Aktfotos und Religiöses Gefühl

Welches religiöse Gefühl wird verletzt, wenn Aktfotos ausgestellt werden? http://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez—stadt/der-akt-skandal-von-koepenick-rathaus-schmeisst-diese-nackten-raus-23919550-seite2#plx1472245420 Man könnte mit Sitte und Anstand usw. argumentieren – aber mit religiösem Gefühl? Wo ist die Grenze des religiösen Gefühls? Ein Mensch ohne Oberbekleidung von hinten? Ohne Armbekleidung? Mit offenen Haaren?

Eine Islamisierung findet in unserem Land nicht statt, so sagte es Bouffier, so sagte es Kretschmann, so sagen es andere. Findet sie wirklich nicht statt? Aber: Es haben nicht Muslime protestiert, sondern deutsche Mitarbeiterinnen und eine deutsche Besucherin. Wir kennen vorauseilenden Gehorsam – und was wir noch sehr gut kennen: Es wird Muslimen was in die Schuhe geschoben, was ihnen eigentlich egal ist, weil andere Merken, dass sie ihre Vorstellungen auf Kosten der Muslime in unserem Land durchsetzen können. Weihnachtsfeiern in Kindergärten zum Beispiel. Kaum ein Muslim, der etwas dagegen hat – aber viele Atheisten. Und dann sagt man: Wegen der Muslime können wir keine Weihnachtsfeiern mehr feiern.

Das ist heimtückisch und heuchlerisch: Seine Ideologie auf Kosten anderer durchsetzen wollen.

Nachtrag: Eine Islamisierung findet nicht statt: Muttertag und Vatertag und Sommerfest wurden in einem Kindertag wegen Ramadan abgesagt – inzwischen aber doch wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Warum Muttertag – liegt vor dem Ramadan? Darüber rätseln die Gelehrten. Ich ahne, warum: Weil Muslime keinen Muttertag feiern – ihre Begründung: Für sie ist jeder Tag Muttertag! 😉

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Wer ist Schuld? + Mädchen verprügelt

Der Staatsschützer Vorbrücken meint zu dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (5 zu 3) zum BKA-Gesetz: „Wichtig ist mir aber, im Schadenfall nicht als Versager gebrandmarkt zu werden, weil ich im Einklang mit den rechtlichen Vorschriften gehandelt habe.“ – Denn, es sieht so aus, als dürfen Infos weder an bestimmte Dienststellen innerhalb des Landes noch an Stellen außerhalb des Landes weiter gegeben werden. Im Falle eines Terrorangriffs, weil Infos nicht weiter gegeben werden durften – wer ist dann Schuld? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-karlsruhe-bremst-bka-gesetz-a-1088298.html

Also, falls ein Schadenfall eintritt, kann man sagen: Schuld ist das Bundesverfassungsgericht, wenn der Grund denn in der Weitergabe liegt. Oder hat das Bundesverfassungsgericht gemäß vorliegender Gesetze geurteilt? Müssten dann Gesetze geändert werden? Geht wohl kaum, weil es sich um eine grundsätzliche Frage gehandelt hat.

Letztlich wird niemand Schuld sein. Das „Gesetz“ vielleicht.

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Eine Mädchenbande hat ein Mädchen äußerst schwer verprügelt – und sie hat die Freundinnen des Mädchen gezwungen, mitzumachen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bad-friedrichshall-maedchen-misshandeln-14-jaehrige-schwer-a-1088259.html

Wie schlimm das ist, einmal für das verprügelte Mädchen, dass ihre Freundinnen mitgemacht haben, aber auch für die Freundinnen selbst, dass sie sich zwingen ließen, mitzumachen. Bei diesen Mädchen ist nun sehr viel Hilfestellung nötig.

Was die Mädchenbande betrifft, zwei sollen Polizeibekannt gewesen sein. Die Frage stellt sich – ohne allerdings die vorangegangenen Fälle zu kennen – warum wurde ihnen ermöglicht, wieder einem Menschen zu schaden?

