Mitgefangen, mitgehangen

Wie heißt es so schön bei unseren Vorfahren: Mitgefangen, mitgehangen. Griechenlands Desaster wird dem Steuerzahler einiges kosten. Nun: Wir können schon sehen, wie die Zukunft Europas aussehen wird. Alle Steuerzahler müssen für die Sünden der jeweiligen Regierungen aufkommen. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/04/schulden-krise-eskaliert-iwf-fordert-verluste-von-euro-steuerzahlern/ Und das wird noch härter als das, was mit Griechenland zu tun hat.

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Mazyek und die falschen Fragen + Reaktionen zum Bekenntnis zu Christus

Mazyek lehnt die Veröffentlichung eines Interviews mit ihm ab, weil die falschen Fragen gestellt worden seien? http://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/aiman-mazyek-unter-druck-91941/

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Daniel Böcking, Stellvertretender Chefredakteur bei Bild, hatte sich zum Glauben an Jesus Christus bekannt – hier erfahren wir viel über die Reaktionen: https://storify.com/daniel_bildde/was-passiert-wenn-du-dich-als-christ-outest

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Hetze + Flüchtlinge/Pro Asyl

Statt dass man sich gegen Attentäter wendet, klagt man diejenigen an, die sich heraus nehmen, ohne vorher den Spiegel zu fragen, ob sie ihre Meinung äußern und gegen Missstände angehen fürfen, die sie auf die Gesellschaft zukommen sehen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/mohammed-karikaturen-ausstellung-in-texas-eine-frau-voller-hass-a-1031943.html

Willst du deine Meinung sagen, willst du dich für oder gegen etwas einsetzen, musst du vorher den Spiegel fragen.

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Sehr gut der Beitrag von Alexander Kissler zu dem Thema: http://www.cicero.de/salon/islamistischer-anschlag-texas-der-westen-kassiert-sich-selbst/59214

Ich möchte das allerdings noch ergänzen: Bei den Linksautoren von Charlie Hebdo, sagen alle: Schlimm, das Attentat. Wenn Nichtlinke dasgleiche machen wie Charlie Hebdo, dann heißt es: Umstritten, rechte Hetze, provokante Islamfeindlichkeit usw.

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HR-Info ein Interview mit einem Pro-Asyl-Aktivisten gehört. Interessant war seine Taktik: Er verwies immer wieder auf die Kriegsflüchtlinge aus dem Irak/Syrien, auch als er vom Journalisten auf andere angesprochen wurde. Das war sein Thema. Alles andere wollte er nicht gelten lassen. Zudem wurde die Frage nach der Änderung der Lage vor Ort angesprochen. Das fand der Pro-Asyler gar nicht gut: Das wird sowieso nichts. Wahrscheinlich, weil Pro-Asyl in den afrikanischen Ländern nichts zu sagen hat, aber bei uns den Leuten den Kopf verdrehen kann?

Ich selbst finde den Einsatz von Pro-Asyl gut. Unterstütze das auch. Aber vielfach finde ich deren Sicht einfach zu beschränkt: Flüchtlinge verwalten – aber nicht die Bedingungen, die zur Flucht treiben, ändern. Unsere Gesellschaft muss verändert werden – nicht die vor Ort?

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War da nicht einmal eine politische Aktion? Als es darum ging, besonders verfolgte Christen aus Syrien nach Deutschland zu holen, setzten sich Grüne und co. dagegen ein, weil das die Muslime benachteiligen würde. Von daher stellt sich mir die Frage: Ist diese Aktion machbar? http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/verfolgte-christen-in-deutschland-aufnehmen-91945/ Oder bekommen dann die Kirchengemeinden statt Christen aus Syrien Muslime aus dem Niger zugewiesen? Ich muss sicher nun an dieser Stelle wieder sagen: Ich habe nichts gegen Muslime aus dem Niger. Nur sehe ich nicht, dass diese verfolgt werden.

