Glaube und Gesundheit 5

(Fortsetzung vom 1.11.) Glaube fördert Gesundheit und Wohlbefinden. Glaube kann aber auch das Gegenteil bewirken. Im christlichen Glauben kann es die Angst geben, dass Krankheit und Not, die mich treffen, Strafen Gottes sind: Ich habe mich schlecht verhalten, also bekomme ich die Strafe dafür – und das kann der Gesundung schaden. Das sind eigentlich normale menschliche Schlussfolgerungen: Wer zuviel isst – dem gehts schlecht = Strafe folgt auf dem Fuß; wer die Natur schädigt – deren Rache ist er gewiss usw.

Anders herum denken Menschen: Geht es mir gut, dann belohnt mich Gott für mein gutes Tun. Profan gesehen: Wenn ich der Natur Gutes tue, dann wird sie auch mir Gutes tun.

Doch im christlichen Glauben ist das von Jesus her gesehen differenzierter anzugehen. Menschen, die im Glauben stehen, können aus ihrem ganz persönlichen Glauben heraus unterschiedliche Interpretationen für ihr Leiden finden. Wenn es mir schlecht geht, dann kann es Folge einer Dummheit, einer Unachtsamkeit sein, es kann mich treffen, weil es jeden Menschen treffen kann, es kann auch als Hinweis Gottes angesehen werden, dass ich einen neuen Weg gehen muss (Gedanke der Erziehung), es kann bedeuten, dass Gott an mir Großes zeigen will, mein Leiden kann als Leiden in den Spuren Jesu gesehen werden  … – es gibt x weitere Möglichkeiten, aus dem Glauben heraus das eigene Leiden zu verstehen. All diese Antworten können im christlichen Glauben im Wissen um die Liebe Gottes eingebettet werden mit der er mich liebt. Und das gilt auch dann, wenn ich all das, was mit mir geschieht, einfach nicht verstehe.

Das heißt: Wenn jemand sein Leiden als Strafe interpretieren sollte, dann kann er als einer, der von Jesus Christus her lebt, dabei nicht stehen bleiben: Er darf sich zu dem Geschenk der Liebe Gottes hindurchringen. Und damit fördert Glaube eine neue Einstellung zum Leiden, bis hin zur innerlichen Überwindung des Leidens. Das heißt dann, in Anlehnung an Kenneth Pergament: Glaube kann helfen, Krankheitssituationen zu bewältigen; kann Sinn schaffen; kann vertieftes Gefühl von Kontrolle über das Leiden ermöglichen; kann Wohlbefinden verstärken  – weil er Beziehung und Verbundenheit schafft.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Zum Sonntag 15

Ich wünsche Segen allen, die Sehnsucht haben nach dem wahren Glauben.

Ich wünsche Segen allen, die sich für Gott, den Jesus Christus Vater nennt, offen halten und öffnen.

Ich wünsche Segen allen, deren Glauben von Zweifeln durchzogen ist, dass sie im Glauben auch fröhlich mit Zweifeln leben können.

Ich wünsche Segen allen, deren Glauben in Jesus Christus – trotz allem, allem zum Trotz – ihre Ruhe und ihren Frieden findet.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Glaube an Gott