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AfD und Islam + Sarrazin warnt + Gabriel: Was falsch läuft + Aktivist oder Terrorist + Integration

Ist schon eigenartig, dass man überhaupt denken kann, dass Kritik an der AfD aufgrund der Haltung zum Islam der AfD schaden könnte. Die zum Teil hysterischen Reaktionen fördern ja gerade noch die Werbung für die AfD. https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/islampolitik-afd-trotzt-der-kritik-neues-umfragehoch/

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Julian Reichelt sieht das übrigens auch so: http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/warum-wir-die-afd-in-der-islam-debatte-nicht-niederbruellen-sollten-45427912.bild.html Und er wagt es sogar zu sagen: „Nicht die AfD hat den Islam zur Ideologie erklärt – der Islam ist de facto (auch) eine Ideologie.“ Das kann wirklich keiner bestreiten. Nicht richtig ist es, wenn der Islam als solcher zur Ideologie erklärt wird, denn er ist auch Religion. Die Frage ist nur: Wo kann man die Grenze ziehen? Es gibt keine, sie ist variabel. Der eine Muslim ist muslimisch religiös, der andere mischt Religion mit Ideologie. Dann gibt es Übergänge in ein und derselben Person, parallel aber auch zeitlich unterschieden. Wie gestern von einem Muslim gelesen: Man darf auch deutschen Muslimen nicht auf dem Leim gehen, die den Islam aus ihrer Sicht schief – als rein religiöse Veranstaltung – darstellen, weil sie ihre persönliche aufgeklärte Sicht auf den Islam verallgemeinern.

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Sarrazin warnt vor Folgen muslimischer Zuwanderung – und rechnet mit Merkel ab, so steht es hier: https://www.berlinjournal.biz/thilo-sarrazin-neues-buch/ (Ob ich jetzt wieder, wie vor ein paar Jahren, eine Morddrohung bekomme, weil ich das Buch von Sarrazin nicht negativ darstelle – sondern einfach darauf hinweise?)

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Gabriel sieht, dass was falsch läuft: Nicht die EZB arbeitet falsch, sie versucht zu retten, was zu retten ist, die gesamte Wirtschafts- und Finanzpolitik in der EU läuft falsch: http://www.focus.de/politik/deutschland/spd-chef-geht-auf-distanz-zur-union-vorwurf-an-schaeuble-fuehrt-zu-niedergang-europas-gabriel-prangert-sparkurs-an_id_5454073.html

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Des einen Aktivist ist des anderen Terrorist. Werden Linksterroristen als Aktivisten bezeichnet und Rechtsaktivisten als Terroristen? http://einwanderungskritik.de/des-einen-terrorist-ist-des-anderen-aktivist/ Zumindest kann man mal darüber nachdenken, ob das Lot in unserem Land noch stimmt.

Übrigens wird auf die Sachsen geschimpft. Aber wieso kommt dann die Bundesanwaltschaft dazu, die GSG9 nach Freital zu schicken? Von wem hatten sie die Infos? Nicht von den Sachsen? Natürlich muss man sich auch hier vor bewusst herbeigeführten „Missverständnissen“ schützen: Ich verteidige nicht diese Gruppe – bin nur dafür, Rechtsextremisten wie Linksextremisten gleich zu behandeln.

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Integration gelingt bei genügend Polizeipräsens und natürlich gehört das Bekenntnis zu unserem Land und die Grundwerte und Gesetze dazu – das gilt vor allem für die 2. Generation: http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Migranten-wohl-bald-in-Mehrheit-Aengste-sind-unbegruendet-id37523542.html Zudem tritt der Integrationsexperte dafür ein, zuzulassen, dass die Landsleute unter einander wohnen – das fördere die Integration. Kritik am Innenminister: Wer sich integriert, darf hier bleiben – besser: Ihr dürft bleiben und dann integriert ihr euch.

