Nigerias Öl-Drama + Flüchtlinge in Griechenland + Calais

Es könnte in Nigeria so gut sein, wenn die Gelder für das Öl gerecht eingesetzt werden – statt dessen wiord es immer gefährlicher – Unrecht regiert schon lange: http://www.zeit.de/2016/42/nigeria-gas-oel-korruption-oelfoerderung-buergerkrieg

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Flüchtlinge in Griechenland zünden EU-Gebäude an: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-zuenden-auf-lesbos-gebaeude-von-eu-asylbehoerde-an-a-1118009.html – Was nun? Nun geht es noch langsamer…

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Die Berichterstattung in der Tagesschau über Calais hat gewechselt. Nun freuen sich auf einmal viele, aus dem Dschungel wegzukommen. Befürchtungen werden zwar noch geäußert: Was ist mit denen, die nicht wegwollen, oder: Es kommen ganz schnell wieder welche nach. Bedenkenträger Tagesschau. Aber der Staat wäre ganz schön bekloppt, wenn er das nicht sofort verhindern würde.

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Bassam Tibi – Bundespräsident

Bassam Tibi hat wieder einen hervorragenden Artikel geschrieben, in dem er gegen Gesinnungsethik in der Zuwanderung – und für eine Verantwortungsethik plädiert. http://cicero.de/berliner-republik/Migration-humanitaere-politik-ist-keine-einwanderungspolitik7

Das bestätigt mich mal wieder in der Aussage: Bassam Tibi wäre ein geeigneter Bundespräsident.

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Ich denke nicht, dass Merkel nun ein Steinmeier-Problem hat. Gabriel hat ein Steinmeier-Problem, dass er ihn einfach so in den Ring geschoben hat. Das geht so nicht. Damit demontiert er Steinmeier. Es sei denn, Merkel sagt: Gabriel hat das nur nach Absprache gemacht. Aber ich wäre dagegen, einen Politiker, der noch im Dienst ist, in dieses Amt zu hieven. Wir haben in der Gesellschaft sehr viele hochkompetente Menschen. Diese sollen politisch auch zu Ehren kommen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundespraesidenten-suche-merkels-steinmeier-problem-a-1117901.html

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Schnellschusskommentare der Politik

Es ist immer wieder interessant, dass sich manche Politikerinnen und Politiker bemüßigt fühlen, sehr schnell Kommentare von sich zu geben, auch wenn die Sachlage nicht klar ist. Und sie nehmen in Kauf, die Situation vollkommen falsch zu beurteilen. Aber es nimmt ihnen niemand übel, denn es kam aus guter Absicht – auch wenn sie vollkommen falsch gelegen haben. So Schröders Aufstand der Anständigen, oder damals, als auf dem Höhepunkt der Pegidabewegung einfach ein Mord Anhängern der Bewegung in die Schuhe geschoben wurde. Und jetzt wieder: http://www.focus.de/politik/deutschland/buergermeister-berichtete-von-spring-doch-rufen-polizei-in-thueringen-bestreitet-hetze-bei-suizid-von-fluechtling_id_6105350.html

Sie lagen vollkommen falsch – und haben damit Stimmung gemacht. Von daher sollte man nicht einfach über solche Fehlurteile aus dem hohlen Bauch heraus getroffen, leichthin hinweggehen. Auch wenn es die Guten mit guter Absicht sind.

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Integrationsgesetz + Calais

1800 demonstrieren gegen das Integrationsgesetz in München. 1.498.200 haben es nicht getan: http://www.focus.de/regional/muenchen/demonstrationen-organisationen-planen-protest-gegen-integrationsgesetz_id_6102685.html Aber wie sieht es diese linke Info? https://www.klassegegenklasse.org/polizei-pruegelt-auf-gewerkschaftsdemo-gegen-integrationsgesetz-ein/

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Hoffentlich bleibt die französische Regierung hart und räumt Calais – möglichst unter Umgehung sozialer Probleme (dass Freunde voneinander getrennt werden – worauf die Tagesschau-Berichterstattung besonders großen Wert legte). Aber diese unmenschliche, Menschen verachtende Siedlung muss aufgelöst werden. Neue Wild-Siedlungen könnten gegründet werden, aber diese müssen dann schnell aufgelöst werden, bevor sich wieder solche Menschen unwürdigen Strukturen bilden können. Zudem wird es hoffentlich Ausweisungen derer geben, die nicht bereit sind, zu kooperieren.