Der Glaube an Gott bringt viel. Wer nicht an sich selbst glauben kann – bekommt im Glauben an sich selbst Stärkung durch den Glauben an Gott. Wie das? Er weiß unter anderem, dass er nicht alleine ist. Aber er bringt auch dem, der von sich selbst überzeugt ist, Befreiung. Wie das? Weil er dadurch auch von der eigenen Überzeichnung befreit ist. Der Glaube an Gott bringt dem Wissenschaftler das Wissen, dass sein Tun relativ ist, dass er aber Teil hat an dem Vorankommen der Menschen, dass er frei ist von Menschen, weil er sich selbst in Gott gehört. Der Glaube an Gott führt dazu, dass ein Mensch nicht an andere Menschen glauben kann: Jeder Mensch ist fehlbar, jeder Mensch hat auch ein Recht darauf, Fehler zu machen, jeder Mensch braucht Liebe – auch die Führungspersönlichkeiten. Auch sie brauchen Gott, um entlastet zu werden, um frei zu sein, um Wege zu finden, die für den Menschen gut sind. Der Glaube an Gott verhindert alle Kleinkrämerei: Geister mag es geben – aber sie kommen nicht an mich heran. Albträume gibt es, aber ich kann in ihnen rufen: Herr, hilf! Sterne, Gene usw. alles mag mich beeinflussen – aber es gibt einen, dem ich gehöre: Gott – und er kann mich verändern. Glaube an den Staat – was soll das heißen – er besteht auch nur aus der Führung fehlbarer Menschen, die ja nicht der demokratischen Kontrolle entzogen werden dürfen. Auch hier: Glaube an Gott macht frei, weil ich niemandem und nichts gehöre, außer ihm: Gott. Der Glaube an Gott bringt Freiheit – immense Freiheit von allen Menschen, ihren Schulen, Strömungen, Vereinsmeiereien, und dazu gehören auch die Kirchen usw. Ja, Glaubende sind auch frei von den Kirchen. Das ist wie mit den Parteien: Ein Parteisoldat gehört den Parteien – aber diese Zugehörigkeit ist keine Hörigkeit und findet ihre Grenze an seinem Gewissen. Und das trifft auch auf die Kirche zu: Glaubende sind Teil der Kirche – aber sie gehören damit nicht einem hierarchisch höheren Menschen, sondern gehören allein dem, der sie gerufen hat: Gott in Jesus Christus.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de   

Halal-haram

Nicht alles, was dem Moslem halal (= rein, erlaubt) ist, ist auch der europäischen Tradition halal. Nicht alles, was dem Moslem haram (unbedingt zu vermeiden/unrein) ist, ist der europäischen Tradition haram.

Was bedeutet das nun? Da die europäische Tradition nicht religiös gebunden ist, muss sie angesichts moslemischer „Anfragen“ immer wieder neu entscheiden, was für sie unverzichtbar ist – nennen wir es „halal“: Ist moslemisches Schächten halal – oder aufgrund unser mühsam erworbenes Wissen um die „Würde“ des Tieres haram? Ist der in moslemischen Staaten übliche Umgang mit Frauen, der auch im Koran seinen Ausdruck findet, halal – oder aufgrund der mühsam durchgesetzten Erkenntnis, dass alle Menschen gleich sind, haram? Ist überhaupt diese moslemische Gesetzlichkeit (z.B. das Meiden von Ungläubigen = Nichtmoslems) halal oder haram? Ich habe hier nur die weltlichen Dinge angesprochen. Aus christlicher Sicht gibt es noch eine Fülle mehr an Dingen bei den Moslems, die in unseren Augen nicht halal sind, sondern haram. Das bedeutet: Hier treffen kulturelle Eigenheiten zusammen, die nicht in Einklang zu bringen sind. Das Problem besteht freilich nur da, wo zugereiste Mitbürger nicht bereit sind, das Recht und die Kultur des Staates, in den sie gereist sind, zu akzeptieren, sondern dagegen angehen, um ihr halal-haram-Recht durchzusetzen. An dieser Stelle muss sich Europa überlegen: Welche Werte sind es wert, verteidigt zu werden und worauf könnten wir guter Dinge verzichten? Wir sind lernfähig. Sind es Moslems auch? Und da habe ich – zumindest bei den religiös orientierten doch einige Zweifel, weil sie an Koran und Hadithen kleben. Gibt es einen europäischen Islam? Nur: wenn es einen geben sollte, würde diese Rechtsgruppe dann auch von den Millionen anderen anerkannt werden? Aber: Muss sie anerkannt werden? Denn bekanntlich gibt es zwischen Schiiten und Sunniten auch nicht überbrückbare Unterschiede. 