Fragen eines Naivlings:

Wenn man es nicht für die erste Generation schon kräftig verlangt, was macht man, wenn die zweite Generation es nicht tut? Dann ausweisen?

Gibt es irgendein Beispiel dafür, dass es die Integration in unserem Land oder in Europa fördert, wenn die Zugereisten unter sich leben?

Das sind solche Integrationsexperten, die noch viel Arbeit damit haben, Leuten wie mich von ihren Ideen zu überzeugen. Interessant finde ich die Forderung nach mehr Polizeipräsenz.

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Nato-Russland + China

Nun, wenigstens redet man wieder miteinander – auch wenn man es sich nicht verkneifen kann, verbale Rüstung hochzufahren. http://www.spiegel.de/politik/ausland/nato-und-russland-gespraeche-werden-fortgesetzt-a-1088289.html Kurz gesagt: Kindergarten. Es gibt aber einen großen Unterschied zum Kindergarten, vermute ich: Die Kids wissen noch nicht, wie doof das Gekeife rüberkommt. Bei Erwachsenen denkt man sich so: Sie setzen sich bei Meinungsverschiedenheiten an den Tisch – und dann einigt man sich. Aber vielleicht will man die Meinungsverschiedenheit auch hochspielen?

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Was geschah in Australien? Beschimpfte ein chinesischer Professor, der aus China nach Australien floh, seine chinesischen Studenten – oder wurde er von der chinesischen Regierung abgesäbelt? Hat die chinesische Regierung so lange Arme, dass sie in Australien unliebsame Menschen verdrängen kann? http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/sydney-dozent-wegen-studenten-beleidigung-rausgeworfen-a-1088008.html

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Türkei schliddert in Diktatur? + Erdogan verbittet sich Kritik + Schmähgedicht in neuer Fassung + Ditib + Anschläge auf Muslime + Palästinenser und Israel

Die Türkei schliddert immer stärker in eine religiösartige Diktatur hinein: Erdogan scheint sich als eine Art Kalif anzusehen, der den Islam verbreiten muss – auch auf Kosten anderer Religionen. Dass Christen in der Türkei sowieso schon Menschen zweiter Klasse sind, ist seit Jahrzehnten so. Dass Kurden nichts zählen – außer zur Machterhaltung des großen Erdogan, ist inzwischen auch jedem klar geworden, liberale Kräfte haben nur Wert, weil E. d. G. an ihnen Exempel statuieren kann. Es ist ein Jammer für die türkische Bevölkerung. Kann ihr denn niemand helfen? http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/turkischer-staat-enteignet-kloster-bei-istanbul Und die Steigbügelhalter Erdogans rumoren und rumoren, denn er will ja schließlich E.d.G. in ganz Europa sein: http://www.epochtimes.de/politik/welt/tuerkei-fordert-von-eu-volle-umsetzung-von-visumfreiheit-a1323198.html

Christen wehren sich: http://www.domradio.de/themen/weltkirche/2016-04-19/tuerkei-christen-wehren-sich-gegen-verstaatlichung-von-kirchen-kloster-enteignet Mal sehen, wie Erdogan und seine Leute damit umgehen: Richter bedrohen, Journalisten und andere Kritiker einsperren, Wasserwerfer gegen Demonstranten in Schuss bringen, Kurden bombardieren – das kennen wir ja schon alles… – Mal was Positives aus der Türkei wäre nicht schlecht: Rückgängig machen den Kampf gegen Minderheiten. Sich entschuldigen wegen undemokratischen Verhaltens – ich hätte da noch ein paar Tipps positiven Verhaltens.

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Erdogan verbittet sich Kritik aus der EU – angesichts der Größe seines Landes: http://www.focus.de/politik/ausland/tuerkei-droht-europa-erdogan-verbittet-sich-kritik-der-eu_id_5450704.html : Er hat recht: 814.578 km2 (Platz 34 auf der Liste unabhängiger Staaten). Deutschland hat nur 357.375 km2 und ist auf Platz 61.

