Was ist los mit Erdogan? + Chinas Provokationen

Ich hörte im Radio, dass Erdogan in der Türkei über 1800 Beleidigungsklagen angestrengt habe. Zudem ist die angebliche Beleidigung durch Böhmermann nicht nur eine, die ihn betrifft, sondern eine, die die ganze Türkei und die gesamte Menschheit betreffen soll. Wenn das ein Verbrechen gegen die Menschheit sein soll, was Böhmermann tat, was sind dann die massiven Einsätze gegen die Kurden, gegen die Syrer/Assad, an Seite der IS? Kann dem Herrn Erdogan einmal einer verklickern, dass es in Deutschland ein Sprichwort gibt: Hochmut kommt vor dem Fall. Allerdings muss derjenige, der ihm das verklickert, damit rechnen, dass gegen ihn eine Beleidigungsklage angestrengt wird. Merkt er nicht selbst, dass jede einzelne dieser Klagen dazu führt, dass man die ganze Sache und ihn selbst eher amüsiert zur Kenntnis nimmt? So wichtig ist Erdogan nicht, wie er sich aufspielt. Die armen Türken. Das bedeutet aber nicht, dass der Böhmermann Text nicht Zeichen für den moralischen Verfall vieler unserer Zeitgenossen ist. Allerdings: Da hilft auch der Trick nichts – ein Beispiel für Schmähkritik zu bringen. Das ist rhetorisch zu durchsichtig.

Dazu ein Interview mit Pirincci: https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2016/pirincci-boehmermann-ist-kein-held/

Das, was im Postillion darüber steht, versucht eine Brücke zu bauen 😉  http://www.der-postillon.com/2016/04/bohmermann-und-erdogan-losen-auf-wir.html

Vera Lengsfeld weist auf einen Brief der Saporoger Kosaken hin. Böhmermanns Vorgänger: http://vera-lengsfeld.de/2016/04/12/216/#more-216

Stammt der Text echt von Boris Palmer? http://haolam.de/artikel_24771.html

Bettina Röhl erinnert an die Merkel-Beleidigungen in türkischen Medien. http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/boehmermann-ist-es-gelungen-merkel-zu-stellen/

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Auch Chinas Provokationen – was soll das? http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-zitiert-g7-diplomaten-im-inselstreit-zum-gespraech-a-1086742.html

Loben muss man die Chinesen, dass sie einen Staudamm öffnen wollen für die durch Trockenheit bedrohten Länder: Thailand, Vietnam. Das ist ein guter Zug – alles andere, was die Inseln betrifft, ist vormoderne Kanonenboot-Politik.

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Integration + Clan-Gewalt – Schwanz einziehen statt Verantwortung tragen + Islam terroristisch? + Islam Konstrukt

Was muss geschehen, dass Integration nicht nur auf geduldigem Papier zur Beruhigung besorgter Bürger geschrieben steht? Es läuft unendlich viel schief in unserem reichen Land: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-kriminalitaet-am-kottbusser-tor-platz-der-verdammten-a-1086321.html

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Gewalt der Clans – sie macht nicht Angst, weil sich die libanesischen Clans gegenseitig töten oder bekämpfen. Sie machen Angst, weil sie Schlimmes befürchten lassen für die Zukunft unseres Landes. Rechtsfreie Räume haben den Drang, sich immer weiter auszubreiten – und auch die normale Bevölkerung schliddert mit hinein. http://www.focus.de/regional/essen/essen-libanesischer-familienkrieg-macht-normalem-buerger-angst_id_5427384.html Ich möchte nur an die Anwälte erinnern, die im Dienst dieser Kriminellen stehen – gegen die hat wahrscheinlich kein normaler Mensch mehr eine Chance. Wer legt sich rechtlich mit diesen an? Und wenn, wird der normale Mensch, der Zeuge eingeschüchtert? Wenn dann auch noch prominente Rapper und co. als friedliches Aushängeschild solcher Kriminellen gelten, dann schwindet auch die Hemmschwelle, selbst dazu gehören zu wollen, bei Jugendlichen, denn dann ist man wer. Man ist Teil einer starken Gruppe – auch wenn sie kriminell ist – gerade das ist cool.

