Kurt Ihlenfeld in Zeiten des Umbruchs

(Noch blühen sie nicht – passt aber zum Thema.)

Kurt Ihlenfeld veröffentlichte 1949 einen kleinen Band mit Gedichten: „Wo ein Zweiglein blüht.“ Dieses stelle ich hier vor: https://gedichte.wolfgangfenske.de/kurt-ihlenfeld-1901-1972/

In diesem Abschnitt schrieb ich:

Aus dem Jahr der Übersiedlung Ihlenfelds nach Westberlin stammt dieses Gedichtbändchen. Es betrachtet in vielen Gedichten einen Zweig, der abgebrochen wurde und nun in einem Glase beginnt zu blühen und auszutreiben. Es ist ein Büchlein des Übergangs. 1949 war ein Übergangsjahr, einmal was das Land betraf – zwischen Stagnation und Aufbruch, zwischen Trümmern Neuanfang, im Neuanfang Trümmer –, und dann auch das private Leben: Übersiedlung nach Westberlin. In diesem Übergangsbüchlein finden wir zahlreiche spannende Gedanken, die ich assoziativ interpretieren möchte.

Das erste Gedicht ist programmatisch. Es schildert den gebrochenen Zweig. Nach den Einleitungszeilen heißt es:

Er beugt sich übers Glas, als wäre er gefangen
und streckt sich nach der Freiheit aus,
die er besaß, solang er noch am Holz gehangen,
am starken Baum, am heimatlichen Haus.

Gefangen! Doch die Freude läßt nicht nach am Blühen,
die Kraft fließt in den Adern fort, das Blut
pocht weiter noch – o übermütiges Bemühen!
Wie dämpft doch sonst die Hast den Übermut!

Entsprechend ist jedes dieser Gedichte aus dieser Zeit des Übergangs heraus zu interpretieren, vermute ich: Das alte liegt in Trümmern – wir sind abgebrochen – und versuchen nun als Abgebrochene neu zu leben, zu blühen. Und so wird der Zweig in dem Glase Metapher für das zerschlagene Deutschland, das dabei ist, sich wieder aufzurichten. Aber gleichzeitig ist der Zweig eben noch ein Teil des alten Baumes. Dieser Aspekt darf bei Ihlenfeld nicht vergessen werden. Laut dieser Seite https://berlingeschichte.de/lesezei/blz98_01/text03.htm war er Mitarbeiter im Dresdner Kulturbund, der sich „die geistige Erneuerung in einem demokratischen Deutschland zur Aufgabe gemacht hatte“. Und Kultur ist eben auch Kriegszeiten und die damit verbundene Verwahrlosung vieler in der Gesellschaft durch die nationalsozialistische Ideologie überdauernd. Von daher ist der Blütenzweig, wenn auch abgebrochen, ein Repräsentant des Baumes. Es geht Ihlenfeld aber nicht allein um diese große politische Frage, sondern auch darum zu schildern, dass Gott durch so einen unscheinbaren Zweig, durch kleine Wunder, das Individuum, den einzelnen Menschen ermutigen und aufrichten kann.

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Erinnerung an 1963 und 1947

Vermutlich KI – aber interessant, weil ich auch alte Menschen kannte, die davon gesprochen haben. Ich hoffe, unsere Generationen werden davor verschont. Es würde heute auch nicht besser werden. Im Gegenteil. Wir haben ja an dem kleinen Teil von Berlin gesehen, wie alles ohne Strom zusammenbricht. Und wenn auch Heizungen nur noch von irgendwo zentral gesteuert werden, kann es für viele tödlich sein. Politik ist eben kurzsichtig. Geht es ein paar Jahre gut, dann werden die Menschen leichtsinnig.

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Provokation zum Tag + Caroline Rudolphi + Nicht so genau bei (N)GOs + Regierungsversagen: Wohnungsmarkt / Energie + Vom Staat mitfinanziert? + Tiefpunkt: falsches Spiel + Was noch schief läuft im Land + Schuldunfähig + China und Christenverfolgung + „Das war Berlinerisch“ + Arbeiten für ÖRR und Regierung + Regierungen – eine wie die andere + Gaza – ein kleines Stückchen weiter + Ukraine – ein Stückchen weiter?

Provokation zum Tag

Caroline Rudolphi (1753/4-1811)

In meiner Rubrik, Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen, ist Caroline Rudolphi heute Thema. Sie wuchs in armen Verhältnissen auf, der Vater starb früh, sodass sie und ihre Mutter mit Handarbeiten ihren Lebensunterhalt verdienen mussten. Sie ging wohl nicht zur Schule, lernte aber dennoch lesen und schreiben, schrieb Gedichte, und wurde von einem berühmten etwa gleichaltrigen Kapellmeister entdeckt und gefördert, der Gedichte von ihr vertonte.

Mit 25 wurde sie als Erzieherin eingesetzt und gründete ein Erziehungsinstitut. Erst war ihr Bruder als Lehrer eingesetzt, der allerdings starb. Dann erklärte sich ein Physiker und Astronom bereit, den Unterricht zu übernehmen. Das Institut wuchs – gleichzeitig knüpfte sie zahlreiche Kontakte und hatte Besuch von vielen bekannten Menschen. Sie muss also eine sehr gute Netzwerkerin gewesen sein. Wer alles zu Besuch kam, kann an dem Beitrag, dem ich die Infos entnommen habe, selbst nachsehen. https://de.wikipedia.org/wiki/Caroline_Rudolphi und: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Reichardt

*

Sie schrieb weiterhin Gedichte, wurde aber vor allem bekannt durch einen Briefroman über die Erziehung von jungen Frauen und trat vehement für die gleichberechtigte Bildung von Frauen ein. Das erinnert im Grunde an die Briefe des Seneca an Lucillius – aber sie hatte als Unterrichtsmethode den sokrates´schen Dialog entwickelt.

Zunächst sieht nicht viel danach aus, dass sie Schwierigkeiten hatte, um sie unter dieser Rubrik, Menschen, die sich nicht unterkriegen ließen, aufzuführen. Arm und ungebildet waren viele – aber sie hat sich als Autodidaktin herausgearbeitet. Wie kam sie darauf, Gedichte zu schreiben – und sie dann noch unter ihrem eigenen Namen (als arme junge Frau) zu veröffentlichen? Sie wurde von einem Kapellmeister entdeckt – und was ist, wenn er sie fallen lässt? Wie kam es dazu, dass sie als dichtende Handwerkerin zur Erzieherin für die Töchter einer Familie ernannt – und auch noch geachtet wurde? Und dann konnte sie auch noch ein Institut zur Bildung gründen – obgleich sie selbst wohl keine Bildung im Sinne von Schulbildung bekommen hatte? Sie hatte erkannt, wie wichtig Bildung ist. Sie hat sich von allen „Wenns“ und „Abers“ vermutlich nicht einschüchtern lassen, sondern ist mutig und tapfer ihren Weg gegangen. Sie hat die gesellschaftlichen Grenzen erkannt und sie gedehnt. Als eine, der man solche Selbständigkeit nicht zutraute, hat sie einfach selbständig und frei gehandelt. (Eine Frage am Rande: Hätte sie heute eine Chance, ein solches Leben zu führen?)

Die Bibel war ihr Lesebuch, ihr Bildungsbuch, das Vertrauen in Gottes Führung machte sie stark. Darum war in ihrer Erziehung ein wichtiger Bestandteil: religiöse Erziehung als eine vorgelebte gute Atmosphäre, durch vorgelebtes gottesfürchtiges Leben – um den Frauen deutlich zu machen, dass Gott auch in ihnen wirkt. Sie ließ wissenschaftlich lehren, damit die Schülerinnen die Schöpfung in ihrer Schönheit erkennen können. Das Gefühl für das Schöne ist ein Schritt zum Gefühl für Gott. Ihre Moral war christlich begründet, das Edle der Seele sollte entfaltet werden. Der große Klopstock, Matthias Claudius und viele andere haben vielleicht dazu beigetragen, sie im Glauben als „Religion des Herzens“ zu stabilisieren.