PS: Dem Westen ist es auch nicht halal, sondern äußerst haram, die Geschichte umzuschreiben: Kein Völkermord an den Armeniern? Keine Vertreibungen von Christen (und Buddhisten) in von Moslems eroberten Staaten – durch die moslemische Geschichte hindurch bis heute? Kein Holocaust in Deutschland – wie es nicht nur Hitleristen sondern angeblich auch muslimische Leugner – bzw. diejenigen, die es gar nicht so schlimm finden – gibt (was ist die iranische Führung doch für ein Trauerspiel). Auch die moslemische Geschichte hat so manches, was wir als haram bezeichnen würden – auch in der Zeit der Kreuzzüge. Natürlich, die europäische und christliche Geschichte auch – aber die wird ja auch Schritt für Schritt aufgearbeitet. Ehrlichkeit sollte halal sein, Taqquiya und Geschichtsklitterung haram.    

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Glaube an sich selbst

An sich selbst glauben? Manche Menschen tun sich sehr schwer damit. Und die, die sich sehr schwer damit tun, die tun es zu Unrecht.

Manche glauben an sich selbst – und sie sind sehr überzeugt von sich. Nun, ihre Mitmenschen wissen sie zu nehmen, auch wenn sie heimlich über sie kichern, um keinen Ärger zu bekommen. Sie sind wie die Jugendlichen, die mutig mitten auf der Straße gehen, cool und lässig, mit gerade aktueller Kleidung, schlampig oder gegeelt mit Goldkettchen, manchmal mit lauter Musik … – alle „bewundern“ sie, ihr lächerliches Gehabe. Solche von sich selbst überzeugte Menschen gibt es nur in anderer Weise in jedem Beruf, in jeder Familie.  

Auch hier, wie immer: Es geht um ein Mittelmaß – nicht um Mittelmäßigkeit. Und das Mittelmaß lautet: Ich bin ich – ich bin bedeutsam – ich habe Rechte – ich darf meine Meinungen mitteilen – ich darf versuchen, mich durchzusetzen – ich darf meine Entscheidungen treffen. Und ich habe das Recht, jedem, der mich zurückdrängen und zum Nichts machen will,  zu widerstehen. Und hier beginnt das Problem: Ich weiß, dass ich Recht habe, aber ich komme mit den Argumenten nicht weiter; ich weiß, dass ich Recht habe, aber ich komme mit meiner Kraft nicht weiter; ich weiß, dass ich Recht habe, aber ich bin vom anderen abhängig. Was dann? a) Weiter an sich selbst glauben, sich erst einmal nicht in Gedanken unterkriegen lassen; b) mit anderen Menschen, die helfen können, reden; c) mit Hilfe der anderen Menschen konkrete Schritte gehen. Aber vor allem eines, sich selbst nicht auch noch in Gedanken klein machen! 

CosmoBeauty

CosmoBeauty angeschaut. Die Frauen bestehen nur aus: Augen+Augenbrauen und Mündern, manchmal auch mit Nase. Bildbearbeitungskunstwerke, die mit der Schönheit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun haben. Statt Gesichtshaut: gebleichtes und leicht gefärbtes Papier. Wie schön ist dagegen doch die Schönheit, die das wahre Leben täglich zeigt. Ein Vorteil haben diese Bilder: Man lernt die Schönheit von Augen wieder zu entdecken.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Glaube an Menschen

