Keiner lernt

Obama lernt nicht, er finanziert die Rebellen – und somit die Islamisten mit – und kapiert es nicht. Ich hatte das gestern im Blog. Aber auch die EU lernt nicht. Munter nimmt sie die Ukraine in ihrem Machtbereich auf, ohne gelernt zu haben, dass das doch der Stein des Anstoßes ist. Parallel dazu wird Moskau gewarnt. Es gab einen kleinen Lichtblick, der die Eiszeit brechen konnte – der wird nun wieder durch diesen EU-Tunnelblick zerstört – und die EU-Granden freuen sich köstlich, wie das Bild zeigt: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article129530661/Von-heute-an-rueckt-die-Ukraine-naeher-an-Europa.html Mit kluger Politik hat das nichts zu tun.

Ich finde es übrigens gut, dass Österreich eine eigenständige Außenpolitik betreibt – nicht nur mit Blick auf Erdogan, sondern auch mit Blick auf die Pipeline.

Scholl-Latour hat Recht! http://zuerst.de/2014/06/27/scholl-latour-westliche-politik-im-nahen-und-mittleren-osten-schreckliche-heuchelei/ : Mit der Unterstützung Saudi Arabiens (und Katars) sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen. Von daher ist es leichtsinnig bis hin zur Selbsttötung, sich vom russischen Gas abzukoppeln und sich dann wieder diesen Regimen in die Arme zu werfen.

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Es kommen Schreckensmeldungen aus dem Irak – das Morden der Islamisten: http://www.welt.de/politik/ausland/article129524526/Isis-Kaempfer-sollen-160-Maenner-exekutiert-haben.html All diese Meldungen hätten auch schon aus Syrien kommen können – da hat man sie verschwiegen und dadurch die Islamisten groß werden lassen. Das war politisch gewollt. Und nun – gut, dass im Augenblick noch wenigstens die Morde im Irak veröffentlicht werden, bis das auch politisch nicht mehr gewollt ist.

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Das ist typisch – keine Ahnung haben, aber dennoch eingesetzt werden – für die Obama-Regierung? http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-obama-soll-george-tsunis-nicht-zum-botschafter-in-norwegen-machen-a-977994.html Obwohl – Norwegen, was ist aus US Sicht Norwegen? 5 Millionen Einwohner – New York hat 8 Millionen. Also Norwegen soll sich mal nicht so haben.

Nachtrag: Frankreich lernt: http://www.welt.de/politik/ausland/article129561589/Paris-will-weiter-Kriegsschiffe-an-Moskau-liefern.html So viel zum Thema Sanktionen und der eigenen Wirtschaft damit schaden.

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Trauer

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Männer trauern anders als Frauen. Meistens zumindest.

Frauen sind emotionaler – und werfen Männern vor, nicht richtig zu trauern, weil sie eben nicht so emotional reagieren.

Männer sind weniger emotional – und werfen Frauen vor, zu hysterisch zu trauern, weil sie eben nicht so distanziert reagieren.

Jeder trauert auf seine Weise und es ist unangemessen, dem anderen vorzuwerfen zu sichtbar oder zu unsichtbar zu trauern.

Jeder trauert auf seine Weise, Frauen trauern jeweils unterschiedlich und Männer trauern jeweils unterschiedlich. Das ist wie eine eigene persönliche seelische Handschrift haben.

Miteinander sollte jeder auf seine Weise trauern können – Trauer eignet sich nicht, um gegeneinander zu agieren.

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Sex im alten Rom

„Dass sich dennoch viele Frauen prostituierten, hing mit der weitgehend romantikfreien Einstellung der Römer zur Sexualität zusammen…“ http://www.welt.de/geschichte/article129448408/In-Rom-war-koerperliche-Liebe-ueberall-verfuegbar.html Das mag sein. was aber auch ist: Den Mädchen und Frauen blieb ja nichts anderes übrig. In reichen Kreisen konnten Mädchen und Frauen den gierigen Blicken der Männer entzogen werden – in der Welt der Armut mussten sie das alles über sich ergehen lassen. Nicht nur Mädchen – auch Jungen. Auch in Ägypten der damaligen Zeit usw. konnten Reiche ihre Familie schützen – aber eben nur die. Die anderen konnten nicht geschützt werden. War es bei Petron? be Philo?, wo ich gelesen hatte, wie die jungen Männer eines Dorfes die Familie belagerte, um an das Mädchen zu kommen? Es blieb den Leuten nichts anderes übrig, als diesem Druck nachzugeben – und das war wohl weniger schmerzhaft, wenn man damit wenigstens Geld machen konnte, um den Unterhalt zu finanzieren.

Ich vermute übrigens, dass auch aus diesem Grund der christliche Glaube so attraktiv war: In den Gemeinden waren Menschen vor den Nachstellungen sicher. Ein Mann hatte eine Frau – und eine Frau hatte ein Mann. Und sie blieben beieinander. Sexualität wurde in der Bedeutung zurückgeschoben, man wandte sich gegen Kinderschänder, Lustmolche und andere – man wollte eine Sitte nach Gottes Willen einführen, die Menschen schützt und nicht erniedrigt. (Natürlich gab es auch schwarze Schafe, die das Bild, das die Menschen von der christlichen Gemeinde hatten, ausgenützt haben, aber die wesentlichen Strömungen des Christentums haben in Sachen Sexualität einen Kontrapunkt zur damaligen Verwahrlosung bzw. Unkultur gesetzt.)

