Bänker – Ackermann

Ich hätte mir nie gedacht, dass ich mal dazu komme, den Herrn Ackermann von der Dt. Bank zu verteidigen. Da gibt er ein wenig von seinem Geld ab – weil alle davon sprechen, dass Bänker zu viel bekommen, und dann fallen sie alle über ihn her. Dass die Kollegen über ihn herfallen, hätte man sich ja noch denken können, weil sie sich ärgern, dass sie nicht auf die gute Idee gekommen sind, aber auch der normale Journalist empört ist? Was haben die denn erwartet: Ackermann will Gutes tun – und als solches soll man es auch stehen lassen. Es hat doch wohl keiner erwartet, dass dieser Mann das ganze System ändern kann. Wenn ich etwas verstanden habe, dann das, dass die Krise eine des Systems ist. Und nun sprechen alle von Vertrauen, obwohl keiner weiß, wie das System zu ändern ist, weil ja die gesamte Wirtschaft – und damit auch unser Lebensstandard/Wohlstand – auf diesem System basiert. (Es sage keiner: Ich bin nicht wohlhabend – wie schnell kann eine Gesellschaft wieder von Hunger, von Gewalt bestimmt werden. Es ist gerade mal 100 Jahre her, dass Menschen aus diesen Gründen in unserem Land nicht mehr weiter wussten.) Und wenn dann von berufenen Kreisen die Gehälter usw. der Bänker in den Mittelpunkt gerückt werden: die sind ärgerlich und unverhältnismäßig, aber doch wohl nicht der eigentliche Fehler im System. Und gerade die Staaten: Sie haben ihre Schulden. Wer gibt ihnen denn das Geld für die Schulden? Sind sie nicht ein Teil des Crashs, eben wegen ihrer Schulden? So sind ja auch die Milliarden-Bürgschaften eben Geld, das gar nicht da ist. Und so finde ich es absonderlich, wenn gut meinende Menschen sich wundern, dass die Staaten so viel Geld locker machen, und es doch hätten den Armen geben können. Ich bin wahrlich kein Finanzmensch, sondern nur stiller Beobachter. Aber wie soll einer, der etwas von der Sache versteht bzw. zu verstehen meint, glauben, dass Nichts (Bankenverluste) durch Nichts (Staatsverschuldung) gefüllt werden kann? Und wenn Politiker jetzt mehr kontrollieren wollen – wie war das mit dem Bock und dem Gärtner?  

Bänker + Vertrauen 2

Ich finde so interessant, dass die Kategorie „Vertrauen“ in der letzten Zeit so in den Vordergrund gespielt wird. Sicher: Der Normalbürger – also ich – muss vertrauen können. Aber dass das eine Kategorie ist, die auch im Geschäft zwischen den Banken zählt. Ich dachte immer: Geschäft ist Geschäft. Ich gebe dir – gibst du mir. Wenn du nicht geben kannst – dann nehme ich es mir. Und nun: Alles ist nur noch am Vertrauen. Bänker vertrauen anderen Bänkern nicht mehr, Bürger vertrauen dem Staat, – äh: den erschrocken agierenden Politikern, Bänker vertrauen der EZB, weil sie es untereinander verloren haben – dabei: wer sitzt denn in der EZB? Bänker – natürlich auch Politiker: Und kann man denen wirklich vertrauen, die alle Verantwortung den Bänkern zuschieben, obwohl sie doch überall die Finger drin haben? Wer hat eigentlich diese Vertrauensseligkeit aufgebracht.     

Was ich schon weiß 6

(Fortsetzung vom 16.10.) Was benötige ich dafür, um die Herausforderungen meistern, das Abenteuer bestehen zu können? Ich kleide mich zunächst mit Freundlichkeit und Gelassenheit mir selbst gegenüber, und hole tief Atem …. Dann nehme ich einen Rucksack mit Proviant, gepackt mit dem, was mir gut tut, was mir Ruhe gibt und Energie: Ein gutes Wort, ein schönes Bild, ein kraftvolles Lied, Gedanken – Gedanken, die Kraft haben, törichte Gedanken zu übertönen. Immer dann, wenn Hektik mich ergreift, wenn Ärger in mir aufbrüllt, wenn Traurigkeit mich erfüllen wollen: Dann ziehe ich mich kurz in mich zurück – hinein in meine Freundlichkeit und Gelassenheit, hole tief Atem und hole aus meinem Rucksack das gute Wort, das schöne Bild, ein kraftvolles Lied und die wichtigen Gedanken, die anderes besiegen.  