Vom Glauben an die Wirtschaft brauchen wir jetzt nicht sprechen – der ist im Augenblick etwas abhanden gekommen. Wenn der Glaube an den Staat nicht weiterhilft – denn er muss ja versagen, wenn der Glaube an Geister und alles, was damit zusammenhängt, nicht hilft – denn er muss ja versagen, wenn der Glaube an die Wissenschaft nicht weiterführt – denn sie muss ja versagen – weil kein echter Wissenschaftler will, dass man an sie glaubt: Was dann? Dann kommen die sogenannten charismatischen Menschen. Sie geben Hoffnung – es wird alles besser, es wird alles gut. Wie Mutter und Vater sagen: Es wird alles, alles gut, so sagen sie es ihren Kindern. Wir Menschen haben das nötig, sicher, soziopsychologisch gesehen. Geht das Zutrauen in Gegenwart und Zukunft verloren, wenn nicht nur die Einkommenssteuererklärungen, sondern auch die Alltags-Wege zu kompliziert werden, dann brauchen wir jemanden, der uns Völker an die Hand nimmt und sagt: Hier gehts lang. Ja, hier gehts lang. Verträumte Augen, liebevolle Blicke, fruchtbare Träume folgen – ist das nicht gut? Es gab bisher immer ein Erwachen. Manchmal weniger grausam, manchmal mehr. Die USA sind eine Demokratie, wir sind eine Demokratie – da kann man nur rufen: Leute, lasst doch diese Träume, die schnell zum Albtraum werden können, und tragt das Eure dazu bei, dass es so gut läuft wie möglich – ohne einen Vorangeher!

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Scharia nochnochmal

www.way-to-allah.com/dokument/Schariagrundlagen.pdf. Auf diese Seite bin ich bei pi-news gestoßen: „Die Schariagrundlagen, auf denen die Beziehungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen gegründet sind“ von Feisal Maulawiehemaliger Schariarichter der Sunniten in Beirut. — Diese 42-Seiten-Schrift (beachte Vorwort: Datum und Unterstützer!) zeigt einiges Interessante auf. Leider kann ich nicht alles darstellen, sondern Eigenarbeit vorschlagen: Nur mal „Dhimmi“ in das „Find“ Feld eingeben. Wenn man „Totenbett“ eingibt, weiß man, warum in Saudi Arabien nur Moslems wohnen dürfen. In der Schrift erfährt man auch, dass die Muslime friedlich sind – nur Krieg gegen Byzanz usw. führen mussten, weil man (a) einen Diplomaten der Muslims getötet habe – und (b): weil die Völker sich nicht frei für den Islam entscheiden konnten. Dass der Grund (a) nur vorgeschoben ist, erfährt man ein paar Seiten weiter: die Staaten hatten Angst vor den Muslims, das heißt: Angst vor denen, von denen sie bedroht wurden. Anfrage 1: Wenn die Unterdrückung der Völker ein Grund für den Angriff ist – liebe moslemische Staaten: Wie frei sind die Menschen in eurem Land, sich für Jesus Christus zu entscheiden oder dafür, überhaupt nicht zu glauben? Nein, frei sind sie nicht, weil sie dann – s. „Dhimmi“ Punkt 8. – den Islam geringschätzen. Das wäre nämlich eine Kriegserklärung gegen den Islam. Anfrage 2: Werden wir unterdrückt? Wer bestimmt das? Müssen Moslems sich jetzt aufmachen, um uns von unserer Unterdrückung zu befreien, die wir gar nicht als solche empfinden (weil wir fehlgeleitete Ungläubige sind)?

So einfach ist das Weltbild gestrickt: Wer gegen den Islam ist, erklärt den Krieg – und selbst dann, wenn ein Einzelner sich gegen die Masse der Moslems für Christus entscheidet, erklärt er der Masse den Krieg und darf von der Masse vernichtet werden.

Das Schöne am Islam ist immer, dass er sich selbst outet. Man muss nur hören wollen, was er sagt. Wer will, kann auch das Dhimmitum preisen, weil die Moslems einem Dhimmi nichts tun, wenn er nur tut, was sie befehlen. Maulawis Stimme nur eine unbedeutende Stimme? S. Vorwort der Schrift. (Zu Scharia s. auch in diesem Blog unter anderem: 8.11.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de