Berlin, Bremen, Essen… – die Verantwortlichen haben zu lange Kriminelle gewähren lassen – nun kann man sie kaum noch in den Griff bekommen. Kann man sie in den Griff bekommen? Muss das Gesetz zur kriminellen Bandenbildung neu formuliert werden? Wird es angewendet? Kann man gegen Verantwortliche vorgehen, die für diese schlimmen Zustände mit verantwortlich sind, weil sie diese nicht rechtzeitig bekämpft haben? Gibt es hier Handlungsbedarf? https://de.wikipedia.org/wiki/Kriminelle_Vereinigung

Maaß und co. bekämpfen bürgerliche Freiheiten – da, wo sie kämpfen müssten, sieht man sie nicht kämpfen – oder heißt die Devise Schwanz einziehen?

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Über die Hart aber fair Sendung: Ist der Islam terroristisch oder nur der Terror islamisch? http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/terroristischer-islam-oder-nur-islamischer-terror-95668/ : Wenn man nach diesem Artikel geht, dann hat sich endlich sachliches Argumentieren breit gemacht, statt ständige Islam-Apologetik. Aber ich habe auch andere Stimmen gehört – alles die gleiche Beruhigungspille.

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Diese Reihe gehört der Islam-Apologetik an: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/zeit-online-will-ueber-islam-aufklaeren-95669/ Im ersten Beitrag wird gezeigt, dass der Islam sich massiv wandelt, in unterschiedlichen Staaten auch ein anderes Gesicht habe (Beispiel der eigenartige Vergleich Indonesien und Saudi Arabien) und dass die Islamisten Folge geopolitischer Auseinandersetzungen sind (Folge des Kolonialismus und des Irakkrieges). Da fragt man sich dann: Und, was will uns das sagen? Ist der islamistische Terror  nur Folge des Kolonialismus und nicht auch Folge davon, den Koran wörtlich zu nehmen – wie er es verlangt und vom Wahhabismus weltweit exportiert wurde? Unterschiedliche Interpretationen des Koran haben unterschiedliche Gruppen zur Folge, heißt es weiter. Und dann kommen auch wieder die Christen ins Spiel – es gibt ja auch konservative Christen. Kurz: Immer dasselbe Theater, um von der Verantwortlichkeit des Islam und der Muslime abzulenken. Sagen wir das alles mal den Opfern der Islamisten.

Und der zweite Beitrag ist auch wieder eine sonderbare Wiedergabe unserer Zeit: Islamisierung findet nicht statt, Flüchtlinge sind so wenige, die bekommt kaum einer zu Gesicht, Islamkritiker sind hysterisch und haben keine Argumente, in der Diskussion wird Antisemitismus und die Islamkritik in einem Atemzug genannt. Es werden die HassMails, die sie bekommt thematisiert. Warum sagen viele, Islam passe nicht zu westlichen Werten? Weil sie ein Konstrukt des Islam ablehnen und nicht den Islam kennen.

Auch hier – ich halte ein und stelle den Beitrag nicht ganz dar: Er wimmelt nur so von Rassismus- Unterstellungen usw., usw. Was soll das?

Der EuroIslam ist ein Konstrukt, den man unbedingt unterstützen muss, welcher Art auch immer. Und diese Konstrukte unterscheiden sich – aber alle haben gemeinsam, dass sie wesentlich Werte des Westens aufgegriffen haben. Aber der EuroIslam kämpft um das Überleben – es ist zu befürchten, dass er eine minikleine Sekte innerhalb des Islam bleibt. Und jetzt, durch den Zustrom der arabischen Muslime auch weiter unter Druck gerät. Es wäre spannend, einmal eine Umfrage zu lesen, in der die Akzeptanz von Thesen der Vertreter euroislamischer Positionen durch einen großen Teil der muslimischen Bevölkerung weltweit herausgearbeitet wird. Unsere muslimischen intellektuellen Zeitgenossen scheinen ihre Sicht als islamische Sicht zu definieren. Aber dem ist leider, wirklich leider, nicht so. Es sind Privatmeinungen kleiner Kreise.

Es ist schön, dass diese Reihe einen harmlosen Islam darstellt – leider sollten die Autoren auch sagen, dass das Wunschvorstellungen sind.

