Proteste gegen IS?

Wie so oft: Was gingen sie gegen Israel auf die Straße – und gegen diejenigen, die angeblich mit dem Islam nichts zu tun haben, die angeblich Allah mit ihren barbarischen Taten lästern – da bleibt man dann doch lieber zu Hause.

Das sind solche Beobachtungen, die äußerst irritieren. Sie irritieren, weil sie damit auch Muslime im Stich lassen, die unter den Terrorgruppen zu leiden haben.

Genauso Boko Haram – noch immer sind die 200 Mädchen in der Gewalt dieser Terrorgruppe – keiner der Eifernden, der gegen Israel Protestierenden, geht auf die Straße.

Es berührt die Emotionen nicht so wie der Kampf gegen Israel. Verstandesmäßig mögen viele die Taten der Terroristen ablehnen – aber ihre Emotion ist nicht dabei. Warum diese emotionale Lähmung? Haben muslimische Wissenschaftler das schon untersucht und erforscht?

Und wenn die muslimischen Massen es jetzt nicht tun, weltweit, was ist, wenn Terroristen die jeweils eigenen Länder bedrohen? Werden sie auch da schweigen und die Nichtmuslime den Terroristen ausliefern?

Das alles verunsichert. Ob eigentlich von muslimischer Seite der Wunsch besteht, dieser Verunsicherung zu begegnen oder ist es Kalkül zu verunsichern?

Kennt jemand zu dieser Frage muslimische Studien, die übersetzt wurden?

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Islamische Geschichte

Der einseitigen Geschichtsschreibung des Westens mit Blick auf den Islam wird hier eine andere einseitige Geschichtsschreibung entgegengestellt. Um nicht unsere einseitige Geschichtsschreibung für die Wahrheit zu halten, sei die andere anzusehen empfohlen, denn man muss alle Seiten hören – auch mit Blick auf den Islam: http://www.mrctv.org/videos/bill-warner-why-we-are-afraid-islam-german-subtitles Aber der westliche Mensch will das nicht hören. Warum nicht? So fragt der Autor. Weil ein misshandelter Hund auch die Haltung eines misshandelten Hundes annimmt.

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IS[IS] mordet+Ukraine

700 Mitglieder eines Stammes sollen diese islamistischen Barbaren ermordet haben, weil sie sich vom Terror lösen wollten. Damit zeigen sie uralte Verhaltensweisen: Nur mit Terror halten sie die Leute – und gleichzeitig bestätigen sie das, was ich neulich schrieb: Die sunnitischen Clanchefs werden sich hüten, sich wieder der irakischen Zentralregierung zuzuwenden, weil sie Angst haben müssen, geköpft zu werden: http://www.spiegel.de/politik/ausland/massaker-in-syrien-dschihadisten-toeten-700-angehoerige-eines-stammes-a-986515.html

Angeblich gibt es Erfolgsmeldungen, dass sich ClanChefs im Irak von dem islamischen Staat (IS) lösen. Es wäre echt schön, wenn ich mich irren würde mit meiner Meinung: Sie tun es nicht, weil sie Angst vor diesen Mördern haben.

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Das dürfte meinen Blogleserinnen und -lesern bekannt vorkommen: http://michael-mannheimer.info/2014/08/17/das-vermaechtnis-von-peter-scholl-latour-die-dschihadisten-stehen-bereits-vor-unserer-hasutuere/ – mit Blick auf Saudi Arabien.

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Steinmeier lehnt einen unabhängigen Kurdenstaat ab. Wie will er das machen, dass die Kämpfe zwischen Kurden und Türkei abflauen, wenn die Kurden mehr Kämpfer (durch die Flüchtlinge) und modernere Waffen bekommen? Wie er die Quadratur des Kreises hinbekommen möchte, wird spannend: http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-steinmeier-lehnt-unabhaengigen-kurdenstaat-ab-a-986522.html Wer den Kurden Waffen liefert bzw. sie stärkt, muss wissen, der nächste Konflikt mit der Türkei wird hart.

