Architektur

Ich finde es faszinierend, was die Technik heute zulässt: http://www.designboom.com/architecture/oda-proposes-tower-gardens-new-york-11-13-2015/ Ich wüsste nur gerne, wie das Gebäude in 50 Jahren aussieht. Neu sieht vieles schön aus. Doch dann, nach ein paar Jahren des Gebrauchs… Sind bei all diesen großartigen gebäuden die Abrisskosten schon eingeplant oder werden sie dann langsam aber sicher zu einer Gefahr für die Öffentlichkeit?

Auch das hier schaut man gerne an: http://designspiration.net/image/4170127472272/

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Das Attentats-Symbol

Das Peace-Zeichen als Eifelturm – und interessanterweise – nicht beabsichtigt (?), das Kreuz unter dem Eifelturm als tragendes Element – als Symbol dafür, dass Menschen trotz Attentates zusammenstehen. Über den Zeichner: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/jean-jullien-ueber-logo-peaceforparis-symbol-des-friedens-fuer-paris-a-1062884.html

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Auch hier findet man das Symbol. Und dem Artikel kann ich weitgehend zustimmen: https://parteiderhumanisten.de/anschlag-auf-die-freiheit-gleichheit-und-bruederlichkeit/

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Gewalt und Sklaverei

Dieses Buch von Gary A. Haugen und Victor Boutros: Gewalt, die Fessel der Armen. Worunter die Ärmsten dieser Erde am meisten leiden – und was wir dagegen tun können, Sringer Spektrum, Heidelberg 2016 (!) – das sollte man gelesen haben, um Leiden in der Welt ein wenig besser einordnen zu können. Es zeigt auf, dass es natürlich wichtig ist, Menschen zu helfen, sich die Nahrung erarbeiten zu können, aber die Strukturen der Gewalt, in der die Armen stecken, die sind erschreckend. Sie haben keine Chance aus dem Teufelskreis korrupter Polizeibeamten, Anwälten, Richtern, Ärzten, Lehrern, Journalisten, Nachbarn zu entfliehen. Wenn sie mit vielen anderen vergewaltigt und zur Prostitution auf grausamste Weise gezwungen werden, gezwungen werden bis zum Tod zu arbeiten, einfach auf ihrem alltäglichen Weg festgenommen werden, weil die Polizei einen Schuldigen benötigt oder sie ausplündern will – sie haben keine Chancen. Keine. Und solche Fälle werden in dem Buch weltweit dargestellt: Asien, Afrika, Südamerika. Es ist aber nicht allein die Korruption, sondern es ist einfach eine brutale Struktur und ein schlimmes Rechtssystem. Beispiel für Vergewaltigung: Die Vergewaltigten müssen sich bei einem bestimmten Arzt anstellen, reihen sich in eine lange Schlange von Hunderten von Menschen ein, Tage lang, und wenn sie dann endlich drankommen, dann ist aus rechtlichen Gründen nichts mehr zu machen. Und nur das, was dieser Arzt sagt, wird zugelassen. Was andere Ärzte sagen, nicht. Und von solchen Schicksalen ist das Buch voll.

Und das zeigt mir: Wir müssen äußerst wachsam sein, dass solche Strukturen bei uns nicht eingeführt werden. Und vor allem durch die Zugereisten, die ihre Machtstrukturen aus dem Heimatland mitbringen. Dass solche Strukturen errichtet werden, las ich vor längerer Zeit z.B. aus Großbritannien, indem Taxifahrer flüchtende Frauen zurückbringen, aus der Schweiz, dass die eritreische Regierung ihre Handlanger unter den Flüchtlingen hat, um sie zu erpressen. Auch wenn durch autochtone Gruppen solche Machtstrukturen aufgebaut werden, muss dem sehr schnell Einhalt geboten werden. Und das erfordert Zivilcourage. Das erfordert Mut. Das erfordert vor allem aber auch, dass man sich mit Gleichgesinnten zusammentut, damit man selbst eine gewisse Basis hat, um durchzudringen.

Jeder an seiner Stelle, an der er in unserer Gesellschaft steht, sollte Mut haben, üble Vorgänge anzuprangern, nicht zu verschweigen, um nicht selbst schuldig zu werden an der Installation eines solchen Systems.

