Buddhismus-Islam

Der überwiegende Teil derer, die aus dem Christentum zum Islam übergehen, dürfte dies aus Gründen der Heirat tun: Man muss sich seinem kommenden muslimischen Ehepartner anpassen. Der überwiegende Teil derer, die sich dem Buddhismus zuwenden, dürften das aus Gründen der Selbstsuche angesichts des Stresses und der Unzufriedenheit tun. Mit der Heirat sucht der Eine die politische Religion und der Andere die Religion der Individualität. Und warum nehmen soviele Menschen auf der Welt den Glauben an Jesus Christus an? (Liebe atheistische Freunde – Eure Antwort kenne ich, aber diese wird nicht die einzig wahre Antwort sein. Ich denke, der Text aus Matthäusevangelium 5. Kapitel liegt da näher.)

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Naivität

Wenn die Beobachtungen stimmen, die ein Besucher/eine Besucherin bei der Veranstaltung mit dem Großmuftie Ceric wiedergeben, dann zeigt das doch die bodenlose Naivität der Zuhörerinnen und Zuhörer: http://www.pi-news.net/2009/06/grossmufti-ceric-erklaert-die-scharia/#more-65996. Ich zweifle freilich daran, dass er das wirklich gesagt hat und die Leute – für den Fall, dass sie ihn überhaupt verstanden haben – so positiv reagiert haben. Zweifle ich wirklich daran? Nein, ich würde gerne daran zweifeln. Man muss sich da mal jedes Wort im Hirn zergehen lassen, nicht nur das Wort, sondern auch die Taktik. Man kann nur sagen: sich informieren, informieren, informieren. Damit man solchen Panschern nicht auf den Leim geht. Und noch ein Naiver? Ein Taktiker? Ein naiver Taktiker? Diesesmal ein Kardinal, wenn denn diese Info stimmt: http://www.pi-news.net/2009/06/terror-hat-nichts-mit-dem-wahren-islam-zu-tun/#more-65949.

Ich habe nichts gegen politische Auseinandersetzungen mit jeglicher politischen Gruppierung – aber das schlägt dem Fass den Boden aus: Es geht nicht mehr um Auseinandersetzungen, sondern darum, Menschen, die mit politisch Andersdenkenden beruflich zu tun haben, einzuschüchtern, sie wirtschaftlich zu ruinieren – meine Güte, was sind das für Typen: Mit solchen geht unsere Demokratie zugrunde, wenn man sich von diesen einschüchtern lässt. Ich hoffe nur, die Leichlinger sind Manns und Fraus genug, diesem Übel nicht Folge zu leisten: http://www.pro-nrw-online.de/content/view/1141/1/ (gefunden durch Kewil). Sie wollen das bekämpfen, was sie für Übel halten – und verfallen dabei selbstgerecht dem Übel.   

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de  +++  http://literarisches.wolfgangfenske.de/10.html   

Türkei

Warum geben sie es nicht einfach zu? Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Was ist dabei, ein Unrecht, das die Väter … Urgroßväter begangen haben, zuzugeben? Weil sie die politischen Konsequenzen fürchten? Die gegenwärtige Anerkennung Andersdenkender und -glaubender? Mit ihrer Sturheit stellen sie sich auf eine Stufe mit den verbrecherischen Vorfahren: http://www.kybeline.com/2008/12/09/das-volkermord-vom-pontus-massengraber-in-der-turkei/ .

Was geschah? Als Lektüre sei empfohlen: Franz Werfel – Die vierzig Tage des Musa Dagh: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_vierzig_Tage_des_Musa_Dagh

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de  +++  http://literarisches.wolfgangfenske.de/10.html   Wer Lügen benutzt, um anderen zu sagen, wie wundervoll er ist, findet an sich wohl nichts Gutes, um Anerkennung ohne Lügen zu erreichen.

Nachtrag: http://www.welt.de/politik/article3917713/Erdrutschsieg-fuer-Ahmadinedschad-in-Iran.html. Soviel zu meinem gestrigen Blogeintrag „Iran“.