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Cameron wie Obama – die eisernen Besen, die er rief, will er nun wieder los werden… http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/cameron-warnung-is-terror-europa Denkt Cameron auch an das? http://www.jihadwatch.org/2014/08/uk-muslim-jew-hatred-demonstrators-attack-police-trash-supermarket

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Es wäre so gut, wenn in Berlin ein Durchbruch im Gespräch zwischen Russland und der Ukraine – und der EU – gelänge! Freilich: Äußerste Vorsicht bis hin zum Pessimismus bestimmt das Bild: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-steinmeier-fuerchtet-direkte-konfrontation-mit-russland-a-986579.html Die Ukraine als neutraler Staat, in dem die einzelnen Volksgruppen mit größtmöglicher Autonomie einen Staat bilden – ob die das hinbekommen?

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Segen am Sonntag – Weniger Frieden – mehr Frieden

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Man mag über diese Information diskutieren, weil meines Erachtens nicht alles stimmt, aber der Artikel zeigt die Verschlechterung des Friedenszustandes auf der Erde seit 2007 an: http://www.independent.co.uk/news/world/politics/world-peace-these-are-the-only-11-countries-in-the-world-that-are-actually-free-from-conflict-9669623.html

Gestern klingelte eine Frau, um Geld zu erbeten. Ich öffnete. Sie sagte mir, was ich beruflich mache und outete sich als Christin – sie hat nicht nur Floskeln geredet, sondern ernsthaft Durchdachtes. Unter anderem sagte sie, dass die Flugzeugabstürze, die ganzen Kriege so in der Ukraine, im Irak doch erschreckend seien und sie sich frage, ob die Welt ihrem Ende zugehe. Wir redeten dann dies und das weiter.

Mir wird daran deutlich, wie sehr auch Menschen, die um ihr Überleben kämpfen müssen, von den weltpolitischen Ereignissen gerüttelt werden. Das alles scheint an der  Gesellschaft, den Bürgern nicht einfach so vorüberzugehen. Woran soll man sich festhalten, wenn alles zu schwanken scheint?

Ich selber sehe die Ereignisse in der Ukraine, in Syrien/Irak weltpolitisch dramatisch – Ihr wisst es – aber es gehört zum Irrsinn der Menschheit dazu. Es gab immer Zeiten, in denen alle möglichen Gruppen übereinander hergefallen sind, in denen Barbarisches geschah, alte Grenzen zerbrachen, mühsam aufgerichtete Regeln missachtet wurden. Der Mensch in seinem Hochmut zeigt immer wieder, was für ein schuldiges – und somit grausames – Wesen er ist. Dann bekommt er wieder eine Chance, alles mehr oder weniger auf die Reihe zu bekommen. Und versucht es mehr oder weniger klug und menschlich.

Das sieht nun alles so danach aus: Dagegen kann man ja eh nichts machen – und resignieren. Ich denke schon, dass man etwas dagegen machen kann – sonst würde ich meinen Blog nicht schreiben. Auch in dieser Hinsicht finde ich den Ansatz von Jesus klasse: Tue Gutes an deinen Mitmenschen und diese tun es weiter – und wie ein Schneeballsystem wird die Welt ein Stückchen besser. Es gibt Rückschläge, es gibt Gruppen, die meinen, das Zusammenleben stören zu müssen, die Harmonie verabscheuen, die meinen, andere beherrschen zu müssen. Aber seit Jesus ist Neues in Gang gesetzt und das wird um sich greifen. Denn solche Versuche wie die, dass man sich umeinander kümmert, um Arne, um ausgesetzte Kinder, dass man Krankenhäuser errichtet, die die Allgemeinheit zahlen muss, in der Neuzeit das Rote Kreuz, wie die UN – trotz all ihrer Unzulänglichkeiten -, die Menschenrechte… – all das gab es vor Jesus nicht und wurde durch ihn und den Seinen langsam entwickelt – freilich zum Teil auch gegen die offiziell wirksamen Kirchen.