Aus der Ode an Gott:

in einer etwas getragenen Version: https://www.youtube.com/watch?v=owlsYr8Dnbw

Ich denke, ich werde mich intensiver mit ihr beschäftigen – als mit den dürren Wörtern aus Wikipedia. Zum Beispiel mit ihren Gedichten: https://archive.org/details/bub_gb_yoQoAAAAMAAJ/page/n23/mode/2up

Im ersten Gedicht schildert sie, wie sie dazu kam, Gedichte zu schreiben. In diesem heißt es unter anderem: „Oft lockte mich die Schöne / Des Abends in den Wald; / Da hab´ ich ihre Töne / Ganz leise nachgelallt“. Die Schöpfung – als Schöpfung und nicht nur als Natur – durchzieht viele ihrer Gedichte.

Nicht so genau bei (N)GOs

Jeder einheimische Bürger wird pingeligst beobachtet, was die Finanzen betrifft. Aber bei (N)GOs – da weiß man nicht so genau, wo 45 Millionen hingeflossen sind? Oder, was hier vermutet wird: Man will es der Öffentlichkeit nicht sagen. Wenn dem so wäre, hätte man etwas zu verbergen und weiß somit, dass das Unrecht ist?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/politik/news/demokratie-leben-bundesregierung-weiss-nicht-an-wen-45-millionen-euro-foerdergeld-geflossen-sind

Regierungsversagen: Wohnungsmarkt / Energie

Das, was die letzte Regierung versaubeutelt hat, die Ampelmänner, kann diese Regierung nicht in sechs Monaten ändern. Aber es ist nicht in Sicht, dass sich in den nächsten Jahren etwas grundlegend verbessert. (Es sei denn, viele Ukrainer, die sich hier nicht heimisch fühlen, gehen wieder zurück?) Hoffen wir, dass sie sich hier heimisch fühlen – aber das bedeutet, dass der Wohnungsmarkt sich nicht ändern wird. Und das liegt dann am Versagen dieser Regierung. Dann kann sie sich nicht mehr rausreden.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/wirtschaft/news/wohnungsmangel-in-deutschland-auf-rekordniveau-1-4-millionen-wohnungen-fehlen

Man muss Merz auch einmal loben, wenn er erkennt, dass es ein Fehler war, den sie begangen haben. Hier geht es um den Ausstieg aus den AKW. Aber nun verlangt der Bürger eben massive Anstrengungen, dass das ganze Land nicht weiter unter diesem kolossalen Fehler leidet. Ob diese Anstrengungen kommen – kaum anzunehmen. Vor allem aber: Kluge Köpfe haben das schon immer gesagt und davor gewarnt, die AKWs abzuschalten. Schwache Köpfe wollten nicht hören – die Ideologie schrie in ihren Hirnen lauter: https://www.nius.de/wirtschaft/news/bundeskanzler-friedrich-merz-nennt-cdu-atomausstieg-einen-schweren-strategischen-fehler

Vom Staat mitfinanziert?

Wer ist denn dafür verantwortlich, dass sowas vom Staat indirekt gefördert wird? Der Staat finanziert seinen eigenen Untergang mit? Interessante Recherchen: https://www.nius.de/kriminalitaet/news/steuergeldfinanzierten-oeko-terror-netzwerk-koeln

Tiefpunkt: falsches Spiel

Tiefpunkt – das falsche Spiel, das hier gespielt wird: https://www.nius.de/medien/news/warum-verschweigt-lanz-dass-es-bei-guenther-um-nius-ging und https://apollo-news.net/daniel-gnther-und-die-zensur-doch-er-hat-es-gesagt/ und: https://www.nius.de/analyse/news/markus-lanz-videobeweis-daniel-guenther-nius-propaganda Hier wird gezeigt, wer auf sonderbaren Wegen ist – boah, was ist denn in den Lanz gefahren? Hat er von irgendwem Ärger gekriegt, dass er so aggressiv reagiert? Das fände ich interessant – den Hintergrund zu erfahren: https://www.youtube.com/watch?v=pmExz9L-FP4 Zu dem Thema auch: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/die-daniel-guenther-medien/ Denn ich finde spannend, dass das gleiche Verhalten auch bei Ramelow zu finden ist: Es wird einfach behauptet, dass das, was alle hören und sehen konnten, falsch ist. Der Kaiser ohne Kleider – alle bewundern aus Anpassungssucht den nackten Mann, weil sie nicht wagen zu sagen, dass er nackt ist. Nur ein Kind sagt die Wahrheit. https://apollo-news.net/unwahre-tatsachenbehauptung-afd-abgeordneter-kritisiert-gnther-vizeprsident-ramelow-droht-mit-sanktionen/ Ich vermute, manche verfolgen diese Strategie: Wenn einer die Inhalte wiedergibt, aber nicht zitiert, dann werden sie angegangen: Du lügst – du sagst zwar inhaltlich richtig, was er sagte, aber das hat er so nicht gesagt. usw.

Und zum Thema Grundrecht auf Presse- und Meinungsfreiheit ein sehr interessantes Interview (Höcker): https://www.youtube.com/watch?v=3WPYDAl9PqE Auch die staatliche Flucht ins Privatrecht – also der Staat delegiert Aufgaben an NGOs – wird hier thematisiert. Von daher ist der DSA „eine Katastrophe, die rückgängig gemacht werden muss“. Recht kann sich wandeln nicht nur zum Positivem – auch in Richtung Totalitarismus.

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Viele blasen alle in dasselbe Horn: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/eu-von-der-leyen-propaganda-medien-kultur/

Ich finde auch, dass der Kampf um Meinungs- und Pressefreiheit in diesem Jahr ein wichtiges Thema werden wird. Es deutete sich schon im letzten Jahr an: https://www.youtube.com/watch?v=T1FXkAjHHfw Auch dieses Beispiel – zu einer unangemessenen Aussage von Eva Flecken, Direktorin der Medienanstalten von Berlin-Brandenburg: https://www.youtube.com/watch?v=8sSMoqgeiHU

Was noch schief läuft im Land

Warum wird in der Oberstufe von Berlin das Thema DDR nur fakultativ behandelt? Ist die zweite Diktatur in unserem Land unwichtiger als die erste? Also eine Hierarchisierung von Diktaturen? https://apollo-news.net/ddr-geschichte-in-berliner-oberstufe-knftig-nicht-mehr-verpflichtend/

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Neutrales Tagesschau online: SPD Schützenhilfe zum Thema Erbschaftssteuer: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/erbschaftsteuer-debatte-unternehmer-100.html

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Wer hat ein Interesse daran, die Wirklichkeit verzerrt darzustellen – und warum? https://apollo-news.net/ifo-studie-behauptet-fluechtlinge-schaffen-deutlich-mehr-neue-arbeitsplaetze/

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Es ist ja schön, wenn sie trainieren können – aber die Umstände sind sonderbar: https://apollo-news.net/deutschland-plant-erste-bundeswehr-entsendung-nach-groenland/ 13 Leute – nun denn ein Signälchen.