Das Buch will nicht nur schreckliche Lebenserfahrungen weltweit aufzeigen, sondern berichtet auch von mutigen Menschen, die dagegen angehen, sich selbst äußerste Gefahren aussetzen. Solche Menschen tragen dazu bei, dass man als Mensch stolz sein kann, Mensch zu sein. Alle anderen zeigen, wie tief Menschen fallen können in ihrer brutalen Gesinnung.

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Solche giftigen Strukturen aufbauen – ist nicht zuletzt auch etwas, das die altbekannten und neuen Motorradgangs versuchen. Es sind keine Kinderspiele, sondern Gefahren für die Gesellschaft, weil einzelne Mitglieder der Gesellschaft unterdrückt, erniedrigt werden und der Willkür irgendwelcher machtbesessenen Menschen ausgeliefert sind. http://www.focus.de/politik/deutschland/foto-aufgetaucht-gibt-es-ein-buendnis-zwischen-den-hells-angels-und-dem-maechtigsten-clan-deutschlands_id_5086493.html Älter (2014) – aber es zeigt viel: http://www.rocker-info.net/millionen-fund-bei-schlag-gegen-die-hells-angels/

Aber solche brutalen Strukturen können auch weniger spektakulär aufgebaut werden. Denke ich mir. Beispiele fallen mir so spontan nicht ein.

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Merkel-Bashing

Leute, das Merkel-Bashing ist unerträglich. Und es machen Seiten mit, die normalerweise eher dem seriösen Teil der Internetmedien zugehören. Was soll das? Man kann Zorn verstehen, man kann Ärger verstehen – aber ich kann nicht verstehen, dass in der politischen Diskussion jeglicher Anstand verloren geht. Statt Argumente kommen Beschimpfungen, Erniedrigungen… – denkt daran: Menschen, die so agitieren und agieren, kann man in der politischen Diskussion nicht ernst nehmen. Als Menschen, die sich psychisch irgendwie angegriffen fühlen, muss man das ernst nehmen – aber nicht in der politischen Diskussion. Das ist nicht förderlich, nicht wegweisend, nicht weiterführend, sondern einfach nur plump. Kritik ja! Aber nicht so. Wir wollen eine politische Kultur in unserer Gesellschaft und die argumentiert und schlägt nicht wüst um sich – auch nicht verbal.

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Spaß-Prügel + Diskriminierung verändert Persönlichkeit

Die Jugendlichen, die die Frau verprügelten und herumstießen, wollten zum Glück nur ihren Spaß haben – andere hätten sie ermordet, so sagt die Frau: http://www.spiegel.de/kultur/kino/wegen-prostituierten-rolle-loubna-abidar-verlaesst-marokko-a-1062480.html Was für ein Selbstbild diese Frau aus Marokko verinnerlicht hat!

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Dass Diskriminierung die Persönlichkeit verändern kann, wird hier gezeigt: http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article148801118/Wie-Diskriminierung-die-Persoenlichkeit-veraendert.html

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Islamisten + Mit dem Islam nichts zu tun + Mazyeks quere Gedanken + Trumps Waffen

Islamisten drohen auch Deutschland: http://www.welt.de/politik/deutschland/article144841240/IS-droht-Merkel-und-Deutschland-in-Mord-Video.html Leider muss man deren Geschwafel ernst nehmen, vor allem auch die Aufrufe an Gleichgesinnte, Ungläubige zu töten, wo sie sind (Zitat: Koran 9,5 [Schwertvers]; 2,191; 4,89) – irgendwelche Verrückten werden sich immer finden lassen. (Bislang können wir froh sein, dass es nur wenig Verrückte gibt, denn solche Aufrufe gibt es bekanntlich schon länger.) Brutal, dass sie in diesem Video nicht nur Worte in die Gegend schleudern, sondern auch zwei Geiseln erschießen, zur Unterstreichung ihrer Worte.

