Lavendel

Bald eröffnet der Lavendel sein Bienen-, Hummeln-, Schmetterlingsrestaurant:

Paul Gerhardt: Auf, auf, mein Herz

Ich habe bislang zur Erinnerung an Paul Gerhardt, der vor 350 Jahren gestorben ist, ein paar Lieder angedacht: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/09/albern/ („Ich hab oft bei mir selbst gedacht“ und „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ – beide nicht im Gesangbuch); https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/08/ich-singe-dir/ („Ich singe dir mit Herz und Mund“ – EG 324); https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/07/befiehl-du-deine-wege/ („Befiehl du deine Wege“ – EG 361), https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/10/geh-aus-mein-herz-und-suche-freud-2/ („Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ – EG 503). https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/11/paul-gerhardt-o-haupt-voll-blut-und-wunden/ (O Haupt voll Blut und Wunden – EG 85). Heute möchte ich ein Osterlied vorstellen: „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ (EG 112).

Christliche Feste sind Vergegenwärtigungsfeste. Das heißt: Weihnachten beschenkt uns Gott mit sich selbst – wir vergegenwärtigen dieses Großereignis mit dem Nachspielen von Krippenspielen, dem einander Beschenken. Paul Gerhardt formuliert das in seinem Weihnachtslied „Ich steh an deiner Krippen hier“ (EG 37) oder: „Fröhlich soll mein Herze springen“ (EG 36). Karfreitag vergegenwärtigen wir uns des Sterbens Jesu – wir sind still, denken über das nach, was Jesus erlitten hat. Paul Gerhardt hat das mit dem Lied „O Haupt voll Blut und Wunden“ (EG 85), aber auch mit dem Lied: „O Welt, sieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod“ (EG 84) nachvollziehbar werden lassen. Diese Vergegenwärtigung finden wir auch in dem Osterlied: „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ (EG 112). Christen überspringen mit ihrem Glauben die Jahrtausende und gehen in die Zeit zurück, in der Jesus lehrte, litt, starb und auferweckt worden ist. Besser gesagt: Das, was damals geschah, bricht ein in unsere Zeit, Gott kommt in unsere Gegenwart und lässt uns heute nicht allein. Und so ist ja auch eine Predigt, der ein biblischer Text zugrunde liegt, eine Brücke, die damals und jetzt miteinander verbindet, bzw. stärker, die damals mit der Gegenwart verknüpft. Wie die Menschen um Jesus Christus, so stehen wir um Jesus Christus.

Und so erleben wir jetzt die Auferstehung mit.

1. Auf  auf, mein Herz, mit Freuden
nimm wahr, was heut geschicht;
wie kommt nach großem Leiden
nun ein so großes Licht!
Mein Heiland war gelegt
da, wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist
gen Himmel ist gereist.

Unser Herz wird aufgefordert, unser Wesen, unsere Seele wird aufgefordert, wahrzunehmen, was wirklich geschehen ist. Heute geschehen ist. Das träge Herz muss vom Wort Gottes, das ihm gesagt wird, erst geweckt werden. Es schläfert so vor sich hin, ist vielleicht traurig angesichts der schlimmen Erlebnisse, ist gefesselt, gefangen von den Erfahrungen von Verrat, dem Sterben geliebter Menschen, dem Tod, der in Kriegszeiten überall heftig zuschlagen kann. Auf, auf, mein, Herz, mit Freuden! Warum soll es aufspringen? Was geschieht heute, dass diese so muntere, fröhliche, ja tanzende Aufforderung kommt?

Nicht der Heiland war gelegt, sondern:

Mein Heiland war gelegt
da, wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist
gen Himmel ist gereist.

In dieser ersten Strophe ist schon alles angelegt. Das gesamte Lied ist springende, singende Siegesfreude – weil Jesus auferstanden ist, werden wir auferstehen. Es ist gewiss. Es gibt keine Zweifel. Und weil das so gewiss ist, lasse ich mich von der Welt mit all ihrem Getümmel, all ihrem Zorn, all ihrem Toben nicht einschüchtern. Das Leiden wird durchschritten zum Sieg:

6. Die Welt ist mir ein Lachen
mit ihrem großen Zorn,
sie zürnt und kann nichts machen,
all Arbeit ist verlorn.
Die Trübsal trübt mir nicht
mein Herz und Angesicht,
das Unglück ist mein Glück,
die Nacht mein Sonnenblick.

Es ist ein wunderbares Lied. Von Anfang bis Ende. Es ist ein Lied, das Übles nicht verschweigt, aber alles Schlimme – bis hin in den Tod – als Vergängliches darstellt. Unvergänglich ist nur das Leben, das Jesus Christus schon jetzt in allem Vergehen, allen Unsicherheiten bereiten wird, selbst dann, wenn wir gestorben sind. Weil Jesus Christus lebt, lässt der Tod zwar leiden, aber er verliert seinen Schrecken. Wie also die Vergegenwärtigung unserem modernen Denken weitgehend aus der Erinnerung entwischt ist, so ist auch dieser Gedanke sonderbar:
Alles vergeht –
nur das Leben nicht,
das Jesus Christus schenken wird.
Wir vergehen –
nur unser Leben nicht,
das Jesus Christus uns krönend schenken wird.

*

Hinweisen möchte ich noch auf die zweite Strophe. Da ist von einem Fähnlein die Rede, das Jesus Christus als Siegesfahne schwingt. Was ist das für eine Fahne, an die Paul Gerhardt denkt? Auf vielen Auferstehungsbildern finden wir sie gezeichnet: Es ist das rote Kreuz auf weißen Grund. Häufig getragen von einem Lamm, also dem Symbol für den getöteten Jesus Christus.

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Provokation zum Tag + FußballWM WeltEreignisse + Regierung: Gesprächstreffen + Südafrika + StraßenHooligans + Vernünftige BSWler + Kündigung wegen Kritik + KI-Kompetenz + Verdi: Missbrauch von Mitgliedsbeiträgen? + Linkes Soufflé eingefallen + Ausverkauf an China + ÖRRs Desinformation / Bessermenschen + Bayerischer Verfassungsschutz + Belfast – Der Spiegel + Stolz auf Deutschland + Illegale islamistische Migration

Provokation zum Tag

FußballWM / Weltereignisse

Sie durchzuführen wird immer schwerer, weil lokale Gruppen es nutzen, die Regierung unter Druck zu setzen. In jedem Land gibt es solche Gruppen. Es wäre aber gut, wenn sie ihre lokalen Interessen dem Weltereignis unterordnen würden. Denn überall auf der Welt wollen sich die Menschen erfreuen an dem Sport, an dem Spiel bzw. bei politischen Ereignissen, wollen sie zukunftsweisend miteinander reden und bei religiösen Ereignissen auch miteinander feiern. Alles soll dem Zusammensein der Länder, der Völker, der Kontinente, der Menschen dienen. Und da sollten lokale Gruppen sich zurückhalten. Auf die Probleme des Landes durch Demos hinweisen ist ja gut – aber nicht blockieren, zu verhindern suchen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.express.de/sport/fussball/wm-start-in-mexiko-chaos-droht-radikale-lehrer-wollen-stadion-blockieren-1298627

Regierung: Gesprächstreffen

Sehr gut, wenn sie alle oder manche guter Laune sind. Bestandsaufnahmen sind alle einheitlich: Es ist übel. Aber dann – wenn es um Veränderungen geht, um Konkretionen, sind sie dann auch noch alle gut gelaunt? Dass Energiekosten gesenkt werden müssen, Arbeitnehmer steuerlich entlastet werden müssen – wer könnte sich nicht darauf einigen. Aber dann: Wie soll das bezahlt werden?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/kanzleramt-reformgespraeche-100.html

Zu dem und der Erklärung von Merz (Jörges): https://www.youtube.com/watch?v=vNdLX4jG4FM (auch zum Thema Sommerpause. Da halte ich es mit Aiwanger: bevor schnell Unsinn beschlossen wird – lieber ab in die Sommerpause.)

