Vernetzung von Islamisten + Euro-Islam + Schuld bei anderen + Ägypten: Kampf gegen Islamisten

Nun, das wird wohl wiederum niemanden wundern, dass Amri vernetzt gewesen sein soll. Die Islamisten sind ja nicht nur alle einsame Wölfe, die sich dies und jenes ausdenken und dann irgendwann zufällig losschlagen. Die gibt es auch. Aber ich vermute einmal, dass einige von ihnen auch das große Bedürfnis haben, manche ihrer muslimischen Glaubensgenossen von ihrer Weltsicht zu überzeugen. Und je ideologischer sie orientiert sind, desto intensiver sind sie vernetzt. Ich finde es gut, dass Italien in dieser ganzen Untersuchung mit beteiligt ist und sie sich nicht nur auf Deutschland beschränkt. http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/terrorverd%C3%A4chtiger-von-berlin-anis-amri-soll-im-ruhrgebiet-sehr-gut-vernetzt-gewesen-sein/ar-BBxDXxU

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Eine Formulierung bzw. in Beziehungsetzen ist nicht richtig: Die vielen jungen Männer, die zu uns gekommen sind und mehr sind als die BRD und DDR als Soldaten hatten… Die Migranten/Flüchtlinge in einem Atemzug mit Soldaten zu nennen, ist zumindest nicht begründet.

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Hier geht es darum, dass der Euro-Islam nicht genügend beachtet wird. Das stimmt, das habe ich auch im Blog häufiger beklagt, dass die Politik mit den konservativen Muslimen zusammenarbeitet, nicht mit den fortschrittlicheren. Aber: Die fortschrittlichen Muslime sind als Gruppe kaum greifbar. Was mir an dem Beitrag nicht besonders gefällt, das ist, dass sie den Islam in der Opferrolle sieht. http://www.zeit.de/2016/50/europaeischer-islam-niluefer-goele

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Das ist ein interessantes Interview, manches schätze ich ähnlich ein. Aber die Aussage, dass Blair und Bush „zum größten Teil“ für das Erwachen des internationalen Terrorismus verantwortlich seien, halte ich wieder für ein Abschieben der Verantwortung: weg vom Islam und seinen islamistischen Ideologen, hin zu dem Westen. Das ist zu einfach. Auch ich sehe die Politik des Westen äußerst kritisch. Aber das stimmt nicht. Al Qaida: 1993 (World Trade Center), 1995 (Manila – vereitelt) – und andere: https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida Damals wurde das – wenn ich mich richtig erinnern kann – in westlichen Medien unter anderem mit den Kreuzzügen (vor ca. 800 Jahren) begründet bzw. mit dem Ausbreiten westlicher Firmen (Cola, MacDonalds…) bzw. mit Israel. Jede Zeit hat ihre eigene Möglichkeit von den eigentlichen Gründen abzulenken: dem ideologischen Islam.

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Al Sisi und seine Leute müssen die Islamisten bekämpfen. Das Problem ist nur: Wenn sie weiterhin gegen Menschenrechte agieren, dann werden die Islamisten Zulauf bekommen. Das Bollwerk gegen die Islamisten/Muslimbrüder wird dann weggefegt werden von einer neuen Islamisten-Welle. Es ist dringend notwendig, die Gesellschaft zu befrieden. Dazu müssen die Sicherheitskräfte intensiv zivil, human geschult werden. Hat Ägypten das Geld dazu?: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/aegypten-militaer-polizeistaat-revolution-rueckblick

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Erdogan beschuldigt die USA den IS zu unterstützen: http://www.focus.de/politik/videos/angebliche-film-und-fotoaufnahmen-erdogan-behauptet-jetzt-usa-unterstuetzen-den-is-in-syrien_id_6415207.html Er habe Beweise.

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Belgien: Junge als Bombenbauer? http://www.n-tv.de/politik/14-Jaehriger-wollte-offenbar-Bombe-bauen-article19428736.html

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Raum einnehmen

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Ich nehme Raum ein.

Ich präge den Raum um mich herum.

Wie präge ich ihn?

Verbreite ich Ruhe, Angst, Frieden Wohlgefühl, Freude, Arroganz?

Wie möchte ich ihn prägen – wie präge ich ihn tatsächlich?

