gilt für alle Seiten, die aus ideologischen Gründen die Fakten verdrehen.

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Reden Sie nicht über Flüchtlinge – http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/08/koeln-experte-berichtet-von-zensur-versuchen-vor-tv-interviews/ Dem Herrn Pfeiffer soll vor einer Sendung angetragen worden sein, dass er nicht über Flüchtlinge im Zusammenhang mit Köln reden solle. So viel zum Thema „Lügenpresse“. „Das Denkmuster lautet: `Flüchtlinge´ werden nur erwähnt, wenn sie zur idealistischen Figur im Kampf gegen Rechtsextreme taugen. Das aber ist eine politische Perspektive, keine Journalistische“ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/phoenix-zur-gewalt-in-koeln-14003435.html

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Sehr guter Beitrag von Roland Tichy: http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/koeln-und-die-kaelte-des-feminismus/

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Frauen im Islam und in Deutschland

Dass die Ereignisse in Köln mit dem Islam zu tun haben, meint Abdel-Samad, der als Beispiel Ägypten heranzieht. Aber: Der Islam als Religion verbietet es, Frauen anzurühren. Er meint jedoch, dass das Frauenbild des Islam dazu beitrage, dass Männer in islamischen Staaten (+Indien) so mit Frauen umgehen. Frauen würden als minderwertig angesehen werden. http://www.cicero.de/berliner-republik/zu-den-ereignissen-koeln-religion-ist-mitverantwortlich/60341

Dieser Beitrag ist sehr interessant, weil er aufzeigt, wie sich die islamischen Gesellschaften verändern. Die Gesellschaften verlieren die Kontrolle über die Individuen und diese machen sich entsprechend hilflos auf die Suche nach neuen Ersatz-Gemeinschaften bzw. suchen ohne Maßstäbe zu haben, ihren Individualismus auch gewalttätig – Gemeinschaft schädigend – auszuleben.

Ein wenig wird damit auch unsere Gesellschaft gezeichnet. Denn, wie schon häufiger gesagt: Das Frauenbild erodiert auch unabhängig vom Islam in unserem Land. So manche Frau macht gute Miene zum bösen Spiel. Aber das ist nicht das, was unser Land will, Frauen, die Männern hörig sind.

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Auch im cicero ist dazu ein aufschlussreicher Artikel erschienen: http://www.cicero.de/weltbuehne/das-frauenbild-der-arabischen-welt-wo-maenner-ganz-selbstverstaendlich-ueber-frauen Denn in vielen dieser Länder werden die Opfer bestraft, nicht die Täter.

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Abschieben + Kriminelle bestimmen + Angeles Männer + Abschied von der Spaßgesellschaft + Slowakei + Krieg

Auch Gabriel ist für eine schnellere Abschiebung: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/koeln-uebergriffe-an-silvester-vizekanzler-gabriel-fordert-hartes-vorgehen-gegen-taeter-a-1071009.html  Spiegel-online merkt man an, dass das sauer aufstößt. Neutrale Medien! Und Tauber fordert von der SPD, wichtige Entscheidungen mitzutreffen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-peter-tauber-fordert-unpopulaere-entscheidungen-von-spd-a-1071015.html Andere SPD-Granden lehnen eine schnellere Abschiebung ab (s.u.). (Nachtrag: SPD schwenkt um? http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/7880214/spd-wechselt-ploetzlich-den-kurs-bei-abschiebungen.html Genau: Gabriel schlägt vor, die verurteilten Ausländer in ihrem Heimatland ins Gefängnis zu stecken. Weiß nicht, ob das geht, aber vielleicht bei dem einen oder anderen Land, wenn man verdeutlicht, dass solche Kriminellen dem Ansehen des Landes massivst schaden.)

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Jeder dritte Deutsche gibt an, Menschenmengen meiden zu wollen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/koeln-nach-uebergriffen-will-jeder-dritte-deutsche-menschenmengen-meiden-umfrage-a-1071006.html Hoffentlich hält das nicht an sondern ist nur ein erster Schock. Denn wir dürfen uns von kriminellen nicht unser Leben bestimmen lassen.

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Eine gute Antwort an alle, die der Bevölkerung ein X für ein U vormachen wollen: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/koelle_alaaf1

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Und was sagt jetzt der Angele eigentlich in dem langen Text? http://www.cicero.de/berliner-republik/nach-den-uebergriffen-koeln-der-deutsche-mann-ist-genau-so-schlimm-wie-der Rhetorisch äußerst durchsichtig – aber – was will er sagen, außer, dass er den kritisierten Text von Marguier nicht akzeptiert? Apropos Mexiko: Vielleicht sollte der Herr Angele sich mal ein wenig um Mexiko kümmern, um die Geschichte, das Christentum dort, zum Beispiel vor 100 Jahren… – aber das ist ja auch nur ein Nebengedanke von ihm, wie alles irgendwie nur Nebengedanken sind. Ich wiederhole mich.

