Informationsweitergabe: Rostock-Massenschlägerei + Eine Hausaufgabe + Eine Panne

Ich wüsste ja gerne einmal, was meine Leser nach der Lektüre des ersten Beitrags denken – und dann nach der Lektüre des zweiten Artikels:

Man lese das: http://www.focus.de/regional/videos/massenschlaegerei-in-rostock-mehrere-jugendliche-gehen-aufeinander-los-drei-personen-werden-verletzt_id_6561676.html

Und dann das: http://www.svz.de/lokales/rostock/massenschlaegerei-in-rostocker-innenstadt-id15961851.html

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Aber auch beim Focus passieren Pannen, hier zum Beispiel: Wie kann es sein, dass wir im Focus lesen, dass der beschuldigte Mann Marokkaner war? http://www.focus.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-duesseldorf-frau-in-s-bahn-sexuell-belaestigt-beschleunigtes-verfahren-gegen-taeter_id_6562135.html

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Wolfgang Ischinger hat Recht + Trump – Einreiseverbot und Jerusalem + Merkel erteilt Nachhilfe + Heuchelei + Schulz + FrankreichFreundschaft – Realität: Nein danke!

Wolfgang Ischinger entspricht wieder einmal mit fast allem, was er sagt, meiner Meinung – sehr gut! Das muss man auch einmal sagen – und nicht immer nur kritisieren: http://www.focus.de/politik/deutschland/politik-und-gesellschaft-ich-sehe-in-trump-eine-art-wecker-der-gerade-ganz-laut-schellt_id_6520345.html Was ich nicht so richtig weiß: Wird Putin wirklich irgendwann Assad loswerden wollen? Warum sollte das schwer sein. Meine Sicht ist: Syrien befrieden und dann sehen, wie es mit Assad weiter geht – und zwar gemeinsam. Ich vermute aber eher, Putin wird Assad weiterhin unterstützen, so lange er relevant ist. Den Einfluss in Syrien wird Russland sicher kaum mehr leichtfertig hergeben – zum Beispiel, indem ein AmerikanerFan an die Spitze der Regierung Syriens gehievt wird. Was zu Trump gesagt wird: Sehe ich auch alles so. Was die EU betrifft, da hätte ich eher Anfragen an Ischinger.

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Es ist gut, wenn der Rechtsstaat funktioniert. Von daher ist es gut zu sehen, dass nicht ein Mensch allein alles machen darf, was er will, auch wenn er gewählt wurde. Ein funktionierender Rechtsstaat muss das Ziel sein, damit jegliche Willkür eines Politikers, einer Partei, einer mächtigen Gruppe möglichst eingeschränkt wird. Dazu bedarf es aber auch mutiger Menschen, die nicht alles mitmachen, sondern eben nach Recht und Gesetz entscheiden, auch wenn sie es nicht leicht haben werden.

Was die USA betrifft: Es bleibt spannend wie die unterschiedlichen Interessengruppen miteinander agieren und dem Rechtsstaat angemessen einander korrigieren: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/buergerrechtler-erringen-vor-gericht-teilsieg-gegen-us-einreisestopp Wobei ich die Wahl Trumps selbst als demokratisch ansehe – von daher als einen Versuch sehe, den Rechtsstaat gegen mächtige Interessengruppen durchzusetzen. Wie auch immer man zu Trump stehen mag. Aber darum geht es in einem Rechtsstaat nicht, nach Gefühlen, Abneigungen, Sympathien zu agieren, sondern eben nach Gesetz.

Apropos Einreiseverbot: Haben Bewohner unseres Landes einen Eindruck davon, wie viele Anschläge es in den USA gab und wie viele vereitelte bzw. mutmaßlich versuchte Anschläge…?