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Christen verändern die Welt (15): Sprache + Nationalbewusstsein

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(Im folgenden Abschnitt wird das Kapitel 10 des Buches von Mangalwadi [Das Buch der Mitte] vorgestellt. Es geht um die Bedeutung von Sprachen – vor allem in Indien. Die Komplexität des Textes kann hier nicht wiedergegeben werden, weil das für einen kurzen Blogbeitrag ein wenig kompliziert ist.)

In Indien haben Christen aus der Vielzahl an Sprachen und Dialekten zur Übersetzung der Bibel das Urdu und das Hindi entwickelt und eine Vorform, Hindustani, gefördert. Diese wurden dann zur Sprache Pakistans bzw. Indiens. Sanskrit hätte es werden können – aber die Hindus, die es konnten, haben diese Sprache selbst vor ihren Frauen geheim gehalten. Ebenso galten Nachbarn in dieser Hinsicht als “Unberührbare” – das heißt, man durfte das Geheimwissen nicht weitergeben.

Der Kaiser Ashoka (304-232), der größte buddhistische Herrscher, nutzte Pali und die Brahmi-Schrift – doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte keiner mehr seine Weisheiten lesen und Ashoka selbst wurde vergessen, weil man einfach an Geschichte nicht interessiert ist. Ashoka wollte Indien vereinheitlichen – aber die Brahmanen kämpften dagegen und gegen Ashokas religiöse Philosophie und sozialen Ziele an. Erst ein englisch-indischer Gelehrter entzifferte wieder diese Texte.

Buddha lehrte Schweigen, Auflösung, Nichtsein, Leere. Dass der Mensch Gottes Ebenbild ist, ist nicht seine Sicht, auch Sprache, Logik, Wörter hätten mit Wahrheit nichts zu tun. Von daher hatten auch seine Mönche überhaupt kein Interesse an Sprache, sondern nur an Meditationstechniken.

Im 16. Jahrhundert war Persisch Amtssprache – also eine Sprache, die nur Auserwählte verstanden. Die Elite verwendete Sprache nicht, um mit Menschen zusammenzukommen, sondern Sprache diente als Mauer, um sich vom Volk abgrenzen zu können. Auch die Britische Ostindien-Kompanie hatte kein Interesse daran, den normalen Indern das Englisch beizubringen. Das haben dann ebenfalls Missionare gemacht (239).

Missionare nutzten also Sprache nicht mehr, um sich von anderen abzugrenzen, sondern als Kommunikationsmittel, das alle einbeziehen sollte. Es wurde der Vorwurf erhoben, die Missionare wollten mit Englisch bzw. Hindi nur Indien ausnutzen. Und der Widerstand gegen die Durchsetzung war von allen Seiten groß. Mahatma Gandhi und Rabindranath Tagore haben aber darauf gedrängt, dass Hindi die Sprache Indiens werden solle.

Durch die Arbeit der Missionare konnte endlich auch der normale Inder vor Gericht ziehen und verstehen, was verhandelt wurde. Missionare übersetzten die Bibel in Hindi – gründeten ein College – aus dem die Universität Serampore entstanden ist. Die Vorlesungen wurden auf Bengali gehalten – nicht auf Englisch.

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Sprache und Bibel fördern Nationalstaaten – aber nicht negativen Nationalismus in der säkularisierten Form. Und so war es für die Völker sehr wichtig, dass die Bibel in ihre jeweilige Sprache übersetzt wurde. Es folgt ein langer Abschnitt der Liebe der Propheten zu ihrem jüdischen Volk. Nachdem das Land in Besitz genommen war, stellte ihre Volkszentrierung keine Bedrohung für andere mehr dar. Die Propheten haben eine Balance gehalten zwischen Nationalität und Internationalität, weil Gott auch Gott aller Völker ist. Volk und Herrscher standen unter dem Gesetz Gottes – auch wenn sich die Letztgenannten immer wieder dagegen aufgelehnt haben und es zu Blutvergießen kam. Der Monotheismus führte zur Vereinheitlichung. In Indien hätte der Hinduismus nie zu einer Vereinheitlichung beitragen können, weil jedes Volk, jeder Stamm, jede Kaste ihre eigenen Götter und religiöse Pflichten hat. Anders Christen: Sie lieben ihr Land – und wenn Gott sie beauftragt hat, gehen sie auch in andere Länder, zu anderen Stämmen, um ihnen die Liebe Gottes zu vermitteln. Auch hier herrscht eine Balance von Nationalität und Internationalität.