Das Männerbild des Herrn Angele ist auch interessant. Es ist im Grunde nicht sozialisierbar: „Der deutsche Mann ist genauso schlimm wie der muslimische Migrant.“ So heißt es dort. Das soll wohl ironisch sein, oder was. Ist der muslimische Migrant als Migrant schlimm? Das kann doch kein normaler Mensch behaupten. Ist der deutsche Mann als deutscher Mann schlimm – also letztendlich der Mann als Mann? Ich weiß ja nicht so recht, was für Erfahrungen der Herr Angele mit sich und anderen Männern gemacht hat. Aber ich kenne Männer, die sind sozialisiert, muslimische wie deutsche. Irgendwie krass, der gesamte Beitrag.

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Deutschlands Abschied von der Spaßgesellschaft: http://denken-erwuenscht.com/1132-2/ Ich denke bei diesem Begriff Spaßgesellschaft auch daran: Integrationsforderungen sind keine Spaßforderungen, Aufforderungen zum Spaß, sondern sind Aufforderungen, daran zu arbeiten, eine Berechtigung zu bekommen, in unserem Land zu leben – weil man darin leben will, weil man die Werte akzeptiert.

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Geklaute Handys kann man finden: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/koeln-spur-gestohlener-handys-fuehrt-auch-in-fluechtlingsheime-a-1071075.html

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Dieses Interview mit dem Grünen Beck zeigt mal wieder alles zum Thema Abschiebung: http://www.deutschlandfunk.de/volker-beck-gruene-straftaten-loest-man-nicht-mit.694.de.html Lavieren… Es wird von Beck alles genannt, was eine schnelle Abschiebung von Kriminellen verhindern könnte – aber es kommt einem ideologischen Denken nicht in den Blick, dass man auch Voraussetzungen schaffen kann, dass man eben schneller abschieben kann. Auch wenn es viele Könnte gibt, die dagegen sprechen. Auch das ist hier zu erkennen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article150711235/SPD-gegen-schnellere-Abschiebung-von-Straftaetern.html Sind eigentlich Erniedrigungen von Frauen Hassdelikte? Eine solche Interpretation würde vieles erleichtern.

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Die Slowakei will keine kölner Verhältnisse und will darum keine muslimischen Flüchtlinge aufnehmen: http://www.focus.de/politik/ausland/reaktion-auf-vorfaelle-in-koeln-slowakei-verweigert-muslimischen-fluechtlingen-die-aufnahme_id_5195879.html Man könnte sagen: Keine kölner, hamburger, Weil am Rhein#… – aber auch keine schwedischen, norwegischen, französischen, britischen Verhältnisse… Kann man es einem Land verdenken? Man muss es dem Land verdenken, dass sie alle über einen Kamm scheren. Aber die Slowakei nimmt andere Flüchtlinge auf. Immerhin. Übrigens gab es wohl solche Vorfälle auch in Finnland, Österreich und der Schweiz: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/08/finnische-polizei-verhindert-massive-sexuelle-uebergriffe-an-silvester/ Hier gibt es dazu weitere Informationen – wie es für den Spiegel üblich, im nanny-Journalismus-Stil: http://www.spiegel.de/politik/ausland/koeln-internationale-stimmen-zur-silvesternacht-a-1071116.html Vielleicht sollte der Spiegel-Mensch auch einmal wahrnehmen, dass die Kollegin der HuffingtonPost (!) in Italien vielleicht einem Gefühl Ausdruck gibt, das viele Frauen haben? Und wie es sich abzeichnet, handelte es sich in vielen Ländern um ein wichtiges Thema, das öffentlich nicht wahrgenommen wurde, unter dem aber viele Frauen litten.

Belgien will aufgrund der kölner Erfahrungen Benimmkurse für Migranten einrichten: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-01/sexuelle-belaestigung-belgien-kurse-umgang-mit-frauen

# Zu Weil am Rhein: Hier liegt die Situation anders als in Köln usw. Soweit ich den Medien entnehmen kann, sind die Jugendlichen mit den Syrern mitgegangen und haben Zärtlichkeiten ausgetauscht – und danach kam es zur Vergewaltigung. Hier müsste man das Umfeld fragen: Habt Ihr die Jugendlichen nicht gewarnt? Ein Spiel mit dem Feuer ist immer gefährlich. Musste da nicht neulich einer vom Philologenverband den Hut nehmen, weil er öffentlich gewarnt hatte?