Südafrika

Bewaffnete überfallen eine Siedlung. Was ist das denn wieder für ein neues kriminelles Verhalten? In den USA fallen bewaffnete oder Massen in Geschäfte ein, und nehmen mit, was sie mitnehmen können. In Südafrika wird eine Siedlung überfallen – und wie ich anderenorts las, war es eine arme Siedlung. War es Rache für irgendwas? War es ein Teil der rassistischen Kämpfe in Südafrika, Südafrikaner gegen eingewanderte Nigerianer usw? Üben sie für Überfälle auf reichere Stadtteile? Ich hoffe, wir erfahren mehr darüber.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.rnd.de/panorama/massenschiesserei-in-suedafrika-zwoelf-tote-bei-ueberfall-auf-siedlung-bei-johannesburg-7FQMRFOIW5H6PAJJPIPDCRFQJE.html

StraßenHooligans

Ich finde es gut, dass Polizisten beobachtet haben, wie ein Autofahrer gefährliche Manöver vollzog, um sich an einer Autofahrerin zu rächen. Solchen Leuten gehört der Führerschein entzogen. Wer sich nicht im Griff hat, sollte auch nicht Auto fahren dürfen, denn das Auto ist bekanntlich auch eine Waffe.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.derwesten.de/region/noetigung-polizei-strassenverkehr-bielefeld-strafe-id302077741.html

Vernünftige BSWler

Die BSWler sind vielfach demokratischer als die Platzhirsche. So auch in diesem Fall, wenn es um die Akzeptanz einer Wahlniederlage geht. In Sachsen-Anhalt hatte Schulz bekannt gegeben, sich trotz Wahlniederlage wieder zur Wahl zum Ministerpräsidenten aufstellen lassen zu wollen.

Ansichtssache – zum Thema: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a2a55785f783159b22b03c7/sachsen-anhalt-hoechst-befremdlich-bsw-kandidatin-kritisiert-ankuendigung-von-cdu-ministerpraesident-schulze.html

Kündigung wegen Kritik

Ich hatte das Thema, dass einem JobcenterMitarbeiter gekündigt wurde, weil er Missstände aufgedeckt hat. Ein Missstand wird auch hier genannt: Einem Mann wurden Führerschein und Auto finanziert, damit er arbeiten kann – dann kündigte er nach 14 Tagen, behält natürlich den Führerschein und das Auto. Das sind Zustände, die ein ehrlicher Mensch nicht ertragen kann. Und es ist gut, dass er damit an die Öffentlichkeit geht. Nicht gut ist es, wenn Vorgesetzte Behörden wohl manches unter den Teppich kehren wollen, dass sie es nicht mögen, wenn Missstände aufgedeckt werden. Lieber weiter Steuergelder zum Fenster rauswerfen und unterwürfige Mitarbeiter mögen. Wer also nicht unterwürfig ist, sondern selbständig, verantwortlich denkt, wird geschasst – auch als Einschüchterung anderer. So sind manche unserer Mächtigen. Solchen sollte demokratisch auf die Finger geklopft werden.

Steuerzahler sollten immer saurer werden, wenn sie merken, dass ihre Gelder rausgeworfen werden – einerseits – und sie andererseits immer stärker zur Kasse gezerrt werden.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.derwesten.de/aktuelles/jobcenter-buergergeld-fuehrerschein-auto-id302077579.html

KI-Kompetenz

Vielleicht sollten Politiker und ihre Mitarbeiter Fortbildungen besuchen zum Thema: Kompetenter Umgang mit KI. Ob das hilft? Eigentlich müsste jede und jeder kluge Mensch selbst merken, welche Auswirkungen eine falsche Nutzung von KI haben kann. Wer es nicht merkt, ist selbst daran Schuld – und für eine Fortbildung sollten nicht auch noch Steuergelder verschwendet werden. Gut, dass die FAZ den Beitrag von Voigt zurückgezogen hat. Wer ein Mindestmaß an Glaubwürdigkeit nicht nachweisen kann, sollte auch nicht in renommierten Zeitungen mit Artikeln erscheinen.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/faz-nimmt-gastbeitrag-mit-ki-zitaten-offline-voigt-schiebt-verantwortung-ab/; und (Anna Schneider): https://www.youtube.com/watch?v=Se7xL0e0Iq8 (Genau: KI kann vieles „aber nicht Originalität und Authentizität generieren“.

Wer einer KI es überlässt zu erfahren,
was er denken und wie er es sagen kann,
hat vermutlich den Umgang mit KI nicht verstanden.

Verdi: Missbrauch von Mitgliedsbeiträgen?

Gibt es bei Verdi ein Gremium, dass dazu eingesetzt wird, Missbrauch von Mitgliedsbeiträgen zu überprüfen? Aus meiner Sicht könnte das ein Fall sein. Wissen also Verdi-Mitglieder, wofür ihre Beiträge verwendet werden? Auch zum Kampf gegen die politische Opposition? Und auch die Grünen versuchen die Grundrechte mit Militanz auszuhebeln, so sind sie, unsere selbsternannten Demokraten. (Es gibt freilich auch Grüne, die Demokraten sind und nicht gegen das Recht vorgehen.)

