Buddha 10

(Fortsetzung) Der Dalai Lama, den wir heute kennen, ist also die Wiedergeburt der voran gegangenen Dalai Lamas. Er floh aus dem Tibet, man sagt, mit Hilfe der USA – man bedenke: 1959. Was war mit China 1959: Kommunismus pur. Die Flucht war auch politisches Ereignis und die politische Hofierung des Dalai Lamas ebenso. Da versteht man, dass die Chinesen nicht besonders amused sind, wenn der Dalai Lama als politischer Mönch von Regierungen eingeladen wird. Und man wundert sich, dass mal eine Tat der USA von den Aufgeklärten akzeptiert wird – äh – oder wussten sie davon nichts. Egal: Seitdem findet der Dalai Lama zahlreiche Menschen im Westen, die ihm wohlgesonnen sind, die von seinem Charme und seiner Weisheit bis in professorale Höhen umgarnt werden. Nur selten gibt es Skeptiker wie www.trimondi.de. Solche Stimmen mag man nicht gerne hören, weil der Westen gerne „edle Wilde“ mag, Exoten, die lachen und weise Worte sagen. Lachen ist ein Kennzeichen dieses Dalai Lama – lachen als Antwort auf Fragen, das ist auch eine Idee, auf die man erst kommen muss. — Wenn es zeitlich klappt, werfen wir in dieser Woche noch einen Blick auf den Zenbuddhismus. 

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Zum Sonntag 17

Ich wünsche Segen allen, die menschliches Streben nach Liebe, Wahrheit, Heiligkeit und Freiheit achten.

Ich wünsche Segen allen, die – angesteckt von der Liebe und Zuwendung Jesu Christi – ihre Traditionen verändern.

Ich wünsche Segen allen, die ihre Gruppe, in der sie leben, für neue wertvolle Erfahrungen, Wege und Menschen öffnen.

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Terrorgott

Ein Kurienkardinal soll den Muslimen dafür gedankt haben, dass sie Gott in die öffentliche Sphäre Europas bringen (www.katholisches.info/?p=2201 und http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=248341 – Hinweis gefunden auf pi-news.net). Dass sie das getan haben, das sehe ich und bekomme es ständig zu hören: Wie viele Menschen machen die Religionen, damit den Glauben an Gott, dafür verantwortlich, dass es Kriege und Terror gibt. Den Terrorgott gebracht zu haben – so verstehen es viele – das soll man als Christ den Muslimen danken? Gott, den Jesus Christus Vater nennt, wird mit dieser moslemischen Gottesvorstellung in einen Topf geworfen. Dann wird kräftig umgerührt – und die Atheismus-Suppe kommt heraus. Dass ein Kurienkardinal noch nicht weiß, dass nicht jeder, der „Gott“ sagt, auch unseren Gott meint. Kewil (fact-fiction.net) meint, der Kardinal sei falsch verstanden worden. Nehmen wir es zu seinen Gunsten an.

(Natürlich hat nicht jeder Muslim diese Gottesvorstellung. Viele wollen auch nur ihren Frieden – und ob alle so glücklich sind, wenn in ihrer Nähe eine Moschee gebaut wird, die sie religiös und türkisch-national disziplinieren soll? Aber der Gott, der sich in den Köpfen unserer Zeitgenossen einbrennt/einbombt, ist eben dieser Terrorgott. Und im Vergleich von Neuem Testament und Koran/Hadithe kann man die Gottesvorstellungen nicht miteinander in Einklang bringen – was ich im Blog schon häufig thematisiert habe – auch wenn der Meister Mohammed es so wollte.)    