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Taliban-Islamisten verüben Anschläge und wollen ein Friedensbüro errichten: http://www.spiegel.de/politik/ausland/tote-und-verletzte-bei-taliban-angriff-in-nordafghanistan-a-1032041.html Sind die Taliban nicht lieb? Sie streuen so viel Sand in die Augen! Und so geht es eins ums andere: Täuschen, täuschen, täuschen – aber warum auch nicht, wenn die Westler darauf reinfallen.

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Was für eine schlimme Zeit haben all diese Frauen und Mädchen hinter sich. Man kann sich das alles gar nicht vorstellen: http://www.msn.com/en-ca/news/world/with-rescue-near-boko-haram-stoned-nigerian-girls-to-death/ar-BBj9piM?ocid=sf – Vor allem kapiert man nicht, dass das so lange gedauert hat, bis die Weltöffentlichkeit erkannt hat, mit was für Mörderbanden sie es zu tun hat. Und dass es so lange gedauert hat, bis die Boko Haram zurückgeschlagen werden konnte. Ich frage mich auch: Hängt das jetzt wirklich mit dem neuen Machthaber in Nigeria zusammen oder sind das die Früchte der Politik des alten Präsidenten? Wenn es mit dem neuen zusammenhängt: Was hat sich an der Strategie geändert? Liegt eine andere finanzielle Lage vor? Wenn ja, von wem wird er finanziell unterstützt?

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Hamas-Fans + Israel-Fans

Die Hamas-Fans wollen wieder Schiffe chartern – aber nicht, um den Menschen zu helfen, die wirklich Hilfe nötig haben: Die Christinnen und Yeziden und anderen, die unter der Barbarei der Islamisten leiden. http://www.jewsnews.co.il/2015/04/30/read-this-quote-very-carefully-and-then-realize-that-this-girl-has-totally-been-ignored-by-the-world-now-imagine-if-she-was-palestinian/ Diese ganzen Aktivisten: Wo bleibt ihr, wenn es um wirkliche Not geht?

Viele der befreiten Frauen in Nigeria sind schwanger: http://www.focus.de/politik/ausland/un-angaben-214-nigerianische-frauen-nach-geiselhaft-bei-boko-haram-schwanger_id_4657617.html

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Auch die islamistische Hamas wird von islamistischen IS bekämpft: http://www.timesofisrael.com/hamas-security-hq-in-gaza-bombed-after-threat/ Was für ein Hauen und Stechen – alle im Namen von: Allahu Akbar. Ein Trauerspiel bieten all diese Islamisten nicht nur den Nichtmuslimen, sondern sicher auch für so manchen Muslim.

Eigentlich müssten all diese Mörder den Menschen die Augen öffnen. Eigentlich.

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Das finden wir nur in Israel, dass ehemalige Militärs die Kriegsethik von 2014 in Frage stellen und der Armee vorwerfen, falsch gehandelt zu haben: http://www.welt.de/politik/ausland/article140474921/Israelische-Veteranen-kritisieren-Gaza-Einsatz.html Ob sie nun Recht haben oder nicht – dass sie das in Israel können, das zeichnet das Land aus. Wenn die Anklagen Hand und Fuß haben, dann zeigt das auch, dass sie für Israel sind, denn auch Israel darf sich Inhumanes nicht leisten. Wo finden wir Vergleichbares in islamischen Ländern, die gegen Israel kämpfen? Da ist die Unmenschlichkeit Staatsdoktrin.

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Slenczka und das Alte Testament

 

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Das war schon verständlich, was Slenczka schrieb, dass man das AT nicht aus christlicher Perspektive lesen solle, dass zwar ein paar Texte auf Jesus Christus hinweisen können, die dann für Christen besonders wichtig sind, dass man im faktischen Gebrauch des AT in der Kirche auch diese Stellen bevorzugt behandelt. Alles richtig.