Nachtrag: Bielefeld: http://www.presseportal.de/pm/66306/3220470 und 12 Städte: http://www.focus.de/regional/videos/silvesterexzesse-sex-attacken-in-12-staedten-deutschlands-nacht-der-schande_id_5197865.html – (Nacht der Schande.) Das Schlimme: Die haben sich sicher nicht alle abgesprochen. Das heißt? Sagen wir es lieber nicht.

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Die Frauen werden nicht als Frauen gedemütigt – die spielen keine Rolle, sondern das soll zeigen, wer der Herr im Hause ist, aus diesem Grund werden auch in Kriegen Frauen vergewaltigt, um dem Feind zu signalisieren. Du bist schwach, du schaffst es nicht einmal, dein Frauen, Mütter und Töchter zu verteidigen: http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/das-ist-kein-terror-gegen-frauen/

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Islamisten und Politik

Islamisten haben in Ägypten einen Bus angegriffen, weil sie dachten Juden säßen darin: http://www.jihadwatch.org/2016/01/egypt-islamic-jihadists-open-fire-on-israeli-tour-bus-near-pyramids

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Möglicherweise Islamisten waren es, die auf ein Touristen-Hotel in Ägypten einen Anschlag verübten: http://www.focus.de/politik/ausland/anschlag-in-hurghada-drei-bewaffnete-eroeffnen-feuer-auf-touristen-hotel-in-aegypten_id_5198495.html

Früher sagte man: Na, wenn in diesen Ländern Anschläge passieren, fahren wir halt nicht mehr hin sondern bleiben gemütlich zu Hause. Sagt man das heute auch noch – wir bleiben gemütlich zu Hause? Die Politik trägt viel dazu bei, dass es auch zu hause ungemütlich wird.

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In den USA wurde ein Polizist von einem Islamisten erschossen – im Namen des Islam: http://www.jihadwatch.org/2016/01/philadelphia-muslim-who-shot-cop-says-he-did-it-in-the-name-of-islam Der Kommentator sagt bitter: Mal sehen, was Obama und dem Polizeichef noch einfallen wird, um zu sagen, das habe nichts mit dem Islam zu tun. Beliebt: Er war psychisch labil.

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Handelt es sich mit diesen Muslimen um Islamisten? Keine Ahnung: http://www.jihadwatch.org/2016/01/italy-gun-wielding-muslims-shoot-pistol-in-air-ask-teens-if-they-believe-in-allah Solange Muslime ihre Umma-Genossen nicht in den Griff bekommen, so lange müssen sie es ertragen, mit solchen verbunden zu werden.

Das geht ja nicht nur den Muslimen so. Solange die christlichen Kirchen nicht diejenigen in den Griff bekommen, die Kinder und Jugendliche missbrauchen, werden sie damit in Verbindung gebracht – und wenn auch vieles schon verjährt ist, manches ist schon fast 1000 Jahre vorbei und das wird uns Christen immer noch um die Ohren geschlagen. Oder den Deutschen die Zeit des Nationalsozialismus… – Muslime müssen also auch damit leben, mit dem Vorwurf, der gegen sie aufgrund ihrer Umma-Zeitgenossen erhoben wird. Bitte also nicht wieder in die Opfer-Rolle verfallen! So lange keine neue Koran/Ahadith-Exegese entwickelt wird, die von der Umma akzeptiert wird, muss man mit Vorwürfen leben.

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Intelligente Feindesliebe, Verantwortungspazifismus, Wehrhafte Feindesliebe

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Am 3. Dezember hatte ich einen Beitrag zum Thema Feindesliebe.

Ich denke, wir Christen sollten zum Thema Feindesliebe unseren Mitbürgern mehr sagen als: Liebet euren Feind – das heißt, sich nicht zu wehren. Als Christ, der angegriffen wird, kann man selbst überlegen: Will ich mich wehren oder nicht. Aber haben wir das Recht dazu, anderen Vorschriften zu machen: Ihr dürft Euch nicht wehren? Haben wir das Recht, unsere Mitbürger zu Mäuschen zu erziehen, die den Katzen ausgeliefert sind? Vor einem Monat (3.12.) habe ich geschrieben:

Jesus hat kräftigen Männern, die sich wehren konnten, gelehrt, eine neue Gesinnung anzunehmen. Er selbst war als Zimmermann sicher auch nicht gerade ein schwacher Mann. Aber wenn wir in seinem Namen Menschen zur Schwäche erziehen, dann kann keine neue Gesinnung aufkommen, sondern nur der Hass eines, der aufgrund falscher Lehre zum Opfer geworden ist.”