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/widersetzen-blockade-ver-di-nrw-zahlt-mitgliedern-die-busfahrt-zur-antifa-demo-um-afd-parteitag-zu-verhindern/ und: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/gruene-verdi-afd/ und: https://www.youtube.com/watch?v=WpD71N6OaZo (Lemmert)

Linkes Soufflé eingefallen

Tja. Da gehen Tausende auf die Straße, empört und hysterisiert durch eine Lüge. Nun: Nichts dran an dem modernen Märchen, das Correctiv in die Hirne erwachsener Kleinkinder eingebrannt hat. Aber interessant ist es dennoch, weil es denen, die sehen wollen, zeigt, wie diese Linken Hysteriker vorgehen, um ihre Gesinnungsgenossen am Nasenring durch die Manege zu führen. Aber ich vermute einmal, die bereuen nichts, im Gegenteil, es hätte ja sein können, dass es stimmt, außerdem erzeugt es Druck von der Straße gegen alle, die sich drücken und einschüchtern lassen – und es macht Spaß, ob Lüge oder nicht, unter Gesinnungsgenossen zu spüren: Wir sind mehr. Auch wenn es nicht stimmt, aber man kann sich ja dieser Illusion hingeben bei dem hunderttausendfachen Fußgetrampel auf den Straßen und der medialen Begleitmusik.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/nach-mehr-als-zwei-jahren-kein-anfangsverdacht-nach-potsdamer-geheimtreffen-gegen-sellner-und-co/

Ausverkauf an China

Deutsche Wirtschaft stärken – indem Firmen an China verkauft werden? CO2-Abdruck verringern – indem man Firmen ins Ausland wirft? https://apollo-news.net/ausverkauf-der-industrie-warum-ein-chemie-weltmarktfhrer-an-einen-chinesischen-investor-geht/

ÖRRs Desinformation / Bessermenschen

Die Schuld bei den Mitarbeitern öffentlicher Verkehrsmittel suchen, anstatt die Dinge beim Namen zu nennen. Wenn Probleme nicht beim Namen genannt werden, können sie auch nicht abgestellt werden. So einfach ist das.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/das-ist-pure-desinformation-psychiater-zerlegt-ndr-beitrag-ber-gewalt-im-ffentlichen-raum/

Und es ist schwer, seine eigenen Fehleinschätzungen zuzugeben – darum kämpfen ÖRRler gegen diejenigen, die Recht hatten und haben. ÖRRler hielten sich für die Bessermenschen – und schöpften daraus ihre Identität. Nun muss die Realität bekämpft werden, um dieses Selbstbild aufrechterhalten zu können: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/psychologie-der-realitaetsverweigerung-belfast/

Apropos Bessermenschen: Da wollen sie was Gutes, schalten aber den Verstand aus, übergehen die Fachleute – und was kommt dabei heraus? Menschen leiden. Im Falle Böhmermann, der für Behindertenwerkstätten Mindestlohn ins Gespräch brachte. Nun bekommt die Behindertenwerkstätte, um die es ging, weniger Aufträge. Das darum, wie vermutet wird, keiner als Ausbeuter Behinderter in Verruf geraten möchte. Wie wäre es, wenn die finanzstarken Leute, Böhmermann zum Beispiel, jetzt erweise ich mich als Bessermensch, die Differenz zahlt? Das wäre doch nur gerecht. Wobei: Mehr Bessermensch als Böhmermann kann ich gar nicht sein.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/boehmermann-bringt-eine-behindertenwerkstatt-an-den-rand-ihrer-existenz/

Interview mit Norbert Häring zum Buch Wahrheitskomplex: https://www.youtube.com/watch?v=MrZhC5HwJ7E

Bayerischer Verfassungsschutz

Man glaubt es kaum. Da werden von diesem sich selbst erniedrigenden Verfassungsschutz Medien in die Nähe von Putin/Russland gebracht – und die Vorgehensweise ist hanebüchen. Sie wurde aufgedeckt, weil sich Medien den Vorwurf nicht ans Bein pinkeln lassen wollten. Was sind das für Mitarbeiter? Was kostet das? Die Frage stellt sich mir allerdings tiefer: Stand das Ziel fest, politisch unliebsame Medien festzunageln, und man hat dann nachträglich irgendwas an den Haaren herbeigezogen, um das öffentlichkeitswirksam tun zu können?

Spannend, einfach spannend, zu sehen, was in diesem Land im politischen Untergrund so alles abgeht.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/lfv-bayern/

Belfast – Der Spiegel

Interpretation der grausamen Tat durch den linken Spiegel: https://www.youtube.com/watch?v=ik-g7Cv49Fc (der mutmaßliche Angreifer – der Spiegel macht das, was ich karikierend auch mache – aber der Spiegel meint es wohl ernst. Da wird einer auf Video gezeigt, wie er einen anderen umbringen will – und dann wird von „mutmaßlich“ gesprochen. Sicher, der ist noch nicht verurteilt worden – aber so karikieren sich mutmaßlich die mutmaßlichenden mutmaßlichen Journalisten selbst. Lächerlich: Auf dem Video „soll zu sehen sein“ – usw. das ist einfach nur ein Musterbeispiel für ein Journalismus, der sich selbst lächerlich macht.

Stolz auf Deutschland

Erstaunlich finde ich immer wieder, dass es um diese Frage im Zusammenhang der Fußballweltmeisterschaften aufgeworfen wird. Dabei ist das ein Thema – das eigentlich kein Thema ist, das nur in Zeiten von Weltmeisterschaften aufkommen sollte.

Manche Kritiker verwechseln aufgrund einer von mir unterstellten Unwissenheit ständig Patriotismus / Nationalstolz mit Nationalismus und das dann wieder mit Nationalsozialismus. Unwissenheit? Oder Absicht, um die Menschen und ihre Verwobenheit mit dem Land zu unterminieren? Wenn jemand Gutes unterminieren will, will er nur etwas anderes an die Stelle setzen – seine eigene Weltanschauung. Was auch immer der Grund ist – sie haben einen massiven Erfolg, so einen großen Erfolg, dass sie dazu beitragen, das Land mit zu zerstören. Aber ich denke, so langsam kapieren das immer mehr. Dennoch sind die ÖRR und ihre Gesinnungsgenossen sind ständig am Rumoren, am Wühlen, am Problematisieren, am Diffamieren. Manche lassen sich aber nicht (mehr) einschüchtern. Auch Linke nicht.

Übrigens ist wichtig, dass das Wort „stolz sein auf“ definiert wird. Da gehen die Meinungen auseinander – ich bin stolz auf das, was ich tue. Aber: Kann ich nicht stolz sein auf das, was meine Vorfahren an Gutem geleistet haben? Und sei es die Selbsterkenntnis, dass manches furchtbar und nicht zu entschuldigen war? Auf solche Selbsterkenntnis kann der Nachgeborene auch stolz sein. Ich bin auch stolz auf diejenigen, die der Tyrannei der Ideologen und der aufgeputschten Mehrheit im Nationalsozialismus nicht mitgemacht haben, vielleicht sogar aktiv dagegen vorgegangen sind. Nicht nur auf die kulturellen und wissenschaftlichen, technischen Beiträge, die unser Land – also Menschen unseres Landes – beigetragen hat zum Guten in der Welt bin ich stolz. Aber auch stolz auf Zeitgenossen, die nicht alles mit sich machen lassen, die zur Demokratie beitragen, die keine Bückbürger (Poschardt) sind, die sich für Menschlichkeit einsetzen, dabei den Verstand nicht ausschalten und die Realität nicht verleugnen. Aber all das heißt ja nicht, dass andere dadurch negiert werden. Jeder kann anerkennen, was Menschen in anderen Ländern geleistet haben, wenn es zum Guten in der Welt ist. Das ist mein Maßstab. Andere sind stolz auf andere Maßstäbe, auf die ich nicht stolz wäre. Aber so ist das nun einmal.

