Papst

Guter Artikel zum Thema: http://fact-fiction.net/?p=1801#more-1801 – übrigens besonders interessant finde ich den Hinweis (mit eigenen Worten wiedergegeben), dass die Medien durch den Empörungsschrei über den Holocaust-Leugner diesen und seine dummen Aussagen erst recht ins Rampenlicht rücken. Diese tumben Journalisten-Typen können sich beruhigt zurücklehnen und den Bauch pinseln: Wir haben es ja nur gut gemeint!

Nachtrag: http://www.ef-magazin.de/2009/02/03/933-die-piusbrueder-richard-williamson-und-die-politische-korrektheit-iii-papst-benedikt-hat-viele-feinde-und-noch-mehr-freunde (bei fact-fiction.net gefunden).

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Esoterik 8

(Fortsetzung vom 6.2.) Nun gibt es die Allerweltsesoterik – und es gibt die Elite-Esoterik. Und die letztgenannte Form hat mit Wellness nicht mehr unbedingt etwas zu tun, sondern mit Askese, Ekstase, Meditation, Hingabe, Inner-Schau. Elitäres Bewusstsein kann auch Gruppen bestimmen, die nicht den Wellness-Hüpferlingen zuzuordnen sind. Und je tiefer Menschen sich mit die ein oder andere Tradition einlassen, gibt es auch Gefahren: Man traut der so genannten Schulmedizin nicht mehr und geht lieber zu Geistheilern, weil sie emotional agiler sind; oder es gibt wohl Richtungen, die psychisch destabilisieren, angeblich Reiki. Ebenso kann der – im eigentlichen Sinn extrem betriebene – Zenbuddhismus Menschen zerbrechen. Tarotkarten und andere vermeintliche Zukunftsoffenbarer können abhängig machen, wie auch Horoskope versklaven können: Man macht nichts mehr ohne sein Horoskop. Oder man hat Ängste vor unendlichen vielen Dingen: fehlgeleitete kosmische Strahlungen und disharmonisierenden Elektrosmog, vor dunklen Mächten, der falsche Stein am falschen Ort, die falsche Strahlendosis der Farbe am Körper …

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Esoterik 7

(Fortsetzung vom 5.2.) Die Esoterik hat sich insofern gewandelt, als es zurzeit nicht um das Wohl der Menschheit geht, sondern um das des Einzelnen. Es geht nicht um Frieden in der Menschheit, sondern darum, den inneren Frieden zu finden – besser: den inneren Ausgleich, das Wohlfühlen. Wellness ist im Grunde eine Form der Esoterik: Ich fühle mich wohl – ich habe den Ausgleich, die Balance gefunden. Das Problem der Esoterik ist, dass das Böse zu dem Guten dazugehört, das Problem ist, dass sich häufig Menschen um diese Frage kümmern, die krank sind, die sich nicht nur passiv behandeln lassen wollen, sondern aktiv gegen ihre Krankheit vorgehen möchten. Und da kommen Hoffnungen auf, die eigentlich nicht unbedingt begründet sind – es mag immerhin mental helfen: Ich kann etwas tun. Aber das ginge auch ohne esoterisches Denken. 

Die esoterische Antwort zu dem Thema Leiden und Tod sind dem Hinduismus bzw. Buddhismus (nur in einer europäisch gereinigten Form) entnommen: die Reinkarnation. Jeder wird entsprechend seines Karmas, Verhaltens wiedergeboren – allerdings als Mensch, um das Schlimme gut zu machen und das Gute besser zu machen, um dann letztendlich ins Kosmische einzugehen. Welche Folgen das für das Zusammenleben der Menschen hat, kann man extrem in Indien beobachten. Die Liebe hat da nicht unbedingt das primäre Mitbestimmungsrecht. Europäisch bedeutet das: Wer im irdischen Leben die Balance findet, der hat im kommenden Leben bessere Aufstiegschancen. Das heißt: Die Antwort der Esoterik ist auf Reinkarnations-Glauben aufgebaut, auf Karma-Zukunftsversprechen. 

