Moderne Wissenschaft

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Je weiter die moderne Wissenschaft vordringt, desto stärker merkt der Wissenschaftler, dass die Logik gesprengt wird. (Im folgenden Abschnitt äußere ich mich als Laie. Aber das wird jeder Fachmann merken.)

Die Aussage, ich kann nur glauben, was ich sehe, mag noch vor ein paar Jahrhunderten gestimmt haben. Aber unter Berücksichtigung heutiger Forschung ist diese Aussage unhaltbar. Allein die Existenz unseres Sonnensystems, die Existenz der Planeten ist rätselhaft, unverständlich – es gibt Modelle, die das Entstehen erklären sollen – aber mehr haben wir nicht. Wir wissen im Grunde nur: Es gibt die Sonne, es gibt Planeten – aber warum, wieso, wie geht das? Was ist Gravitation? Warum diese Positionen? Diese Winkel?… (Das musste ich jetzt mal loswerden.)

Ich glaube nur, was man beweisen kann – ist ebenso unhaltbar, weil man eben so viel nicht beweisen kann, sondern von Prämissen ausgeht, von denen man hofft, dass sie als tragfähiges Fundament dienen können.

Wir bauen uns Modelle – damit uns das Gefundene logisch erscheint. Manche behaupten steif und fest: So ist es! Weil sie etwas benötigen, an dem sie sich festhalten können. Sensiblere aber wissen gleichzeitig: Es muss nur einer kommen, der Neues entdeckt – und das Modell muss revidiert werden. Denken wir nur an das Atommodell vor ca. 100 Jahren und heute. (Auch das muss ich mal loswerden: Wurde das Higgs-Teilchen nun zweifelsfrei gefunden oder nicht? Man liest mal so und mal so. Vielfach als Hoffnung, es gefunden zu haben. Nach dem Motto: Forscher gehen davon aus, es gefunden zu haben…)

Materie ist die Grundlage (Materialismus in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen) – kann das heute ein Physiker überhaupt noch guten Gewissens sagen? Oder hat man inzwischen “Elektrizität”… zur Materie erklärt? Quanten – Lichtpäckchen, Licht/Materie-Wellen, schneller als Licht… Es ist alles fließend – und das ist Wissenschaft: Gespannt sein auf das, was kommen wird. Wie passen Relativitätstheorie und Quantenphysik zusammen? Die Quanten lassen die Logik kollabieren.

Allein die Entstehung einer Zelle, das, was wir in unserem Körper 100Billionen mal haben: Sie ist nicht nur einfach so Schritt für Schritt entstanden – es müssen manche “Teile” gleichzeitig hinzugekommen sein und gleichzeitig begonnen haben zu interagieren. Das ist undenkbar – vor allem auch in dem kurzen Zeitraum, in dem eine (? – es müssen gleichzeitig mehrere Zellen entstanden sein) Zelle seit der Entstehung der Erde entstehen konnte (so glauben ja manche, dass Leben aus dem All auf die Erde gekommen ist – was aber genauso unlogisch ist – zumindest zurzeit).

Wissenschaft heute ist im Grunde so zusammenfassbar:

Wir glauben, dass wir irgendwann einmal alles, was wir erkennen, auch mit dem logischen Verstand (was ist das?) erfassen können. (Das gilt freilich nur, wenn man als Wissenschaftler, der sich um sein Metier kümmert, überhaupt philosophisch an das Ganze denkt.)

Was ist “Sprache”? Sie ist immer begrenzt. Der Mensch versucht das, was er erlebt, was er sieht, in Sprache auszudrücken. Gibt es eine Welt außerhalb der Sprache? Ja, denn der Mensch wächst ja in der Sprachfähigkeit – und dadurch entdeckt er immer mehr von dem, was ihn umgibt. Gedichte sind eine Form, z.B. Erlebtes immer weiter zu formulieren – dass andere aus Wort und Zwischenräumen der Sprache mein und ihr Erleben wieder erkennen, sich wiederfinden können. Ähnlich Philosophie und Theologie – man treibt die Sprache immer weiter – und damit die Erkenntnisfähigkeit des Menschen.