Gott ist der Künstler, der mich so gestalten möge, wie es in seinem Sinne ist – indem er den Raum in mir einnimmt.

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EKD und AfD und CDU und Antwort auf Kritiker

Ich wurde aufgefordert, meine Meinung dazu zu sagen, dass irgendein AfDler die EKD mit Terror in Verbindung brachte: (a) habe ich das in keiner Zeitung wahrgenommen – und irgendein Tweet, der hier und da kursiert, ist für mich nicht relevant. (b) Da könnte man ja – sorry, wenn ich derb werde – jeden Pupser eines AfDlers und eines sonstigen nennen. Da litte mein Blog unter AfD- und sonstigen Verstopfungen. (c) Ich versuche in meinem Blog größere Linien zu zeichnen.

Dass die EKD und Teile (?) der AfD miteinander in Clinch liegen – liegt in der Natur der Sache. Jegliche nationalistische und rassistische Engführung ist von Christen nicht zu akzeptieren. Und die AfD sammelt nun einmal auch solche Leute – und ich beobachte intensiv: In welche Richtung wird sich die AfD weiter entwickeln: in die Rechtsextreme oder in die traditionalistisch-konservative. Die Auseinandersetzung findet zurzeit statt und soweit ich sehe, ist sie noch nicht entschieden.

Ich schrieb es neulich: Es hängt von der CDU ab, wie sich die AfD weiter entwickelt: Wird die CDU die Konservativen nicht wieder an sich binden können, werden sie der AfD zugetrieben – und das heißt, die AfD wird konservativer, und die CDU wird auf kurz oder lang nicht umhin kommen, mit der AfD zu koalieren (wenn man nicht ständig eine große Koalition haben will – wie die SPD inzwischen auch zum Teil bereit ist, mit der Die Linke zu koalieren). Wird die CDU sich ändern und die Konservativen wieder an sich binden können, wird die AfD automatisch extremer, um sich von der CDU abgrenzen zu können und damit dann zu einer extremen Randpartei werden. Und dann kann sich die CDU wieder aussuchen, ob sie mit der SPD, den Grünen oder der FDP koalieren will, weil die AfD zu extrem und klein geworden ist und als Koalitionspartner ausscheidet.

Manche wissen immer schon alles im Voraus – ich freue mich für sie und gratuliere für den vielleicht prophetischen Blick. Ich beobachte. Das ist meine Aufgabe. Zumindest sehe ich sie darin. Zudem schrieb ich neulich: Linke und Grüne hatten in ihren Anfangszeiten auch die Probleme: Welche Gruppe/welcher Flügel wird sich durchsetzen? Und genauso sehe ich das auch mit der AfD. Und dass in unserem Land Menschen leben, die rechtsextremistische Ansichten haben, ist ja kein Geheimnis. Die gibt es seit Jahrzehnten. Die Frage ist nur: Wieweit können sie parteipolitisch eingebunden und dadurch mehr oder weniger unschädlich gemacht werden, wieweit werden sie in Parteien dominant. Die alte Strauß-CSU war klüger als die neue Merkel CDU: Dadurch, dass die Merkel-CDU nach links abdriftete (um der SPD Wähler abzuluchsen und weil Merkel für alle wählbar werden wollte – CDU als eine Art Einheitspartei?) hat sie die Extremisten gestärkt, statt zu sagen: Rechts von der CDU gibt es keine Partei – und so zu versuchen, die Extremisten, die Infizierten in CDU Quarantäne zu bringen. (Was sich für die CDU massivst rächen kann: Wenn sie ihr konservatives Profil nicht schärft, dann wird die Nachmerkel-Ära grausam und brutal. Denn sie hat im Augenblick kein politisches Profil, das wird weitgehend durch die Person Merkel ersetzt. Und dann wird die AfD groß. Das wird auch dafür gelten, wenn die CDU-Merkel-Partei die Wahl verlieren wird.)