Die Menschheit geht weiter. Die Frage ist nur: Auf welcher Seite stehe ich: Auf der Seite der Kultur des Todes oder der Kultur des Lebens. Und diese Frage muss man sich immer wieder stellen.

Gott segne Euch, die Ihr Euch für die Kultur des Lebens einsetzt,

die Ihr um sie und um den besten Weg ringt,

damit die Kultur des Todes nicht Übermacht bekommt:

nicht im privaten Umfeld, nicht in der Dorfgemeinschaft, der Stadt, nicht in der Gesellschaft und der Welt.

Ihr alle seid Kinder des Lichtes, schreibt Paulus an die kleine Gemeinde (1. Thessalonicher 5,5).

Auch wenig und kleine Lichter erhellen ihr Umfeld.

Gott segne Euch.

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Zu Sloterdijk + Metazentrum

Zu http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article131177361/Die-Moderne-ist-nicht-nur-ein-Verhaengnis.html

Der Artikel preist die Moderne, weil das Bildungsniveau, das Rentenniveau, Lebenserwartung und Lebensstandard so gestiegen seien. Ebenso werden Gleichstellung und kulturelle Vielfalt hervorgehoben, sowie die „Einhegung willkürlicher Gewalt“… Die Politik als Steuerungsinstanz ist zu etablieren – das wird z.B. mit Blick auf die Wirtschaft gesagt. Der Artikel ist insofern richtig als er sagt, dass die Krisen der Moderne mit Demokratie und Wissenschaft bewältigt werden müssen.

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Dieser Artikel regte zum Nachdenken an. Die Moderne ist nicht nur ein Verhängnis. Die Moderne ist ein Konglomerat aus Altem und Neuem. Jede Zeit ist ein Konglomerat aus Altem und Neuem. Vor allem freilich in unserer Zeit sehr beschleunigt. Jede Gesellschaft versucht neue Wege zu gehen, auch wenn diese neuen Wege als alte Wege deklariert werden. Es sind immer neue Wege – und die Nachteile der Neuerungen bekommt eine Gesellschaft mehr oder weniger schnell mit. Manche Neuerung entpuppt sich schnell als Irrweg – so die Genderfrage – manche entpuppen sich schnell als Irrwege, aber die Meinungsmacher einer Gesellschaft hängen daran, bis sie von einer nachfolgenden Generation eines Besseren belehrt wird – so die Abtreibungsfrage.

Ich für meinen Teil sehe, dass dem Irrweg: Nur das Kollektiv zählt (Nationalsozialismus, Kommunismus) – nun der Irrweg folgt – also das Gegenpendel ausschlägt: Nur das Individuum zählt (von daher halte ich die nationalsozialistischen und kommunistischen Gruppen einfach nur noch für Reste einer Kollektiv-Ideologie – auch das Kollektiv der Linken im Kampf gegen Rechts). Das Ideal wäre, wie es ja auch im christlichen Glauben im jesuanischen Sinne gelehrt wird: Das Individuum ist äußerst wichtig – aber es ist Teil einer Gemeinschaft und hat eben als Individuum auch Teil dieser Gemeinschaft zu sein und zu deren Wohl beizutragen.

Jede Zeit hat ihre Herausforderungen, jede Zeit muss darauf reagieren – und wenn die Politik versagt, dann wird eine Gesellschaft brutal chaotisch, bis sich irgendwann wieder das Pendel ein wenig einpendelt, bevor es wieder langsam auszuschlagen beginnt.

Das Problem, vor dem wir heute im Westen stehen ist eben auch, dass die Steuerungsinstanz Politik nur dann als akzeptabel angesehen wird, wenn sie das macht, was einem lauten Teil der individualisierten Gesellschaft passt. Und wenn sich genügend Individuen zu einem bestimmten Thema zusammengetan haben und laut losschreien, dann wird die Politik entsprechend handeln. Diese Individuen müssen bei anderen Themen nicht miteinander übereinstimmen und suchen sich entsprechend wechselnde Mehrheiten. Und je emotionaler alles bestimmt ist, desto mehr Gewicht bekommen die  Akteure. Nicht der Verstand, die Analytik, das systematische Erarbeiten der Zukunft ist mehr im Blick, sondern das schnelle emotionale Reagieren auf irgendwelche Situationen mit den am lautesten schreienden Gruppen. Das sehe ich kommen. Ganz soweit sind wir noch nicht.