Diese Errungenschaft, von der wir heute noch in unserem Land leben, die geben wir leichtfertig auf, weil man meint, man sei so viel besser, aktueller, zeitgemäßer, wenn man die Sexualität wieder frei gibt. Oh Mann – Leidtragende werden wieder die Frauen sein, wenn die letzten Reste der christlichen Sittlichkeit von unserer Gesellschaft verachtet werden.

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Bettina Röhl über Alice Schwarzer

Bettina Röhl zu Alice Schwarzer: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-was-hinter-der-marke-alice-schwarzer-steckt/10088332.html Muss man Alice Schwarzer verteidigen? Sie hat übertrieben, hat aber die Augen geöffnet für Missstände, ist Ausgeburt ihrer Zeit – sonst hätte sie nicht so viel Nachfolgerinnen gehabt – und da hat Bettina Röhl Recht: Sie hat der Gesellschaft auch geschadet. Vor allem sehe ich das nicht so sehr in der abstrusen Genderfrage, sondern in der Frage zum Thema Abtreibung. Der Tötung von ungeborenen Menschen.

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Mindestlohn+Energiewende+Maut

Ich bin mal gespannt, wie sehr letztendlich die Lebenshaltungskosten steigen werden, weil die Regierung das Thema Mindestlohn, Energiewende, Rente mit früher und Maut durchgepaukt hat bzw. dabei ist, es durchzupauken.

Die Freude der Menschen über die vielen zusätzlichen Kosten blitzen schon aus allen Knopflöchern – auch bei der Krankenkasse wird es in kurzer Zeit ein Erwachen geben. Die AfD sollte auch in der Innenpolitik durchhalten – vielleicht hat sie aufgrund der kommenden Unzufriedenheit mit dieser Politik eine größere Chance. Freilich sehe ich die Kapazitäten der AfD nicht gegeben. Schafft es die FDP? Denn irgendwohin muss ja der Zorn entweichen. Oder: Alle wählen Die Linke. Und was kommt dann? Die Uhren laufen, wie in Bolivien: Rückwärts: http://www.spiegel.de/politik/ausland/bolivien-regierung-laesst-uhren-gegen-den-uhrzeigersinn-laufen-a-977663.html Auf was für verrückte Ideen die Ideologen kommen.

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Islam ist nicht Islam

Natürlich hat der islamische Dschihad nichts mit dem Islam zu tun. Genauso wenig wie die Verheiratung von jungen Mädchen etwas mit Mohammed zu tun hat.  Heute hat nichts mit dem Islam zu tun auch nicht die Tötung von Konvertiten. Auch die leichte Form der Beschneidung hat nichts mit dem Propheten zu tun, wie auch nicht die Verhüllung von Frauen und nicht die martialischen Strafen der Scharia.

Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun – es wird nur eben alles mit dem Islam begründet. Und warum wird so viel mit dem Propheten begründet bzw. mit dem Islam, dem Koran? Weil lesende Menschen es im Koran und in den Ahadith finden.

Nun kann man sagen: Das sind alte Traditionen, die halt zur Zeit Mohammeds üblich waren – aber die können vernünftige Menschen der Gegenwart streichen und sich im Sinne der Gegenwart angemessener verhalten. Können Muslime so mit dem Koran umgehen? Mit den Ahadith?

Das ist die spannende Frage in der Zukunft: Welcher Islam wird sich durchsetzen. Im Augenblick sieht es eher danach aus, dass sich der traditionelle Islam durchsetzen wird, vor allem auch darum, weil freiere Muslime keine richtige Antwort auf diese Diskrepanz zwischen Gegenwart und Koran/Ahadith finden. Und die normalen des Lesens kundigen Menschen, die nicht gelernt haben, differenziert zu denken – vermute ich – lesen eben alles wie es da steht und nicht, wie man es gerne aus der Gegenwart heraus verstehen möchte. http://www.jihadwatch.org/2014/06/middle-east-security-analyst-rise-of-global-jihad-has-nothing-to-do-with-islam Alle Welt wartet darauf, dass der Islam Antworten findet. Manche sagen: Es wird nie passieren. Ein anderer Islam wäre kein Islam mehr. Manche hoffen, es wird die Quadratur des Kreises gelingen – oder besser: die Zerschlagung des gordischen Knotens wird irgendjemanden gelingen – und es wird von allen Muslimen anerkannt werden.

Noch ist die Geschichte, die Weltgeschichte nicht an ihr Ende angelangt. Das bedeutet: Versuchen wir unseren Teil dazu beizutragen, dass wir freie Menschen bleiben, die menschlich und verantwortungsvoll handeln.