Politische Fehler rächen sich. Darüber kann man natürlich lamentieren und zetern und schimpfen – aber die demokratische Gesellschaft ist nun mal ein lebendiges Etwas, indem jeder seine Meinung einbringen muss und hoffen kann, dass sie Mehrheiten findet – und andere dagegen sein können und ebenfalls hoffen, dass sie Mehrheiten erringen. Demokratie ist schwer zu ertragen – je extremer man ist – rechts-links oder sonstwie. Und vor allem: Nur mit demokratischen Mitteln gegen Andersdenkende zu agieren, geht auch nicht in jedermanns/-fraus Kopf hinein, vor allem dann nicht, wenn man – wie man dem Mittelalter nachsagt – im politischen Gegner den zu vernichtenden Teufel sieht, der die heile Gesellschaft zum Bösen verführen will. Aus dem dualistischen Schwarz-Weiß-Denken sollten wir herauskommen, sonst werden wir selbst zu Extremisten, die nur andere Extremisten bekämpfen. Von daher wären wir gesellschaftspolitisch nicht über die Maßen ernst zu nehmen: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Nur dann jedoch ernst zu nehmen, wenn die Extremisten welcher Couleur auch immer zu stark werden, sich gegenseitig hochschaukeln (Weimarer Republik) und dadurch der Gesellschaft schaden.

Die schwere Diskussion für jede demokratische Gesellschaft ist: Wie gehen wir als tolerante Gesellschaft mit Extremisten um. Das ist nicht leicht, wie jeder weiß, der sich ein wenig mit dem Fall NPD beschäftigt hat bzw. mit Islamisten bzw. mit den linken RAFs und der KPD. Wie kann sich eine demokratische Gesellschaft gegen Unterwanderung durch Extremisten wehren? Wer sagt in einer Demokratie, dass die politischen Gegner tatsächlich Extremisten sind, die ihr Schaden zufügen können? Wir haben hier juristische Fäden gesponnen – und diese sind einzuhalten – auch wenn es manchen sichtlich schwer fällt udn wenn diese auch hier und da nachjustiert werden müssten.

Meine Hoffnung ist, dass die CDU klug wird.

Noch zwei Anmerkungen: Ohne die AfD wäre die politische Elite furchtbar weit von der Bevölkerung abgehoben. Wahrscheinlich würde sie inzwischen irgendwo im Weltall selig schwebend aufzufinden sein. Die Konservativen in der CDU, die seit Jahren versuchen, die Politikführung ein wenig zu kitzeln und stolz verkündet sie seien mehr, als man es sich in der CDU-Führung so denkt, wäre kaum wahrgenommen worden. Die AfD baute den Druck auf die politische Elite auf. Die Basis spürt ihn schon lange. Aber sie kam ja nicht bis an die Spitze durch.

Die andere Anmerkung: Die AfD kann dankbar für alle sein, die sie immer wieder hysterisch auf das Podest heben. Denn dadurch werden Leute animiert, sich ihr zuzuwenden. (Wobei es freilich gut ist, politische Strömungen und Parteien usw. detailliert zu beobachten, was mir allerdings nicht möglich ist.) Täusche ich mich? Die AfD kommt zurzeit in den Medien (ARD, ZDF, spiegel- und zeit-online…) weniger vor – wahrscheinlich, weil sie das auch erkannt haben. Sie kommt nur dann vor, wenn Medien meinen, dass eine Äußerung abschreckend wirkt – aber was auf Linke abschreckend wirkt, muss auf viele nichtlinke Bürger noch lange nicht abschreckend sein. Und das betrifft auch die EKD: Die EKD-Führung lebt, wie Göring-Eckart über die Grünen gesagt hat – in einer Blase. Sie nimmt im Grunde nur wahr, was sie von einem Teil der Bevölkerung, der mit in dieser Blase lebt, wahrnehmen will. Damit macht sie was? In der Konfrontation mit einem anderen Teil der Bevölkerung isoliert sie diesen und verspielt damit den Zugang zu deren Ohren, Herzen und Verstand. Folge? Die Spaltung der Gesellschaft wird beschleunigt. Teile der CDU haben es, wie gesagt gemerkt und versuchen es zu ändern. Die EKD lebt noch in ihren Sphären, losgelöst von dem, was viele in der Bevölkerung umtreibt. Sie lebt noch so in den 80gern.