Übrigens als Christ sind wir sowieso international aufgestellt – und ich bin stolz auf die Christen, die angesichts schwerster Repressalien in islamischen und kommunistisch / atheistischen Ländern in ihrem Glauben standhalten, sich zu Jesus Christus bekennen. Dadurch tragen sie auch dazu bei, Menschenrechte in ihrem Land hochzuhalten – auch wenn sie mit Füßen getreten werden. Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht – und wer am christlichen Glauben festhält, obwohl Verfolgung und Mobbing die Folge sind, setzt sich für Menschenrechte ein. Kurz: ich bin stolz auf meine Schwestern und Brüder.

Ansichtssache – zu dem Thema (Tobias Huch): https://www.youtube.com/watch?v=HwV7qTt2FDc (interessant finde ich, dass der Moderator eine Art Glatze trägt – vor ein paar Jahren war das noch verpönt, weil Zeichen für rechts, was er als ZDFler sicher nicht ist und eben viele, die heute die Haare eher äußerst kurz halten, auch nicht. Aber daran sieht man, wie die Zeiten sich ändern ) und: https://nius.de/medien/arte-pogromaehnliche-zustaende-italiener-sommermaerchen-2006 / https://www.youtube.com/watch?v=D_Bz7C3Lgnw und: https://www.youtube.com/watch?v=Se7xL0e0Iq8 (Anna Schneider)

Übrigens müssen die Gegner und Bekämpfer deutscher Flaggen dieses Mal nicht viel befürchten, weil die horrenden Sicherheitsmaßnahmen für Fanmeilen nicht mehr finanziert werden können. (Könnte es auch Fanmeilen mit Deutschland-Flaggen-Verbot geben, mit der Begründung, sie würden Zugereisten komische Gefühle bereiten?) Wem haben wir das alles voll sauer zu verdanken? Aber vielleicht ergeben sich ja spontane Fanmeilen – purer Freude. Ich meine jetzt nicht nur die Flaggenmeere der Zugereisten, sondern auch die der Deutschen. Am schönsten ist es, wenn sich ein Flaggenmeer aus unterschiedlichsten Flaggen zu sehen ist. Nun denn, mal sehen, wieweit unsere Mannschaft überhaupt kommt.

*

Bundestag und Flagge – Bundestagsführung überrascht negativ: https://www.youtube.com/watch?v=RVSK0P_dJXM (eben, weil die Deutsche Flagge keine politische Flagge ist, anders als die Regenbogenflagge. Und so wird die Deutsche Flagge zur politisierenden Flagge gemacht.)

Illegale islamistische Migration

Zur fatalen Politik der Islamisierung, die es zulässt, dass das Land durch Islamisten unterwandert wird. Eine Politik, die es nicht nur zulässt, sondern so könnte mancher meinen, durch solche unqualifizierten Aussagen wie die von Bas, die das deutsche Einheitsbraun durch Zuwanderung verändern will, sogar gefördert wird. (Es sei auch an Göring-Eckardt gedacht, die sich darüber freut, dass sich das Land durch Zuwanderung ändert – würde sie es so undifferenziert noch immer sagen?) Unter dem Link wird auch Merz genannt, der vollkommen inakzeptabel 14 Millionen Deutsche in die Tradition des Holocaust stellt, weil sie die fatale Migrationspolitik kritisch hinterfragen und auch darum eine solche MerzCDU nicht mehr wählen wollen: https://www.youtube.com/watch?v=pzEvilpPabo (Merz freut sich, dass die Migrationswende durch die EU eingeleitet wurde: https://www.youtube.com/watch?v=VdQKIJfhy60 )

Wir erfahren unter dem Link: In unserem Land sagen ca. 1/4 der Muslime unter 40 Jahren, dass Regeln des Koran wichtiger sind als unsere Gesetze bzw. ein islamischer Gottesstaat (Allah ist mit Gott gemeint) die beste Staatsform sei und 45% bekennen sich zum Islamismus. Eine Frage, die ich neulich eine in unser Land Migrierte aussprechen hörte: Warum geht ihr nicht in euer Heimatland, dann könnt ihr euren Islamismus leben – aber ihr seid wohl nur hier, weil ihr das Geld der Ungläubigen wollt, um gut leben zu können. Nein, selbst in vielen arabischen Staaten sind die Islamisten unerwünscht – aber bei uns können sie agitieren, was das Zeug hält? Es ist Aufgabe der Muslime, den Islamismus in ihren Reihen zurückzudrängen, damit Muslime nicht automatisch zu Islamisten gerechnet werden. Wenn es über 50% sind, muss sich niemand wundern, wenn Muslime mit Islamisten gleichgesetzt werden. Das bedeutet auch, dass sie sich vorwerfen lassen müssen, im Sinne radikalen Islams unser Land unterwerfen zu wollen.

Unter dem Link wird auch darauf hingewiesen, dass es die AfD wohl gar nicht geben würde, wenn die Politik früher auf sie gehört hätte. Und was wichtig ist: Es wird auf Stürzenberger hingewiesen, denjenigen, der wie kaum ein anderer mit Kenntnis des Islamismus gegen diesen in unserem Land argumentativ angeht, aber von der Politik missachtet und ausgegrenzt wird, selbst, als er schwerverletzt einen Mordanschlag überlebte.

Von Politikerinnen und Politikern würde ich es gerne hören, dass sie differenzierter über Zuwanderung sprechen. Gute Zuwanderung positiv hervorheben, aber die ganzen negativen Folgen, die nicht Integrierte für unser Land haben, deutlich ansprechen.

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Paul Gerhardt: O Haupt voll Blut und Wunden

Ich habe bislang zur Erinnerung an Paul Gerhardt, der vor 350 Jahren gestorben ist, ein paar Lieder angedacht: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/09/albern/ („Ich hab oft bei mir selbst gedacht“ und „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“); https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/08/ich-singe-dir/ („Ich singe dir mit Herz und Mund“); https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/07/befiehl-du-deine-wege/ („Befiehl du deine Wege“). https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/10/geh-aus-mein-herz-und-suche-freud-2/ („Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ – EG 503).

Das Lied „O Haupt voll Blut und Wunden (EG 85) beginnt:

O Haupt voll Blut und Wunden,
voll Schmerz und voller Hohn,
o Haupt, zum Spott gebunden
mit einer Dornenkron,
o Haupt, sonst schön gezieret
mit höchster Ehr und Zier,
jetzt aber hoch schimpfieret:
gegrüßet seist du mir!