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Falsche Propheten entlarven + Unescos falscher Weg + Christian Stöckers Versuch + Carolin Emckes Versuch + Struppige Monokultur

Es gibt viele falsche Propheten. Das Neue Testament warnt vor ihnen, die gesamte Kirchengeschichte hindurch gibt es welche, manche sind sehr bekannt, manche eher nur in kleinen Kreisen. Und es ist auch die Aufgabe der Kirche, diese zu entlarven: http://kath.net/news/49289 (vom Februar 2015) Im Namen Jesu Christi bzw. Gottes wurde schon sehr viel Schindluder getrieben – und man hat als Christ die Aufgabe, sobald man es durchschaut, falsche Propheten als solche zu bezeichnen, um auch vor ihnen zu warnen. Vielfach hilft es nicht, weil sich falsche Propheten oft der jeweiligen Zeit und ihrer Bedürfnisse gut anpassen können und entsprechend die Menschen locken. Aber man darf nicht aufhören, es zu tun.

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Auf falschem Weg wurde auch die Unesco geführt, als sie beschloss, der Tempelberg in Jerusalem sei eine muslimische Stätte: http://www.zeit.de/2016/44/tempelberg-jerusalem-unesco-resolution-islamische-staette Sehr gut, dass dieser Artikel auch sagt, dass dieser Beschluss ein Affront gegen alle ist, „die nicht bereit sind, geschichtliche Fakten ihren fragwürdigen politischen Manövern unterzuordnen.“ Ich hatte das neulich im Blog und habe die Unesco als Boko Haram bezeichnet: Beide sind gegen die Bildung: die Unesco erweist sich in diesem Fall als Organisation, die Bildung mit Füßen tritt. Damit tut sie allen ehrenhaften Mitarbeitern einen äußerst üblen Dienst. Aber daran denken solche Chef-Ideologen nicht.

Dass sich Frankreich der Stimme enthielt, bestätigt nur, dass es aus wirtschaftlichen Interessen jeglichen Schmuh sunnitischer Staaten mitmacht – darum eben auch der Versuch, Russland einem Kriegsprozess zuzuführen. Frankreich unter Hollande ist im Grunde verloren, als eigenständige politische Macht nicht mehr ernst zu nehmen, zumindest zeigt sie das immer wieder. Die Briten sind noch nicht ganz soweit, denn sie haben noch dagegen gestimmt.

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Christian Stöcker versucht etwas. Er will „Rationale aller Länder“ vereinigen, gegen Religiöse, Nationalisten, Sexisten, Rassisten usw. Sie spalten alle. Aber Christian Stöcker spaltet nicht, indem er die Rational-Elite gegen die dumm-dumpfen Nicht-Rationalen, kurz: „die Abgehängten“, erhebt? http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/gegen-donald-trump-afd-co-plaedoyer-fuer-eine-rationale-internationale-a-1117693.html

Übrigens: Wer darf eigentlich Gesprächspartner innerhalb der Rationalen-Internationale sein? Das bestimmt sicher der Herr Stöcker.

Ein bisschen mehr Real-Rationalität wünscht man sich schon bei einem, der solche Forderungen stellt. Die Probleme sind zu ernst, als dass man so etwas Seichtes mit dem Anspruch, Problemlöser zu sein, von sich gibt.

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Hier wird Carolin Emckes Versuch unter die Lupe genommen. http://www.zeit.de/2016/44/carolin-emcke-friedenspreis-des-deutschen-buchhandels

Es sieht hier so aus, als würden Emotionen stärker sein als die Ratio. Sie müsste die Argumente nur einmal umkehren – denn ausgegrenzt werden ja nicht nur Linke durch Rechte, sondern auch Rechte durch Linke. Es werden ja nicht nur Frauen diskriminiert, sondern auch öffentlich alte weiße Männer. Nicht nur sexuell anders Orientierte, sondern auch diejenigen, die zölibatär leben. Es werden nicht nur die Globalisierungfans negativ beäugt, sondern auch die National-Fans. Usw. usw. usw.