Noch ein Hinweis an meine Kritiker: Ich hoffe, ich habe meine Position deutlich gemacht. Ich habe keine Lust, mich in meinem Blog treiben zu lassen, von wem und welcher politischen Richtung auch immer. Es ist mein Blog, mein Freizeit-Vergnügen als politisch wacher Bürger dieses Landes. Von daher habe ich jetzt einmal reagiert – und werde es weiterhin nur dann tun, wenn ich Lust dazu habe.

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Tägliche Angriffe – Leiden von Menschen aufgrund falscher Politik + Politisches versagen erkannt + Schengen aussetzen

Auch so etwas kann man täglich lesen:

Irgendwelche Menschen werden brutal angegriffen – heute: Hanau: http://www.focus.de/regional/frankfurt-am-main/ueberfall-in-hanau-unbekannter-schlaegt-und-tritt-ehepaar_id_6412413.html Zählt das auch unter „Anschläge in Deutschland“?

Sie werden angegriffen, weil sie Christen sind: http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-mitte-muslime-schlugen-auf-christen-ein/12764906.html

Vor allem Frauen trifft es: Düsseldorf: http://www.focus.de/panorama/welt/duesseldorf-sechskoepfige-maennergruppe-belaestigt-frau-doch-ein-freund-schreitet-ein_id_6412382.html

Bonn: http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Bonner-Polizei-sucht-Tatverd%C3%A4chtigen-article3435013.html

Herborn: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/jugendlicher-belaestigt-maedchen-und-attackiert-helferin-14593606.html

Augsburg: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Fluechtlinge-schlaegern-brutal-in-Bus-Kleinkind-verletzt-id40069847.html

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Import von Verrohung: http://www.tichyseinblick.de/meinungen/import-von-verrohung/ Interessant: Selbst die Tagesschau sprach von der Herkunft derer, die den Obdachlosen angezündet haben (sollen) und es wurde gesagt, dass es sich um Flüchtlinge handelt. Dafür wird sie sicher einige Rügen erhalten.

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SPD-Stegner für Abschiebehaft – auch etwas Neues. Manchmal muss Schlimmes geschehen, damit Menschen klug werden. Nicht nur ich wundere mich über diesen Gesinnungswandel: http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Stegner-will-Abschiebehaft-fuer-Gefaehrder,abschiebehaft148.html

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Aber wie viele Menschen müssen noch leiden, Leid erfahren, bis die Fehler, die die Politik seit Jahren machte, ausgebügelt sind? Hoffentlich meinen die Politiker es ernst und pusten nicht nur warme Luft ins Land, die nach der Wahl tatenlos verweht.

Schlimm finde ich darüber hinaus, dass Menschen unfrei werden. Sie werden es sich häufiger überlegen, ob sie abends noch das Haus verlassen. Frauen werden zu Hause bleiben, weil sie Angst haben und wenn sie hinaus müssen, dann mit einem mulmigen Gefühl durch die Straßen gehen. Das darf man auch nicht übersehen. Das alles trägt zur Unfreiheit bei, die uns falsche Politik eingebrockt hat – und nicht erst nur seit Mitte 2015.

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Ismail Tipi hat mal wieder Recht: „Leider betreiben Teile der Politik seit Jahren eine Sicherheitsverhinderungspolitik.“ http://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/nun-ist-die-buechse-der-pandora-geoeffnet/

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Auch die Franzosen sind nicht begeistert über deutsche Sicherheitspolitik – und die Politik ihres Landes: Da reist ein bewaffneter Terrorist von Deutschland in Frankreich ein und unbehelligt wieder nach Italien aus: https://www.merkur.de/politik/nach-anschlag-in-berlin-kritik-an-merkel-in-frankreich-zr-7172437.html Schengen steht massivst unter Druck. Ich vermute, der Vertrag muss ausgesetzt werden – besser ist es: ihn zu modifizieren. Es werden Wege gefunden werden müssen, dass der Warenfluss davon weitgehend unbehelligt bleibt. Wir haben doch so viele kluge Denker in der EU – ihnen wird sicher etwas vernünftiges einfallen (wobei „sicher“? Hoffentlich wird ihnen was sinnvolles einfallen). Aber es kostet Personal. Und das ist es wohl, was als Hinderungsgrund, die Grenzen zu kontrollieren im Vordergrund steht.