Mit diesem Lied überträgt Paul Gerhardt ein Lied aus dem 13. Jahrhundert. Arnulf von Löwen hat es vermutlich gedichtet. Im Mittelalter haben glaubende Mystiker ein Bild des gekreuzigten Jesus vor Augen gehabt und darüber meditiert, darüber nachgedacht, sich in das Leiden hineingefühlt. In der ersten Strophe wird geschildert, wie der Glaubende zu dem gekreuzigten Jesus kommt und ihn anspricht, ihn grüßt. Der Mensch Gottes, Gott selbst, der König der Welt, wurde an das Kreuz gehängt und gefoltert. Dass Jesus Christus der Herr der Welt ist, wird in der 2. Strophe vertieft – gleichzeitig wird sein Leiden als Kontrast dazu geschildert. Die Beschreibung geht in der Strophe 3 weiter. Ab der 4. Strophe wird das Sterben Jesu mit dem Leben des Dichters verbunden. Warum leidet Jesus, der mir so viel gegeben hat? Um meinetwillen. Ein wunderbarer Tausch: Christus nimmt die Strafe auf sich, die mich treffen müsste. Am liebsten würde der Dichter jedoch an der Stelle Jesu für seine eigenen Sünden sterben.

Es dient zu meinen Freuden
und tut mir herzlich wohl,
wenn ich in deinem Leiden,
mein Heil, mich finden soll.
Ach möcht ich, o mein Leben,
an deinem Kreuze hier
mein Leben von mir geben,
wie wohl geschähe mir!

Damit greift der Dichter etwas auf, was bis heute die Gemüter erregt, weil der Ansatz fremd erscheint: Ich möchte nicht, dass ein anderer für mich stirbt. Ich stehe für mich selbst ein. Ich benötige kein stellvertretendes Opfer. Ich bin stark genug, den Tod selbst zu ertragen. Ich stehe im Mittelpunkt. Das Sterben eines anderen für mich wird als Demütigung erfahren. Der Dichter hat aber eine andere Intention: Er hat Mitleid mit Jesus. Es tut ihm Leid, dass Jesus an seiner Stelle so sehr leiden muss – am liebsten würde er selbst dort mit Christus hängen. Während der moderne Mensch den stellvertretenden Kreuzestod ablehnt, weil er autonom sein will, und meint, stark zu sein, spielt in der christlichen Tradition das Mitleid mit Jesus eine große Rolle. Und aus dem Mitleid erwächst Hingabe: Ich gebe mich Jesus Christus hin. Weil Jesus mir so viel gegeben hat, möchte ich auch in seinem Sterben bei ihm sein, möchte ihn nach seinem Sterben umarmen. Aber wichtiger ist nun die Treue zu Jesus. Eine so große Treue, die dazu führt im Tod in Christus eingebettet zu sein.

Die beiden letzten Strophen gehen auf das eigene Sterben ein. Sie sprechen den auferstandenen Jesus Christus an, den Lebendigen, den, der durch den Tod wieder seine Stelle als liebender Herrscher eingenommen hat:

Wenn ich einmal soll scheiden,
so scheide nicht von mir,
wenn ich den Tod soll leiden,
so tritt du dann herfür;
wenn mir am allerbängsten
wird um das Herze sein,
so reiß mich aus den Ängsten
kraft deiner Angst und Pein.

Erscheine mir zum Schilde,
zum Trost in meinem Tod,
und lass mich sehn dein Bilde
in deiner Kreuzesnot.
Da will ich nach dir blicken,
da will ich glaubensvoll
dich fest an mein Herz drücken.
Wer so stirbt, der stirbt wohl.

In meiner Todesnot auf den leidenden und sterbenden Jesus Christus blicken, hat zweierlei Folgen: Er reißt mich aus meiner Angst und Pein – und: ich will ihn glaubensvoll an mein Herz drücken.

Das Lied spricht ein ganz inniges Verhältnis Glaubender zu dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus aus. Ich möchte den gestorbenen Gekreuzigten an mein Herz drücken – aber ich werde den auferstandenen Jesus Christus an mein Herz drücken. Ich kann das, weil mich durch das Sterben Jesu nicht mehr ein Gericht erwartet, sondern die Liebe Gottes. Dieses Wissen erleichtert mein Sterben. Ich werde erwartet von dem, den ich erwarte.

*

Wenn wir nun daran denken, dass die Eltern von Paul Gerhardt gestorben sind, als er Jugendlicher war, dass seine Kinder und seine Frau gestorben sind, bekommt das Lied noch einmal eine ganz andere Intention. Zudem sah er durch den Dreißigjährigen Krieg qualvolles Sterben und Tod vieler Menschen. Mit dem Krieg gingen Hungersnöte, Seuchen, Plünderungen und kriminelle Handlungen einher. Verwahrloste Menschen waren an der Tagesordnung, die anderen das Leben zur Hölle machten. Todesangst war für ihn und seine Zeitgenossen nichts Theoretisches. Und so hat er sich und seine Zeit in dem Gedicht von Arnulf von Löwen wiedergefunden. Diesen Text hat er dann ins Deutsche übertragen, damit die Menschen einen Halt bekommen. Es ist Überlebenslyrik. Es ist ein Lied über das Sterben, damit das Leben getrost gelebt werden kann.

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Provokation zum Tag + Duelle, Prügeleien – heute: Messerstecherei + Nordirland + „Geduld am Ende“ + Autogrammkarte statt Entschuldigung / Grüne Klohäuschen + RassismusKarte + Reformtreffen + Migrationspolitik / Wirtschaftspolitik + Niedersachsen: 10 Millionen + Infos aus Israel + Asoziale Energiewende + Poschardt: Bückbürgertum

Provokation zum Tag

Duelle, Prügeleien, heute: Messerstechereien

Das Studentenleben hat schon viele Zeiten durchgemacht. Ein großes Lotterleben mit Saufereien, Prügeleien – nun denn. Und heute schienen Messerstecher auch unter Studenten zu sein. Bei Messerstecherei ist freilich etwas verschoben: Einer wird mit einer Waffe angegriffen und ist wehrlos.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.n-tv.de/regionales/nordrhein-westfalen/Messerstecherei-unter-Studenten-26-Jaehriger-schwer-verletzt-id30947295.html

Nordirland

Viele Iren lassen sich nicht alles gefallen. Und so ist das passiert, vor dem seit Jahren in Europa gewarnt wird: Eine falsche Migrationspolitik führt dazu, dass auch unschuldige Migranten in den Fokus von Mob-Gewalttätern geraten können. Das kommt wie nach Sonnenschein der Regen. Das ist soziopsychologisch einfach klar. Warum? Weil das Papierchen zwischen menschlich zivilisiertem und dem archaisch unkontrolliertem Verhalten sehr dünn ist. Aber dennoch haben die Regierungen in Europa so getan, als würden die alten psychischen Strukturen durch ihre propagandistisch-ideologische Verhaltensweise außer Kraft gesetzt werden. Das funktioniert nicht. In manchen Ländern kippt es früher, in manchen später. Vor allem auch dann, wenn Verarmung und Arbeitslosigkeit / Langeweile vorangeht. Die Politiker, die für die kolossale falsche Migrationspolitik verantwortlich sind, die müssten auch zur Rechenschaft gezogen werden wegen Schädigung des Zusammenlebens, der Förderung von Hass und Hetze (eine beliebte Alliteration, die Menschen eher verstehen, die propagandistisch weichgespült wurden). Immer wieder wurde davor gewarnt. Aber ideologische Hirne sind verblöendet.