Madhusudan Dutt wurde Christ, lernte 10 europäische und indische Sprachen fließend sprechen und europäische Philosophen in Originalsprache zu lesen – und begann in seiner Landessprache Gedichte und andere Texte zu schreiben, in denen europäische und indische Kulturen miteinander verband. Damit hat er auf Grundlage der Bibel indisches Nationalbewusstsein gefördert und viele wichtige Reformer und Intellektuelle Indiens beeinflusst. Dadurch hat er dazu beigetragen, nach Jahrhunderte langer Fremdherrschaft, Indien zu einen und letztendlich zu befreien.

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Körperzerstörungsriten

Was treibt die Menschen nur an, ihren Körper zu zerstören – mit Blick auf irgendwelche Schönheitsideale oder aber aus religiösen Gründen? Die Körper anderer zu zerstören, das ist hier nicht im Blick, wenn ich auch meine, dass das bei manchen Ritualen beachtet werden muss: Sadismus (Mädchenbeschneidungen zum Beispiel).

Frauen/Mädchen in China wurden die Füße verkrüppelt, die unterschiedlichsten Formen, von Tellerlippen/Lippenteller (Afrika/Südamerika), über lange Hälse  (Asien/Afrika), dann Narbenschmuck (Skarifizierung)(Afrika/Asien), Tätowierungen (Asien), Jungs-Beschneidungen (Zirkumzision)(Afrika und durch den Islam und Judentum auch sonst weit verbreitet); Beschneidung von Mädchen (Afrika – durch den Islam weit verbreitet), vier Schneidezähne ausschlagen wie bei den Himba, Piercings – wo auch immer am Körper.

Man nimmt an, dass die Lippenteller entstanden sind, weil bei einem Angriff auf den Stamm die Frauen durch die Tellerlippen für die Feinde unattraktiv geworden sind. Ob das wirklich der Grund ist? Denn je größer die Lippe desto respektierter die Frau. https://de.wikipedia.org/wiki/Lippenteller ; die Frauen sollen Nachfahren eines Drachen/Engel sein, darum werden die Schultern runtergedrückt https://de.wikipedia.org/wiki/Padaung ; Skarifizierung soll bei den Stämmen üblich sein, bei denen aufgrund der dunklen Haut nicht tätowieren konnte. Diese Zeichen dienen neben dem Initiationsritus dazu, die Clanzugehörigkeit festzuhalten.

Manches wurde in der Gegenwart aufgenommen: Europäer fanden das wahrscheinlich ganz cool. Und dazu kommen heute plastisch chirurgische Eingriffe (Entfernung Mittelfußknochen http://www.cosmopolitan.de/high-heels-um-jeden-preis-schoen-oder-schaurig-55543.html, Rippe brechen lassen, um schmale Taille zu bekommen, Lifting von was auch immer, Busen-/Po-/Penis-Basteleien, gedehnte Piercings wo auch immer).

Bei meiner folgenden Feststellung geht es nicht um medizinische Eingriffe – sondern um „ästhetische“: Was treibt einen Menschen, wenn er es nicht aus traditionellen Gründen tun muss, dazu, seinen Körper zu traktieren?

Da können sich Christen doch glücklich schätzen, dass sie für ihren normalen Körper auch dankbar sein können. Seine Schönheit genießen – ohne irgendwelche traditionellen Eingriffe erleiden zu müssen. Obgleich natürlich viele Christen das eine oder andere aus ästhetischen Gründen übernehmen. Aber die Religion gibt solches nicht vor.

Manche Völker malen ihre Körper schön bunt an – ist doch auch was. Gibt es Unterschiede – ethnopsychologisch gesehen?