Von daher kann auch wieder eine Diskussion um das AT und der richtige Gebrauch durch Christen aufkommen. Und muss es auch immer wieder. Und ich kenne noch weitere Theologen, die dem AT skeptisch gegenüber stehen – vor allem auch dem hebräischen Kanon und darum den griechischen Kanon (die griechische Übersetzung bzw. den Umfang) bevorzugen, weil dieser von der frühen christlichen Gemeinde rezipiert worden sei. Was ich in der Pauschalität nicht akzeptieren kann, denn ich habe nachgewiesen, dass das hebräische AT sehr wohl zitiert worden ist (Apostelgeschichte, Apokalypse). Aber das sind wissenschaftliche Interna.

Nur man muss beachten, was ich auch neulich schon geschrieben hatte, dass wir Gottes Handeln mit den Menschen nicht wie Rosinenbrötchen auseinandernehmen können, sondern das Brötchen muss als Ganzes genossen werden. Auch wenn Christen den einen oder anderen Text bevorzugen – der gesamte Text wird rezipiert. Selbst in der Biologie hat man inzwischen gelernt, dass das Exerpieren der DNA nicht genügt, man muss den Kontext der DNA mit berücksichtigen (Epigenetik: http://epigenetics.uni-saarland.de/de/home/ ). So geht es auch mit dem AT: Auch dann, wenn man Teile als besonders bereichernd ansieht, so kann das nur sein, weil das “Drumherum” das Bereichernde eines Textes erst verdeutlicht. Ebenso ist das Neue Testament nicht zu verstehen, wenn man nur die paar christlich interpretierten Texte als Verstehenshintergrund aufgreift.

Das muss natürlich immer wieder diskutiert werden. Aber wenn die Diskussionen der letzten Jahre berücksichtigt werden, die gerade in der Exegese geführt wurden, dann sind wir schon ein immenses Stück weiter gekommen – und ich empfinde die Aussagen von Herrn Slenczka als Rückschritt, und frage mich, ob er die Diskussion der letzten Jahrzehnte überhaupt wahrgenommen oder nur das eigene Fremdeln ausgesprochen hat. Das wäre eine Frage an ihn als Wissenschaftler – und das wäre keine ideologische oder politische Frage.

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Streikvandalismus

Streikvandalismus ist das richtige Wort: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article140455661/Der-Bahnstreik-wird-endgueltig-zum-Stellungskampf.html

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Es gibt das Recht zustreiken. Und das Recht soll auch unangetastet bleiben. Was mich jedoch massiv stört, ist, dass es im Augenblick nicht um das Recht geht, sondern darum, dass eine Gewerkschaft meint, sie müsste sich an anderen abarbeiten. Es geht nicht mehr um Gerechtigkeit, um Lohn, um gerechte Arbeitsbedingungen. Wenn es einer Gewerkschaft um sich selbst geht, dann ist ein solcher Streik Gesellschaft schädigend.

(Nachtrag: Das ist mal wieder so eine Reaktion, die einen ratlos hinterlässt: Gegen den Streik sein, hat doch nichts damit zu tun, dass man bequem ist, solche Art Argumentation ist unterirdisch. Andere Hinweise im Artikel sind es auch: http://www.huffingtonpost.de/2015/05/04/bahnstreik-laecherlich_n_7203828.html)

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Moderne Falschpropheten

Wie häufig berichtet wird, dass irgendwelche Superhellseher der Finanzwirtschaft einen Crash voraussehen, ist schon faszinierend. Irgendwann kommt mal einer vorbei und dann sagt man: Der hat einen Crash vorausgesehen. Ich bin auch ein Hellseher: Mein Fahrrad bekommt irgendwann einen Platten. Oh, wow, sage ich dann, wenn es einen Platten bekommen hat, ich kann hellsehen!

Dann gibt es noch eine Variante: Sie sagen es voraus – und dann könnte es sogar geschehen, weil sie es vorausgesagt haben, man nennt das self fulfilling prophecy.

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