Allgemein gesagt: Es ist heute so leicht, irgendwelche emotionale Werke zu kreieren, die dann auch noch von allen, die ebenso leichtdenkerisch gepolt sind, honoriert und gelobt werden. Man will ja auch als Preisverleiher auf der Seite der Guten stehen – und wehe, man setzt sich dem Verdacht aus, es nicht zu tun. Man muss nur diejenigen auswählen, von der ein Teil der Gesellschaft denkt, dass man sie besonders beachten müsste – und zack, hat man alle Guten auf seiner Seite. Dass eine Gesellschaft aber alle im Blick haben muss, nicht nur Lieblingsrandfiguren, wird leider übergangen.

Interessant finde ich auch, wie sich alle Reden gleichen. Ob es ein Schulz sagt, eine Emcke, eine Laudatorin, ein Stöcker – man weiß im Grunde alles schon vorher. Hier und da gibt es einzelne individuelle Einschübe, aber der Gesamtduktus ist vorhersehbar. Und dabei fordert Emcke, so der Artikel, gerade „das Struppige, das Unhomogene, das radikal Individuelle“…

Was ist, wenn alle das gleiche Struppige fordern? Man hat eine struppige Monokultur.

Thomas Schmid schreibt zur Preisverleihung: „Wenn das Gute sich selbst feiert“ http://schmid.welt.de/2016/10/23/wenn-das-gute-sich-selbst-feiert-carolin-emckes-friedenspreis/ Es gibt sie also noch, die Struppigen.

Nachtrag: Kritik an der seltsamen Rede von Emcke, geäußert von Felix Menzel: http://einwanderungskritik.de/carolin-emcke-und-der-hass/

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Katholische Kirche und Kreuzzüge

Mir wurde noch eine Frage nachträglich gestellt, auch auf sie will ich eingehen:

Zunächst möchte ich Sie zum Thema auf Auszüge aus Texten meiner Seite www.evangelische-religion.de hinweisen:

1.

Mit den so genannten Kreuzzügen handelte es sich um militärische Reaktionen auf islamische Angriffe gegen das christliche Byzanz. Die Grenzen des Reiches sollten entlastet werden, indem sich die Kämpfe auf das Heilige Land konzentrierten. Darüber hinaus kamen die Aufrufe, in den Kampf zu ziehen, sicherlich auch innenpolitisch gelegen, weil Mitteleuropa auf diese Weise junge Männer loswerden konnte, die Sicherheitsrisiken boten: Bandenbildung, Raubzüge… Diese militärischen Aktionen waren größtenteils kaum sorgfältig geplant, sondern Aktionen, die von emotionalisierten Menschen durchgeführt wurden – auch zum Nachteil vieler Mitteleuropäer: Heere plünderten auf dem Weg nach Palästina ganze Regionen, es fanden Überfälle auf Dörfer und Städte statt – auch Pogrome gegen Juden. Diese Art „Kriegführung“ war etwas typisch Mitteleuropäisches. Nicht ausgebildete Heere führten weitgehend Kriege, sondern – wie man es den alten Germanen nachsagte – Banden kampfesfreudiger Menschen.

Diesen Text habe ich meiner Seite: http://evangelische-religion.de/kreuzzuege-2.html entnommen. Dort wurden auch Daten zusammengestellt: Daten muslimischer Angriffe und die Daten der jeweiligen Kreuzzüge.

2.

Die Frage stellt sich: Dürfen sich Christen gegen Feinde wehren? Als Individuum muss man das Feindesliebegebot Jesu beachten. Und so haben sich ja auch zu allen Zeiten hindurch Christen eher umbringen lassen als selbst andere – auch in Verteidigung – zu töten. Gilt das aber auch dann, wenn Christen als Gruppe angegriffen werden? Darf einer als kräftiger Mensch zulassen, dass alle Menschen seiner Gruppe einfach so getötet, versklavt, misshandelt werden – auch dann, wenn ein gemeinsamer Kampf das verhindern könnte? Gebietet es nicht gerade die Liebe, sich den Gewalttätern entgegenzustellen – mit Gewalt? (Heute stellt sich die Frage für Christen zum Beispiel in Nigeria.) Parallel zu den oben genannten Überlegungen gibt es immer auch eine pazifistische Strömung, das heißt: Kriege sind – wie jegliche Gewalt – mit Berufung auf Jesus abzulehnen. Hier sind vor allem die Quäker hervorzuheben, weil sie diese Sichtweise über Jahrhunderte überwiegend vertreten und gelebt haben. Aus der letztgenannten Sicht sind die Kreuzzüge vollständig abzulehnen. Von den zuvor genannten Sichtweisen her gesehen, können sie ansatzweise legitimiert werden – denn es ging realpolitisch gesehen, um die Verteidigung von Byzanz gegen die massiven islamischen Expansionen (selbst Italien und die Stadt Rom waren immer wieder angegriffen worden). Dass dann innerhalb der Kampfhandlungen Grausamkeiten verübt wurden, das ist aus der Sicht all der oben genannten Menschen nicht zu rechtfertigen. Denn es geht ihnen allen um Frieden, Recht, Ordnung – Angemessenheit der Mittel. (Heute: Können Massenvernichtungsmittel jemals angemessen sein? – Als Abschreckung? Wenn andere sie haben?) Da bricht sich doch der Mensch als Sünder immer wieder Bahn – selbst in den modernen Heeren, trotz Genfer Konvention usw.