(Unabhängig davon eine Info aus Großbritannien: http://www.express.co.uk/news/uk/695066/Police-arrest-900-Syrians-in-England-and-Wales-for-rape-death-threats-and-child-abuse )

Ich bin auch nicht für ein pauschales Einreiseverbot – die Frage ist nur:

  • Welche Möglichkeiten rechtsstaatlicher Art gibt es, die Bevölkerung – auch die eingereisten Menschen – zu schützen?
  • Die andere Frage: Warum hat keiner dagegen protestiert, dass islamische Staaten keinen Flüchtling aufgenommen haben, weil sie Radikalisierungen im eigenen Land befürchteten?
  • Warum protestiert keiner, dass das Türkei-EU-Abkommen im Grunde Grundgesetzwidrig ist, weil dadurch wahre Flüchtlinge überhaupt keine Chance mehr bekommen, in unser Land zu kommen?

Ich halte so manchen Trump Aufschrei für den eines Unwissenden und zum anderen den eines Heuchlers. Was ich gestern auch mit Blick auf die OB Müllers Protest gegen die Mauer sagen musste (der Bau geht schon 25 Jahre – und die Mauer zwischen EU/Spanien und Afrika…) – und jetzt erst schreien sie auf.

Spannend finde ich die Aussage, dass Merkel Trump über die Genfer Flüchtlingskonvention Nachhilfe gegeben haben soll: http://www.focus.de/politik/videos/nach-einreisestopp-fuer-viele-muslime-merkel-belehrt-trump-am-telefon-ueber-genfer-fluechtlingskonvention_id_6562475.html Da war doch was, da war doch was… – Mitte 2015 und dem Thema mit Blick auf Merkel, da war doch was…

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Dazu gehört auch: Gestern las ich irgendwo einen massiven Angriff auf einen Politiker, weil er von Migranten/Flüchtlingen sprach, die auf dem Sprung nach Europa sind. Und, was sagen Fachleute ganz sachlich: http://www.focus.de/politik/deutschland/das-maerchen-von-den-sinkenden-fluechtlingszahlen-es-werden-sich-noch-viele-auf-den-weg-machen_id_6520349.html

Manche in unserer Gesellschaft sind – sanft gesagt – echt bemerkenswert irrational. Und weil man nicht weiß, aufgrund ihrer Irrationalität, wie schnell sie die Seiten wechseln können, wenn ihnen was an der Politik nicht passt, muss man strikt rechtsstaatlich das durchziehen, was man als Politiker mit Blick auf die gesamte Gesellschaft verantworten kann. Denn Irrationale sind nicht durchschaubar. Von jetzt auf gleich können sie militant die Meinung wechseln.

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Ich hoffe, dass die Israelis sich zwar über Trumps Vorstoß freuen, Jerusalem zur Hauptstadt zu erklären, aber dass sie doch klug genug sind, das zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu forcieren. Denn wie neulich gesagt – das wäre gefährlich – wird allgemein so gesehen: http://www.focus.de/politik/ausland/us-botschaft-nach-jerusalem-experte-warnt-trumps-verhalten-ist-provokation-fuer-gesamte-islamische-welt_id_6551621.html

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Die Vergangenheit holt Schulz ein? Aber das kann eine SPD nicht erschüttern. Das war der EU-Schulz. Jetzt haben wir den SPD Schulz: http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/europaparlament-schulz-soll-strafverfolger-blockiert-haben-13003440.html

Auch dem französischen Kandidaten holt die Vergangenheit ein: http://www.tagesspiegel.de/politik/wahlkampf-in-frankreich-es-ist-eine-katastrophe/19316844.html

Fillon kommt in Schwierigkeiten. Wer wird jubilieren? Marine Le Pen. Und von daher ist doch wieder einmal äußerst interessant, Gabriel – den Außenminister – zu beobachten, wie er den Zusammenhalt Deutschlands und Frankreichs beschwört. Das ist auch wichtig. Wird er das auch sagen, wenn Marine Le Pen die Chefin des Landes ist? Es findet wieder dieser Verdrängungsmechanismus statt, der auch die Anti-Brexit-Europäer so vor den Kopf gestoßen hat wie auch den Anti-Trump-Europäern. Man will die Realität nicht wahrhaben – und dann auf einmal: zeter und mordio-Geschrei, weil man keine Ahnung hat, wie es weitergehen wird. Wo haben wir Diplomaten, Politiker, die wirklich Politiker sind, die die Realität betrachten und nicht die Wünsche hofieren? Die vorausschauend agieren?