Nachtrag: Er soll nach dem Attentat von Deutschland nach Amsterdam und von da aus nach Lyon gefahren sein: http://www.focus.de/politik/ausland/mutmasslicher-berlin-attentaeter-anis-amri-fuhr-mit-dem-bus-von-amsterdam-nach-lyon_id_6415092.html Was sagt das den Sicherheitskräften und der Politik?

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Und sie sehen nicht. Für manchen Afrikaner sind die Menschen aus Afrika äußerst schlimm, weil sie in Europa Afrika in ein schlechtes Licht stellen. Ich möchte, bevor ich diesen Link setze, der das wiedergibt, was Serge Boret Bokwango mitteilt, ausdrücklich sagen, dass ich mit der Wortwahl nicht einverstanden bin. Sie zeigt die Enttäuschung eines Afrikaners über Menschen aus Afrika in Europa, die alles Gute, das Afrika zu bieten hat, durch ihr Verhalten mit Füßen treten: http://www.krone.at/Nachrichten/.-Story-267689

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Feindbilder basteln

Da basteln sie sich Feindbilder:

Rechts (beliebige Partei einzusetzen) – links (beliebige Partei einzusetzen),

Religion (beliebige Religion einzusetzen) – Nichtreligion,

Firmen/Banken – Naturerleben,

Ausländer – Inländer,

Gutmenschen – Dunkelmenschen,

Pöbel – Elite,

Fleischesser – Veganer,…

Sie basteln sich Feindbilder – und arbeiten sich an ihnen ab.

Die Glücklichen: Sie differenzieren nicht, sie sehen nicht ihre eigene Begrenztheit, ihren eigenen Fanatismus – sie hauen sich gegenseitig in die Pfanne, diffamieren – und fühlen sich als Menschenretter, Weltenretter, Retter ihrer großen Miniwelt.

Die Glücklichen, mit ihrer fanatischen Schubladen-Mentalität, mit ihren selbst gebastelten Feindbildern, damit sie einen Sinn in ihrem Leben sehen: Ein Feind gebastelt, ihn bekämpfen – wie schön ist doch das Leben, wie sinnvoll!

Und diejenigen, die differenzieren? Diejenigen, die nicht als Claqueure ihrer jeweiligen Ideologie mitmachen? Diejenigen, die das Schubladenspielchen nicht mitmachen? Die werden von allen in die Pfanne gehauen, an den Pranger gestellt – und was wir sonst noch für liebenswerte Worte dafür haben.

So sind wir. Wir Menschen.

Vorsicht: Anthropodizee lauert.

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Vorausschauende Wirtschaftspolitik

Im Augenblick läuft es mit unserer Wirtschaft rund. Aber unsere Wirtschaftspolitik ist nicht vorausschauend. Wir verhökern unser Know How, alles, was wir uns aufgebaut haben. Und dann, unsere Kinder? Wir haben keine Wirtschafts-Politik im strengen Sinn. Und das ist langfristig gesehen ein Übel. China hat Wirtschafts-Politik – sie schauen in die Zukunft. Saudi Arabien hat Wirtschafts-Politik, sie versuchen die kommende  Zeit ohne Öl in den Griff zu bekommen. Aber Berlin? Nichts zu sehen von Zukunft. Sie leben in der Gegenwart ihre kleine kurzsichtige Ideologie von Weltwirtschaft. Und wenn sie dann eine scharfsichtige Brille aufsetzen – dann ist es zu spät. Unsere Kinder haben das Nachsehen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/uebernahmen-chinesische-investoren-im-kaufrausch-a-1127577.html Das gilt auch für die westliche Wirtschaftspolitik in Afrika: China ist pragmatisch, der Westen ist ideologisch. Der Westen fühlte sich in seiner Macht so sicher – und wird nun überall unterlaufen.

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Beginn des 21. Jahrhunderts

Wie fröhlich begann das 21. Jahrhundert. Der Kalte Krieg war vorbei, man dachte sich eine neue Weltordnung aus, eine des Friedens, des Wohlergehens. Man war wohlgemut und verhandelte, wirtschaftete hin und her und tauschte sich munter aus.

Dann wurde 2001 durch Islamisten das World Trade Center in Schutt und Asche gestürzt.

Als Reaktion kam 2001 die Phase des Afghanistankrieges, in der wir eigentlich jetzt noch stecken.