Übrigens: Der Islam-Blogger wirft Islamkritikern vor, sie würden den Koran-Satz (2,191) kennen, anführen, aber sonst keine Ahnung haben: http://www.islam-blogger.de/2015/01/28/islam-und-toetet-sie-wo-immer-ihr-sie-findet/ Sage er das seinen Glaubensgenossen, die ihn zitieren, um Menschen einzuschüchtern. Nun denn: Er kommt nicht nur in 2,191 vor, wie der Islam-Blogger uns weis machen will.

Die Schlacht der Jubelsuren gegen die Sudelsuren hilft nicht: http://www.faz.net/aktuell/politik/was-die-anschlaege-von-paris-mit-dem-islam-zu-tun-haben-13362901.html Dieser Artikel macht mal wieder das, was viele machen: Um den Islam als Verantwortlichen auch für die Terroristen darzustellen, meint er, dass Verbrechen der Kreuzfahrer (vor ca. 1000 Jahren) usw… auch mit dem Christentum zu tun haben. Wie dem auch sei: Sein Fazit zum Thema Islam: „Solange sich all diese Imame und Scheichs nicht fragen, warum ihre Religion so viele Perverse hervorbringt und warum die Lehren ihres Propheten so viele Menschen gebären, die sich mordend auf ihn berufen, solange werden sich Verbrechen wie das von Paris wiederholen – einmal auch in unserer Nähe.“

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Lamya Kaddor meint, sie müsse sich als Muslima nicht von den Terroristen distanzieren, weil es keine Nähe zum Islam gebe. Wenn Muslime diese Diskussion verinnerlichen, dann haben sie angesichts der Terroristen schon verloren. Ich kann diese Einstellung verstehen, einfach auch darum, weil man seine Religiosität schützen will und sie nicht von Terroristen in Frage stellen lassen will. Das zeigt aber nicht Größe, sondern Verzweiflung. Als Muslima – so denke ich mir das – müsste sie aktiv gegen Muslime vorgehen, die meine Religion – so wie ich sie verstehe – missbrauchen. Wenn ich das nicht tue, überlasse ich denen die Führung. Denn dieser Islam wird in der Öffentlichkeit deutlicher wahrgenommen als der Islam Kaddors. Man mag das bedauern – aber so lange Muslime diese Terroristen, die im Namen Allahs herummorden, nicht isolieren, sondern einfach sagen: haben mit mir nichts zu tun, so lange werden die Terroristen Oberwasser haben und die Deutungshoheit über den Islam. Vor allem aber auch: Sie haben immens viele Anhänger unter den Gelehrten islamischer Länder. Es ist ein Kampf innerhalb des Islam. Und der muss von Muslimen ausgetragen werden, wie gesagt, wenn man die Terroristen nicht siegen lassen will.

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Es hat mit dem Islam zu tun: http://diekolumnisten.de/2015/11/14/es-hat-mit-dem-islam-zu-tun/ Davor darf man die Augen nicht verschließen. Man muss die muslimischen Verbände zu dieser Diskussion zwingen, weil man sich mit Lippenbekenntnissen nicht zufrieden geben kann.

Und darum ist es – das wird in dem Beitrag nicht gesagt – so wichtig, dass Muslime eine neue Koran/Ahadith-Exegese/Hermeneutik entwickeln, die menschenfreundlich ist – und das aus dem Koran und den Ahadith heraus.

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Solche Antworten von Mazyek sind mal wieder nicht hilfreich. Statt eben das eigene Versagen zu erkennen, wird von dem gesamtgesellschaftlichen Versagen gesprochen. Er hat ja Recht, dass manche dieser Attentäter in Europa zur Schule gegangen seien. Aber was folgt daraus? Dass die Schulen sie zu Terroristen gemacht haben? Das kann doch wohl nicht sein Ernst sein. Der Islam hat Anziehungskraft auf gewaltbereite junge Männer – liegt es am Islam oder an der aufgeklärten Gesellschaft? Und das Argument, dass man Familien nachziehen lassen müsse, damit die jungen Männer, die zu uns gekommen sind, leichter integriert werden könnten, ist auch recht kurz gesprungen. Weiß Mazyek das nicht? Ist er so naiv? Ich glaube nicht. http://www.deutschlandfunk.de/nach-pariser-anschlaegen-die-willkommenskultur-ist-der.868.de.html

Übrigens: Wenn man Instrumentalisierungen des Terrorattentats sucht: Hiermit ist eine gegeben: Lasst bloß die Familien nachziehen, damit die jungen Männer nicht zu Terroristen werden.