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Islamisten-Netzwerk zerstört + Moscheevereine – radikal + Muslime schützten Juden/Christen

In Österreich wurde vermutlich ein Islamisten Netzwerk zerstört: http://kath.net/news/58318

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Jeder zweite Moscheeverein in Graz soll angeblich radikal sein: http://derstandard.at/2000051649862/Jeder-zweite-Moscheeverein-in-Graz-ist-laut-Polizei-radikal

Was bedeutet „radikal“? Das ist ein dehnbarer Begriff. Gelten in Österreich dieselben Maßstäbe wie in Deutschland?

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Das ist gut, auch einmal zu lesen, dass Muslime Juden schützten: http://time.com/4651298/holocaust-memorial-day-muslims-jews/ Gibt es Untersuchungen dafür, dass Muslime auch Juden schützten, während Juden von anderen Muslimen verfolgt wurden? Ich habe auch vor längerer Zeit einmal gelesen (im Blog gehabt?), dass Muslime auch verfolgte Christen vor Extremisten des Islam schützten. Gibt es auch hierzu Untersuchungen? Ich denke, dazu könnte Open Doors so manches sagen. Denn auch diese Helden muss man beachten. Nicht allein die Verfolgten, die Opfer, sondern auch die Menschen, die den Verfolgten halfen, müssen in den Fokus gerückt werden.

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Segen am Sonntag

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Wenn es schwer wird, segne uns Gott mit Durchblick,
mit einem Blick, der durch die Mauern der Gegenwart hindurchdringt
und IHN wahrnimmt.

Wenn es chaotisch wird, segne uns Gott mit Weitblick,
mit einem Blick, der über das Chaos hinausblickt
und IHN wahrnimmt.

Wenn wir erstarren, berechnend und spitz werden, segne uns Gott mit seinem Blick,
mit seinem Blick der Wahrheit, damit wir uns selbst erkennen
und IHN wahrnehmen.

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Unterstellungen / Thema: Holocaust/Shoah

Weil ich am Gedenktag des Holocaust in meinem Blog keinen Artikel zu dem Gedenken gebracht habe, wurde mir auf Facebook unterstellt:

„Nix zum Thema Befreiung des KZ/Auschwitz/Gedenktag an die Opfer des Holocaust? Hab ich von Ihnen auch nicht erwartet…“

Der Kritiker kann natürlich nicht wissen, dass mir der jüdisch-christliche Dialog am Herzen liegt – und zwar seitdem ich bei einem Professor studiert habe und mir die Dimension dieser schlimmen Zeit und die Dimension der Schuld der Christen daran bewusst geworden ist (Bertold Klappert) -, dass ich an Reichspogrom-Erinnerungstagen teilnehme – auch aktiv, dass ich einen Stolperstein mit finanziert habe… – das kann er alles nicht wissen. Und bevor ich das Studium begonnen habe, bin ich durch ein paar Bücher, deren Bilder sich mir eingebrannt haben, für diese Zeit sensibilisiert worden. Aber was er wissen könnte, wenn er nicht einfach nur keilen möchte, dass ich ein Buch zu dem Thema geschrieben habe (Wie Jesus zum Arier gemacht wurde [Wissenschaftliche Buchgesellschaft] – und in diesem diese Ideologisierung des christlichen Glaubens durch antisemitische Nationalsozialisten aufgegriffen habe.) Ebenso habe ich ein Büchlein zu Judas geschrieben (Brauchte Gott den Verräter – Vandenhoeck+Ruprecht), in dem ich ebenso das Thema Antisemitismus angesprochen habe. Er hat überhaupt keine Ahnung von dem was ich denke, was ich geschrieben habe und aktiv tue – und meint in einem Nebensatz mir oben Genanntes unterstellen zu müssen. Wer von mir nichts weiß, nicht meine Beschäftigung mit Bonhoeffer, der mir sehr wichtig geworden ist, nicht mit… – ich kann hier nicht alles aufzählen. Anne Frank wird die Person sicher kennen. Aber, was ich auch fragen möchte: Warum hat er nicht einmal meine Aussagen, die ich im Blog vielfach zum Nationalsozialismus und zum Antisemitismus usw. gemacht habe, wahrgenommen? (Ich möchte damit nicht sagen, dass ich genug gegen Antisemitismus getan habe. Es sollte nur gesagt sein, dass ich Kritik nur dann akzeptiere, wenn sie berechtigt ist – und an dieser Stelle ist sie nicht berechtigt.)