Das habe ich meiner Seite: http://evangelische-religion.de/d-kirche-gewalt-2.html entnommen.

Hinzufügen möchte ich noch: http://evangelische-religion.de/d-irrwege-abwege-2.html

3.

Noch ein paar Anmerkungen, über meine Seiten hinaus:

Heute wird auf die Kreuzzüge häufig darum hingewiesen, um zu sagen, dass die Islamisten durch die Kreuzzüge hervorgerufen wurden: Muslime würden auf die Schmach, die ihnen damals zugefügt wurden, durch Fanatisierung reagieren. Das bedeutet, dass die Kirche Schuld an der Fanatisierung mancher Muslime sei. Diese Aussage entbehrt jeglicher Grundlage. Zwar haben Muslimbrüder (Ägypten) die Kreuzzüge als Argument verwendet, aber sie wurde zuerst von Historikern im Westen formuliert. Zudem darf man nicht vergessen, dass der muslimische Expansionsdrang (der vordere Orient war stark von Juden und Christen durchdrungen, bis er von Muslimen überrannt wurde, die Eroberungen gingen bis ins hinduistisch / buddhistische Pakistan / Indien, ganz Nordafrika wurde erobert) von Anfang an da war und die Versuche des Westens, diesen zu stoppen erst später hinzukamen. Israel / Jerusalem war christlich bzw. heidnisch, bis Muslime es im Krieg eingenommen hatten. Im Westen kamen islamische Heere bis nach Spanien/Frankreich und wurden im 8. Jahrhundert nach Christus von Karl Martell zum Halten gebracht. Im Osten und Süden rannten sie gegen Byzanz an, konnten allerdings dann trotz der Abwehrkriege im 15. Jahrhundert Konstantinopel / Istanbul erobern, kamen dann bis vor Wien und wurden zuletzt im 18. Jahrhundert im 6. Türkenkrieg zurückgeschlagen. Die Griechen haben sich erst 1830 von der osmanischen Oberherrschaft befreien können. Zudem fanden die Kreuzzüge vor Jahrhunderten statt – da muss man schon sehr nachtragend sein, wenn man das als Grundlage jetziger Gewalttaten nimmt.

Es wird auch berichtet, dass die Kreuzzüge besonders brutal gewesen sein, die Pferde wateten bis zu den Bäuchen durch Blut. Das wird zwar so beschrieben, man muss jedoch beachten, dass das auch schon antiker Rhetorik entsprach (Römer). Auch als der Sultan in Konstantinopel einritt, wateten die Pferde bis zu den Bäuchen im Blut. Warum diese Rhetorik? Um zu zeigen, was für einen mächtigen Gegner man überwunden hat. Ob das nun geschichtlich stimmt oder reine Rhetorik war, das muss immer im Detail untersucht werden – was naturgemäß sehr schwer ist, da man keine neutralen Beobachter hat.