Davutoglu spricht von schockierenden Anschlägen auf Muslimen in Europa. Habe ich was verpasst? Meint er die fremdenfeindlichen Anschläge in Deutschland? Meint er die zornigen Reaktionen des Einen oder anderen angesichts der terroristischen Anschläge in Paris und Brüssel? Verschweigen unsere Medien etwas? Ich wüsste gerne, was Davutoglu weiß.

Und es wird gedroht: Wir haben euch in der Hand, EU. Die EU sollte der Türkei deutlich machen, dass dem nicht so ist. Aber manchmal ist es besser, andere im Glauben zu lassen – das ist weniger stressig.

(Nachtrag: Ich werde nicht mehr viel über Erdogan schreiben, da inzwischen fast jeder Erdogan kritisiert: http://www.focus.de/politik/videos/menschen-bei-maischberger-ulrich-kienzle-nennt-erdogan-fall-fuer-die-psychiatrie_id_5455454.html ]

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Milli Görüs langer Arm – ein Buch wird an einer Stelle geschwärzt, das Buch von  Sineb El Masrar: Emanzipation im Islam soll eine Stelle haben, die nicht stimmt: http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article154576209/Erdogan-Anwalt-erwirkt-Buchschwaerzung.html

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Böhmermanns Schmähgedicht gibt es in einer überarbeiteten Fassung: http://www.der-postillon.com/2016/04/respekt-zdf-stellt-schmahgedicht-in.html Das wird Erdogan mögen! Vor allem: Das ist Satire. Das Vorangegangene war zu plump.

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Das übliche Spiel: Palästinenser sagt: „Israel, aufhören mit der Besiedlung! Das hindert Verträge!“ Politiker, bei dem Palästinenser gerade verweilt, sagt: „Israel, aufhören mit der Besiedlung!“

Und der normale Mensch fragt sich: Haben die Palästinenser denn inzwischen Israel anerkannt? Wenn es nicht in einem Geheimpapier steht, dann: Nö. Warum müssen Palästinenser Israel anerkennen? Damit man wenigstens auf dem Papier stehen hat: Wir Palästinenser erklären hiermit feierlich, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. In einem Geheimanhang steht dann vielleicht geschrieben: „… bis wir stark genug sind, die Juden rauszuwerfen.“ Aber es steht zumindest einmal auf dem Papier.

Und was sagen dann die Politiker, die oben genannten? „Schade, Israel, wir dachten, ihr würdet euch integrieren. Na ja, egal, weiter zur Tagesordnung…“

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Im Glauben wachsen

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Im Glauben wachsen. Vertrauen in einer Beziehung wächst. Auch eine Gottesbeziehung wächst. Sie ist nicht vollständig. Von daher ist mein Glaube in unterschiedlichen Lebensabschnitten, Situationen etwas anders geprägt.

Vermessenheit wäre es, seinen Glauben den Situationen, den Lebensabschnitten, den Wünschen, den gesellschaftspolitischen Moden anzupassen.

Glaubende stehen selbst im Glauben, Gott arbeitet an ihnen. Darum ist es so wichtig, dass sie sich Zeit nehmen für den Glauben. Sich bewusst Zeit für ihn nehmen, um sich vor Gott selbst bewusst zu werden.

Glauben ist nicht starr, er ist lebendig.