Am 19. August letzten Jahres schrieb ich:

Vielfach ist “die christliche Verkündigung von Feindesliebe oberflächlich und naiv. Das darum, weil man eben keine Feinde kennt, die einem wirklich das Leben schwer machen. Wenn Feindesliebe rein romantisierend gelöst wird von der intelligenten Feindesliebe eines Jesus, Gandhi, Martin Luther King, dann ist sie ein naives Etwas. Wenn sie aber geboren wird in einer Zeit und angesichts großer Brutalitäten und Ausgrenzungen, dann erst wird Feindesliebe zu dem, was sie ist: dem großen Beispiel. Aber ebenintelligente Feindesliebe (C.F.v. Weizsäcker). Intelligente Feindesliebe meditiert sich nicht quietistisch durchs Leben, sondern versucht unter großen Anfechtungen und unter Einsatz des eigenen Lebens einen Weg zu finden, dem Feind entgegenzutreten – und zwar wirksam entgegenzutreten. Seid klug wie die Schlangen – ohne Falsch wie Tauben, so der große Lehrer und Initiator der Feindesliebe, Jesus Christus. Klug wie die Schlange, das heißt: Die Schlange ist immer ein sehr gefürchtetes Tier, weil sie zum Teil unsichtbar zuschlägt, weil sie in der Dunkelheit zuschlägt. Meint Jesus das? Nein. Er nennt sie, weil sie rasch und flink ist, weil sie sich zu wehren weiß, sich den Angreifer vom Leib halten kann, ihm neues zu Denken gibt, ihn verunsichert in seiner Brutalität, ihn in die Schranken weist. Ebenso soll die Feindesliebe sein. Natürlich nicht terroristisch psychisch und physisch tödlich. Denn zur Klugheit der Schlange gehört “ohne Falschheit” der Taube dazu. Aber zu “ohne Falschheit der Taube” gehört auch unbedingt “die Klugheit der Schlange” dazu. Alles andere wäre naiv und dem großen Lehrer Jesus Christus unangemessen.”

Am 30.12 2013 hatte ich schon einmal das Thema:

Ich habe ein Videoclip gesehen, in dem sich ca. 16jährige Mädchen miteinander unterhalten, umringt von anderen Jugendlichen, überwiegend Mädchen. Alle haben ein Smartphone zum Fotografieren parat. Da schlägt eine dem einen Mädchen auf die Wange. Und immer wieder kommt eine und schlägt sie. Und diese steht einfach da und verzieht keine Miene. Man weiß nicht, worum es geht, man sieht nur, wie sie immer wieder geschlagen wird und die Herumstehenden grölen bzw. mehr Schläge fordern. Die Geschlagene weicht höchstens ein wenig zurück – eine eigenartige Situation.

Da dachte ich mir: Wenn sie das aus Glauben tut, dann kann sie das verarbeiten… – wenn sie das nicht aus Glauben tut, sondern aus welchem Grund auch immer, dann ist sie eine, mit der die Gleichaltrigen bald tun und machen können, was sie wollen.

Wenn Jesus die Feindesliebe lehrt, dann aus der Perspektive der Stärke – und nicht die Perspektive dessen, der mit sich alles tun lassen muss. Es ist aus der Perspektive des Vaters im Himmel, dem man zugehört. Wenn dieses Vorzeichen fehlt, dann ist der Mensch wehrloses Opfer.

Und das ist, was wir meistens vergessen. Wir sagen anderen, wie toll Jesus war, wie klasse es ist, den Feind zu lieben, wie vorbildhaft… – aber das ist kein kluger Vorschlag, wenn der Kontext des Glaubens fehlt, Wenn dieser nämlich fehlt, dann liefert man den anderen irgendwelchen sadistischen Gruppen oder einzelnen aus. Und das dürfen wir als Christen nicht.

Jesus Christus, Martin Luther King, Mahatma Gandhi – das waren Menschen, die aus Stärke den Weg der Feindesliebe gingen, die damit Macht ausübten, die klug und auch gerissen waren, die wussten, wie man zum Ziel kommt, indem man zurückweicht. Es geht um intelligente Feindesliebe.

Die Evangelien zeigen, dass es – selbst dann, als es sich um die Gefangennahme und Hinrichtung Jesu ging – nicht um einfache naive Selbstaufgabe ging, sondern um ein Handeln in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes, das heißt: Er handelte mit dem Ziel, Gottes Willen durchzusetzen. Und von daher steht er wie ein Fels in der wirren Brandung derer, die nach seiner Hinrichtung gieren.