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Feingeister

Ich kann ja verstehen, wenn man ausflippt angesichts all dieses Unfugs um einen herum. Nur – die Ablehnung von Fäkalsprache und Beschimpfungen hat nicht allein mit Feingeistern zu tun. Die Frage ist, was ist mit solchen verbalen Aussetzern gewonnen? Dient man damit der Sache? Dient man damit sich selbst? Auf welchem Weg ist das Herz, die Seele, der Geist? Denn die Sprache färbt auf einen ab – wie sie Ausdruck des Menschen ist, der sie verwendet. Wenn einer noch so gute Ideen hat, so gute Beobachtungen, so gute Darlegungen – aber sie mit Verbalinjurien spickt, dann mag man sie gar nicht mehr lesen und hören. Vor allem: Auch diese Sprache nutzt sich ab – eigenartiger Weise sind Sarkasmus, Ironie, Witz beständiger – und kleben sich fester in die Gedanken ein. (Zu http://fact-fiction.net/?p=1794)

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Warten

Es gibt verschiedene Arten und Weisen, die Zeit nach dem Abschied oder der Verabschiedung zu leben: Vor sich hindümpelnd, hadernd, sehnsüchtig in seinen vier Wänden sitzend, die Zeit totschlagend mit diesem und jenem – was man so am Liebsten tut. Auch wenn das, was man am Liebsten tut – Lesen, Fernsehen, Basteln, Blumen pflegen – zum Alltag wird, dann merkt man irgendwann: Das kann es nicht sein, das kann es doch nicht gewesen sein. Man wird unruhig, doch die Unruhe läuft ins Leere. Man wird sehnsüchtig, doch die Sehnsucht läuft ins Leere. Und so ist auch die Zeit des Wartens zu füllen, damit die Leere nicht das gesamte Leben bestimmt. Es geht darum, aktiv zu warten.

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Esoterik 6

(Fortsetzung vom 5.2.) Nach diesen Anfängen kamen ab den 60ger Jahren des 20. Jahrhunderts neue Dinge hinzu: So die Sehnsucht nach dem New Age – Wassermannzeitalter. Auch das ist nichts Neues. Schon im Mittelalter erwartete man nach dem Zeitalter des Vaters und des Sohnes das des Geistes. Aber es wurde säkularisiert, und man suchte dieses Wassermannzeitalter, das paradiesische Zustände hervorruft, in der Welt. Wassermannzeitalter, das Zeitalter des Gleichgewichts. Der einzelne Mensch lebt in der Ganzheit, im Gleichgewicht, die ganze Menschheit lebt im Frieden, in der Ganzheit: Let the sun shine … Dann kam das positive Denken hinzu: Um sein Gleichgewicht zu bekommen, solle man in allem positiv denken. Die Bachblüten wurden hoffähig, die kosmischen Strahlen werden in Globulis gefangen und sogar in Apotheken verkauft, Masseure sind Kanäle kosmisch-göttlicher Energien – und alles Mögliche sonst. Und seitdem suchen sich immer mehr Menschen immer neue Dinge aus, um die Menschen, die nach Ganzheit suchen, bei Laune zu halten, die Wirtschaft anzukurbeln, die Esoterik-Messenbesucher mit Neuigkeiten zu beeindrucken. (Fortsetzung folgt.) 

Kein Schutz

Wenn der Staat die Schwachen nicht vor den Extremisten schützt, die ihren Extremismus mit dem Mäntelchen der Religionsfreiheit kaschieren, dann kommt das dabei heraus: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1669705_Schleier-aus-Angst-Krawalle-aus-Hass.html Und die Leidtragenden sind eben die Moslems, die ganz normal in Ruhe ihren Alltag leben wollen, den Kampf, den jeder Alltag mit sich bringt, bestehen wollen. An ihnen versündigt sich der Verbrecher schützende Staat – und eben die Medien, die es nicht wagen die Dinge beim Namen zu nennen. Manchmal wacht ein Blatt auf, dreht sich aber wieder um und schläft weiter.

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