Buddha 9

(Fortsetzung vom 27.11.) Nun leben auch tibetanische Mönche nicht meditierend zurückgezogen, sondern haben eine immense gesellschaftliche und politische Funktion. Wichtig wurde der Gelug(pa) Orden. Der Abt bekam im 16. Jh. vom Mongolenherrscher den Titel „Dalai Lama“ – der bedeutet: Weltmeerlehrer, Lama = Guru = der Erhabene. Als Lama wird jeder Mönch angeredet – vergleichbar mit unserem „Hochwürden“. Dieser oberste Abt sah sich als Glied einer Wiedergeburtskette an – wie kann man das? Indem man diesen Titel posthum zwei Vorfahren zuordnet – und schon hat man eine Traditionsreihe. Nun begann man weitere zu suchen, damit die Kette nicht abreißt. Es entstand eine Theokratie – eine witzige Bezeichnung für eine Gruppe, die eben diesen einen Gott nicht so kennt. Aber seis drum, man nennt die Herrschaft so. Während der Dalai Lama die politische Herrschaft inne hatte, hatte der Panchen Lama (Panchen Rinpoche = großes Gelehrtenjuwel – das sind Titel! Da können wir uns als Kirche und Uni-Lehrer noch viel abschauen!) die theologische Herrschaft. Und wie es allen Gruppen geht: der 9.-12. Dalai Lama wurde aufgrund innerreligiöser Auseinandersetzungen umgebracht. Zurzeit lebt der 14. Dalai Lama, der sich als letzten Dalai Lama ansieht – als „kundun“, das heißt: als konkrete irdische Gegenwart eines Boddhisattvas. Und was ist mit dem gegenwärtigen Panchen Lama? Man weiß es nicht, weil die Chinesen ihn entführt haben. Aber nicht faul, ernannten sie einen anderen. Und da dieser beim Ableben des Dalai Lamas dafür sorgt die Reinkarnation des Dalai Lama im neuen Dalai Lama festzustellen, hat der eine große Macht. Doch die Tibeter haben den chinesischen Panchen Lama nicht anerkannt. Auch unsere mittelalterliche Tradition kennt zwei Päpste nebeneinander. Wenn Politik und Macht mitmischen, dann gibt es solche historischen Scherze. Sagt der Dalai Lama deswegen, dass er der letzte sei? Weiß jemand mehr?     

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Unser „stern“

Wie religiös neutral der „stern“ ist, findet man in der Ausgabe vom 4.9.2008, die mir soeben wieder in die Hände gefallen ist. Dort wird auf Seite 140 um Abonnenten geworben. Vier Hörbücher sollen locken, davon seien zwei genannt: Dalai Lama: Der Weg zum Glück und: Khoury: Scriptum. Nun mag man sagen: Die Menschen wollen das – aber 2% Verlust an Lesern im 3. Quartal im Vergleich zum 3. Quartal 2007 deutet doch eher darauf hin, dass woanders Mangel herrscht.

Aber ich will nicht gemein sein: Spiegel: – 2,1%; Zeit: – 1,8%; Bild: – 6% usw. ein wenig zugenommen haben: SZ (1,9); FAZ (1,6); FAS (4,8) und Focus: 8,2. Die Zahlen stammen aus idea 45 vom 5.11.2008 Seite 14. Dort finde ich auch den Hinweis ganz witzig: Weil die Partei Becksteins 17,3% verloren habe, solle er, so die Bildzeitung, zurücktreten. Doch seit Kai Diekmann die Bild leitet, ist ihre Auflage um 26,1% gesunken. Was schließen wir daraus? Von anderen fordern … 

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Vorwurf 5

(Fortsetzung vom 27.11.) Und gerade dann, wenn man die grundlegenden Schriften beachtet, dann ist der Vorwurf an die Christen, wenn sie Übles tun, besonders relevant, weil sie/wir eben nicht so lebten und leben, wie es die gute Vorlage bzw. Jesus als Vorbild lehrt – und das geht auch nur, wenn man seinen Geist, der in uns ist, missachtet. Uns muss man es sehr übel nehmen, wenn wir die Wahrheit und Weisheit neutestamentlicher Schriften verlassen. Und wir müssen den Vorwurf ohne Wenn und Aber akzeptieren. Denn im Grunde kann man ja nur uns den Vorwurf machen, lieblos zu sein. Religionen und Ideologien, deren Grundlagen sowieso eher gewalttätiger Natur sind, kann man ja nicht vorwerfen, gewalttätig zu sein, weil es zu deren Tugend gehört. Aber uns Christen kann man den Vorwurf machen. Hier trifft uns allein die Schuld, weil wir so wunderbare Grundlagen haben und uns nicht an ihnen ausrichten.   

