Zum Sonntag

Menschen müssen die Sprache der Liebe lernen: Wie geht man mit dem geliebten Menschen liebevoll um? Welche Worte verwende ich, um ihm wohlzutun? Das lernen wir vielfach über Liebesfilme, über Romane, Gedichte und gute Vorbilder. Ein sehr altes literarisches Vorbild ist das Hohelied Salomos, das wir im Alten Testament finden.

Das Alte Testament findet auch Worte, um dem Volk Israel die Liebe Gottes mitzuteilen: Gott sucht, findet, ist ein Ehepartner, erwählt. Jesus hat wunderschöne Worte dafür gefunden, um die Liebe Gottes zu den Menschen auszusprechen. Er konnte die Sprache der Liebe Gottes sprechen: in Gleichnissen, so zum Beispiel im Gleichnis vom verlorenen Sohn, vom guten Hirten (Lukasevangelium 15). Er hat nicht nur die richtigen Worte gefunden, die Menschen durch die Jahrhunderte hindurch in vielen Völkern angeregt haben, sondern er hat auch liebend gehandelt: Er hat gezeigt, wie Gott in seiner Liebe handelt. Und das bis hin zu seinem Leiden und gewaltsamen Sterben – aus Liebe zu Menschen ertragen.

Jesus hat auch die Sprache der Liebe in der zwischenmenschlichen Beziehung gesprochen: Menschen müssen in Liebe miteinander umgehen (Liebe ist nicht zu verwechseln mit Süßlichkeit!) und das hat er zum Beispiel ausgesprochen im Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukasevangelium 10) und es auch selbst mit seinen Taten gezeigt.

Jesus hat uns Menschen die Sprache der Liebe gelehrt, gezeigt, dass Gott den Menschen liebt, dass der Mensch den anderen lieben soll – und der Mensch, der diese Sprache gelernt hat, gibt diese Liebe weiter: an Menschen und an Gott. An Menschen zum Beispiel in der Diakonie, im Umgang mit anderen im Alltag; an Gott zum Beispiel mit Bildern in der Kunst, mit Liedern, mit Gedichten, mit jedem Atemzug des Vertrauens und Lobens, mit Zuwendung zum anderen.

Mein Segenswunsch heute geht an all die Menschen, die diese Sprache der Liebe gelernt haben und in ihr Leben: Gott segne Euch.

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Plakat gegen Minarett

Schweiz – Plakat gegen Minarett – Muslime sehen Parallelen zur Judenhetze in der Nazizeit: http://www.20min.ch/news/luzern/story/JSVP-schockiert-mit-Anti-Minarett-Plakat-31321010 – die haben ja keine Ahnung! Sie verbinden sich mit den Opfern von einst, um ihre machtpolitischen Ziele durchzusetzen.

Nicht wahr? Man macht alles einfach so wie man es will – und die Behörden wollen dann mit den Moscheeleuten eine einvernehmliche Lösungen finden: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2218959_0_9223_-moscheebau-in-esslingen-das-minarett-ist-zu-hoch.html 

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Vogel, Vogel

Ein köstliches Video: http://www.youtube.com/watch?v=NUGHRwKTVUM Pierre Vogel denkt das Christentum sei vom Satan – zum anderen kommt er nicht klar mit der Art zu diskutieren – weil er genauso diskutiert. Die einschüchternden Leibwächter im Hintergrund von Vogel haben auf die mutige Frau scheinbar keine Wirkung… – und wie Vogel die Bibeltexte verdreht! Geht er eigentlich missionierend durch die Straßen? An dieser Frau hat er sich die Zähne ausgebissen.

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Linke Gewalt

Aufruf zum Mord an einem Staatsanwalt, weil er linke Gewalttäter vor Gericht bringt: http://www.bild.de/BILD/regional/berlin/aktuell/2009/10/01/linker-terror-mordaufruf/gegen-staatsanwalt.html Wie viel Mut brauchen Menschen auch in unserem Land, um Gewalt einzudämmen, um für das Richtige einzustehen. Teile der Republik nähern sich den Verhältnissen der schlimmsten Schurkenländer: Anarchie-Träume. Somalia scheint deren Vorbild zu sein.

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Gefahr

Wer sich in Gefahr begibt, muss mit Widerstand rechnen. Herr Sarrazin sprach ein Wort, ein Wort, das viele denken – Sturm brach los: Herr Kolat fühlte sich beleidigt, Herr Journalist war empört, Herr Bundesbank war peinlichst berührt (nicht über die Spekulanten der Landesbanken, die dem Steuerzahler Milliarden aus den Taschen ziehen, kommende Generationen auf riesen Schuldenberge sitzen lassen usw.), Herr Staatsanwalt sieht sich bemüßigt… – Herr Sarrazin: wurde vom Taifun überrollt – manche wünschten, er würde ertrinken, er schnappte Luft und bedauerte Missverständnisse.  http://www.pi-news.net/2009/10/staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-sarrazin/#more-88349 Und die Türkische Gemeinde nahm die Entschuldigung an. Sind wir unserem Kolat nicht dankbar? http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iwBWPopmpDtqh3uMzyTn75Km-paA

(Dazu inzwischen: http://debatte.welt.de/kommentare/158610/thilo+sarrazin+spricht+wahrheiten+aus und recht gut auch der Kommentar in der FAZ)

Nachtrag: Soeben gelesen: http://www.welt.de/wirtschaft/article4721027/Bundesbanker-braucht-Bodyguard-wegen-Sarrazin.html – das bedeutet, dass wegen Sarrazin jemand einen Bodyguard benötigt und nicht wegen irgendwelchen durchgeknallten Typen? Das bedeutet, dass man den Mund halten soll, Wahrheiten nicht sagen darf, weil irgendwelche durchgeknallten Typen andere bedrohen?