Eine vernünftige Migrationspolitik bietet auch Migranten Sicherheit – auf allen Gebieten: Pfercht sie nicht in Migrantenheime ein, schiebt sie nicht in Migrantenstadtteile ab, sondern fördert die Integration, schützt auch Migranten vor Migranten.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.spiegel.de/ausland/belfast-nach-messer-angriff-eskalieren-rassistische-ausschreitungen-a-5d5928c2-beaa-4c89-b26f-f52ac6b2fdd1

„Geduld am Ende“

Merz meint, seine Geduld mit den SPDlern sei am Ende. Tja, das mag er sagen, aber die sitzen dennoch am längeren Hebel, weil er sich selbst durch die dämliche Brandmauer in deren Hände begeben hat.

Übrigens geht es ihm wie der Bevölkerung. deren Geduld mit der Regierung ist auch am Ende. Aber sie können im Grunde nichts machen, außer reden – wie Merz.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a2835b72f1d399245058174/vor-koalitionsgipfel-meine-geduld-mit-den-sozialdemokraten-ist-am-ende-merz-erhoeht-druck-auf-spd.html

Autogrammkarte statt Entschuldigung / Grüne Klohäuschen

Das sagt so viel aus über diese Regierung. Da bekommt eine Frau, die vom BuKa angeblafft wurde, weil sie richtig geredet hat, keine Entschuldigung von ihm, sondern eine Autogrammkarte. Wo kämen wir denn dahin, wenn ein BuKa sich entschuldigen würde. Dafür soll sie doch zufrieden und dankbar sein, dass sie eine Autogrammkarte bekommen hat. Wer verschickt Autogrammkarten normalerweise?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://nius.de/nachrichten/friedrich-merz-schickt-autogrammkarte-statt-entschuldigung-an-krebspatientin

Es geht um Baerbocks Klohäuschen, die sie in Nigeria errichten wollte (- sag ich mal so keck. Aber ich denke, jeder weiß, worum es geht.) Und auch das ist kennzeichnend für diese Regierenden, ob sie nun in der Opposition sind oder nicht: Sie kapieren einfach nicht – oder wollen es nicht öffentlich zugeben, wenn sie vollkommen daneben liegen mit ihrer Arroganz. Ich denke, daran krankt es den Hochwohlgewählten unserer Zeit: an Demut.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/ist-doch-nicht-unser-ernst-als-der-grnen-fraktionsvize-baerbocks-feministische-auenpolitik-verteidigt-reagiert-lanz-emprt/

RassismusKarte

Wenn die RassismusKrate gezogen wird, um einen, der eine kriminelle Handlung begangen hat, wird das äußerst schlimme Verhalten des Rassismus missbraucht, instrumentalisiert, um Menschen, die sich unmenschlich verhalten haben, freizupressen. Freipressen darum, weil im Gegenüber ein schlechtes Gewissen hervorgerufen werden soll.

Leider kann Kriminellen und ihren Anhängern nicht verboten werden, die RassismusKarte zu ziehen. Aber Menschen können auf der Hut sein, um nicht hereinzufallen bzw. sich deswegen ein schlechtes Gewissen machen lassen.

Was ich durch diese Instrumentalisierung und Missbrauch des Rassismusvorwurfs vor allem ärgert: Wenn jemand wirklich rassistisch beleidigt, beurteilt wurde, er dann klagt, wird erst einmal nachgedacht: Ist da wirklich was dran? Und das ist die Folge solchen Missbrauchs und der Instrumentalisierung.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/18-jaehriger-afroamerikaner-der-weissen-erstochen-hatte-zu-35-jahren-haft-verurteilt-fall-loeste-rassismus-debatte-aus/

Reformtreffen

Aber das war schon vor Tagen klar: Das Treffen dient dazu, zu sagen: Wir haben uns getroffen, wir haben mit den betroffenen diskutiert – und entschieden wird, was schon längst von der SPD mit zögernder Zustimmung der CDU beschlossen wurde.

Es wäre wirklich hervorragend, wenn dem nicht so wäre.

Wer hat eigentlich die Fragen gestellt? Waren es Experten – waren es gutmeinende Laien?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=buDqWXfwZwA

Migrationspolitik / Wirtschaftspolitik

Nena Brockhaus gibt eine wichtige Vorlage über die Probleme, die die Migrationspolitik mit sich bringt – und Kinder können das nicht auffangen. Sie sind Verlierer der Zukunft. Dann wird über Kids und Digitales gesprochen, über Föderalismus – alles wichtige Themen, vor allem aus meiner Sicht fehlt jedoch: Schulen müssen umstrukturiert werden, damit die Willigen nicht runtergezogen werden. Ich befürchte jedoch, wenn man an den Föderalismus geht, keinem Kind geholfen wird, weil es Jahrhunderte dauert, bis man zu einem Ergebnis gekommen ist.

Natürlich geht es mit Blick auf den Föderalismus um Machtfragen und Postengeschacher. Aber: Ich denke, wir sollten froh sein über den Föderalismus – wenn er wirklich frei ist. Wenn die Regierung in Berlin einfach so durchregieren könnte, würde das leicht zu einem Unheil führen – da hat eine Mitsprecherin vollkommen Recht. Aber inzwischen ist nicht mehr die Regierung die, die ihre Finger unerlaubt überall reinsteckt, sondern die EU kommt noch dazu, weil sie von den Berliner Regierenden nicht auf die Finger geklopft bekommt. Ob Bildung nicht föderal gestaltet werden muss, ist freilich eine andere Sache. Aber es sind die Nachteile zu bedenken.

Zurück zum Migrationsthema: Es fehlt Personalausstattung und Ausstattung der Schulen, die selbstverantwortlich schauen sollen, wie sie das Problem in den Griff bekommen. Das wird kurz angesprochen – und zack kommt wieder ein Einwand, das nächste Thema: Finanzierung der Kommunen. Und weiter geht´s zum Thema Sommerpause der Regierung und der Parlamente. Das denke ich auch, dass Merz weiß, was richtig wäre, es aber mit der SPD nicht umsetzen kann. Aber mein Problem mit Merz: Warum fesselt er sich selbst mit der Brandmauer.

Der Sternmensch ist sonderbar, weil er dann auf grüne Energie beharrt und auf Trump und die Sozialreformen nicht für sinnvoll hält. Und dann kommt wieder der Grün-Linke heraus. Er boykottiert das Thema durch links-grüne Allgemeinplätze, wie er das Thema Migrationspolitik boykottierte. Dass wir mehr arbeiten müssen, wie die Chinesen, dass Sozialreformen unbedingt notwendig sind, damit Menschen in Arbeit gehen.

