Medien C: Falsche Wahl

Ich sah die Tagesthemen. Herr Lütgert sprach sehr emotional davon, warum er nicht McCain wählen würde. Wegen Sarah Palin. Nun sind wir selbst ganz aufgeregt und wissen, dass wir sie auf keinen Fall wählen dürfen, eine schlimme Frau ist das, eine ganz schlimme Frau. – Äh, wer verrät dem Herrn Lütgert mal, dass wir gar nicht wählen dürfen?

Nachtrag: Das ist so gemein, dass die USA uns nicht wählen lässt. Da ist bestimmt der Bush dran Schuld.

Was ich schon weiß 5

(Fortsetzung vom 15.10.) Wie ein Abenteurer benötige ich Training, benötige ich das nötige Material. Das Abenteuer eines Tages zu bestehen, fällt einem nicht unbedingt in den Schoß, sondern muss trainiert werden. Zuerst muss man gegen die Selbstzweifel angehen, dem Feind in sich selbst, der einen schwächen will. Wenn ein Abenteurer sich schon sagt: Das schaffst du nicht – dann wird er auch nur schwer die Herausforderung des Urwaldes annehmen und bestehen können. Nein: Ich schaffe es. Das ist ja nicht das erste Abenteuer meines Lebens, die erste Herausforderung. Fast alle habe ich geschafft – und dann schaffe ich auch dieses. Manche habe ich nicht geschafft – und sie entpuppten sich im Nachhinein als völlig unwichtig. Auch wichtige Herausforderungen habe ich vielleicht nicht geschafft – aber inzwischen sind sie vergessen. Habe ich den Feind in mir besiegt, der mich klein und schwach macht, dann wird er selbst immer kleiner, und ich habe Energie zu fragen: Wie schaffe ich diese neuen Herausforderungen? Was benötige ich, um diese Abenteuer bestehen zu können?

Bänker + Vertrauen

Ich habe studiert. Ich habe keine Ahnung von der Einkommenssteuererklärung. Ich brauche als Freiberufler kompetente Hilfe dazu. So wie mir geht es vielen. Ohne Fachfrau/-mann steht der Laie mit einem Bein im Gefägnis, wenn er die Erklärung ausfüllt, hörte ich mal. Wenn wir davon schon keine Ahnung haben, obwohl ich auch von mir behaupten kann, dass ich nicht gar zu dämlich bin, wie sehr geht es uns mit Beratung von den Banken. Aber wahrscheinlich haben die Berater auch keine Ahnung, sondern kennen nur das, was ihnen an Material vorgelegt wurde: Lernt das auswendig, lernt das vermitteln und Geld fließt. Damit gehen sie dann zu denen wie mir, die noch weniger Ahnung haben als sie selbst, und erzählen blumig und schön Märchen vom großen Schatz. Sie lassen träumen – und bluff, sind die Träume vom großen Geld geplatzt. Nur dass keine falsche Vorstellung von mir aufkommt: Ich bin kein unmittelbar Leidtragender der Bankenkrise. Mein Tipp: Menschen, die mit virtuellem Geld hantieren, sollten auch nur solches verdienen. 

Genauso mit anderen Dingen: Telekom. Anruf: Sie können noch mehr sparen, wie ich an meinen Unterlagen sehe. Oh, sparen klingt gut. Unterlagen – meine vorhanden! Die hat also Ahnung. Beratung am Telefon. Ja sicher nehme ich den neuen Tarif. Dann stellt sich nach einer Weile heraus: Neue Telefongebühren kommen noch zu den alten dazu, weil erst vor ein paar Wochen ein längerfristiges Spar-Angebot angenommen worden ist. Alles rückgängig gemacht. Siemens, wie Telekom, große Firmen … Vertrauen? Nur in Banken verschwunden? (Vorsicht: müder Kalauer!) Oh, wer merkelt was!  

Was mich stört

Mich stört Politik, die Frauen zerreißt, weil sie für Industrie und Dienstleistungen da sein sollen und Kinder bekommen sollen. Dazu s. die Info in www.pro-medienmagazin.de (zu dem Plan, die Erziehungsratgeberin Anna Wahlgren zu eine Diskussion mit von der Leyen zu animieren). Ich kenne viele Familien, von denen ein Elternteil lieber zu Hause bleiben will, um sich um das/die Kind/er kümmern zu können, die aber arbeiten gehen müssen, um das Leben bestreiten zu können. Eltern, die zu Hause bleiben, sind politisch kontra-produktiv, nicht gewollt. Gewünscht werden Eltern, die Kinder bekommen, und dann arbeiten gehen, während sie die Kinder abgeben können. Ich wüsste mal gerne, für wie viel Eltern das Letztgenannte die beste Lösung ist. In der Tagesschau wird ein Paar vorgestellt, das ein kleines Kind hat und die Frau hochschwanger ist. Sie beklagen das geringe Kindergeld. Zu Recht. Und dann sagt sie politisch gewünscht: Auch bessere Kinderbetreuung fehlt. Sicher fehlt die – aber da merkt man die politische Beeinflussung durch die Medien: das war gar nicht das Thema. Medieneinflüssler sind für Betreuung von Außen und gegen Kindergeld – und darum muss dieser Stimmungsmachsatz auch noch schnell eingeflochten werden. 

PS: Falls einer denkt, ich denke: Frauen hinter den Herd! – weil manche denken, und dann denken sie vom anderen das, was sie ihm gerne vorwerfen wollen – also: falls einer denkt, sollte er von mir das Richtige denken; das heißt: Erstmal das zur Kenntnis nehmen, was ich wirklich gesagt habe. Aber hier finden die von mir Falschdenker das, was sie denken, dass ich denke, aber nicht denke: Ahmadiyya http://www.tagesspiegel.de/berlin/Ahmadiyya-Gemeinde-Moscheeneubau-Pankow;art270,2635368.   