Das Metazentrum der normalen Gesellschaft ist träge. Die laut Rufenden mögen die Politik auf ihre Seite bekommen – die stille, ihren Alltag bewältigende vernünftige Gesellschaft kann viel dazu beitragen, dass all die Aufgeregtheiten, die das Schiff zum Kentern bringen wollen, es nicht schaffen, es umzuwerfen, sondern seine Fahrt in stürmischer See fortsetzen kann. Die Schreienden drängen natürlich darauf, dass das Metazentrum auf ihre Kapitänsbrücke gelegt wird. Und wenn das vollkommen gelingt, dann ist das Chaos in einer Gesellschaft ausgebrochen.

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Peter Scholl-Latour

Peter Scholl-Latour ist gestorben. Ein Unbequemer, der sich von vielen Blendern nicht blenden ließ. Einer, der in vielen Dingen klar gesehen hat und es auch gesagt hat – auch wenn es politisch nicht opportun war. Ich habe mich immer gefreut, ihn zu hören, weil man sich an seinen Aussagen reiben konnte aber froh war, dass einer den Mut hatte, zu reden, auch wenn andere den Kopf schüttelten. Ich vermisse seine Experten-Stimme in diesem babylonischen Stimmengewirr sogenannter Experten. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/peter-scholl-latour-reaktionen-zum-tode-des-journalisten-a-986503.html

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Heilig- und Seligsprechungen in Süd-Korea

Der Papst wird viele koreanische Christen, die im 18. und 19. Jahrhundert ermordet wurden, selig sprechen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-in-suedkorea-maertyrer-bei-messe-seliggesprochen-a-986433.html Ein Großteil der Welt wartet darauf, dass ein Papst in Nordkorea einmal all die Christen selig und heiligsprechen wird, die bis heute unendliche Qualen erdulden müssen. Ebenso warten wir darauf, dass er es in vielen islamischen Staaten einmal tun kann. Nicht nur in Syrien, Irak, Iran, Somalia, Sudan, Pakistan…

Dass so viele in Südkorea, wie in der Tagesschau (16.8.2014) gesagt wurde, katholische Christen sind und täglich werden, habe ich nicht gewusst (jeder 10.). Dabei sind andere christliche Konfessionen noch dominanter: 31% sind Christen, davon sind 23,8% evangelisch (laut wikipedia), besonders von sich Reden machen die evangelikalen/charismatischen Gemeinden. 2007 hatte die Full Gospel Church allein 830.000 Mitglieder und sieben Gottesdienste an einem Sonntag, übersetzt in 16 Sprachen. Missionarisch sind Südkoreaner sehr aktiv und auch an den theologischen Fakultäten zu finden bis hin nach Europa. Viele Menschen in Europa haben den Schatz, den sie überreicht bekommen haben, missachtet und weggeworfen. Dieser wird nun an andere Länder weitergereicht, so zum Beispiel nach Süd Korea, nach China, nach Nigeria, nach Brasilien – und diese werden dann alles Gute, das damit verbunden ist, bekommen, während Europa immer mehr zerfällt. Aber ich hoffe immer noch, dass sich dieser Trend stoppen lässt, damit auch Europa im Konzert der Welt nicht ganz verklingen wird. Noch sind wir ganz munter dabei. Aber das kann täuschen und leichtsinnig machen.

Der Papst betete auch „im Garten für abgetriebene Kinder“: http://kath.net/news/47108 Christen können sich mit dem augenblicklichen Zustand einfach nicht abfinden. Und sie setzen sich seit Jahrtausenden für die Kinder ein. Andere haben da andere Prioritäten: http://kath.net/news/47104

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