Atheistische Mission 2

>Es gibt möglicherweise keinen Gott. Hören Sie jetzt auf, sich zu sorgen und genießen Sie ihr Leben< – das soll angeblich auf Londoner Bussen stehen (so das pro-medienmagazin), weil Atheisten Werbung für den Atheismus machen wollen. Wenn das wirklich ein Spruch sein soll, den Atheisten auf den Bussen anbringen, dann sollten sie die Werbeleiter aus dem Amt jagen. a) Es gibt möglicherweise keinen Gott? b) Wer sorgt sich denn heute schon deswegen, ob es einen Gott gibt oder nicht? – das geht vollkommen an der Realität der Menschen vorbei; c) Leben genießen – wen spricht das mal wieder an? Daran lässt sich sehr schön sehen, dass Atheismus vielfach eben mit denen zu tun hat, denen es gut geht, die gesund sind, die Geld haben, die auch ohne große Rücksicht auf andere ihr Leben leben können. Denn jeder persönliche Genuss kann durch Rücksichtnahme auf andere eingeschränkt werden. Alles ist so akademisch rein, so leblos. Wie dem auch sei: Diskussion über Gott ist immer gut – und mit Gott leben noch besser.

Schönheit 3

Eine Blume, die nicht merkt, dass sie eine Blume ist, weiß, sie muss ihre Blütenfarbe ändern – wobei sie a) nicht wissen kann und b) nicht weiß, welche Frabe sie hat und c) nicht andere Blüten an ihren Farben erkennt … Wenn es die Blume nicht ist, die die Vielfalt hervorruft, dann doch die Natur – kann es die Natur, die Fülle des Nichtwissens aber des vielfältigen Lebens? Nun, das Staunen über die Schönheit und Vielfalt usw. kann ich natürlich auch durch wissenschaftliche Informationen ergänzen: Evolution – doch kann das bei Blumen erklärt werden, ihre Vielfalt und Schönheit? Kann die beim Käfer erklärt werden, bei seiner Vielfalt und Schönheit? Und da freut man sich dann tierisch, wenn man in einer Art die Gensequenz einer anderen Art findet. Weil das vielleicht einige Fragen klären würde. Ich weiß, dass alles viel komplizierter ist, so kompliziert, dass es niemand versteht – nur manche, die bei dem bisschen, das sie verstehen, stehenbleiben aus Angst vor Unerklärbarem. Hauptsache ist: Wir sehen noch die Schönheit, die Vielfalt, weil unsere Seele dafür offen ist. 

Sonys Angst?

Ein Spielstart wurde verschoben, weil Sony einen martialischen Koranvers zitierte – mit Musik zitierte. Nicht der martialische Koranvers erregt Anstoß, sondern dass er mit Musik vebunden wird. (Gefunden www.pro-medienmagazin.de)

Hat nicht mit dem Islam zu tun

Hat nichts mit dem Islam zu tun – islamische Staaten machen es zwar (fast) alle, aber es hat nichts mit dem Islam zu tun …: www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,585593,00.html. Frauen haben mehr zu sagen als Männer, mehr Ansehen als Männer …? Ein marokkanischer  (!) Reiseführer erzählte uns vor ein paar Jahren, dass Frauen ablehnen können, wenn Männer eine Zweitfrau nehmen wollen. Dann gehen Mann und Frau zum Dorfrichter, und die  beteiligten Familien werden eingeschaltet usw., wenn sie sich nicht einigen können. Wenn die Frau sich dennoch weigert, sagt der Mann: dann gehe ich zur Hure – und das ist eine große Schande für dich. Und weil sie diese Schande nicht auf sich laden will, erlaube sie die Zweitfrau.

 Auch Mohammed hatte mehr Frauen – mehr als Allah sie anderen Männern erlaubte, aber bei seinem Propheten hat er da ein Auge zugedrückt. Das mag auch gut gewesen sein, weil dadurch Frauen versorgt worden sind – zumindest sagt man das. Und auch Sklavinnen, deren Männer vorher umgebracht worden waren, wurden bei Gefallen integriert. Und freilich ist auch in unserer Gesellschaft das Verhältnis zwischen Männern und Frauen nicht optimal. Und die islamische Version des Zusammenlebens hat auch für den europäischen Mann so manche – sagen wir – Verlockung. Aber: Wo bleibt die Gleichberechtigung? Wo bleibt die Freiheit? Wo bleibt die Achtung als Mensch? Gleichberechtigung, Freiheit, Achtung – auch in unserer Gesellschaft nicht eben immer groß geschrieben. Doch muss das verschlimmbessert werden durch die Traditionen einer anderen Religion?