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Wirtschaft: https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/merz-und-klingbeil-warum-schulden-und-waffen-keine-wirtschaft-retten/

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Grüne – teurer machen. Was teurer machen? Parkplätze. Anderes fällt denen auch häufig nicht ein als: Geld, Geld, Geld! Wie erziehen wir die Leute? Indem wir ihnen das Geld aus der Tasche ziehen. Welche Berufsgruppen gibt es eigentlich, die nur an Geld, Geld, Geld denken? Scheint irgendwie sich in fast allen Köpfen festzusetzen. Nur diejenigen, die im Sozialbereich tätig sind – an denen erfreuen sich die Herrschaften, weil sie um der Menschen Willen handeln und nicht mit Raffgier. https://www.welt.de/politik/deutschland/article696893d3124ec15494002f12/nach-sozialen-kriterien-wie-die-gruenen-das-parken-teurer-machen-wollen.html

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Apropos Geld, Geld, Geld – vielleicht auch reine Philanthropie: https://www.stern.de/news/duo-aus-bayern-soll-hunderten-studierenden-zu-illegalem-aufenthalt-verholfen-haben-37041734.html

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Bafög-Portal für drei Wochen wegen Überarbeitung vom Netz genommen: https://www.youtube.com/watch?v=o3-d_r4fN7U

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Zu Klöckners Vorhaben im Parlament in das frei verantwortliche Handeln der Abgeordneten einzugreifen (ich hatte das Thema): https://www.youtube.com/watch?v=o3-d_r4fN7U

Schuldunfähig

Das hat mutmaßlich ein Iraker eine Jugendliche vor den Zug gestoßen. Es gibt kein Strafverfahren, weil er schuldunfähig sei. Ein Sicherungsverfahren wird beantragt. Er habe Stimmen gehört. Soll Schizophren gewesen sein. „Soll“ schreibe ich, weil er vorher in einem Krankenhaus war und keine psychische Erkrankung festgestellt worden war. https://www.nius.de/kriminalitaet/news/keine-anklage-im-mord-fall-liana-k-staatsanwaltschaft-haelt-muhammad-a-fuer-schuldunfaehig

China und Christenverfolgung

Seit Mao werden Christen massiv verfolgt. Immer mit neuen Methoden. Diktatoren und Tyrannen – und seien es nicht Einzelpersonen, sondern machthungrige Gruppen – haben das Interesse, anderen die Luft zum Atmen zu nehmen. Chinesische Christen sind zu bewundern: Seit Mao versuchen sie mit vielen Mitteln – und mit vielen Schmerzen, Erniedrigungen – zu überleben. Und es werden immer mehr. Das erzürnt die sozialistischen/kommunistischen Anti-Christen. Sie sehen sich als die sozialistisch-konfuzianistischen Retter der Welt – und dann kommen Christen daher und wollen sich von solchen Rettern nicht retten lassen, weil es sich allein um aufgeblasene Menschen handelt, die sich über Gott stellen wollen. Und so haben Christen nicht nur in China viele Überlebensstrategien entwickelt – und das macht sie bewundernswert.

An anderen Orten, wie zum Beispiel Nordnigeria vermute ich, weil ich nicht weiß, ob es auch dort im Untergrund handelnde Christen gibt, reagieren Christen nur mit Trauer auf die Angriffe der Anti-Christen. Sie haben keine Strategien entwickelt, um gemeinsam Wege zu suchen, trotz der Bedrohungen ihr Leben leben zu können. Oder irre ich mich? Hoffentlich irre ich mich.

Zu dem Thema: https://apollo-news.net/christenverfolgung-in-china-repression-durch-digitale-berwachung/ und: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/weltverfolgungsindex-2026-situation-der-christen-verschaerft-sich-weiter/ Weitere Infos: https://persecution.org/ und https://www.opendoors.de/ und https://www.kirche-in-not.de/

Dazu:

Weltanschauungen und Religionen, die Angst vor Christen haben, bekämpfen die Würde der Bürger, bekämpfen die Entscheidungsfreiheit der Menschen. Da ist nichts mehr zu erkennen von „mündigen“ Bürgern – und das im 21. Jahrhundert! Wir sollten uns nicht so stolz über die Vorfahren erheben, denn in unserer Welt sieht es in dieser Hinsicht nicht besser aus als in der Vergangenheit.

Das war Berlinerisch

Der Mensch hat Humor, wenn er einem im Bundestag zuruft: Das war berlinerisch! – weil dieser die Wörter: Vallah, haram, ehrenlos, gottlos und ich schwöre verwendete. Und so sehen wir automatisch: Wie sich Slang Zugewanderter durchsetzt – das wird zu dem neuen Berlinerisch. Und die Berliner sagen sicher: Und ich bin stolz darauf! – Oder auf Neuberlinerisch: Das ist hallal!

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.focus.de/politik/deutschland/csu-mann-kritisiert-linken-fuer-stromausfall-rede-dessen-antwort-eskaliert_5b6cd75b-d160-49bb-acbe-dd6e44aaa7a6.html

Arbeiten für ÖRR und Regierung

So scheint für manche Journalisten und Verantwortliche von Sendern Neutralität und Unabhängigkeit auszusehen: https://www.youtube.com/watch?v=3WPYDAl9PqE (nicht jede Aussage ist aus meiner Sicht richtig, aber interessant ist das Grundlegende schon; auf Basis von: https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/tv-medien/wie-man-dreifach-abkassiert-li.10011053 Was ich so krass fand, ich hatte es im Blog, als die Anmoderation wortgleich das sagte, was die iranische Regierung sagte. Da hätte man doch wirklich um eine andere Formulierung „ringen“ müssen. Sowas stößt zumindest bei mir sehr sauer auf.

Richtig ist, dass nicht in erster Linie die Leute angegriffen werden dürfen, die das System ausnutzen, sondern die Verantwortlichen sollten sich mal die Lücken im System anschauen, denn davon hängt die Glaubwürdigkeit des ÖRR auch ab.

Regierungen – eine wie die andere

Das muss man sich mal anhören (es wird so manche gruseln) – wie die Ampelmänner: Wir müssen nur alles nur besser kommunizieren… – und weitere Auffälligkeiten: Vor der Wahl – nach der Wahl. https://apollo-news.net/fuer-mehr-verstaendnis-merz-meint-man-muesse-seine-politik-nur-besser-erklaeren/

Dass sogar noch gesagt wird, wir müssen die Menschen auf dem Weg mitnehmen – da sollten doch mal die Rhetorikberater ran, denn das ist ja fast schon ein Bonmot, eine paternalistische Leerformel, im Rahmen der Ampel 1.0 geworden. Wir müssen die Menschen mitnehmen auf den Weg – in den Untergang.

Gaza – ein kleines Stückchen weiter

Es sieht so aus, als seien die Verhandlungen mit Blick auf Gaza ein kleines Stückchen weiter gekommen. Allerdings wird die Rechnung nicht ohne die Hamas gemacht? https://www.tagesspiegel.de/internationales/zweite-phase-des-gaza-plans-palastinensische-technokratenregierung-trifft-sich-in-kairo-15142929.html

Ukraine – ein Stückchen weiter?

Skeptisch bin ich auch mit Blick auf die Ukraine, da ich vermute, dass die Europäer ein Ergebnis blockieren – sie haben Recht darin, dass Russland Land zugesprochen wird, ist nicht gut – aber es kostet Menschenleben und stürzt Europa ins Nichts, wenn man es nicht tut: https://www.tagesspiegel.de/internationales/trump-macht-selenskyj-verantwortlich-putin-angeblich-zu-friedensdeal-bereit–die-ukraine-weniger-15140436.html

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Gott geben

Gott geben

Ideologien fordern
den ganzen Menschen:
übergib dich der Weltanschauung,
die Menschen sich ausgedacht haben,
mit Haut und Haar, Herz und Gehirn,
damit sie dich am Leben lassen.

Christen wissen:
Nicht Menschen gebührt ihr Herz,
ihr ganzes Wesen.
Es gebührt dem Schöpfer,
dem Erhalter, dem Vollender:
Sie geben Gott, was Gott gehört.

Der Dichter Carl Friedrich Lochner (1632-1697) schrieb (*):

Du mußt, was Gottes ist, Gott geben;
Sag, Seele, wem gebührt das Herz?
Dem Teufel nicht; er haßt das Leben;
Wo dieser wohnt, ist Höllenschmerz.
Dir, dir, o Gott, dir soll allein
Mein Herz aufwärts gewidmet sein.