Dann Terroranschläge: Luxemburg, Tunesien, Indonesien/Bali, Russland, Israel.

(Nachtrag!: 2002: Einführung des Euro)

Dann 2003 Terroranschläge: Türkei, Marokko, Indonesien.

Dann kam 2003 der Irak-Krieg.

Dann 2004 Terrroranschläge: Russland, Indonesien, Spanien.
Dann 2005 Terroranschläge: Großbritannien, Indonesien, Libanon.
Dann 2006 Terroranschläge und Versuche: Indien, Deutschland.
Dann 2007 Terroranschläge: Irak, Großbritannien.

Dann kam 2007 die Weltwirtschaftskrise.

Dann 2008 Terroranschläge: Pakistan, Indien, Israel.

Dann kam 2009 Obama, der alles anders machen wollte und emotionale Reden hielt, die die islamische Welt befriedigen und befrieden sollte.

Dann 2009 Terroranschläge: Pakistan, USA.

Dann begann 2010 der „Arabische Frühling“ in Tunesien – und es brannte in Tunesien, Ägypten und Libyen (2011) den jeweiligen Diktator weg.

Dann begann ab 2010 die Staatsschuldenkrise in Griechenland, die die EU durcheinanderbrachte.

Dann 2010 Terroranschläge: Russland, Bosnien, Uganda, Pakistan, USA, Irak.

In Syrien sollte Assad ab 2011 abgesetzt werden.

Dann 2011 Terroranschläge: Russland, Deutschland, Marokko, Bosnien.

Mit dem Erdbeben in Japan, das die Unsicherheit von AKWs zeigte, gab es zumindest in Deutschland einige Aufregungen und ein Umplanen der Energieversorgung.

Dann 2013 Terroranschläge: USA, Kenia, Russland.

Ägypten konnte sich soweit ab 2013 wieder fangen – weil eine neue Person autoritativ die Staatszügel in die Hand nehmen konnte und die islamistischen Muslimbrüder von der Macht weg drückte. Die USA unterstützte die Muslimbrüder, sie unterstützte in Syrien indirekt die Islamisten durch die so genannten freien Rebellen, in Libyen und in Syrien/Irak ist der Teufel los. Seitdem Trump zum Präsidenten gewählt wurde, zeigt sich immer stärker die Verwobenheit der Obama/Clinton-Regierung mit islamistischen Gruppen. Vorsichtig gesagt, weil alles noch aufgeklärt werden muss.

Dann 2013 Verschärfung des Inselstreites zwischen China, Japan, Philippinen.

(Nachtrag: Ende 2014 massive Verbilligung des Öls, was ich nicht für unwichtig halte.)

Dann 2014 Terroranschläge: China, Belgien, Pakistan.

Dann 2014 annektierte Russland die Krim, weil es eine Vereinnahmung der Ukraine durch Nato und EU befürchtete. Und daran schlossen sich Sanktionen an und die Rhetorik des Kalten Krieges. Russland und China rücken zusammen – die vom Westen verkündete Isolation Russlands hat nie stattgefunden. Russland löst sich wirtschaftlich von der Vorrangstellung des Westen. Somit schließt sich vorläufig ein großer Markt.

Dann 2015 Terroranschläge: Frankreich, Deutschland, Tunesien, Kenia, Bosnien, USA, Kuwait, Somalia, Nigeria, Türkei, Irak, Belgien, Ägypten/Russland, Libanon, Mali.

Über Libyen kamen nicht erst 2015 die Migranten aus Afrika nach Europa, wie Gaddafi es angekündigt hatte. Über die Türkei kamen syrische, irakische Flüchtlinge und afghanische Migranten nach Europa und destabilisierten die EU, weil sie vollkommen überrannt wurde und kein einheitliches Konzept hatte, wie man damit umgehen sollte. In dieser Phase stecken wir heute noch.

Dann 2015 Jemen-Krieg – Saudi Arabiens militärisches Engagement im Jemen.

Dann 2015 wurde von Erdogan der Friedensprozess mit den Kurden für gescheitert erklärt.

Dann 2016 hat Saudi Arabien die UN vorgeführt, indem die UN das Land von der Liste der Schande gestrichen wurde – aufgrund von finanzieller Erpressung.