Liegt es am Islam oder an der aufgeklärten Gesellschaft, dass sich junge Männer den Islamisten anschließen? Ich hatte es auch schon im Blog – vor längerer Zeit: Unsere Gesellschaft hat das Problem, dass sie kaum Kristallisationspunkte bietet. Karriere ist einer, aber der befriedigt Menschen nicht unbedingt. Westliche Werte sind wichtig – aber dafür wirklich zu kämpfen, das ist vielen mit archaisch geprägten Hirnen zu abstrakt. Aber unsere Gesellschaft kann keine Ideologie bieten. Von daher ist sie im Grunde gegen solche Sehnsüchte des Menschen machtlos und sie finden ihre Ziele im Rechtsradikalismus, Kommunismus, Islamismus. Wenn der christliche Glaube sie nicht auffangen kann.

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Auch Trump instrumentalisiert die Terrorattentate: Wenn die Menschen in dem Konzertsaal Waffen bei sich gehabt hätten, hätten sie sich verteidigen können: http://www.youngcons.com/donald-trump-says-attacks-in-paris-would-have-been-different-if-citizens-were-armed/

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Dass Muslime sich distanzieren – damit sie nicht als Mitschuldige angesehen werden: http://www.focus.de/politik/videos/terror-in-paris-notinmyname-muslime-weltweit-distanzieren-sich-von-den-anschlaegen-des-is_id_5088375.html – das kann man sehr, sehr gut verstehen. Aber das ist immer so. So lange nicht die Koran-Exegese und Koran-Hermeneutik eine grundsätzlich andere wird, bleiben diese Distanzierungen nur verständliches Wortspiel, geboren aus der Angst. (Ausgenommen sind freilich die Ahmaddiyas, weil sie einen neuen Ansatz haben. Aber sie zählen ja für die Mehrheit der Muslime nur als Sekte.) Bislang hat man deutliche Demonstrationen dagegen nicht wahrgenommen. Zahlenmäßig gering oder Beteiligte waren überwiegend Nichtmuslime oder von Medien aufgebauscht worden. Aber das muss ich nicht wieder aufwärmen.

Eine pauschale Diffamierung von Muslimen verbietet unsere Kultur, verbietet die Menschlichkeit. Und jeder, der sich von seinen Emotionen hinreißen lassen sollte, sollte sich überlegen, ob er noch Teil unserer christlichen Kultur ist, ob er von Jesus Christus bestimmt ist oder ob er eine andere Kultur durchsetzen will. Eine Kultur des Lebens wird das dann aber nicht mehr sein. Und Kultur des Todes haben wir schon zur Genüge.

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Stunde der Scharfmacher könnte bevorstehen: http://www.welt.de/vermischtes/article148854564/Es-sind-keine-Heiligen-die-zu-uns-kommen.html Aber nur, wenn Politik vor sich hin träumt und die Realitäten ausklammert. Wir können doch nicht so tun, als seien wir diesen Terroristen schutzlos ausgeliefert. Verantwortung übernehmen heißt: Zu sehen, welche Wege können gegangen werden, um den Terroristen ihr Handeln möglichst schwer zu machen. Das bedeutet, dass man alle möglichen Wege, die der Terror nehmen kann, überprüft. Das wird hoffentlich auch gemacht. Und einer dieser Wege ist der über die Flüchtlingsroute. Nicht nur, dass er angekündigt wurde, sondern auch, dass er schon begangen wurde. Dass allerdings die Terroristen es wirklich nötig hätten, den Flüchtlingsweg zu gehen, glaube ich nicht. Das dauert zu lange, einen Kämpfer aufgebaut zu haben. Aber es ist ein Weg, Islamisten haben Zeit. Sie haben ihre Schläfer ja auch im Irak installiert, die dann auf Kommando zuschlagen – wenn die Zeit für sie günstig scheint.

