Was ich schon weiß 6

(Fortsetzung vom 16.10.) Was benötige ich dafür, um die Herausforderungen meistern, das Abenteuer bestehen zu können? Ich kleide mich zunächst mit Freundlichkeit und Gelassenheit mir selbst gegenüber, und hole tief Atem …. Dann nehme ich einen Rucksack mit Proviant, gepackt mit dem, was mir gut tut, was mir Ruhe gibt und Energie: Ein gutes Wort, ein schönes Bild, ein kraftvolles Lied, Gedanken – Gedanken, die Kraft haben, törichte Gedanken zu übertönen. Immer dann, wenn Hektik mich ergreift, wenn Ärger in mir aufbrüllt, wenn Traurigkeit mich erfüllen wollen: Dann ziehe ich mich kurz in mich zurück – hinein in meine Freundlichkeit und Gelassenheit, hole tief Atem und hole aus meinem Rucksack das gute Wort, das schöne Bild, ein kraftvolles Lied und die wichtigen Gedanken, die anderes besiegen.  

Medien A: GEZ

Versicherungen bezahlt man solidarisch. Auch wenn man nicht in den Genuss des eingezahlten Geldes kommen sollte, so hat man damit wenigstens anderen Notleidenden Gutes getan. GEZ ist, soweit mir einfällt, das Einzige was ähnlich läuft: Man zahlt immer, auch wenn man die Leistung nicht in Anspruch nimmt. Wasser wird genau abgerechnet und Strom – ich hörte neulich, dass manche Stadt mit den Müllgebühren recht freizügig verfährt, weil sie die tatsächlichen Kosten nicht offenlegen muss. Und nun möchten ARD und ZDF ihre online Präsenz ausbauen. Hoffentlich nicht auch noch mit meinen Gebühren. Sie gebärden sich wie im Fernsehen selbst: Sie haben die Informationswahrheit gefressen und müssten sie nun über die armen im Geiste über… – dabei sind Zeitungen auch noch da, und die müssen ihre online Präsenz sauer erkämpfen und finanzieren ohne solche dicken Gebühren-Polster im Hintergrund. Ganz dreist finde ich den Versuch, über alle verkauften PCs den Fluch der GEZ zu legen. Ob man den PC nun für ARD und ZDF verwendet oder nicht: zahlen, zahlen, zahlen. Der Widerstand wächst.     

Medien B: Religion

Haben Sie in letzter Zeit schon bei www.ekklesia-nachrichten.com nachgeschaut? Dort finden wir unter anderem das: >Gegen eine „von Ignoranz getriebene Feindseligkeit gegen den Glauben“ in der Kulturelite hat sich der schottische Komponist und Dirigent James MacMillan (London) gewandt. Diese zunehmend aggressive Haltung gefährde den gesellschaftlichen Pluralismus, sagte er Anfang Oktober in London in einem Vortrag beim Sandford St. Martin Trust. Die gemeinnützige Stiftung fördert religiöse Rundfunkprogramme. Der 49-jährige Katholik MacMillan dirigiert unter anderem das Philharmonische Orchester der BBC und stand am Pult großer Symphonieorchester in den USA und Europa. Nach seinen Angaben bezeichnen sich zum Beispiel nur etwa fünf Prozent der Fernsehschaffenden als religiös, während es in der gesamten Bevölkerung 70 Prozent seien. Die säkular-liberale Elite trage dazu bei, dass in der Gesellschaft eine Uniformität entstehe, in der „jeder nicht-säkulare Beitrag automatisch als sozial spaltend betrachtet wird“.< Meine Anmerlung: Sie bezeichnen sich wahrscheinlich nicht nur als nicht-religiös, sondern auch als viel klüger als die tumben 70%. Der Ausgewogenheit wegen – noch eine andere Stimme: Das Thema Religion wird, wie idea berichtet, für die Medien immer wichtiger, so der Generaldirektor der BBC, Mark Thompson, und außerdem sei es nicht wahr, dass die BBC der Religion bisher zu wenig Platz eingeräumt habe. – Wobei: Das meinte MacMillan auch nicht, dass in der BBC keine religiösen Elemente vorkämen. Nur: Wenn immer mal eine religiöse Sendung, die vielleicht auch noch sehr – sagen wir durch alle Ausgewogenheit – nichtssagend wird, gesendet wird und dann alle anderen Sendungen ständig gegen christliche Religion in der Gesellschaft schießen, dann haben die einzelnen Sendungen nur noch Alibifunktion.    