Ich finde das Thema spannend. Vor allem darum, was leider wegen eines Feueralarms im Studio nicht angesprochen werden konnte:

Wir in Deutschland haben hart gearbeitet. Dann wurden die Maschinen erfunden, die Geld verdienten – und das harte Arbeiten auf vielen Ebenen nicht mehr priorisieren ließ. Geld floss. Inzwischen gibt es andere Staaten: die arbeiten hart und haben die Maschinen. Das bedeutet für unser Land, dass die anderen uns überholen können. Und wenn die anderen uns überholen, sinken wir immer weiter herab bis dahin, dass wir auch politisch weltweit nichts mehr zu sagen haben. Was für die Menschenrechte nicht unbedingt von Vorteil ist.

Und da setzt aus meiner Sicht wieder die Bildung an. Wir haben nicht so viel Arbeitsplätze für Ungebildete. Wir benötigen unbedingt umfassend gebildete Menschen, damit diese auch in Bereichen arbeiten können, in denen Bildung unser Land weiterbringt. Polit(N)GOs sind es nicht, die das Land weiterbringen. An dieser Stelle wird die Migrationspolitik wieder wichtig. Wenn diejenigen, die zu uns gekommen sind, nicht integriert sind und fleißig mitarbeiten können, dann wird es nichts. Es ist rühmend hervorzuheben, dass wir Zugereiste haben, die unser Land mit voranbringen. Aber es sind zu viele, die gepampert werden. Die sind nicht unbedingt daran Schuld – es sind die politischen Rahmenbedingungen.

*

Alter schützt vor Beschränktheit nicht.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=buDqWXfwZwA

Niedersachsen: 10 Millionen

Niedersachsen: Das ist groß. Bayern muss nicht für sich werben. Lustig. Die Länder setzen eben Prioritäten, wenn es ums Geld ausgeben geht. Was sind schon 10 Millionen – ist ja eh Steuergeld (wahrscheinlich kommt, wie bei Hessen bald wieder ein 10 Millionen plus…).

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=L-rq5yoMbws

Infos aus Israel

Hier: https://www.youtube.com/watch?v=9y6KvyXkhz8 (Auch das Thema Iran: Ich finde es so krass, wie schamlos der Iran verkündet, den Libanon zu beherrschen, wenn er auf Israel Raketen schießt, weil die Hisbollah angegriffen wird. Aber damit lassen sie die Katze aus dem sack – eigentlich müsste jeder Hisbollah Fan erkennen, was da passiert. Aber Ideologen sind eben verblendet.) Als Info auch ein Terrorakt in Israel und dass Frankreich Israel von der Waffenmesse ausschließt. Aber ich vermute, Israel braucht das nicht, um den Waffenexport zu forcieren. Das heißt aber nicht, dass das gut ist, im Gegenteil, es beschwingt die Israelhasser.

Asoziale Energiewende

Über die Energiewende – Steuer- und anderes Geld verwirbelt im Wind – zum Schornstein rausgepustet kann man ja nicht mehr sagen: https://www.youtube.com/watch?v=zSkRdR0WaqI

Poschardt: Bückbürgertum

Zu seinem Buch: https://www.youtube.com/watch?v=HwHa6WSRS3c

Jetzt lassen sich Bückbürger von einer Minderheit am Ring durch die Manege führen, so eine Gesprächsteilnehmerin, Janna Ensthaler. Wir können nicht mehr auf die Politik warten. Sie hat recht. Das schrieb ich auch: Sein Ding durchziehen – wie auch immer die Politik agiert und agitiert. Aber das Problem: Die überziehen alles mit so heftigen Sanktionen, sie werfen Knüppel zwischen die Beine, sie fesseln mit ihrem Bürokratismus. Sodass es großen Mut aller erfordert, sich, was auch immer diese Politiker aushandeln, eigenverantwortlich und selbständig zu handeln. In der Diskussion spricht Philipp Jessen von einem SocialMedia Mob, der versucht, Unternehmen und andere einzuschüchtern, die gar nichts mit den Firmen zu tun haben – einfach, um es mit eigenen Aussagen zu sagen: Lust am Herummobben und Einschüchtern hatten. Manche ließen sich davon wirklich beeindrucken. Poschardt weist darauf hin, dass es auch immer hellsichtige Mahner gab. Genau, das finde ich auch: Kein Bückbürger ist zurzeit Manuel Ostermann.

Ich könnte noch eine Menge dazuzählen. Auf TikTok finde ich viele mutige Personen, so Deniz Karabag, Osus TV (André Mörker), mit Blick auf Politik, viele Menschen, die bestimmte Themen ansprechen, die als Christen aus Ländern mit islamisch(tisch)en Druck kamen und hier Tacheles reden. Ich freue mich über jede neue Entdeckung – auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, was und wie sie es sagen. Aber das sind keine Bückbürger, sondern Menschen, die verantwortlich und mit Rückgrat ihre Meinung kundtun. Immer wieder tauchen auch einzelne Namen mutiger Personen auf aus Parteien – auch aus den Parteien, die man im Grunde als Sammlung von Bückbürgern abgeschrieben hat. Wie steht es um die Kirchen, Christen, die eigentlich als durch Christus befreite Menschen vom Bückbürgertum nichts an sich haben sollten? „Ich frag ja nur!“

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Maler 59/60: Nathalie Picoulet und Vittorio Dangelico (Vidan)

Mir wurden folgende Malerin und folgender Maler vom Youtube-Algorithmus empfohlen: Nathalie Picoulet und Vittorio Dangelico. Ich nehme sie auf, nachdem ich mich in den letzten Tagen eher mit „schwerer“ Kunst beschäftigt habe: Daumier, Rouault, Sickert.

Ich frage in meinen Darlegungen, warum malt der Künstler gerade das, was er malt, was kann das mit seiner Zeit zu tun haben? Was setzt er ins rechte Licht, was hebt er hervor?

Spannende Fragen, die auch diese Malerin betrifft oder den Maler. Was sagt das über unsere Zeit aus, dass sie das malen, was sie malen, und dass sie es auf diese Weise malen? Es könnte an dieser Stelle auch über diese Kunstwerke im Vergleich zur abstrakten Kunst nachgedacht werden, was ich aber nicht tun möchte.

Ich will nicht viel zu den Gemälden schreiben, nur auf ein paar Aspekte hinweisen: Von manchen Bildern, gerade denen von Picoulet, geht eine große Ruhe aus – eine Ruhe, die aus Einfachheit und Würde erwächst. Anders die Bilder von Vidan, die eher südliche Sommerlust – nicht nur bloße Leichtigkeit – triggern.

Hervorzuheben sind beide, Künstlerin und Künstler, weil diese Bilder Schönheit feiern, was heute bekanntlich nicht unbedingt überall selbstverständlich ist. Schönheit als Schönheit stehen lassen, auch schöne Gefühle zulassen, anerkennen: Das strahlen für mich diese Bilder aus. In diesem Sinn scheinen mir die Bilder gegen einen bestimmten elitären Strom unserer Zeit zu schwimmen.