Medien A: GEZ

Versicherungen bezahlt man solidarisch. Auch wenn man nicht in den Genuss des eingezahlten Geldes kommen sollte, so hat man damit wenigstens anderen Notleidenden Gutes getan. GEZ ist, soweit mir einfällt, das Einzige was ähnlich läuft: Man zahlt immer, auch wenn man die Leistung nicht in Anspruch nimmt. Wasser wird genau abgerechnet und Strom – ich hörte neulich, dass manche Stadt mit den Müllgebühren recht freizügig verfährt, weil sie die tatsächlichen Kosten nicht offenlegen muss. Und nun möchten ARD und ZDF ihre online Präsenz ausbauen. Hoffentlich nicht auch noch mit meinen Gebühren. Sie gebärden sich wie im Fernsehen selbst: Sie haben die Informationswahrheit gefressen und müssten sie nun über die armen im Geiste über… – dabei sind Zeitungen auch noch da, und die müssen ihre online Präsenz sauer erkämpfen und finanzieren ohne solche dicken Gebühren-Polster im Hintergrund. Ganz dreist finde ich den Versuch, über alle verkauften PCs den Fluch der GEZ zu legen. Ob man den PC nun für ARD und ZDF verwendet oder nicht: zahlen, zahlen, zahlen. Der Widerstand wächst.     

Medien B: Religion

Haben Sie in letzter Zeit schon bei www.ekklesia-nachrichten.com nachgeschaut? Dort finden wir unter anderem das: >Gegen eine „von Ignoranz getriebene Feindseligkeit gegen den Glauben“ in der Kulturelite hat sich der schottische Komponist und Dirigent James MacMillan (London) gewandt. Diese zunehmend aggressive Haltung gefährde den gesellschaftlichen Pluralismus, sagte er Anfang Oktober in London in einem Vortrag beim Sandford St. Martin Trust. Die gemeinnützige Stiftung fördert religiöse Rundfunkprogramme. Der 49-jährige Katholik MacMillan dirigiert unter anderem das Philharmonische Orchester der BBC und stand am Pult großer Symphonieorchester in den USA und Europa. Nach seinen Angaben bezeichnen sich zum Beispiel nur etwa fünf Prozent der Fernsehschaffenden als religiös, während es in der gesamten Bevölkerung 70 Prozent seien. Die säkular-liberale Elite trage dazu bei, dass in der Gesellschaft eine Uniformität entstehe, in der „jeder nicht-säkulare Beitrag automatisch als sozial spaltend betrachtet wird“.< Meine Anmerlung: Sie bezeichnen sich wahrscheinlich nicht nur als nicht-religiös, sondern auch als viel klüger als die tumben 70%. Der Ausgewogenheit wegen – noch eine andere Stimme: Das Thema Religion wird, wie idea berichtet, für die Medien immer wichtiger, so der Generaldirektor der BBC, Mark Thompson, und außerdem sei es nicht wahr, dass die BBC der Religion bisher zu wenig Platz eingeräumt habe. – Wobei: Das meinte MacMillan auch nicht, dass in der BBC keine religiösen Elemente vorkämen. Nur: Wenn immer mal eine religiöse Sendung, die vielleicht auch noch sehr – sagen wir durch alle Ausgewogenheit – nichtssagend wird, gesendet wird und dann alle anderen Sendungen ständig gegen christliche Religion in der Gesellschaft schießen, dann haben die einzelnen Sendungen nur noch Alibifunktion.    

Medien C: Falsche Wahl

Ich sah die Tagesthemen. Herr Lütgert sprach sehr emotional davon, warum er nicht McCain wählen würde. Wegen Sarah Palin. Nun sind wir selbst ganz aufgeregt und wissen, dass wir sie auf keinen Fall wählen dürfen, eine schlimme Frau ist das, eine ganz schlimme Frau. – Äh, wer verrät dem Herrn Lütgert mal, dass wir gar nicht wählen dürfen?

Nachtrag: Das ist so gemein, dass die USA uns nicht wählen lässt. Da ist bestimmt der Bush dran Schuld.

Was ich schon weiß 5

(Fortsetzung vom 15.10.) Wie ein Abenteurer benötige ich Training, benötige ich das nötige Material. Das Abenteuer eines Tages zu bestehen, fällt einem nicht unbedingt in den Schoß, sondern muss trainiert werden. Zuerst muss man gegen die Selbstzweifel angehen, dem Feind in sich selbst, der einen schwächen will. Wenn ein Abenteurer sich schon sagt: Das schaffst du nicht – dann wird er auch nur schwer die Herausforderung des Urwaldes annehmen und bestehen können. Nein: Ich schaffe es. Das ist ja nicht das erste Abenteuer meines Lebens, die erste Herausforderung. Fast alle habe ich geschafft – und dann schaffe ich auch dieses. Manche habe ich nicht geschafft – und sie entpuppten sich im Nachhinein als völlig unwichtig. Auch wichtige Herausforderungen habe ich vielleicht nicht geschafft – aber inzwischen sind sie vergessen. Habe ich den Feind in mir besiegt, der mich klein und schwach macht, dann wird er selbst immer kleiner, und ich habe Energie zu fragen: Wie schaffe ich diese neuen Herausforderungen? Was benötige ich, um diese Abenteuer bestehen zu können?