EU-Gerechtigkeit

Ich sprach gestern an, dass die EU sich abschottet und kleinere Länder keine Chancen bekommen. Entwicklungshilfe ist da nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Aber je mehr Tröpfchen kommen, desto mehr kühlt auch der Stein ab. Deswegen denke ich auch, dass man, wenn man Geld übrig hat, es auch spenden kann. So an Brot für die Welt (http://www.brot-fuer-die-welt.de/), Misereor (http://www.misereor.de/), Hilfe für Brüder (http://www.hilfe-fuer-brueder.de/index.php?id=10)… Kommt es an? Es ist zu vermuten, dass es überall schwarze Schafe gibt. Aber diese Entwicklungsdienste haben den Vorteil, dass sie mit festen und vertrauenswürdigen Partnern vor Ort zusammenarbeiten.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Kritik

In der FAZ gibt es einen Artikel über den Umgang mit Kritik: Wie kritisiert man richtig, wie gehe ich mit Kritik um.

Wie kritisiert man? Da wird unter anderem genannt: Vor der Kritik einen Hinweis geben – Den zu kritisierenden nach Erklärung für sein Verhalten fragen – sachlich und genau erklären, was man kritisiert – „Ich“ sagen – Maßnahmen vereinbaren.

Und wie gehe ich mit Kritik um? Ruhe bewahren – konkrete Beispiele erfragen – wilde Rechtfertigungen vermeiden – welcher Punkt ist brauchbar? – Unsachliches ignorieren.

Was man nicht alles schon weiß – aber doch nicht in der Lage ist, es umzusetzen. Oder?

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Iran-Wahl

Im Iran wird gewählt. Gestern in den Nachrichten war der Kommentator schon vollauf begeistert für den Fall, dass Ahmidiwerweißwas nicht mehr gewählt werden würde. Man hätte meinen können, der wäre schon nicht mehr an der Macht. Wenn die Bevölkerung ihn nicht mehr wählen würde – würde der sich wirklich zurückziehen? Hat er nicht schon alle Vorkehrungen getroffen, dass solche eine Beleidigung des Präsidenten klammheimlich nicht stattfindet? (Er sagte nämlich gegen seine Gegner sinngemäß: Ein Präsident darf nicht beleidigt werden und dass er alle ins Gefängnis werfen wolle…) Ob er wirlich aufgibt oder nicht doch seine Hunde auf die Freieren hetzt? Es wird spannend im Iran.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Internationalität