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Mädchen verbluten

Mädchen sterben, weil Männer sie heiraten – im Jemen: http://www.morgenpost.de/politik/article119841233/Achtjaehrige-Kindsbraut-verblutet-in-Hochzeitsnacht.html%3bjsessionid=3-qagjwrHGShycDcsJ2I2AwC

Und auch in anderen Ländern ist es erlaubt bzw. wird von bestimmten Stammesverbänden einfach vollzogen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderheirat#Islamische_L.C3.A4nder In dem Wikipedia-Artikel geht es auch um Indien…

Grundsätzlich dazu: http://www.cileli.de/2014/01/kinderheirat-gewalt-vergewaltigung-und-elend-auf-lebenszeit/

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USA und Islamisten

Während Kerry gegen Maliki kämpft – erobern die Islamisten Teile des Irak. Jeder also auf seine weise? http://www.welt.de/politik/ausland/article129492380/Isis-Terroristen-stehen-kurz-vor-Bagdad.html

Kerry kommt zu spät – und indem er die Tatsachen nicht anerkennt, versucht er durch zurückdrehen der Uhr die Lage zu verändern. Aber er kommt zu spät. Erst müssen die Islamisten verdrängt werden – dann können die gemäßigten Kräfte einen neuen weg einschlagen. Maliki weg – das ist kein neuer Weg. Er schwächt im Gegenteil die Regierung. In den medien wird wieder einmal ganz im Sinne der USA gegen Maliki gekämpft – auch ein Schiit ist gegen Maliki. Ja und? Mag man da sagen. Hilft das gegen die Islamisten? Nein. Sie wollen den Sieg. Alles andere ist denen egal.

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Es gibt auch Politiker die nichts dazu lernen, weil sie angesichts der Situation einfach blind sind, ihren Kopf durchsetzen möchten. Dazu gehört zweifelsohne Obama: http://www.spiegel.de/politik/ausland/obama-will-syrischen-rebellen-helfen-a-977762.html Oder ist das nur ein Zugeständnis an die Saudis? Ich bekämpfe die Islamisten im Irak dafür bekommt ihr Unterstützung derselben im Kampf gegen Assad? Denn er kann doch nicht echt davon ausgehen, dass er so viel Zeit hat, noch Oppositionssoldaten ausbilden zu können, die Assad und die Islamisten bekämpfen. Sie werden in die Hände der Islamisten fallen wie die bisherigen Assad-Gegner auch.

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Kulturelles Konstrukt

OceanArt 10

Alles ist vom Menschen erdacht, gemacht worden. Die Kultur, die Ethik – alles rein menschlich, zufällig, irgendwie geworden, weil Menschen es als gut ansahen – und darum, weil es von Menschen gemacht wurde, können wir alles verändern, müssen wir alles diskutieren, müssen uns wieder neu im Klaren werden, was das ist “gut” oder “böse”. Es gibt keine festen Maßstäbe – sondern das ist jeweils gut/böse, was die jeweilige Zeit als ein solches empfindet. Und wer das ist “die jeweilige Zeit” – das sind die Kulturprägenden, die Medien, Politiker, Philosophen. Sie geben nach langen Diskussionen die Vorlagen, und daran haben sich alle zu richten, die Pfarrer, die Lehrer… Nein, so ist das natürlich irgendwie dann doch nicht, denn die Diskussion hat mit Gott etwas gleich: sie ist ewig. Man kommt nie zum Schluss – und bevor man zum Schluss kommt, darf jeder tun und lassen, was er will – außer anderen zu nahe zu treten, ihn zu schädigen. Das klingt gut.

Darf ich jedoch das Rind schädigen, weil ich hunger habe? Wer gibt mir das Recht als Teil der Evolution eine Quecke zu bekämpfen – stehen wir doch eigentlich auf einer Stufe, denn Pflanzen spüren, wie die Wissenschaft herausfindet, wie du den Schmerz. Darf ich einen behinderten Menschen davon ausschließen, Manager zu werden? Darf die Politik Gesetze machen und die Polizei/Gerichte sie durchsetzen? Wo schädige ich den anderen, wo wird er eingeschränkt in seiner Freiheit. Darf ich Verlässlichkeit verlangen – oder schädige ich damit den anderen? Darf ich ein T-Shirt aus Indien tragen, das unter unerträglichen Zuständen hergestellt wurde? Darf man einen Diktator und seine Anhänger stürzen, darf man die Kapitalisten ausrauben? Darf man also diejenigen schädigen, die andere schädigen?

Es klingt alles so schön einleuchtend in unserer Zeit: alles ist Menschen gemacht – also darf man alles ändern, muss es sogar, weil es überholt ist – wenn man andere nicht schädigt, es sei denn, man muss sie schädigen… Doch wer darf das? Wer sagt das? Wer leitet und bestimmt die Diskussion?

Nun: Wenn unsere Zeit alles hinterfragt, so darf man die dominanten Strömungen unserer Zeit auch hinterfragen, auch wenn dann alle zu stolpern beginnen, wie der 1000füßer, der gefragt wurde, mit welchem Bein er morgens zuerst losgeht. Und seitdem war er nur noch ein purzelndes Knäuel. Auch unsere Zeit ist ein purzelndes Knäul, wenn der Maßstab fehlt.

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