Sprache, Logik, Verstand… – wachsen mit dem, was man findet. Wenn man etwas nicht kennt, sieht man es nicht. Wenn man etwas nicht finden will, erkennt man es nicht. (Man denke nur an die Euphorie, als man den DNA-Strang isolieren konnte – und dann erst, als man sah, dass nicht alles am DNA/DNS “Strang” liegt, begann man zu suchen – die Epigenetik entstand.) Und dann, wenn die Zeit reif ist, die Sprache weitergekommen ist, der Blick geschärft ist: dann kann man erkennen. Wir versuchen mit unseren begrenzten Sinnen das Wunder der Natur – und weiter gehend: Das Wunder der Schöpfung ein wenig zu durchleuchten. Nicht nur die Wissenschaft wird immer weiter getrieben – sondern auch die Sprache. Und mit der Sprache das Erkennen. Ich möchte nur daran erinnern, wie schwer es ist, das, was man wissenschaftlich im Kosmos erkennt, sprachlich auszudrücken – mathematische Erkenntnisse kommen an die Grenze der Sprache und des Denkbaren – aber mathematisch richtig. (Die Trinitätslehre [Gott Vater/Sohn/Geist sind ein Gott – aber jeweils eigenständig – oder nicht?] ist auch so etwas: Man kann sie nicht verstehen – versucht sie zu denken – in Sprache zu fassen – in Bildern – die aber nie wirklich passen.)

Und hier möchte ich als Christ den Glauben ansprechen: Mit dem Glauben ist es ähnlich. Wissenschaft und Glaube – zwei Seiten einer Medaille, sich in der Welt zurechtzufinden. Oder befindet sich doch beides auf einer Seite der Medaille – nur schwerpunktmäßig unterschieden?

Damit sind wir wieder beim Wunderwesen Mensch. Er ist das einzige Wesen, das alles untersuchen und reflektieren kann. Und: Er kann sich auch selbst reflektieren: Wie denke ich, warum denke ich das, was ich denke… Er hat die Freiheit, sich zu gestalten, sich gestalten zu lassen. Zum Guten, zum Bösen. Er hat die Freiheit. Zufall? Von Gott gewollt? Kann die gewisse Freiheit von der Natur – Zufall sein? Wobei “Zufall” bekanntlich kein wissenschaftlich relevanter Begriff ist.

Noch eine Anmerkung zum Lückenbüßer-Gott: Gott darf nicht als Lückenbüßer für wissenschaftliche Lücken angesehen werden – Wissenschaft darf auch nicht als Lückenbüßer für Gott angesehen werden. An dieser Stelle sei jedoch angemerkt, dass Gott mit jeder beantworteten Frage nicht zurückgedrängt wird, sondern im Gegenteil: mehr Raum bekommt, da mit jeder beantworteten Frage sich wieder eine Unmenge an neuen Fragen öffnen. Mit jedem Wissen nimmt Unwissen zu. Und, so heißt es in christlicher Tradition: Alle Fragen werden in Gott beantwortet.

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Große Denker: Plotin und Kierkegaard

Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl haben ein Buch herausgegeben: Die Großen (!) Denker. Philosophie im Dialog. Heyne 2015. Es handelt sich um einen Gang durch die Philosophiegeschichte. Überwiegend finde ich die Darlegungen treffend. Es ist schwer, in dieser Kürze diese großen Denker darzustellen. Und es wird aus allen möglichen Richtungen kritisiert werden können. Von daher ist alleine schon der Versuch lobenswert.

Dennoch ein paar Anmerkungen von mir: Was ich z.B. nicht verstehe, ist das, was zu Plotin (205-270 n.Chr.) gesagt wurde. Es wird Plotin nicht gerecht. Man kann einem Philosophen der damaligen Zeit nicht Rückschritt vorwerfen – auch wenn das unter fortschrittlichen Philosophen gang und gäbe ist. Es wurde damals nicht als Rückschritt empfunden, sondern eben als Fortschritt – entsprechend wurde er auch vielfach rezipiert. Ich meine, wenn ich auch die Philosophie eines Philosophen nicht mag, so muss ich als gegenwärtiger Mensch anders damit umgehen. Und dass es in der Welt des Plotin nichts Interessantes zu entdecken gäbe (S. 278) – diese Aussage ist kurios, denn die Welt, die Plotin entdeckt, ist spannend: die Vereinigung mit dem Göttlichen. Zudem: Er dreht die Welt nicht zurück, weg vom Rationalismus, denn er versucht das Irrationale vielfach rational zu durchdringen – soweit er es eben als heidnischer Philosoph zu durchdringen vermag http://blog.wolfgangfenske.de/2009/08/14/christenheit-5/.

Das, was wir über Augustinus erfahren – das wird dem Denker nicht gerecht. Wir haben hier ein hinüberhuschen über dies und das – und das war´s dann auch schon. Allerdings taucht Augstinus dann weiter auf (z.B. bei Anselm) und daran wird dann ein wenig seine Bedeutung sichtbar.