(*) „Was gibst du denn, o meine Seele“ – Pressel 468. Bezug nehmend auf den Satz Jesu (Mk 12,17 Parr.): Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört. Freilich heißt das nicht, dass diejenigen, die ihr Herz Gott geben, von allen Sünden frei sind, dass sie an Mitmenschen nicht schuldig werden können: https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Carl_Friedrich_Lochner_d._%C3%84.

Die Münze gehört dem Kaiser – sie trägt des Kaisers Bild. Also Steuern / Gelder sind des Kaisers usw. Er ist für die staatliche Ordnung da, er ist in seiner Macht begrenzt. Denn: Der Mensch trägt, weiter geführt, das Bild Gottes (ist Gottes Ebenbild), also gehört der Mensch Gott: mit seinem Herzen, seinem Gewissen, seinem Glauben, Gott allein gebührt Anbetung und Loyalität. Der Herrscher – auch der mächtige Herrscher in Rom – ist Gott untergeordnet, und das hat jeder Mensch mit seinem Leben so zu bezeugen, dass er dem Herrscher nicht sein Gewissen, seinen Glauben, sein Herz überlässt. Auch in einem ähnlich gelagerten Satz (Mt 10,28 Par.): Herrscher und ihre Schergen können den Leib töten, also den Menschen beseitigen, der ihnen nicht gefällt, aber ihre Macht endet am Körper. Gott aber ist Herr über Leib und Seele – auch dem Körper der Herrscher und kann deren Leib und Seele dem Verderben übergeben. (Leib und) Seele des Ermordeten macht er lebendig.

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Provokation zum Tag + Franca Viola + Lügen und betrügen + CDUler auf SPD Spuren + Meinungsfreiheit – Freispruch! + Berlin: Stromausfall-Terror + Fake News in der Justiz? + Künstler dürfen Unterschriften falschen! + Auslieferung der Briten? + Entwicklungshilfe + Grönland gegen USA verteidigen + Linksextremisten und Nazis + Kriminalität: Gelsenkirchen + Einschränkungen der Reisefreiheit scheint modern + Christfluencer

Provokation zum Tag

Und: https://www.domradio.de/artikel/russischer-geheimdienst-beschimpft-patriarch-bartholomaios-i

Franca Viola

Noch 1965 sollte Franca Viola ihren Vergewaltiger heiraten, denn so war es in Süditalien üblich. Sie war entführt worden und vergewaltigt. Sie aber weigerte sich, unterstützt von ihren Eltern. Wenn der Vergewaltiger nicht geheiratet wurde, sei das eine Schändung der Ehre, auch die der Familie. Sie wurden in dem Dorf gemobbt, gemieden. Aber sie hat dann vor Gericht Recht bekommen. Erst 1981 wurde in Italien das Gesetz in die Richtung geändert, dass Vergewaltigte den Vergewaltiger nicht heiraten müssen. Interessant ist, dass die Sitte so viele Befürworter gefunden hatte. Denn, so heißt es in dem Artikel, das war die einzige Möglichkeit für ein Paar, dessen Beziehung von den Eltern nicht toleriert wurde, die Ehe einzugehen. Daran ist erkennbar, wie ganze Strukturen verändert werden müssen, um Menschenwürde zu achten.

Sie ist für mich auch ein Beispiel, samt ihrer Familie, für Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen.

Der Vergewaltiger wurde verurteilt und wurde als Mafiosi später von anderen Mafiosi erschossen – auch das ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Familie nicht nur gegen die Tradition tapfer geblieben ist, sondern auch gegen diese kriminellen Machtstrukuren. Später heiratete sie ihren Jugendfreund – unterstützt vom Staatspräsidenten und dem Papst – wohl um eine Art Schutz zu bilden, denn der Vergewaltiger (wahrscheinlich samt seiner Mafia-Familie) drohte, sie nach der Freilassung zu töten, wenn sie einen anderen heiratet. Sie bekam drei Kinder und lebt in dem Dorf, das sie verachtet hatte https://de.wikipedia.org/wiki/Franca_Viola

Lügen und betrügen

Spannend, was überall im Hintergrund alles abläuft. Da hört man zum Beispiel ganz eindeutig, was jemand an „Bullshit“ (Zitat legitimiert durch die Verwendung von Bas) gesagt hat, und was machen die Umdreher, die Verwirrer, die auf den Kopf Steller, die Durcheinanderbringer? Sie tun so, als sei das Gegenteil von dem gesagt worden, was gesagt wurde, oder als sei das alles anders zu verstehen, aus dem Kontext gerissen usw. Das ist schon spannend, was sich die Ideologen so ausdenken, um mit anderen Menschen blinde Kuh zu spielen – dass die selbst nicht mehr wissen vor lauter Schwindel, ob sie X oder Y sind.

Was ich sehr gut finde, das ist, dass solche Machenschaften nicht mehr geheim bleiben. Unsere Gesellschaft benötigt auf allen Ebenen Menschen, die für unsere Gesellschaft ehrlich kämpfen, solche Machenschaften ans Licht bringen, damit die Tricky-Unehrlichen nicht mehr Raum bekommen. Solange ehrliche Menschen solche Abstrusitäten an die Öffentlichkeit bringen, solange ist das Land noch nicht verloren.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/politik/news/spin-doktorinnen-wollen-konrad-adenauer-stiftung-beeinflussen-das-anti-nius-papier-im-fall-guenther

CDUler auf SPD-Spuren

Das geht den Regierungen nichts an, ob einer eine Oldtimer Sammlung aufgebaut hat oder nicht. Aber das war zu erwarten, dass sich die CDUler wieder von der SPD über den Tisch ziehen lassen. Denn derjenige der mit diesen Aussagen in die Privatsphäre hinein übergriffig wird, ist ja nicht irgendein CDUler. Was geht solchen Leuten das an, was andere sammeln. Nichts, nichts, nichts. Aber sie fühlen sich so mächtig, dass sie anderen in die Taschen greifen auch da, wo sie nichts zu suchen haben.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/politik/news/paul-middelberg-cdu-union-erbschaft-steuer-spd

Ach so: Die SPD wird falsch verstanden: https://apollo-news.net/falsche-erzaehlung-spd-beklagt-angebliche-falschdarstellung-von-erbschaftssteuer-vorschlag/

„Todessteuer“ ist auch ein interessanter Begriff – der scheint das auch falsch verstanden zu haben: https://www.youtube.com/watch?v=2C3brmkmvMA (Position der CDU: Wir sagen ganz klar – dass wir uns nicht festlegen oder so.)

Meinungsfreiheit – Pressefreiheit – Freispruch

Das ist eine sehr gute Nachricht, dass der Journalist freigesprochen wurde, der bekannt wurde, weil Faeser ihn wegen eines Memes anzeigte und aus Versehen vermutlich damit das Meme bestätigt hatte. Zudem: Gab es wirklich Leute, die glauben können, dass die Innenministerin Faeser ein Schild hochhält, das sagt: Ich hasse Meinungsfreiheit? Wer ihr das zutraut, der hat wohl irgendwo eine Lücke in den Gehirnwindungen. Das ist jetzt also Vergangenheit. Aber meine Frage ist freilich: Warum muss die Staatskasse die Kosten tragen und nicht Faeser? Und was ist mit der Staatsanwaltschaft? Die macht beim Freispruch mit! Zur Vernunft gekommen?

