Buschkovskys Sportverein ist rassistisch: Wenn jemand in meinem Sportverein Mitglied werden will, soll er es tun – aber darum ändere ich doch nicht die Vereinssatzung: http://www.idea.de/nachrichten/detail/thema-des-tages/artikel/integration-beginnt-mit-der-bringschuld-der-einwanderer-83140.html
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Sehr gut! Das Verhältnis Täter – Opfer wird verharmlost, wenn man von einer „Schießerei“ spricht, wenn einer einen Wehrlosen erschossen hat: http://www.welt.de/kultur/article137516612/Darum-gab-es-in-Kopenhagen-keine-Schiesserei.html Das ist genau das, was mich immer sehr ärgert, wenn von Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen in Nigeria oder sonstwo gesprochen wird, wenn eine Islamistengruppe wieder einmal Christen überfallen hat. Das ist keine Auseinandersetzung! Da schlachten Leute Wehrlose ab. Diese falschen Wörter verfälschen die Nachrichten. Bewusst, um die Islamisten nicht ganz so negativ zu zeichnen?
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In letzter Zeit las ich von einem moderaten Islamvertreter, den ich sehr schätze, den Satz, dass er nicht verstehe, dass man unterschiedlichen Religionsunterricht geben müsse – die Kids haben alle gleichermaßen die Schwierigkeit, in der jetzigen Zeit klarzukommen. Das ist natürlich ein tolles Argument für all diejenigen, die den Religionsunterricht abschaffen wollen – und jetzt bekommen sie im Grunde auch moderate Muslime noch als Mitstreiter: Alles Ethik oder was? Muslimische Religionslehrer unterrichten christliche Kids – die ja selbst noch nicht gefestigt sind? Christliche Religionslehrer unterrichten muslimische Kids?
Das ist einmal wieder das typische Denken, das unser Prinzip des Subsidiarismus nicht verstanden hat – aber was natürlich in diktatorisch regierten Ländern auch unbekannt ist. Zudem: Wir haben in Deutschland unser System – und man kann es kritisieren – alles ok. Aber wenn man als Neumitglied in den Sportverein kommt, und dann Forderungen stellt, damit die Vereinssatzung geändert wird, dann stellt man sich die Frage, ob Islamist, Salafist, Moderat, Liberal oder sonst was: Wie kommt er dazu?
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Abdul: Solidarität mit Olaf Latzel!
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Was dürfen Christen? Sie dürfen ihren Glauben verkündigen – ich denke, das ist in unserem Land weniger ein Problem.
Was sie nicht unbedingt dürfen ist: Ihren Glauben mit anderen vergleichen – wenn sie ihn gegenüber anderen Religionen hervorheben. Sie dürfen sagen: Oh, unser Glaube hat gegenüber dem Buddhismus, dem Hinduismus, dem Islam viele Nachteile – und ist so was von gewalttätig! Das dürfen wir sagen. Aber nicht ganz so gern wird gehört, wenn wir sagen: Niemand kommt zu Gott – es sei denn durch Jesus Christus – nicht durch Mohammed und seinem Koran, nicht durch Buddha und seine Meditationen, nicht durch die Millionen Hindugötter. Das darf man nicht sagen, das stört das friedliche Zusammenleben…
Die anderen dürfen das natürlich sagen: Allahu Akbar! (Allah ist größer), oder laut Buddhismus findet nur der sich von allem lösende buddhistische Mönch das Nirwana: Ich nehme meine Zuflucht zu Buddha, ich nehme meine Zuflucht zum Dharma (Buddhas Lehre), ich nehme meine Zuflucht zum Sangha (buddhistische Gemeinschaft). Das heißt: Ich suche meine Zuflucht also nicht bei Göttern… Sie haben in unserer Gesellschaft Exoten-Bonus. Ob sie wollen oder nicht.
Darf man eigentlich sagen: Jesus Christus, der Sohn Gottes, liebt auch die Muslime, die Buddhisten, die Hindus…? Das ist nämlich massiv missionarisch, somit äußerst verdächtig – aber ehrlich.
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