Wieder da

Ich bin wieder im Land und kann regelmäßig Blogtexte schreiben. Nur: Was gab es in den letzten Tagen Politisches? Ich weiß nicht viel, muss mich erst mal wieder einarbeiten. Ich habe zwar an jedem Abend Nachrichten geschaut – und muss gestehen – bin dabei regelmäßig eingeschlafen. Das liegt nicht an den aufregenden Zeiten. Manchmal ist man einfach zu müde – und alle Aufregungen dringen nicht so sehr in einen hinein.

Was uns täglich begleitet hat: Der wunderschön geschmückte Herbstwald am Edersee, manchmal atemberaubend schön. Nun: Bald wird auch mich der Alltag wiederhaben.

Was ich schon weiß 4

(Fortsetzung vom 11.10.) Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Wie gehe ich in meinen Tag, in meine Zukunft. Wie sehe ich meinen Tag, meine Zukunft. Wie gehe ich mit anderen heute um, wie morgen? Wenn wir schwermütig aufstehen – wird der Tag anstrengender. Wenn ich dicke schwarze Brocken auf dem Weg durch den Tag vermute, wird es mir schwer, ihn zu gehen. Ich weiß, dass wenn Menschen mir freundlich begegnen, ich auch freundlicher werde – und anderen geht es mit mir genauso. Und wie kann ich Morgens so aufstehen, dass es mir selbst gefällt? Wie gehe ich mit schweren Brocken um, die ich auf dem Weg erwarte? Wie kann ich Menschen freundlich begegnen, wenn ich mir gegenüber selbst unfreundlich bin? Ein paar Tipps – auch wenn ich mir bewusst bin: Jeder Mensch, jede Situation, jeder Tag ist ganz besonders – und verlangt auch ganz Besonderes. Damit sind wir beim ersten Tipp: Herausforderungen, Abenteuer des Alltags, Überleben im Dschungel des täglichen Lebens und Umgangs – so den Tag ansehen: als Abenteuer, als Überlebenstraining … – das manchmal auch seine Blumen am Wegrand und freundliche Menschen zur Begleitung hat.

(Fortsetzung folgt.)

Hinweis

Möglicherweise komme ich erst wieder Mitte nächster Woche dazu, Beiträge zu schreiben. Meinen zahlreichen Leserinnen und Lesern wünsche ich Geduld und bis dahin Muße, auch auf meinen anderen Seiten zu stöbern: www.wolfgangfenske.de und www.literarisches.wolfgangfenske.de. Zwei Beiträge habe ich heute aber noch eingestellt …

PS: ich kanns Politische nicht lassen: Und wieder eine Ziege zur Gärtnerin gemacht: http://www.tagesspiegel.de/berlin/art17599,2625436. Man lasse es sich im Mund zergehen: für Gleichbehandlung!

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Was ich schon weiß 3

(Fortsetzung vom 10.10.) Habe ich einen Herz- und Gedankenöffner gefunden? Einstellungen ändern – darum geht es erst einmal. Wieder alte Weisheiten herausholen aus der Schatztruhe: Wie man in den Wald hineinruft – so schallt es zurück. Nein, das ist ein Schritt zu schnell. Vorher kommt eine selbstgemachte Weisheit: Wie und was ich ansehe, das prägt mein Gefühl. Manche Menschen würden am Wegesrand nur die Hundehaufen und Taschentücher sehen – und nicht die Blume und das Blatt. Trainieren, die Blume zu sehen – und sei es den Löwenzahn -, ist das „Was ich sehe„. Und das „Wie ich sehe„? Manche sehen die Blume – und sehen sie nicht, sehen die Blume und denken: „Noch son Ding!“, sehen die Blume und denken: „Ein bisschen mehr Asphalt würde das Grünzeug weghalten …!“ Wie sehe ich das, was am Wegesrand ist: offen für Leben, Buntheit? Sogar Hundehaufen helfen beim Training: Wie nötig brauchen manche Menschen die Hunde, wie sehr lieben sie diese – aber ein bisschen mehr Menschenfreundlichkeit würde ihnen auch nicht schaden und mir den Morgen erleichtern. Wirklich? Wenn manche Menschen keinen Hundehaufen finden, dann finden sie irgendeinen Ersatz dafür. Ab heute: Ich nicht mehr. Ich sehe die Blume.    

PC-Freude

Meine Frau brachte mir eine PC-Hose* mit: „So eine billige PC-Hose gibt es wohl nie mehr! Du kannst sie auch bei offiziellen Anlässen anziehen.“ Bisher war mir bewusst, dass es wichtig ist, eine Hose anzuziehen. Aber nun – nun trage ich stolz die PC-Hose, nicht nur bei offiziellen Anlässen.

* PC – das meint nicht political-correct-Hose, sondern es sind die Anfangsbuchstaben der Firma. Vielleicht werde ich die political-correct-Hose auch mal anziehen. Nur passt sie mir irgendwie noch nicht. Ich brauche immer eine Hose für zwei Beine, um fest stehen und fröhlichen gehen zu können. Die political-correct-Hose ist nur ein Schlauch – und der engt mich zu sehr ein. Außerdem ist man – in ein Hosenbein gezwängt – zu unsicher und benötigt immer die Stützen anderer. Ich liebe die Freiheit.    

PS: Tipps von fact-fiction.net: Wort an die deutschen Bischöfe: http://schroeter.wordpress.com/ Verratene Frauen: http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=21149&CategoryID=91