Es ist gut, dass gegen zwei Tierschützer ermittelt wird, die sich Pelz-Polizei nannten und Menschen mit Pelz-Kleidung zu nahe traten. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bielefeld-pelz-polizei-in-vielen-staedten-polizei-ermittelt-a-1130378.html
Wenn ideologische Menschen anderen auf den Pelz rücken, finde ich das unerträglich. Man kann natürlich gegen das Tragen von Pelzen protestieren, darf informativ auf die schlimmen Bedingungen die Tierhaltung aufmerksam machen, wenn sie denn schlimm ist, darf emotionale Antiwerbung schalten, darf im privaten Kreis seine Meinung anderen um die Ohren schlagen, bis sie ihnen zum Hals raus kommen. Aber Unbekannten öffentlich durch Anmaßung zu nahe treten, das halte ich auf allen gesellschaftspolitischen Ebenen für unangemessen. Das ist für mich vergleichbar mit denen, die Muslima aufgrund ihres Kopftuches angehen – nichts gegen eine allgemeine Diskussion, aber das Angehen gegen Privatpersonen durch Privatpersonen – das geht nicht. Gesellschaftlich muss alles diskutiert werden dürfen – aber der einzelne Mensch darf nicht Repressionen durch Privatpersonen ausgesetzt werden. Schutz der Privatsphäre beginnt nicht bei dem Briefgeheimnis und dem Eindringen in das Haus.
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