Aber dass auch hier Boethius (ins Suchfeld meines Blogs) vergessen wurde – warum? Er ist eine der wichtigsten Personen zwischen Antike und Mittelalter. Er mag als Denker nicht so dominant sein, aber doch als einer, der antike Philosophie in das Mittelalter hinüberrettet – das hätte einen etwas anderen Blick aufs Mittelalter ermöglicht – die Tradition, die Thomas von Aquin berücksichtigt.

Was den Glauben betrifft: Nehmen wir Kierkegaard. Er wird nur halb dargestellt: Kierkegaard und seine Verzweiflung. Die Frage wird gestellt – nichts an christlicher Ermutigung bei ihm? (Kierkegaard, Schopenhauer – alles Gegenbewegungen zum zuversichtlichen Leibniz und co. – auch Philosophie ist eine Wellenbewegung: up – down.) Das wird Kierkegaard nicht gerecht – es wird eben der tiefere Glaube ausgeblendet, man bleibt an der Oberflächlichkeit stehen. Für diejenigen, die sich noch nicht mit Kierkegaard beschäftigt haben – selbst der Wikipedia-Artikel geht tiefer. Kierkegaard kritisiert hart das bürgerliche Christentum als falschen Glauben, er ist als Religionskritiker im Grunde heftiger als Feuerbach – vielleicht verstehen manche ihn nicht, weil sie sich gut in diesem bürgerlich-moralischen Christentum eingerichtet haben? Die Gleichzeitigkeit mit Jesus Christus ist für Kierkegaard der wesentliche Aspekt. Raum und Zeit haben in der Dimension Gottes andere Ausprägungen – eine Art Personalisierung des Hegelschen Weltgeistes und des Schopenhauerschen Willens/Weltantriebes (sagen wir mal so). Schwer zu verstehen, gewiss, weil es eine Glaubensaussage ist, die mit der Gegenwart des lebendigen Jesus Christus rechnet – wir würden heute vielleicht das gleiche (nicht dasselbe!) eher mit der Gegenwart des Geistes Christi ausdrücken. Christlicher Glaube ist aus der Beziehung mit Jesus Christus lebendige Existenz – keine Lehre. Kierkegaard ist freilich wirksam geworden, indem er Existentialisten aus der Taufe gehoben hat – und dazu passt dann eher die Verzweiflung am Menschen als die Zuversicht des Glaubens, von daher stimmt das, was in dem Buch verkürzt zu finden ist. Aber Kierkegaard hat auch die Theologie sehr beeinflusst. Das ist ein anderes Thema.

Auch bei anderen ist es schade, dass alles so kurz und knapp dargelegt wurde. So würde man gerne vielmehr über Wittgenstein (pars pro toto) erfahren. Aber das Buch hat fast 700 Seiten – von daher muss ich trotz Kritik sagen: Große Leistung, trotz Knappheit Wesentliches mitzuteilen.

Was den Glauben an Gott betrifft, der wird in dem Buch nicht besonders wohlwollend kommentiert, sondern wenn es nicht anders geht, fragend. Manchmal wird er auch ganz ausgelassen, so zum Beispiel bei John Locke. Sein Denken ist ohne diese Tradition, in der er aufgewachsen ist, die er vertieft rezipiert und verteidigt hat, kaum zu durchdringen. Selbst der deutsche Wikipedia-Artikel über Locke weist darauf hin, vertieft der englische. Diese Art, den Gottesglauben zu minimieren bzw. auszuklammern bzw. in die Ecke des Rätselhaften zu stellen, ist Teil der modernen Philosophiegeschichte unseres Landes. Freilich muss man sehen: Im Kontext von Whitehead, der begeistert aufgenommen wird, wird gerade das thematisiert: Warum hat die Philosophie der Gegenwart diesen großen Philosophen nicht intensiver beachtet? Die Jalousien gehen runter, wenn einer von Gott spricht (597). Und das wird dann auch zu Recht vorsichtig als menschliche Selbstüberschätzung angesehen, wenn Gott ausgeklammert wird (693). Ganz meiner Meinung entspricht der Satz, dass einem, wenn man Gott aus dem Blickfeld verliert, „nicht mehr klar (wird), woher die Grundimpulse und Maßstäbe für das herkommen… für Menschenrechte, Demokratie und die Gerechtigkeitsforderungen.“ (694)

Wer kann westliche Philosophie verstehen – ohne den wie auch immer gearteten Gottesglauben? Atheistische Philosophie begann in Deutschland erst so richtig mit Marx – aber selbst seine Utopie ist im Grunde religiös begründet – man denke allein an Hegel – aber eben ganz normal an Apostelgeschichte 2:

Alle, aber, die Gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten Mahlzeiten mit lauteren Herzen…

Von daher: Christen haben immer etwas – aber nur etwas! – Sozialistisches – wenn Sozialisten Christliches haben. (Wobei ich freilich unter der Hand Marxismus/Kommunismus/Sozialismus verbunden habe. ist natürlich nicht ganz redlich.) Das nur am Rande.