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Dawkins, Singer, Sozialdarwinismus und Würde Behinderter

Ich finde in dieser Fragestellung http://blog.wolfgangfenske.de/2016/04/18/darwin-dawkins-und-sozialdarwinismus/ Ulrich Bach besonders erwähnenswert. Er schrieb, dass man, wenn man schon danach fragt, ob jemandem Menschenwürde zukommt oder nicht, also zum Beispiel Behinderten, ihnen die Menschenwürde nimmt. Wenn wir fragen, was macht das Menschsein aus – außer eben die Zugehörigkeit zur Spezies Homo sapiens – und irgendwelche (Charakter-)Eigenschaften nehmen (denken, auf zwei Beinen gehen, Rationalität, Autonomie, Selbstbewusstsein, Leidensfreiheit, sich glücklich fühlen), um Menschen zu Menschen erklären zu können, dann haben wir andere Menschen schon entwürdigt. Und heute geht es schon längst nicht mehr allein um Ungeborene, um Behinderte – man geht schon weiter: Säuglinge, Demenzkranke, Menschen im Koma, Sterbenskranke.

Natürlich müssen sich Christen immer vorwerfen lassen, dass sie sich auf ihren „doofen Gott“ berufen, wenn sie allen Menschen Würde zukommen lassen, sie müssen sich in dieser Frage „Rassismus“ und „Speziesismus“ vorwerfen lassen, weil sie den Menschen wichtiger nehmen als ein Tier, sie müssen sich vorwerfen lassen, unwürdiges Leben mit dem hehren Übermenschen auf eine Stufe zu stellen. Sie müssen sich vorwerfen lassen, dass sie einem veralteten Menschenbild angehören und sie müssen hören, dass diesem Menschenbild sowieso keiner mehr folgt, wenn er nicht verblödet ist. Sie müssen sich autoritären Stil und Grausamkeit vorwerfen lassen, weil sie ihre Werte durchsetzen wollen, statt sie unendlich in der Diskursethik zu diskutieren. Sie müssen sich auch vorwerfen lassen, dass sie das Leiden fördern, wenn sie Menschen, denen man Leiden zuweist, nicht umbringen lassen wollen, sie müssen sich auch vorwerfen lassen, dem Glück der Eltern entgegen zu stehen, wenn sie darauf beharren, dass sie nicht ein Kind töten lassen dürfen, um ein vielleicht „besseres“ Kind zu zeugen.

Ich für mich weiß: Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, in der Starke einfach über Schwache herfallen, in der Glückliche nicht einfach Unglückliche entwürdigen, in der Wehrlose missachtet und getötet werden durch diejenigen, die zufällig stark sind, zumindest zeitweise, und Menschen, in die man nicht hineinsehen kann, einfach „Leiden“ zugewiesen werden, in der Menschen schon begrifflich abgewertet werden, indem man nur von Zellklumpen und Fötus, statt von ungeborenen Menschen spricht. In einer Gesellschaft, in der Menschen Angst haben müssen, dass sie durch Unfall, durch Krankheit, durch psychisches Leiden, Behinderungen, durch Mitleiden, durch Altern entwertet werden oder dadurch, dass sie im Konkurrenzkampf nicht mithalten können. Kann eine solche Gesellschaft als human bezeichnet werden? Können sich Menschen, die das fordern, Humanisten nennen? Was für ein Hohn!

All das gehört zum Menschsein dazu. Und Christen müssen darauf bestehen, dass Leiden ein Teil des Menschseins ist und man einander helfen muss, es zu überstehen oder trotz Leid leben zu können – denn wir sind keine Roboter, wir sind Menschen. Leiden macht uns menschlich – womit ich Leiden nicht heroisieren will. Aber Leiden macht uns empfindsam für andere.

Ich will in einer Gesellschaft leben, in der man einander achtet. Die Starken die Schwachen beschützen, sie umsorgen, in einer Gesellschaft, die sensibel ist für die Nöte anderer und in der sich Menschen achtsam in sie hineinversetzen können. Eine Gesellschaft, in der Glück erlebt wird, weil es auch erlitten werden muss, die Kranke nicht ausgrenzt, psychisch Kranken zu helfen in der Lage ist, in der Ungeborene befriedet zu dem heranwachsen können, was in sie angelegt ist.