PS: Schon wieder Unrecht in Ägypten: http://www.kath.net/detail.php?id=21150

Schönheit 2

(Fortsetzung vom 22.10.) Auch die Schönheit des Menschen ist nicht nur funktional. Das Rotwild, das jetzt beginnt, Kämpfe auszutragen, pflanzt sich nicht fort, weil es die jeweiligen „Partner“ schön findet. Macht geht auch. Bei Menschen ists idealerweise auch Schönheit. Bevor ich anfange, von der Schönheit des Menschen zu schwärmen, denke ich an eine Sommermischung von Blumensamen. Was für eine bunte Vielfalt. Wie überfüllig die Formen, die Farben – selbst die Farbenmischungen einzelner kleinster Blüten … Die Almwiese – genauso. Wie eine Löwenzahnwiese zeigt, hätte es auch eine einheitliche Blütenfarbe getan. Aber nein: Es muss diese wunderbare Vielfalt sein. Und das kann nicht nur mit Konkurrenz zu tun haben. (Fortsetzung folgt.)

Finanzhaie

Was geht uns Deutschen die Schweiz als souveränes Land an? Was geht uns Liechtenstein an? Ich finde dieses potente Gehabe des Finanzministers und seiner Mitarbeiter äußerst geschmacklos (diplomatisch genug ausgedrückt?). Sollte man nicht zusehen, dass es im eigenen Land besser zugeht? Wobei ich a) den Finanzminister als einen der fähigsten Politiker unseres Landes in der Gegenwart halte (keine Satire) und b) entgegen allen Vermutungen keine Millionen ausgelagert habe, auch keine Tausend – äh: manchmal sieht es selbst im Portomonaie leer aus. Und c) Ich Steuerflucht auch als kriminell ansehe – aber d) anderen Ländern ihre Souveränität nicht genommen werden darf, weder militärisch noch finanziell und wirtschaftlich. Ich weiß: Ich bin ein Träumer.

Was soll man sagen

Was soll man dazu sagen: Da werden uns jahrelang die amerikanischen Verbraucher als Vorbild vor Augen gemalt und dann? Diese Verbraucher tun wenigstens was für die Wirtschaft. Sie machen sogar Schulden, nur damit die Wirtschaft angekurbelt wird. Und die tumben Deutschen legen das Geld auf die Bank. Leute, gebt mehr aus! So hieß es in den Zeitungen, in Zeitschriften, im Fernsehen, aus dem Mund von Fachleuten und Politikern … Und jetzt? Jetzt fallen dieselben über die amerikanischen Verbraucher her. Auf unsere Kosten haben sie Schulden gemacht! Diese Übeltäter! Man mag sich am Liebsten mit Grausen abwenden: Was für Heuchler! Aber so sind wir, wenn wir ohne Selbstachtung sind. Wenn sie wenigstens sagen würden: mea culpa – ich habe mich auch geirrt. Soviel Selbsterkenntnis ist dann wohl doch zuviel verlangt. Vor allem, weil es politisch nicht opportun ist. 

Schönheit 1

Warum finden wir den Frühling so schön? Das Bunte, das Grün, die Vögel? Wegen der Verheißung von Nahrung? Warum finden wir den Sommer so schön? Das Licht, die Wärme – es gibt Nahrung? Warum finden wir den Herbst so schön? Die flammenden Blätter, die Pilze, verblühende Blumen – wegen der Verheißung von Kälte, Nässe, Tod und Nebel? Schönheit empfinden wir nicht nur wegen irgendwas, wegen eines Nutzens, sondern einfach, weil etwas schön ist. Sternenhimmel, Wasserfall, Wasserglitzern – alles hat eigentlich keine Bedeutung für uns, aber es ist schön. Etwas berührt die Seele, öffnet sie, dringt ein, bereichert, erfröhlicht. Oh, Gott, bist du schön! Ist Gott schön? Der die Schönheit erkennen lässt, der die Seele Schönheit aufnehmen lässt, er selbst berührt die Seele, weil er schön ist. (Fortsetzung folgt.)

Satire

Frage an meine zahlreichen Leserinnen und Leser: Muss ich Satirisches, etwas, das mit Augenzwinkern geschrieben wurde, als solches kennzeichnen oder merken Sie es? Ich gehe von Leserinnen und Lesern aus, die so klug und empfindsam sind, Augenzwinkern zu verstehen. Da der Kreis der Blogleser aber lange den Bereich derer überschritten hat, die mich persönlich kennen, fühle ich mich in dieser Hinsicht – ob Satirisches auch als solches erkannt wird – etwas unsicher. Sie haben ja meine Mailadresse oder die Möglichkeit zu kommentieren, um Luft abzulassen oder nachzufragen. Übrigens habe ich von einem „Heiland“ eine Mail bekommen. Ich habe Mailmäßig nicht reagiert: War das Satire? Was für abstruses Irgendwas. Jede Mail die ich verstehe, wird jedoch beantwortet. Wobei ich vermute, dass dieser „Heiland“ kein Leser des Blogs ist, sondern eher einer, der Beschäftigte an der Theologischen Fakultät mit solchen Mails  zumailt.