Weitere Unterstellungen, die der Kritiker meint, mir aufs Auge drücken zu müssen, zeigen, dass er wohl wenig Ahnung von den Diskussionen hat, sondern einfach emotional reflexartig reagiert. Nicht argumentierend, gar nichts, sondern nur anprangernd. Dann auch, indem er an anderer Stelle auf meinen Blog hinweist – ohne ein Argument zu bringen – ihn aber in den Kontext irgendwelcher dubioser und ideologisch-faschistischer bzw. faschistoider Äußerungen stellt. Wenn ich das richtig sehe, das nur darum, weil ich im Titel ein Stichwort verwende, das gesellschaftlich diskutiert wird. Ich habe im Blog, dem das Stichwort im Titel voranging, dazu Stellung bezogen (freilich nicht in Form einer ausführlichen Dissertation – sondern in einem knappen Blogstil) – hat er diese Stellungnahme gelesen oder nur aufgrund des Stichwortes reagiert? Dieser Kritiker bringt keine Argumente – sondern einfach nur Unterstellungen, sodass man gar nicht argumentieren kann, weil man gar nicht weiß, was er eigentlich anprangert. Und das lässt mich ratlos zurück – und ich empfinde es auch ehrlich gesagt als perfide.

Vor allem frage ich mich, wie kann ich mich gegen solche Unterstellungen wehren? Ist es besser, nicht zu reagieren, weil jede verkürzte Formulierung – denn auf Facebook kann man ja nicht ausführlich diskutieren – einem wieder irgendwelche Unterstellungen einhandeln kann. Und das vor allem dann, wenn der andere nicht in der Lage bzw. nicht bereit ist, überhaupt auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren, wenn er nicht in der Lage ist, sachliche Argumente anzuhören, wohl die gesamte Diskussion nicht kennt, sondern meint, in seiner emotionalisierten Gefühlslage heute mit der Diskussion beginnen zu müssen – die ja schon seit 1945 läuft (und hier und da schon seit dem 19. Jahrhundert). Wir haben in unserem Land schon wichtige Diskussionen zu diesen Fragestellungen gehabt – und jetzt anzudeuten, als würden wir erst damit neu anfangen, ist kurios. Ich baue auf diesen Diskussionen auf. Muss aber gestehen, dass darum Menschen, die sich erst neu damit beschäftigen, vielleicht nicht alles verstehen. Ich werde mich in Zukunft bemühen. Darum sei der Beginn gemacht. Schon einmal mit dem Begriff:

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich das Wort Holocaust verwendet habe – obgleich ich mit Juden den Begriff Shoah bevorzuge. Da aber der letztgenannte Begriff kaum bekannt ist, ist die Verwendung des Wortes Holocaust leider noch immer üblich. Aber das scheint den Kritiker ja nicht zu stören. Weiß er um die Diskussion?

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Ein Antrag auf Löschung kommt für mich nicht in Frage, weil es eigenartig wäre: Ich trete so sehr für Meinungsfreiheit ein, dass auch Leute, die keine Ahnung haben, ihre Meinung sagen dürfen – und stelle dann den Antrag auf Löschung? Das wäre nicht kompatibel mit meinem Demokratieverständnis.

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Etwas Kurioses muss noch erwähnt werden: Ich trete in meinem Blog massiv für Israel ein, was dieser unterstellende Kritiker auch noch nicht mitbekommen zu haben scheint. Ich trete so sehr für Israel ein, dass ein anderer Untersteller meinte, ich würde in der israelischen Botschaft arbeiten.