Es wird immer Menschen geben, die einen Menschen wollen, der designed ist, der vollkommen ist, der ästhetisch schön ist – aber wollen sie ihn nur, weil sie es satt sind, wenn sie sich im Spiegel sehen? Weil sie mit sich selbst nicht klar kommen? Weil sie Angst davor haben, Verantwortung zu tragen? Was haben Menschen überhaupt für ein Interesse daran, anderen Würde abzusprechen, denen moralische Verkommenheit zu unterstellen, die sich um andere kümmern, ihnen Lebenschancen geben? Diese Leute wird es immer geben – aber sie sollen in einer Gesellschaft nie die Mehrheit bekommen, weil eine solche Gesellschaft brutal ist. Und dann das Argument: Die werden zu teuer! In einer Gesellschaft, in der allen Menschen gleiche Würde zukommt, in einer solchen fragt man nicht danach, sondern nimmt sie hinein in den Alltag, in das Leben, in die Liebe. Illusion? Möglicherweise – aber das ist ein Ziel – und auf das Ziel gilt es hinzuarbeiten und nicht auf das Ziel, sie zu töten oder zu isolieren. Kultur des Lebens – statt Kultur des Todes.

Übrigens: Atheisten, die darauf beharren, dass auch Atheismus in der Lage ist, menschliche Werte zu vertreten und nicht nur das Christentum, die werden durch solche Ansätze ihrer Chef-Denker ganz schön zum Schwitzen gebracht. Eine atheistische Welt wird anders aussehen als eine christliche. Und für mich sind solche ethische Blitze, wie sie bei manchen Chef-Atheisten durchblitzen, nicht gerade dafür geeignet, mich auf eine gute Welt einstellen zu können.

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Armenischer Kreuzstein in Jena geweiht

Türkei mag das nicht: In Jena wurde ein armenischer Kreuzstein geweiht: http://jena.otz.de/web/lokal/suche/detail/-/specific/Armenischer-Kreuzstein-in-Jena-geweiht-Tuerkischen-Generalkonsul-beschwert-sich-1232991025 Ich möchte an diesen Artikel von 2011 erinnern: http://m.welt.de/kultur/history/article13729423/Das-vergessene-Massaker-der-Tuerken-an-den-Aleviten.html

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Die Türkei mag auch bestimmte Journalisten nicht: Der Fußfall vor Sultan Erdogan – so sieht es im Augenblick zumindest aus – hat nichts gebracht: http://www.focus.de/politik/ausland/am-flughafen-in-istanbul-tuerkische-behoerden-setzen-ard-korrespondent-in-abschieberaum_id_5449301.html Das sagt sinngemäß Frank Überall vom Deutschen Journalisten Verband.

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Die armen Türken. Wann können sie sich von den Regierungs-Fesseln befreien, die sich leider immer enger um sie ziehen?

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Verschwörungstheorien

Nun, Verschwörungstheorien allein psychologisch zu sehen, springt zu kurz. Es gibt ja genug Fälle, in denen die Politik nicht offen sagt, was sie macht – und dadurch eben ganze Völker an den Nasenringen durch die Weltgeschichte führt. Und dann sollten Menschen nicht das Gefühl bekommen, sie werden von Regierungen hinters Licht geführt? http://www.deutschlandradiokultur.de/verschwoerungstheorien-wozu-finstere-maechte-herhalten.1005.de.html So abwegig sind Verschwörungstheorien als Verschwörungstheorie nicht. Sie sind auch eine Art Protest gegen den Mainstream. Wer sich allerdings ein wenig mit diesen beschäftigt, merkt, wie abstrus manches ist – und es gibt nichts Abstruses, das nicht auch irgendwelche Verbreiter und Anhänger findet. Für mich heißt das nur: Politik muss transparent sein – und Medien müssen ehrlich sein. Das wird keine Verschwörungstheoretiker abschrecken, aber das würde bedeuten, ihnen mehr und mehr das Wasser abzugraben.

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