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/politik/news/faeser-meme-naechste-instanz

Es ist ja schön, dass der MP zurückrudert. Wenn er sowas sagt, was er nicht gesagt haben will, dann stellen sich natürlich viele Fragen. Eine davon: Hoffentlich agitiert das Fußvolk dann nicht im Hintergrund in dem Sinne, in dem er es nicht sagend gesagt hat. Denn MPs sind immer noch mächtiger als die normalen Menschen, vor allem, wenn sie im Chor mit anderen ihre Lieder zum Besten geben. Aber es ist schon mal gut, wie wir gestern hörten, dass zumindest Boris Rhein und Markus Söder da nicht mitmachen. Aber mich wundert auch: Die Regierung sagt nichts. Ist das Schweigen beredt? Bestätigt das meine vermutete Befürchtung, dass der MP nur ausgesprochen hat, was die Regierenden unseres Landes irgendwie beschäftigt? Ist er nur die Spitze des Eisbergs der Zensur-Demokraten? (Ich habe das Wort extra gewählt, denn in letzter Zeit hört man unterschiedliche Konnotationen zu Demokratie: unsere Demokratie, liberale Demokratie… – vielleicht gibt es ja auch Zensur-Demokratie, natürlich schöner, eleganter ausgesprochen: Demokratie der freiwillig Beschränkten oder so.)

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/gnther-rudert-zurck-zensur-von-medienportalen-habe-ich-zu-keinem-zeitpunkt-thematisiert/

Aber es sind so manche auf düsteren Pfaden unterwegs – dieser Eindruck herrscht, wenn man das hier liest: https://apollo-news.net/medienanstalt-droht-in-der-nius-affaere-koennen-als-ultima-ratio-ganze-angebote-verbieten/

Und dieser Herr redet als Privatperson oder als Kardinal? Ein wenig spöttisch darf man vermutlich sein: https://apollo-news.net/kardinal-marx-findet-papst-leos-kritik-an-einschrnkung-der-meinungsfreiheit-sei-unschlssig/

Nur zur Kenntnisnahme: https://apollo-news.net/ende-der-anonymitt-und-digitale-ausweise-wie-deutsche-politiker-sich-ein-vorbild-an-auslndischen-social-media-verboten-nehmen/

Und Kids sind nicht doof. Wenn sie wollen, kommen sie auch dran, trotz Verbotes. Erst einmal vielleicht der Schock, dann Stress, dann sprechen sich neue Möglichkeiten rum: https://www.morgenpost.de/panorama/article410689227/australien-teenager-umgehen-social-media-sperre-mit-einfachen-tricks.html

*

Zu dem Thema Meinungsfreiheit – ansehen, so lange es die noch gibt – wenn sich ihre Gegner durchsetzen: https://www.youtube.com/watch?v=eoZeu2YNEaI Krass lustig, die Antwort von Wüst.

Berlin: Stromausfall-Terror

So ist es, wenn man auf einem Auge blind ist und immer die als Feind im Fokus hat, die man gerne als feind im Fokus haben will, um von den wahren Störern der Gesellschaft abzulenken: Ein ZDF-Film in dem natürlich diejenigen die Bösen sind, die man auch gerne als Böse haben möchte, während die wahren Bösen einen das Leben schwer machen und manchen gar das Leben kostet.

Ansichtssache zu dem Thema: https://www.nius.de/medien/news/zdf-soko-leipzig-kowalski-oeko-terror-blackout-berlin-vulkangruppe

Fake News in der Justiz?

Rechtsanwaltskammer – natürlich: Berlin – lädt zu einer Veranstaltung ein, bei der alle gespannt sind, ob die Infos den Fake News zuzurechnen sind oder einen wahren Hintergrund haben. Wie nennt man solche Überschriften: Clickbait? Teaser? Call-to-Action? Nun denn: Es wird auf Fakten gewartet – aber bitte nicht Realität so herumdrehen, dass es irgendwie zu dem passt, was man sagen möchte. (S. oben „Lügen und betrügen“)

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.nius.de/politik/news/gefolterte-anwaelte-usa-rechtsanwaltskammer-berlin-veranstaltung

Es ist schon spannend, was in den USA abgeht – auch mit Blick auf die Verfolgung und Beobachtung von Aktivisten, die sich der Staatsgewalt entgegenstellen. Das sind alles Anzeichen eines Verfalls: a) wenn Staatsgewalt sich von Kontrolle löst, aber auch b) wenn ideologische Aktivisten unbehelligt bleiben: https://www.spiegel.de/ausland/usa-protest-gegen-justizministerium-mehrere-staatsanwaelte-reichen-ihren-ruecktritt-ein-a-4d6d5b30-eaab-44e2-995f-2fb327199eea

Künstler dürfen Unterschriften fälschen?

Wie ist dieses sonderbare Urteil zu verstehen?

Übrigens, liebe Schüler, die ihr manchmal die Unterschriften der Eltern fälscht, sagt, es sei Kunst, dann dürft ihr das. Aber sowas bitte nicht ernst nehmen, denn Lehrerinnen und Lehrer, die dagegen angehen, haben Recht. Das macht man nicht. Auch wenn ihr das zur Kunst erklärt. Vielleicht wenn ihr sagt: ich bin linker Künstler und solidarisiere mich mit dem Zentrum für politische Schönheit und euch dann auf das Gerichtsurteil beruft, könnte es vielleicht klappen. Aber empfehlen würde ich das dennoch nicht, weil das eine Gesellschaft kaputt macht, wenn man einander nicht mehr vertrauen kann. Schlimm ist freilich, wenn man Gerichten nicht mehr vertrauen kann. Aber das ist ein anderes Thema.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/kuenstler-vom-zentrum-fuer-politische-schoenheit-versendete-gefaelschte-afd-briefe-gericht-spricht-ihn-frei/

Auslieferung der Briten?

Sind manche beamte dabei, die Briten auszuliefern? An wen? An die Chinesen. Könnten die wirklich an Internetaktivitäten, wenn sie über die Kabel ihre Botschaft bauen? Wenn ja, wie kann es sein, dass jemand ihnen diesen Bauplatz angeboten hat? Ich habe von dem Metier technisch keine Ahnung, aber das klingt echt spannend nach 007 – allerdings Beamte gegen Journalisten, statt Staat gegen fremde Spionage. Naja, es muss nicht Spionage sein – die könnten dann auch einfach schnipp-schnapp-schnopp getrennt werden. MI5 und MI6 sollen gewarnt haben.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/london-wurden-medienbericht-ueber-spionagepotenzial-chinas-durch-regierungsbeamte-verhindert/

Entwicklungshilfe

Entwicklungshilfe muss sein – aber sie muss auch von dem Parlament des Landes kontrolliert werden können. Und das ist auch für mich ein wesentlicher Kritikpunkt: Wenn UN usw. Gelder bekommen, dann kann nicht mehr kontrolliert werden, wieweit sie sinnvoll eingesetzt werden. Dass Entwicklungshilfegelder auch so eingesetzt werden, dass es dem eigenen Land nützen kann, ist aus meiner Sicht nicht schlecht. Wenn NothilfeTöpfe nicht geschlossen werden. Aber: Nordafrikanischen Ländern und islamistischen Ländern, wie den Hamas-Kontrollierten, Geld zu geben, bedeutet eine äußerst konzentrierte Fokussierung auf die Empfänger der Gelder. Terroristen und andere Islamisten sind nicht zu unterschätzende kluge Leute. Aber die Nattern am Busen zu säugen, ist leider keine Seltenheit bei naiven Politikern und NGOs in unseren Landen. Manchmal kann man den Eindruck haben, wenn man an den Gaza denkt, dass sie klüger sind als die Geldgeber, die von den Islamisten gemolken werden.

Dazu: https://www.nius.de/analyse/news/entwicklungshilfe-strategie-deutschland-alabali-radovan-fuenf-verruecktesten-fakten

Grönland gegen USA verteidigen?

Das ist für mich ein Grund, keine Volksbefragung durchzuführen. Oder sind das gefakte Umfragen: 62% in unserem Land sollen dafür eintreten, Grönland gegen die USA zu verteidigen, wenn Dänemark den Bündnisfall ausrufen würde? Welcher Wahn hat diese Leute denn gebissen. Nur 32% sollen das angeblich ablehnen. Die Politik scheint im Augenblick noch vernünftiger zu sein. Da fragt man sich: soll man weinen, soll man lachen – keine Ahnung. Verrücktheiten ergreifen manchmal ein Volk, ergreifen Völker. Die Deutschen sind nicht unbedingt davor gefeit, wie die Vergangenheit zeigt.