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Mail + Antwort

Ich bekam folgende Mail, die ich in den Blog stelle, um in der Antwort meine Sichtweise deutlicher zu machen: 

Hallo verblendeter,
ich bin durch ihre antiislam propaganda auf wikio.de gestoßen und musste lachen.
sie haben eine wirklich blühende, hassverblendete fantasie.
wunder mich ehrlich gesagt das so ein gebildeter mann (laut ihrem lebenslauf), so wenig kenntnisse über uns hat, seis um unsere religion oder geschichte.
sie schreiben immer wieder das wir gemordet und geplündert haben. lesen sie mal die geschichte über den kreuzzug in byzanz, was christen den christen angetan haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vierter_Kreuzzug
Friede sei it dir 😉
ein moslem
P.s. meine email sollte werder beleidigend noch bedrohhend sein.

Meine Reaktion:

… „vielen Dank für Ihre Mail. Ich habe keine hassverblendete Phantasie – Phantasie im positiven Sinne schon – aber nicht hassverblendet. Ich versuche immer zwischen Menschen und – in diesem Fall – dem Koran zu unterscheiden. Da der Koran nicht gerade zimperlich mit der Bibel umgeht, gestatte ich mir auch, Kritik am Koran zu üben – aus meiner christlichen Sicht heraus. Ich denke, dass Sie das ansprechen. Denn der Jesus, den wir im Koran finden, den gab es nie.

Ich mache auch niemand in der Gegenwart für die Ereignisse in der Geschichte verantwortlich – wenn er sich denn von den Untaten seiner Väter distanziert. Und dass viele alte Christen Blut an den Händen haben, das verschweige ich nicht – warum auch, sehe ich doch, dass auch der christliche Glaube von Machtgier, Dummheit usw. immer wieder korrumpiert wird. Gerade heute habe ich auch einen Beitrag im Blog, der aktuelle Untaten von Christen anprangert. Was ich freilich sehe ist, dass Christen für ihre Untaten Rechenschaft ablegen müssen, weil sie sich gegen den Willen Gottes, wie Jesus Christus ihn vertritt, angehen: gegen Liebe… – und dass vom Koran her schwerer gegen Gewalt der Muslime zu argumentieren ist, weil Gewalttaten nicht per se abgelehnt werden. Und das bedeutet auch, dass die latente Gewalt immer wieder hervorbrechen kann.

Ich empfinde Ihre Mail nicht als Beleidigung – auch wenn die Anrede aus christlicher Perspektive beinhaltet, dass der Verblendete dem Satan angehört. Da ich aber Christ bin, kann mich diese Anrede in diesem Sinn nicht treffen.
Es wäre schön, wenn wir im Gespräch bleiben können. Über Details zu diskutieren ist besser als so pauschal.

Mit freundlichen Grüßen“

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Verfolgung durch Christen

Soziologisch ist es nicht verwunderlich, dass Gruppen, die eine Mehrheit haben, Minderheiten drücken. Das gilt für religiöse Gruppen genauso wie für politische, wie für wissenschaftliche Gruppen. Minderheiten sind eine ständige Versuchung, drohen die Mehrheit zu zerbröseln. Darum werden dann einzelne Menschen, die aus der Mehrheit ausbrechen nicht zimperlich angepackt. Das ist auch in religiösen Gruppen so, in politischen und wissenschaftlichen… Von daher lassen sich manche Unterdrückungen von Christen verstehen, weil sie damit der Mehrheitsgruppe zeigen: Wie ihr lebt – lebt ihr nicht recht. Das gibt es auch unter Christen. Da haben meine atheistischen Freunde nicht unrecht. Auch in letzter Zeit stoße ich immer auf solche Hinweise: Orthodoxe Christen drücken mehr oder weniger schmerzlich und intensiv freikirchliche Gruppen (Russland, Äthiopien), katholische Mehrheit in Mexiko (Chiapas) und anderswo ebenso. Traditionelle Christen grenzen sich von Neuchristen ab (Iran, Indien), z.B. weil sie Angst vor dem Staat haben, der Konversionen verbietet. Auch in unserem Land war es nicht immer so wie es heute ist. Ein alter Mann hat mir mal weinend am Krankenbett berichtet, wie schwer er es als einziges evangelisches Kind in einem katholischen Dorf hatte. Und ich bin sicher, dass es katholische Kinder in einem evangelischen Dorf auch nicht einfacher hatten. Von daher sehe ich so manche Auseinandersetzung von Muslimen in islamischen Staaten auch aus dieser Perspektive. Freilich hat das einen Haken: Während Jesus versuchte, diese Strukturen aufzubrechen – fördert sie der Koran. Während Christen, die das tun, schuldig werden – erweisen sich Muslime in dieser Tat als besonders Allah-fromm.

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