Zur Internationalität von Christen, die ich Gestern angesprochen habe, noch Hinweise auf open doors, zum Beispiel die Gebetsanliegen im Juni: Nigeria, Mauretanien, Libanon, Iran, China, Nordkorea, Philippinen, Vietnam, Laos, Myanmar, Bangladesch, Sri Lanka, Tadschikistan, Iran, Irak, Algerien, Äthiopien, Eritrea, Somalia, Kolumbien. Solche Listen mit Gebetsanliegen gibt es auch von anderen Organisationen. Dann ist das Engagement von Brot für die Welt, Misereor, Hilfe für Brüder … zu nennen. Paulus schreibt in seinem 1. Brief an die Korinther davon, dass Christen in Jesus Christus ein Leib sind – und alle sind gleich wichtig an diesem Leib. Wenn es einem Glied wehtut, dann sind alle anderen mit beteiligt. Und als so einen Leib verstehen sich Christen auch – Christen in der ganzen Welt. Dann gibt es freilich auch masochistische Christen, das heißt Christen, die meinen, ihren eigenen Leib bekämpfen zu müssen, nicht, weil sie aus unterschiedlichen Völkern kommen, das nationalsozialistische Gedankengut ist soweit ich sehe kaum anzutreffen, sondern weil der rechte Arm manchmal was anderes tut als der linke Arm, meinen sie, einander bekämpfen zu müssen, weil das eine Ohr höher hängt als das andere, meinen sie einander bekämpfen zu müssen – und das macht sie in der Welt auch verständlicherweise lächerlich. Aber diese allzumenschlichen – nicht göttlichen – Anfälle in der Kirche sagen nichts darüber aus, dass die Gemeinde nicht ein Leib ist. Freilich haben in vielen Ländern traditionelle Christen auch schlicht und ergreifend Angst, sich mit zum christlichen Glauben konvertierten Christen zusammen sehen zu lassen, weil das massive Probleme mit sich bringen kann (z.B. Iran, Mauretanien…) Aber das sagt ja nichts darüber aus, dass sie nicht zu dem einen Leib gehören. Und das ist wirklich das Wunderbare: Wenn man sich irgendwo in der Welt trifft, man aber nichts voneinander weiß, dann merkt man nicht selten die „gemeinsame Wellenlänge“, bis man dann herausfindet: Auch sie/er gehört zu diesem Leib. Von daher verstehe ich Christen nicht, die ihre inhaltlichen Differenzen über diese Gemeinsamkeit stellen. Ich habe zum Beispiel eine ganze Menge inhaltlich an den Vorstellungen „unseres“ Papstes auszusetzen (auch als einer, der in der evangelischen Tradition lebt) – aber ich spüre gleichzeitig, dass eine verbindende Gemeinsamkeit da ist… Deswegen kann in der evangelischen Kirche auch von der unsichtbaren Kirche in Trennung von der sichtbaren Kirche (ecclesia invisibilis – ecclesia visibilis) gesprochen werden. Ich sags mal auf meine Art: Innerhalb der unterschiedlichsten Gemeinden gibt es Menschen, die zusammengehören – jenseits aller äußeren Erscheinungsweisen. Sicher bringt diese Unterscheidung  massive Probleme mit sich – aber da ist was dran.  

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de    

Stolpersteine

Ihr Ruhmreichen, die Ihr Euch für Stolpersteine (http://www.stolpersteine.com/) einsetzt – reinigt Ihr (nicht das Fußvolk, Ihr) sie auch von dem Dreck unwissender und unachtsamer Mitbürger? (Eine alte Frage: Wäre es nicht besser, diese an Hauswände oder Laternenmasten anzubringen? Sicher kann man sie dann nicht mehr Stolpersteine nennen – vielleicht Hingucker?)

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Buddhismus

Warum immer Islam? Der Dalai Lama kommt nach Frankfurt: http://www.dalailama-frankfurt.de/ Der Buddhismus wird wahrscheinlich unsere Gesellschaft stärker verändern als der Islam. Warum das? Weil der Buddhismus unerkannter, stiller menschliche Hirne und Herzen erobert. Er – bzw. die buddhistischen Strömungen – ist Ergebnis Jahrhunderte langer menschlicher Traditionen. Alles was es an Guten und Dunklen Dingen auf dem Weg der „Seelenwanderung“ gibt, findet man in ihm vereint. Und das ist natürlich spannend – zumindest in der Form des Buddhismus-Light, der eher für Europa bestimmt ist. Die Härten sind weitgehend herausgenommen, das Leichte ist geblieben. Manche finden z.B. leichter, an Reinkarnation zu glauben als an die Auferweckung der Toten durch Gott – oder: leichter, in sich selbst sich selbst zu suchen, als Gott zu suchen – oder: sich selbst zu suchen als den anderen – oder: … – und das beeinflusst unsere Gesellschaft immens: Welche Rolle wird die Nächstenliebe spielen? Wie geht man mit Menschen um, wenn er sowieso reinkarniert? Dass auch der Dalai Lama Mensch ist – der wohl viel und gerne lacht – weiß nicht nur http://www.trimondi.de/H-B-K/H-B-K-Front.htm. Und interessant dürfte vielleicht für einige sein: Auch die realen Buddhisten in Asien verquicken ihr Dasein mit massivem Geister- und Götterglauben. Der Mensch ist halt nicht nur vergeistigtes in sich selbst Ruhen.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de  Wer Lügen benutzt, um anderen zu sagen, wie wundervoll sie sind, findet an ihnen wohl nichts Gutes, um das Ziel ohne Lügen zu erreichen.