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Natürlich ist Europa nach den Anschlägen noch immer das, was es vorher war – und nicht: Europa ist nach dem Attentat nicht mehr das, was es vorher war: http://www.tagesspiegel.de/politik/terror-in-paris-ein-dritter-weltkrieg-wird-uns-aufgezwungen/12588236.html Dasselbe hat man auch nach Charlie Hebdoe gesagt. Und dann? Dann vergaßen alle, was war – oder sie argumentierten nach dem ersten Schock so lange herum, bis das alles nicht mehr so scharf gesehen wurde. Medien tragen nicht selten eine ganze Menge dazu bei, dass die Vergesslichen vergesslicher werden. Ebenso die menschliche Trägheit und Sehnsucht nach Friedhofsruhe trägt dazu bei, die Zeit zurückzudrehen. Und wenn einer sagt: Passt auf! Führt Sicherheitsvorkehrungen ein! – Dann heißt das blitzschnell: Diskriminierung anderer! Heißt das: Angstmache! Und das wird auch nach diesem Attentat geschehen. Die Vernebler, Verharmloser und Rosarotmaler sind ja schon wieder unterwegs. Einen Tag nach dem schlimmen Attentat.

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Paris + Weltgebetstag für verfolgte Christen

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Es fällt schwer, angesichts der schlimmen Nachrichten aus Paris normal zu leben. Aber das ist es, was die Islamisten wollen: Den Alltag zerstören, sie wollen einen Keil in die Gesellschaft treiben, sie wollen, dass unsere Gedanken von ihren bestialischen Taten bestimmt werden, dass wir um den Tod, das Verderben, die Verbrechen kreisen. Diesen Gefallen dürfen wir ihnen nicht tun.

Und das lernen wir von den verfolgten Christen seit Jahren. Ihnen ergeht es ja schon seit Jahren so, wie es so langsam in Europa zu uns herüberschwappt. Sie werden bedrängt, verfolgt, Frauen verlieren ihre Männer, Männer ihre Frauen, Kinder verwaisen, weil Islamisten nichts anderes kennen als morden, morden, morden. Nicht allein Christen, zahlreiche Menschen, die diese Zustände kritisieren, wurden zerhackt, erstochen, geköpft, ausgepeitscht, verbrannt. Seit Jahren. Und nur wenige in Europa hat das überhaupt gekümmert.

Was jetzt zu uns an Brutalitäten herüberschwappt aus den islamischen Ländern, das ist Alltag für Christen. Und darum lernen wir so viel von den Christen aus diesen Ländern: Wir dürfen es nicht zulassen, dass die islamistischen Mörder unsere Gedanken beherrschen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie unser Handeln bestimmen, denn sie wollen den Keil zwischen Muslimen guten Willens und den Nichtmuslimen treiben. Sie dürfen nicht Macht über uns bekommen.

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Lasst uns beten für die Millionen Muslime, die von diesem Terror im Namen ihrer Religion abgestoßen sind. Möge Gott ihre Herzen öffnen.” (Michael Brown: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/wie-christen-auf-die-anschlaege-in-paris-reagieren-94061/ )

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Volkstrauertag: Andreas Gryphius

Soweit ist Europa nicht wie 1636. Aber man muss alles dazu tun, dass es nicht soweit kommt. Nicht erst im 20. Jahrhundert trauerte das Land über zwei Weltkriege. Trauer – und dann Zorn – kam auf im 19. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert Österreichische Erbfolgekriege. Im 17. Jahrhundert gab es im 30 Jährigen Krieg furchtbare Zeiten. In diesen ist das Gedicht entstanden:

Tränen des Vaterlandes

Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret!

Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun

Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Karthaun

Hat aller Schweiß, und Fleiß, und Vorrat aufgezehret.

Die Türme stehn in Glut, die Kirch‘ ist umgekehret.

Das Rathaus liegt im Graus, die Starken sind zerhaun,

Die Jungfern sind geschänd’t, und wo wir hin nur schaun

Ist Feuer, Pest, und Tod, der Herz und Geist durchfähret.

Hier durch die Schanz und Stadt rinnt allzeit frisches Blut.

Dreimal sind schon sechs Jahr, als unser Ströme Flut

Von Leichen fast verstopft, sich langsam fort gedrungen.

Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod,

Was grimmer denn die Pest, und Glut und Hungersnot,

Daß auch der Seelen Schatz so vielen abgezwungen.

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