Medien C: Falsche Wahl

Ich sah die Tagesthemen. Herr Lütgert sprach sehr emotional davon, warum er nicht McCain wählen würde. Wegen Sarah Palin. Nun sind wir selbst ganz aufgeregt und wissen, dass wir sie auf keinen Fall wählen dürfen, eine schlimme Frau ist das, eine ganz schlimme Frau. – Äh, wer verrät dem Herrn Lütgert mal, dass wir gar nicht wählen dürfen?

Nachtrag: Das ist so gemein, dass die USA uns nicht wählen lässt. Da ist bestimmt der Bush dran Schuld.

Was ich schon weiß 5

(Fortsetzung vom 15.10.) Wie ein Abenteurer benötige ich Training, benötige ich das nötige Material. Das Abenteuer eines Tages zu bestehen, fällt einem nicht unbedingt in den Schoß, sondern muss trainiert werden. Zuerst muss man gegen die Selbstzweifel angehen, dem Feind in sich selbst, der einen schwächen will. Wenn ein Abenteurer sich schon sagt: Das schaffst du nicht – dann wird er auch nur schwer die Herausforderung des Urwaldes annehmen und bestehen können. Nein: Ich schaffe es. Das ist ja nicht das erste Abenteuer meines Lebens, die erste Herausforderung. Fast alle habe ich geschafft – und dann schaffe ich auch dieses. Manche habe ich nicht geschafft – und sie entpuppten sich im Nachhinein als völlig unwichtig. Auch wichtige Herausforderungen habe ich vielleicht nicht geschafft – aber inzwischen sind sie vergessen. Habe ich den Feind in mir besiegt, der mich klein und schwach macht, dann wird er selbst immer kleiner, und ich habe Energie zu fragen: Wie schaffe ich diese neuen Herausforderungen? Was benötige ich, um diese Abenteuer bestehen zu können?

Bänker + Vertrauen

Ich habe studiert. Ich habe keine Ahnung von der Einkommenssteuererklärung. Ich brauche als Freiberufler kompetente Hilfe dazu. So wie mir geht es vielen. Ohne Fachfrau/-mann steht der Laie mit einem Bein im Gefägnis, wenn er die Erklärung ausfüllt, hörte ich mal. Wenn wir davon schon keine Ahnung haben, obwohl ich auch von mir behaupten kann, dass ich nicht gar zu dämlich bin, wie sehr geht es uns mit Beratung von den Banken. Aber wahrscheinlich haben die Berater auch keine Ahnung, sondern kennen nur das, was ihnen an Material vorgelegt wurde: Lernt das auswendig, lernt das vermitteln und Geld fließt. Damit gehen sie dann zu denen wie mir, die noch weniger Ahnung haben als sie selbst, und erzählen blumig und schön Märchen vom großen Schatz. Sie lassen träumen – und bluff, sind die Träume vom großen Geld geplatzt. Nur dass keine falsche Vorstellung von mir aufkommt: Ich bin kein unmittelbar Leidtragender der Bankenkrise. Mein Tipp: Menschen, die mit virtuellem Geld hantieren, sollten auch nur solches verdienen. 

Genauso mit anderen Dingen: Telekom. Anruf: Sie können noch mehr sparen, wie ich an meinen Unterlagen sehe. Oh, sparen klingt gut. Unterlagen – meine vorhanden! Die hat also Ahnung. Beratung am Telefon. Ja sicher nehme ich den neuen Tarif. Dann stellt sich nach einer Weile heraus: Neue Telefongebühren kommen noch zu den alten dazu, weil erst vor ein paar Wochen ein längerfristiges Spar-Angebot angenommen worden ist. Alles rückgängig gemacht. Siemens, wie Telekom, große Firmen … Vertrauen? Nur in Banken verschwunden? (Vorsicht: müder Kalauer!) Oh, wer merkelt was!  