Was ist noch wichtig zu wissen? Es gab unterschiedliche Möglichkeiten in Mitteleuropa für einen Bauern sein Land zu vererben: Sagen wir, er hatte vier Söhne. Dann bestand z.B. die Möglichkeit, dass sein Land durch 4 geteilt wurde – und wieder geteilt usw. was dazu führte, dass die Parzellen zu klein wurden, um eine Familie zu ernähren. Die andere Möglichkeit bestand z.B. darin, dass nur der Älteste das Land erbte und die Brüder ihm dienen mussten – oder aber lieber das Weite suchten. Das führte dazu, dass es heimatlose junge Männer gab, die in Gruppen die Gegend unsicher machten (z.B. Raubritter…). Im alten Griechenland ist man diese jungen Männer dadurch losgeworden, dass man sie auf ein Schiff setzte und sie losschickte, um irgendwo eine griechische Kolonie zu gründen, im alten Rom hat man sie ins Militär geholt und in alle vier Winde zum Dienst verschifft. Aber im Mittelalter war das so erst einmal nicht möglich. Und die Unsicherheit darum in Mitteleuropa groß.

Nun zur Rolle des Papstes: Der erste Papst, der die Kreuzzüge ausrief, weil der byzantinische Herrscher um Heere gebeten hatte, war ein geschickter Taktiker, der durch die Kreuzzüge einmal die gefährlichen jungen Männer aus Europa herausbrachte, wodurch eine gewisse Ruhe einkehren konnte. Taktiker war er dadurch, dass er Jerusalem zur Befreiung auswählte, da dadurch mehr Menschen mobilisiert werden konnten, denn heilige Städte konnten erobert werden, damit verbunden wurde Sündenvergebung. Denn manche dieser jungen Männer mochten von einem schlechten Gewissen geplagt worden sein. Hätte er gesagt: entlastet die Grenzen von Byzanz, wäre wohl kaum einer gegangen.

Und das ist – so sehe ich es – dem Papst bzw. den späteren Päpsten und deren Werbepredigern (darunter sogar der großartige Bernhard von Clairveaux) anzulasten, dass sie die politischen Notwendigkeiten (aus damaliger Sicht) mit Glauben vermischt haben.

Letztlich zeigte aber das Ergebnis (200 Jahre konnten die Kreuzfahrer Jerusalem halten [Königreich Jerusalem]), das zumindest der Expansionsdrang der damaligen Muslime über die europäische Ostschiene lange hinausgezögert werden konnte. Was freilich aus Sicht heutiger Islamisten als Übel angesehen werden kann, da dadurch Europa nicht muslimisch geworden ist.

Eigenartig ist, dass die Kreuzzüge noch immer so dominant in den Köpfen herrschen. Denn seitdem gab es viele, viele Kriege und auch Eroberungen islamischer Gebiete, so vor allem durch die säkularen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich. Aber darüber spricht niemand – diese dürften aber real mehr Einfluss auf die heutigen Islamisten gehabt haben, als die Kriege, die seit ca. 700 Jahre zurückliegen. Zudem ist, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, vielen Extrem-Muslimen ein Ärgernis, dass ihr jeweiliges Land von großen Westfirmen dominiert wird (McDonalds, Coca Cola, zudem von westlicher Fernseh- und Medienkultur insgesamt…). Von daher muss ich sagen: So ganz verstehe ich diese Aufregung um die Kreuzzüge nicht, halte das ganze eher für Propaganda, denn damit kann man einfacher begrifflich agitieren – auch gegen die katholische Kirche. Unabhängig davon können wir Christen darüber diskutieren, ob es christlich legitim ist, Kriege dermaßen religiös zu begründen. Und das heißt aus meiner Sicht: Nein.

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Untaten der IS Bekämpfer + Aleppo – emotionalisierende Medien-Propaganda + Türkei stoppen + Islamisten entführten Kapitän + Süchtige unterstützen Taliban + Irans Wasserkatastrophe

Auch auf Seiten der Mossul-Befreier kämpfen Menschen, die alles andere im Sinn haben als Menschlichkeit. Sie wollen auch einen islamistischen Staat errichten – allerdings nicht auf der Ebene der IS, sondern auf ihrer. https://www.jihadwatch.org/2016/10/mosul-civilians-and-children-tortured-with-hammers-by-us-backed-iraqi-liberators

So muss die Staatengemeinschaft aufpassen, dass sie nicht geholfen hat, im Nordirak auf einmal ein schiitisches Unterdrückunsgsystem zu installieren, das Sunniten und Christen und andere bekämpft. Sie muss aufpassen, dass nun nicht sunnitische Islamisten anfangen, ihr eigenes islamistisches System zu errichten. Sie muss aufpassen, dass die Türken nicht einfach den Nordirak einverleiben. Ebenso müssen die Kurden ihre Grenzen respektieren. Wenn im Nordirak und in Ostsyrien eine IS-freie Zone errungen ist, so ist noch lange nicht gesagt, dass damit der Frieden einzieht. Dieses Chaos wird in Syrien sicher verhindert, wenn Assad als Kontinuum an der Macht bleibt, wobei freilich auch hier darauf zu dringen ist, dass die Soldaten Assads und die jeweiligen Milizen nicht unmenschlich ausflippen.

