Gestern hatte ich einen Beitrag genannt, der Schulz nachweinte: Ein starker Schulz – und die designierten Nachfolger sind soooo schwach. http://blog.wolfgangfenske.de/2017/01/17/reichtum-verantwortlich-einsetzen-hart-gegen-briten-schulz-und-eu-parlament/ Inzwischen habe ich in HR-Info vernommen, dass das EU-Parlament nicht nur traurig ist, dass Schulz gegangen ist. Warum? Es kann nun wieder stärker eigenständige Politik machen, die enge Zusammenarbeit mit der EU-Kommission wird eigenständiger. Es wird sich auch auf seine eigentlichen Themen konzentrieren können und in der Öffentlichkeit nicht allein außenpolitisch durch rigorose Aussagen ihres Chefs wahrgenommen.
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Der EVP-Mann Trajani – ups: Tajani, Trajan war ein anderer – wurde gewählt. Die Sozialdemokraten haben einen Vertrag gebrochen – und sind jetzt sauer, dass ihr Mann nicht gewählt wurde. Klar, enttäuscht kann man ja sein, aber auf Rache sinnen?:
Die Sozialdemokraten sinnen nun auf Rache: Sie erwägen, Verhofstadt das Vertrauen als Brexit-Unterhändler des Parlaments zu entziehen. Mit einem Parlamentspräsidenten Tajani müsse sich auch die EVP auf schwierige Zeiten gefasst machen, sagt Udo Bullmann, Vizechef der S&D-Fraktion: „Wenn einem diese Provokation vor der Nase sitzt, wird der Drang, sich auf niedriger Schwelle zu einigen, nicht größer werden.“
Zudem dachte ich, dass der Brexit-Chefunterhändler Verhofstadt aus dem Grund Chefunterhändler ist, weil er sich als besonderer Fachmann dafür profiliert hat. Aber dem scheint nicht so zu sein – oder wollen die EU-Sozialdemokraten einfach nur einen anderen, weil sie sich eben rächen wollen? Aber, dass sie nun bessere Opposition werden wollen – so verstehe ich das mit der Rache – kann dem Parlament sicher gut tun.
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Auch mit Blick auf Brexit hat sich etwas getan – was ich gestern im Blog auch angesprochen hatte: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/grossbritannien-pfund-auf-hoehenflug-nach-theresa-mays-brexit-rede-a-1130383.html
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Dass Trump auch eine Chance bedeuten könnte, denkt sich Wolfram Weimer: http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Warum-Trump-positiv-ueberraschen-koennte-article19567606.html – ich habe schon viel zu Trump und seinen Gegnern gesagt, darum sage ich jetzt mal nichts mehr.
Trump und russische Prostituierte – Putin hält das für FakeNews: http://www.spiegel.de/politik/ausland/wladimir-putin-kann-sich-kontakt-trumps-zu-prostituierten-nicht-vorstellen-a-1130439.html Nun ja, das Privatleben der Politiker geht uns nichts an? Somit schmutzige Wäsche waschen auch nicht? Doch, das geht uns natürlich etwas an, wenn es um Trump geht – das macht Politik oder was auch immer das ist, SchmuddelPolitik, spannend – aber so lange Gegner nichts anderes haben, als dass Trump mit russischen Prostituierten herumschmuste, kann man sagen: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Wobei ich davon ausgehe, dass derjenige, der ohne Sünde ist, sowieso nie mit „Steinen“ auf andere wirft. Das tun nur die Sünder, die von sich ablenken wollen. Ich weiß, das ist eine perfide Unterstellung. Aber sie gefällt mir. Trump soll sich damit erpressbar gemacht haben. Glaube ich nicht: Wenn das jetzt schon öffentlich ist, muss er in seiner Macho-Art nur sagen: Und? Ich bin doch ein MachoMan! – und schon ist die Erpressung vorbei.
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Wie sehr es noch immer zwischen Serbien und Kosovo kriselt, sieht man hieran: http://www.focus.de/politik/ausland/balkankonflikt-kriegsspiele-zwischen-serbien-und-kosovo_id_6507641.html
Serbien will übrigens bei China und Russland Hilfe holen. Es kriselt also nicht nur zwischen Serbien und Kosovo, sondern auch der EU und Serbien. Das ist freilich nicht neu.
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