Dann 2016 Terroranschläge: Indien, Türkei, Indonesien, Burkina Faso, Somalia, Jemen, Elfenbeinküste, Belgien, Irak, Pakistan, Afghanistan, Kasachstan, Israel, Syrien, USA, Frankreich, Kenia, Nigeria, Philippinen, Malaysia, Niederlande, Libyen, Deutschland (4x).

2016 Russland versucht gemeinsam mit Assad und dem Iran und der Türkei (ein Nato-Land!) die Islamisten aus Syrien zu werfen und Alliierte des Westen versuchen die Islamisten aus dem Irak hinauszutreiben. Dadurch hat sich Russland politisch weiter hoch gearbeitet, dem überraschten Westen zum Trotz.

Und es regen sich Gruppen, die versuchen, den Islam in ihren jeweiligen Ländern zurückzudrängen bzw. ihn keinen Fuß fassen zu lassen: Ungarn, Polen, Tschechien, Niederlande (Wilders), Frankreich (Le Pen), USA (Trump), und die Migranten/Flüchtlingskrise in den Griff zu bekommen (zumindest ansatzweise: Deutschland, Schweden, Dänemark, Großbritannien).

Das bedeutet für 2017: Wir stecken noch in allem mittendrin: Terroranschläge von Islamisten, Versuche, die Islamisten aus Syrien/Irak zu vertreiben, die Türkei/Kurdenkrise wird heftiger werden, Finanzkrisen der EU, Energiewende in der Hoffnung, sie klappt, Ukraine-Krise, UN ist Handlanger islamischer Staaten, Nato schwächt sich durch Expansionsbestrebungen selbst, Russland wird weiter stärker (jetzt hat sogar ein Obama Berater gesagt: China sei gefährlicher als Russland, weil Russland nur zeitweilig eine Herausforderung sei), Inselstreit (China/Japan…), …

Wir sehen massive falsche Politik des Westens: a) in der Ukraine-Frage wollte man Russland auf die Pelle rücken, was Russland sich nicht gefallen ließ. b) Flüchtlings/Migrantenpolitik wurde nur auf fragwürdige Weise vorläufig entschärft – Politik unseres Landes ist auf gutem Wege, aber die EU hat nichts gelernt. c) In der Syrienfrage hat der Westen Assad in die Arme des Iran und Russlands getrieben.  d) Langfristig lässt sich die Migrantenfrage nur klären in intensiver Zusammenarbeit mit Afrika. (e) Falsche Wirtschaftspolitik des Westens in Afrikanische Staaten treibt diese in Chinas Arme. (f) UN hat die eigene Unfähigkeit erkannt, (g) Nato hat ihre Stärke ohne Not aber durch Arroganz geschwächt.

Was ich für 2017 als großes Problem ansehe: Süd Afrika, Ostafrika ist durch die Islamisten sehr gefährdet. Wird Pakistan an die Islamisten fallen? Vorher wahrscheinlich eher Afghanistan – und von daher haben Islamisten dann einen Stützpunkt gegen Pakistan.

(Ich habe nur islamistische Terroranschläge genannt, nicht die von Hindu-Extremisten, von Rechtsradikalen in Norwegen und USA, die Ceska-Mordserie [NSU]. Zudem das Land nur einmal, wenn in einem Jahr weitere Anschläge stattfanden. Man verzeihe mir die knappe Darlegung. Genauer: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Terroranschl%C3%A4gen ; ebenso habe ich lokale Auseinandersetzungen, auch wenn sie sehr schlimm sind [z.B. Thailand, Südsudan, Zentralafrikanische Republik] nicht genannt. [Nachtrag: Brexit 2016 habe ich nicht aufgeführt, weil die Konsequenzen erst noch deutlich werden.])

Was bedeutet das für Christen? Sich nicht unterkriegen lassen, wachsam bleiben, überall den Senf dazugeben, damit die Welt menschlicher wird. Hoffnung nicht aufgeben und als Boten Gottes klug für Menschenrechte eintreten. Nicht auf propagandistische Bemühungen welcher mächtigen Gruppe auch immer reinzufallen. Sich weltweit politisch nicht vereinnahmen und nicht einschüchtern und entmutigen lassen, Netzwerke bilden, die das Menschliche fördern.

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