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Ich finde es immer wieder ärgerlich, wie die Tagesschau und wahrscheinlich andere auch, Aleppo emotionalisiert darstellen. In Großbritannien sollen viele Kinder Kuscheltiere vor dem Haus der Premierministerin abgelegt haben, um für die Kinder von Aleppo etwas Gutes zu tun. Es ist Propaganda pur, die hier abläuft. Wie stellen sich diese Leute Krieg vor? Was stellen sie sich unter Islamisten vor? Wie stellen sie sich das vor, dass die Islamisten, die den Ostteil Aleppos in Geißelhaft haben, vertrieben werden sollen? Volksverdummung pur – und es gibt Leute, die verdummt wurden und ihre Kinder dazu einspannen. Sie sollen lieber Druck auf die Regierung ausüben, dass sie die Flüchtlingscamps finanziell massiver unterstützen, dass wenigstens die Geflohenen etwas zu Essen haben, dass sie ausgebildet werden können, dass die Flüchtlinge im Libanon angesichts des nahenden Winters warme Kleidung, warme Zelte bekommen. Das ist besser und zukunftsweisender als diese emotionalisierende Medien-Propaganda, die von den Weststaaten initiatisiert wird.

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Man muss das selbstherrliche Auftreten der Erdogan-Türkei im Nordirak stoppen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/mossul-tuerkei-kaempft-trotz-verbot-gegen-dschihadisten-im-irak-a-1117934.html Die Taktik ist: Die Taktik zu zerstören. Einfach drauflosballern…

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Drogensüchtige tragen massiv dazu bei, die Islamisten in Afghanistan zu unterstützen: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afghanistan-opium-fuer-die-taliban-14494094.html Das sollte man stärker in den Fokus rücken. Meine Frage ist: Wie kommt das Opium aus Afghanistan nach Europa? Ich hatte gehört, dass afrikanische Mafia Leute nach Europa über die Flüchtlinge einschleust. Läuft das auch von der Mafia Afghanistans aus so?

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Auf den Philippinen haben Islamisten einen südkoreanischen Kapitän und die Crew entführt: https://www.jihadwatch.org/2016/10/philippines-islamic-state-kidnaps-south-korean-ship-captain-and-crewmember

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Viele islamische Staaten sind zur Wüste geworden. der Iran tut alles dafür, auch diesen Staat zur Wüste zu machen. Entgegen landläufiger Meinung gehört das zum Islam, überall Wüste zu hinterlassen – aber es ist im Iran schlicht und ergreifend falsche Politik: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-10/iran-wasserkrise-verschwendung-raubbau-klimawandel-existenzaengste

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Segen am Sonntag: Alternativen

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Christen haben außerhalb philosophischer oder apokalyptischer gelehrter Kreise der Menge der Menschen, den Benachteiligten, den Armen, den Sklaven etwas verdeutlicht. Es muss nichts so bleiben wie es ist. Gott selbst weist uns an, die Menschheit zum Guten hin zu verändern. Als freie Menschen, die sich von Gott bestimmen lassen, macht es nicht nur Sinn, Alternativen zu denken, sondern auch alternativ zu handeln. Das sehen wir an Jesus. An Jesus sehen wir auch, dass Gott uns Menschen zutraut, dass wir nicht versumpfen, sondern mehr aus uns machen, indem wir uns aus Gott heraus anderen Menschen zuwenden. Dass wir nicht angesichts der negativen Zustände verzweifeln, sondern diesen die Frohe Botschaft, das Evangelium entgegenstellen.

So segne uns Gott, dass wir aus selbstgemachter Lethargie ausbrechen und frisch, vergnügt und dankbar die Zukunft in Gottes Kraft froh gestalten. Mit seinem Evangelium im Herzen und im Verstand.

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