Aber gleichzeitig scheint mir die Schönheit auch verletzlich zu sein. Schönheit wird auch in unserer Zeit dadurch verletzt, indem sie negiert, geringgeschätzt, pauschal als Kitsch bzw. banal abgewertet. Schönheit in der Kunst darzustellen ist keineswegs banal: Menschen reagieren auf Schönheit ganz natürlich. Durch das Betrachten von Schönheit werden Dopamin, Endorphine, Oxytocin freigesetzt – oder wie auch immer man den Hormoncocktail bezeichnen möchte. Irgendwo habe ich mal das Wort Neuroästhetik gelesen. Mal nachsehen, was Wikipedia dazu schreibt: Ich weise hier lediglich darauf hin: https://de.wikipedia.org/wiki/Neuro%C3%A4sthetik

Ein Kampf gegen das natürliche Schönheitsempfinden ist im Grunde ein ideologischer Kampf gegen das, was „bio-psychologisch“ ganz normal ist. Von daher ist sich vergleichender Neid unangebracht, weil jeder „bio-psychologisch“ von der Schönheit anderer profitiert.

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Paul Gerhardt: Geh aus, mein Herz, und suche Freud

Ich habe bislang zur Erinnerung an Paul Gerhardt, der vor 350 Jahren gestorben ist, ein paar Lieder angedacht: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/09/albern/ („Ich hab oft bei mir selbst gedacht“ und „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“); https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/08/ich-singe-dir/ („Ich singe dir mit Herz und Mund“); https://blog.wolfgangfenske.de/2026/06/07/befiehl-du-deine-wege/ („Befiehl du deine Wege“). Heute möchte ich das Lied andenken: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ (EG 503).

Dieses wunderbare Lied, „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“, dessen Text und Melodie wunderbar zusammen gehören, beginnt mit der Strophe (zitiert nach Wikipedia):

1. Geh aus / mein hertz / und suche freud
In dieser lieben sommerzeit
An deines Gottes gaben:
Schau an der schönen gärten zier
Und siehe / wie sie mir und dir
Sich ausgeschmücket haben.

Paul Gerhardt lebte in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Auch nach dem Krieg war das Leben in Dörfern und Städten vielfach zerstört. Marodierende Banden, Hunger, Seuchen, Verwahrlosungen haben die Blicke der Menschen gefesselt. Mit der ersten Strophe fordert Paul Gerhardt sein Herz auf, nicht an diesen und anderen Übeln hängen zu bleiben, sondern hinauszugehen, die Schönheit anzusehen. Die Gärten, die gesamte Natur hat sich nach dem Winter geschmückt. In den Strophen 2-7 beschreibt er seinem Herzen die rauschende, klingende, summende – und auch des Menschen jauchzende Welt. Die Schöpfung wird hier zum Animateur, zum Anstifter der Freude.

All das, was er wahrnimmt, animiert ihn selbst zu singen:

8. Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herzen rinnen.

Weil alles klingt, summt, singt, beginnt nun nach dem Beschreiben des Gesehenen und Gehörten, das Herz selbst zu singen. Das alles, was da klingt, summt, singt, entspringt Gottes großem Tun. Es klingt, summt, singt nicht aus sich heraus, sondern weil Gott dahintersteht. Und weil Gott dahintersteht, werden alle Sinne wach: die Augen, das Gehör, der Mund – aber auch die Nase, das Fühlen. Alles bringt mich in Bewegung, das überschäumende Leben lässt mich sozusagen mitvibrieren. So macht mein Herz mit – und ich unterdrücke das nicht. Ich lasse meinem fröhlichen Herzen einfach freien Lauf.

Die Strophen 9-11 weisen darauf hin, dass es im Garten Gottes, dem Paradies noch viel, viel schöner sein wird. Aber noch bin ich nicht da, sondern auf der Erde. Und so schreibt er in der 12. Strophe, dass er auch hier auf der Erde singen, Gott loben möchte, auch wenn das Leben schwerfällt:

12. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch
hier trage dieses Leibes Joch,
auch nicht gar stille schweigen;
mein Herze soll sich fort und fort
an diesem und an allem Ort
zu deinem Lobe neigen.

Aber das geht nur mit Gottes Hilfe. Und so bittet er in der 13. Strophe um Gottes Geist, dass er helfe, in meinem Lebensgarten gute Früchte zu bringen, das heißt, gute Werke zu tun, dem anderen Menschen zu helfen. Er führt das nicht aus, weil er weiß: Im Grunde des Herzens wissen alle, was das bedeutet, gute Glaubensfrüchte zu bringen.

Die Bitte geht in Strophe 14 weiter:

14. Mach in mir deinem Geiste Raum,
dass ich dir werd ein guter Baum,
und lass mich Wurzel treiben.
Verleihe, dass zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze möge bleiben.

Er bittet darum, ein guter Baum zu werden – aber bis es so weit ist, möchte er in Gottes Garten eine schöne Blume bleiben, und zwar zu Gottes Ruhm. Er bittet nicht darum, Gottes schöne Blume zu werden – denn die ist er schon. Bis er, so schließt er in der 15. Strophe, von Gott in das Paradies geholt wird, um Gott ewig zu rühmen, ihm zu dienen.

*

Wir können sehen lernen. In allem Leiden, in allen Sorgen, angesichts aller Schmerzen können wir sehen lernen. Gott gibt so viel Schönes. Der Verstand muss jedoch das Gesehene dem Gefühl, der Seele, dem Herzen vermitteln: „Schau, mein Herz, lass dich von den Sorgen, Schmerzen, den Leiden nicht fesseln. Geh aus deiner Verkrümmung im Negativen, im Traurigen hinaus und sieh, wie wunderbar alles ist.“ Wenn wir dem Herzen das vermitteln, dann beginnt es ganz von selbst Gott zu loben, weil es erkennt: Die Welt besteht nicht nur aus Leiden, Sorgen, Schmerzen.

Paul Gerhardt lässt den Blick aber noch weiterschweifen. Nicht die Erde ist es, auch nicht die Schönheit der Erde ist es, die uns fesseln soll. Wir sollen nicht an der Erde kleben, sondern auf das schauen, was Gott uns Wunderbares auch nach diesem Leben bereitet. Wir selbst können es jedoch nicht aus eigener Kraft. Die Fesseln der Sorgen, des Leidens, des Schmerzes sind oft zu groß. So müssen wir Gott selbst bitten unser Herz – aber auch unseren Verstand, unseren Geist – zu öffnen.

Mir hat es das Bild von der Blume angetan: Paul Gerhardt bittet Gott nicht, wie wir sahen, eine schöne Blume in Gottes Garten zu werden, sondern zu bleiben. Wir haben hier eine Formulierung vor uns, die erstaunlich modern klingt: Ich bin ich – ich bin nicht nur verletzt, zerstört, verängstigt, ich bin schön. Warum bin ich schön? Weil ich Gottes Blume bin. Und solange ich Gottes Blume bin, weiß ich, dass ich schön und wertvoll bin!

Und so dürfen wir überlegen und fragen: Als welche schöne Blume sehe ich mich in Gottes Garten?