Jetzt weiß ich auch, wie man in den Ruch kommt, AfDler zu sein. Denn AfDler sind wie ich mehrheitlich (59%) dagegen. Wenn man also gegen Wahnsinn ist, ist man automatisch AfDler. 75% der Grünen, 71% der CDU und Linken, 68% der SPDler, 37% der AfDler wären für den Wahnsinn. Übrigens wurde das selbst in der Tagesschau vom 14.01. als abstrus bezeichnet.

Die Herrschaften wollen alles irgendwie militärisch lösen. Das hat nicht zuletzt unsere Regierung mit zu verantworten, die ständig die grundsätzliche Militarisierung betont. Was Trump macht, ist natürlich auch inakzeptabel. Aber herumdrohen ist so sein Ding, was auch immer am Ende dabei herauskommt.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.welt.de/politik/deutschland/article6965f71ad57b0276d945b67c/groenland-mehrheit-der-deutschen-will-groenland-verteidigen-eine-partei-ist-besonders-skeptisch.html

Linksextremisten und Nazis

Wenn mutmaßliche Linksextremisten mutmaßlich mit dem Hammer auf mutmaßlichen NaziKopf hämmern, haben sie sicher nicht die Absicht, dass die Opfer sterben. Das muss man sich mal antun, sowas zu lesen – leider FAZ+: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/prozess-gegen-hammerbande-wollten-sie-dass-ihre-opfer-sterben-110818618.html

Natürlich müssen Verteidiger alles tun, um ihre Klientel möglichst gut davonkommen zu lassen. Von daher sind sonderbare Sprüche verständlich. Und natürlich wollen Ideologen die von ihnen Angeklagten nicht verurteilen lassen, sondern Gerichte mit Anwesenheit und Geschrei („Free all Antifas“) und Geklatsche einschüchtern. Alles klar. Hoffentlich allerdings lassen sich die Gerichte nicht von niemandem einschüchtern und sprechen Recht. Aber es sind Drohkulissen, die aufgebaut werden. Und ich frage mich: Müssen Gerichte das dulden?

Vor nicht langer Zeit sprach man von tumben Nazis, die andere töten wollen oder anderen schaden wollen. Heute sind es die tumben Linksextremisten – oder muss man sie smart nennen, weil es die Stimmung im linken EliteLand so fordert?

Kriminalität: Gelsenkirchen

Was für irre Kleinarbeit hier stattfinden muss – möglicherweise auch, um DNA-Spuren zu finden in dem Wust. https://www.stern.de/news/polizei–noch-mehrere-hunderttausend-gegenstaende-in-tresorraum-in-gelsenkirchen-37037152.html

Einschränkungen der Reisefreiheit scheinen modern

Was haben Trump, EU, Starmer und in Deutschland war´s ja auch, gemeinsam? Sie verhindern die freie Reise. Bei der USA ist das bekannt, dass nicht jeder einreisen darf, war schon irgendwie immer so. Na ja, fast immer. Aber Europäer scheinen immer mehr politisch unliebsamen Menschen Fesseln anzulegen. Demokratie ist im Schwinden, denn die Herrscher bekommen Angst vor Demokraten, die kritisch sind und ihnen nicht nach dem Mund reden. Ich hatte noch gelernt: Du musst nicht mit allem einverstanden sind, aber Demokraten halten es aus. Seit aber die Demokraten alle ins Links ausrutschen, gilt der Satz wohl nicht mehr.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://apollo-news.net/einreise-verweigert-niederlndische-aktivistin-vlaardingerbroek-darf-nicht-nach-grobritannien-einreisen/

Christfluencer

„Wüste Zusammenschnitte“ über unterschiedlichste Christen – der Kampf gegen Christen, die nicht ins linke Weltbild passen. Natürlich müssen extreme Sekten beachtet werden, christliche wie muslimische und politische, aber es wird deutlich, dass diese Leute mit Christen, die den Glauben traditionell wahrnehmen und vertreten, gar nichts mehr anfangen können. Zudem: Sie politisieren alles. Sie haben ein linkes Weltbild, indem es nichts gibt, das nicht politisiert ist. Selbst aus dem Fenster schauen ist Politik – weil man sich damit als rechts outet, da man nicht für Linke auf die Straßen geht. Aber das ist nichts Neues. Das kenne ich schon, seit ich Jugendlicher war, diese ewigen Diskussionen. Und so findet dann statt, was seit 2000 Jahren stattfand: unfairer Kampf gegen Christen. Heute eben medial. Christen freilich wissen: dieser Kampf fand zu allen Zeiten statt und findet weltweit statt.

Und das ist es eben: Die Christfluencer sind so bekannt, wer sie schaut, weiß um sie und schaut sie absichtlich – und dann erkennen die Fans an solchen HumbugSendungen, wie diese TVler agitieren. Die unaufrichtigen TVler befriedigen ihre Bubble, sich selbst, indem sie meinen, die Welt vor den Christen retten zu müssen – dabei stehen sie auf deren Schultern. Und von Christus werden Brüder und Schwestern noch reden, wenn diese TVler schon längst untergegangen sind.

Geschichte ist echt spannend – wer ein wenig Durchblick hat, weiß um viele der Kämpfer gegen Christen. Aber sie sind verschwunden. Christen gibt es noch immer. Und sie wird es noch immer geben, weil Jesus Christus ihr Herr ist. Und es wird Christen geben, die ganz unterschiedlich denken. Wie immer. Seit beginn. Denn auch wir Christen sind Sünder – freilich begnadigt – aber dennoch sind wir wir selbst. Wir werden von Gottes Geist bestimmt, aber wir bringen uns selbst immer auch mit ein. Das sollte uns nicht gegeneinander aufbringen. Toleranz müssen Christen lernen, von Jesus Christus. Und nicht gegen einander agieren, sogar mit den Anti-Christen gegeneinander agitieren. Wer christliche Geschichte kennt, weiß, was das für ein Übel ist, dieses gegeneinander anstatt miteinander für die Menschen zu sein.

Apropos: Alles ist Politik. Ich habe zu diesem Thema schon viel geschrieben – will nicht alles wiederholen. Irgendwann kommt es mal wieder aufs Tapet.

Ansichtssache – zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=C_kjPfnGma0

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Sich über Gott erheben

Warum wird gerade Jesus
vielfach verspottet, verhöhnt,
mit Füßen getreten, erniedrigt?
Warum gerade er?
Meine und vieler Sicht:
Weil der arrogante, sündige Mensch meint,
er könne sich über Gott erheben.
Indem er meint, sich über Gott zu erheben,
wird der Mensch klein, erschreckend klein,
zerstört sich selbst, negiert sein sein.
Bis er ernsthaft erschrocken erkennt:
Mein Gott, was mach ich bloß?