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Zuletzt: Ich komme nicht umhin zu vermuten, dass sich diese Person auf meine Kosten bei irgendwelchen Gesinnungsgenossen profilieren will, da er nicht in meinem Blog darüber diskutiert – denn die Möglichkeit besteht -, sondern auf Facebook immer nur solche kurzen Unterstellungen-Statements abgibt.

Ich muss gestehen, dass ich ziemlich sauer war, als ich diese unterstellende Bemerkung gelesen hatte. Inzwischen bin ich aber dem Kritiker dankbar dafür, weil ich dieses Thema noch nie aus der Perspektive der Apologie betrachtet und ansatzweise reflektiert habe, sondern bislang einfach das getan, was mir auf dem Herzen lag. Denn ich betrachte das jüdische Volk als Gottes Augapfel (Prophet Sacharja) – das heißt: Wer Gottes Volk angreift, der greift Gott an – und daraus ergeben sich die oben genannten Taten.

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Was der Kritiker und ich gemeinsam haben, das ist, dass Antisemitismus und (wenn er die Unterscheidung kennt) Antijudaismus ohne Wenn und Aber, ohne Relativierungen und Einschränkungen, abzulehnen sind. Ich denke, darauf sollten wir unser Gespräch aufbauen, denn es gibt in unserer Gesellschaft viel Antisemitismus sowie Antijudaismus – und das ist unerträglich – den kann man nicht bekämpfen, indem man anderen etwas unterstellt, sondern indem man gemeinsam gegen diese angeht.

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(Zu dem Thema auch – vielleicht benötigt der Kritiker einen Beleg: http://the-germanz.de/antisemitismus-ist-deutschland-nicht-nur-ein-problem-der-afd/ )

 

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Nachtrag: Der Kritiker reagierte auf diesen Blogbeitrag auf Facebook damit: „Gelesen, geteilt, nicht überzeugt, aber an Umberto Eco erinnert worden:“ Es folgt ein Link auf Ecos Pendel in dem es heißt: „Ja, ja halten Sie sich nur weiter die Augen zu. Und derweilen publizieren Sie in Ihrem Verlagshaus Bücher von wer weiß was für Leuten. Wie viele Juden haben Sie unter Ihren Autoren?“ „Wir pflegen unsere Autoren nicht nach ihrem Stammbaum zu fragen“, antwortete ich kühl. „Halten Sie mich für einen Antisemiten. Einige meiner besten Freunde sind Juden. Ich denke an eine bestimmte Sorte von Juden…“

Das zeigt einen Argumentationsstil durch den Kritiker, der mir fremd ist – den ich für nicht hilfreich halte. Er ist nicht weiterführend im Gegenteil…

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Human Enhancement

Human Enhancement – die Vervollkommnung des Menschen: Wir müssen Körper und Geist verbessern – mit Hilfe der Technik, der Psychologie, der Medizin. Das Ich muss sich zu einem besseren Menschen machen – aber leider nicht im moralischen Sinn, sondern in der Entwicklung zum modernen Übermenschen: nicht mehr ermüden, erkranken, andere im Sport, in der Prüfung, in der beruflichen Leistung, in der Schönheit abzuhängen…

Wer kann sich das leisten? Wenn Krankenkassen nicht einspringen – und dies wird ja immer stärker gefordert, dann können es sich nur Reiche leisten. Es geht um das Ich: Ich will mich verbessern… wohl gemerkt, nicht moralisch, sondern egoistisch, hedonistisch – vielleicht auch mit einem Touch Utilitarismus, um die eigene Verbesserung besser vermarkten zu können: Das dient ja nicht nur mir, sondern ich habe Nutzen für die Gesellschaft.

Wir Menschen müssen uns im moralischen Sinn verbessern, in unserer Empathie – im positiven Sinn, nicht, um den anderen zu schaden – und dazu muss man an sich spirituell, psychisch arbeiten. Das bringt uns weiter, das Miteinander. Nicht das gegeneinander.