Was mich stört

Mich stört Politik, die Frauen zerreißt, weil sie für Industrie und Dienstleistungen da sein sollen und Kinder bekommen sollen. Dazu s. die Info in www.pro-medienmagazin.de (zu dem Plan, die Erziehungsratgeberin Anna Wahlgren zu eine Diskussion mit von der Leyen zu animieren). Ich kenne viele Familien, von denen ein Elternteil lieber zu Hause bleiben will, um sich um das/die Kind/er kümmern zu können, die aber arbeiten gehen müssen, um das Leben bestreiten zu können. Eltern, die zu Hause bleiben, sind politisch kontra-produktiv, nicht gewollt. Gewünscht werden Eltern, die Kinder bekommen, und dann arbeiten gehen, während sie die Kinder abgeben können. Ich wüsste mal gerne, für wie viel Eltern das Letztgenannte die beste Lösung ist. In der Tagesschau wird ein Paar vorgestellt, das ein kleines Kind hat und die Frau hochschwanger ist. Sie beklagen das geringe Kindergeld. Zu Recht. Und dann sagt sie politisch gewünscht: Auch bessere Kinderbetreuung fehlt. Sicher fehlt die – aber da merkt man die politische Beeinflussung durch die Medien: das war gar nicht das Thema. Medieneinflüssler sind für Betreuung von Außen und gegen Kindergeld – und darum muss dieser Stimmungsmachsatz auch noch schnell eingeflochten werden. 

PS: Falls einer denkt, ich denke: Frauen hinter den Herd! – weil manche denken, und dann denken sie vom anderen das, was sie ihm gerne vorwerfen wollen – also: falls einer denkt, sollte er von mir das Richtige denken; das heißt: Erstmal das zur Kenntnis nehmen, was ich wirklich gesagt habe. Aber hier finden die von mir Falschdenker das, was sie denken, dass ich denke, aber nicht denke: Ahmadiyya http://www.tagesspiegel.de/berlin/Ahmadiyya-Gemeinde-Moscheeneubau-Pankow;art270,2635368.   

Wieder da

Ich bin wieder im Land und kann regelmäßig Blogtexte schreiben. Nur: Was gab es in den letzten Tagen Politisches? Ich weiß nicht viel, muss mich erst mal wieder einarbeiten. Ich habe zwar an jedem Abend Nachrichten geschaut – und muss gestehen – bin dabei regelmäßig eingeschlafen. Das liegt nicht an den aufregenden Zeiten. Manchmal ist man einfach zu müde – und alle Aufregungen dringen nicht so sehr in einen hinein.

Was uns täglich begleitet hat: Der wunderschön geschmückte Herbstwald am Edersee, manchmal atemberaubend schön. Nun: Bald wird auch mich der Alltag wiederhaben.

Was ich schon weiß 4

(Fortsetzung vom 11.10.) Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Wie gehe ich in meinen Tag, in meine Zukunft. Wie sehe ich meinen Tag, meine Zukunft. Wie gehe ich mit anderen heute um, wie morgen? Wenn wir schwermütig aufstehen – wird der Tag anstrengender. Wenn ich dicke schwarze Brocken auf dem Weg durch den Tag vermute, wird es mir schwer, ihn zu gehen. Ich weiß, dass wenn Menschen mir freundlich begegnen, ich auch freundlicher werde – und anderen geht es mit mir genauso. Und wie kann ich Morgens so aufstehen, dass es mir selbst gefällt? Wie gehe ich mit schweren Brocken um, die ich auf dem Weg erwarte? Wie kann ich Menschen freundlich begegnen, wenn ich mir gegenüber selbst unfreundlich bin? Ein paar Tipps – auch wenn ich mir bewusst bin: Jeder Mensch, jede Situation, jeder Tag ist ganz besonders – und verlangt auch ganz Besonderes. Damit sind wir beim ersten Tipp: Herausforderungen, Abenteuer des Alltags, Überleben im Dschungel des täglichen Lebens und Umgangs – so den Tag ansehen: als Abenteuer, als Überlebenstraining … – das manchmal auch seine Blumen am Wegrand und freundliche Menschen zur Begleitung hat.

(Fortsetzung folgt.)