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Meyer, Huch, Bergengruen, Schröder

Fortsetzung von: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/09/joseph-von-eichendorff-wachet-auf-wacht-auf-wacht-auf/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/10/annette-von-droste-huelshoff-kreuz-auf-sich-nehmen/ und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/11/conrad-ferdinand-meyer/ und https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/12/r-a-schroeder-w-flex-j-kneip/ und: https://blog.wolfgangfenske.de/2026/01/13/brentano-eichendorff-uhland/

Diesem Gedicht von Uhland hat Ihlendorf ein Gedicht von C. F. Meyer nachgestellt. Es geht um „Hussens Kerker“. Jan Hus war ein Reformator, der ca. 100 Jahre vor Luther lebte, Missstände in der Kirche anprangerte, dann in Konstanz festgenommen und verbrannt wurde. Das trotz der Zusage des freien Geleits durch Kaiser Sigismund. Er ist auch ein Beispiel dafür, dass die Namen von Herrschern weniger bedeutsam sein können, als die Namen ihrer Opfer. In dem Gedicht schildert der Autor, dass Hus sich vor dem Tod fürchtet und sich Mut zuredet. In diesem Zureden sagt er sich: „Es kommt die Zeit zu feiern! / Es kommt die große Ruh! / Dort lenkt ein Zug von Reihern / Dem ew´gen Lenze zu, / Sie wissen Pfad und Stege, / Sie kennen ihre Wege – / Was, meine Seele, fürchtest du?“

Nach dessen Hinrichtung fanden Hussiten-Kriege statt. Auch Uhland hat einen Text über Johannes Hus geschrieben (von Ihlenfeld nicht übernommen). Dieser hat 1815 einen heroischen Klang. Hingegen hat der Text von Meyer (veröffentlicht in den 1870ern) einen ganz anderen Klang: Hus sitzt im Kerker, er schaut aus dem Fenster hinaus, er sieht Christus und die Märtyrer auf einer Wolke auf sich zukommen. Er ist im Kerker frei, er preist den Kerker, er nimmt das Kreuz im Fensterkreuz wahr, er spricht von der kommenden Flut, die ihn ertränken wird – aber gleichzeitig frische Kühle ist (Taufe?), er sieht eine Traube im Fenster (Eucharistie?) – und das mündet dann in den oben zitierten Vers. Auch hier: Die Natur wird transparent für Ewigkeit, für das Kommen Gottes, das Sein bei Gott. Glaubende sind frei, auch wenn sie sich im Kerker bzw. vor dem Tod fürchten. Und dazu besteht in den 1940ern aller Grund.

Dem folgt wieder ein Gedicht von Walter Flex: „Soldat und Mutter“. Der Bruder eines jungen Mannes ist im Krieg gefallen. Nun geht der Bruder auch ins Feld. Die Mutter ruft aus: „Erbarm sich Gott der achtzehn Jahr! / Der Tod war weit, nun ist er nah!“ Darauf der nüchterne Sohn: „Der Tod bleibt immer, wo er war: / Bei Gott. Auch ich und du sind da.“

Auch das Gedicht von Ricarda Huch, das diesem folgt, ist ein Gedicht, das „Einem Helden“ (s. auch Gesammelte Werke 5: 276) gewidmet ist. Es ist ein Gedicht, das einen auf den ersten Blick schaudern macht und auf den zweiten Blick ratlos hinterlässt. Der Soldat ist gefallen, und die Autorin spricht zu ihm, dass das Licht der Sterne kühl das still gewordene Herz umfluten möge, dann ist vom Korn und von der Rebe die Rede – in deren Duftgewölk der Getötete im Dom der Nacht umschwebt werden möge. Für ihn gab es nicht „Sieg, Triumph und Beute“ – nur „Ein dunkler Kranz und tiefe, tiefste Ruh´.“ Dann folgt die Auferweckung durch Trompetenschall („Drommetenaufgebot“), dann heißt es: „Gegürtet mit dem Schwerte wende / Das neue Antlitz stolz ins Morgenrot.“ Aber auf dem zweiten Blick ist das Gedicht ein sonderbares Antikriegsgedicht: Es werden nicht „Sieg, Triumph und Beute“ versprochen, es wird knallhart gesagt, wenn auch romantisierend, er ist gestorben. Er bekommt nur einen dunklen Kranz. Dann wird noch vom Morgenrot gesprochen, dem er mit gegürtetem Schwert entgegentreten wird. was macht ratlos?

Es handelt sich also um eine sonderbare Mischung von christlicher und nichtchristlicher Metaphorik. Er hat „gerungen bis ans Ende“ – wir finden das in etwa bei Paulus: Er hat, wie alle Christen, den guten Kampf des Glaubens gekämpft und wird den Siegeskranz der Gerechtigkeit von Gott dem Richter empfangen (2. Timotheus 4). Die Trompeten passen zum Soldatenleben, sind aber auch Instrumente, die zum göttlichen Gericht rufen (Apokalyptik). Der Soldat schaut mit dem Schwert gegürtet allerdings nicht nach oben, zu Gott, sondern nach vorne, Richtung Osten. Er schaut mit einem „neuen Gesicht“, dem Gesicht der Auferstehung des von Gott neu geschaffenen Körpers – oder nicht? Ebenso ist die Trompete nicht Zeichen für Gottes Gericht, sondern für ein Auferstehen in eine neue Welt: Hier wird der Eingang des germanischen Kriegers ins Jenseits intendiert. Er ist sozusagen noch immer zum Kampfe bereit, geht ein in Walhalla bzw. die neue Weltzeit Ragnarök beginnt (allerdings soweit ich sehe unspezifische Metaphorik)? Er ist Vorbild für die Lebenden. Der Gefallene geht den Lebenden voran in die gute Zukunft. Bei Huch haben wir in diesem Gedicht eine Metaphorik, die ich nicht einzuordnen weiß, denn gleichzeitig ist das Morgenlicht, dem der Soldat entgegengeht, wie bei Eichendorff aus romantischer Sicht eben auch der Morgen, den Gott herbeiführen wird. Er blickt stolz? Passend zum, Siegeskranz? Ebenso ist das Schwert, mit dem er sich gürtet – das Schwert des Geistes als Teil der christlichen Waffenrüstung Gottes (Epheser 6)? Ist er Zeuge der Wahrheit gewesen? Das Gedicht wurde im Kontext des Ersten Weltkriegs gedichtet. Der christliche Glaube wird metaphorisch aufgenommen aber umgedeutet – oder auch nicht. Zukunft des Toten bedeutet also vielleicht nicht, dass er bei Gott sein wird, sondern dass er mythisch mit den Lebenden in die Zukunft gehen wird. Kurz gesagt: Sie scheint christliche Eschatologie mit heroischer Metaphorik im Stil der Zeit zusammenzuführen. Ich sehe es im Grunde als eine gottlose Form von Ermutigung an – aber dadurch ist sie eben leer. Allein die Worte sind es, die vielleicht irgendwie positive Gefühle wecken sollen. Wie bei dem Kameraden-Text von Uhland im Grunde nur noch die Melodie zu Herzen geht. Aber Gott spielt keine Rolle mehr.

Mit diesen beiden letzten Gedichten (Flex und Huch) haben wir christlich entfremdete Texte vor uns, die irgendwie christlich interpretiert werden können – oder eben auch nicht. Sehr sonderbar – aus christlicher Sicht ist das diesem folgende Gedicht von Richard Billinger: „Auferstehung“. Er fliegt aus dem Kerker, Engel Schrei erwürgt die, die ihn im Kerker des Todes festhalten wollten. Er selbst ist aktiv, fährt auf, umgürtet sich mit Licht, macht sich fertig zum himmlischen Gericht. Dann sitzt die Seele „als Taube auf dem Dach“ und fliegt fort – die Trauer bleibt zurück, aber: „Und Trauer glänzt ihr nach“. Christlich ist hieran nur der Hinweis auf das „himmlische Gericht“. Alles andere ist Mischung verschiedenster Traditionen.