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Selbstverzwergung der Kirche + Auseinandersetzung um TTIP

Eine lesenswerte Kritik an der politischen Haltung der Kirchen – die zur Selbstverzwergung dadurch führt, dass sie mit den Regierenden zu eng zusammen agiert: http://cicero.de/salon/politik-und-glaube-willkommen-in-der-merkelkirche Was ich hieran interessant finde: Man wendet sich in der Gegenwart mit Grausen von der Kirche ab, die eng mit Regierenden paktiert hat: zu eng mit den Fürsten, zu eng mit den Kaisern – bis hin zu den Protestanten, die aus Kaiser Wilhelms Gnaden lebte (sage ich mal salopp). Und heute? Natürlich kommt dann leicht über die Lippen: Aber damals paktierte man mit den Bösen und heute unterstützt man die Guten. Das kann man natürlich sagen – aber wohl nur, weil die damaligen Christen verstorben sind und nicht mehr sagen können: Das haben wir doch auch gemacht!

Was aber soll man als Kirche machen, wenn die Regierenden so handeln wie die Kirchen es immer predigen? Sollen sie aus lauter Prinzip die Regierenden tadeln?

Ich denke nicht. Aber: Es läuft noch nicht gut, was in der Flüchtlingsfrage alles auftritt. Es sind Bemühungen da – aber es hapert noch an vielen Ecken und Enden. Und es hapert darum, weil die Kirchen ihre Vorstellungen haben, aber nicht mehr den Puls der Bevölkerung spüren, sondern nur ihren eigenen. Indem sie eine falsche Willkommenskultur predigen, haben sie Teil am Sog, der Menschen hierherführt – und dadurch sehr viele in schlimme Gefahren bringt. Das haben selbst die EU-Länder inzwischen erkannt. Kirchen tragen nicht nur Verantwortung für die Fremden – sie tragen auch Verantwortung für das Volk, in dem sie handeln. Sie müssen herausspüren, was geht und was nicht geht. Ideologie und Realismus vertragen sich nicht immer miteinander – von daher sollte man sich fragen: Was geht, was geht nicht? Merkel spürt es inzwischen – aber die Kirchen hätten sie viel früher warnen müssen. Das haben die Grünen ja von den Kirchen, diesen Gedanken, dass man die Menschen zum Guten hin erziehen muss. Aber das geht nur in einem bestimmten Maß. Wenn das Band überdehnt wird, dann reißt es. Das haben Kirchen noch nicht gespürt. Sie ziehen noch kräftig – gefährlich kräftig. Manche in den Kirchen verstehen auch nicht mehr zu unterscheiden zwischen Zeitgemäßheit, die gut und wichtig ist und Anpassung an Strömungen, die nicht mehr gut sind, weil sie dem eigentlichen der Kirchen widerstreben.

Zudem, was ebenfalls im Artikel anklingt (und im Blog gestern eigenständig dargestellt wurde): Menschen suchen in den Kirchen etwas, das sie woanders nicht finden: Gemeinschaft – aber eine Gemeinschaft aus dem Glauben heraus. Soweit ich das beobachte, wollen die Menschen nicht unbedingt ständig Bibel – Beten – Gott – Jesus Christus hören. Sie möchten aber die Gemeinschaft erfahren, die Geborgenheit, den Lebenssinn – der von denen ausgeht, die im Glauben an Gott in Jesus Christus leben, die beten und in der Bibel ihre Kraft finden. Das klingt komisch. Sie wollen am Glauben teilhaben ohne selbst glauben zu müssen.

Glauben ist ja auch kein Muss. Glauben ist Widerspiegelung der Liebe Gottes: Gott strahlt mich an – und mein ich strahle zurück und auf andere aus. Gott strahlt mich an – und mein Glaube leuchtet zurück.

Und von daher ist es keine Heuchelei, aus Glauben heraus Gemeinschaft zu bieten – was dann zur Folge haben kann, dass die Menschen angestrahlt werden können und ebenfalls vom Glauben ergriffen weiterstrahlen.