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Kabarettist und Bier

Ein Kabarettist (Vince Ebert) soll laut welt online sagen: Steht dort ein Kühlschrank, und behauptet einer, da ist Bier drin, dann ist er ein Theologe; schaut er nach, dann ist es ein Wissenschaftler, wenn einer kein Bier darin findet, und es dennoch behauptet, dann ist er Esoteriker. Nun, beim Kabarett soll man nicht so sehr genau hinsehen. Aber ist an diesem Spruch was dran? Natürlich: Wenn es um einen Kühlschrank geht. Nur dann würde auch der Theologe schnell hinrennen und nachsehen, ob Bier drin ist. Spaß beiseite: Der Knackpunkt liegt darin, dass der Theologe das Bier trinken wird und der Wissenschaftler es untersucht und der Esoteriker dem Bier gut zuspricht. Und der Kabarettist seinen Reim darauf macht, dass er so daneben liegen kann.   

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Buddha X

Laut welt online sollen leibliche Überreste Buddhas gefunden worden sein. Welches Buddhas? Doch nicht dieses Buddhas. Denn der ist doch, wenn die Überlieferung stimmt, verbrannt worden. Nun, wie man schon x Gräber gefunden hat, in denen Überreste Jesu liegen, wird man wohl auch doch noch ein Grab finden dürfen, in dem Buddhas Gebeine liegen. Und wie man vor kurzem festgestellt hat: Ist Schillers Schädel nicht Schiller – vielleicht ist er Goethe? Äh, geht nicht, Goethe hatte Schillers Schädel ja quasi in der Hand und sich ein Reim darauf gemacht. Wenn Schiller nicht Schiller ist und Buddha nicht Buddha, was sagen wir dann bloß: Glücklich der, der sich an leibliche Überreste klammert. Oder nicht?   

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Medien-Erzieher

Auf der Milli Görüs Seite finden wir etwas von (?) Schäuble: „Den Medien sprach der Minister im Integrationsprozess deshalb nicht nur die Rolle eines Beobachters und Berichterstatters zu, sondern sie seien Akteure. Es müsse ein gemeinsames Anliegen von Medien und Politik sein, dass die öffentliche Willensbildung auf Grundlage fundierter Debatten geschieht. Er forderte die Medien deshalb auf, diese Verantwortung auch wahrzunehmen, indem sie etwa „nicht durch Übertreibungen, sondern durch Recherche, Sachkenntnis und Ausgewogenheit“ Qualitätsjournalismus schaffen. Es dürfe dabei nicht außer Acht bleiben, dass auch die Pressfreiheit wie jedes Freiheitsrecht nicht absolut ist. Möglicherweise sei sie aber „von übertriebenen Rücksichten auf Anzeigenkunden oder von überzogenen Gewinnerwartungen der Investoren bedroht“, so Schäuble. “ Wenn Schäuble das wirklich gesagt hat, dann frage ich mich: Wo leben wir? Medien als Erzieher des freien Menschen – wie sehr lechzen freie Menschen nach der Erziehung durch Medien. Das geht doch jetzt schon so weit, dass eine Zeitung einmal in einem Bericht über einen Übeltäter, den  südländischen Namen durch einen deutsch klingenden Namen ersetzt hat „Name durch Redaktion verändert“. Vorbild für unsere erziehenden, als Akteure handelnde Medien? (Durch pi-news.net bin ich auf diese Hinweise gestoßen.) Ausführlicher Text unter: http://www.igmg.de/nachrichten/deutschland/newsdetails-deutschland/die-verantwortung-der-medien-fur-die-integration.html

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