Ein empfehlenswertes Buch – wenn man berücksichtigt, dass hier und da Kritik angebracht ist.

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Neujahrsansprache Merkels + Neujahrsansprache von Xi Jinping

Ich werde die Neujahrsansprache Merkels nicht auseinanderdröseln. Nur eine Frage: Nichts falsch gemacht, liebe Frau Merkel und Regierung?

Die Ansprache: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-12/neujahrsansprache-angela-merkel-dokumentation

„Wir gemeinsam sind stärker.“ Ja. Nur: Was heißt gemeinsam? Sie sagt nicht, und das zu recht: Denkt so wie ich – dann werden wir es schon hinbekommen. Aber ich merke, dass schon die eine oder andere Überschrift in diese Richtung geht. Das wäre fatal: Gemeinsamkeit in einer Demokratie bedeutet nicht: Bist du anderer Meinung, dann halte die Klappe. Aber, wie gesagt: Merkel sagt das nicht. Man hört nur schon wieder die Verkürzungen.

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Und hier können wir die Neujahrsansprache von Xi Jinping lesen: http://german.people.com.cn/n3/2017/0101/c209048-9161790.html

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Bewegung

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Alles Leben ist Bewegung.

Geist ist Bewegung, lebendige Körper sind Bewegung.

Nicht nur Lebendes ist Bewegung, auch starre Materie ist Bewegung – Bewegung der Atome.

In den Atomen ist Bewegung (Protonen, Neutronen) – es fließt Elektrizität – es wellt Licht – im Mikrokosmos wie im Makrokosmos. Selbst Protonen/Neutronen bestehen aus Energie zwischen Quarks – Quarks, schwingende Energiefäden (Strings)?

Auch die Trinität, die Dreieinigkeit Gottes ist Bewegung: Gott Vater – Gott Sohn – Gott Geist – und in Zuwendung zum Menschen. Gott ist in sich nicht starr, kein unbewegter Beweger der aristotelischen Philosophie.

Gottes Geist wirkt in Menschen – seiner Schöpfung – Gottes lebendiger Geist – in Kultur, in Moral, im Denken, im Bewusstsein, nichts ist starr, auch Sprache ist nicht starr, Interpretationen sind nicht starr. Von dem, was von Außen auf den Menschen zukommt und dem, was das vielfältige Innere des Menschen an auf ihm Zukommendes rezipieren kann, entsteht vielfach innen Bewegung nach Außen wirkend: Gott spricht den Menschen an – und er bewegt sich, reagiert. Er reagiert als Ich. Als einer, der sich als Teil der Menschen ansieht und als dieses ICH den Rahmen durch die DUs gesetzt bekommt, weil er ein Teil der DUs ist. Kurz: Der Mensch als Individuum ist Teil der Gemeinschaft der Menschen. Und diese Wechselbeziehungen sind – Bewegung! Atemlose Bewegung ist der Mensch, bis er zur lebendigen Ruhe in Gott kommt.

Der Geist Gottes bringt Materie zum Leben, den Menschen zum Denken. Der Geist Gottes – die Be-Seel-ung des Menschen – bewegt sich hinüber in die Auferstehung, das Sein in und bei Gott – die Neuschaffung des Menschen.

Aber: Vergessen wir die Freiheit des Menschen nicht! Die Freiheit zum Widerspruch, zum Widerstreben, zur inneren und äußeren Erstarrung und Abkapselung, die Freiheit, sich dem Widergöttlichen zuzuwenden, der Kultur des Todes, sich Gott zu entziehen, dem Leben entsagen, Sucht nach Tod und Vergehen.

Gottes Welt – wie kann es anders sein – ist genial.

Gottes Geist will uns bewegen:

  • Glaube – aus der Gegenwart des lebendigen Gottes lebend
  • Hoffnung – von der Zukunft Gottes her, die Gegenwart durchdringen – sich nicht entmutigen lassen
  • Liebe – von der Zukunft Gottes her, die Gegenwart tätig zum Guten durchdringend.