Bänker + Vertrauen

Ich habe studiert. Ich habe keine Ahnung von der Einkommenssteuererklärung. Ich brauche als Freiberufler kompetente Hilfe dazu. So wie mir geht es vielen. Ohne Fachfrau/-mann steht der Laie mit einem Bein im Gefägnis, wenn er die Erklärung ausfüllt, hörte ich mal. Wenn wir davon schon keine Ahnung haben, obwohl ich auch von mir behaupten kann, dass ich nicht gar zu dämlich bin, wie sehr geht es uns mit Beratung von den Banken. Aber wahrscheinlich haben die Berater auch keine Ahnung, sondern kennen nur das, was ihnen an Material vorgelegt wurde: Lernt das auswendig, lernt das vermitteln und Geld fließt. Damit gehen sie dann zu denen wie mir, die noch weniger Ahnung haben als sie selbst, und erzählen blumig und schön Märchen vom großen Schatz. Sie lassen träumen – und bluff, sind die Träume vom großen Geld geplatzt. Nur dass keine falsche Vorstellung von mir aufkommt: Ich bin kein unmittelbar Leidtragender der Bankenkrise. Mein Tipp: Menschen, die mit virtuellem Geld hantieren, sollten auch nur solches verdienen. 

Genauso mit anderen Dingen: Telekom. Anruf: Sie können noch mehr sparen, wie ich an meinen Unterlagen sehe. Oh, sparen klingt gut. Unterlagen – meine vorhanden! Die hat also Ahnung. Beratung am Telefon. Ja sicher nehme ich den neuen Tarif. Dann stellt sich nach einer Weile heraus: Neue Telefongebühren kommen noch zu den alten dazu, weil erst vor ein paar Wochen ein längerfristiges Spar-Angebot angenommen worden ist. Alles rückgängig gemacht. Siemens, wie Telekom, große Firmen … Vertrauen? Nur in Banken verschwunden? (Vorsicht: müder Kalauer!) Oh, wer merkelt was!  

Was mich stört

Mich stört Politik, die Frauen zerreißt, weil sie für Industrie und Dienstleistungen da sein sollen und Kinder bekommen sollen. Dazu s. die Info in www.pro-medienmagazin.de (zu dem Plan, die Erziehungsratgeberin Anna Wahlgren zu eine Diskussion mit von der Leyen zu animieren). Ich kenne viele Familien, von denen ein Elternteil lieber zu Hause bleiben will, um sich um das/die Kind/er kümmern zu können, die aber arbeiten gehen müssen, um das Leben bestreiten zu können. Eltern, die zu Hause bleiben, sind politisch kontra-produktiv, nicht gewollt. Gewünscht werden Eltern, die Kinder bekommen, und dann arbeiten gehen, während sie die Kinder abgeben können. Ich wüsste mal gerne, für wie viel Eltern das Letztgenannte die beste Lösung ist. In der Tagesschau wird ein Paar vorgestellt, das ein kleines Kind hat und die Frau hochschwanger ist. Sie beklagen das geringe Kindergeld. Zu Recht. Und dann sagt sie politisch gewünscht: Auch bessere Kinderbetreuung fehlt. Sicher fehlt die – aber da merkt man die politische Beeinflussung durch die Medien: das war gar nicht das Thema. Medieneinflüssler sind für Betreuung von Außen und gegen Kindergeld – und darum muss dieser Stimmungsmachsatz auch noch schnell eingeflochten werden. 

PS: Falls einer denkt, ich denke: Frauen hinter den Herd! – weil manche denken, und dann denken sie vom anderen das, was sie ihm gerne vorwerfen wollen – also: falls einer denkt, sollte er von mir das Richtige denken; das heißt: Erstmal das zur Kenntnis nehmen, was ich wirklich gesagt habe. Aber hier finden die von mir Falschdenker das, was sie denken, dass ich denke, aber nicht denke: Ahmadiyya http://www.tagesspiegel.de/berlin/Ahmadiyya-Gemeinde-Moscheeneubau-Pankow;art270,2635368.