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Medien + Bildung: Schule und Uni

Wenn Medien Themen zurückweisen, nicht, weil sie unwahr sind, sondern weil sie sensibel sind und bestimmte Bevölkerungsgruppen verärgern oder in ein falsches Licht stellen könnten, dann ist etwas faul. Und so geschah es zum Beispiel in Kanada: http://www.jihadwatch.org/2016/04/canadian-paper-removes-story-about-muslim-migrant-bullying-sensitive-subject

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Bei vielen Studienabgängern fehlen die Kompetenzen zum Studium: http://www.welt.de/politik/deutschland/article154187052/Die-erschreckenden-Bildungsdefizite-junger-Deutscher.html Ich weiß nicht, ob das nur daran liegt, dass möglichst viele durchgeschleust werden müssen oder zu viel Rücksicht auf die Schwächsten genommen wird. Ich denke auch, dass die Anforderungen so sehr gestiegen sind, dass man alles nicht besonders vertieft lernen kann. Es handelt sich nämlich nicht mehr um Bildung, sondern um Futter Einpaucken für den nächsten Test. Man muss bedenken, dass Material aufgestockt wird, auf das schon Vorhandene. Aber dafür wird nichts reduziert. Der Mensch – auch der junge Mensch ist in der Regel nur begrenzt aufnahmefähig. Was muss man ändern? Statt irgendwelche Larifari-sachen und Scheinmodernisierungen, sollten die Lehrpläne durchforstet werden: Weniger und vertiefter. Statt pauken – bilden. (Geht natürlich nur begrenzt – pauken darf nicht ausgeschlossen werden – aber manches bedarf auch der Bildung.) Eine alte Forderung: Grundlagen herstellen – Besonderheiten, die man nie im Leben benötigt, wenn man kein Fachmann werden will, die soll man dann an den Unis lernen. Und die Leute an der Uni sollen einmal ihre Arbeiten aus dem ersten Semester ansehen – und die Neuankömmlinge daran messen – nicht an ihrem Habilitationswissen.

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SPD + Ukraine + Land heruntergewirtschaftet

Ich würde sagen: Lasst Gabriel in Ruhe. Wenn ihr das Pferd wechselt – landet ihr im Sumpf: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/debatte-um-spd-chef-sigmar-gabriel-die-schuldfrage-a-1086551.html Lasst euch nicht von Katarina Barley die politische Klugheit vernebeln! (Sagte ich schon vor kurzem: http://blog.wolfgangfenske.de/2016/04/08/spd-sozialkompetenz-kristina-schroeder/ )

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Der Rücktritt von Jazenjuk ist ein Fehler. In der Ukraine wird nichts schnell gehen. Und nun ist die Ukraine auch noch ganz in der Hand von Oligarchen. Arme Ukraine. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-warum-arsenij-jazenjuks-ruecktritt-keinen-neustart-bringt-a-1086542.html Polen richtet sich wohl nicht umsonst auf Flüchtlinge aus der Ukraine ein.

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So geht es einem Land, das heruntergewirtschaftet wurde: Venezuela. Frauen sollen sich nicht mehr die Haare föhnen und der Freitag wurde zu einem Feiertag erklärt. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/venezuelas-energiekrise-frauen-sollen-aufs-foehnen-verzichten-a-1086587.html

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Erdogan-Satire + Christen fliehen

Die türkische Regierung ist zu weit gegangen. Jetzt muss er sich nicht wundern, dass er selbst die Schleusen des Witzes geöffnet hat. Von einer freien Gesellschaft verlangen, dass man seine gefühlten Beleidigungen rechtlich verfolgt, zeigt, wie verquer er denkt. Man lässt sich als Demokrat nicht einschüchtern – auch wenn manche Medien in den letzten Jahren viele Signale der Unterwerfung gezeigt haben. Unsere Regierung muss aufpassen, dass sie sich nicht selbst zur Witzfigur macht. Was allerdings nicht zu vermuten ist: http://www.focus.de/videos/strafprozess-gegen-boehmermann-regierungssprecher-seibert-hat-eindeutige-botschaft-an-die-tuerkei_id_5426563.html. Böhmermann hat sich disqualifiziert – das ist unterirdisch – so finde ich. Aber das Theater, das jetzt gespielt wird, ist einer Demokratie unwürdig. (Ach, wenn Merkel doch geschwiegen hätte: http://www.cicero.de/berliner-republik/erdogan-gegen-boehmermann-merkel-der-satirefalle/60756 ) In der Tagesschau sagte die Journalistin, dass die Regierung in der Zwickmühle sitze: Lasse sie das Verfahren zu, mache man ihr den Vorwurf der Unterwürfigkeit, lasse sie es nicht zu, mache man ihr den Vorwurf, die Staatsanwaltschaft nicht die Arbeit machen zu lassen. Welcher vernünftige Mensch kann diesen letztgenannten Vorwurf erheben? Keiner.