Genial.

Ich wünsche Ihnen/Euch ein gesegnetes Jahr 2017.

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Abtreibungslobby

Planned Parenthood und die Millionen Gelder: http://www.die-tagespost.de/feuilleton/forum/Steuermilliarden-fuer-die-Abtreibungslobby;art345,174934

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Noch einmal Woelki positiv: http://www.kath.net/news/57998 :

„Als Christen wehren wir uns dagegen, dass in unserem Land diese hunderttausendfache Abtreibung als die Normalität einer liberalen, humanen und aufgeklärten Gesellschaft ausgegeben wird.“

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Scharfe Kritik an Kirche

Scharfe Kritik an Kirche – nicht ganz unberechtigt: http://www.kath.net/news/57989 Diese Einschränkung (nicht ganz) ist nicht ohne Grund formuliert worden. Ich sehe manche Tendenzen, den religiös-spirituellen Aspekt wieder mehr zu betonen. (Auch diese distanzierte Formulierung ist nicht ohne Grund.) Ob daraus ein fröhliches Bekenntnis zu Jesus Christus wird, dem Sohn Gottes – das weiß ich noch nicht.

Was freilich auch deutlich wird: Medial wird das, was Kirchenleute sagen, immer auf einen Satz reduziert, der irgendwie zu einem Zeitthema passt. Da hält einer eine Predigt von 20 Minuten – und dann wird zusammengefasst: Er setzte sich in seiner Ansprache für Flüchtlinge ein. Das mag natürlich sein, dass dieses und jenes so reduziert werden kann, aber das wirft auch ein schiefes Licht auf die Kirche. Zudem: Die paar Oberen sind nicht die Kirche. Kirche ist da, wo Menschen sich im Namen des auferstandenen Jesus Christus sammeln, miteinander feiern, miteinander zum Wohl der Menschen handeln. Nicht, weil sie es sich so denken, sondern weil sie vom Geist Gottes „getrieben“ werden. Und so gesehen geschieht „echte“ Kirche an sehr vielen Orten in unserem Land – was aber von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird. Warum? Das wird vielleicht morgen im Zusammenhang der Philosophie vertieft werden.

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SPD Schulz und Kanzler + Außenminister Kurz + Kritik an Kerry (und Steinmeier) + Lob an Putin

SPD Schulz scheint sich nicht als Kanzler zur Verfügung stellen zu wollen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/martin-schulz-offenbar-nicht-kanzlerkandidat-der-spd-a-1127920.html Ich vermute einmal, dass er Gabriel den Vortritt lässt, weil er jetzt eh keine Chance sieht, dass die SPD den Kanzler stellen wird. Er kann dann nächstes Mal antreten, in der Hoffnung, dass die SPD bis dahin aus dem Tief herausgekommen ist. Schulz ist klug. Ich muss sagen: Ich bin froh, wenn Gabriel wieder antreten würde, aber macht er das?

Warum steckt die SPD im Tief? Die gesamte Diskussion dreht sich um die Frage AfD/CDU. Linke Themen spielen gesellschaftspolitisch gesehen bei vielen keine Rolle. Werbung bedeutet: Den Wunsch, etwas haben zu wollen, erst einmal wecken, weil die Sehnsucht danach in der Tiefe des Menschen schlummert. Vielleicht ist das ein Ansatz für die SPD?

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Außenminister Kurz scheint einer der ganz Vernünftigen zu sein: http://www.spiegel.de/politik/ausland/oesterreich-will-osze-vorsitz-fuer-lockerung-der-russland-sanktionen-nutzen-a-1127914.html Er macht wenigstens eigenständige, kluge Politik.

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Interessant, dass die britische Regierung Kerry wegen seiner Israelrede kritisiert. Zu Recht. Sie hätte sich auch Steinmeier zur Brust nehmen sollen. Unsere Regierung ist zu sehr auf die Obamas fixiert – und katapultiert sich immer stärker ins Aus: http://theresurgent.com/british-government-smacks-down-john-kerry-over-his-israel-speech/

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Putin hat echt so reagiert, wie ich gestern im Blog erhofft habe. Man muss ihn loben – er hat, wie ich hörte, auch für viele Experten unerwartet reagiert, eben als Politiker und nicht als pawlowscher Hund: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/usa-donald-trump-lobt-wladimir-putin

Auch in den USA gerät nun einiges durcheinander: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/sanktionen-russland-usa-stimmung

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