Wir dürfen nur unseren Glauben nicht verschweigen, wenn wir welche Art Gemeinschaft auch bieten. Wir können alles bieten, was Menschen gut tut. Aber eben die Lichtquelle zur Sprache bringen, sich ihrer nicht zu schämen.

Das ist das große Thema der Gottesdienste. Nicht Politik. Politik ist eine Eintagsfliege, sind Eintagsaufreger, ist Menschentrenner. Das Licht Gottes führt zusammen.

Und das bedeutet für das Verhältnis Kirche – Politik? Aus Glauben verantwortlich zu handeln, indem auch die Politik kritisch durchleuchtet wird. Das bedeutet: Für die Politiker beten, dass sie im Glauben richtig handeln. Das bedeutet für die Kirche zu überprüfen, ob sie ideologisch handelt – oder aus dem Gehorsam des Glaubens heraus. Es bedeutet zu fragen, ob sie Handlanger der Politik oder mächtiger Strömungen ist – oder selbständig handelnd ein Korrektiv der Politik und dieser Mächtigen Strömungen bietet. Nimmt Kirche die Menschen, mit denen sie es zu tun hat, ernst – oder versucht man, sie manipulativ in bestimmte politische Richtungen zu drängen.

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In der österreichischen katholischen Kirche gibt es eine Auseinandersetzung um Handelsabkommen. Es geht um den Versuch, die vielfältige Meinung in der Kirche zu politischen Fragen aufrechtzuerhalten und nicht unter ein Machtwort einer einzelnen Person bzw. Gruppe verhindern zu lassen: http://kath.net/news/58310

Es ist nicht Aufgabe der Kirche, konkrete aktuelle Sachfragen zu beurteilen. Diese sollen dem verantwortlichen Urteil jener Christen und Laien überlassen bleiben, die das entsprechende Fachwissen und die entsprechende berufliche und politische Erfahrung aufweisen. Man kann aus christlicher Verantwortung und aus einem christlich gebildeten Gewissen heraus bei diesem Thema auch zu einer anderen Position kommen, schloss Kukacka.

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Politikerposten schieben + Regierungs-Populismus + R2G in Berlin + Schulz – Bundeskanzler

Ein guter Beitrag von Nicola Beer http://www.focus.de/politik/experten/beer/ihr-da-oben-wir-da-unten-fuer-die-grosse-koalition-darf-politik-kein-selbstbedienungsladen-sein_id_6554334.html:

Das reißt langsam auf bedenkliche Weise ein: In der großen Koalition werden höchste Ämter des Staates offenbar zusehends als Manövriermasse für die Personalpolitik der beteiligten Parteien betrachtet.

Heftige Kritik am Vorgehen der SPD auch hier: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161584632/Sozialdemokraten-sind-Meister-im-Verzeihung-Selbstenteiern.html

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Kubicki zum Thema Regierungs-Populismus: http://www.focus.de/politik/experten/kubicki/gastbeitrag-von-wolfgang-kubicki-maas-und-de-maiziere-geben-sich-grimmig-entschlossen-doch-das-ist-blanker-populismus_id_6556354.html

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R2G und der Fehlstart in Berlin: http://www.focus.de/politik/deutschland/politik-und-gesellschaft-der-sturz-des-staatssekretaers-oder-so-sieht-rot-rot-gruen-nach-vier-wochen-aus_id_6520353.html?

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Eine bissige Politikanalyse: http://kath.net/news/58308 Und wenn Merkel verlieren sollte – dann wird sich die CDU selbst zerfleischen eben weil sie eine Merkel-Partei geworden ist. Sie muss sich besser als Alternative zu links profilieren und zwar thematisch, politisch. Wenn sie das nicht tut, wird sie, wie der Artikel sagt, zwischen Schulz-SPD und AfD zerrieben. Aber vielleicht wählen auch viele dann die CDU – allein, um gegen Schulz und die AfD zu protestieren. CDU wird dann eine Art Merkel-Protestpartei.

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