Dass Erdogan und co. die Satiriker herausfordern, war zu erwarten: http://www.der-postillon.com/2016/04/zentralrat-ziegen-bohmermann.html Dadurch spornt er alle an, noch eins drauf zu legen. Selbst dran Schuld. Einem, der diktatorische Allüren zeigt, möchte so mancher freie Mensch mal so richtig seine freie Meinung geigen. Leider übertreiben manche dabei.

Dass sie dabei aber auch mühsame politische Fädenspinnereien gefährden – muss nicht schlecht sein. Denn es ist ein Armutszeugnis, wenn diejenigen, die die Fäden spinnen, sie wegen Satire zerstören. Das zeigt nämlich, dass dieser Kompromiss kein guter war, somit nicht alle dahinterstehen, sondern ein fauler war, den man leicht wieder aufkündigen kann.

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Die letzten Christen fliehen – die Osmanen haben ihr Ziel erreicht: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/exodus-nach-1700-jahren-die-letzten-christen-fliehen-95643/

Vielleicht – oder auch nicht – sind Christen darunter, die bei Visumsfreiheit für Türken nach Deutschland fliehen: http://www.igfm.de/news-presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/ Da es weitgehend keine Christen sind, die aus Syrien und dem Nordirak fliehen, sondern Muslime, wird das wahrscheinlich auch mit Blick auf die Türkei sein. Es würden wohl eher Kurden fliehen.

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Tötet + Alibi + Integration oder Religionsfreiheit

Tötet Ahmadiyyas – Handzettel mit dieser Aufforderung sind in London gefunden worden. http://www.bbc.com/news/uk-35928848 Was für Leute haben wir uns nach Europa geholt! Bekommen wir sie wieder los? Können wir sie integrieren?

Muslime sind die einzige Gruppe, die mit einer fertigen Vorstellung von einer Gesellschaft in den Westen kommen, von der sie ausgehen, dass diese über der Gesellschaft steht die im Westen herrscht, so Geller. Von daher ist es auch differenzierter zu sehen, als was hier betrieben wird, eine Trennung von Islam und Islamismus: http://www.cicero.de/salon/erkenntnisse-einer-pilgerreise-was-islamisten-und-viele-europaeer-gemeinsam-haben/60753 Man kann nur graduell trennen – aber nicht vollkommen. Aber dieses Interview hat einige eigenartige Aussagen. Aber seis drum.

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Eine 16jährige schwangere Freundin gibt einem angeklagten Marokkaner ein Alibi: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/duesseldorf-mutmasslicher-sextaeter-erhaelt-alibi-fuer-silvesternacht-a-1086574.html Er ist wohl sehr gewalttätig. Das arme Mädel.

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Integration oder Religionsfreiheit? Es geht wieder um die beiden Jungs, die Frauen keine Hand geben wollen. Die Schulbehörde untersucht nun das Verhältnis von Integration und Religionsfreiheit. Der Artikel nennt das: ob Verhaltensregeln oder Religionsfreiheit höher wiege. http://www.spiegel.de/schulspiegel/schweiz-handschlag-verweigerer-fuehlen-sich-missverstanden-a-1086484.html  Übrigens der Vater ist Imam bei der König-Faysal-Moschee. Wenn die Behörde hier die Religionsfreiheit höher bewertet als eine Verhaltensregel – wo macht sie dann Halt? Übernimmt sie dann die Interpretation aus anderen Religionen? (Würde der Frau entspricht es, ihr nicht die Hand zu geben!) Was bedeutete das für unsere Verhaltensregeln? Wenn wir diese Interpretation übernehmen – handeln wir dann gegenüber den Frauen entwürdigend? Dass überhaupt überlegt wird, zeigt, dass es immer weiter geht mit dem Versuch, die Gesellschaft islamistisch/extrem-muslimisch umzukrempeln.

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