Wenn wir als Kirche Jugendlichen die Feindesliebe so allgemein einpflanzen ohne diese Glaubensbasis – tun wir an ihnen nicht Unrecht, wenn sie in die Hände von Gewalttätern fallen und sie sich nicht wehren? Wir sollten auf keinen Fall die feige Feindesliebe lehren, die bequeme, die aus Angst alles mit sich machen lässt. Diese meine ich bei so manchem Erwachsenen zu erkennen.

Und ich sehe, dass ich schon 2010 auf diese Frage eingegangen bin:

Ich denke schon, dass es sich lohnt auch bei provozierenden Aussagen zu antworten. Viele wissen nämlich nichts vom christlichen Glauben, weder von der Bibel – noch von christlicher Geschichte. Was sie wissen ist, der Christ soll seinen Feind lieben – und das heißt: bei allem klein beigeben. (Ob sie es selber tun oder nur von anderen fordern – mag ich nicht beurteilen.) Sie wissen: Jesus hat sich kreuzigen lassen und um Vergebung für seine Feinde gebetet. Aber spätestens seit Gandhi und Martin Luther King sieht man, dass die Feindesliebe den Feind nicht in Ruhe lässt, sondern ihn pisackt, ihn angeht, ihn ärgert – bis sich Wahrheit und Gerechtigkeit durchsetzen. Mit klein beigeben hat das nichts zu tun. Wenn Jesus klein beigegeben hätte, wäre er auch nicht gekreuzigt worden. Den Feind zu lieben, heißt ja gerade auch, ihn für die Wahrheit zu öffnen, sie ihm nicht zu verschweigen…

Feindesliebe heißt also nie, den einfachen Weg gehen, den bequemen, feigen Weg.

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Wahrnehmung von Religionen in Medien

Laut einer Untersuchung wird der Islam im Wesentlich im Rahmen von Terror und Gewalttaten wahrgenommen – nun, wen wundert es. Vielleicht sollte man den Islam auch über die schönen Urlaubsländer wahrnehmen: Wärme, Meer und Wüste…

Was die Kirchen betrifft: Es wird überwiegend über die Katholische Kirche gesprochen, wundert auch nicht, da man sich an sie ja auch reibt – aber nicht allein bei solchen Themen steht sie im Vordergrund, sondern auch mit Blick auf die Flüchtlingshilfe.

Weiteres ist hier zu lesen: http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/medien-nehmen-islam-ueber-terror-wahr-94587/

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Syrer mit Merkel im Humor + Serge Nathan Dash Menga

Ein krimineller Syrer soll der Polizei gesagt haben: „Ihr dürft mich nicht verhaften, ihr müsst mich freundlich behandeln. Frau Merkel hat mich eingeladen.“ Wenn das wirklich ein Syrer gesagt haben soll, dann muss man ihn allein schon in Deutschland behalten wollen, weil er einen solchen Humor besitzt. Diese Info habe ich aus einem Beitrag, in dem gesagt wird, dass auch an den Folgetagen nach der Masche geraubt wurde wie am Silvesterabend. http://www.focus.de/regional/koeln/uebergriffe-in-der-silvesternacht-chaotische-zustaende-am-koelner-hauptbahnhof-das-sagen-die-beamten-aus-dem-einsatz_id_5195143.html

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Die Leipziger haben Probleme! https://mopo24.de/nachrichten/leipzig-ruft-zur-lichterkette-gegen-pegida-auf-38788

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Interessant, dass Seehofer auf die banalsten Fragen, die seit Wochen in den Medien herumspuken, keine Antwort findet: was machen wir mit dem 200.001 Zuwanderer, und wenn eine arme Familie aus… wollen Sie die wirklich zurückschicken? Auf diese Fragen hat die Politik schon längst kluge Antworten gefunden – aber wahrscheinlich nervt das, dass man ständig dieselben Fragen vorgelegt bekommt. http://www.focus.de/politik/deutschland/seien-sie-mir-nicht-boese-herr-kleber-fahriger-tv-auftritt-seehofer-reisst-an-seinem-grossen-abend-der-geduldsfaden_id_5195285.html

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Serge Nathan Dash Menga aus dem Kongo findet die passenden Worte: http://www.huffingtonpost.de/2016/01/07/auslaender-in-deutschland-benehmen_n_8928520.html Und wer sich das Recht herausnimmt, das Ansehen aller Ausländer in Deutschland zu besudeln, der soll verschwinden! – So Serge Nathan Dash Menga.

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