Diesem folgt von Werner Bergengruen das Gedicht „Stimme Gottes“. Im Grunde greift dieses Gedicht die drei vorangegangenen Gedichte auf. Im Nachwort schreibt Ihlenfeld von „gefrorenen Christen“ (160), das heißt, soweit ich das interpretiere, Christen, die christlich schreiben können, auch christliche Tradition aufgreifen, aber nicht so recht den Glauben mit ihrem Wesen vereinigen konnten. Ebenso beschreibt er den Dichter, der sich von der christlichen Tradition gelöst hat, aber sie doch immer wieder einfließen lässt, was er als „Irrationalität des Dichterischen Schaffens“ (150) bezeichnet. Diese Gedichte scheint er auch aufgenommen zu haben, weil er weiß, dass Menschen den Trost benötigen, die nicht mehr der traditionellen christlichen Tradition anhängen, sie nicht mehr kennen, sondern eben aus christlicher Sicht abstrusen Vorstellungen anhängen. Und diese korrigiert er nun mit dem Gedicht von Bergengruen. Gott ruft alle Menschen zu, sie sollen sich nicht scheuen, zu ihm zu kommen. Wenn sie aber nicht wollen, wenn sie lieber draußen bleiben wollen, sollen sie es, denn auch das, was „draußen“ ist, gehört Gott. Gott begrüßt auch diejenigen, die ihn steinigten – und zuletzt „Werden auch die Unerlösten / Mit an meinem Tische sitzen.“

Hier klingt Allversöhnung an, die auch in Briefen des Apostels Paulus anklingt, auch wenn er das Gericht Gottes und damit verbundene Ablehnung durch Gott verkündet. In den Texten der Allversöhnung geht es nicht nur um Menschen, es ist eine universale Offenheit zu erkennen. Christlicher Glaube changiert zwischen diesen beiden Polen. Gott fordert Gerechtigkeit und richtet entsprechend – Gott ist Gnade und Barmherzigkeit. Das Problem der Allversöhnung besteht unter anderem darin, dass sie freie Menschen zu zwingen scheint. Und das wiederum ist nicht christlich: Wer in vermeintlicher Freiheit Gott ablehnt, soll ihn ablehnen dürfen. Gott zwingt niemanden zu sich. Von daher ist der Text Römer 11 so spannend, weil die Menschen durch Allversöhnung nicht zu Gott gezwungen werden, sondern sie erkennen ihn nach der Auferweckung durch Gott – und das bedeutet eine „zwingende“ Hinwendung zu Gott. Wer Gott selbst sieht – wie kann er ihn noch ablehnen? Wenn jemand dann ganz verbohrt an seiner Abwendung festhält, richtet er sich selbst. Christen wissen, dass sie Gottes Gnade nie groß genug denken dürfen. Wenn sie mickrig wäre, hätte er sie nicht erlöst durch das Sterben am Kreuz. Natürlich ist auch menschlich gesehen die Allversöhnung problematisch, weil sie bedeutet, dass auch der übelste Verbrecher und Menschenschänder in Gottes Reich neben mir stehen könnte. Und wenn ich das ablehne, dann stelle ich mich selbst außerhalb der Barmherzigkeit Gottes. Es wird deutlich: Warum der christliche Glaube changiert.

Bergengruen ist zum Katholizismus konvertiert, von daher ist die Formulierung provokativ, aber schon Meinung Bergengruens (s. u. den Link). Ihlenfeld dürfte mit diesem in seinem Band aufgenommenen Gedicht den Menschen im Kampf, Menschen an der Front, wie auch Trauernde, die nicht so genau wissen, ob sie glauben oder nicht, nicht wissen, wie sie das mit der Auferstehung verstehen sollen, Beruhigung schenken. Gott nimmt sie an, auch wenn sie zweifeln. Es handelt sich also um ein seelsorgerliches Gedicht, nicht um eines, das um eine klare dogmatische Theologie ringt. Aber es ist keine Täuschung, weil, wie gesehen, der christliche Glaube in dieser Hinsicht changiert.

Und so passt auch das letzte Gedicht „Das Geheimnis“ von Rudolf Alexander Schröder gut an das Ende: „Laß das Geheimnis zu dir ein, / Das allen Gram zur Freude macht“ – und es wird die Grablegung und Auferstehung Jesu geschildert – mit der Aufforderung: „Geh, Seele, folg ihm in die Nacht: / Bald ruft der Hahn, bald bricht der Stein.“ Es ist also ein Geheimnis, was es mit dem Leben nach dem Tod auf sich hat. Es gibt viele Perspektiven – aber am Schluss steht die christliche Aufforderung: „Laß das Geheimnis zu dir ein“. In den Gesammelten Werken von Schröder heißt das Gedicht in der Überschrift nicht „Das Geheimnis“, sondern „Ostern“.

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Was in all diesen Gedichten in dem Abschnitt „Ewigkeit“ deutlich wird: Es wird nicht die politische Situation angesprochen. Der Nationalsozialismus ist nicht mehr Thema. Wenn es um das Sterben geht, dann steht Politik außen vor. Dann ist jeder auf sich selbst gestellt, jeder muss selbst schauen, wie er glaubt, was er glaubt, wie er mit seiner Sterblichkeit umgeht. Wenn Krieg herrscht, die Menschen daran nichts ändern können, dann muss eben der Christ auch von der politischen Situation absehen können, um den einzelnen Menschen helfen zu können. Wenn Ihlenfeld jetzt anti-nationalsozialistische Texte, Antikriegstexte usw. veröffentlicht hätte, hätte er den Menschen nicht helfen können (geschweige denn, dass der Band durch die Zensur gekommen wäre). Es gibt eine Zeit, in der gegen die politische Situation gekämpft werden muss – und es gibt eine Zeit, in der der einzelne Mensch und sein Unglauben bzw. Glauben, seine Psyche und sein ganz persönliches Leben nach Orientierung sucht. Diese Zeit, so fordert es der Glaube, muss respektiert werden, denn es geht auch um die Würde des Menschen außerhalb der Politik. Ich weiß freilich nicht, ob Ihlenfeld so gedacht hat, dazu bin ich noch nicht weit genug in sein Denken eingedrungen. Aber das würde zumindest der christlichen Tradition entsprechen.

Wer dagegen protestieren sollte, weil er meint: Jeder habe gegen die Vereinnahmung durch die Ideologie lauthals zu protestieren, dürfte auch in der gegenwärtigen Zeit merken, wenn wir in die Weltgeschichte schauen: Es gibt Situationen, in denen der Protest von Individuen nicht mehr hilft, weil die politischen Entscheidungsträger Entscheidungen treffen, die verantwortungslos sind. In diesen Zeiten kann der christliche Glaube auch das Individuum stärken, damit es sein Leben vor Gott so lebt, wie er es aus dem Glauben verantworten kann. Politisch – unpolitisch, wie auch immer.

Doch dann schleicht sich vermutlich auch bei solchen Ideologen eine Vermutung ein: Diese christlichen Worte widersprechen unserer Ideologie. Sie zeigen auf, dass sie defizitär sind. Ideologen klammern den Menschen in seiner individuellen Würde mit seinen Emotionen und Ängsten aus. Sie bieten dem Einzelnen keine Zukunft – sie bieten nur Kampf und Einsatz, dann den Tod. Andere können eine schöne Zukunft erlangen, aber du, Mensch, bist Erde. Wir denken an dich als nationalsozialistischen, nationalistischen, sozialistischen Märtyrer – aber du bist wieder Erde. Und so ist der christliche Glaube mit seinem Angebot ein Widerspruch gegen die atheistischen Ideologien. Also: immens politisch. Denn wer das erkennt, der lebt auch anders als diese Ideologen es fordern.

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In dem Band folgen noch das wertvolle Nachwort, und Indizes.

Im Zusammenhang von Bergengruen schrieb ich:

„Diese Gedichte hatten zum Teil seelsorgerliche Funktion. Die Welt wird aus dem Glauben den Menschen gedeutet, die diese Hilfe benötigten. Dass Gedichten eine solche Funktion zugewiesen wird, ist für so manchen in der Gegenwart eine Zumutung. Lieber sind Gedichte nichtssagend oder äußerst komplizierte Wortkombinationen, die die Geduld des Rezipienten äußerst strapazieren. Aber die christlichen Gedichte, auf deren Schultern auch die jetzigen Dichter-Generationen stehen, hatten, wie an meiner Zusammenstellung ersichtlich, schon immer eine solche mitschwingende Bedeutung und waren von daher einfach – und damit von vielen zu verstehen.“